[03.05.08] Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Ihre leise Stimme behielt den ruhigen Klang bei und sie blickte dem Ghul ausdruckslos in die Augen.

"Auch ich wünschte, man hätte sich die Zeit genommen mir mehr Informationen zu kommen zu lassen oder mir die Gelegenheit gegeben sie selbst zu erlangen. Sie dürften fest gestellt haben, dass ich nicht darauf bestehe von ihnen Dinge erledigt zu bekommen. Sie gehen jedoch mit Informationen sparsam um. Über die unbedingte Notwendigkeit der Vorstellung haben sie mich erst auf Nachfrage hin gewiesen. Da sie davon ausgehen, ich müsste bestimmte Dinge wissen und ich gleichzeitig sehr wenig über diese Stadt und das Gildenhaus weiss, kann ich noch nicht abschätzen, ob noch weitere Fragen auftreten werden. So lange ich keinen anderen Ansprechpartner habe, werde ich dabei auf sie zurück greifen müssen. Sie können sich und mir die Nacht erleichtern, wenn sie mir alles erzählen, was aus ihrer Sicht jemand wissen sollte, der neu in diese Stadt kommt. Andernfalls erhöhen sie lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie diese Nacht noch einmal stören muss. So wie ihnen an mir einiges seltsam erscheinen mag, geht es auch mir mit diesem Gildenhaus. Ich finde es erstaunlich, dass kein Regen für den Ritus der Vorstellung vor gehalten wird."
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

"Ich habe ihnen gesagt, sie können sich schon mal in der Kunstakademie vorstellen", sagte der Mann. "Wenn sie unbedingt Kontakt zur Regentin wollen, dann rufen sie sie doch einfach an oder schicken sie ihr eine SMS. Sie ist nicht so alt, als daß sie mit einem Telefon nicht umgehen könnte."

Nun hatte er verstanden, was Anna wollte. Er grinste kurz diebisch, vermutlich würde vorallem die Schwester der Regentin mit der Frau ihre Freude haben.

"So etwas wird hier nicht gebraucht, durch Telefon und Internet ist das vollkommen überflüssig. Außerdem denken sie nicht, es ist dafür zu spät, wenn sie bereits im Gildehaus sind? Es gibt hier kein Regenwasser, wenn es nicht gerade regnet. Vielleicht ist welches in der Vogeltränke."

Wie alt die Frau wohl war.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

"Nun, der mir früheste mögliche Zeitpunkt wäre genau jetzt. Wenn so, wie es mir versichert worden war, alles für meine Ankunft vorbereitet wäre. Aber sicher ist der Fehler im Gildenhaus in Hamburg zu suchen, nicht wahr? Ist jemand in der Stadt anwesend, dessen Status höher ist als der der Regentin?" Sie schien sich von ihm und seiner Ungeduld nicht weiter aus der Ruhe bringen zu lassen.

Dieser Ghul war einer von der gehässigen Sorte, wie es schien. Wahrscheinlich hatte er schlechte Laune, weil er aufstehen musste und sie ihn mit Fragen belästigte. Vielen Dank, Gülden. Freiwillig würde er ihr wohl kaum helfen. Hoffentlich wurde er wirklich nach Warschau abgezogen. Ob er nicht merkte, dass patzige Antworten ihn auch nicht unbedingt weiter brachten? Sie bezweifelte, das es Wasser in der Vogeltränke gäbe, wenn es bereits mehrere Tage nicht geregnet hatte. Aber das wusste er sicher genau so gut wie sie.

"Gibt es irgend welche Besonderheiten, die ich bei der Vorstellung in der Kunstakademie beachten sollte? Irgend welche Dinge, die ich mit bringen sollte oder die erwartet werden?"

Leider war er wirklich ihre einzige Informationsquelle in diesem Moment. Wenn es weiter so ätzend langsam von statten ging, konnte es noch ewig dauern.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Die Alte tickte wohl nicht richtig - da zog er ja sogar die Caitiffschwester der Regentin vor, die war wenigstens freundlich.
"Sie können sich gerne bei Lord Johardo über mich und die Regentin beschweren, Madam", sagte er. "Die Telefonnummer steht auf der Liste.
Ansonsten brauchen sie für die Vorstellung nur das Übliche."

