AW: Maskerade vs. Requiem

Niedertracht schrieb:
Hast du eigentlich schon einmal selbst versucht einen Charakter ohne "aufwendige" Hintergrundausarbeitungen zu spielen? Oder ist das wieder ein Ausbruch von "Was der Bauer nicht kennt, frißt er nicht"?

Um den Gedanken weiterzuspinnen, würdet Ihr überhaupt Systeme spielen, in denen die Charaktererschaffung teilweise oder komplett zufallsbedingt ist (wie z.B. Warhammer?). Vielleicht liegt da ja der Unterschied begraben, ich hab besseres mit meiner Zeit zu tun, als mir 'nen Monat die Platte zu machen, ob mein Charakter lieber Bukake oder Cumshots abbekommt und Kinkerlitzchen zu recherchieren. Wenn mich das zu einem schlechten Schau- pardon Rollenspieler macht, sei's drum.

malcalypse, get a life, goddamn freaks!
 
AW: Maskerade vs. Requiem

Um den Gedanken weiterzuspinnen, würdet Ihr überhaupt Systeme spielen, in denen die Charaktererschaffung teilweise oder komplett zufallsbedingt ist (wie z.B. Warhammer?). Vielleicht liegt da ja der Unterschied begraben, ich hab besseres mit meiner Zeit zu tun, als mir 'nen Monat die Platte zu machen, ob mein Charakter lieber Bukake oder Cumshots abbekommt und Kinkerlitzchen zu recherchieren. Wenn mich das zu einem schlechten Schau- pardon Rollenspieler macht, sei's drum.

malcalypse, get a life, goddamn freaks!

AMEN, BROTHER!

Ich habe wichtigeres mit meiner Zeit zu tun - z.B. hmm... ROLLENSPIEL MACHEN! - als... Sowas...
 
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Um den Gedanken weiterzuspinnen, würdet Ihr überhaupt Systeme spielen, in denen die Charaktererschaffung teilweise oder komplett zufallsbedingt ist (wie z.B. Warhammer?). Vielleicht liegt da ja der Unterschied begraben, ich hab besseres mit meiner Zeit zu tun, als mir 'nen Monat die Platte zu machen, ob mein Charakter lieber Bukake oder Cumshots abbekommt und Kinkerlitzchen zu recherchieren. Wenn mich das zu einem schlechten Schau- pardon Rollenspieler macht, sei's drum.

malcalypse, get a life, goddamn freaks!

Um ernsthaft mal darauf zu antworten. Ich weiss es nicht. Ich kenne zwar Warhammer, aber das Universum hat mich nie interessiert, von daher kenne ich das als RPG auch nicht.

Da ich eigentlich alles gern spiele, könnte ich mir durchaus vorstellen, das so etwas auch Spass machen kann. Aber das ist nicht das, was ich dann unter Rollenspiel verstehe. Das ist keine Abqualifizierung, nur mein Geschmack. Das ist dann ein Spiel, was weiss ich , wie Starcraft. Ein Kampfspiel mit Würfeln vielleicht, wo ich vorgefertigte Charaktere habe. Kann sicher auch Spass machen.
 
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Wenn du dann immer noch behauptest Figuren (und letztendlich sind auch "Charaktere" solche) bräuchten eine Vergangenheit (und in Bezug auf Charaktere als Zeitpunkt "vor Spielantritt"), um interessant zu sein, dann hast du deine Selbstdemontage gerade mit Staatsexamen abgeschlossen.

Ich empfehle Dir mal das Buch ' Wie man einen verdammt guten Roman schreibt' .

Wenn Du es gelesen hast, wirst Du erkennen, das Du falsch liegst, denn was ist eine Geschichte, die in einem Rollenspiel erzählt und erlebt wird, anderes als ein Roman ? Und im besten Falle, ein verdammt guter Roman.
 
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Naja, im besten Fall dürfte eine Rollenspielrunde die Weltformel, den Frieden auf Erden und dazu noch soviel Schokopudding wie man essen kann ergeben. Deutlich unrealistischer als auch nur ein ansatzweise lesenswerter Roman ist das letztlich auch nicht. Sowas würde allenfalls in Japan Erfolg haben. Aber die kaufen sich ja auch Audiomitschnitte von Rollenspielrunden.

