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Game of Thrones Online Chronik?

Dieses Thema im Forum "A Song of Ice and Fire" wurde erstellt von Skar, 4. Dezember 2013.

Moderatoren: Skar
  1. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    Das Game of Thrones Rollenspiel ist auf deutsch draußen, Erweiterungsbände folgen. Der Hintergrund der Welt ist in großer Breite bekannt. Das Rollenspiel setzt mit einem seiner Schwerpunkte (der Intrige) einen schönes Fundament dafür frei, dass sich Spieler einbringen und somit selber Spielcontent schaffen.

    Eigentlich prima Voraussetzungen für eine Online-"Chronik". Also ein Foren-Rollenspiel mit festgelegter Startposition und maßgeblich eingeinitiierter Handlung seitens der Spieler.

    Meint ihr es ist realistisch das aufzuziehen? Hättet ihr Lust mitzuspielen? Und in der Planung/dem Aufbau einzubringen?
    Und: Wie sollte man vorgehen?
     
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  2. Teylen

    Teylen Kainit

    Lust wohl schon, aber kein dt. Buch und auch kein Plan. ^.^;

    Eine Herausforderung die ich sehen würde ist die Frage wie man später hinzukommende Spieler behandelt und in wie weit dort eine zufällige Hauserschaffung sinnig ist. Das heißt letztere ergibt m.E. für ein kooperatives Spiel am Tisch Sinn, wenn mn ein Szenario hat in dem es zum PvP kommt könnte es eine Herausforderung für denjenigen der mit seinem Haus schlechter abschneidet sein sich einzusetzen.

    Die andere Frage wäre ob man die Spieler überhaupt auf unterschiedliche Häuser aufteilt bzw. wieviele Spieler man pro Haus ansetzt.
     
  3. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    Also in meiner Vorstellung könnte sowas so aussehen:

    Man hat einen Forumsbereich aus mehreren Boards, die zum Beispiel jedem bespielten Haus zwei Foren zuteilen. Ein Internes, das nur Anghörige des jeweiligen Hauses sehen können (das wird über Forenrechte-Vergaben geregelt) und ein offenes, dass alle sehen können. Im Letztgenannten finden dann zb Turniere und Empfänge statt oder halt Sachen, die eben öffentlich sind.

    Dazu könnte man ein Forum Tagesaktuelles machen, dass die aktuellen Entwicklungen protokolliert. Also ziemlich ähnlich zur laufenden Ahnenblut-Vampire-Chronik.

    Als Neuspieler könnte man entweder ein neues Haus (oder eine andere Fraktion) in den Ring werfen oder eben Mitglied eines bestehenden Hauses werden. Die meisten wichtigen Posten, sollten dann von Spielern besetzt sein. Die Hausherren vielleicht idealer Weise von SL-Spielern.
     
  4. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    Sollte man denn mehr als ein Haus haben? ich würde erstmal eins aufbauen und bei genügend Spielern neue angrenzende Häuser freischalten.
    Meine man kann ansonsten ja das Haus wiederum in viele kleine Splitten und über ein gewisses Areal verteilen.
     
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  5. yennico

    yennico John B!ender

    Du möchtest mit Games of Thrones etwas ähnlich erfolgreiches wie Ahnenblut aufziehen?
    Ich versuche mal ein paar von den Erfolgsfaktoren von Ahnenblut aufzuzählen:
    - Vampire als zu Grunde liegendes System ist sehr verbreitet.
    - Das System ist ein Story-Telling System.
    - Es gibt viele Mitspieler d.h. es gibt viele Stränge, die man lesen kann und hat somit einen Grund oft wiederzukommen um etwas neues zu lesen.
    - Die Leitungsarbeit wird auf mehrere SLs aufgeteilt.
    - Es spielt nur in einer fiktiven Stadt, für die ein Stadtplan und Beschreibungen bestehen.
    - Es ist eine moderne Stadt, so dass man die Beschreibungen von Örtlichkeiten eher kurz halten kann und jeder Spieler kann abschätzen, ob es eine bestimmte Dienstleistung, bestimmten Laden in der Stadt gibt oder nicht im Gegensatz zu einer Fantasy Stadt, wo man erst beim SL nachfragen muss, ob es dieses oder jenes in der Stadt gibt. Die Spieler können ihre PCs in dieser modernen Stadt besser agieren lassen.