Hatte da Hamburg von dem getrennt, was sie selber loswerden wollten. Vermutlich würde Anna in der ganzen Stadt kein reines Regenwasser finden, wenn sie sowas gewollt hätte, hätte sie doch vorher Bescheid geben können.

"Mir wurde lediglich gesagt, daß eine Neugeborene kommen würde, der ich ein Zimmer geben sollte, natürlich ging ich davon aus, daß man ihnen gesagt hat, wie es hier läuft."
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Mertin fährt die ihm nun bekannte Strecke wieder zurück um kurz darauf seinen Roller vor dem Gildenhaus zu abzustellen.
Guter Dinge geht er zur Tür und drückt fest auf die Klingel.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Es klingelte, noch bevor Anna antworten konnte.
"Augenblick", sagte er und ging aufmachen.

"Oh, guten Abend, schön daß sie wieder da sind." Mehr sagte er im Moment nicht.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

"Guten Abend" auch diesem Ghul wird wieder ein Lächeln geschenkt.
"Sagen sie einmal gibt es hier eine Bibliothek und darf ich diese schon betreten?"
Wenn er schon warten musste dann würde er sich gerne die Zeit dabei vertreiben.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Anna schloß für einen Moment die Augen. Dann drehte sie sich ruhig um und ging in ihr Zimmer. Sie ging die Telefonliste durch und wählte die Nummer des Ghuls in der Kaunstakademie. Sie liebte das neue Gildenhaus schon jetzt. Warum sollte es auch anders sein, als in Hamburg? Warum hatte sie sich Hoffnungen gemacht?

Sie kam nicht auf die Idee, dass ihr Lächeln fehlte, ihr Lächeln, dass ihr so sorgsam abtrainiert worden war, wenn sie sich in kainitischer Gesellschaft befand. Selbst in menschlicher viel es ihr inzwischen schwer.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

"Tut mir leid, die kann man nur mit Thaumaturgie öffnen und ich muß da erst die Zusage der Regentin oder des Lords haben, damit ich sie oder die andere Dame, die gerade angekommen ist, dort eintreten lassen kann", erklärte der Guhl. "Es gibt aber eine kleine Bibliothek mit allgemeinen Sachen im Wohnbereich."

Konnte es sein, daß der Guhl Anna nun abtreten wollte und hoffte, daß Mertin darauf ansprang? Ja, ein kleines Lächeln konnte schon Wunder wirken.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Da würde er mit seinem Vorhaben Glück haben.
"Oh noch ein Neuankömmling? Interessant."
Mertin denkt darüber nach. 2 neue Tremere an einem Tag. Das muss schon ein ziemlicher Zufall sein. Vielleicht wissen die höheren der Tremere etwas und planen dieses Gildenhaus zu verstärken.
Er beschließt die Andere kennenzulernen.
"Würden sie sie bitte." er stockt kurz "nunja wenn wir dürfen würden sie sie bitte in einen Aufenthaltsraum führen. Mich natürlich auch" wieder wurde ihm ein Lächeln geschenkt.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

"Sie hat das Zimmer neben ihnen und die Aufenthalträume befinden sich auch im Wohntrakt", erklärte der Guhl und ging voran zurück zu Anna, die er hatte stehengelassen.

