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[06.05.2008] Freaky Tuesday

Kalanni

Drachentochter
Manche Tage wäre es besser, man würde gleich garnicht aufstehen, doch das Problem bei der Sache ist, daß man das meistens erst merkt wenn es zu spät ist. War es nicht schon sowieso Irrsinn und man mußte nicht ganz richtig im Kopf sein, wenn sich als Vampir einem Werwolf entgegen stellen will? Aber welch Erstauen, es lief gut, es lief sehr gut für uns und man könnte gerade zu sagen, diese Biester konnten nicht wirklich eine Schnitte machen, wir waren auf dem besten Weg, den Kampf zu gewinnen und mancher mochte schon in seinem untoten Herzen frohlocken.

Doch nein, wir wären nicht in Finstertal, wenn es nur eine gegnerische Macht gäbe und dieser schien dieses nicht zu gefallen, nein, es konnte ihr nicht gefallen, denn hatte sich nicht Zacharii vorgenommen, seine Inszenierung zu geniessen und zu sehen, wie Finstertal seinem Ende entgegen ging und Platz für seine Terrorherrschaft wurde. Vermutlich war der Kerl ziemlich angepisst, daß seine Statisten ihre Aufgabe so schlecht erledigten und er sich selbst bemühen mußte.

Wie ein Regisseur aus dem Clan des Mondes, donnerte seine Stimme durch die Szenerie "Genug" und es war als hätte er damit jedem Lebewesen und in gewisser Weise sind das auch Vampire immer noch, den Saft abgedreht, denn jeder fiel zu Boden an der Stelle an der er sich gerade befand. Man konnte von Glück sagen, daß keiner gerade in einer prekären Situation war und keiner dadurch schwer verletzt wurde.

Einige der Kainskinder fanden sich darauf hin allerdings in einer ganz anderen Szenerie wieder.

Wer schon einmal hier war, würde sehr schnell erkennen, daß es sich hier um die Bar des Hotels El Privilego handelte. Man könnte meinen, es wäre ganz normal, ein paar Kainskinder wären zusammengekommen um sich etwas zu vergnügen, alle trugen entweder teuere Ballkleider oder ebenso teuere Smokings. Es waren insgesamt 6 von ihnen da, Helena O'Niell, Caitlin McKinney, Alexander Stahl, Meyye, Malik Trapper und Eduard Mentesse. Nicht das war seltsam, wenn auch Meyye im Abendkleid und Stilettos nicht gerade eine gelungene Figur machte, sondern die Tatsache, daß sie essen und trinken konnten, zwar hatte das Essen keinen Geschmack, aber es war auch nicht so, daß die Vampire es schnell wieder los werden wollten als sie es probiert hatten, schon seltsam, waren sie tod, also richtig tod? 4 von ihnen taten sich zusammen, die drei Frauen und Mentesse, während es Stahl und Trapper nicht zu interessieren schien.

Was war geschehen, war man doch gerade eben noch im Kampf gewesen, wartete auf die anstürmenden Wölflinge und jetzt das, wer halbwegs bei Sinnen war, der konnte nur folgern, daß hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Es dauerte nicht lang, bis der Entschluß stand, man würde sich erstmal draußen umsehen und vom Entschluß bis zur Tat, war es nur ein kleiner Schritt, doch war es ein kleiner Schritt für 4 Personen, so war es ein großer Sprung für die Realität, denn draußen war nichts, ein leeren Parkplatz, keine Geräusche, keine Menschen und ein seltsam verfärbter Himmel.

Sie wollten gerade umkehren, als Laura Raabe, die neue Sekretärin von Noir, angelaufen kam und eine wahrlich unglaubliche Meldung machte. Sie berichtete, Zacharii, der Koldune hätte sie hierher gebracht und ihre Körper würden noch immer bewußtlos sein und wenn sie Sonne aufging, würden sie vernichtet, sie müßten also vorher hier 4 Personen finden und retten, Namen oder Aufenthaltsorte gab sie nicht, nur ein Blatt mit einem Zeichen in der Mitte, dem das man allgemein für Frauen benutzte und in den 4 Ecken, die Begriffe, der Bettler, der König, der Krieger und das Opfer. Sehr merkwürdig, doch mehr Informationen gab es nicht und die Guhlin rannte weg, während die Entführten noch verwirrt auf das Blatt starrten.