    Games of Thrones in Form von Büchern und Filmen hat eine große Verbreitung, aber die Rollenspielregeln haben eine geringere Verbreitung als Vampire. Somit ist der potenzielle Rollenspielerpool deutlich geringer als bei Vampire.
    Der Hintergrund ist bekannt, aber die PCs selber spielen in diesem Setting nur Randfiguren. Warum darf keiner von ihnen nach dem Thron greifen. Jeder will Luke Skywalker sein, wie er den Todesstern zerstört, weshalb man bei Star Wars als Rollenspiel nie die Zerstörung des Todesstern nachspielen sollte.

    Bei so einem detaillierten Hintergrund wie Games of Thrones lässt es sich auch vortrefflich darüber streiten, ob irgendein Charakter aus der Serie/Büchern in der Online Chronik etwas genau so oder es gar nicht machen würde. So etwas ist für eine Chronik abträglich.
    Was ist eine Games of Thrones Chronik, wenn die ganzen bekannten Personen aus den Büchern oder der Serie selten oder gar nicht auftreten?

    Für eine Games of Thrones Chronik bräuchtest Du Spieler, die nicht nur Intrigen gerne spielen, sondern ebenso Aufbausimulationen mit dem Aufbau ihres Hauses und Landes mögen. Wie hoch die Anzahl dieser Spieler ist, vermag ich nicht zu sagen.

    Ich würde erst mal schauen, ob sich ein SL und 4-6 Spieler finden um eine Chronik mit einem Haus zu starten. Wenn das ganze über eine längere Zeit gut läuft, kann man immer noch schauen, ob man mehr SLs findet und so weitere Spieler auch in anderen Häusern einbinden kann.
     
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  6. Totz66

    Totz66 Kainit

    Als Spieler hab ich Spaß an genau der Aufbaugeschichte und den Intrigen und finde GoT toll, würde also mitspielen, aber ich hab keine Regelwerke und ganz bestimmt keine Zeit neben Ahnenblut noch ne SL-Stelle zu besetzen, aber als SC würd ich mich da schon mal anmelden wollen.
     
  7. Teylen

    Teylen Kainit

    Hinsichtlich der Häuser wäre ich geneigt, wenn man den Vergleich zu V:tM zieht, in den Häusern eher eine Entsprechung zu den Clans zu ziehen als zu den Spielstädten.
    Wenn man nur ein Haus anbietet und erst im Anschluss, mit hinreichend vielen neuen Spielern, weitere Häusere einbindet stehen diese mitunter vor der Herausforderung im Verhältnis zu klein zu sein.

    Frei in der Gestaltung? ^^;
     
  8. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    Also ich würde es auch erstmal mit wenigen Spielen starten und erweitern kann man es noch.
    -Ja jeder mag Vampire und das merkt man einfach das sich die Leute noch nicht satt gesehen haben, wobei ich genug Leute auch kenne die Game of Thrones gesehen haben und naja der Martin verkauft sicher seine Bücher auch nicht so schlecht, sicher es ist kein harry Potter.
    -Naja wie weit geht man denn in Ahnenblut denn auf die WOD Regeln ein? Meine Story-Telling kannste doch prinzipiell mit jedem System machen, solange eine Geschichte erzählt wird und die Spieler Rollenspiel betreiben, oder?
    - okay Spielerschaften müssen sich aber auch erstmal etablieren. Von nichts kommt nichts und ich gehe davon aus das Ahnenblut in der Hochsaison von Vampire gestartet hat?
    - am Anfang braucht man für GoT sicher nicht so viele das kommt eben mit der Zeit
    - GoT kann auch nur in Winterfell, Kingslanding oder Old Town spielen, da sehe ich jetzt nicht so das Problem, kommt immer auf den Fokus an und von Kingslanding gibt es ja Pläne
    - naja auch Mittelalterliche Städte sind doch recht "identisch" gebaut und ich denke nicht, dass man soviel nachfragen muss, ansonsten kann man ja in einem Vorwort auch alles über den Ort sagen, was wichtig ist.

    Naja weil sie ein kleines Haus sind und nicht die Ressourcen haben die anderen Häuser zu manipulieren, bestechen zu töten, etc. Ich halte die Argumentation ehrlich gesagt nicht für Stichhaltig und den Fokus falsch gelegt oder hatte solche Spieler einfach nur nie.


