Rollenspieltheorie Robin D. Laws: Gutes Spielleiten

AW: Robin D. Laws: Gutes Spielleiten

Da fällt mir ein, Laws hat diese ganze Diskussion ja schon selbst vorweggenommen:

Sich bewusst machen, was man eh schon tut

Eine weitere Frage die wir uns stellen müssen, wenn wir uns bemühen unsere Techniken zu verbessern, ist ob Spielleiten ein Talent oder eine Fertigkeit ist. Anders gesagt, ist es eine angeborene Eigenschaft, die einige von uns haben und andere nicht oder ist es etwas was man lernen kann?Mein Argument ist, das es auf dieser Entwicklungsstufe des Hobbys ein Talent ist. Diejenigen, die das Spielleiten beherrschen sind gut darin, weil sie bereits die nötigen Qualitäten besitzen, wie Kreativität, ein intuitives Verständnis von Erzählstrukturen, und ein Gefühl für Gruppendynamik. Jedoch, wenn wir konkrete Methoden entwickeln, diese Fähigkeiten zu lehren und zu verbessern können wir sie in eine erlernbare Fertigkeit verwandeln. Sicher, es gibt Menschen die so gestrickt sind, dass sie die nötigen Qualitäten nie erwerben können. Die Mehrheit jedoch kann von Übungen profitieren, die das Vorstellungsvermögen, erzählerische Intuition und so weiter fördern.
Folglich ist der erste Schritt, ein besserer Spielleiter zu werden, sich die Dinge anzusehen, die man bereits unbewusst als Teil seines Spielleitertalents macht, sie zu analysieren und dann damit zu beginnen, diese mit mehr System und Absicht zu wiederholen.
Zum Beispiel ziehen die meisten von uns - zu einem gewissen Grad - bereits die unterschieldichen Vorlieben der individuellen Mitglieder unserer Spielgruppen mit in Betracht. Sogut wie niemand folgt dabei dem Schritt-für-Schritt-Prozess, den ich im Haupttext dargestellt habe. Ich hab es definitiv selbst nicht gemacht, bis mir jemand gesagt hat, ich soll einen Artikel über das Thema schreiben.
Du bist vielleicht schon besser als die große Mehrheit der Spielleiter, mit einem ausgeprägten, unbewusst-ausgelebten Talent. Aber auch dann wirst Du überrascht sein, welchen Nutzen man daraus ziehen kann, sich die Dinge bewusst zu machen, die man bereits tut.
(übersetzt aus Robin's Laws of Good Game Mastering)
 
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Ich übersetze mal frei:

(...)Casual Gamer neigen dazu, unauffällige Mitspieler zu sein die sich auch in kleinen Gruppen unwohl dabei fühlen, ins Rampenlicht zu treten. Oft wollen sie einfach etwas mit den anderen Leuten machen und spielen lediglich mit, weil das die Idee der anderen war. (...) Der Casual Gamer möchte keine Regeln auswendig lernen oder oder sich einen Plot Hook für seinen Charakter überlegen oder sich an detailierten Planungen beteiligen.(...)

Wobei ich hier wohl anmerken muß, daß das ein Auszug ist und positive Aspekte des Casual Gamers in dem Text auch behandelt werden. Jemand der sich die Mühe macht zu spielleiten hat die Rolle des Casual Gamers schon längst verlassen.

Doch nur wenn Du diese Definition eines Casual Gamers fürs RPG teilst. Ich verstehe darunter etwas anderes, orientiert an Casual Games und deren Spielern. Es geht dabei um geringe Anforderungen und schnellen Zugang. Das bietet zum Beispiel "Ratten!", mit dem ich Gelegenheitsspieler gelockt und anschließend von komplexeren Systemen überzeugt habe. Gelegenheitsspielleiter haben keine Lust aufgeblähte Systeme zu nutzen und machen sich keine Gedanken um einen Plot etc. Die legen einfach los und wollen Spaß haben. Ein Casual Gamer lernt sehr wohl die Regeln, solange sie an einer Hand abzuzählen sind. Das wird bei Casual Games ebenfalls vorausgesetzt. Ich meine, ein Spieler der die Regeln nicht kennt und keine Lust aufs Spiel hat, der ist kein Spieler, der hat in der Spielgruppe nix verloren und wird nach Hause geschickt. Der hat für die Sitzung keine Bedeutung, braucht also auch kein Etikett.

