Brainstorming Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

ich meine mann raft all die Schönen vor und nachteile zusammen ... und muss noch nicht mal was begründen.

Eigendlich ist bei meinem oben erwähnten Charakter die Amnesie (die absichtlich, durch gezieltes Löschen bestimmter Erinnerungen herbeigeführt wurde) eher ein Teil der Begründung für andere Nachteile (zB hohe schlechte Reputation).
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Ein Rollenspiel-Anfänger (damaligerKumpel von mir) wollte einmal in einer Vampire-Runde mit folgendem Konzept mitspielen:

Ein Außerirdischer... (ab hier sollte klar sein, da kann nichts gutes mehr kommen, aber trotzdem: )

Ein Außerirdischer der sich in die Gestalt eines Menschen [Zitat] gemorpht [/Zitat] hat und als supercooler Highschool-Basketballer von einem Tzimisce zum Vampir gemacht wurde (weil ja Fleischformen so cool ist und Tzimis so schön evil sind).

Und der meinte das wirklich ernst... :wand:
Meine Frage war da nur noch:
Tzimisce brauchen immer etwas Heimaterde, wenn sie schlafen - also von wo hast du Erde in deinen Basketballschuhen? USA, Transsilvanien oder vom Mars?

Hatte das Thema Rollenspiel für ihn damit abgehakt. Er soll grauenhaften Legenden zufolge heute als SL aktiv sein nach dem Motto "Kommt schon Leute, in dem Buch steht nicht was der antwortet, wenn ihr ihn fragt, warum der euch töten wollte. Killt ihn doch bitte einfach, dann kommt auch gleich der Endgegner. Wenn ihr den erledigt bekommt ihr voll viele Erfahrungspunkte. Das wird cool.":headbang:
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Und zuguterletzt: Awful-Good Paladine
Meist von Spielern gespielt, die nur nen Vorwand dafür brauchen um sich als vermeindlich guter Tyrann aufzuführen. Der Übergang ist hier flüssig (weil da "good" eh auf der Strecke bleibt) zu anderen Klassen/Rassen mit nervigem extrovertiertem Ehrenkodex, der anderen das Leben zur Qual macht (allen voran die ED-Hochlandtrolle :wand: , noch vor der Rasse der Coyniten bei StarWars D6)

Och, ich mag solche Paladine... allerdings auch primär mit dieser Betonung auf den Konflikt zwischen den (vielleicht) guten Zielen und den definitiv nicht guten Mitteln diese zu erreichen. Das können dann durchaus fanatische Inquisitionsschergen sein, oder Chars die daran zerbrechen dass sie ihre Ziele nicht erreichen können, ohne ihre Werte zu verraten.

Aus meiner Sicht aber definitiv auch hassenswert: Chars, die keinerlei "Privatleben" außerhalb des Abenteuers haben... die sich nur von Auftrag zu Auftrag hangeln.
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Diese Konzepte habe ich als Spielleiter geliebt. Und nein, das ist keine Ironie und kein Sarkasmus.

Agree, gerade wenn man den Eindruck hat, dass die Amnesie zur Arbeitsersparnis herangezogen wird ist das die perfekte Gelegenheit, sich umfassend und grausam zu rächen. Und ist Rache nicht das höchste Gut?
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Es ist eine schöne Gelegenheit, um mit (!) dem Spieler den Hintergrund zu entwickeln und zwar während des Spiels. Ja, ich habe Verständnis für Spieler, die keine Lust haben, sich großartige Gedanken um ihre Kindheit und die erste große Liebe zu machen, sondern die im "Hier und Jetzt" spielen wollen.
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Scathach schrieb:
Aus meiner Sicht aber definitiv auch hassenswert: Chars, die keinerlei "Privatleben" außerhalb des Abenteuers haben... die sich nur von Auftrag zu Auftrag hangeln.

Dem stehe ich ambivalent gegenüber. Man könnte sagen: Jaein ... Komma weil: Wenn man wirklich oft und regelmäßig spielt, dann gehört Privatleben definitiv mit rein, dann will ich Familie, dann will ich all das, was einen Charakter so ausmacht. Schafft man es aber gerade mal bestenfalls jeden Monat einmal für vielleicht 4-5 Stunden gemeinsam zu spielen, dann kann das Privatleben eines Charakters den gesamten Abend sprengen ... dann hab ich überhaupt keine Lust auf irgendwelche Egotouren, dann will ich die gemeinsame Geschichte erleben. Anders natürlich in 'Sandbox' Spielen, in denen sich der Plot quasi von selbst ergibt und man de facto zwingend auf alles angewiesen ist was der Charakter so bietet. Kommt aber wie gesagt auf die Umstände (allen voran der Faktor Zeit) an.

