Star Trek Star Trek Beyond

Dieses Thema im Forum "Film & Fernsehen" wurde erstellt von Absimilliard, 14. Dezember 2015.

Schlagworte:
  1. Jamin

    Jamin lebhafter Bücherwurm ;)

    Naja, also ich gehöre ja auch nicht dazu. Und die meisten Trekkies, die ich so kenne, haben vielleicht etwas gegen "Voyager" (aber nicht alle), halten aber doch etwas von "DS9".

    Btw.. Was für Seiten liest du denn im Netz?
     
  2. Wulfhelm

    Wulfhelm Gott

    Diskutier dann halt mit Facebook oder dem Rest vom Internet.
     
  3. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Noe. Eher Kirk und das alte U-Boot im Weltraum Feeling.....

    Das gab es nie im Film. Nur als Serie. Da ist die Wahrnehmung anders.

    Nein, nicht anstrengend. Anders als man heute ADHS Kiddies bespasst.
    Ich kann beidem was abgewinnen.

    Es ist alles Star Trek, nur sind die Erzaehler und damit die Geschichten halt unterschiedlich schnell.

    Ich empfinde die J.J. Abrams Adaption als die bessere, weil sowohl emotionaler als auch schneller erzaehlt. Naeher an ST:TOS als es ST:TNG je war.
    Obwohl mir Picard z.B. als Captain besser gefiel als der alte Kirk.

    Da die beiden neuen Star Trek Filme gefuehlt besser waren als die Episode 7, interessiert das schon. Ich nehme mal an JJAbrams hatte, weil IV bis VI schon eine riesige Vorlage sind, weniger freie Hand und wollte erst mal solide Arbeit leisten ohne allzu viele Experimente damit er dann in VIII und IX so richtig die Macht krachen lassen kann!


    Back on Topic: Man muss die Star Trek Serien und Filme als Kinder ihrer Zeit erkennen und akzeptieren. Erst dann kann man sie einordnen und schaetzen lernen.
    Einzig Star Trek: Enterprise fand ich anstrengend weil sie da die Zeitreisenden mit reingapackt hatten, das ist eine, auch aus DS9 bekannte, Dose von Wuermern die m.M. nach recht schwierig unter Kontrolle zu bringen ist.
    Gleichauf mit dem Beamen. Welches, damit bestimmte Geschichten ueberhaupt funktionieren, gefuehlt jede Folge ausfaellt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Dezember 2015
  4. BoyScout

    BoyScout Dhampir

  5. Wulfhelm

    Wulfhelm Gott

    Weil JJ Abrams keinen Weltraum kann? Ist weniger "unendliche Weiten" als "Vernachlässigbare Größe zwischen zwei Szenen" bei dem. Obwohl, JJA ist ja dieses Mal nur Produzent...

    Schauen wir mal. Nach der Gerade/Ungerade-Regel* müsste dieser zumindest wieder besser werden als ST:ID.

    *Wenn man vernünftigerweise alle auf Star Trek basierenden Kinofilme mitzählt.
     
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  6. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Das ist Ansichtssache. Ich hab die beiden neuen Star Trek Filme jedenfalls genossen.
    Und das sie nicht schnarchlangsam (Wie z.B. der erste ST Kinofilm), sondern eher an vielen Stellen ziemlich schnell sind sehe ich heute als Vorteil an.

    Die Frage ist halt was für eine Geschichte man erzählt?
    Erzähle ich eine Robinsonade, wie z.B. bei "Der Marsianer", oder will ich einen Actionfilm zeigen?
    Star Trek Zurück in die Gegenwart hat ja auch keine unendliche Weiten.
    Trotzdem ist das mit einer der, für mich, besten ST Filme mit Originalbesetzung.

    Solange die Geschichte gut ist, sind mir unendliche Weiten ziemlich Schnuppe.
     
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  7. BoyScout

    BoyScout Dhampir

    also als neumodische, optische Zudröhnung haben mir die Filme auch sehr gut gefallen. Man darf halt nur nicht darüber nachdenken.
     
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  8. ArchangelGabriel

    ArchangelGabriel Ruler of Lothric

    Darf man über die alten Filme auch nicht.
     
