[12.05.2008] Die Party geht weiter

Kiera drehte sich um, nunja, selbst wenn Mama Brigitte sie geritten hätte, so wäre es nicht ihre Stimme gewesen, aber ein wenig keltischer Akzent kam bei ihr auch durch.

"Es ist so und wer länger hier ist, weiß das auch, dass ich die Möglichkeit habe, eine Person, die ich kenne aufzuspüren und deren Aufenthaltsort ziemlich genau, so auf 3 bis 4 Meter in der freien Natur aufzuspüren und auch genau einen Raum feststellen", erklärte sie dann.
 
Mal nickte "Ja, das dürfte sehr nützlich sein um Mister Buchet zu finden. Ich werde das mit Lurker besprechen und davor wird wohl ein kurzer Probelauf gestartet. Wenn sie den bestehen, würde ich mich freuen sie mitzunehmen. nun würde ich aber wie gesagt gerne unter vier Augen mit ihnen sprechen."

Was es nicht alles gab. Mit dieser Fähigkeit könnte Kira Malik in Zukunft sehr nützlich sein, nur wie sollte er sie überzeugen langfristig mit ihm zusammen zu arbeiten...kommt Zeit kommt Rat.
 
Kiera nickte.

"Klar, sollen wir raus gehen oder in den Nebenraum?" Sie entschuldigte sich mit einem Nicken bei Antonia bevor sie sich erhob. "Ich glaube Lurker kennt meine Fähigkeiten schon, das einzige Manko, ich kann keinen aufspüren, von dem ich nicht den Namen kenne."

Wenn er vorausging, würde sie ihm folgen.
 
Malik ging zu einer Nebenecke "Ich muss mit Lurker reden, weil er einen Schleier über die Legen kann, die sich nicht selber in den Schatten hüllen können. Ich selber verfüge nicht über diese Fähigkeit." Die Geißel setzte sich dann.

"Daher auch ein Probelauf, da sie sich auch daran gewöhnen müssen, wie es ist im Schatten zu wandeln, falls sie es nicht schon einmal getan haben." Malik schaute sich kurz um, dass niemand in der Nähe war und sprach dann weiter.

"Als sie vorhin gesungen haben, hatte ich eine Art Vision und ich hoffe, dass sie mir vielleicht bei der Deutung helfen können. Ich hörte Trommeln und sah eine schöne Frau mit flammend roten Haaren, die einen Zylinder mit weiß, schwarzen und violetten Federn und einem Totenschädel auf hatte. Sie hatte tiefe blaue Augen und schien traurig über etwas zu sein." Dass sie über seine Seele gesprochen hatte, verschwieg er erst einmal.
 
Kiera setzte sich.

"Ich habe es schon mal gemacht, aber das ist ein paar Jahre her, es würde also nicht schaden es vorher nochmal zu tun, ich weiß man darf sich nicht zu weit von einander entfernen", sagte sie dann und hörte dann zu, was er sagte. Für die Mambo war die Erscheinung klar. "Ich schätze mal, das könnte Mama Brigitte gewesen sein, eine ehemals Irische Göttin, die im 17 Jahrhundert zu den Loa übergewandelt war. Eine Totengöttin, die sich um die Seelen der Menschen kümmert. Es sind die Ghede und Ahnengeister, die mir bei meiner Magie helfen." Sie machte eine kleine Pause. "Als Seelenhüterin ist sie auf jeden Fall traurig, wenn Menschen sterben, die eigentlich noch nicht dran waren, denn die können nicht in die Jenseitswelten und auch nicht in die Wiedergeburt. Sind sie vielleicht ein Abkömmling von Leuten, die von der Sklavenküste waren?"
 
Malik lehnte sich zurück verschränkte die Arme und hörte zu. Irische Göttin, die zu den Loas wechselte, Sorge um die Seelen der Menschen...warum musste er sich mit solch einen spirituellen Kram beschäftigen? Die Schwarze wusste zwar einiges okkultes Zeug, aber wirklich interessiert hatte er sich dafür nie. Es war ihm immer zu ungreifbar gewesen und nun soll ihm so ein Geist seine Aufmerksamkeit geschenkt haben? Als ob er nicht genug Probleme hatte...

