Athanor, das Rollenspiel

AW: Athanor, das Rollenspiel

Bin ich hier WIRKLICH der einzige der das Konzept hier VERSTEHT…? Die Autoren liefern einen detaillierten und stimmigen Hintergrund mit der Thematik: Realismus und Stimmigkeit, anstatt Hollywood-Realismus und krassen Schwarz-Weiß-Zeichnungen.
Nein, bist du nicht. Wir sagen nur, dass wir glauben, dass so etwas nicht reicht.

Leitfaden ist hier: REALISMUS und STIMMIGKEIT. Das schließt in meinen Augen schon mal die klassiche Zwerg-, Elfen-, Magier- und Ritter-Mischgruppe aus, die sich vor 10 Minuten in einer Taverne kennen gelernt hat, nun durch die Lande zieht und ständig Abenteuer erlebt und deren Konfliktlösungen zu 95% aus Kampf bestehen. DAS wäre NICHT realistisch.
Damit hättest du schon mehr gesagt als die Macher, die sagen nämlich bisher "alles geht (außer Halbgöttern)".

D.h. das Default-Szenario wäre einfach: Die Spieler erstellen sich eine GLAUBWÜRDIGE SC-Gruppe und spielen dann DEREN DAZU PASSENDE Geschichte. Das KANN dann eine Chronik am Adelshof sein und jeder SC ist ein Mitglied des gleichen Hofes (Thema Intrigen), das KANN dann eine Ork-Stamm sein und jeder SC ist ein Mitglied des Stammes (Thema Nomaden-Leben), das KANN dann eine Söldnertruppe sein (Kriegschronik) usw.

Ich finde, es ist SEHR KLAR, was das Setting einem bieten kann. Man bekommt quasi eine große SANDBOX, was man darin spielt liegt bei der Gruppe, nur muss das WAS dem FLAIR des Settings genügen und zu diesem passen. Realismus und Stimmigkeit grenzen doch schon eine GANZE MENGE ein. Im Setting werden sicherlich genug Plotaufhänger enthalten sein. Ist doch ganz einfach…?

Wo ist das Verständnis-Problem?
Das Problem ist, dass wir wissen wollen, ob die Regeln diesen Anspruch unterstützen. Und damit - wie oben schon gesagt - meinen wir nicht "Da gibt es ein Talent, würfel mal darauf, dann klappt das". Sicherlich könnte man mit D&D Intrigenspiel machen, aber das geben die Regeln eigentlich nicht her - zumindest nicht, wenn du das Intrigenspiel so im Fokus haben willst wie es regulär der Kampf ist, der dafür dann ja eigentlich absolut zweitrangig wäre und stattdessen mir einfachen Proben abgehakt werden könnte. Verstehst du jetzt, was gemeint ist?

Das Setting ist eben freier und erfordert mehr SELBSTSTÄNDIGKEIT von den Spielern. Wer das nicht will, spielt es einfach nicht.
Und weil es so frei ist, soll man für Kampagnenideen die Autoren fragen, ob das in der Welt geht?
Und weil es so frei ist, soll der SL alles entscheiden und den Spielern notfalls sagen "geht nicht"?
Klingt für mich nicht so selbständig.

Ich schlage weiterhin vor, dass man in einem SL-Kapitel nochmals die Sicht der Autoren schildert, was ihr Setting bietet, welches Flair und welche Atmosphäre ihr Setting transportieren soll und das anhand von Beispielen, wie ihr sie hier schon im Forum gegeben habt, untermauert.
Du wirst lachen, aber diese Antworten hätte ich gern, bevor ich das Buch kaufe. Deshalb wollen wir das ja auch hier wissen. Dafür braucht es nicht erst ein SL-Kapitel. Und davon ab: Sowas würde ich auch den Spielern unbedingt mitteilen, sonst gehen die verschiedenen Parteien mit unterschiedlichen Vorstellungen an die Sache ran. Nachher glaubt jemand noch bei DSA, er spiele wirklich Helden, nur weil die so heißen...
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