Ich habe es bei DSA 3 mal mit zufallsbasiertem Charakterhintergrund versucht. Irgendwie sind bei einem Charakter dreimal die Eltern umgekommen.

Eine recht nette Inspirationsquelle für kruze Charakterkonzepte findet sich hier, manchmal ist da sogar etwas durchaus brauchbares dabei. Die restliche Zeit ist es einfach unterhaltsam.
They Fight Crime!
 
AW: Maskerade vs. Requiem

Ich empfehle Dir mal das Buch ' Wie man einen verdammt guten Roman schreibt' .

Wenn Du es gelesen hast, wirst Du erkennen, das Du falsch liegst, denn was ist eine Geschichte, die in einem Rollenspiel erzählt und erlebt wird, anderes als ein Roman ? Und im besten Falle, ein verdammt guter Roman.

Also Rollenspiel als Medium, als Kunstobjekt? Quasi der hässliche kleine Bruder der hohen Künste, über den täglich die Jocks herfallen und ihm die Fresse polieren?
Im Grunde der herbe Gegensatz zum Gaming-Ansatz, in dem es neben einem gemeinsamen Spieleerlebnis um Zerstreuung und Spass geht.

Irgendwie erinnert mich das gerade an die Trennung zwischen Hooligan und Fussballfan...

malcalypse, Ultra
 
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Ich habe doch versucht, freundlich zu antworten, trotz der Provokation oder nicht ? Könnten wir es mal auf der Ebene versuchen ?

Nein, es geht eben nicht um hohe Kunst, denn dann hätte ich Drama oder Weltliteratur gesagt. Es geht um einen Roman, einen Krimi, Science Fiction, selbst Liebesromane.

Ich weiss nicht wie Du das siehst, ich finde Bücher lesen auch SPass und Zerstreung. Ich finde eine gute Geschichte immer Spass und Zerstreuung, egal ob Buch oder Rollenspiel oder Geschichten erzählen.
 
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Ich weiss nicht wie Du das siehst, ich finde Bücher lesen auch SPass und Zerstreung. Ich finde eine gute Geschichte immer Spass und Zerstreuung, egal ob Buch oder Rollenspiel oder Geschichten erzählen.

Wo ziehst Du denn die Trennlinie zwischen Rollenspiel und Geschichtenerzählen? Ich habe das Gefühl, bei Dir sei das beliebig austauschbar...
 
AW: Maskerade vs. Requiem

Wo ziehst Du denn die Trennlinie zwischen Rollenspiel und Geschichtenerzählen? Ich habe das Gefühl, bei Dir sei das beliebig austauschbar...

Rollenspiel ist etwas interaktives, wo mehrere aktiv teilhaben. Geschichten erzählen ist etwas, was ein SL auch tut zeitweise, aber ansonsten eher wo einer aktiv ist, die anderen passiv konsumieren.

Keine Ahnung,wie Du darauf kommst, das es austauschbar wäre. Alles hat aber etwas gemeinsam.
 
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"Wie man einen verdammt guten Roman schreibt".

Der arme REH, hat keine guten Romane geschrieben... Hey, irgendjemand muss das mal den Kritikern sagen!
 
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Wer soll Reh sein ?

Der Autor des Buches heisst James N. Frey und ist erfolgreicher Romanautor und Dozent für kreatives schreiben. Vielleicht sind Deine Qualifikationen ja besser ?
 
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Alanna schrieb:
Ich empfehle Dir mal das Buch ' Wie man einen verdammt guten Roman schreibt' .

Wenn Du es gelesen hast, wirst Du erkennen, das Du falsch liegst, denn was ist eine Geschichte, die in einem Rollenspiel erzählt und erlebt wird, anderes als ein Roman ? Und im besten Falle, ein verdammt guter Roman.

Ohh, da muß ich Alex Wichert zitieren! :D

Alex Wichert über James N. Frey schrieb:
der Mann hat dermassen einen an der Klatsche, das kann man kaum in Worte fassen. Finger weg. Dogmatisch, schlecht geschrieben, und voellig überholt. Bild-Niveau, eher drunter
 
AW: Maskerade vs. Requiem

Ja klar, ein John Sinclair, DSA und Shadowrun Autor ist natürlich auch eine Koryphäe auf dem Gebiet.

