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Comicverfilmung Ghost in the Shell (Realfilm)

Dieses Thema im Forum "Film & Fernsehen" wurde erstellt von Cryn, 8. September 2014.

  1. Lyrkon Alàeren

    Lyrkon Alàeren Power Cosmic Mitarbeiter

    Sooo, habe ihn mir gestern zusammen mit meinem Bruder (völliger GitS Newb) angesehen.

    Sein Fazit: Toller Cyberpunk Film, etwas kurz, aber das was da war rockt.


    Mein Fazit: Wenn man ihn als das sieht was er ist, nicht als das was er (für Fanboys wie mich/uns) hätte sein können, ein guter Film. Nicht mehr und nicht weniger. Und die Optik rockt.

    Erwartet man die Originalstory oder die Tiefe von GitS SAC wird man natürlich enttäuscht sein.




    Oh, was das "whitewashing" angeht:Ja, sichtbar. Und nicht gut. ABER: ich kann Scarlet Johansson nicht mehr sehen, aber in der Rolle war sie richtig gut. Wie oben erwähnt, sparsame Mimik, Rammbockhafte Bewegungen, der ganze Look "passte" einfach. Und dass abgesehen von den Goons ALLE "Bösen" Nichtjapaner sind, das hat natürlich keienr gesehen, oder? ^^
     
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  2. Teylen

    Teylen Kainit

  3. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Großer Alter

    Das ist so ziemlich das Selbe, was ich auch gesagt hatte. Er ist hier mehr ins Detail gegangen. Klar ändert sich die Stimmung mit dem Licht, auch mit der Hintergrundmusik, der Perspektive usw.

    Aber vor allem, wo ist die Liebe hin :aargh:
     
  4. Hoffi

    Hoffi Hüter des Feuers Mitarbeiter Administrator

    Hab den Film gestern gesehen. Ich finde den Film wirklich gelungen. Bin aber auch kein Fan des Anime. Solche Filme haben immer das Problem das die HardCore Fans niemals zufrieden sein werden.

    Ich fande den Film wirklich gut. Optisch hat er die schon ordentich was in die Birne, das 3D ist super, der Sound im deutschen aber ein wenig dünn. Ich werde Ihn die Tage mal in englisch in Atmos schauen, wie er da ist.
     
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  5. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Hab mir den jetzt auf DVD angeschaut und bin ziemlich angetan.
    Blade Runner, Akira und Matrix, all das hab ich da drin gesehen, ohne das ich das Gefühl hatte einen Abklatsch zu sehen.
    Ja, im Schauspiel ein paar Schwächen, aber insgesamt gut bis sehr gut.
     
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  6. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    So, jetzt auch auf English gesehen und da ist er ein Quentchen besser.
    Die Übersetzung und Synchronisation gehen schon in Ordnung, aber so ein kleines bisschen geht halt verloren.

    8 von 10 Sho-sa's
     
  7. Alluidh

    Alluidh Gott

    Mir hat er auch recht gut gefallen, obwohl, wie an vielen Stellen schon angemerkt, einige Aussagen der Anime auf der Strecke geblieben sind. Allerdings fand ich das Setting unglaublich gut getroffen, die Bilder hatten ab und an mehr von einem Anime als von einem Realfilm und Scarlet Johansson hat ihre Sache besser gemacht, als ich gedacht hatte. Alleine die Art, wie ihre Augen den ganzen Film über geschminkt waren, war schon spaßig.

    Persönlich hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht ...

    7,5-8/10 Shells
     
  8. mikyra

    mikyra Gott

    Hilfe! Ich habe mir den Film gerade bei einem Kumpel angesehen.

    Durch Zufall hatte ich nur zwei Tage zuvor den Anime von 1995 bei meiner Schwester gesehen, weshalb der Realfilm bei mir ein sehr irritierendes Gefühl hinterlassen hat.

    Ein Großteil der Szenenbilder, ja sogar ganze Animationssequenzen schienen mir eins zu eins vom Anime Film übernommen worden zu sein.
    Dafür erzählte der Film eine komplett andere Story.

