[2.6.06] erster Eindruck

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Sollte auch nicht so rüberkommen, als hält er ihr Lachen für gestellt, sondern nur für gut platziert. Was der Ehrlichkeit keinen Abbruch macht;)
Kay, nächstes Mal würfle ich!


Fabian blickte Timo offen ins Gesicht. Dann folgte eine Reaktion. Etwas plötzlicher als gewollt hob Fabian die Hand und reichte sie Timo. Ja, er mochte es Anderen die Hand zu geben. Zumindest zur Begrüßung und zum Abschied.
"Freut mich"
Auch wenn er exakt das Selbe zu Tanja gesagt hatte, wirkte es nicht wie eine Floskel. Dann wandte er sich zu Tanja.
"Ich würde nicht sagen, dass ich sie hasse."
Er schmunzelte.
"Die Massen sind leicht zu beeindrucken. Ich finde diese untoten Horden interessant. Wenn man in der Lage ist solch einen Pulk zu steuern ist einem sehr viel möglich."
Er betonte das Wort "untot" dabei ironisch und auch dies wurde von einem Lächeln begleitet. Dann wurde seine Mimik ernster und interessierter.
"Sie singen. Hm, bei ihrer Stimme eine gute Sache. Sie wollen nicht vielleicht ein Mal bei mir vorsingen? Ich bringe sie groß raus."
Der letzte Satz wurde von einer reißerischen Handbewegung und einem schiefen Lächeln begleitet. Als Timo sie nach ihrem Untoten Zustand fragte, war es an Fabian die Stirn zu runzeln. Das dieser zum du gewechselt war, viel Fabian dabei gar nicht auf.
„Sind sie denn einer?“
Kurz wurde Fabian unsicher, Mel hatte sich nicht in der Tür geirrt? Enios und Meyyes Anwesenheit bewies das Gegenteil.
 
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"Nun, nein... Ich singe bisher nicht, allerdings ist man wohl der Meinung, ich sei dafür geeignet... Bis vor kurzem habe ich eher andere Interessen gehabt. Auch wenn das Singen zweifellos Spaß macht."

Sie grinste indess etwas ironisch auf sein "Angebot".

"Danke, sehr großzügig, aber ich glaube, momentan halte ich mein Gesicht lieber ausserhalb der Öffentlichkeit. " Sie schmunzelte dem Brujah zu, warf jedoch auch wieder einen Blick zu Meyye.

Die schien beschäftigt, also wanderten ihre Augen wieder zurück.

"Darf ich fragen, wie sie überhaupt zu ihrer Berufung gekommen sind, Herr Mahler ? Es ist ja nun nicht grade das, was man unter einem gewöhnlichen Job versteht."
 
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hö? hab ich geduzt? :D

Timo gab Fabian nach sehr kurzem zögern die Hand. Nett und freundlich, auch wenn ihm diverse Höflichkeitsriten nicht gefielen, er war nicht in der Position sie auszuschlagen.
Und dann... Seltsame Frage... Er war ein Vampir. Zumindest sprachen alle Anzeichen dafür.
Das hier war ein sogenanntes Elysium, ein Platz, an dem sich Vampire trafen, so ungefähr hatte Meyye das gesagt. Das Fabian vom 'jagen' sprach, sprach außerdem dafür, dass er irgendwie Dreck am Stecken hatte. Vermutlich bezeichnete das die Blutgewinnung, vielleicht aber auch etwas anderes zu dem er momentan noch keine Verbindungen aufbauen konnte.
Er wartete bis Tanja ausgeredet hatte.
"Ja" sagte er mit gerunzelter Stirn. "Allerdings weiß ich noch nicht unbedingt was das im Detail bedeutet."
Mist, das war zu direkt. Aber Timo wollte eine Menge Dinge wissen und am besten gleich.
 