Der Gegner schien doch tatsächlich Katz und Maus mit ihnen spielen zu wollen. Was nun, zuerst einmal Stahl und Trapper holen ... Wenn das denn möglich gewesen wäre, das Hotel war nun genauso leer wie die Straßen, von den Menschen, die vorher hier waren und auch den beiden anderen Kainskindern war nichts mehr zu sehen, als wären sie nie hier gewesen, wenn sie denn hier gewesen waren. Was war das überhaupt, das Abbild von Finsterburg in einer perversen Umbrawelt? Nun, man würde es herausfinden müssen, doch wo anfangen, am besten wäre es zu sehen, daß man erstmal nach Finstertal kam, doch wie und dann fiel ihnen allen auch nach und nach auf, daß sie ihrer Kräfte beraubt worden waren. Das wurde ja immer schöner.

Es schien aus Richtung Stadtmitte etwas merkwürdig zu sein, so war der Weg schon mal vor gegeben, doch auch hier nur menschenleere Straßen und Stille und immer noch dieser grünliche Himmel, der unecht wirkte. Das einzige lebende Wesen hier schien ein Bettler zu sein, der sie aber nur freh angrinste und prophezeihte, das sie es nicht schaffen könnten, da die Gesuchten doppelt gebunden wären und sie das Rätsel im Gehirn des toten Malkavianers würden sie nicht lösen können, was immer das bedeuten mochte. Aber auch der Bettler schien nicht echt zu sein, denn er verschwand, als Meyye ihn angreifen wollte. Aber der tote Malkavianer konnte nur Justify Nox sein, auch wenn das gerade Helena nun wirklich nicht gefiel, doch das bedeutete, man wollte sich die Bibliothek zuerst mal ansehen.

Auch der Weg zur Bibliothek wurde zum Abenteuer, leere Straßen, keine Lichter in den Fenstern, ein Haus war ganz Theaterkulisse und ließ sich von Meyye einschlagen, dann ein Auto ohne Funktion und die Bibliothek selber. Meyye stieg durch das Fenster ein, doch hier war nicht, leer, vollkommen leer eine Hülle ohne den entsprechenden Inhalt, dann war es wohl nicht Nox, dann war es wohl doch ICH, dessen Überreste immer noch in der alten Klapse sein würden, nur der Weg war weit, sehr weit, doch der Zufall (Zufall, wirklich - oder eher nur ein perfides Spiel?) spielte ihnen einen Mercedes 500 SL in die Hand. Er funktionierte und Helena erklärte sich bereit zu fahren. Es war ein Weg, den sie x-Mal schon gefahren war, vielleicht fuhr sie zu schnell, vielleicht unvorsichtig oder es war einfach nur eine Verkettung unglücklicher Umstände, daß es ihr zuspät auffiel, daß der Tunnel nur aufgemalt war und als Meyye schrie war es zu spät, sie knallen an den Fels, obwohl sie nicht mehr sehr schnell waren, war der Wagen Schrott, obwohl das bei seinem so teuren Fahrzeug nicht hätte sein sollen. Nun wurde aber schnell klar, man wollte sie nicht weg lassen oder es gab garkeine Welt außerhalb dieses Zacharii Finsterburg. Also mußten sie alles hier finden, doch wo, am Bahnhof, da könnte es Bettler geben.

