[Opus Anima] Opus Rohypnol

Dieses Thema im Forum "Opus Anima" wurde erstellt von blut_und_glas, 6. Januar 2007.

  1. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Opus Rohypnol

    So liest sich das, nicht wahr?

    Gut, daß Du nachfragst. Dann wissen wir sicherlich bald, ob es sich mit dem Nachfragen so verhält, wie ich - ohne Nachzufragen - den Eindruck habe. :D
     
  2. AW: Opus Rohypnol

    Eigentlich wollte ich genau darauf ja gar nicht viel weiter herumhopsen, aber nach dieser Eröffnung sehe ich mich ja schon fast genötigt, es doch noch einmal rasch zu tun. ;) :p
    Für mich hat sich so (mit dieser Entwicklung, versinnbildlicht in deiner Entschuldigung) leider eine meiner Befürchtungen (siehe sehr viel weiter vorne im Thread) bewahrheitet, nämlich die, dass das ganze Thema nicht absichtsvoll eingebunden wurde, sondern ein unglückliches - mithin vor allem störendes(!) - Zufallsprodukt war.
    Für mich war das, neben einer absichtlichen, aber auch absichtlich verschleierten Einbindung, und einer absichtlichen, aber rein plakativen (Zornhau und seine Schockeffekte lassen grüssen) Einbindung einer der drei "schlechten" Ausgänge, den die Grundfrage nehmen konnte.
    Die Formulierung fand ich davon abgesehen zwar generell problematisch, und eine Klarstellung (so oder so) dringend nötig, aber ich glaube nicht, dass dafür eine Entschuldigung notwendig ist. Gerade in Forenbeiträgen passiert so etwas viel zu leicht, und statt einer Entschuldigung wünsche ich mir viel lieber in Zukunft (und damit ist vor allem das fertige Spiel mit seinen Texten gemeint) einfach nicht mehr über ihresgleichen stolpern zu müssen. :)

    Generell haben dabei deine Beiträge (ich empfehle sie jetzt einfach noch ein weiteres Mal) sehr gut weitergeholfen. Auch (ich würde fast sagen besonders) die Formulierung (und folgenden Assoziationen), die zu diesem Thread hier geführt haben. Immerhin haben sie ein - wenn auch vielleicht so nicht beabsichtigtes - sehr konkretes Bild von den Seelenlosen und ihrem Tun (mithin der Handlung des Spiels) heraufbeschworen, wo zuvor überhaupt keines vorhanden war.

    (Auch da würde es mich ja brennend interessieren, weshalb hier die Qual so eine bedeutende Rolle einnimmt, aber ich will mich nicht schon wieder ablenken lassen. :p)

    ?( Jetzt muss ich doch noch einmalnachhaken:

    Ist man bei dieser Beschreibung nicht doch wieder sehr nahe an der Form aus der ursprünglichen Erklärung (bloss dieses Mal ausführlicher), die zu meiner Rohypnol und Date Rape Assoziation geführt hat?
    Dieser Ablauf macht zunächst nicht den Eindruck, als ob sich ein - ich verwende jetzt doch wieder den Begriff - Opfer ihm aus ganz freien Stücken unterziehen würde.
    (Ein wichtiger Unterschied besteht natürlich in dem kurativen Effekt, den du zwar nicht noch einmal erwähnt hast, von dessen Existenz ich jetzt aber einfach einmal ausgehe.)

    Und auch das bekräftigt mich nun (verwirrenderweise ;)) wieder in gewisser Weise in meinen ursprünglichen Gedankengängen, denn wenn ich mich kurz selbst zitieren darf:

    waren genau das ja auch Möglichkeiten, auf die ich abgezielt, nach deren Realität ich gefragt habe.
    (Und, wenn ich das hinzusetzen darf, bei Abzielen auf einen solchen Konflikt, ist ein kurativer Effekt - wenigstens ein in jedem Falle eintretender (zur Möglichkeit schädlicher und heilender Alternativen habe ich mich ja in einem früheren Beitrag schon geäussert) - in meinen Augen eine dem Spiel abträgliche Sache, macht er doch die Entscheidung sehr viel einfacher ("Es hilft ihm schließlich!").)

    mfG
    bdd
     
  3. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Opus Anima

    Ja, die Antwort auf diese Frage steht noch aus.

    Man beschreibt ja settingwichtige Dinge mit einem bewußten Willen zur Gestaltung des Settings.

    Wenn hier Autoren von diesbezüglichen Beschreibungen bei OA im Forum antworten, dann wäre es wirklich nett, wenn sie ihre Motivation als Autor genau diese Wortwahl zu treffen erläutern könnten.

    Momentan vermute ich - nach Vampirecat ohne nachzufragen unzulässigerweise - daß es wohl um reine Schockeffekte, um den Versuch den Untertitel des Grotesken in OA umzusetzen geht.