  9. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Bei ST:ID ist Kahn mehr Badass als bei ST:Zorn des Kahn, und hat länger die Situation unter Kontrolle.

    Ich frage mich halt welches alte Thema sie jetzt im 3-ten ausgraben?
     
  10. BoyScout

    BoyScout Dhampir

    hat er das wirklich? Ich finde, in ST:ID kommt überhaupt nicht wirkich raus, was der eigentlich will, geschweige denn, wie er bestimmte Erfolge überhaupt erreicht hat (er verschifft seine Kumpels in Torpedos? ah, ok, wie? Er erobert ein Schlachtschiff. Alleine?)

    Ich war von Zorn des Kahn allerdings auch enttäuscht (<- nicht mein Lieblings ST-Film), weil es keine direkte Konfrontation gibt und eigentlich wirkt Kahn in dem ganzen Film hoffnungslos überfordert.
     
  11. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Ja, mindestens bis zum Punkt wo er auf der Brücke der Vengeance betäubt wird läuft eigentlich alles nach Plan.
    Strategisch/taktisch ist er jedem Einzelnen überlegen.
    Nur als Team können sie Ihn schlagen.
     
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  12. Wulfhelm

    Wulfhelm Gott

    Okay, Khans Werdegang in ST:ID...

    1. Khan wird von Starfleet gefunden und wiederbelebt.
    2. Starfleet sagt zu ihm "Khan, konstruier uns ein Superschlachtschiff, weil Dein 200 Jahre alter Wissensstand und Deine bekannte Vergangenheit als Technikgenie Dich dafür prädestinieren!"
    3. Khan sagt "Okay, mach ich, aber dafür belebt ihr auch meine Crew wieder!" und Starfleet sagt "Klaro, machen wir!"
    4. Khan konstruiert das Schiff und baut seine Crew - wie auch immer - in die neuen Supertorpedos ein, weil er weiß, dass die nur dann benutzt werden, wenn es für einen ausgeklügelten Plan von ihm notwendig wird und niemand die Crew darin entdecken wird.
    5. Nachdem Khan das gemacht hat, sagt Starfleet "Ätschibätsch, wir beleben Deine Crew doch nicht wieder! Wo sind die übrigens abgeblieben? Na egal... geh jetzt weg, Khan!" (Oder sie haben Khan noch munter weiterkonstruieren lassen, nachdem sie ihm gesagt haben, dass sie in hintergangen haben, so daß er dann seine Leute in die Torpedos einbauen konnte?)
    6. Khan ist sauer und macht 9/11 gegen Starfleet, damit alle deren Kapitäne zusammentreffen, damit er sie fast alle totschießen kann, damit sie Kirk hinter ihm her zur Klingonenwelt schicken, damit der dann exakt 72 ungetestete Supertorpedos auf die Welt abfeuert, damit Khan seine Crew (in Einzelteilen? Oder sind die "Torpedos" auch noch so konstruiert, dass sie sanft landen?) aufsammeln kann. Wie ersichtlich, eine zwingende, wasserdichte Abfolge von Ereignissen, bei der absolut nichts anders kommen könnte.
    7. Klappt aber nicht, Khan wird gefangen genommen. Macht aber nix, hat ja schon einen neuen wasserdichten Plan.
    8. Khan hilft Kirk gegen Admiral Robocop, gibt dann ein bißchen gegenseitiges Übervorteilen, wodurch Kirk in Khans Gewalt landet. Khan erpresst Spock, damit der die Crew-Torpedos gegen Kirk eintauscht, was auch klappt.
    9. Den Drehbuchschreibern fallen siedendheiß zwei Sachen ein: Erstens, dass der Film noch weiter gehen soll und zweitens, dass Khan ja irgendwie als Bösewicht rüberkommen muss (und nicht als jemand, der sich völlig gerechtfertigt gegen eine Organisation wehrt, die ihn und seine Freunde betrogen hat.) Darum sagt Khan jetzt: "Okay, nachdem ihr mir alles gegeben habt, was ich wollte und ich mit meinen Leuten und meinem neuen Superschiff abhauen könnte, habe ich beschlossen, euch jetzt ohne Grund alle umzubringen. Har har har!"
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2016
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  13. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Durch Spock weiss die Föderation das sie mit Klingonen, Romulanern, Cardassianern und vor allem Borg ziemlich schwer zu kämpfen haben wird. Oder zumindest ahnen sie das.
    Die Telemetriedaten der Narada, der viel schneller entdeckte Transwarpeffekt, etc., sind Effekte die einige Mitglieder der Admiralität nervös machen und Schwarze Kassen entstehen lassen und geheime Projekte zu finanzieren.
    Khan wird wohl zufällig entdeckt als die paranoiden Admiräle (sie werden ja nicht mehr von Vulkaniern eingebremst) beschließen den Föderationsraum viel engmaschiger zu erforschen als noch zuvor.
    Wahrscheinlich helfen den Menschen die recht aggressiven Andorianer und bestärken sie in der Paranoia.