Es blieb geheimnisvoll, in einem Haus gab es Licht und eine Küche ohne Messer und ein Fahrrad ohne Funktion in der Garage, konnte der Koldune mit manchen Sachen nichts anfangen? Es war seltsam, genauso seltsam wie der menschenleere Bahnhof, der dann allerdings mit einer neuen, kleinen Überraschung aufwahrtete. Butch, der Guhl des Prinzen als Busfahrer versprach ihnen eine Fahrt, hin und zurück. Wo sollte man hin? Es war vermutlich eine verrückte Idee der Pseudotorrie zum Prinzen zu wollen, aber Butch fuhr los, zum Golfplatz und tatsächlich war Oliver Buchet dort und ... spielte Golf ... hatte er das jemals getan? Selbst Helena hätte es nicht gewußt, aber er war freundlich zu ihnen, selbst zu Meyye, die ihm eine knallte und sehr enttäuscht war, daß er sie dafür nicht bestrafte.
Zwar konnte Buchet ihnen nicht wirklich helfen, aber er verschaffte ihnen Zeit und eine Stufe einer ihrer Fähigkeiten, mehr konnte oder wollte er nicht tun.Ob es der Prinz war, war nicht sicher, es war irgendwie seltsam, doch eigentlich konnte keiner außer Meyye behaupten, er sei zu freundlich gewesen, den anderen dDreien gegenüber war er nie so streng geworden. Nun, es war eine kleine Hilfe, da war es letztendlich egal.

Butch fuhr sie zurück, weil er nicht so wollte wie die Kainskinder, setzte der Ventrue Mentesse schließlich seine Kraft zur Beherrschung ein und Helena kutschierte den Bus zum Kriegerdenkmal, doch dort fanden sich keine Hinweise und dem Bus ging auf dem Weg zur Katharinenkirche der Sprit aus. Wieder weiter zu Fuß zur Kirche, doch das war kein Ort des Friedens, etwas unglaublich böses ging von dort aus, Zacharii schien sie für sich zu nutzen. Während Helena aus anderen Gründen zurückwich, riss Meyye die Tür auf und sie, Caitlin und Eduard sahen sich der bösen Macht des Koldunen ausgesetzt. Es war wohl zwecklos und ein eingeworfenes Fenster reparierte sich von selbst, hier konnten sie nichts erreichen, das war klar, also weiter in die Stadt. Wieder keine Menschen bis auf einen komischen Clown mit Luftballons, die laut seinen Angaben heilten, wenn man sie vor dem Gesicht platzen ließ - wieder eine kranke Fantasie. Nun, es funktionierte, allerdings waren die Ballons nicht billig, denn er verlangte Schmuck von ihnen, von Eduard die Manscheteknöpfe und von Caitlin und Helena Schmuck, den letzten Ballon, den keiner brauchte, behielt Meyye in Reserve, wer wußte, wann man ihn brauchen würde. Allerdings erreichte man sonst nichts und der Clown verschwand in einer Seitengasse.

Es war eine seltsame Sache und sie begaben sich zum Casino, ob schon einmal einer von ihnen dort war, war nicht klar, aber hier waren Menschen viele Menschen und Eduard, der wie alle anderen hungrig war, versuchte von einem der Mädchen zu trinken, doch es gelang ihm nicht, das Blut in ihren Adern taugte nicht als Nahrung, vermutlich waren das auch nur Marionetten, dann fanden sie eine reichlich verzweifelte Lady Noir an einem der Einarmigen Banditen, die verzweifelt versuchte 5 Sterne zu bekommen um erlöst zu werden. Was für eine irre Idee, war Zacharii wirklich Tzimisce und nicht eher Malkavianer? Die Frage mochte man sich stellen. Meyye versuchte es zuerst und erreichte auch 4 Sterne, doch dann brauchte sie Blut und der Kellner riet ihr zum Schwarzmarkt zu gehen, während die Regentin es versuchte und schließlich auch wirklich schaffte, doch davon später.

Auch Helena war mit sehr wenig Reserven hier angekommen und so gingen Meyye und Helena zusammen auf die Suche und wurden tatsächlich fündig, doch was sollte man auch anderes erwarten, der Kerl wollte Schuhe und die hatte nur Helena noch und konnte so etwas von der kostbaren Nahrung erhalten. Die Gangrel mußte sich wohl was anderes einfallen lassen oder sie alle mußten sich was einfallen lassen.