    Hier möchte ich nicht schon wieder die Entrüstung "Nein, machen wir nicht!" lesen, sondern lesen, WAS Ihr denn stattdessen TATSÄCHLICH BEABSICHTIGT.

    Zugegeben, sehr viele Rollenspiele kommen auf den Markt, bei denen das Nachfragen bei den Autoren, warum sie etwas so und nicht anders gemacht haben, bzw. was sie sich bei diesem oder jenem Setting-Fluff gedacht haben mögen, nicht so einfach möglich ist. - Hier ginge das prinzipiell schon. Und ich traue dem OA-Autoren-Team auch zu, DASS sie sich diesbezüglich Gedanken gemacht haben (das ist noch lange keine gängige Praxis).

    Also, ich bitte um Belehrung...


    Ergänzung:
    Und nachdem hier die Autorenschar von OA nun mitliest: Laßt doch bitte den Beitrag von xorn hier im "Worum geht's bei Opus Anima am Spieltisch?"-Thread nicht unbeantwortet. Da sind nämlich Fragen drin, die zu beantworten eigentlich schon lange die Not bestünde.
     
  4. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    AW: Opus Anima

    Andersrum wäre die Seelensuche ja keine Queste mehr. Die Träger der Splitter würden dann Schlange stehen, um ihren Makel loszuwerden.
     
  5. AW: Opus Rohypnol

    Ich denke mal, es käme drauf an, ob denn der Träger überhaupt weiß, daß er einen Fremdkörper in sich trägt und was dieser Splitter bewirkt. Z.b. wird ein junges Mädchen, das von seltsamen Visionen heimgesucht wird kaum auf die Idee kommen, daß der wirklich fies aussehende Mann in schwarz, der auf ganz grausige Weise eine Rolle in ihren albtraumhaften Visionen spielt und sie durch den finsteren Wald scheucht ihr eigentlich nur helfen will...
     
  6. xorn

    xorn Ahn

    AW: Opus Anima

    Autsch! Interessante Assoziatinen die da in B_u_G geweckt wurden. :vamp:

    Bei mir entstand das Bild als würde die Entfernung eines Seelensplitters in etwa mit der Entfernung eines Krebsgeschwüres, oder dem Entfernen von nekrotischem Gewebe mit Hilfe der Madentherapie vergleichbar sein. Hilft beides, aber es ist wohl bekannt das es viele Menschen gibt die dies (aus mehr oder minder nachvollziehbaren Gründen) nicht gerne über sich ergehen lassen.

    Ich nahm bisher an, das es sich hierbei um einen (gar nicht mal so billigen) "Shockeffekt" handelt, der die Stimmung unterstreichen und Konflikte provozieren sollte.

    Allerdings würden mir recht schnell die Argumente ausgehen, jemandem sowas zuzumuten, wenn sich das Problem für ihn selbst in kurzer Zeit eh in Wohlgefallen auflöst (die meisten Splitter findet man wohl, kurz bevor sie vergehen).
     
  7. AW: Opus Anima

    8o Das ist ein wirklich interessanter Einwurf!

    Der Vergänglichkeit der Splitter hatte ich überhaupt keine Rechnung getragen, weder bei meinen ursprünglichen Überlegungen, noch im späteren Verlauf der Diskussion, als es schon um den heilenden Aspekt der Seelenbefreiung ging.
    Gerade dieser letztere erscheint durch das (baldige) Vergehen der Splitter natürlich wieder in einem neuen, anderen Licht. Nicht mehr als unangenehme, aber notwendige Therapie (hier hätte Friedoberds Impfvergleich ja geradezu perfekt gegriffen), sondern nur noch als Beschleunigung eines ohnehin natürlich ablaufenden Heilungsprozesses - und damit wird die Abwägung wieder viel schwieriger, die Frage ob das frühere Ende der durch den Splitter hervorgerufenen Defekte die Nebenwirkungen (und Risiken? Gibt es solche bei der Befreiung? Kann dabei etwas schief gehen? Mit negativen Auswirkungen für den Seelenträger?) der Seelenbefreiung aufwiegen kann.

    Danke xorn. :)

    mfG
    bdd
     
  8. Smokey Crow

    Smokey Crow Fear & Skaring in Münster

    AW: Opus Rohypnol

    Würde das nicht auch wieder näher an Missbrauch rücken?
    Der Maata muss den Seelenträger noch schnell mit dem Seelenfänger bearbeiten bevor der ausheilt?!
    Und da stellt sich die Interessante Frage ob ich das 'ausheilen' verhindern kann um mir noch nen Seelenfänger zu dressieren?
     
