Schattenjäger Spacemarines in Dark Heresy?

AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Natürlich kann man einen Space Marien spielen, man muss dann aber schon erheblich am Setting schrauben. Das klassische DH Setting mit Akolythen die für einen Inquisitor auftrage erfüllen kann ich mir mit einen Space Marien nicht vorstellen.
deshalb gibt es ja auch in bälde das Space Marine Regelwerk, 1 Jahr nach Rogue Trader

Das man mit Astartes militärische Settings spielen kann ist mir schon klar aber wie schauts mit den Charaktären selbst aus? Die können nicht sonderlch reizvoll sein denn außer kämpfen und beten ist da nicht viel dank Gehirnwäsche und Indoktrination.
Dann lies mal Space Marine und die Space Wolves und Ultramarine Romane
 

RyueOkami

Wiedergänger
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Primär space wolves romane.
Weiß nicht welcher es ist (Namen vergessen), aber
es gibt einen wo Space wolves als Leibwächter an welche (glaub ein Adelshaus? mit dem sie eine Blutschuld verbindet?.....hab den Roman nur 1x gelesen und das ist schon sehr lange aus :/ ) ausgeliehen werden, die auf Terra beheimatet sind (und sich auch dort befinden)

=> Leibwächter, Beschützer,.... sind auch mögliche "Missionstypen" für einzelne Marines, oder sogar nen Zug
 

Johnson

Wiedergänger
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Der Roman heist Wolfsklinge und die Space Wolves haben mit dem Navigatorenhaus auf Terra das abkommen, dass sie eine Leibwache für das Haus stellen und im Gegenzug immer einige der Navigatoren im Reißzahn auf Fenris zur Verfügung stehen um die Flotte des Ordens durch den Warp zu bringen.

Und eine Wolfsklinge zu sein ist eine Mischung aus Beförderung und Bestrafung, da man den Marine mit einer wichtigen Aufgabe betraug und gleichzeitig so weit wie möglich von Fenris wegschafft.

Muss sich ja nur mal anschauen wer da neben Ragnar Schwarzmähne noch rumsitzt: Ein Marine der beständig zunimmt, ein Space Wolve der sich ehr für Intrigen und höfisches Zeremoniell als für den ehrlichen Kampf mit einer Axt interessiert und dann eben Ragnar der es geschafft hat die heilige Lanze des Primarchen zu verschlampen (besser gesagt in den Warp zu werfen).

Und von allen Orden der Astartes sind die Space Wolves und Salamanders wohl die jenigen die noch am ehesten spielbar sind, da Erstere den Codex Astartes höchstens zur Hand nehmen um ein zu kurzes Stuhlbein auszugleichen oder ihn jemandem über den Schädel zu ziehen und letzere eh innerhalb der Zivilbevölkerung ihres Planeten leben und eine ehrbare Arbeit in Handwerk und Landwirtschaft haben.
 
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Wieso eigentlich muss immer, und immer, und immer, wenn die Sprache auf Space Marines kommt, deren Spielbarkeit in Zweifel gezogen werden? (Und das ist noch euphemistisch ausgedrückt - üblicher erscheint es ja fast, dass die bloße Idee ihrer Spielbarkeit von irgendjemandem als absurd hingestellt wird.)

Ansonsten, auch wenn es wohl leider wahrscheinlich für jeden, der sich den Tagesablauf eines Space Marines durchliest, und darin nicht die ultimative Ideenfundgrube fürs Rollenspiel wiedererkennt (um die es sich ganz ohne Zweifel handelt!), trotzdem unverständlich bleiben wird, hier mein persönliches drei-Punkte-Programm zur Erlangung der ultimativen Erkenntnis über die Spielbarkeit von Space Marines:

Erstens, sich darauf besinnen, was für interessante, und nicht umsonst klassische/weit verbreitete Charakterkonzepte (im Rollenspiel und außerhalb) Mönche und Glaubenskrieger sind.

Zweitens, Sekundärliteratur zur Hand nehmen und die Vielzahl unterschiedlicher Geschichten mit, um und über die Vielzahl unterschiedlicher Space Marines erfahren.

Drittens, nach verhalltem ersten Vergnügen an den Metzeleien, Disputen, Intrigen, Ermittlungen, und überhaupt Tätigkeiten und Werdegängen besagter Space Marines, einen zweiten Blick auf die wiederkehrenden Themen besagter Geschichten werfen, und bewaffnet mit diesen Themen - Pflicht, Glaube, Zweifel, Erlösung hoch oben auf ihrer Liste - den Zirkel schließen und wieder beim ersten Punkt ankommen.