Eine Chance waren die 5 Sterne im Casino, durch die, die die Regentin erreichte, wurde die Seneschall wirklich erlöst und verschwand, allerdings blieb ein Zettel und eine goldene Münze zurück und ein wenig der Macht des Koldunen schien zu schwinden und ihnen wurde wieder ein winziges Stück ihrer Kräfte zurück gegeben. Als Caitlin die Münze einlöste bekam sie soviel Blut, daß sie sogar satt war und so halfen alle Meyye den letzten Stern zu bekommen, man konnte schließlich die Gangrel nicht verhungern lassen.

Als nächstes führte es die Verlorenen in Zachariis Welt zu der Marienklinik, die erleuchtet war und wo sich jede Menge Leute befanden, die Schlange standen um behandelt zu werden. Komischerweise sahen die alle ganz gesund aus, doch als sich die Tür öffnete und der Patient aus dem Behandlungszimmer kam, war er nicht mehr gesund, sondern hatte tiefe Wunden und Verletzungen für die er sich bei dem Arzt bedankte, als hätte dieser ihm gerade das Leben gerettet. Das mußte man sich an schauen und Eduard und Meyye drängten sich vor. Zuerst wollte der Arzt nur einen rein lassen, doch die Verlobte ließ er dann doch nicht vor der Tür stehen. Die Erklärungen waren wieder mal alles andere als normal, denn der Arzt versprach für die Verletzungen Blut, für kleine Wunden wenig und für größere entsprechend mehr, wieder richtig verrückt, doch man mußte es aus probieren und immerhin hatte Meyye noch den Luftballon mit dem sie die Wunden heilen konnte, denn es klappte tatsächlich. Doch irgendwie war es nichts, was man unbedingt machen sollte, zumal man nun keine Ballons mehr hatte und Verletzungen waren immer eine Sache, die nicht nur störend waren, sondern auch hinderlich, wenn es zum Kampf kommen sollte.

Aber für lange Überlegungen blieb keine Zeit, man mußte noch 3 Personen finden, doch wo nur? Also ging der Zug durch die Stadt weiter, zum Yachthafen, wo sie nur ein Schiff fanden, das leer war, aber keiner steuern konnte, vorbei an einem Umzug, bei dem Ziege dabei war und die Kainskinder verhöhnte, sich allerdings auch nur als Illusion erwies, denn er verwandelte sich bei Meyyes wutendem Angriff in einen Ork, nur um auf dem Dach aufzutauchen, der sich dann allerdings auch in einen quengelnden kleinen Jungen verwandelte, der mit Sicherheit genauso wenig echt war, wie alles andere, denn ein Kind kann sich nicht von einem dreijährigen, in einen siebenjährigen und dann einen sechzehnjährigen verwandeln, die dann verschiedenes Verhalten an den Tag legten. Irgendwie mußte auch hier die Gangrel gefrustet aufgeben, das hier war alles nur verrückt.

Auf der weiteren Reise kamen sie durch das Reichenviertel, das aber nur aus Pappmache war, konnte Zacharii mit modernen Häusern nichts anfangen? Möglich war es schon, an der Seilbahn stieß man nur auf ein Schild, daß diese zur Zeit außer Betrieb war, daraufhin kamen sie auf die Idee zur Zachariaskirche zu kommen, doch der konnte man erst garnicht nähern, hier war das Böse zu massiv. Konnte es denn sein, daß Kainskinder nicht wirklich so böse war, wie es allgemein hieß?

Es war schon fast eine Erlösung als sie auf einer im Rathaus gefundenen Karte eine Kirche etwas außerhalb fanden, die irgendwie dem Zeichen auf dem Zettel von Laura ähnelte, vielleicht dort ein Hinweis. Fast tat es einem leid nicht auf den Pfarrer gewartet zu haben, denn diese Kirche war nicht bösartige, lediglich der Pfarrer leicht ungehalten, wegen der Eile, als ihn dann allerdings Eduard mit einer Beichte entlohnte, deren Inhalt wohl alles andere als harmlos war, wäre er wohl froh gewesen, wir wären nie gekommen.