    Gleiche Bilder, andere Story - Stellenweise fühlte ich mich vom Realfilm ähnlich veralbert, als ob ich "Sinnlos im Weltraum" statt "Star Trek" sehen würde.

     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Dezember 2017
  9. Alluidh

    Alluidh Gott

    Das war von Anfang an bekannt gegeben worden. Es sollten viele Eye-Candy für die Fans vorkommen, die Story sollte allerdings oirgendwo zwischen Classic und Stand Alone Complex liegen - Eigenständig
     
  10. RockyRaccoon

    RockyRaccoon Social Justice Warrior First Class Mitarbeiter

    Ich hab ihn gerade gesehen und mochte ihn sehr. Also vielleicht nicht sehr. Aber ich mochte ihn. Die Cyberpunkstimmung war gut getroffen, die Geschichte hat mir gut gefallen und den "Schurken" fand ich gut.
    Also den anderen Shelltypen. Nicht den Cutter. Cutter war lahm und eindimensional. Aber die Beziehungen zwischen den beiden Robotermenschen fand ich gut. Nur das Ende war irgendwie seltsam. Ich hab nicht verstanden, wozu sie warum ihr Einverständnis gegeben hat (damit Takeshi Cutter erschießt? Warum braucht er da ihr Einverständnis?) und fand das Ende eh lahm. Ich hätte es schöner gefunden, wenn Team Takeshi gegen die Übermacht von Corporate verloren und das dynamische Droidenduo sich ins Internet geflüchtet hätte. Der Robobruder hat das ja sogar schon vorbereitet, als er sagte, dass die wirkliche Welt keinen Platz für sie bereit halte.
    Aber irgendwie ist das so ein "was haben die sich nur gedacht"-Film. Dass die Neckbeard-Brigade den verreißen würde, war doch vorher klar. Und auch total unabhängig vom eigentlichen Film. Man fasst halt keine heiligen Texte an, ohne von den Gläubigen eins auf den Kopp zu kriegen. Und dann muss man halt genug Appeal ußerhalb der Hardcorefans haben, trotzdem noch seinen Schnitt gegen die Kellerkinderempörung (und ihre lautstarke und nicht ermüdende Äußerung im Netz) zu machen.
    Ghost in the Shell wäre so ein Franchise, von dem ich als jemand, der Geld in einen Film zu investieren hat, absolut die Finger lassen würde.
    Aber gut, dass sie ihn trotzdem gemacht haben. Auch wenn er vorhersehbarerweise ein finanzieller Flop war.

    Und ich fand Scarlett Johansens 90er Jahre Neonazi-Schick mit Bomberjacke und dieser komischen Pudelohrenfrisur etwas befremdlich. Ich nehme mal an, deren Assoziation war weniger Neonazi und mehr Skingirl und es sollte einfach "rebellischer, entrechteter Teenager" ausdrücken. Was ja auch so als optische Charakterisierung gar nicht verkehrt gewesen wäre, wenn die Assoziation funktioniert hätte. Aber ich glaube, die Skinheadkultur als apolitische Außenseiter- Arbeiterkultur ist heute... sagen wir... nicht mehr so unmittelbar dekodierbar wie in den Neunzigern noch. Oder vorher. Ich jedenfalls musste mir das erstmal bewusst erschließen. Und wenn der Zuschauer über ne optische Kodierung erst nachdenken muss, damit er sie versteht, dann funktioniert sie nicht. Die unmittelbare Assoziation war Neonazi. Ist heute ja auch viel einfacher zugänglich, weil medial wesentlich präsenter als Skinhead.
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    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2019
  11. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Großer Alter

    Naja. Die Friese ist wohl eher ein punkiger Bubi oder ausgewachsener Igel oder ein 80er Fasson mit weiblicher Gesichtsrahmung. Die ganzen englischen Modegangs gehen teilweise ineinander über. Vor allem Punk- und Skinheadkultur. Was mich wundert, dass sie keine Modegangfrisur aus Japan genommen haben. Die sehen nämlich schon noch etwas anders aus. Die männlichen Gyaro haben einen sehr ähnlichen Schnitt (unten).