@ Schwerttänzer: Wenn ich sage FLAIR eines Setting, gehe ich davon aus, dass die Gruppe schon mal festgelegt hat in welchem Land ihre Chronik spielen wird,
und wenn ich von einem Setting rede meine ich das Komplett Setting, NICHT eine Region derselben und einige meiner Kampagnen umfassen mehrere Regionen bzw die Grenzbereiche der Regionen.

und ich hätte gerne von den Autoren gewusst, was ihrSpie besonders macht und nicht, das sie Aussagen über Autoren treffen, von denen sie nichts gelesen haben.
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Ich weiß nicht, ob Schattenhand der Einzige ist, der - außer uns natürlich - das Konzept verstanden hat, aber er hat eindeutig eine schöne Zusammenfassung dessen gegeben, was wir meinen.

Die Anregungen mögen sich zwar trivial anhören, aber ich finde nicht, daß sie es sind. Mir ist es schon genauso gegangen wie von Schattenhand beschrieben. Natürlich ist es unser Bestreben, genau diesen Fahler zu vermeiden. Allerdings haben wir tatsächlich noch eine Menge vor der Brust, so daß natürlich die Gefahr besteht, daß wir etwas vergessen. Daher noch einmal meine Bitte, diese guten Anregungen auch in unserem Forum zu posten. Jede Anregung (sofern sie nicht einfach nur destruktiv ist) hilft!

Schattenhand, könntest Du Dir vorstellen, als eine Art Lektor/ Kritiker schon vor Erscheinen der entsprechenden Bände zu fungieren und uns entsprechend feedback zu geben?
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Ich weiß nicht, ob Schattenhand der Einzige ist, der - außer uns natürlich - das Konzept verstanden hat, aber er hat eindeutig eine schöne Zusammenfassung dessen gegeben, was wir meinen.
Möglich, er hat es jedenfalls
a dann besser kommuniziert
b einige sehr wacklige Schlüsse gezogen(SL Mikromanagemen der SCs und eine Sandbox? Beschreibug des Settings aus Sicht einer Fraktion von Hollyweird Praios Inquisitoren mit Schaum vorm Mund)
c dem massiv widersprechendes komplett ignoriert

d fehlt immer noch eine Beschreibun-Erklärung wie ihr das machen wollt, die über Absichtserklärung-Gemeinplätze hinausgeht!
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Schattenhand, könntest Du Dir vorstellen, als eine Art Lektor/ Kritiker schon vor Erscheinen der entsprechenden Bände zu fungieren und uns entsprechend feedback zu geben?

Ohne dir da ins Handwerk pfuschen zu wollen, aber wäre es nicht schlauer, jemanden zu nehmen, der offensichtlich nicht auf eurer Schiene fährt? Macht meines Erachtens mehr Sinn, wenn man eine wirkliche Verbesserung und Verständlichkeit der Texte haben will.
Ich habe meine Hausarbeiten auch immer Leuten zu lesen gegeben, die sich weder in Thema noch Inhalt auskannten, damit sie mich auf für sie offensichtliche Fehler aufmerksam machen, die ich "betriebsblind" nicht mehr gesehen hätte.
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

" Und was tun die Charaktere bei Athanor?
-Kann ich eine Gruppe von Glaubenskriegern spielen die Ausziehen um die Ungläugigen zu Missionieren?
Ja, kannst Du. Die Löwensinsel (Sitz der Kirche des Allmächtigen) bildet jedes Jahr Priester aus, mit dem Ziel
den "Ungläubigen" den einzig wahren Glauben beizubringen. Hier eröffnen sich Euch jede Menge Möglichkeiten.
Gibt es dafür Regeln, oder muss sich der SL das wieder selbst ausdenken? Wenn ja, wie wird das grob ablaufen?

-Kann ich eine Gruppe von Trickdieben Spielen die vor allem Adel und Klerus um ihre besten Stücke erleichtern?
Ebenfalls ja. Gerade Adel und Klerus werden für diese Gruppe hochinterssant sein. Allerdings dürfte ein Scheitern
recht schnell tödlich enden.
Regeln für Einbrechen/Schleichen etc. werdet ihr ja haben, wie sieht es mit Regeln für das verticken "heißer Ware" aus? Handelsregeln insgesamt?