Ein Blick auf die Uhr zeigte unmißverständlich, sie mußten weiter, zu einem kleinen Bergwerk. Hatte jemand gedacht, hier ginge alles gut, weit gefehlt, der alte Forderkorb blieb auf halber Höhe in der Dunkelheit hängen, denn Taschenlampen oder anderes Licht hatte natürlich keiner, warum hätte ihnen das auch Zacharii zugestehen sollen, es war schon nicht ganz einfach im Abendkleid und Anzug in einem Bergwerk. Es war nur ein Glück, daß Meyye inzwischen wieder in der Duneklheit sehen konnte und so allen auf eine alte, brüchige Stiege helfen konnte, bevor der Korb in die Tiefe stürzte, doch vermutlich war gerade das ihr Glück, denn nun konnte die Gangrel einen Schacht erkennen, vielleicht gab es hier etwas, irgendwo mußte es einfach weitergehen. Sie kletterte hinein, holte alle anderen ab, als sie merkte, daß es weiterging, tief in den Berg hinein, man hatte das Gefühl es dauerte Ewigkeiten, bis sie endlich Fakeln und eine Höhle fanden. Also doch, hier war Silva, die verbündete Garou, an Ketten gefesselt, halb bewußtlos und von 5 widerlich verdrehten Plagen bewacht, die man bekämpfen mußte und das mit fast nichts. Es war schon fast ein Wunder, daß sie das alle überstanden und das Widerlichste war, die Plagen nach den Schlüsseln für die Ketten zu durchsuchen. Auch die Garou verschwand nach einem kurzen Dank und ließ einen Zettel mit einem Polizeifunkspruch und ein kleines Plastikauto zurück. Merkwürdig, doch auch dies gab einen kleinen Riss im Gefüge und sie konnten etwas von ihren Kräften zurück gewinnen.

Zwei hatten sie gefunden, doch es waren noch zwei weitere zu finden und die Zeit drängte. Helena kam auf die Idee, daß man im Indianermuseum suchen könnte, da früher ein Indianer Prinz hier gewesen war und der könnte vielleicht der König sein oder es könnte dort einen Hinweis geben. Vielleicht, denn die Hoffnung starb zuletzt. Auch auf dem Weg konnte es Zach nicht lassen ihnen Kuriositäten begegnen zu lassen, dieses Mal in Form eines sprechenden Hundes, der eine Zigarette wollte und irgendwie murrend abzog, als keiner eine hatte.

Dafür war das Indianermuseum ein Erlebnis, denn als sie durch die Tür gingen fanden sie sich in einem Wald wieder bei Tag im strahlenden Sonnenschein, ein wahres Erlebnis nach Jahren oder Jahrzehnten in der Nacht. Es war nur schade, daß ihnen die Indianer nicht wirklich helfen konnten, allerdings war das Geschenk des Medizinmannes inform einer Stunde nicht zu verachten.Vielleicht wäre das auch der richtige Ort gewesen das Leben zu beenden, hier in dieser Ruhe und dem relativen Frieden, doch irgend etwas drängte die Vier dann doch zurück in die harte Realität des Koldunen.

Was nun, man würde sich wohl in die Kanalisation begeben müssen, vielleicht gab es hier etwas, was ihnen helfen könnte, falls es eine Kanalisation überhaupt gab. Es war schon fast ein Wunder, daß sie sie fanden und auch betreten konnten. Wie widerlich war das denn, im Abendkleid in den Schmodder, doch was wollte man machen, es gab nur wenige Ziele, die man noch hatte und noch weniger Zeit. Hier war es sehr unangenehm, Ratten, Spinnen und anderes Viehzeug, das für eine kurze Zeit sogar die Regentin der Tremere fast zur Umkehr brachte, es war nur gut, daß es Meyye gelang, Caitlin zu beruhigen. Nach gefühlten Ewigkeiten kamen sie bei einem kleinen Mädchen an, das vor einer Eichentür stand und darauf beharrte, sie nur durchzulassen, wenn sie von jedem Blut bekam. Es schien fast, als hätte in Zachs Welt alles damit zu tun. Es gab kein Vertun, sie mußten es ihm geben, worauf sie in Flammen aufging, das war auch nicht so einfach für empfindsame Gemüter, doch schließlich ließ sich die Tür öffnen und dahinter war Jenny.