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"Um... Und ihr seid alle Vampire, nehme ich an."
mir entgeht nichts, HAHA!...öhm;)


Fabian lehnte sich ein wenig im Stuhl zurück. Auch wenn er gerade nicht auflegte, so konnte er sich doch selbsdarstellen und fühlte sich entsprechend wohl.
"Singen sie nur. Sich selbst in Musik zu verwirklichen macht mehr Spass als man allgemein annimmt."
Er lächelte erneut ironisch. Wenn alle Vampire so waren wie Fabian, schienen sie wohl ein freundlicher Verein zu sein. Oder taten zumindest so.
"Hm, angefangen hat das Ganze, da war ich noch wesentlich jünger..."
Er versank in einen grübelnden Zustand. Wirklich deuten konnte man "wesentlich jünger" nicht, schließlich alterten Vampire nicht und Musik hatte es schon immer gegeben. Fabian grub während der kurzen Pause nach Erinnerungen. Ja, er hatte auch mal mit den kleinen Sachen angefangen. In einem Club als Tontechniker hinter dem Mischpult. Irgendwann hatte er aufgelegt. Dann hatte er sich einen KORG M1 besorgt und das hatte alles losgetreten. Nach einigem Gedanken und Erinnerungen hin und herschieben, klärte sich Fabians Blick.
"Uff, das ist eine sehr gute Frage. Es ist mehr oder minder einfach passiert. Ich war in diesem Club als freiwilliger Helfer. Und irgendwann brauchte man dort jemanden, der das Mischpult bedient, also hab ich das gemacht. Da ich das sehr schnell auf die Reihe bekommen habe, habe ich eben auch angefangen aufzulegen. Das hab ich dann eine Weile gemacht. Als ich dort Resident war, bin ich den nächsten logischen Schritt gegangen und habe mir meine eigene Workstation besorgt."
Er räusperte sich unnötigerweiße.
"Ich denke, es ist nicht anders als in anderen Berreichen. Man fängt mit den Grundlagen an und lernt dann Schritt für Schritt immer mehr dazu."
Sein Lächeln wurde breiter.
"Ja, ich denke genau so funktioniert es. Man muss eben nur dabei bleiben und nicht das Interesse verlieren."
Jetzt verzog er feixend den Mund. Er hörte sich ja an wie ein Lehrmeißter. Dann schüttelte er den Kopf, fuhr sich durch die Haare und entspannte sich im Stuhl.
"Darf man fragen, was sie beruflich machen?"
Sie schien zwar noch recht jung, aber man wusste ja nie, schließlich war man unter Kainskindern.

Fabian verzog die Augen gespielt erschrocken und lächelte Timo anschließend aufmunternd zu.
"Uh, sie sind neu? Dann machen sie sich auf eine Menge Input gefasst."
Dann wandte er sich an Tanja und Timo.
"Ich möchte sie nicht beleidigen, aber sehe ich das richtig, dass sie sich beide noch im Status eines Kückens befinden? Man möchte ja nicht unhöflich erscheinen, aber es wäre ganz gut zu wissen, woran man ist, nicht dass man in die Erziehung ihrer Erzeuger pfuscht."
Fabian blickte zu Enio und musterte dann wieder die Beiden. Gut Tanja konnte auch eine gerissene Ahnin sein, aber sollte er in ein Fettnäpfchen getreten sein, konnte er sich immernoch mit "Ich Brujah, ugah ugah" herausreden. Dafür liebte er seinen Clan.
 
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Unabhängig davon, daß Enio dem Malkavianer einen Platz angeboten hatte, schien er sich nicht an dem Gespräch beteiligen zu wollen. Er saß nur reglos da und hörte den anderen zu. Auf Timos` Frage bezüglich ihrer Natur blickte der Italiener lediglich übertrieben lang in seinen leeren Krug als ob er sich vergewissern wollte, ob da auch wirklich mal Blut darin war. Danach nickte Enio nur zur Bestätigung auf die Frage und verfiel erneut in stumme Unbeweglichkeit. Soweit es den Turiner anging würde sich der Malkavianer nicht in ungewollte Gespräche vertiefen müssen.

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Vielleicht kümmert sich ja mal einer (SL) um Meyye bevor sie die Theke zertrümmert ;)
 
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Da ich keine Ahnung habe, wann Malkav mal wieder kommt, werde ich das mal tun.


Es dauerte eine kleine Weile, dann kam der Ghul zurück. Etwas zerknirscht sah er Meyye an.
"Es tut mir leid, ihnen mitteilen zu müssen, daß Herrn Geller noch etwas wichtiges dazwischen gekommen ist und es noch eine Weile dauern kann, bis er wieder hier sein kann", sagte er. "Ich werde sie selbstverständlich sofort informieren, wenn er im Hause ist. Er hat mir aufgetragen, sie und ihre Begleitung mit allem zu versorgen, was sie brauchen."
 