    Da Khan keine lebenden Verwandten hat ist es nur natürlich das die (schwarze) Sternenflotte ihn zu benutzen versucht.
    Wahrscheinlich sehen sie in der Geiselnahme der anderen Übermenschen eines der wenigen Druckmittel gegen Khan. Die Loyalität zu Seinesgleichen war ihnen anscheinend bekannt.
    Ich nehme mal an Khan wurde eher als Berater für Taktik verwendet. die 170 Frieden unter der sanften Anleitung der Vulkanier haben die Menschen weniger aggressiv und vor allem weniger kriegerisch gemacht.
    Da ist ein Taktikgenie gerade richtig.

    Khan willigt ein, kriegt aber wohl zu verstehen das seine Crew erst bei Ausbruch von Kriegshandlungen geweckt werden.
    Möchte nicht warten und schmiedet andere Pläne.

    Admiral Marcus und seine eingeweihten Kollegen fragen sich wie man die Föderation vor Romulanern und Klingonen sichert. Und wie man die Föderationsbevölkerung dazu bringt sich intensiver mit der Föderationsraumverteidigung- und dem Ausbau der Flotte beschäftigen.
    Ein Krieg mit den Klingonen scheint ihnen dazu recht, weiss man anscheinend das man um Konflikte mit den Klingonen nicht umhin kommt.
    Der Plan wird ausgeheckt. Erst ein Terroranschlag in London.
    Dann die Verfolgung des Terroristen nach Quo'noS.
    Etc.
    Da Khan nicht vorhat lange Untergebener zu sein, er will HERRSCHEN!, schmuggelt er, wahrscheinlich mit Transportertechnologie, seine Kumpels in die Torpedos die die Enterprise überraschend kriegt.
    Die psychologischen Profile der Beteiligten kennend weiss er das Kirk nicht blind schießen wird und ergibt sich.

    Khan roch das Marcus sein Wort nicht halten wird. Also hat er Gute Miene zum bösen Spiel gemacht und sich seine eigene Lösung gestrickt.
    Das Ergebnis sollte sein ein Krieg mit den Klingonen und er in dem mächtigsten Raumschiff der bekannten Galaxis.

    Nein. Das erste ist von Marcus so geplant. Das zweite von Khan.

    Er ergibt sich als er die genaue Anzahl der neuen Torpedos erfragt. Er hat das geplant. Nix neu erfunden.
    Wären die Torpedos nicht an Bord gewesen (also Scotty setzt sich durch), hätte er wohl anders gehandelt.
    Immer noch einen Krieg vom Zaun zu brechen versucht. Oder das ganze abgeblasen und unter einer guten Erklärung zu Marcus zurückgekehrt um seine Crew wieder zu befreien (So 1, 2 Jahre später....)

    Umgekehrt. Kirk hilft Khan die Vengeance in seine Kontrolle zu bringen. Die Leute wurden aus den Torpedos entfernt bevor diese zur Vengenace geschickt werden. Durch die Abschirmung ist nicht erkennbar das sie NICHT drin sind.
    Und sie explodieren. Khan denkt seine Crew wurde getötet und ist rasend vor Wut.