-kann ich einen Zirkel adliger Kultisten spielen die sich mit Politik und Intrige bei Hofe bekämpfen ?
Na klar. Wer sagt denn, daß alle Adligen den derzeitigen Herrscher akzeptieren. Wenn Ihr scheitert - siehe oben.
Wenn Ihr jedoch Erfolg habt und uns informiert, kann es durchaus passieren, daß Ihr die Welt verändert habt.

-kann ich eine Gruppe von weiblichen Krieger Philosophinnen spielen die mit Gewalt, List, Diplomatie und Magie
gegen die Unterdrückung kämpfen?

Und wieder ja. Denkt nur bitte daran, daß wir nicht mit einer Gleichberechtigung planen. Auch gibt es bei uns kein
den Amazonen angelehntes Volk. Wenn Ihr jedoch ein für Euch realistisches Setting findet, viel Spaß.
Auch hier: Deckt ihr das auch von der regeltechnischen Seite her ab?

-Kann ich die Schwarzen Schafe spielen? Eine Staffel von Falken Reitern die zu den schwierigsten Einsätzen
abkommandiert werden. Alle Schwarzen Schafe sind berühmt für ihr Disziplinslosigkeit und Untauglichkeit mit
richtigen Soldaten zusammen zu arbeiten.

Warum nicht. Auch hier wieder die Warnung: solche Aufträge enden auch mal tödlich
Wie sehen die Massenkampf- und Moralregeln aus? Habt ihr Regeln für Logistik?
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Hm. Nach zig-Posts kristallisiert sich ja schon etwas heraus in welche Richtung es geht. Trotzdem bin ich nicht sicher ob ich alles so verstanden habe.

Lasst mich zusammenfassen:
Ihr bietet eine Rollenspielwelt (Setting), die
>detailliert ausgearbeitet ist
>irdische Anleihen hat
>Fantasy-Elemente und Magie hat

In dieser Welt kann man
>alles spielen, je nachdem für welche Völker/Berufe man sich entscheidet

Das klingt für mich wie DSA ohne Abenteuerbände. Wenn ich alle Regionenbände von DSA oder Midgard und die Core-Regelbände hernehme, habe ich all das was Athanor bietet. Was macht Athanor besser als DSA oder Midgard?

Bei DSA und bei Midgard gibt es zudem viele Abenteuer, die dem Konsumenten Wege aufzeigen, welcherart die Abenteuer beschaffen sind.
Ich würde ja keinesfals auf Beispielabenteuer verzichten. Ich will sehen, wie die Autoren Abenteuer in ihrer Welt sehen und spielen. Dadurch lernt man oftmals mehr als durch noch so viele Regelerklärungen oder Spielleiter-Kapitel.

Fassen wir zusammen, so wie ich es bislang mitbekommen habe; falls nicht, bitte korrigiert mich:
ihr bietet also ein schönes "Spielbrett" und Regeln für die Welt und deren Bewohner (SCs und NSCs) aber keine Spielanleitung dazu?
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Das klingt für mich wie DSA ohne Abenteuerbände. Wenn ich alle Regionenbände von DSA oder Midgard und die Core-Regelbände hernehme, habe ich all das was Athanor bietet. Was macht Athanor besser als DSA oder Midgard?

Der Unterschied zu DSA (Midgrad kenne ich nicht), wird wohl eben der REALISMUS-Anspruch sein. In DSA hast du stellenweise eine ganz klare Schwarz-Weiß-Zeichnung. Beispiel abgrundtief böse Borbaradianer gegen die "guten" Zwöflgötter-Gläubigen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Welt von Athanor diesbezüglich deutlich grauer: Wenn es Konfliktparteien gibt, so wird man nicht die eine Seite als "die Bösen" und die andere Seite als "die Guten " ausmachen, sondern eben zwei Parteien mit unterschiedlichen NACHVOLLZIEHBARER und GLAUBWÜRDIGEN Motivationen vorfinden. Ist atmosphärisch schon ein ganz deutlicher Unterschied.

Aber generell hat sich DSA nicht wirklich dem Realismus verschrieben. Da sollte es also eine ganze Menge Unterschiede geben. Das fängt schon bei geologischen Aspekten des Weltenaufbaus an und geht eben beim Aufbau und Ablauf eines Abenteuers weiter.