Repeat as needed.

The Emperor protects.

mfG
mpu
 
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Erlösung wäre bei den Space Marines ein sehr interessantes Konzept.

Schliesslich verheren sie den Imperator nicht als Gott sondern folgen ihm als Mensch und Champion der Menschheit
 

Chrisael

Gott
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

@Turning Wheel
Der Link scheint eher eine Art SkirmishTT zu sein mit Rollenspieleinlagen das über ein Forum läuft. Bei mir besteht Rollenspiel aber meist grad mal aus 10% Kampf. In manchen Sitzungen natürlich mehr, vor allem die DH Sitzungen die ich bis jetzt geleitet habe bestanden fürs erste nur aus Krieg und da wurde natürlich viel gekämpft. Hauptaugenmerk legte ich aber nicht aufs Kämpfen sondern ich inszenierte das eher wie einen Antikriegsfilm. Die Charaktere waren ständig den Grauen des Krieges ausgesetzt(meine Spieler bestätigten mir auch das es zwar sehr actionreich aber auch extrem beklemmend war). Mit Astartes wäre das so nicht möglich gewesen. Die haben einfach keine Probleme mit Krieg, fürchten sich nicht. Kurz es wäre nur Aktion ohne Beklemmung.
Scher Beklemmung kann man auch anders erreichen, mit entsprechenden Horrorsettings. Allerdings war Horror ja nicht mein Ziel sondern die Grauen des Krieges.

Ich gebe zu vermutlich sind Astartes doch spielbar. Aber eine reine Astartesgruppe hätte für mich als Spielleiter keinen Reiz denn da gibts kein subtiles Drama und nur Drama durch ständige Nemesis ist auf Dauer auch fad.
Einen einzelnen Astartes in einer Gruppe voller anderer Charas wäre da schon interessanter. Ein Astartes der auf einem Schlachtfeld verloren ging und jeden Kontakt zu seinen Orden verloren hat und sich jetzt mit Problemen rumschagen muss wie ein ganz normaler Mensch wäre schon reizvoll. Allerdings wäre da der enorme Machtunterschied zwischen Astartes und der Rest der Gruppe der sicher nicht leicht zu handln wäre.

Hab vergessen wer aber irgendwer spielt ja schon ein ganzes Jahr eine Astartesrunde. Vielleicht kann der ja ein Tagebuch posten. Dann könnte ich sehen ob das für MICH interessantes RPG wäre oder eher HacknSlay das ich weniger interessant finde.
 
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

@Turning Wheel
Der Link scheint eher eine Art SkirmishTT zu sein mit Rollenspieleinlagen das über ein Forum läuft. Bei mir besteht Rollenspiel aber meist grad mal aus 10% Kampf. .
und wieder ein Guter Rollenspieler TM, der in bester Kiesow Manier es nicht erkannt hat, das Rollenspiel und Kampf sich nicht nur nicht ausschliessen, sondern ein Höhepunkt des Rollenspiels sein können.
 

Ehron

Clansgründer
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

@Turning Wheel
Der Link scheint eher eine Art SkirmishTT zu sein mit Rollenspieleinlagen das über ein Forum läuft.
Ich kann Dir aus erster Hand versichern, dass es ein ganz klassisches Rollenspiel am Spieltisch (stilecht in einem Rollenspielladen, aber das ist eine andere Sache) mit miniaturengestützten, taktischen Kämpfen ist. Und anders als von Dir vermutet, besteht die Kampagne nicht zu 90% aus Kampf.

Bei mir besteht Rollenspiel aber meist grad mal aus 10% Kampf.
Ganz genau. Bei Dir. (Wichtige Worte fett hervorgehoben.) Lös Dich bitte von der (zweifellos falschen) Vorstellung, dass Space Marines nicht spielbar seien, nur weil sich die typischen Szenarien dafür nicht mit Deinen persönlichen Vorlieben decken. Die diskutieren nicht, die schlagen drauf. Die ermitteln keine Schuldigen, die machen sie einfach platt. Die gehen nicht in Deckung wenn die ersten Kugeln fliegen, die stürmen voran und steigern die Bleidichte in der Luft. Die fürchten sich nicht, die werden gefürchtet. Die haben keine Probleme mit dem Krieg, die sind der Krieg. Die pflücken keine Blümchen, die treten sie einfach platt. Wer Space Marines spielen will, der will in der Regel keine Antikriegsgeschichten spielen, sondern selbst der Grauen des Krieges sein.