"Fräulein Reeben, ich habe hier Besuch für sie", sagte er dann und klopfte.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Nun, bei der Kunstakademie hatte Anna im Moment kein Glück, denn es war dauerbesetzt. Irgendwie schien es nicht ihre Nacht zu sein.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Anna legte auf. Diese Nacht entwickelte sich wirklich berauschend. Draussen war eine weitere Stimme zu hören. Anna hatte wirklich wenig Lust den Frust dieser Nacht noch zu vertiefen. Wenn sie sich ruhig verhielt, würden ja vielleicht beide weg gehen? Wenn die Luft rein war, würde sie in den Waschraum gehen können um ihre Wäsche zu bügeln. Sie schnappte sich einen der Koffer, legte ihn auf das Bett und öffnete ihn. Mit ruhigen, präzisen Bewegungen nahm sie ihre Kleidung heraus. Die Kleidung trug zwar größtenteils das Etikett "bügelfrei", aber ein Zusammenstauchen im Koffer hinterließ dennoch seine Spuren. Sie sortierte sie erst einmal in den Schrank ein.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Scheinbar hatte die Tremere das Klopfen nicht gehört.
Mertin dankt dem Ghul und entließ ihn.
Daraufhin begiebt er sich erst einmal in sein Zimmer um seinen Reiserucksack auszupacken.
Wiedereinmal fällt ihm auf wie einheitlich seine Klamotten im Grunde sind. Doch er mag schwarz, es wirkt stehts adrett gekleidet und nie zu auffällig.
Wenige Minuten später probiert er doch wieder sein Glück bei der neuen Nachbarin und klopft an.
"Frau Reeben. Ich hoffe nicht zu stören" ruft er etwas lauter.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Als Anna das Klopfen hörte, schloß sie kurz die Augen. Sie wusste nicht, wer da vor ihrer Tür stand, also konnte sie es wohl kaum ignorieren. Sie hängte noch die Bluse in den Schrank, die sie in der Hand hatte und wandte sich der Tür zu. Mit einem "Ja, bitte", lud sie mit neutralem Tonfall die Stimme hinter der Tür zum eintreten ein.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

"Ich denke sie müssen die Tür von innen öffnen." Mertin erinnert sich an die Wort des Ghuls, dass hierfür der thaumaturgische Pfad der Bewegung durch den Geist benötigt würde.
Selbst wenn er unrecht hatte würde er sich hüten Dinge eines fremden Tremere anzufassen und wenn es nur seine Eingangstür war.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

"Für eine Zimmertür?" murmelte sie leise. Nichts, aber auch rein gar nichts lief bisher gut. Sie konnte nicht mal das Regenwasser suchen gehen, weil sie diesen verdammten Ghul nicht zwei mal noch in dieser Nacht rufen wollte. Wahrscheinlich würde er sie extra lange warten lassen Nichts desto trotz ging sie zur Tür und öffnete sie. Ihre Mimik war neutral, ohne Lächeln, doch sie blickte ihm offen in die Augen. "Guten Abend." Offensichtlich wusste er ja schon, wen er in diesem Zimmer erwarten konnte. Sie hingegen vermutete nur, dass es der andere neue Gast war.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Ein Lächeln umspielt Mertins Lippen als er in das hübsche Gesicht der Rothaarigen sah.
"Erlaubt mir mich vorzustellen. Ich bin Mertin Steiner, Neugeborener aus dem Gildenhaus in Würzburg. Und ihr seid bestimmt die hübsche Dame von der der alte Ghul so geschwärmt hat." Dabei deutet er eine leichte Verbeugung an die sich noch in alle Richtungen ändern ließ. Je nachdem ob sie eine Ahnin oder auch eine Neugeborene war.
 
AW: 3.5.08 Ankunft am Bahnhof 2.07 Uhr

Anna knickste ebenso leicht, wie Mertin sich verbeugte. Es entsprach sogar exakt dem selben Grad, wenn man ein Auge dafür hatte es zu beurteilen. Der Ghul von ihr geschwärmt? Ja sicher. Ungefähr genau so sicher, wie ihre Haare schwarz waren statt rot. Der Ghul hatte sich mit Sicherheit höchstens dann positiv über sie geäußert, wenn er dadurch hoffte, ihrer Aufmerksamkeit zu entkommen. Ihre Mimik veränderte sich nicht. "Anna Lisa Reeben, Neugeborene aus dem Gildenhaus in Hamburg." Vielleicht war er etwas freigiebiger mit Informationen als der Ghul. Reden musste sie ja eh schon mit ihm, dann konnte sie es wenigstens versuchen. Sie ging einen Schritt zur Seite und gab damit die Tür frei. "Bitte treten sie ein."
 
Zurück
Oben Unten