Beispielabenteuer oder Abenteuerszenarien sind aber sicherlich hilfreich, um die Unterschiede sehr genau herausstellen zu können.


@carthinius: Verstehe nun worauf du hinaus willst, allerdings denke ich, dass eine Antwort auf die Regelproblematik nicht wirklich vollständig in einem Forum geklärt werden kann. Wenn die Autoren eben diese Freiheit in ihrem System wollten, dann wird das sicherlich auch im Regelwerk Berücksichtigung finden.

Nur ob es ihnen auch TATSÄCHLICH dann gelungen ist dies umzusetzen, sieht man eh erst, wenn man das komplette Regelwerk vor Augen hat. ZU große Probleme sehe ich da aber nicht. Es gibt immerhin Universal-Regelwerke, die von sich behaupten JEDES Genre und JEDE Chronik abbilden zu können (Ok, ob ihnen das gelingt liegt im Auge des Betrachters), von daher würde ich mir erstmal nicht so große Sorgen machen, denn Anthator beschränkt sich zumindest schon mal beim Genre.

Aber sieht vermutlich jeder aufgrund seiner Erfahrungen anders. ;)

"Du wirst lachen, aber diese Antworten hätte ich gern, bevor ich das Buch kaufe. Deshalb wollen wir das ja auch hier wissen. Dafür braucht es nicht erst ein SL-Kapitel. Und davon ab: Sowas würde ich auch den Spielern unbedingt mitteilen, sonst gehen die verschiedenen Parteien mit unterschiedlichen Vorstellungen an die Sache ran. Nachher glaubt jemand noch bei DSA, er spiele wirklich Helden, nur weil die so heißen..."

Hier gebe ich dir ABSOLUT RECHT. In vielen GRW gibt es immer ein SL-Kapitel, wo einem die potentiellen Chroniken und ihre Stimmung aufgezeigt werden. Deswegen eigentlich nur der SL-Kapitel-Hinweis, sollte nicht implizit heißen, dass man diese Thematik dem Spieler vorenthält.

Ich gehe davon aus, dass der SL IMMER seiner Gruppe bei der Systemvorstellung bereits sagt, was die Thematik des Systems ist und was für Möglichkeiten die Spieler bei ihren SCs haben.



@Schwerttänzer: Wo ist bitte schön in "SL Mikromanagement der SCs und eine Sandbox" ein Widerspruch? Die SCs spielen FREI in ihrer Sandbox und der SL wird anhand IHRER FREIEN Aktionen sagen, was sich an ihren SCs verbessert hat. Er LENKT sie nicht oder BESTIMMT VORHER was gesteigert wird, sondern REAGIERT.

Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass so ein SL Mikromanagement eigentlich nicht nötig ist, wenn man vernünftige Mitspieler hat. Die geben selbst darauf acht, dass ihr SC sich nicht unrealistisch sondern anhand seiner Aktionen in der Chronik entwickelt (Außerdem entlastet es den SL).

RÜCKSPRACHE mit dem SL beim Steigern gibts doch bei fast allen Systemen.

Und wenn du fragst: Was ist das Besondere: Wie mehrfach erwähnt REALISMUS und STIMMIGKEIT. Jetzt sagst du: Gibts doch schon -> Nichts Besonderes.

Was soll der Autor darauf noch antworten, wenn er die anderen Systeme mit gleicher Thematik nicht kennt? Du könntest dann bestenfalls nur noch abwarten, ob Anthator diese Idee vielleicht besser umsetzt als die anderen Systeme.



@Athanor-Jan-Marc: Danke erstmal für die Anfrage und Aufnahme meiner Vorschläge. Ich werd mir mal demnächst Zeit nehmen und die hier genannten Vorschläge auch in euer Forum posten.

Als Lektor tauge ich allerdings absolut nichts! Holt euch da wirklich einen PROFI.

Ich könnt eher als Kritiker fungieren, aber wie carthinius bereits trefflich bemerkt hat, wäre jemand "Unbefangeneres" sicherlich besser geeignet, um eine Verbesserung und Verständlichkeit der Texte zu erzielen.