Cry schrieb:
Agree, gerade wenn man den Eindruck hat, dass die Amnesie zur Arbeitsersparnis herangezogen wird ist das die perfekte Gelegenheit, sich umfassend und grausam zu rächen. Und ist Rache nicht das höchste Gut?

Befriedigt dich das Gefühl der Rache im Rollenspiel als SL wirklich so sehr? Dann ist das vollkommen in Ordnung. Mich nicht ... Ohohohohooo ich darf mir schon wieder eine Story ausdenken, in denen die Spieler von Konzern-X, Drache-Y oder Mob-Z gejagt werden werden, weil einer ein 'dunkles Geheimnis' hat, somit einem generischen Feind auf die Füße getreten ist (oder warum auch immer gejagt wird) und davon nichts weiß, weil er unter 'Amnesie' leidet. Ich habe zu oft und lange Shadowrun gespielt ...

Niedertracht schrieb:
Und den Einschub in der Klammer verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich, bzw. wenn ich ihn richtig verstehe, ist er falsch. Daher frage ich lieber noch einmal nach, was du genau mit diesem Satz meinst.

Stimmt ... haste Recht, hatte ich falsch in Erinnerung.
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Befriedigt dich das Gefühl der Rache im Rollenspiel als SL wirklich so sehr? Dann ist das vollkommen in Ordnung. Mich nicht ... Ohohohohooo ich darf mir schon wieder eine Story ausdenken, in denen die Spieler von Konzern-X, Drache-Y oder Mob-Z gejagt werden werden, weil einer ein 'dunkles Geheimnis' hat, somit einem generischen Feind auf die Füße getreten ist (oder warum auch immer gejagt wird) und davon nichts weiß, weil er unter 'Amnesie' leidet. Ich habe zu oft und lange Shadowrun gespielt

Ach, ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Klar, das bedeutet Arbeit für mich. Aber das ist oftmals die gute Sorte Arbeit. Davon ab spiele ich kein Shadowrun, das hilft. Aber wer sich mir gegenüber halt als fauler/desinteressierter Spieler outet, kann davon keine Vorteile erwarten und ich habe keine Probleme damit, mein Wissen über meine Spieler gegen sie zu verwenden.

Wer meint er braucht keine Story, kriegt ganz schnell eine Strafakte, einen eifersüchtigen Lover und alte Freunde beim Klan.
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Dem stehe ich ambivalent gegenüber. Man könnte sagen: Jaein ... Komma weil: Wenn man wirklich oft und regelmäßig spielt, dann gehört Privatleben definitiv mit rein, dann will ich Familie, dann will ich all das, was einen Charakter so ausmacht. Schafft man es aber gerade mal bestenfalls jeden Monat einmal für vielleicht 4-5 Stunden gemeinsam zu spielen, dann kann das Privatleben eines Charakters den gesamten Abend sprengen ... dann hab ich überhaupt keine Lust auf irgendwelche Egotouren, dann will ich die gemeinsame Geschichte erleben. Anders natürlich in 'Sandbox' Spielen, in denen sich der Plot quasi von selbst ergibt und man de facto zwingend auf alles angewiesen ist was der Charakter so bietet. Kommt aber wie gesagt auf die Umstände (allen voran der Faktor Zeit) an.

Okay, dem stimme ich zu! Aber selbst dann fände ich manchmal nur einen eingestreuten Hinweis schön, und sei es eine beiläufige Bemerkung im Sinne von "Wenn das hier vorbei ist geh ich mich besaufen!" oder was auch immer. Da muss ja nicht ewig viel ausgespielt werden wenn die Zeit nicht hinhaut oder der Rest der Gruppe sich dann langweilt. Nur ich hab schon Runden erlebt, da war die Standardantwort auf die zwischen den Abenteuern gestellte Frage "So, was machen eure Chars nun mit ihrer freien Zeit und ihrem Geld?" - "Ausrüstung kaufen. Trainieren." Und das jedes mal.
Vielleicht bin ich deswegen in dem Punkt inzwischen etwas empfindlicher und komme mit diesem Extrem weniger gut klar. ;)
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Cry schrieb:
Wer meint er braucht keine Story, ...