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    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2019
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  12. Teylen

    Teylen Kainit

    Die Theorie das Bob mit Pony plus Strähnen rechtsei, kommt mir gerade auch so ziemlich zum erstenmal unter oO
    Nun und Plusterjacken gab es in den 90ern ähnlich viele und stilsicher wie die shoulderpads in den 80ern.
     
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  13. Sneyheff

    Sneyheff Gott

    Wir leben in wirren Zeiten. Punkfrisur mit Farbe ist nicht gleich links (Stichwort: Anti-Antifa sowie "Tradition schlägt jeden Trend"-T-Shirt-Träger), Pudelfrisur kann zudem auch mal der Mainstream-Mensch ohne Spiegel und/oder jedwedem Sinn für Stil sein...
    Zudem darf man die Skinhead-Kultur immer noch nicht/noch immer nicht mit den diversen "Beuterei"-Versuchen der Neo-Nazis gleichsetzen; vor allem deshalb nicht, da es eben wieder "Nazi-Punks" mit langen Haaren, Iros, Undercuts usw. leider, leider gibt und diese für etwaige Verwirrung in der (meist ignoranten) Bevölkerung stiften.

    Wenn mein Beitrag zuviel Off-Topic ist, bitte ignorieren.
     
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  14. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Wer irgend etwas zu seinem Confirmation Biss braucht findet sicher was passendes im Internet.

    Vor allem wenn die Bereitschaft sich andere Kulturen zu erschließen gering ist.

    Ist das schon genuine bubble distortion?ich fühle mich hier von zu viel Symbolik unangenehm belästigt. Zumal ich weder im Film noch in der Diskussion hier Betrachtungen dieser Art erwähnt fand.
     
  15. Ich fand den Film ok. Mir ist sowas von egal was die anhaben oder welchen Haarschnitt die haben. Von mir aus hätten die auch alle nackt sein können. Ich wüsste jetzt auch nicht wo sie wie ne Nazibraut aussähe. Im Ruhrgebiet, hab ich Nazibräute nur mit underrcut und Kinderwagen gekannt. Die vereinzelte Ost-Nazi-Braut die sich dem Trek nach Westen nicht verschrieben hatte , wie so viele der dynamischen jungen Frauen, mag so ausgesehen haben wie Rocky das erinnert. Ich bezweifle dass es sich dabei um ein weltweites oder gar den ganzen Westen betreffendes Modephänomen handelt, allerdings bin ich kein Modeexperte. Ich fände es nur sehr seltsam. Modisch ist vermutlich viel Punk und Cyber im Spiel....
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Januar 2019
  16. Teylen

    Teylen Kainit

    Naja, ich verbinde den Bob bzw. Pony plus kurze Haare am ehesten mit Alexandra (Sängerin) und (Manic) Pixie Girls.
    Zudem noch so der Standard in Asien für alle die keine langen Haare haben ^^; (Sailor Merkur, Rei Ayanami XD)
    Ich mein, für mich war es bisher ein komplett unpolitischer Haarschnitt.

    Politische beschränken sich da eher auf Glatzen für Rechte - heute nimmer so - und Iros für Linke.
    Eventuell noch Dreads für die Hippies und ManBuns für Hipsters.

    Ellen DeGeneres hatte in den 90ern auch pimaldaumen den Schnitt..
     