Hab vergessen wer aber irgendwer spielt ja schon ein ganzes Jahr eine Astartesrunde. Vielleicht kann der ja ein Tagebuch posten. Dann könnte ich sehen ob das für MICH interessantes RPG wäre oder eher HacknSlay das ich weniger interessant finde.
TW und meinereiner spielen die Runde. Die Anfänge des Tagebuchs finden sich hier, wie TW ja schon gepostet hat.
 
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Mit Astartes wäre das so nicht möglich gewesen.
"So", wie in "ganz genau so" vermutlich (natürlich!) nicht. "So", wie in "dem generellen Ansatz folgend" definitiv.

Je nachdem welche Sichtweise von Antikriegsfilmen/-geschichten zu Grunde gelegt wird, sind Astartes sogar geradezu prädestiniert die Hauptrollen darin zu spielen.
Beispielsweise bei dem (gerade für militärisches Rollenspiel (ganz allgemein)) von mir sehr geschätzten Ansatz, nach dem das Schlüsselmerkmal für Antikriegsgeschichten darin zu finden ist, dass die gegeneinander stehenden Charaktere unter anderen Umständen Nachbarn, Freunde, Brüder hätten sein können. Und ich muss nicht gerade tief in der Trickkiste wühlen, um das bei Space Marines wieder zu finden.

Aber eine reine Astartesgruppe hätte für mich als Spielleiter keinen Reiz
Das ist bestimmt richtig (wer sollte das auch besser beurteilen können, als du selbst)...

denn da gibts kein subtiles Drama
...das hingegen ist in meinen Augen ebenso haltlos wie die vorherige Behauptung, Space Marines seien generell unspielbar.

mfG
mpu
 

Chrisael

Gott
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Versteht das jetzt bitte nicht sarkastisch aber es scheint als habe sich hier eine Riege aus ausgezeichneten Rollenspielern und einen talentierten Spielleiter zusammengefunden damit das alles so gut klappt wie ihr das beschreibt. Aber sowas kann ich erst glauben wenn ich es selbst erlebt habe und mir das Ergebnis gefällt.

Eine Astartesrunde kenne ich ja und das war im Prinzip reines HacknSlay und die Charakterdarstellung war auch entsprechend Astartes, harte Krieger ohne Schwächen und Ängste. Eigentlich durchwegs realistisch dargestellt aber bietet eben keinen echten Reiz für mich als Spielleiter und als Spieler ebenso nicht.

Das Tagebuch beschreibt auch nur zwei Kampfeinsätze. Von Erzählweise oder Rollenspiel wird da nichts erwähnt. Also schauts für mich doch wieder nach reinen HacknSlay aus.
Gut ich gebs zu da hab ich einen fundamentalen Fehler begangen indem ich behauptet hätte das Astartes nicht spielbar wären. Wenn man militärisches HacknSlay will funktioniert das sicher wunderbar.
Diese Behauptung hab ich wohl aus meiner Perspektive eines guten Rollenspiels aufgestellt, war somit Subjektiv und nur für mich richtig.
 
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Versteht das jetzt bitte nicht sarkastisch aber es scheint
als kommt hier der Kiesowsche Tunnelblick, alles was nicht spielt wie ich mit angst dominated ridden sissis,macht kein Rollenspiel,
Kampf ist kein Rollenspiel.

Eine Astartesrunde kenne ich ja und das war im Prinzip reines HacknSlay und die Charakterdarstellung war auch entsprechend Astartes, harte Krieger ohne Schwächen und Ängste.
Lies mal Space Marine(Der Tod eines Space Marine ist ein Triumph und eine Tragödie, ein Chapter Kommandant verurteilte sich selbst zum Tode weil er zu hohe Verluste bei einer Niederlage hatte) oder die Space Wolf Saga(Ein Space Marine Scout stellt einen Inquisitor zur Rede, weil der normale Meschen Orks überlassen will) von William King,
I prefer Death before Dishonor

Space Marine Motto

Failure in the service of the empereor is the greatest of all sins!

Leman Rus


Das sind die Ängste des klassischen Space Marines


Das Tagebuch beschreibt auch nur zwei Kampfeinsätze.
hast du das Opfer des Legionärs überlesen, der sich für Normalos vor die Rakete warf?
 