    Was ist der Sabbat ohne Vycos? Der Sabbat! Was ist die Camarilla ohne Theo Bell, die namenhaften Justicare? Eben, die Camarilla. Wenn Spieler in die Welt eintauchen wollen, dann müssen sie eben was von dem ganzen wissen ablegen. In einer Star Wars Chronik muss man auch nicht zwingend Luke Skywalker oder Leia treffen, obwohl man für die Rebellion arbeitet. Das sind eben Namen und sie bilden das Setting aber eher so die Tuscheleien und NPCS wo man das staunen oder fürchten anfängt. In meinen Kampagnen reicht der Name Darth Vader um Angst zu verursachen und wenn der noch im selben Sektor ist, dann ist halt was im Argen.

    Du kannst ja alles spielen. Vom Koch, Jäger, Dirne, Adligen usw. Da müssen sich Spieler und Spielleiter eben sicher sein, in welche Richtung das geht aber ich finde Aufbausimulation mal was ganz neues und bin gespannt ob sowas laufen kann.

    I agree, auch wenn ich mit einem Haus und vielen kleinen anfangen würde und es auf einen Bereich auf Westeros beschränke.
     
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  9. PLG

    PLG SL

    Also ich finde die Idee sehr spannend und für so ein Projekt würde ich auch gerne aktiv werden, wenn nur die liebe Zeit nicht wäre! Hoffentlich kommt hier was zu stande, da ich dann mit freuden mitlesen werde!

    Naja, dann werde ich mich mal wieder daran machen, meine offline Runde weiter auszuarbeiten :)
     
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  10. yennico

    yennico John B!ender

    Scheinbar liest jeder die Romane gerne, aber nur sehr wenige das Regelwerk. ;)
     
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  11. Totz66

    Totz66 Kainit

    Ich hab ehrlich gesagt derzeit keine Leute mit denen ich das spielen könnte und daher keine Lust mich durch ein englisches Regelwerk zu wühlen. Wenn das hier anfängt zu laufen würde ich mir vllt. ein deutsches Regelwerk zulegen.
     
  12. Teylen

    Teylen Kainit

    Ah Jup, denk ich mir auch.
    Wenn ich das richtig kapiere richtet sich ein Haus im Roman an etwa 5-8 Spieler. (Hausherr, Hausfrau, Söhne, Töchter, Maester). Wobei man den Status/Rang eher weniger verändert.
    Die Stadt-Struktur bei Vampire wöllt da default mäßig wesentlich mehr Posten raus (Prinz, Seneshall, Sheriff, Geißel(n.), Hüter, 7x Primogen, 7xPeitschen, div. Clansinterne Strukturen) die auch noch eher flexibel erscheinen ^^;
     
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  13. yennico

    yennico John B!ender

    Ich glaube eher, dass genau die familiären Bindungen in Games of Thrones für das Spielen hinderlich sind.
    Jemand soll das Kind, Bruder oder Schwester von jemanden spielen, dessen SpielerIN genauso einer der Spieler ist wie man selber. Wie soll man jemanden vertrauen, wenn man dieses Person nicht mal real kennt und einschätzen kann?
    Wie soll der SpielerIN der Ehefrau des Hausherrn reagieren, wenn es einen unehelichen Nachkommen gibt? Wusste sie davon? Warum hat sie dagegen nichts getan? Vertraut bzw. liebt sie noch weiterhin ihrem Ehemann?
    Bestimmte interessante Plots können wegen der familiären Spielerkonstellation gar nicht gespielt werden z.B. die Ehefrau des Hausherrn lässt diesen umbringen, um dann als Witwe den willenssschwachen Lord eines anderen Gebiets ehelichen zu können oder der Bastard des Hausherrn will unbedingt die Nachfolge seines Vaters antreten und macht dafür alles inklusive der Beseitigung seiner Halbbrüder. Tote PCs, die in einem Forenrollenspiel auch noch lange gespielt werden mag keiner wirklich.

    In Vampire ist die Situation eines PCs anders. Er ist erstmal allein und kann es mehr oder weniger allein versuchen. Er darf und kann auch gegenüber allen Personen misstrauisch sein, wenn es in seiner Natur liegt. Wenn er mit anderen in der Gemeinschaft zusammenarbeitet erreicht er größere Ziele.
     
  14. Teylen

    Teylen Kainit

    Vielleicht ist es gerade der Aspekt das SoIaF sich selbst in Serie und Buch eigentlich weniger auf Hausinterne Konflikte konzentriert? Es gibt Konflikte innerhalb der Häuser, aber diese sind in der Serie fast alle frustrierend, stagnierend und werden nicht aufgelöst. Die spannenden Konflikte, die das ganze interessant gestalten, laufen schließlich auf eine Interaktion mit den anderen Häusern hinaus.
    Wobei die Konflikte im Allgemeinen einen Hang zum tödlichen haben wenn sich etwas ändern soll bzw. ändert.
     