... müsste bei mir ernsthaft in Erwägung ziehen sich etwas anderes zu suchen oder aber an seiner Faulheit zu arbeiten. Davon aber ab: Selbst wenn der Spieler schon mit einem fertig ausgearbeiteten Konzept daher kommt wie und auf welche Weise seine Amnesie verlaufen soll wäre ich immer noch dagegen. Ich mag das Grundkonzept einfach nicht. Ich finde es stinkt und hat doofe Ohren ... Quasi der Waldelf der Charakterkonzepte, wenn ihr so wollt :p

Scathach schrieb:
"So, was machen eure Chars nun mit ihrer freien Zeit und ihrem Geld?" - "Ausrüstung kaufen. Trainieren." Und das jedes mal.

Naja, wer solche Fragen stellt muss sich nicht wundern, dass er solche Antworten kriegt, nicht wahr? Wenn zwischen den Abenteuern explizit auch was laufen soll, dann muss die Story natürlich in Gang gehalten werden. Beispiel Shadowrun: Man hat den Auftrag für Mr J erledigt, die Charaktere sind bezahlt worden und gehen erstmal gemeinsam feiern. Dabei fällt dem Anführer auf, dass der Gruppenmagier untypisch still ist und er fragt halt nach ....
Ihr wisst ja wie sowas geht. Nur dafür müssen diese Dinge auch ausgespielt werden. Wer einfach sagt: So, Run vorbei: Was macht ihr jetzt bis zum nächsten Mal, kriegt wahrscheinlich auch genau so eine pauschale Antwort. ;)
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Davon aber ab: Selbst wenn der Spieler schon mit einem fertig ausgearbeiteten Konzept daher kommt wie und auf welche Weise seine Amnesie verlaufen soll wäre ich immer noch dagegen. Ich mag das Grundkonzept einfach nicht. Ich finde es stinkt und hat doofe Ohren ... Quasi der Waldelf der Charakterkonzepte, wenn ihr so wollt
Das ist auch völlig in Ordnung. Ich hingegen empfinde es (natürlich ohne ausgearbeiteten Hintergrund) als ziemlich großen Vetrauensbeweis gegenüber dem Spielleiter. Der Spieler hat keine Lust/keine Zeit einen nicht unbedeutenden Faktor eines seiner Hobbys (nämlich den Charakter) (mit) in die Hände des Spielleiters zu legen. Natürlich kann man das als Faulheit auslegen, ist eine Frage der Sichtweise.

Es ging mir auch nur darum, die Unterstellung aus dem Weg zu räumen, ich würde diese Konzepte "lieben", weil ich dann den Spieler für seine "Faulheit" piesacken könnte.
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Das ist auch völlig in Ordnung. Ich hingegen empfinde es (natürlich ohne ausgearbeiteten Hintergrund) als ziemlich großen Vetrauensbeweis gegenüber dem Spielleiter. Der Spieler hat keine Lust/keine Zeit einen nicht unbedeutenden Faktor eines seiner Hobbys (nämlich den Charakter) (mit) in die Hände des Spielleiters zu legen. Natürlich kann man das als Faulheit auslegen, ist eine Frage der Sichtweise.

Es ging mir auch nur darum, die Unterstellung aus dem Weg zu räumen, ich würde diese Konzepte "lieben", weil ich dann den Spieler für seine "Faulheit" piesacken könnte.

Also ich muss zu meiner eigenen Schande gestehen, dass ich in meiner P&P Anfangszeit oft Nachteile wie Amnesie genommen habe, um Punkte zu scheffeln und keine große Story basteln zu müssen. Mittlerweile ist das umgekehrt. Allein für meine Cthulu Charaktere habe ich mir extra Bücher über die Zeitepoche, die Städte, etc. gekauft und sitze seit Monaten an den Backgroundstorys. Mir macht sowas mittlerweile extrem Spaß. Amnesie lasse ich als SL persönlich nur zu, wenn es klar erkenntlich einen Part der Story des Charakters ausmacht. Natürlich ist es auch ein starkes Stück Vertrauen, wenn ein Spieler die Story eines Charakters in die Hände der SL legt, aber leider ist das meist behaftet mit Punkteschieberei und ich selbst habe als SL beispielsweise kaum Zeit um den Background eines Charakter zu erarbeiten. Schließlich kümmere ich mich als SL um jede Stadt in der gespielt wird wie um mein eigenes Kind und es fällt mir arg schwer da noch extra Backgrounds für SCs zu erstellen. Ich muss mich da auf meine Spieler verlassen können. Wünschen stehe ich immer offen gegenüber, aber sobald es einen gewissen Aufwandsfaktor überschreitet (wie zB einen kompletten BACK eines SCs zu erstellen), muss ich zwangsweise andere Dinge vernachlässigen, was letztlich negativ für die ganze Gruppe ist.