Belassen wir es erstmal dabei, dass ich demnächst was in eurem Forum poste, dann kann man immer noch weiter sehen ;)
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Der Unterschied zu DSA (Midgrad kenne ich nicht), wird wohl eben der REALISMUS-Anspruch sein
den erhebt DSA auch.
Wenn die Autoren eben diese Freiheit in ihrem System wollten, dann wird das sicherlich auch im Regelwerk Berücksichtigung finden.
den erhebt DSA auch.
Es gibt immerhin Universal-Regelwerke, die von sich behaupten JEDES Genre und JEDE Chronik abbilden zu können
Welche?




Wo ist bitte schön in "SL Mikromanagement der SCs und eine Sandbox" ein Widerspruch? Die SCs spielen FREI in ihrer Sandbox und der SL wird anhand IHRER FREIEN Aktionen sagen, was sich an ihren SCs verbessert hat.
das liest sich hier anders
Hierbei bitten wir die zukünftigen Spielleiter sich von den Spielern erklären zu lassen, warum ein Charakter etwas kann (Beispiel: der Sohn eines Hauslehrers in Freihafen kann Bogenschießen. Warum?). Natürlich kann der Spielleiter diese zulassen, wir bitten ihn jedoch, nur stimmige Argumente zu akzeptieren.

Das könnte Kiesow geschrieben haben und heisst nichts anderes als SL Dominanz und SC - Mitspieler kleinhalten.

Wie mehrfach erwähnt REALISMUS und STIMMIGKEIT.
Stimmigkeit ist eine Selbstverständlichkeit für mich, es nicht zu haben ist ein Makel, es hervorzuheben ist Phrasendrescherei.
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

imo ist das hauptproblem einfach das auftreten.

es kann ein schönes spiel mit guter welt werden, dass jedoch wohl kaum ein revolutionäres konzept sein wird.
kaum einer würde meckern wenn ein solides produkt hinten rauskommt.
aber wenn man in ein forum platzt, mit 10.000er auflagen ankommt, das hauptberuflich machen will und dann noch gegen eine strohpuppe namens 'heroisches fantasy' kämpft und ununterbrochen auf realismus und stimmigkeit hinweist, die es angeblich nirgendwo gäbe, dann ist das schon eine etwas ungeschickte sache.
einfach dieses negativkonzept nervt mic. wir sind nicht so niedlich wie HdR, wir sind nicht so unrealistisch wie scheinbar jedes rollenspiel, wir wollen endlich rollenspielendes rollenspiel, nciht wie alle anderen etc.

das sandboxkonzept ist nicht neu, aber immer noch gewagt, weil es einfach eine richtig gute welt braucht. dennoch wenn sich da 3-4 leute zusammengerafft haben und mit immensen materiellen und zeitlichen aufwand ein rollenspiel aus dem boden stampfen mag etwas gutes bei raus kommen. hoffentlich spricht die welt für sich.

hätte man etwas niedriger gestapelt und nicht 'dsa in gut' (also verkauszahlen von dsa und der rest als rollenspiel in perfekt) machen wollen, würde man hier kaum so gereizt reagieren, sondern mit mehr wohlwollen an das ehrgeizige projekt gehen.

ich glaube ehrlich gesagt nicht an den erfolg, weil sich viel zu sehr zeigt, dass man in vielen punkten sehr naiv an das projekt ging, aber wenn man eine wirklich geile welt schafft, gute plothooks hinkriegt und sich ein sinnvolles konzept für weitere quellenbücher überlegt, dann wirds vielleicht sogarw as, was ich mir anschaue.


ps. welche gewichtung von hintergrund/regeln habt ihr euch fürs GRW überlegt? was ist bei euch mehr im fokus: (realistische)regeln oder welt?
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Der Unterschied zu DSA (Midgrad kenne ich nicht), wird wohl eben der REALISMUS-Anspruch sein. In DSA hast du stellenweise eine ganz klare Schwarz-Weiß-Zeichnung. Beispiel abgrundtief böse Borbaradianer gegen die "guten" Zwöflgötter-Gläubigen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Welt von Athanor diesbezüglich deutlich grauer: Wenn es Konfliktparteien gibt, so wird man nicht die eine Seite als "die Bösen" und die andere Seite als "die Guten " ausmachen, sondern eben zwei Parteien mit unterschiedlichen NACHVOLLZIEHBARER und GLAUBWÜRDIGEN Motivationen vorfinden. Ist atmosphärisch schon ein ganz deutlicher Unterschied.