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argh xD ok, das war ein Fauxpas der auf die Kappe meiner RL Etikette geht... wer kommt auch schon direkt auf die Idee, dass es beim Siezen auch Sie und nicht ihr heisst :rolleyes:


"Ich denke doch." sagte er relativ ernst.
Konnte er hier sagen, dass seine Erzeugerin sonstwo war und dass die einzige Erziehung die er erhalten hatte 'trink regelmäßig, sonst tötest du, und bleib aus der Sonne raus' war?
Timo machte ein grübelndes Gesicht. Die Antwort die er gegeben hatte ließ schon Vermutungen in die Richtung zu. Trotzdem war die Antwort auf seine eigene Frage schlicht und ergreifend: Nö.
Noch mehr Leute die ihm sagten 'ok, dann bist du ja so gut wie fast tot' brauchte er jetzt wirklich nicht. Und das er nicht regelmäßig getrunken hatte würden sie spätestens morgen in der Zeitung lesen.
Das grübelnde Gesicht zeigte für einen Moment eher etwas von fruchtloser Nachdenklichkeit, vielleicht auch Trauer. Timo fasste sich wieder.
 
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Tanja lächelte auf seine Worte hin. Fabian schien alles in allem mehr als nur eine Macke zu haben - Aber er kam mit einer gewissen Sympathie rüber. Kurz glitt der Blick zu Enio... Der schweigend lauschende Turiner machte sie ein klein wenig nervös, auch wenn sie sich mühte das nicht zu zeigen... Vieleicht wartete er ja nur darauf, dass sie etwas falsches sagte...

"Der Gesang macht mir Spaß und tröstet mich auch dann und wann, wie ich zugeben muss... Ich denke sie haben Recht, Herr Mahler... Man braucht etwas, auf das man zu steuern, an dem man arbeiten kann... Sonst wird man noch verrückt."

Golconda... Freundschaft... Hilfe...

Die erneute Frage Fabians holte die wunderschöne Blonde wieder aus ihren Gedanken. Aus tiefen, dunkelblauen Seelenspiegeln sah sie ihn einen langen Moment nachdenklich an.

"Ja," entgegenete sie dann schlicht. nach einigen Sekunden jedoch schmunzelte sie.

"Allerdings ist zumindest was mich betrifft ja diejenige anwesend, die für mich verantwortlich ist..."

Sie warf einen Blick in Meyyes Richtung, bevor sie wieder den Brujah anblickte. Man hatte überhaupt den Eindruck, als versuche Tanja, jedem der Anwesenden zumindest ein bisschen ihrer Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, sei dies nun aus Höflichkeit oder Achtung... Ihr Satz war indess nicht ohne Grund gesprochen. Jeder, der ihn hörte, würde schlussfolgern, dass Meyye für sie veranwortlich, ergo wohl auch die Erzeugerin war... Und solange es keinen Grund gab näher nachzufragen...
 
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@Discordia: Zu spät! *Theke zerhau, alle mit Thekensplittern pfähl, schreiend rausrenn* :D
@Kalanni: Danke. ;)


Etwas so Wichtiges, dass nichtmal eine Erwähnung des Professors ihn herbringt? Sie hebt kurz die Brauen, als der Ghul das sagt. "Na schön. Hoffentlich kommt er heute noch, sonst haben wir ein Problem. Naja, für mich mal 'nen Pure Life, ein kleiner reicht." Sie braucht ja nicht viel, aber wenn der Hüter sie schonmal einlädt (so zumindest interpretiert sie das Gehörte)...

Sie stösst sich von der Theke ab, steckt die Hände in die Jackentaschen und schlendert zu dem Grüppchen hinüber, das sich um eine (andere) Gangrel verringert hat. "Schätze es wird noch dauern, bis der kommt. Wenn ihr was zu trinken wollt, bestellt was... geht auf's Haus." informiert sie die beiden anderen, wobei Timo ja kaum noch Durst haben wird. "So sieht man sich wieder." wendet sie sich dann an Fabian... während Enio ihre Aufmerksamkeitsperipherie nur sekundär tangiert.
 