Wenn ich merke, dass ein solcher Nachteil nur zum Punkteschieben missbraucht wird, fahre ich da dem entsprechenden Spieler auch an den Karren.

PS: @Niedertracht: Würde mich freuen, wenn du deine Posts etwas klarer (was die Aussage betrifft) machen würdest. War gestern schon drauf und dran mich über deinen ersten Konterpost aufzuregen. Wurde für mich erst beim zweiten Post klar, was du meintest. Nix für ungut ;)
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Also ich muss zu meiner eigenen Schande gestehen, dass ich in meiner P&P Anfangszeit oft Nachteile wie Amnesie genommen habe, um Punkte zu scheffeln und keine große Story basteln zu müssen. Mittlerweile ist das umgekehrt.
Wenn du dir meine Meinung zu diesem Thema durchliest, wirst du feststellen, daß Nachteile für mich generell eher Mittel zum Zweck sind. Aber die Diskussion können wir gerne an entsprechender Stelle führen.

Allein für meine Cthulu Charaktere habe ich mir extra Bücher über die Zeitepoche, die Städte, etc. gekauft und sitze seit Monaten an den Backgroundstorys. Mir macht sowas mittlerweile extrem Spaß.
Das kann ich auch gut verstehen. Wenn ich die Zeit finde, schreibe ich auch gerne (pseudo)interessante Hintergrundgeschichten, weil es mir Spaß macht/gemacht hat. Aber - und das ist der springende Punkt - sehe ich kaum einen Mehrwert für das eigentliche Spiel.

Mit meine besten und schönsten Erlebnisse hatte ich mit Spielern, die zur ersten Spielsitzung ankamen, mir einen Charakterbogen vorgelegt haben und mit den Worten "Ist halt Konzept/Archetyp XY" anfangen wollten zu spielen. Das waren Spieler, die im auftragsbasierenden Shadowrun auf einmal nicht mehr wie die Ochsen vor dem Scheunentor saßen, wenn der Spielleiter nicht gleich zu Beginn zur Spielsitzung den Auftraggeber durchklingeln ließ, sondern die einfach drauf geschissen und ihr eigenes Ding durchgezogen haben. Da wurden Clubmanager erpresst oder geschmiert, um die eigene Band auftreten zu lassen, da wurden Bündnisse geschlossen, aufgelöst, intrigiert und gemordet, um das eigene Bordell zu sichern (welches auch erst im Spiel aufgebaut wurde) usw. Ich mußte mir nichts mehr überlegen, sondern bin als Spielleiter zum Spielen gefahren und war gespannt, was die Spieler heute wieder mit ihren Charakteren machen wollten.

Und ganz ehrlich - da kann ich noch so viel recherchieren und niederschreiben, wenn ich als Spieler nicht gewillt bin Eigeniniative zu zeigen, hilft mir meine Arbeit auch nicht viel. Meinetwegen liefere ich dem Spielleiter Anknüpfungspunkte, aber will ich nicht viel lieber die Geschichte meines Charakters selber "schreiben"?