  17. RockyRaccoon

    RockyRaccoon Social Justice Warrior First Class Mitarbeiter

    Wie japanisch ist der Film denn eigentlich? Also außer dass Takeshi mitspielt. Alle beteiligten an solchen Designentscheidungen (Regisseur, Kostümbildner und DP) in diesem Film sind doch Amis. Oder haben zumindest anglosächsische Namen. Insofern kann man schon davon ausgehen, dass sie auf westliches Symbolinventar zurückgreifen. Und wie gesagt... die Skinheadassoziation (als shorthand für unterprevilegierte Außenseiterjugendgegenkultur) passt ja auch zum Charakter. Ich finde das eigentlich ziemlich offensichtlich.
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    Und es passt halt auch wie die Faust aufs Auge zum zentralen Konflikt des Films, dass in einer totalitären spätkapitalistischen Gesellschaft authentischer gegenkultureller Widerstand unmöglich ist (weil sie einen wegbomben und die Reste inkorporieren) und die Frage eigentlich nur ist, wie weit man sich zum Werkzeug (oder zur Waffe) der Mächtigen machen lässt und ob und wann man seine radikale Freiheit übt.

    Meine Neonaziassoziation kam wahrscheinlich einfach daher, dass es in meiner Jugend in Köpenick keine linken oder unpolitischen Skinheads gab. Aber mir ist natürlich klar, dass die Skinheadkultur erstens älter, zweitens tiefer und drittens weiter ist als die ostberliner Neonazikultur. Von daher glaube ich auch nicht, dass sie DAS vermitteln wollten. Aber unterprivilegierte jugendliche Gegenkultur auf jeden Fall.
    Aber das hab ich ja weiter oben schon geschrieben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2019
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  18. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Großer Alter

    Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Modekulturen Gegenkulturen zum Establishment bzw. zu den Älteren/Eltern??? Bis auf Popper, Juppies oder sowas ^^
     
  19. Teylen

    Teylen Kainit

    Ich hab mir den Film wegen des white washing und mediocre Kritiken noch nicht angeschaut.
    Ich würde allerdingsvermuten das man hinsichtlich des Haarschnitt sich bei der Vorlage bediente.
    Wo es ein für Manga Figuren durchaus normaler Schnitt ist.

    War bis dahin auch bei allen Verissen die ich sah noch kein Kritikpunkt @[email protected]
     
  20. RockyRaccoon

    RockyRaccoon Social Justice Warrior First Class Mitarbeiter

    Klar. Insofern hätte man natürlich erstmal jede Jugendkultur nehmen können. Sogar Popper und Juppies. Die Frage ist halt nur, wer wann die hegemonielle Kultur ist. Und wenn man nen Cyberpunkfilm macht, erst recht einen, der lose auf nem Comic/Film aus den späten 80ern/frühen 90ern basiert, dann ist es naheliegend, dass die hegemonielle Kultur an der der 80er/90er ausgerichtet ist. Also am totalitären Turbokapitalismus der Thatcher/Reagan Era (ich weiß leider nicht, was zu der Zeit in Japan los war... aber vermutlich hatten die was ähnliches, wenn man sich die Mangas aus der Zeit so anschaut). Und daran richtet sich dann auch aus, was man als Gegenkultur darstellt.
    Wäre die Welt von GOTS an der Mainstreamkultur der 60er orientiert, hätte The Major vielleicht ein Batikhemd getragen. Und wäre die Welt von GOTS an einer überzeichneten Version der Peaceniks orientiert, dann hätte The Major vielleicht Anzug und Krawatte getragen.
    Ist es aber nicht und hat sie aber nicht.

    Und was noch wichtiger ist: In keinem anderen Moment war der Konflikt, um den es im Film geht, stärker im Vordergrund als genau in der Zeit, die hier ästhetisch verarbeitet wird. Und die Skinheadkultur ist eben auch eine Gegenkultur, die sich in ihrer spezifischen historischen Situation eben genau gegen die Entmenschlichung und die Entfremdung im aufkommenden Neoliberalismus, der sie als nicht verwertbar ausgestoßen hatte, zur Wehr gesetzt haben wie kaum eine andere. In einem Ausmaß, in dem es Hippies, Slacker, geschweige denn Popper oder Juppies nie gemacht haben, weil sie in einer völlig anderen historischen Situation steck(t)en.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2019
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