Für mich also schon eine subjektive Aussage des Autoren und ich bekomme nur seine Auffassung mitgeteilt. Ich kenne mehrere Foren, bei denen werden diese Themen ausführlich behandelt, von allen Seiten beleuchtet und es gibt etliche Erfahrungsberichte. Für mich perfekt. Alleine diese Diskussion hier und jetzt beinhaltet mehr Informationen und Nutzen für mich, als es ein SL-Erklärbuch je könnte. Da habe ich nur einen Baum, hier den ganzen Wald.

Wer diese Möglichkeit nicht hat, für den taugt das Buch sicherlich etwas. Einseitige Erfahrungen sind besser als keine Erfahrungen. Lieber Bewegung statt Stillstand. Aber ich fahre nicht mit 'nem Wartburg, wenn ich einen ganzen Fuhrpark zur Verfügung habe. :)
 
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Doch nur wenn Du diese Definition eines Casual Gamers fürs RPG teilst. Ich verstehe darunter etwas anderes, orientiert an Casual Games und deren Spielern.

Ah, Du ignorierst also die Definition, die vor acht Jahren in Bezug auf RPGs gemacht und anerkannt wurde zugunsten einer, die Du aus einem anderen Medium ableitest. *schulterzuck* Naja, vielleicht definierst Du ja auch Mensch-ärger-Dich-nicht als Rollenspiel, dann wird Dir das Buch tatsächlich wenig bringen...
 
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nur für diejenigen die rückkopplung an fakten nicht allzu widerwärtig finden.

die hetze gegen Innen und E und R und andere "pc"-spielchen zieht völlig daneben:
"Jepp, ich bin ein Sprachverhunzer mit Binnen-I¹, aber in Robins Laws habe ich das nicht genutzt.

Da habe ich nur darauf geachtet, dass die Spielertypen nicht alle männlich sind und dass ich seinen Filmslang auch im deutschen zum klingen bringe. Hätte ich gewusst, worauf ich mich damit einlasse… hätte ich es definitiv trotzdem übersetzt"
(Der Übersetzer)


ansonsten stelle ich fest dass ihr scheisse seid (carthago und so)

Wer veröffentlicht muss auch Kritik ertragen können. Wobei das Buch noch nicht erschienen ist und daran keine Kritik geübt wurde. Die Diskussion betrifft nur die Befürchtungen was Stil und Übersetzung angeht und dreht sich um den Autoren und seine Ansichten selbst. Zudem wird die Frage aufgeworfen, ob der Preis des Buches angemessen ist. Im Grunde kann sich der Übersetzer doch bequem zurücklegen, die unterhaltsame Diskussion verfolgen und lässt später den Titel für sich selber sprechen. Anschließend kann er sich noch immer über tatsächliche oder vermeintliche "Scheiße" aufregen. :)
 
AW: Robin D. Laws: Gutes Spielleiten

Ah, Du ignorierst also die Definition, die vor acht Jahren in Bezug auf RPGs gemacht und anerkannt wurde zugunsten einer, die Du aus einem anderen Medium ableitest. *schulterzuck* Naja, vielleicht definierst Du ja auch Mensch-ärger-Dich-nicht als Rollenspiel, dann wird Dir das Buch tatsächlich wenig bringen...

Wer hat den Begriff denn wo vor acht Jahren bekannt gemacht und verbindlich anerkannt?
 
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Ah, Du ignorierst also die Definition, die vor acht Jahren in Bezug auf RPGs gemacht und anerkannt wurde zugunsten einer, die Du aus einem anderen Medium ableitest. *schulterzuck* Naja, vielleicht definierst Du ja auch Mensch-ärger-Dich-nicht als Rollenspiel, dann wird Dir das Buch tatsächlich wenig bringen...

Wie stumpfsinnig muss man eigentlich sein? Das Ding ist nicht die Rollenspielbibel. Und nur weil jemand mal ein Buch geschrieben hat und seine Definition dort verewigt hat ist das noch lange nicht bindent. Es gibt einige Fachbereiche in dem es - je nach Wissenschaftlern - unterschiedliche Definitionen für ein und das selbe Wort gibt. DIese Wissenschaften sind im übrigen intressanter und wesentlich wichtiger als dieses Rollenspielbuch.
 