    Die Torpedos sind doch in der Vengeance explodiert. Khan geht davon aus das Kirk seine Crew ermordet hat. Er will die popeligen Normalmenschen auch Verlust spüren lassen und schafft es halb San Fran in Schutt uns Asche zu legen (gehen wir mal von 40 Tausend Toten oder mehr aus. Das die Crew selig schläft sagt ihm ja keiner. Hat wahrscheinlich keiner dran gedacht.

    Also an ein paar Stellen hab ich extrapoliert von dem was man über Marcus und über Khan weiss. Aber es sollte schon stimmig sein.
     
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  14. BoyScout

    BoyScout Dhampir

    Die Überlegungen sind schon schlüssig, m.E. ist es aber Aufgabe eines Films, dass dem Zuschauer auch während des Schauens so klar zu machen.

    Das Kahn durchdreht und die Sternenflotte platt machen will, wundert mich nicht. Die Emotionen waren schon immer seine größte Schwäche (weshalb ich ihn auch nie für sonderlich gefährlich gehalten habe. Leicht erpressbar ist er auch).

    @Wulfhelm: Ich glaube du hast da eine Kinoversion mit mehr Informationen über den Plot als der normale Zuschauer zu sehen bekommen hat, aber so ungefähr chaotisch habe ich das auch in Erinnerung. Und deshalb kam mir kaum etwas davon sonderlich genial vor, sondern höchsten mit Hellsicht/Telepathie erklärbar.
    Das Meiste besorgt er sich ja auch durch pure Gewalt und nicht durch Voraussicht!
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2016
  15. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Man muß bedenken er plant das 1 oder 2 Jahre lang bevor es losgeht.
    Das wird aber nicht explizit erklärt, das muss man sich denken.
    Wenn es dann auch mal gewalttätig wird, ja das kann er halt auch.

    Wahrscheinlich kann man den Film nur super finden wenn man um ein oder zwei Ecken mehr denkt als der 08/15 Zuschauer. Egal. Ich hab den genossen.
     
  16. BoyScout

    BoyScout Dhampir

    m.E. ist der Film viel zu schnell, um sich solche (inoffiziellen!) Brücken selber zu konstruieren (retconning funktioniert auch mit fast jedem Film!).

    Ist jetzt aber auch schon etwas her, dass ich den im Kino geguckt habe. Muss den mal in Ruhe ein drittes Mal zu Hause sehen. Ich weiß noch, dass spätestens nach Kahns Aussage "die hab ich in den Torpedos versteckt, geile Idee, oder?" keiner meiner Bekannten die Ereignisse noch sonderlich ernst genommen hat.
     
  17. Wulfhelm

    Wulfhelm Gott

    Ja... und?

    (Wäre übrigens nett von Old Spock gewesen, in diesem Zusammenhang vorher zu erwähnen "Ach übrigens, wenn ihr diesen Typen namens Khan irgendwo findet: Der ist ziemlich gefährlich. Lasst den am Besten im Cryoschlaf.")

    Du kannst annehmen, was Du willst: Der Film sagt was anderes (nämlich "to design weapons and starships"), ohne das der ganze Plot noch weniger funktionieren würde.
    Auch Deine Annahme ergibt ungefähr so viel Sinn, wie Admiral Nelson als Taktikberater für den Falklandkrieg zu nehmen.

    Wo hast Du das denn nun wieder her? Im Film wird nur gesagt, dass Marcus sie benutzt hat, um Khan zu manipulieren.

    Das würde entweder erfordern, dass Khan und Marcus auch nach Khans Flucht weiterhin zusammengearbeitet haben, oder dass Khan zufällig genau das macht, was Marcus' Plan begünstigt. Was beides gleichermaßen unwahrscheinlich ist.

    Watt? Marcus wollte den Krieg mit den Klingonen, was er ja auch offen zugibt - Khan hatte doch überhaupt keinen Grund dazu. Fällt wieder in die gleiche "Toll, dass der genau das gemacht hat, was meinen Plan hat funktionieren lassen"-Kategorie.

    Äh, nein? Dass der Terroranschlag von Khan geplant und durchgeführt wird, wurde im Film nun wirklich explizit gezeigt. Warum hätte Marcus auch seine eigene Geheimorganisation in die Luft jagen lassen sollen?