Nun, Jenny war nicht gefesselt, sondern wurde wohl von irgendwas gezwungen zu kämpfen, was nicht gerade angenehm war, denn eigentlich wollte man ihr nicht wehtun, man wollte sie nur ausschalten und pflocken, doch das war kaum möglich, denn die Caitiff hatte ihre Stärke noch und schaffte es sogar Meyye in Starre zu prügeln, als diese versuchte sie niederzuschlagen und zu pflocken, es war nur der Tatsache zu verdanken, daß sich die Tremere für ihre Zauberei entschieden hatte und Jenny zwingen konnte, ihr Blut zu verbrennen, denn nur so war sie zu bezwingen, was geschah dann? Sie verschwand, was sonst und zurück blieb nur eine Schiefertafel und ein kleines bisschen neue Kraft.

Doch was sollte man mit der Gangrel machen, man konnte sie hier nicht liegen lassen, einer mußte sie erwecken, Eduard war sofort dabei, doch das wollte die Tremere nicht zu lassen, wenn es einer machte dann sie. Es war ein richtiger Streit nur die Pseudotorrie machte keine Anstalten, Meyye von ihrem Blut zu geben. Schließlich setzte sich Caitlin durch. Gut einer war so schlecht wie der Andere und Helena war sich ziemlich sicher, es wäre egal gewesen, ob Eduard oder Caitlin es gemacht hätte, Meyye hätte auf jeden Fall geschrien, der Andere wäre ihr lieber gewesen, dessen war sich zumindest die Hüterin sicher. Meyye war schon immer eine eigensinnige Querulantin gewesen, die sich für das Mass aller Dinge hielt.

Jedenfalls hatte die Gangrel nichts besseres zu tun als zu zetern, da hätte man vermutlich sogar bei Jenny mehr Einsicht erreicht und Helena mußte zum Trick des Blicks der Furcht greifen, als Logik nicht wirkte, doch das wirkte auch nicht richtig, genügte aber die Sache zu vertagen - falls es denn überhaupt ein Morgen gab.

Nun, man mußte weiter, egal ob einem die Dinge gefielen oder nicht. Was blieb? Die Burg, eine Möglichkeit, sich zu reinigen, doch auch das war eine Enttäuschung, vieles einfach nur Fassade und beinahe, wäre das kleine Ruderboot übersehen worden, mit dem man auf den Campingplatz kam, auf dem das Spiel weitergehen sollte. Alle waren vor einigen Tagen schon einmal hier gewesen, außer Helena und erinnerten sich ausgesprochen unangenehm an den Dämonen Azazel, der hier seinen Showdown gehabt hatte. Wollte das auch Zacharii haben? Ein Wohnwagen leuchtete auf und dort fand sie ein Blatt mit einem Rätsel - Sudoku, doch das sagte nicht allen was, konnte aber dann bald trotzdem gelöst werden, als sie raus gingen, war da ein weiterer erleuchtet und wieder ein Rätsel, als sie 4 zusammen hatten, leuchtete das Hausboot und dort mußten sie aus den zuvor gefundenen Buchstaben ein Wort bilden, bei dem sie sich nicht vertun durften, es war nicht so schwierig, das Wort war Blut, das ihnen den Weg zu einer verbrannten Leiche öffnete.

Wer die Leiche gesehen hatte, konnte sich denken, daß es Judith, Johardos Guhlin war, zumindest Meyye dürfte sie gesehen haben. Oh Wunder, nun gab es auch noch einige Tremere-Geheimnisse, als Caitlin erläuterte, daß sie mit einem Ritual zur Vampirin gemacht worden war und man sie nun erwecken mußte. Also nochmal Blut spenden und als es gelungen war, der bekannte Effekt, die Gerettete verschwand und sie standen da mit den Zetteln und etwas neuer Macht beseelt.