"Die Sklavenküste?" Der Malkavianer überlegte kurz. "Ich habe keine Ahnung. Meine Großmutter hat mir immer ein wenig von Afrika erzählt, aber ich habe nur mit den Ohren eines Kindes zugehört und als ich älter wurde, hatte ich andere Probleme und hörte immer weniger zu. Wo liegt denn diese Sklavenküste?"
 
"Das ist das Gebiet, das heute Nigeria ist, auch Togo und Benin", sagte Kiera dann. "Die meisten der amerikanischen Schwarzen kommen aus der Gegend am Atlantik von Afrika und natürlich reisten deren Götter oder die Kinder der Götter mit und verbreiteten dann ihren Glauben auch dort. Aber das ist eine lange Geschichte."

Es war immer so, dass die Kinder den Eltern nicht zu hörten, das war wohl auch in Maliks Jugend schon so.
 
Kiera ergriff das Wort und Trapper erschien wieder im Cafe. Und Mr. Cowboy ist immer noch im Hinterzimmer. Marta ließ das Gesagte noch einmal Revue passieren. Kiera konnte also ihr bekannte Personen orten, ein gewisser 'Lurker' war in der Lage nicht nur sich selbst sondern auch andere zu verbergen. Oder zumindest kannte er jemanden, der diese mächtige Fähigkeit beherrschte. Und diese Tänzer waren wahrscheinlich ein schräger Kult, der irgendetwas mit Werwölfen zu tun hatte. Warum sonst das Silber? Vielleicht lag es auch an den 'verbündeten' Werwölfen - unberechenbare Bestien, denen man besser nicht traute. Notfallausrüstung oder ein geplanter Schlag? So oder so, Marta legte keinen besonderen Wert auf Anwesenheit.

Nun schien es als wollte sich die Gesellschaft langsam auflösen. Marta signalisierte Moishe ihre Bereitschaft, ihm zu folgen, sollte er sich in Bewegung setzen. Kein Grund zur Eile - noch geht die Sonne nicht auf. Obwohl es auch nicht mehr übermäßig lange dauern dürfte. Die Zeit war deutlich fortgeschritten.
 
"Und sie ist nun mir erschienen, weil wahrscheinlich meine Vorfahren von der Küste kommen?" Musste Malik sich jetzt auch noch mit seinem menschlichen Erbe beschäftigen, welches er schon seit so vielen Jahrzehnten hinter sich gelassen hatte.

"Gibt es irgendetwas was ich nun tun soll oder war es nur ein Echo aus der Vergangenheit?"
 
"Das ist möglich, vielleicht gibt es auch einen anderen Grund, aber nicht ich bin hier die Mächtige, sondern sie sind viel viel mächtiger, als einer von uns jemals werden kann", entgegnete Kiera. "Normalerweise erscheinen sie nur, um jemandem einen Rat zu geben oder zu helfen." Sie zuckte die Schultern.
"Und das auch nur, wenn man in irgend einer Form einen Ahnen hat, der zu ihnen gehört oder eben so wie ich mit ihnen in Kontakt getreten ist. Ich könnte sie vielleicht herrufen oder besser bitten, aber nicht mehr heute, denn sowas kann dauern."
 
„Klllaaaaaar, ….“

Er krammte sein Handy raus und warf es CowboyJoe zu.

„Dann tipp mal deine Nummer rein und ich meld mich dann oder du dich oder wir uns, … wie auch imma, …“

Oh oh, dem Riesen wurde schon wieder langweilig. Malik hatte zwar gesagt, dass er warten solltre, aber wie lange, das hatte er nicht gesagt. Zumindest wußte er es nicht mehr.

„Wir rocken die Stadt und legen die Paläste in Schutt und Asche. Macht kaputt was euch kaputt macht un´ so, … nich war!“

Ob er das ernst meinte?

Mit trippelnden Schritten und irgendwie komischen Bewegungen begann er zu tanzen und rempelte wie von selbst, quasi aus Versehen, Cully an.

„Oipower ist heut angesagt, Oipower so wie ich es mach, Bier ist heute meine Droge, Alfred Tetzlaff man Ideologe, …!“ sang er dabei leise vor sich hin.
 
Jack schrieb seine Nummer in das Mobiltelefon des Duke und umgekehrt speicherte er auch die Nummer des Duke in seinem eigenen Smartphone ab.