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Tanja hatte hingegen durchaus nichts dagegen, noch etwas zu trinken. Sie war nicht hungrig, aber richtig satt... Auch nicht wirklich. Und bei ihren Hemmungen was die jagdt anging, würde sie nehmen müssen, an was sie sonst ran kam. Sie hatte nicht die leiseste Ahnung, was für Getränke es hier gab (oder, genauer gesagt, wie die sich unterschieden). Also entschloss sie sich, es ihrer Mentorin einfach gleich zu tun und sah zu dem "Kellner" hinüber.

"Ich hätte gerne auch so einen, bitte."
 
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Der Kellner nickte Tanja freundlich zu und brachte dann die Getränke in schönen Kristallgläsern, die die Vitae sehr gut zur Geltung brachte.

"Hier die Damen ihre Getränke", sagte er lächelnd. "Soll ich den Herren auch noch etwas bringen?"
 
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Timo starrte die Gläser an. Es roch gut, beinahe süßlich, aber der Anblick und das Wissen, dass da Blut drin war verursachte einen leichten Brechreiz bei der Vorstellung das trinken zu müssen. Die Mixtur dieser beiden so krass unterschiedlichen Empfindungen war grotesk und wurde noch grotesker als ihm schon wieder klar wurde, dass er von diesem Zeug schon vielzuviel zu sich genommen hatte. Er hatte diesen ekligen Geschmack der eisenhaltigen Flüssigkeit, wie er ihn noch aus dem Menschsein kannte auf der Zunge.
"Können Sie mir ein Wasser bringen? Oder eine Cola. Cola ist besser."
Der Geschmack sollte verschwinden, am besten würde da ein anderer starker Geschmack sein.
"Oder könnten Sie mir einen JimmyCola machen?"
 
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Tanja mischte sich auf Timos Frage hin ein.

"Ahm, Timo, entschuldige bitte... Aber meistens bekommt es einem Kainskind wohl nicht sehr gut, wenn es etwas anderes als Blut trinkt... Manche können es länger aushalten als andere, aber letztlich kommt es dir wieder hoch, wenn du es nicht mit Blut mischst..."

Ja, Meyye, ich hab mir was von dem gemerkt, was du erzählt hast, da staunste, was ?
 
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Timo sah Tanja an und machte darauf ein Gesicht wie Obelix in 'Asterix bei den Briten' als dieser das gekochte Wildschwein vorgesetzt bekam. Dann überlegte er kurz.
"In dem Fall nehmen Sie bitte ein großes Glas und tun etwas Blut dazu..." knirschte er dem Kellner missmutig zu.
Der Geschmack sollte trotzdem weg sein und Alkohol war für einen verstörten 17jährigen GENAU das, was er jetzt brauchte, ungeachtet seiner Intelligenz. Hoffentlich wirkte das Zeug überhaupt noch.
 
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"Sie wollen also JimBeam mit Cola und Blut?" fragte der Kellner nach, da ihm gerade diese Mischung noch nicht untergekommen war. "Oder möchten sie lieber JimBeam nur mit Blut?"
 
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"Das erste bitte. Wenn Sie keine Cola da haben tuts auch JimBeam pur."
...
"Also mit Blut noch natürlich."
...
Timo sah nach dem schwarzen Vogel. Hier waren wohl nur Vampire, kein Mensch den er Aussaugen konnte, es konnte nicht außerordentlich schaden jetzt einfach etwas Kummersaufen zu betreiben. Die Betonung lag dabei auf 'etwas', schließlich dürfte er heute vielleicht noch darüber verhandeln ob er am Leben blieb. Korrektur: Unleben. Er seufzte und rief dem Kellner hinterher:
"Ein großes Glas ist ein halber Liter! Bitte!"
 
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Der Ghul der in dem Elyseum bedient sah Timo immer zweifelnder an, aber dann nickte er, schließlich ging es ihn nichts an.
"Doch natürlich haben wir auch Cola", sagte er dann und fügte ein "Kommt sofort!" dazu, bevor erverschwand um Timo das bestellte zu holen.
 
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Meyye staunt auch... natürlich nicht. Tanja hat sich ja schon als lernfähig erwiesen, nur mit ihrem kleinen Ausflug hat sie die wichtigste Regel nicht beachtet: Lass dich nicht erwischen. Da das aber dazu geschah, sie über einen Maskeradenbruch zu informieren, könnte sie noch ein Auge zudrücken. Kopfzerbrechen bereiten ihr nur die Probleme, die damit auf sie zukommen könnten.