    Sowas kann man nicht planen. Um genau zu sein, dass genau alle 72 Prototypen-Torpedos an Bord waren, ist so haarsträubend, dass man eigentlich nur planen kann, dass es nicht passiert. Wenn Marcus - wie im Film angedeutet wird - wußte oder ahnte, dass da die gefrorenen Khan-Anhänger drin sind, hatte er exakt null Gründe, sie nicht einfach wieder zu entfernen oder irgendwo bequem um die Ecke bringen zu lassen. Und wenn er es nicht gewußt hätte: Warum dann exakt 72-fachen Overkill gegen eine Einzelperson der Enterprise mitgeben?

    Nope. Khans Ankündigung, die Enterprise zu vernichten, kommt vor der Detonation der Torpedos, und während er noch denken muss, dass er gewonnen hat.

    Ich weiß nicht genau, was das hier werden soll, und warum Du versuchst, vermeintliche Erklärungen zu konstruieren, die direkt dem Film widersprechen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2016
    BoyScout gefällt das.
  18. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Keine Ahnung was der alte Spock den alles erzählt hat. Vielleicht hat er ja gehofft die finden den nicht, oder er hat ihn verdrängt? Er muß ihnen aber was erzählt haben, zumindest nicht nichts.

    Du wirst überrascht sein wie einfach Taktik und Strategie im Prinzip sind. Deswegen ist ja auch Schach ein Strategiespiel....
    Aber nochmal die Fakten:
    Khan wurde als Übermensch mit überragenden mentalen, psychologischen und physischen Fähigkeiten geschaffen. Um als Anfüher in einem Großen Konflikt seine Seite erfolgreich zum Sieg zu führen.
    Er wurde das in einer SEHR kriegerischen Zeit auf der Erde, man kann annehmen, so wie man ihn behandelte, das er sehr erfolgreich war.
    Der Spruch "I am better" kommt ja nicht von ungefähr.
    Khan weiss also wie man kriegerische Auseinandersetzungen gewinnt und, auch das, Menschen für seine Sache gewinnt und deren Loyalität erlangt.
    So wie Hitler mit gehöriger Portion Superman reingemixt.
    Ob er nun ein photographisches Gedächtnis hat sei dahingestellt.
    Das bisschen an Techniknutzung kriegt er noch hin. Er war ja vor seinem Schlaf Jahrzehnte in der Übung.

    Wenn es wirklich zu einem größeren Krieg kommt, dann ist Kahn alleine recht nutzlos. Eine kleine Schar fähiger Kommandanten die sich gegenseitig vertrauen und verstehen hingegen kann ganz schön viel ausrichten.
    Sie sind Marcus Geiseln, ja. Und weil er ihnen gegenüber Loyal ist und sie von seiner Art sind (also, für Ihn, die einzigen die es Wert sind von ihm wertgeschätzt zu werden und von denen er das auch reziprok erwartet)

    Ich gehe davon aus das das so ablief:

    Vorgeschichte: (einen Teil der Gründe sauge ich mir gerade aus den Fingern)
    Marcus hat genug Schwarze Kassen um genau EINE Vengeance zu bauen.
    Um aber z.B. mit den Borg oder dem Dominion fetig zu werden braucht er eine ganze Flotte davon.
    Die wird, da die Föderation eher friedliche Werte hat, aber nicht gebaut. Gegen wen denn?
    Also muss ein Konflikt her der zu einer offenen Aufrüstung der Föderation führt.