  15. Totz66

    Totz66 Kainit

    Außerdem schaut Euch mal an was in Haus Bolton oder bei den Freys so abgeht, ich finde das sind genug hausinterne Machtspiele. Von den Dornischen will ich da mal garnicht sprechen.

    Was VtM angeht mag es ja sein das man da zu Anfang allein ist, aber wenn die später entstehende Gruppe sich nicht zusammenrauft geht irgendwann immer alles den Bach runter.
     
  16. Teylen

    Teylen Kainit

    Bisher hat man bei aktuellen Serienstand weder etwas von Querelen in Haus Bolton noch in Haus Freys mitbekommen. Geschweige den das dies Zentrum der Handlung war. Dorne wurde bisher nicht einmal erwähnt.
    Das diese Repräsentativ für den Spielstil sein sollen den SoIaF nahelegt glaube ich nicht.

    Ansonsten kann man bei V:tM erstmal überhaupt innerhalb der eigenen Stadt agieren.
    Das heißt es gibt Posten und es gibt in der Regel hinreichend viele Posten das jeder einen abbekommen könnte. Man muss auch nicht unbedingt den Inhaber des Posten töten um diesen zu erlangen. Auch kann man sich im Rahmen von etwaigen Bindungen lösen die nicht zu Beginn in Zement gegossen wurden.

    Bei SoIaF hingegen sieht das imho anders aus. Das heißt als ambitionierter Gelehrter wird man dem Maester der Citadell die Stelle nicht streitig machen können. Als Nicht-Verwandter kann man höhere Positionen im Haus vergessen. Wieviele Rollen gibt es da tatsächlich für wahlweise strategisch, kämpferisch oder intrigant veranlagte Charaktere?
    (Die Frage bezieht sich auf Innerhalb des Hauses)

    Imho passt es schlicht nicht zu SoIaF.
    Außer vielleicht man stellt eine Königsfamilie und öffnet den Hof von Königsmund zum Spiel. Richtet irgendwo einen vergleichbar großen Hof ein. Wo einem dann aber wieder die Setting/Metaplot-Polizisten in's Gesicht hüpfen. Gerade wenn man sich anschaut zu welcher Zeit es angesetzt ist.
     
  17. Teylen

    Teylen Kainit

    Ah und maybe. Bitte keine Spoiler (ohne Spoiler-Warnung/Tag) zur Serie.
    Gerade auch so Anbetracht dessen das das RPG Default mäßig eher vor der Serie spielt?

    [Sollten die dennoch "okay" sein, bitte vorher bescheid geben damit ich das Thema dann ababonnieren kann]
     
  18. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    Ich finde man muss das Konzept halt ausprobieren, wie es sich im Forenspiel etablieren lässt und wie viel von der Kritik wirklich auf das Spiel zu trifft.
    Klar es gibt weniger Ämter als in Vampire Ahnenblut aber ich würde die Parallelen aber auch erstmal zur Seite legen. Es geht ja um ein ASoIaF Forenrollenspiel und Forenrollenspiele gibt es hier einige.
    Die Frage ist soll man den Hauptfokus auf Intrige legen? Dann könnte es wirklich sein, dass es wenig Anlaufpunkte gibt, außer man hat eben einen Maester und einen Lehrling oder jüngeren Maester der den Platz einnehmen will.
    Das mit der Familienproblematik, die Yennico angesprochen hat, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Hier kennen sich nur wenige persönlich und da sind verheiratete Charaktere und Kinder schon schwierig.

    Machen wir einfach ein Beispiel:

    Wir haben die Familie Tully.

    Die hat viele kleine Unterhäuser. Da durch gewisse Problematiken die Tullys nicht mehr selbst die Aufsicht über die geringeren Häuser hat, lassen sie die Familien durch einen Rat das Land der Tullys regieren. Damit hätte man dann einen Machtposten (Ratsmitglied) In dem Rat sitzen die größten Häuser (was macht diese Häuser so Groß, Ressourcen, Einfluss, Ländereien...)
    Die Häuser sind Untereinander zerstritten oder im Bündnis (vlt gerade die kleinen um sich gegen die großen zu wehren).