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Ah, Du ignorierst also die Definition, die vor acht Jahren in Bezug auf RPGs gemacht und anerkannt wurde zugunsten einer, die Du aus einem anderen Medium ableitest. *schulterzuck* Naja, vielleicht definierst Du ja auch Mensch-ärger-Dich-nicht als Rollenspiel, dann wird Dir das Buch tatsächlich wenig bringen...

Wer hat die denn gemacht? Und ich hab die Anerkannt? Wann hat die kaiserliche Vereinigung der Rollenspieler das denn in den Kanon aufgenommen?

Oder auch: Taysal hat recht, die Definition, die du zitiert hast, ist Schmuh, stimmt nicht mit dem gängigen Gebrauch überein - jedenfalls nicht in meiner Ecke. D.h. gewiss mag das in deinem Umfeld akzeptierte norm sein, universell offensichtlich aber nicht.

Denn mene Definition ist der von Taysal deutlich näher.

Ich zerstöre nur ungern Deine Illusionen, aber bei Prostituierten kauft man keine Liebe.
Das hast du gut erkannt!
Und der Spielleiter wird nicht empathischer, wenn er professioneller wird.

PS: Erschreckenderweise hat sogar Ace absolut recht.
 
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Es gibt einige Fachbereiche in dem es - je nach Wissenschaftlern - unterschiedliche Definitionen für ein und das selbe Wort gibt.

Zeig mir mal eine Definition von "Casual Gamer" in Bezug auf Pen-Paper-Rollenspiel, ausser der von Laws.

Abgesehen davon frage ich mich, warum es Cry und Taysal eigentlich so wichtig ist, ein Buch schlecht zu reden, dass sie gar nicht kennen?
 
AW: Robin D. Laws: Gutes Spielleiten

Zeig mir mal eine Definition von "Casual Gamer" in Bezug auf Pen-Paper-Rollenspiel, ausser der von Laws.

Abgesehen davon frage ich mich, warum es Cry und Taysal eigentlich so wichtig ist, ein Buch schlecht zu reden, dass sie gar nicht kennen?

Das Buch ist mir doch wumpe, deine schwachsinnig quacksalberischen Empfehlungen stören mich. (Neben der Tatsache dass man dir den Mund mit Seife auswaschen sollte!)

Ich les doch keine Metagamingbücher, ergo les ich auch keine Definitionen. Ich kann dir eine schreiben, wenn du unbedingt magst, damit könnte ich dir eigentlich letztlich nur helfen...
 
AW: Robin D. Laws: Gutes Spielleiten

"Schwachsinnig" war ebenso angebracht wie "quacksalberisch" - hast du mal deine Posts der letzten Seiten überflogen?

PS: Diskutieren? Ich dachte wir pöbeln?
 
AW: Robin D. Laws: Gutes Spielleiten

Zeig mir mal eine Definition von "Casual Gamer" in Bezug auf Pen-Paper-Rollenspiel, ausser der von Laws.

Abgesehen davon frage ich mich, warum es Cry und Taysal eigentlich so wichtig ist, ein Buch schlecht zu reden, dass sie gar nicht kennen?

Ich gehe davon aus, dass keine Quellenangabe kommen wird. Bei rpg-info.de war auch nur ein Kurzverweis auf Law. Casual Games und Casual Gamers sind im PC-Bereich gebräuchlich und deren Definition weitgehend übertragbar. Tischrollenspiele haben einen kaum zu verzeichneten Stellenwert in der Gesellschaft und stehen damit unter dem PC-Spielen und dem dazugehörigen Wirtschaftszweig. Dementsprechend "Mehrzahl siegt und Einzahl fliegt", was bedeutet "Hoecker, sie sind draußen!". :)

Wie kommst Du eigentlich darauf ich würde das Buch schlecht reden? Ich kritisiere nur einige Punkte am Inhalt und dem Sinn eines solchen Buchs für Rollenspieler die ins Internet können. Zudem bin ich der Meinung, dass eine Ansicht alleine subjektiv und ungenügend ist. Der Rest ist neutrale Diskussion. Ich habe doch bereits geschrieben, dass ich aus dem Thema Nutzen ziehe.
 
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