    Marcus Plan (ich nehme mal an unter tatkräftiger Planungsunterstützung von Khan):
    • Ein Terroranschlag in London (hätte auch was anderes sein können, aber gerade da war ja der Offizier mit dem todkranken Kind).
    • Der Auftraggeber des Attentäters wird aufgenommen und identifiziert (hier Kahns Deckidentität) samt TaschenTranswarpbeamer.
    • Die zusammengerufene Admiralität wird angegriffen. Es darf Tote geben, unter den zu Marcus loyalen Admirälen keine, unter den anderen darf der eine oder andere getötet werden.
    • Es gibt recht wenige Opfer trotz des Angriffs mit dem Shuttle.....
    • Man bedenke die absolut tödliche Präzision von Khan, beidhändig schießend, auf dem Klingonenplaneten!!!!
    • Die Sicherheitskräfte wehren den Shuttle ab. Der Attentäter beamt sich weg.
    • Der Transwarpbeam zeigt auf die Klingonenhauptwelt!
    • Die, erschütterten, Admiräle genehmigen eine Mission den Attentäter zurückzubringen.
    • Das Schiff ist die Enterprise, der Kapitän ein Heissporn, Kirk.
    • Es werden neue Torpedos auf Marcus(!) Anweisung hin geladen.
    • Die sollen auch auf die Position des Attentäters abgefeuert werden (ob sie auch nur das, angeblich, unbewohnte Land da treffen, oder "zufällig" auch wichtigere Infrastruktur zerstören, wer weiss das schon so genau....)
      • Marcus nimmt hier entweder billigen in Kauf das Kahn dabei getötet wird, oder der Plan schaute, für Kahn, anders aus.
    • Auf jeden Fall soll es für die Klingonen als feiger, ehrloser Angriff der Föderation aussehen.
      • Haben sie doch gerade vor ein paar Jahren 47 Birds of Prey im Laurentianischen System verloren und sind noch geschwächt.
    • Ab hier divergiert die Handlung vom Plan, Zufall, oder vielleicht doch Kahn, eher Glück von Kirk?
    • Auf dem Weg zu Kronos versagt der Warpantrieb, wahrscheinlich Sabotage, wäre das NACH Abfeuern der Torpedos passiert hätte die Enterprise nicht entkommen können. Mag auch Zufall sein.
    • Die Aktion mit Gefangennahme auf Kronos ist genug um die Klingonen sauer zu machen

    Guten Morgen! 72 Gründe.

    Die Sektion 31 ist schon offiziell paraphiert. Aus schwarzen Kassen finanziert und geheim, aber nichts was Marcus alleine zu verantworten hat.
    Marcus möchte das die Spuren nach Kronos führen. Eine Sabotage einer militärischen Forschungseinrichtung samt infiltriertem Agenten, Harrison aka Khan, der zu einem potentiellen Gegner flieht, das sind schon deutliche Rauchzeichen.
    Die Admiräle sollen sich zunächst Gedanken machen wieso gerade Kronos?
    Und was ist schon eine klitzekleine Forschungseinrichtung? Verkraftbarer Verlust für das übergeordnete Ziel, die Föderation gegen Aggressoren abzusichern!

    Es ist ja eine Order von Marcus die Torpedos da hin zu liefern. Die sollen halb Kronos pulverisieren (gefühlt für die Klingonen)
    Ich gehe davon aus das Marcus, bis es anfing anders als geplant abzulaufen, NICHT wusste das die Crew von Kahn drin liegt.
    Khan hat seine Leute kurz vor seiner Eskapade reinbugsiert. Da er die gemeinsamen Pläne kannte, konnte er darauf zählen das die 72 an Bord sind (ein volles Torpedo Komplement?). Um sicher zu gehen fragt er ja "wieviele Torpedos?"
    Aus den Psychogrammen von Kirk und Spock hat er geschlossen das sie keine kriegerische Handlung durchführen würden, also anders reagieren würden als es Marcus befohlen hat.

    Marcus ahnt das etwas schief geht als Kahn vom Werkzeug zum eigenständigen Akteur wird. Eben als er sich gefangennehmen läßt.
    Da muß er was tun und startet die Vengeance, sonst entflieht Kahn mit seinen Leuten und die Sache fliegt auf. Die Crew der Enterpriese fängt den Braten zu riechen an.
    Würde die Enterprise am Rande der Neutralen Zone zerstört, wäre das ein weiterer Beweis der klingonischen Aggression.
    Und keine Zeugen wären da....

    Mit Marcus tot, einem Krieg im Aufziehen, wäre ein natürlicher Anführer wie Kahn doch dumm Zeugen zu hinterlassen? Außerdem haben sie sich gegen ihn fast erfolgreich gewehrt, so was kann er nicht aus sich sitzen lassen.