"Blutmixe sollen angeblich gehen." meint sie zu Tanja und zuckt die Schultern. Sie hat sich nie auf solche Experimente eingelassen und schätzt, dass auch so die ganze Sache mindestens zur Hälfte aus Blut bestehen muss. Sie sieht Timo an. "Hast du schonmal versucht, was zu essen oder zu trinken, seit Frankfurt?"
 
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Also ein Treffen der Frischlinge! Im Gedanken seufzte Enio. Eigentlich hatte er gehofft den einen oder anderen wichtigen Kainit dieser Stadt kennenzulernen oder zumindest mal den Hüter oder die Geisel. Aber anscheinend wurde Finstertal gerade von einer Flut an Neuankömmlingen geplagt und wenn die vielen Neuen auch noch zum Großteil Küken waren, bedeutete das meist Arbeit und Erschwernisse für die übrigen Vampire. Auserdem sah es im Moment so aus, daß sich die Ahnen dieser Stadt nicht sonderlich um die vielen Youngsters zu kümmern schienen. Noch nicht mal der Hüter des Elysiums war präsent. Enio fand es fast ein wenig schade, daß Meyye anscheinend relativ gelassen mit der Situation umging und nicht die Gelegenheit nutzen wollte den Ghul hinter der Theke ein wenig zur Sau zu machen. Es wäre bestimmt unterhaltsam gewesen und einen Ghul zu beschimpfen war meistens kein Fehler.

Auch der weiteren Unterhaltung folgte der Italiener beobachtend und schweigsam. Sein Blick huschte zwischen den einzelnen Personen hin und her und wenn ihn niemand direkt ansprechen würde, standen die Chancen recht gut, daß Enio auch wieterhin keine große Beteiligung an der Unterhaltung zeigen würde. Auf die Frage des Ghuls ob die 'Herren' auch noch etwas zum trinken wollten, zögerte der Brujah. Nach kurzer Überlegung übergab er der Bedienung seinen kleinen Krug mit dem Worten: "Dasselbe nochmal." Er ging eigentlich nicht davon aus, daß die Einladung, sofern es überhaupt eine war, auch für ihn und Fabian galt aber es war ihm auch egal. Es mangelte ihm nicht an Geld und ungeachtet der Tatsache, daß Blut aus einem Krug nicht ansatzweise so gut schmeckt wie direkt aus der Ader, tat es trotzdem gut das Vitae zu sich zu nehmen... also warum trocken herumsitzen?

Als sich die dunkelhäutige Gangrel zu ihnen gesellte, bereitet sich Enio schon auf mögliche Anfeindungen vor. Die Tatsache, daß Meyye ihn zu ignorieren schien kam dem Turiner aber mehr als gelegen. Er kannte ihre Motivation dafür nicht aber es wäre ihm mehr als unangenehm gewesen, wenn sie ihm hier und jetzt eine Szene wegen gestern Abend gemacht hätte. Deshalb hielt Enio es ähnlich wie die Gangrel und sprach sie nicht an. Er ignorierte sie aber auch nicht, sondern sah sie mehr als einmal ganz offensichtlich an, wobei man aber unmöglich etwas in seinen Gesichtsausruck hineninterpretieren konnte. Innerlich grinste der Brujah in sich hinein. Er gönnte es ihr ja, daß sie hier Babysitter spielen mußte und vermutete... nein hoffte, daß es ihr alles andere als Spaß bereitete. Er sah sich wieder einmal bestätigt in seiner Entscheidung keine vampirische Nachkommen zu zeugen. Warum sollte man sich unnötig mit Verantwortung belasten.

Auf Timos Entscheidungswegen bezüglich seines Getränkes regte sich Enio dann doch noch einmal und beteiligte sich an dem Gespräch. "Es gibt ab und zu Vampire, die normale Nahrung zu sich nehmen können. Etwas das bei den Jüngeren wesentlich mehr verbreitet ist als bei den Älteren. Letztendlich kann dein Körper solcher Nahrung aber nichts mehr abgewinnen und du solltest dich damit abfinden, daß Vitae in Zukunft deine Nahrung sein wird." An die Möglichkeit, daß Timo den Begriff Vitae noch überhaupt nicht gehört hatte, dachte der Turiner gar nicht.
 
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