Ist sicher Geschmackssache, wenn man da für kompetenter hält.
 
AW: Maskerade vs. Requiem

Wenn Du es gelesen hast, wirst Du erkennen, das Du falsch liegst, [...]
Auch wenn du den Teil nicht zitiert hast, widersprichst du mir (damit), daß der literarische Conan kein eindimensionaler, flacher Charakter war? Oder womit liege ich falsch?

[...] denn was ist eine Geschichte, die in einem Rollenspiel erzählt und erlebt wird, anderes als ein Roman ?
Etwas, das ich selber (durch meine Mitwirkung) gestalte. Dazu benötige ich aber keinen ausgefeilten Hintergrund. Warum mein Charakter keine (setze Rasse) mag, muß ich nicht seitenweise (Achtung: bewußte Übertreibung) begründen, sondern kann dies auch (bei Gelegenheit) mündlich und vor allem spontan.

Und da liegt der Hund begraben - wer nicht spontan genug handeln/entscheiden kann, ja der braucht seinen Masterplan in der Hinterhand.

Außerdem finde ich es viel spannender eine Geschichte zu gestalten, als zu lesen. Gutes Beispiel: in meiner alten Shadowrunrunde hat ein Spieler im Spiel ein Prostitutionsgewerbe aufgebaut - noch einmal: im Spiel. Ich als SL und die anderen Spieler waren LIVE dabei, konnten seine Ideen aufgreifen, sie mit ihm weiterspinnen (woraus auch ein nicht unbedeutender Teil unserer "Abenteuer" entstand) und hatten dabei einen Heidenspaß.

Wieviel langweiliger wäre es gewesen, dies einfach nur zu lesen (denn dies wäre auch bei der Charaktererschaffung möglich gewesen)?
 
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Ist es nicht auch ohnehin schon langweilig genug anderen Rollenspielern zuzuhören wenn sie von den großen Leistungen ihrer Charaktere erzählen?
 
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@Niedertracht

Das ist etwas, wo ich nicht widerspreche. Nur warum das ein entweder oder ist, verstehe ich nicht. Was spricht denn dagegen, beides zu machen ? Eine detaillierte Vergangenheit zu haben, die erklärt, wie der CHarakter geworden ist, wie er jetzt ist, und dann wie das Beispiel mit dem Prostitutionsgewerbe im Spiel aufzubauen ? Ich sehe da keine Diskrepanzen.
 
AW: Maskerade vs. Requiem

Da ich eigentlich alles gern spiele, könnte ich mir durchaus vorstellen, das so etwas auch Spass machen kann. Aber das ist nicht das, was ich dann unter Rollenspiel verstehe. Das ist keine Abqualifizierung, nur mein Geschmack. Das ist dann ein Spiel, was weiss ich , wie Starcraft. Ein Kampfspiel mit Würfeln vielleicht, wo ich vorgefertigte Charaktere habe. Kann sicher auch Spass machen.

Das ist etwas, wo ich nicht widerspreche. Nur warum das ein entweder oder ist, verstehe ich nicht. Was spricht denn dagegen, beides zu machen ? Eine detaillierte Vergangenheit zu haben, die erklärt, wie der CHarakter geworden ist, wie er jetzt ist, und dann wie das Beispiel mit dem Prostitutionsgewerbe im Spiel aufzubauen ? Ich sehe da keine Diskrepanzen.

Ich schon. Und sie verprügeln mich gerade!
 
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Ich schon. Und sie verprügeln mich gerade!

Naja, das Problem ist doch:

Wenn man nur DSA und Vampire kennt, MZB für gute Literatur hält, REH (=Robert E. Howard) für schlechte Literatur hält und auf Romanberater steht die auch im Esoregal stehen könnten, aber TROTZDEM die allgemein gültige Ahnung und Meinung von Rollenspielen GEGEN die allgemeine Meinung vertreten willst - da muss man schon ziemlich gequirlte Scheiße reden um das noch unter einen Hut zu bringen. Bzw. in diesem Fall sogar ungequirlte.
 
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