"Die Paläste in Schutt und Asche zu legen ist natürlich eine Option. Aber vielleicht reichen ja schon ein neuer Anstrich und eine andere Innenausstattung."

Der Brujah grinste leicht und gab dem Duke das Mobiltelefon zurück.

"Okay, Duke. Wir hören dann von einander. Ich muss jetzt leider los. Es gibt noch viel zu tun. Auf dem Weg nach draußen versuche ich noch mit Malik zu reden. Wenn das nicht klappt, lasse ich ihm eine Nachricht zukommen. Hab noch einen schönen Abend und lass dich nicht umbringen!"

Jack erwiderte den Pogotanz kurz und klopfte dem Riesen dabei zum Abschied auf die Schulter. Danach verließ der Gitarrist den Raum genau so vorsichtig, wie er ihn betreten hatte.

Cowboy Jack betrat wieder das Getümmel, welches sich jedoch auflöste. Er sah Malik mit Kiera reden. Kein guter Zeitpunkt für eine Unterhaltung. Jack verließ das Café und fuhr mit seinem Wagen durch die Stadt. Von unterwegs schrieb er Malik jedoch noch eine SMS. Die Telefonnummer fand er in den Unterlagen aus der Akademie.

Hi Malik. Hier ist Jack. Ich wollte dich darum bitten, mit dem Duke nicht zu hart ins Gericht zu gehen. Du hättest dafür auf alle Fälle etwas gut bei mir.
 
Roxana würde wohl gerade dann ankommen, wenn Jack das Café verliess.
Dürfen jetzt schon billige Kopien von John Lennon ins Café, schoß es ihr durch den Kopf, aber das sollte nicht ihr Problem werden, solange er ihr nicht krumm kam.

Ein Blick hinterher und dann war sie drinnen und sah sich erst einmal um.
 
"Das mit dem herbitten hört sich gut an. Wenn vielleicht wieder ein wenig Ruhe in die Stadt gekommen ist, wäre ich dafür sehr dankbar." Die Geißel schaute kurz auf seine Uhr. "Ich sollte dann auch wieder zu den beiden Unruhestiftern, wenn sie mich also entschuldigen mögen."

Sollte Kira nichts mehr haben, würde die Geißel wieder zurück ins Hinterzimmer gehen.
 
Moishe stand auf, nickte Antonia kurz zu. "Entschuldigen Sie mich bitte" und ging nach nebenan ins Besprechungszimmer das ja immer noch frei war und wartete bis Marta ihm folgte und das Gespräch eröffnete..
 
Als Rin Roxana hereinkommen sieht, steht er auf und geht auf sie zu.

"Ah, schön dich zu sehen. Ist die Situation in der Akademie unter Kontrolle?", fragt er nach einer kurzen Verbeugung.
 
Roxana lächelte, anscheinend hatte sich der Junge gut benommen.

"Ja, es ist alles geklärt, wenn du möchtest können wir nach Hause gehen, wenn nicht, können wir gerne auch noch etwas hierbleiben", sagte sie dann zu rin.
 
"Ja, ich denke, das sollten sie, vielleicht sollten wir wirklich morgen oder übermorgen darüber sprechen, wir müssen uns schließlich auch noch mit Lurker treffen", erwiderte Kiera.
Sie überlegte kurz, ob wohl ihre Schwester schon zu Hause wäre oder dieser Grimm sie noch festhalten würde, möglich war ja alles.

Sie ging noch einmal zu Antonia, grüßte dabei auch noch Roxana, sowas vergaß sie nicht.

"Wenn sie mich nicht mehr brauchen, würde ich gerne gehen." Die Aussage war auch an Moishe und Marta gegangen, die gerade auch aufgestanden waren.
 
Malik betrat weder den Hinterraum und schaute zu den beiden Kainiten.

"Ich habe mir nun einen Überblick über den Vorfall verschafft. Ich möchte sie am 14ten eine Stunde nach Sonnenuntergang in die Akademie bitten, dort wird ihnen das Urteil mitgeteilt. Bis dahin ist es ihnen nicht erlaubt die Domäne zu verlassen. Falls sie über Ghule verfügen, bringen sie diese mit zur Akademie. Gibt es noch Fragen?"
 
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