Chrisael

Gott
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

@Schwerttänzer

Mir scheint du hast meinen letzten Post noch nicht wirklich gelesen denn da relativiere ich ja mein vorschnelles Urteil über die Spielbarkeit von Astartes. Und den Ausdruck HacknSlay benutze ich wertfrei und nicht abwertend.

Die Beispiele die du da erwähnst sind ja noch lange kein Beweis für gutes Rollenspiel so wie ICH das verstehe. Das sind hat Handungen die nicht viel fordern sondern für die der Spieler einfach nur sagt was er gerade tut.
Seinen Chara selbst töten oder in eine Rakete springen ist eine Aktion und für mich noch lange kein Beweis das es auch so erzählt wurde oder so ausgespielt wurde das da eine Szene entsteht die mich berührt.

Außerdem halte ich es für unrealistisch das sch ein Astartes für ein paar unwichtige Menschen opfert. Es gibt 1000x1000 Astartes, pinzipiell viel zu wenige um die Menschheit tatsächlich zu beschützen. Das Opfer das dieser Astartes brachte war zu groß im Vergleich der Wichtigkeit dieser Personen. Und das weis ein Astartes, wird ihm praktisch in sein Hirn geprügelt. Ich glabe ein solches Opfer würde ein Astartes für ein paar tausend Menschen bringen und auch nur dann wenn er abschätzen kann das dieses Opfer auch wirklich Sinn macht.
Da fängt es nämlich an warum ein Astartes für mich nicht spielbar wäre. Denn mit seiner Indoktrination und seinen aufgerüsteten Gehirn denkt ein Astartes wohl in erster Linie berechnend, nach bestimmten Mustern die keine Abweichung erlauben.
 
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

@Schwerttänzer

Mir scheint du hast meinen letzten Post noch nicht wirklich gelesen denn da relativiere ich ja mein vorschnelles Urteil über die Spielbarkeit von Astartes. Und den Ausdruck HacknSlay benutze ich wertfrei und nicht abwertend.
Deine Revision war eine schlecht versteckte ,ich bin ja soo tolerant, Verurteilung.
Beweis das es auch so erzählt wurde oder so ausgespielt wurde das da eine Szene entsteht die mich berührt.
für mich ist es der Akt der zählt, nicht das angst ridden sissi Hohlgeschwafel der Kiesow-Wod Fraktion.
Show don`t blather.


Außerdem halte ich es für unrealistisch das sch ein Astartes für ein paar unwichtige Menschen opfert.
A ich weiss nicht wie stark die Legionen bei 50 K sind

B lies mal die Space wolve saga, die Space wolves die zum Support eines Inquisitors abkommandiert waren, wollten genau das gleiche tun, ein Terminatoren Trupp der ark Angels tat bei ihrer von Genestealern infiltrierten Rekrutierungswelt exakt das gleiche und Ultramarines haben schon Inquisitoren aus diesem Grund fast getötet.

Es gibt 1000x1000 Astartes, pinzipiell viel zu wenige um die Menschheit tatsächlich zu beschützen. Das Opfer das dieser Astartes brachte war zu groß im Vergleich der Wichtigkeit dieser Personen.
Die Space Wolves respektieren die Caianischen Regimenter als würdige Verbündete, der Grosse wolf der space Wolves hat sich um der Menschen von Armaggeddon fast mit dme hohen Senat überworfen.

Da fängt es nämlich an warum ein Astartes für mich nicht spielbar wäre. Denn mit seiner Indoktrination und seinen aufgerüsteten Gehirn denkt ein Astartes wohl in erster Linie berechnend, nach bestimmten Mustern die keine Abweichung erlauben.
tja, nur wird das mWn nirgends von Kanon so beschrieben.
 

Chrisael

Gott
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Deine Revision war eine schlecht versteckte ,ich bin ja soo tolerant, Verurteilung.
Du verurteilst mich für eine von dir eingebildete Verurteilung? Das solltest du besser überdenken denn spätestens jetzt wird es persönlich und das in einem Thema wo sowas absolut nicht notwenig ist. Du musst ja einen ziemlichen groll gegen deine Wusselpumpfdehude(wie auch immer)fraktion verspüren die du immer wieder erwähnst. Daher werde ich mich mal aus dieser Diskussion verabschieden.
 