PS: @Niedertracht: Würde mich freuen, wenn du deine Posts etwas klarer (was die Aussage betrifft) machen würdest. War gestern schon drauf und dran mich über deinen ersten Konterpost aufzuregen. Wurde für mich erst beim zweiten Post klar, was du meintest. Nix für ungut ;)
Ich werde mich bemühen.
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Ich hasse "ich bin in allem besser oder genauso gut wie der beste spezialcharakter der runde (der aber nicht auf den letzten Punkt optimiert ist" Charaktere. Und an sonsten... Alles was knuddelig-knuffelig-zerbrechlich-lecker ist und meint damit überleben zu können ;)
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Früher war Niedertracht nicht so nett...hast du verwarnungen am Arsch?
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Ich hasse "ich bin in allem besser oder genauso gut wie der beste spezialcharakter der runde (der aber nicht auf den letzten Punkt optimiert ist" Charaktere. Und an sonsten... Alles was knuddelig-knuffelig-zerbrechlich-lecker ist und meint damit überleben zu können
Das erinnert mich an meinen liebsten Spielertyp:
Ich: Ich sehe du hast Stärke auf fünf... warum denn das?
Spieler: Ich will halt ein Nahkämpfer sein.
Ich: Ist ja okay soweit aber... Stärke 5 ist das höchste was für Menschen überhaupt nur möglich ist. Wir reden hier von Leuten die ihr Leben lang Extremkraftsport betreiben UND hervorragende Anlagen haben. Davon wird es vielleicht höchstens eine Hand voll auf der Welt geben. Wenn dein Charakter Stärke fünf hat wird er auch entsprechend aussehen und einen entsprechenden Lebenslauf haben. Ich will nur sicher gehen dass du genau weisst was du da tust.
Spieler: Okay.
(etwas später bei der Charakterbeschreibung)
Spieler: ... aus dem Polizeiauto steigt ein langer, schlanker Streifenpolizist mit Schussicherer Weste.
Ich: Dein Charakter?
Spieler: jo.
Ich: Lang, schlank, trägt immer schussichere Weste? Hat neben seinem Kraftsport noch Zeit Polizist zu sein?
Spieler: jo.
Ich: Wir müssen reden.
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Wäre so ja kein Problem, wenn nicht alle 10 Menschen auf dem Planeten auf die diese Beschreibung zutrifft vom gleichen Spieler gestellt werden, ne?
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Das waren Spieler, die im auftragsbasierenden Shadowrun auf einmal nicht mehr wie die Ochsen vor dem Scheunentor saßen, wenn der Spielleiter nicht gleich zu Beginn zur Spielsitzung den Auftraggeber durchklingeln ließ, sondern die einfach drauf geschissen und ihr eigenes Ding durchgezogen haben.

Jetzt beneide ich dich. Ich erinnere mich, dass ich meinen Spielern damals nen Run gestellt hatte und die ihn ablehnten, weil er ihnen nicht ins Konzept passte ("Aus Rachegründen betreiben wir keinen Rufmord. Wir ermorden zwar Unschuldige, aber auf so niedere Triebe wie Rache aus Eifersucht , lassen wir uns nicht ein!" Oô) ... das war so in der ersten drei-viertel Stunde des Spieleabends...Danach kam dann kaum mehr was. Keiner hatte eigene Ziele, ein gemeinsames sowieso nicht und als ich dann nicht prompt mit nem neuen Run aufwartete galt ich auch noch als schlecht vorbereitet und erntete Verständnis, weil ich mich bestimmt so auf den Run gefreut hatte, aber ich ja hätte wissen müssen, dass das nichts für die sei.

Nja ... kleine Anekdote ...
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Wäre so ja kein Problem, wenn nicht alle 10 Menschen auf dem Planeten auf die diese Beschreibung zutrifft vom gleichen Spieler gestellt werden, ne?
Das wär ja auch noch nicht mal das Problem.
Was mich daran so wurmt ist dass ich dabei merke dass der Spieler mir keine Sekunde zugehört hat als ich versucht habe ihm seine Charakterwahl in Perspektive zu rücken. Wenn ich ihm sage dass er damit einen der vielleicht fünf stärksten Menschen der Welt spielt und das auch tatsächlich das ist was er will... bitte. Zwar käsig aber okay. Aber wenn er die Stärke fünf einfach nimmt um mehr Kampfwürfel zu haben, ihn dabei das Kraftlevel normaler Menschen in dem Setting überhaupt nicht interessiert und meine kurze Erläuterung zu Verhältnis, Seltenheit und Anforderungen - kurz gesagt Spielweltkonsistenz- völlig an ihm vorbei rauscht dann ärgert mich das. Zumal er ja Verständnis geheuchelt hat.
 
AW: Was ist das am meisten gehasste Charakterkonzept?

Daran würde ich mich ehrlich gesagt gar nicht so hochziehen. Werte die bei 5 enden sind in der Regel sowieso eher schlecht oder sagen wir etwas positiver: sub-optimal skaliert. Es ist selten ein Problem für einen Startcharakter auf einen Wert von 5 zu kommen (wenn das der Höchstwert ist) und insofern muss man sich dann auch fragen, ob es Sinn macht mit irgendwelchen fiktiven "Du gehörst zu den 10 besten weltweit" Argumenten um sich zu schmeißen. Und das große Stärke grundsätzlich mit Mucki-Buden Aussehen einher gehen wage ich mal zu bezweifeln. Einige der Jungs haben zwar enorm viel Muskelmasse (oder wie man das nennt), aber verhältnismäßig wenig Power dahinter - da kann manch ein weniger durchtrainierter vom Bau oder vom Pütt durchaus auch mithalten. Und davon ab: Wer braucht schon soviel Realismus? Das ganze soll ja auch noch Spaß machen.
 
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