Vielleicht sollte man es jetzt nochmal in der Bibliothek versuchen? Nun, etwas besseres fiel keinem ein und so machten sie sich auf den Weg, allerdings wurden sie dabei von einem Hagel aus eigroßen Körnen überrascht, denen sie nur durch die Flucht in einen Hauseingang entgehen konnten. Zum Glück verschwand der Hagel so unvermittelt wie er gekommen war und sie erreichten die Bibliothek, die nun etwas anders gestaltet war.

Zwar war es immer noch nicht das Original, wie zumindest Helena bestätigen konnte, doch zumindest waren die Bücher da und auch die unvermeidliche unheimliche Atmosphäre, die dieses Mal auch noch eiskalt war. Es gehörte schon jede Menge Hartnäkigkeit dazu, das Haus zu durchsuchen, doch schließlich stießen sie auf einen Raum, in dem eine Frau auf sie wartete, die sich als die portugiesische Witwe vorstellte. sie gab ihnen eine Karte der Stadt und etwas wie Winkelmesser, damit und mit den Werten der gefundenen Sachen sollten sie eine Kreuzpeilung machen, dadurch würden sie wissen, wo sie hin sollten, wenn sie zurück wollten, danach verschwand sie.

Nach einigen Versuchen fanden sie heraus, daß sie wohl zur Seilbahn mußten und machten sich dann auf den Weg. Dort lag eine Gruppenkarte für sie bereit und erfreut, daß es nun zu Ende sein würde fuhren sie nach oben. Doch das war ein Fehler, so einfach war es nicht, denn oben wartete eine mehr als unheimliche Gestalt auf sie und es war leicht zu erkennen, daß dies Zacharii in seiner Raptorgestalt war, der sie nun fertig machen wollte. Nun war guter Rat teuer, denn Meyye teilte dann auch noch mit, daß man das Blut von diesem Kerl nicht benutzen konnte und sie waren alle verletzt und hatten kaum mehr genug Blut. Das schien dem Koldunen jedoch gerade recht zu sein.

Sie mußten wieder weg, erstmal nach Blut und Heilung schauen, wenn sie eine Chance haben wollten, das gelang dann auch, als Helena Zacharii mit Blick der Furcht lange genug ablenkte, damit sie zurück in den Lift kamen. Nun mußten sie alle Register ziehen und das schnell, zum Glück bekamen sie noch eine Stunde geschenkt und so konnte Eduard erst den Mann mit den Schuhen dominieren und dann auch den Clown, damit es ihnen gelang genug Luftballons zu bekommen, mit denen machten sich die Vier dann auf ins Krankenhaus, ließen sich von dem Arzt solange verletzen, bis sie satt waren und heilten sich mit den Ballons, auch wenn es noch immer sehr komisch wirkte. Mit der Bewaffnung haperte es, da gab es nur die Dinge, die nicht aus Zachariis Welt waren, Schiefertafel, Papier, Polizeiauto und Kölnisch Wasser.

Leider war es Zacharii nich langweilig geworden und er stand immer noch oben am Ende des Lifts vor der Tür und wartete auf die Truppe. Es wurde ein seltsamer Kampf, bei dem dem Koldunen mit Schiefertafel, Polizeiauto, papierumwickelten Fäusten und Kölnisch Wasser, Schaden zugefügt wurde. Es war trotzdem eine zähe zeitraubende Angelegenheit, doch am Ende gelang es ihnen dann doch den Tzimisce zu fällen und gerade noch rechtzeitig durch die Tür zu kommen um dann noch vor Sonnenaufgang nach Hause zu kommen.

Man könnte sagen, mal wieder war die Welt gerettet worden - doch wie lange würde das vorhalten?

Ihr fragt, was wurde aus den Garou? Das ist eine andere Geschichte, die wird an anderer Stelle erzählt.
 
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