Die Zeiten wo man in DSA nur weisse Helden und schwarze Schurken fand, sind seit DSA4 vorbei. Du kannst bei DSA genauso einen Ork spielen wie einen Borbaradianer und Paktierer - Regeln dazu gibt es seit DSA 4, und die Motivationen dazu bieten auch die Regionenbände.
Das meinte ich mit "DSA ohne (Kauf)Abenteuer". Denn wenn du rein die Regionenbände liest und die Charaktererschaffung für Orks dazu ist es in DSA sehr wohl möglich, eine Gruppe aus Orks zu spielen, die sich zum Ziel setzt, die Menschendörfer am Svellt zu plündern um den eigenen Clan zu stärken z.B.
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Ich werde versuchen, morgen auf die meisten Fragen zu antworten. Heute bin ich leider nicht mehr verfügbar, also bitte ich um etwas Geduld.

Schönes Wochenende Euch...
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Wobei ich schon auch finde, dass den guten Herren jetzt doch etwas viel Negativ-vibe entgegenschwingt, nur weil sie nicht gerade auf alle Fragen so antworten wie es ein paar hier gerne hätten. Niedermachen und Meckern ist immer einfach.
Ich warte jetzt mal auf das Preview mit Weltentenwurf und dann kann man auch konkreter kritisieren und Fragen formulieren.

Das letzte Projekt aus deutscher Feder, dass mich angesprochen hätte, war Aera...leider scheint das total versumpft zu sein. Mich dünkt die Erschaffer von Aera hatten ähnliche Anliegen wie das Athanor RPG haben soll. Wenn dem so ist, dann könnte das Spiel etwas für mich sein.
Die deutsche Fantasy RPG Landschaft ist immer noch eher dünn "besiedelt" und mehr Vielfalt neben DSA, dem grossen "Monster", kann sicher nicht schaden.
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Das letzte Projekt aus deutscher Feder, dass mich angesprochen hätte, war Aera...leider scheint das total versumpft zu sein. Mich dünkt die Erschaffer von Aera hatten ähnliche Anliegen wie das Athanor RPG haben soll. Wenn dem so ist, dann könnte das Spiel etwas für mich sein.
Jetzt vergleichst du schon Äpfel mit Birnen, finde ich. Die Veröffentlichungspolitik war eine offensichtlich komplett andere. AERA hat ständig freie Previews rausgehauen, die allein graphisch derart top waren, dass man ganz dringend das Buch haben wollte (böswillig könnte man vom Degenesis-Phänomen reden - allein als Artbook hätte man sich das AERA-Buch schon in den Schrank stellen können). Wenn es was neues gab, kamen die Entwickler damit rüber, es gab ein spielbares Preview-Regelwerk, in dem alle grundsätzlichen Regeln (zum damaligen Zeitpunkt) bereits enthalten waren, es gab Ergänzungs-PDF. Zur Zeit leidet AERA an akuten Fällen von "real life", aber ich wünsche mir immer noch, dass es irgendwann ein fertiges Buch gibt. Das Preview-Regelwerk liegt hier jedenfalls ausgedruckt neben mir, an manchen Tagen blättere ich auch immer noch darin herum. Und selbst wenn es irgendwann AERA geben sollte, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem das komplette Werk als kostenlose PDF geben, damit man sich vorher anschauen kann, was man kaufen soll.