    Tun sie nicht.
    Ich hab mir den Film auf DVD bestimmt 4 oder 5 mal angeschaut und ich finde meine Interpretation schlüssig.
    Wie ergibt das Puzzle Sinn?

    Und was ist wahrscheinlicher. Ein Puzzle zu sehen das Sinn ergibt.
    Oder eine Film mit Logikbrüchen noch und nöcher?

    Damit eine schauspielerische Leistung gut wird sollte ein Schauspieler die Motivation der Figur die er spielt kennen und nachvollziehen können.
    Sinnvolle Motivation ergibt meist auch eine sinnvolle Story.

    Es gibt natürlich auch eine Interpretation da ist Marcus nicht der Mastermind des ursprünglichen Plans.
    Da macht das Khan alleine.
    • Von wo hat er die Ressourcen für den Sprengstoff?
    • Wieso weiss er das der eine Mitarbeiter eine kranke Tochter hat?`
    • Wieso gerade Kronos? Wenn er keine Krieg will wäre irgend eine andere Welt, ohne ganz so starke Militärpräsenz doch besser.
    • Orion z.b. das sind Händler.
    • Wie bringt er Marcus dazu einen Befehl zu erteilen ihn mit den neuen Torpedos beschießen zu lassen?
    Diese Fragen kann man leicht beantworten wenn Marcus von ANFANG an dabei ist und die Fäden in der Hand hält.
    Oder so denkt er.
    Kahn übernimmt das meiste und alterniert ein wenig. Und zwar so, das er, wenn die Situation doch anders ist, umsteuern kann.
     
  19. Kowalski

    Kowalski Man kann an menschlicher ignoranz verzweifeln

    Hmm. Vieles hab ich beim ersten Mal schauen so eingeordnet. Manchmal muss man sich einen Teil selbst dazu denken. Manches diskutiert man mit anderen.
    Wenn alles so klar und transparent wie in einer Soap wäre, wäre es aber auch ein langweiliger Film. (Wenn Kahn keine Trauer, Besorgnis zeigt, sondern sagt "Ich bin traurig", dann weisst Du alles, der Schauspieler muss aber keine gute Leistung rüberbringen. Und man hat auch keinen Redestoff.

    Den grossen Bogen hab ich mir jetzt aus den Fingern gesogen so das ich das gesehene so verknüpfen kann das es ein stimmiges ganzes ergibt.

    Das ist ein Zitat aus dem Ende des Zorn des Khan, wo sie Spock in einem Torpedo auf den Genesis Planeten abfeuern. Ich hatte das schon vermutet als Khan die, genaue, Anzahl der Torpedos abfragte. Wobei das erste mal erschien mir die Frage sehr seltsam, ja unpassend. Wenn er da zwischen den Explosionen rumturnt, warum fragt er nach der exakten Anzahl???
    Die fast Selbstzerstörung auf dem einen Mond fand ich spannend. Das die Cryokammern ausgebaut werden hatte ich gehofft (konnte mir nicht vorstellen das sie Kahn seine Kumpels lassen)
    War von der Explosion der Vengeance überrascht. Ebenso wie von ihrer Rückkehr über San Fran.

    Man kann sich ST:ID als Popcornkino anschauen, schön bunt alles und schöne Explosionen, paßt.
    Oder als schon komplexeres, in sich stimmigeres Gebilde.

    Ein Problem bei der Perzeption ist das er schnell und komplex, voller Details ist. Es gibt wenig Fluff der unwichtig ist.
    Es dient alles entweder der Story, oder der Charakterentwicklung. Ein paar Schwenks der Kamera zeigen uns Eindrücke der Zukunft, am besten im Mix mit Altbekanntem.
     
  20. Wulfhelm

    Wulfhelm Gott

    Und Du wirst überrascht sein, wie genau ich weiß, dass z.B. Admiral Nelson im Falklandkrieg aber sowas von nutzlos wäre...

    Genau. Wenn man, sagen wir mal, Goethe wiedererwecken würde, hätte der einem auch in ein paar Monaten einen Fusionsreaktor konstruiert. :ROFLMAO:
    Anyway: Der Film sagt eine Sache. Du sagst eine andere. Wir (also ich zumindest) reden hier aber vom Film.