Ehron

Clansgründer
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Die Beispiele die du da erwähnst sind ja noch lange kein Beweis für gutes Rollenspiel so wie ICH das verstehe. Das sind hat Handungen die nicht viel fordern sondern für die der Spieler einfach nur sagt was er gerade tut.
Seinen Chara selbst töten oder in eine Rakete springen ist eine Aktion und für mich noch lange kein Beweis das es auch so erzählt wurde oder so ausgespielt wurde das da eine Szene entsteht die mich berührt.
Aussagen wie diese stoßen hier ganz gern (zu Recht) etwas auf, da solltest Du Dich über Antworten wie die von Schwerttänzer nicht wundern.

No offense.
 

Turning Wheel

Halbgott
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

In der vorletzten Spielrunde hat sich einer der Legionärs-Spieler dazu entschlossen, einen spontanen 10%-Bonus auf seine Aktion zu nehmen, um Erfolg zu haben. Diese Boni kann ein Trauma50.000-Spieler einfach so in Anspruch nehmen, fällt aber dann ungewollt vorrübergehend dem Chaos anheim. In der speziellen Kampf-Situation rutschte dem Legionär ein "Für Tzeentch!" über die Lippen. Das hat ganz knapp zu einer spontanen Erschießung durch den Führer der Gruppe geführt und hatte eine lange Diskussion über das Verhältnis der Brüder zueinander und zum Chapter zur Folge. Das ganze verlief nur deshalb vorerst im Sande, weil der Ausruf seltsamerweise auf keiner der Audioaufzeichnungen ihrer Rüstungen zu hören war. Eine sehr dichte Rollenspielsituation, die für alle Beteiligten recht spannend war.

Das Spiel kommt immer wieder an Punkte, wo sich die Legionäre mit ihrer Umwelt gewaltlos auseinandersetzen müssen.
Da sind ihre großen Fans, die imperialen Arbeiter und Ex-Gardisten, die sie als ihre Befreier frenetisch bejubeln aber die teilweise die Werte des Imperiums missverstehen. Soll man sie erschießen oder durch Worte und harte Bestrafung auf den rechten Weg bringen? Wie führt man zwei Dutzend solcher Leute sicher durch ein feindliches Gebiet? Oder entledigt man sich ihrer einfach obwohl man den Auftrag hat den Planet zu befreien und Recourcen für das Imperium zurück zu gewinnen?
Da sind uralte Zwergentechniker, die wichtig sind, aber alles besser wissen (wollen). Von wegen Batterien austauschen ohne Gebet! Wie geht man mit solchen Charakteren um? Alter zählt! Fähigkeit zählt! Aber zählt es mehr als Überzeugung?
Wie begeget man als Legionär den Beamten des Imperiums? Sie sind der Legion nicht weisungsbefugt, aber trotzdem haben sie gewisse Befugnisse aufgrund der imperialen Doktrinen die hinter ihrer Institution stehen. Benutzt man sie? Befiehlt man ihnen? Zwingt man sie? Gehorcht man ihnen?
Wie geht man mit Würdenträgern außerhalb der Legion um? Was passiert, wenn ein Garde-Commander andere Pläne und Weisungen hat als die Legionäre?
Die Realität der Legionäre besteht absolut nicht aus eingleisigen Entscheidungen. Sie sind 5 absolute Power-Players, aber nur Vorhut auf einem Planet ohne ihre Brüder. Alleine werden sie nicht zum Ziel kommen. Auch sie müssen sich arangieren. Das führt immer wieder zu sozialen Szenen, die meines Erachtens rollenspielerisch hochinteressant sind, weil die Spieler immer wieder damit konfrontiert werden, ihre eigene Identität und ihren Standpunkt zu finden, weil in der Realität die klaren Überzeugungen doch immer wieder abgewogen und bewertet werden müssen.

Aber nicht nur das Soziale ist da. Technische Aufgaben und Probleme müssen gelöst werden.
In der letzten Spielrunde haben die vier Legionäre einen vor 8 Jahren im Schlamm eines Sees festgefahrenen Landsknecht-Panzer (Landraider) geortet. Wie kommt man da unten hin, ohne selbst im metertiefen Schlamm des Grundes stecken zu bleiben? Und wenn man dort ist, wie kommt man rein bzw. kriegt ihn aus dem See raus? Eine Rätselknacknuss, die die Spieler nicht an diesem Abend vollständig lösen konnten. Recourcen müssen genutzt werden - oder erschlossen werden um das Rätsel zu lösen. Ein interessanter Spieleabend, in dessen Verlauf übrigens keine einzige Kampfrunde vorkam. Ich bin natürlich nur der Spielleitr, aber ich hatte den Eindruck, dass auch alle Spieler das nicht uninteressant fanden.