  9. Horror

    Horror Cenobit

    AW: Opus Rohypnol

    Aber was, wenn der Splitter bei seinem Vergehen irreparable Schäden anrichtet...das würde die Dringlichkeit einer Entfernung nur noch verstärken!


    H
     
  10. Smokey Crow

    Smokey Crow Fear & Skaring in Münster

    AW: Opus Rohypnol

    Man könnte das ja so lösen, dass die Splitter von 'guten' SCs keine Schäden anrichten und die von 'bösen' SCs das Opfer verecken lassen. :D
    Die guten führen also eine 'Operation' an einem Subjekt durch das nichts zu gewinnen hat und die 'bösen' retten es dadurch... die gut/böse konstellation dürfte nie lange gleichbleiben..
     
  11. AW: Opus Anima

    Wenn es nicht wehtut, dann ist es keine Queste? ?(

    mfG
    bdd
     
  12. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    AW: Opus Anima

    Ja, dann würde sich rumsprechen, dass die Maata helfen können und die Splitterbesitzer würden mittels Zeitungsanzeigen o.ä. Kontakt mit den Maata aufnehmen, um einen Termin für die Heilung zu bekommen.
     
  13. AW: Opus Rohypnol

    Wenn sie an "diesen Unsinn" glauben, ja.

    Aber selbst wenn: Wieso ist das keine Queste mehr?

    Und: Warum lohnt es sich nicht das zu spielen? Was macht den Schmerz so viel attraktiver? (Und wieso kann/darf/soll es dann keine Gewalt sein?)

    mfG
    bdd
     
  14. xorn

    xorn Ahn

    AW: Opus Anima

    Ist wahr und wirft weitere Fragen auf: Warum gehen die Seelenlosen nicht an die Öffentlichkeit und enttarnen die Seelenräuber? Gibt's Selbsthlfeorganisationen, die vielleicht von Wieder-besselten unterstützt werden (irgendeiner von denen muss doch zu Reichtum gekommen sein)?
     
  15. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    AW: Opus Rohypnol

    Es ist schon was anderes, ob ich meine Patienten suchen muss, oder ob die bei mir klingeln.


    Ich mag den Gewaltaspekt ja. :)
     
  16. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    AW: Opus Anima

    So freiwillig lässt man sich dann wohl doch nicht an der Seele rumpfuschen, oder? :D
     
  17. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Opus Anima

    Und was ist mit dem GLAUBEN?

    Die beschriebenen bzw. angerissenen Kulturen kranken meiner Meinung nach daran, daß es keine Religiösität gibt, die für den Seelenbegriff an sich überhaupt verantwortlich gemacht werden kann.

    Ist die "Seele" denn in allen dortigen Kulturen gleichermaßen bekannt und akzeptiert als eine Art "Körperteil"?

    Wohl kaum.

    Und wieso sollten dann Ungläubige, die mit ihrer eh nicht existenten Seele Probleme haben könnten, dann nach einer Seelenheilung suchen gehen?

    Der gesamte spirituelle "Überbau" bei OA ist extrem bröckelig.

    Das Spirituelle, welches für die Maata und co. FAKT ist, besteht VOLLKOMMEN LOSGELÖST von den weltlichen Strukturen. Und es sind - Stichwort:Religionen - auch keine Bindeglieder in einer Art und Weise vorhanden, daß man sehen könnte, daß der FAKT der Wege, der Seelenräuber etc. tatsächlich eine Auslegung als religiöse Erfahrung und als eine konkrete (wenn auch spirituelle) Bedrohung (Seelenverlust = Höllenpein und Verdammnis und so) erfolgen würde.

    So, wie sich die Regionalbeschreibungen und die Völker darstellen (natürlich nur aus den mir bekannten Previews) gibt es diesen krassen Bruch zwischen dem Metaplot-Faktenbereich der Wege, Maata, etc. und dem "Spielfeld", welches aber - völlig unglaubwürdigerweise - nichtsahnend sein soll.
     
  18. Smokey Crow

    Smokey Crow Fear & Skaring in Münster

    AW: Opus Rohypnol

    Und sogar wenn sämtliche Kulturen, ähnlich unserer heute, weitestgehend 'entglaubt' sind, müsste es zumindest noch Rudimente geben.
     
  19. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Opus Rohypnol

    Für Rudimente muß DAVOR etwas dagewesen sein, was Reste übriggelassen hat.

    Wie steht es denn damit auf den (für mich ziemlich "kurz-historisch" wirkenden) Welten von OA?
     
  20. AW: Opus Rohypnol

    Es gibt Religionen, nur ist zu denen noch nichts Konkretes veröffentlicht worden. Dass es aber welche gibt steht in den Previews.

    Preview haben reicht nicht, Previews lesen macht manchmal auch Sinn. Dann erübrigt es sich häufig, Thesen als Tatsachen zu formulieren.
     

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