Zornhau
Freßt NAPALM!
- Registriert
- 18. März 2004
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- 16.211
Bei der Lektüre von Szenario-Aufschrieben im Ketzer-Wiki wurde ich etwas überrascht von einer Schar, in der der Michaelit einen Bogen und eine Peitsche führte und der Ramielit seinen Speer öfter warf, als daß er ihn im Nahkampf eingesetzt hätte.
Nun stellt sich mir - und hiermit ich Euch auch - die Frage: Dürfen nicht-urielitische Engel überhaupt Fernwaffen einsetzen?
Die Urieliten sind ja die einzigen Engel, die standardmäßig Bogenschießen üben und mit dem Bogen sozusagen als "Grundaustattung" daherkommen.
Die Engel aller anderer Orden werden (zumindest von "offizieller" Seite bei den Beispiel-Engeln in den Ordensbüchern und in den Romanen/Kurzgeschichten) als reine Nahkämpfer dargestellt.
Andererseits ist es oftmals ja sinnvoll mit Fernwaffen gegen bestimmte menschliche und nicht-menschliche Gegner vorzugehen. Da gehören Steine oder Brandsätze zum Bombardement von Bodentruppen ebenso dazu, wie das Werfen eines Speers oder gar eines (Wurf!)Messers, um bei einer nicht mehr rechtzeitig zu überbrückenden Distanz doch noch angreifen zu können. Die Engel meiner Scharen haben bisher Gegenstände etc. aus großen Höhe fallengelassen und ein Gabrielit hatte explizit Wurfmesser dabei. Ansonsten hielten sich alle an die reine Nahkampf-Ausstattung.
Es könnte ja sein, daß die Kirche einfach den Einsatz von Bogen oder Armbrust durch Engel (außer Urieliten) verbietet. Schließlich ist z.B. das Idealbild Michaels mit einer Lanze und/oder Schwert dargestellt und nicht mit einem Wurfspeer oder einem Langbogen.
Bei den Templern gibt es ja einen guten(?) Grund, warum sie keine Fernwaffen einsetzen: durch die fehlende/abreißende Verbindung mit der Waffe können sie ihre spirituellen Energien nicht in die Waffe lenken und so den Angriff nicht so effizient gestalten, wie mit einer Nahkampf-Waffe (hier ist die spirituelle Komponente der Templer-Kampfkunst bestimmender Faktor - selbst die Urielis-Templer mit ihren Harpunen interpretieren sie nur ein wenig freier bzgl. der Verbindung der Harpune über das Seil mit ihrem Körper, doch heben sie diese selbstauferlegte Einschränkung nie ganz auf).
Man kann ja der Meinung sein, daß ein Engel von sich auch schon perfekt und rein ist und somit nichts an spiritueller Energie einbüßt, wenn er denn doch eine reine Wurfwaffe oder einen Bogen einsetzt (irgendwie wird ja diesbezüglich der Urielitenbogen auch mit "Kirchenmitteln" begründet werden können).
Falls aber jetzt praktisch alle Fernwaffen den Templern verwehrt blieben, doch jede Engelsschar mit einem ramielitischen Langbogen-Experten, einem raphaelitischen Speerschleuder-Experten, einem gabrielitischen Wurfmesser- und Wurfstern-Experten und einem Michaeliten mit Repetier-Armbrust neben dem "Standard"-Urieliten daherkommt, dann verschiebt sich in meinen Augen ein wenig das taktische Vorgehen einer solchen Fernkampf-Schar gegenüber den bisher beschriebenen Vorgehensweisen einer 4 Nahkämpfer + 1 Fernkämpfer Schar (nach Standard-Muster).
Wenn man eine bestimmte Entwicklung zuläßt, dann könnten die nächsten gleich auf dem Fuße folgen: große Schilde sind gegen Traumsaat und Ketzer besser als Schulterplatten; leichte Kettenhemden oder zumindest Armschienen etc. schützen besser als die Waffenröcke; Molotov-Cocktails wird jeder Ramielit recherchieren und die meisten Raphaeliten zusammenmixen können; man könnte aus großer Höhe (außerhalb der Reichweite von Schußwaffen) Petroleum auf Ketzer regnen lassen - und dann glühende Holzkohle o.ä. zum Abfackeln von Dörfern und Truppen; man kann Gelände im Handumdrehen für Reiterei unpassierbar machen, indem man mehrere Engel in engen Bahnen Krähenfüße über dem Gelände verteilen läßt (fast wie die Tornado-Kampfflugzeuge mit ihren Anti-Panzer-Minen); etc.