Was die Antikriegs-Sache angeht will ich auf darauf verweisen, dass gerade bei 50.000 die Charaktere in krassem Gegensatz zu den Spielern stehen. Zum einen sind da die Legionäre, die eiskalte und kompromisslose Krieger sind. Zum anderen sind da die Spieler, die dahinter stehen. Was die Spieler bei dem Plot fühlen steht auf einem ganz anderen Blatt. Natürlich finde ich gewaltverherrlichende Plots anregend, weil sie mir ermöglichen Agressionen spielerisch zu kanalisieren. Aber ein anderer Teil in mir (das Gewissen? der Intellekt? die politische Haltung?) fröstelt erfurchtsvoll und macht sich seine Gedanken über die Furchtbarkeit dieser Welt - gerade weil sie so überhöht ist. Das kommt sicher nicht bei allen Liebhabern des 40K-Universums so an. Jeder nimmt ja die Dinge um ihn herum mit seinem eigenen Hintergrund wahr und evaluiert sie entsprechend.

In meinen Spielrunden gibt es nie nur dröges Rumgemosche. Aber wer das will kann das natürlich auch mit TRAUMA 50K machen.
 
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Hi !
spielen kann man alles. Aber bei SM muss man sich schon einen kreativen Hintergrund ausdenken, damit das nicht nur Hack-and-Slay wird, sondern auch Rollenspiel dabei ist.
Ich hab hier mal zwei Ideen:
1.) man spielt Reneganten. Das heißt die Spieler sind SM die noch bei ihren Orden sind , aber den Versprechungen der dunklen Götter erlegen sind und nun versuchen ihre Heimatwelt zu verlassen und Kontakt mit anderen Verrätern aufzunehmen. Das kann ganz interessant werden. Die marines müssen da ihre rüstungen im Gepäck verstauen und versuchen möglichst Inkognito zu reisen. Das bedeutet auch Kontakt mit Zivilisten bzw. mitreisende in Raumschiffen. Eventuell wird ihr orden nach ihnen suchen soabld ihre Abwesenheit bemerkt wird, was die Situation noch verschärft.

Oder wer nicht "die bösen" Spielen will umgekehrt: der ganze Orden verfällt nach und nach dem Chaos. Die Spieler sind die wenigen vernünftigen Marines die noch übrig sind.Und wärhend ihre anderen vernünftigen Brüder gegen die eignen gefallenen Kämpfen müssen die Spieler auch hier versuchen den Orden zu verlassen um der Inquisition die Nachricht zu bringen was vorgeht. Auch hier werden sie unerkannt reisen müssen da sie osnt von ihren gefallenen Brüdern wieder eingefangen und getötet werden.

Da kann man vieles einbauen, auch die Tatsache dass die Situation für die Charaktere vollkommen neu ist und sie möglicherwiese überfordert, da ist viel RPG-Potential drin finde ich.
 
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Ich frage mich ja immer noch, was am Spiel von Gesprächen und überhaupt von Interaktion mit Ordensbrüdern so viel minderwertiger sein soll als am Spiel von Gesprächen und Interaktion mit anderen Inquisitionsakolythen. :nixwissen:

mfG
mpu
 
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Als ob SMs im Einsatz, das nicht auch hätten. Alleine die Rekrutierung.

Obwohl, einen der Fallen zu spielen hätte was, einen der Unschuldigen Verräter
 

Ehron

Clansgründer
AW: Spacemarines in Dark Heresy?

Ich frage mich ja immer noch, was am Spiel von Gesprächen und überhaupt von Interaktion mit Ordensbrüdern so viel minderwertiger sein soll als am Spiel von Gesprächen und Interaktion mit anderen Inquisitionsakolythen. :nixwissen:
Die Frage stelle ich mir auch schon seit ner Weile. Space Marines sind zwar Kampfsäue und religiöse Fanatiker auf höchstem Level, aber dass codextreue, ausgewachsene Space Marines as written so unspielbar sein und zu 99% Hack&Slay führen sollen, kann ich auch absolut nicht nachvollziehen. Vor Allem, da ich bereits seit einer ganzen Weile in einer SM-Kampagne bei Turning Wheel das Gegenteil erlebe. Aber ich will hier niemandem mangelnde Fantasie vorwerfen.
 
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