    Ich markiere einfach mal alles, was Du Dir aus den Finger saugst, in orange, und alles, dem im Film explizit widersprochen wird, in rot. Anmerkungen in [eckigen Klammern]


    Wie zum Teufel soll Krieg mit den Klingonen dabei helfen, seine Freunde aus Marcus' Klauen zu befreien?

    Ja und? Das sind trotzdem seine Leute.

    Tun sie zu diesem Zeitpunkt doch gar nicht. Überhaupt ist der Anschlag auf Sektion 31 ja nur Mittel zum Zweck, um die wichtigsten Sternenflottenkapitäne (was irgendwie nicht gerade viele sind, aber lassen wir das...) zu einer Konferenz zu versammeln. Und erst nach dem dortigen, neuerlichen Anschlag gibt es Spuren nach Kronos. Marcus hätte diese Versammlung auch einfach einberufen oder routinemäßig auf die Tagesordnung setzen oder durch etwas anderes als das in-die-Luft-jagen seiner eigenen Leute provozieren können.

    Aber Deine Idee, dass das alles eine Verschwörung von Marcus war, ist eben kompletter Unsinn, dem nicht nur sämtliche Figuren im Film ausdrücklich widersprechen (ohne dass sie irgendetwas davon hätten, zu lügen), sondern der auch nicht ohne völlig aus der Luft gegriffene Annahmen funktioniert.

    Ja, aber wie soll Khan mit sowas gerechnet haben? "Okay, wenn Marcus mich hintergeht, wird er das vermutlich mit Hilfe eines Plans tun, der das Abfeuern sämtlicher 72 Torpedos mit meinen Kumpels drin auf mich beinhaltet. Ich vermute auch mal, dass er ein Schiff schickt, dessen Captain diesen Befehl mißachtet und persönlich hier herunterkommt, um sich in einer Weise mit mir auseinanderzusetzen, die es mir erlaubt, mich gefangen nehmen zu lassen. Da kann ja nichts schiefgehen!":LOL:

    Äh, doch. Case in point:

    Du hast eben noch behauptet, Khans Angriff auf die Enterprise sei eine Reaktion auf Spocks Handlung, die Torpedos detonieren zu lassen. Ich habe Dir nachgewiesen, dass das unmöglich ist, weil ersteres vor letzterem passiert und Wirkungen im Allgemeinen nicht vor Ursachen passieren.
    Jetzt ignorierst Du das und saugst Dir einen neuen, nicht minder unsinnigen Grund aus den Fingern. "Zeugen hinterlassen", seriously? Als ob das niemand mitkriegen würde oder die Enterprise nicht mal eben die entsprechenden Informationen per Funk absetzen könnte? Und Khan machte in dem Film bis dahin nicht gerade den Eindruck, als ob er wegen Kleinigkeiten auf Rache an der Enterprise sinnt. Um genau zu sein, hat er in der Szene vorher noch gesagt, dass er auch einfach die Lebenserhaltung der Enterprise kaputtschießen - was auch keinen Sinn ergibt, aber lassen wir das - und seine Leute dann einfach einsammeln könnte. Und das bewegt Spock dann zum Nachgeben. Und hinterher sagt Khan dann "Ätsch, jetzt bringe ich euch doch um! Aber erst, nachdem ich wie versprochen Kirk zurückgebeamt habe."
    Aber halten wir erstmal fest: Was Du zuerst gesagt hast, war im direkten Widerspruch zur Chronologie des Films.

    Ja, da kann ich Dir halt auch nicht helfen. Zum Glück muss ich mir dank Transkripts den Film nicht nochmal anschauen.

    Gar nicht?

    Die Frage meinst Du jetzt echt ernst? :langeilig:

    Aber allmählich erklärt sich mir auch, was hier abläuft und wie sinnlos es ist. Da für Dich offensichtlich nicht sein kann, was nicht sein darf - nämlich, dass das Drehbuch dieses Films ein zusammengewürfelter Haufen Unsinn ist - schaltet Dein Gehirn eben den rationalen Modus ab und den Wunschdenken-Modus an.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Januar 2016
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