    Aber an sich gibt es ja noch die Grenzen zu den anderen großen Häusern, die einem bei Schwäche auch Überfallen können.
    Die Möglichkeit besteht darin, dass die Häuser von anderen Mündel haben um sich deren Bündnis zu gewährleisten oder sie haben einfach die meisten Soldaten um Ihre Ländereien zu sichern.
    Vlt gibt es auch "Diplomaten/Botschafter" die von anderen Häusern geschickt werden um Verhandlungen zu machen und die Situation am Hof des anderen Hauses auszukundschaften.

    Das heißt man hat den Mündel, der seine Gastfamilie am liebsten verlassen will oder seine alte Familie mehr verabscheut.
    Man hätte Botschafter, die für Verhandlungen zur Verfügung stehen und in den Intrigen in dem jeweiligen Haus mitwirken können.
    Dann hat man eben die Familien die sich durchsetzen müssen und die Ratsmitglieder, die sich halten müssen.

    Hab das mal so aus dem Kopfrunter geschrieben also sorry wegen dem vermurksten Ausdrucks
     
  19. yennico

    yennico John B!ender

    Ich habe bei B! IIRC drei Jahre lang eine House-Chronik als Forenrollenspiel geleitet. Das System war D&D 3.5 und das Setting war Forgotten Realms bzw. dort der Teil der Welt, der durch die Drizzt Romane bekannt wurde. Alle PCs waren Mitglieder eines Adelshauses der Dunkelelfen in einer Dunkelelfenstadt.

    Da Drow von Natur aus misstrauisch sind, habe ich bei der Charaktererstellung darauf geachtet, dass kein PC einen echten Vorteil hat, wenn er einen der anderen PCs umbringt. Natürlich könnten NPCs den PC den Befehl zum Töten eines anderen PCs geben, aber da ich die NPCs spiele, liegt dieses in meiner Hand, ob ich so etwas durch einen NPCs befehlen lasse oder nicht.

    Jeder PC hat im Haus Rivalen oder Inhaber einer Machtposition, die der jeweilige PC gerne innehaben will bzw. auf die er hinarbeitet. Diese Rivalen bzw. Inhaber sind mächtiger als die PCs, so dass es für die PCs eine Herausforderung ist, die Machtposition zu erreichen.

    Da ein Forenrollenspiel zeitlich länger dauert, sollte man damit rechnen, dass Spieler das Spiel nicht nur aus Desinteresse, sondern auch aus anderen Gründen abrupt und unerwartet verlassen. Der GM muss diese Figuren dann weiterspielen und hoffen, dass er nach diesem Spielerverlust überhaupt einen neuen Spieler findet, egal welchen Charakter der neue Spieler dann spielen will. Ob dieser neue Spieler den PC des anderen Spieler übernimmt oder einen neuen PC erstellt, der wie auch immer in die Geschichte eingebaut wird, sollte vorher geklärt werden. Wenn man keinen weiteren Spieler für das Forenrollenspiel findet, kann es sein, dass das Forenrollenspiel wegen Spielermangel eingestellt werden muss.

    Ich weis nicht, ob das jetzt speziell für meine Runde und dem Setting gilt, aber ich habe eine deutliche Differenz zwischen der Romanwelt und der Rollenspielwelt festgestellt. Im Roman liest sich alles schön und es werden nur Ausschnitte gezeigt, wenn man in der Romanwelt nun Rollenspiel spielt (und dafür das entsprechende Quellenbuch durcharbeitet) merkt man, dass diese Welt, wenn man sie mal genauer und kritisch hinterfragt, so wie sie beschrieben wurde, nicht funktionieren kann. Es mögen nur Kleinigkeiten sein, die man einfach korrigieren kann, aber diese können einem GM auch Knüppel zwischen die Beine werfen.

    Es war meine erste Forenrollenspielrunde, die ich als GM leitete und eigentlich wollte ich mit dem Forenrollenspiel die Intrigen im eigenen Haus, den Aufstieg der PCs in die Machtpositionen im Haus, sowie den Aufstieg des Hauses als Ganzes in der Drow Gesellschaft spielen. Dieses gelang mir aus den unterschiedlichsten Gründen nicht so richtig.

    Alles auf das Spielsystem zu schieben wäre nicht richtig. Sicherlich ist D&D 3.X kein Story Telling System und Intrigen lassen sich damit eher schlecht darstellen.