Jetzt könnte man sagen, Athanor ist noch nicht so weit. Klar, kann man. Aber dann schreiben sie in ihren Wochenrückblicken "Wir haben jetzt eine Illustratorin", "Wir haben jetzt ein Logo", "Die Illustrationen sind toll" - aber zeigen sie es? Nein, tun sie nicht.* Wenn ich schon Marketing betreiben will, warum nicht mit meiner Marke und dem Logo?! Bis vor wenigen Tagen waren Previews offensichtlich nicht einmal vorgesehen - offenbar gingen sie davon aus, dass man ihre tolle Katze im Sack kauft (um es überspitzt zu sagen). So funktioniert das aber nicht. Selbst D&D hat Previews veröffentlicht (bzw. verkauft), um die neue Edition zu etablieren (die ich übrigens teilweise auch sehr wage fand). Und ziemlich viele deutsche Systeme der letzten Zeit kamen fast immer erst mit einem frei verfügbaren Regelwerk heraus, bevor sie wirklich in Druck gingen (Elyrion, Opus Anima), und verkaufen sich trotzdem. Kann also nicht so falsch sein. Ich vermute, Ephoran kann da nicht mithalten, da wurde um Regelmechanismen ein so großes Geheimnis gemacht, dass es nicht mehr feierlich war. Und ich wage die Behauptung, dass das miteinander zusammenhängt. Nicht nur, aber auch.

Die deutsche Fantasy RPG Landschaft ist immer noch eher dünn "besiedelt" und mehr Vielfalt neben DSA, dem grossen "Monster", kann sicher nicht schaden.
Bedingte Zustimmung - ein paar größere Mitspieler wären nicht schlecht, aber vieles da draußen ist einfach nicht so gut (oder vielleicht ist es sogar so schlecht), dass man das auch nicht auf die Spieler loslassen sollte. Immerhin stolpert man auch an allen Ecken und Enden über freie Fantasy-Systeme, die nicht mehr sind als Heartbreaker und der x-te Klon ausgelutschter Mechanismen. Da muss man schon was tun (und vor allem zeigen!), damit man diese "Schwelle" überwinden kann. Und Vielfalt um der Vielfalt willen muss auch nicht unbedingt toll sein.

* Ich gehe jetzt mal davon aus, dass dieser Ofen mit Becher darauf in der Kopfzeile der Homepage NICHT das tatsächliche Logo ist. Ansonsten würde mich eine Erläuterung sehr freuen.
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

das sandboxkonzept ist nicht neu, aber immer noch gewagt, weil es einfach eine richtig gute welt braucht. dennoch wenn sich da 3-4 leute zusammengerafft haben und mit immensen materiellen und zeitlichen aufwand ein rollenspiel aus dem boden stampfen mag etwas gutes bei raus kommen. hoffentlich spricht die welt für sich.

Also nein. Ne tolle Welt braucht für ein Sandboxspiel wirklich nicht. Eigentlich braucht man nur die Beschreibung der jeweils aktuell angrenzenden Hexkästchen.
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Also nein. Ne tolle Welt braucht für ein Sandboxspiel wirklich nicht. Eigentlich braucht man nur die Beschreibung der jeweils aktuell angrenzenden Hexkästchen.
you're right. hab mich da begrifflich vergriffen.
sandbox trifft schlecht was ich meinte. mir ging es mehr um dieses sehr freie spiel in einer (durch)konstruierten welt, wovon sandbox gewisserweise das gegenteil ist. I'm sorry.

aber mir fällt leider kein griffiger begriff ein...
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Die Zeiten wo man in DSA nur weisse Helden und schwarze Schurken fand, sind seit DSA4 vorbei. Du kannst bei DSA genauso einen Ork spielen wie einen Borbaradianer und Paktierer - Regeln dazu gibt es seit DSA 4, und die Motivationen dazu bieten auch die Regionenbände.
Das meinte ich mit "DSA ohne (Kauf)Abenteuer". Denn wenn du rein die Regionenbände liest und die Charaktererschaffung für Orks dazu ist es in DSA sehr wohl möglich, eine Gruppe aus Orks zu spielen, die sich zum Ziel setzt, die Menschendörfer am Svellt zu plündern um den eigenen Clan zu stärken z.B.

Nur weil Spieler in einer freien Kampagne auch die "böse Seite" spielen können, ist die Welt nicht weniger stark in schwarz und weiß getrennt.

Es gibt dennoch die "von Grund auf schlechten" Borbaradianer und die "von Grund auf guten" Zwölfgötter gläubigen. In einem realistischeren Szeanrio, gäbe es eben diesen "von Grund auf..." Prinzip nicht. Sö wird es wohl nahezu unmöglich sein einen "guten" (im Sinne von ehrenvollen, gutherzigen, barmherzigen, wohlwollenden etc.) Borbaradianer zu verkörpern.

In einem "realistischen" Szenarion wird es JEDEN Menschenschlag auf beiden Seiten geben. Man kann nicht einfach sagen: Partei X ist böse und Partei Y ist gut.


@Schwerttänzer: Erheben die DSA-Autoren WIRKLICH den Anspruch ein realistisches Setting zu bieten? Man, das wäre aber GEWALTIG in die Hose gegangen... :D
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

@Schwerttänzer: Erheben die DSA-Autoren WIRKLICH den Anspruch ein realistisches Setting zu bieten? Man, das wäre aber GEWALTIG in die Hose gegangen... :D
Ich glaube, der Begriff war "phantastischer Realismus" und sollte so ziemlich das umreißen, was Athanor für sich in Anspruch nimmt: eine realistische, stimmige Welt, in der auch phantastische Elemente ihren Platz haben, aber eben auch die daraus resultierenden Konsequenzen. Und ja, das war ein Griff ins Klo.
 
AW: Athanor, das Rollenspiel

Jetzt vergleichst du schon Äpfel mit Birnen, finde ich. Die Veröffentlichungspolitik war eine offensichtlich komplett andere. AERA hat ständig freie Previews rausgehauen, die allein graphisch derart top waren, dass man ganz dringend das Buch haben wollte (böswillig könnte man vom Degenesis-Phänomen reden - allein als Artbook hätte man sich das AERA-Buch schon in den Schrank stellen können).
*snip*

Da hast du mich falsch verstanden...ich vergleiche sie nicht miteinander, sondern sage nur, dass Aera das letzte war, was mich in der deutschen Fantasy interessiert hat und das vom Inhalt her einen ähnlichen Anspruch hatte, wie die von Athanor haben (so ich sie richtig verstanden habe).
Das du sie jetzt schon quasi im Vergleich zu Aera abkanzelst, zeigt für mich nur, wie schnell Leute zu urteilen bereit sind. Natürlich hätten sie ihren Auftritt besser timen können, nämlich wenn sie all dies Material schon hätten herzeigen können....ABER...nicht jeder ist in der Sparte ein Profi UND sie können das alles immer noch liefern! Sie hören auf unsere Kritiken (oder so scheint es) und wollen das ändern...daher gebe ich ihnen den benefit of the doubt, anstatt immer wieder die selbe Kritik/Jammerei vom Stapel zu lassen (damit meine ich jetzt nicht im speziellen dich).


Bedingte Zustimmung - ein paar größere Mitspieler wären nicht schlecht, aber vieles da draußen ist einfach nicht so gut (oder vielleicht ist es sogar so schlecht), dass man das auch nicht auf die Spieler loslassen sollte. Immerhin stolpert man auch an allen Ecken und Enden über freie Fantasy-Systeme, die nicht mehr sind als Heartbreaker und der x-te Klon ausgelutschter Mechanismen. Da muss man schon was tun (und vor allem zeigen!), damit man diese "Schwelle" überwinden kann. Und Vielfalt um der Vielfalt willen muss auch nicht unbedingt toll sein.

Da hast du recht...und ich rede ja auch nicht davon, dass jeder Sch**** publiziert werden soll, sondern ich sage nur, die deutsche Fantasy Szene könnte ein paar (logischerweise gute) Konkurenten neben DSA brauchen (man schaue mal zum französischen Nachbarn, dort ist die RPG Landschaft wesentlich reicher). Da "gut" aber eh zu einem grossen Teil im Auge des Betrachters liegt, ist es etwas müssig, dies hier breit zu treten. Und natürlich ist Vielfalt um der Vielfalt willen nicht der Bringer...ganz klar. Aber Faktum ist schon, dass es im Fantasy RPG doch sehr viele Klone gibt und es doch sicher möglich sein sollte, einen interessanten Ansatz finden zu können, der anders ist. Ob Athanor das liefern wird, ich weiss es nicht...ich bin aber gespannt darauf, WAS den nun genau die Jungs von der Infinite Monkeys Press liefern werden.
 
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