    Ein Grund war, dass von den Spielern zu wenig eigene Aktionen kamen. Dieses lag darin begründet, dass das Wissen über das Setting bei den Spielern unterschiedlich verteilt war, so dass dieses bestimmte Spieler in ihren Nachdenken und eigenen Planen von Aktionen gehemmt hat und sie bei vielen Dingen (besonders wenn im Drow Setting einiges anders ist und auf vieles der Tod wartet) nachfragen müssen, was für den GM eine Mehrarbeit ist, die ich gerne bereit war zu übernehmen, wenn diese Nachfragen gekommen wären. Der Vorteil von Games of Thrones gegenüber meiner Underdarkrunde ist, dass Games of Thrones mehr "normale" Fantasy ist, aber bei Games of Thrones könnte es ähnlich sein, wenn die meisten Spieler nur alle Bücher kennen und einer nur die Serie kennt oder nicht alle Bücher gelesen hat.

    Bei Systemen mit zwangsweise eingebauten Hierarchien ist es wichtig, dass die "richtigen" Spieler, die PCs spielen, die die Befehle geben dürfen. In meiner Runde und auch bei Games of Thrones kommen die PCs oft durch die Geburt bzw. familiären Bindungen an solche Positionen bzw. die Möglichkeit später so eine Position zu übernehmen. Bei Vampire kann sich jeder eine solche Position erspielen.

    Im Optimalfall hätten in meiner Forenrollenspielrunde irgendwann alle PCs die wichtigen Positionen im Haus übernommen, aber nur ein Spieler kann die Ilharess (Matrone) des Hauses spielen d.h. alle Spieler müssen über kurz oder lang diesem Spieler zuarbeiten.

    Die Intrigen von anderen Häusern gegen das Haus der Spieler habe ich nur angedeutet. Irgendwann wäre entweder ein Angriff durch das Haus der PCs auf ein anderes Haus gekommen oder das Haus der Spieler wäre angegriffen worden. In beiden Fällen braucht man um so einen Angriff zu spielen eine Karte des Gebäudes. Während man bei einem Fantasy Setting Burgengrundrisse gegebenfalls zweckentfremden kann leben Drow in Stalaktiten und Stalakmiten, so dass man diese Karten selber erstellen müsste. Selbst wenn ich alles dafür notwendige Wissen und entsprechende Software besitzen würde, dauert so eine Kartenerstellung einige Zeit, besonders wenn man nicht zeichnen kann und gewisse Qualitätsansprüche an die Karte hat. Diese Zeit müsste man bereit sein zu investieren.
     
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  20. Mitra

    Mitra Kainit Mitarbeiter

    Ich spiele und leite ja, mit der ein oder anderen Unterbrechung, nun schon seit zehn Jahren die Ahnenblutchronik!
    Game of Thrones in ähnlicher Weise aufzuziehen, interessiert mich sehr.

    Für ein funktionierendes Spiel sind Regeln meiner Meinung nach eher zweitrangig, wie auch bei Ahnenblut geht es in erster Linie um die Geschichte und das miteinander. Wir haben seit geraumer Zeit Spieler in der Chronik, die sogar gänzlich aufs Würfeln verzichten. Natürlich benötigt man Grundkenntnisse zur Welt, die Gesellschaft und die damit zusammenhängenden Ansichten. Wer aber die Romane kennt (oder auch 'nur' die Serie verfolgt hat) müsste dort gut zurecht kommen. Alles weitere kann mit der Zeit oder über die SL geregelt werden.

    Das wichtigste für einen guten Verlauf, ist eine gute Vorbereitungen. Es braucht die ein oder anderen Karte, damit man sich das Lehen in dem man lebt besser vorstellen kann, die ein oder andere Stadtkarte (wenn man trinken will, einkaufen, huren, wohnen etc) und eine umfassende Beschreibung der Situation. Beginnen würde ich das Spiel, wie auch in den GRW vorgschlagen, etwa zehn Jahre vor den Büchern/Serie.So hat man bereits viele der bekannten Figuren im Setting und muss sich trotzdem nichtzu sehr an die Geschichte aus den Büchern halten.
    Allem anderen voran steht aber ein sehr guter Plott, der das Interesse hochhält und die Spieler möglichst lange fesselt. Wenn der etwas taugt, ist der Rest kein Ding mehr.

    Der letzte Punkt sind die SL.
    Die haben die meiste Arbeit (etwa ein bis zwei Stunden über den Tag verteilt). Sie führen die Geschichte, leiten die Geschicke, müssen möglichst fair und gerecht sein und hauptsächlich den Spaß der Spieler im Auge haben. Je nach Größe der Chronik braucht es etwas drei bis fünf SL, die sich möglichst gut verstehen sollten, denn Streitereien sind bei solchen Chroniken (ab und an) vorprogrammiert! :)
     
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Moderatoren: Skar
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