Spieler können - nein werden! - auf alle möglichen Ideen kommen. Die Frage für mich ist daher auch die, was man als Spielleiter noch zulassen kann, ohne daß gleich der Hintergrund, so wie er "offiziell" geschildert wurde, zusammenbrechen wird. Bei gerüsteten, flächenbrandlegenden, Schnellfeuer-Engeln mit Repetierarmbrüsten und Giftpfeilen wird das Spielgefühl und die innere Balance der Welt der Engel ein anderes sein. Sollte man dann nicht gleich kategorisch Abweichungen von den idealtypischen Engeln nach dem Vorbild ihrer jeweiligen Erzengel auch in der Ausrüstung ablehnen? Man kann ja stets mit der argumentativen Keule "Der Pontifex und die Kirche wollen es so und nicht anders!" kommen, um einer zu großen Freizügigkeit Einhalt zu gebieten.
Tja, vielleicht war die Schar im Wiki wirklich nur eine starke Ausnahme oder ein Experiment? Wie dem auch sei: Wie haltet ihr es mit Fernwaffen in euren Scharen?
Nun stellt sich mir - und hiermit ich Euch auch - die Frage: Dürfen nicht-urielitische Engel überhaupt Fernwaffen einsetzen?
Die Urieliten sind ja die einzigen Engel, die standardmäßig Bogenschießen üben und mit dem Bogen sozusagen als "Grundaustattung" daherkommen.
Die Engel aller anderer Orden werden (zumindest von "offizieller" Seite bei den Beispiel-Engeln in den Ordensbüchern und in den Romanen/Kurzgeschichten) als reine Nahkämpfer dargestellt.
Andererseits ist es oftmals ja sinnvoll mit Fernwaffen gegen bestimmte menschliche und nicht-menschliche Gegner vorzugehen. Da gehören Steine oder Brandsätze zum Bombardement von Bodentruppen ebenso dazu, wie das Werfen eines Speers oder gar eines (Wurf!)Messers, um bei einer nicht mehr rechtzeitig zu überbrückenden Distanz doch noch angreifen zu können. Die Engel meiner Scharen haben bisher Gegenstände etc. aus großen Höhe fallengelassen und ein Gabrielit hatte explizit Wurfmesser dabei. Ansonsten hielten sich alle an die reine Nahkampf-Ausstattung.
Es könnte ja sein, daß die Kirche einfach den Einsatz von Bogen oder Armbrust durch Engel (außer Urieliten) verbietet. Schließlich ist z.B. das Idealbild Michaels mit einer Lanze und/oder Schwert dargestellt und nicht mit einem Wurfspeer oder einem Langbogen.
Bei den Templern gibt es ja einen guten(?) Grund, warum sie keine Fernwaffen einsetzen: durch die fehlende/abreißende Verbindung mit der Waffe können sie ihre spirituellen Energien nicht in die Waffe lenken und so den Angriff nicht so effizient gestalten, wie mit einer Nahkampf-Waffe (hier ist die spirituelle Komponente der Templer-Kampfkunst bestimmender Faktor - selbst die Urielis-Templer mit ihren Harpunen interpretieren sie nur ein wenig freier bzgl. der Verbindung der Harpune über das Seil mit ihrem Körper, doch heben sie diese selbstauferlegte Einschränkung nie ganz auf).
Man kann ja der Meinung sein, daß ein Engel von sich auch schon perfekt und rein ist und somit nichts an spiritueller Energie einbüßt, wenn er denn doch eine reine Wurfwaffe oder einen Bogen einsetzt (irgendwie wird ja diesbezüglich der Urielitenbogen auch mit "Kirchenmitteln" begründet werden können).
Falls aber jetzt praktisch alle Fernwaffen den Templern verwehrt blieben, doch jede Engelsschar mit einem ramielitischen Langbogen-Experten, einem raphaelitischen Speerschleuder-Experten, einem gabrielitischen Wurfmesser- und Wurfstern-Experten und einem Michaeliten mit Repetier-Armbrust neben dem "Standard"-Urieliten daherkommt, dann verschiebt sich in meinen Augen ein wenig das taktische Vorgehen einer solchen Fernkampf-Schar gegenüber den bisher beschriebenen Vorgehensweisen einer 4 Nahkämpfer + 1 Fernkämpfer Schar (nach Standard-Muster).
Wenn man eine bestimmte Entwicklung zuläßt, dann könnten die nächsten gleich auf dem Fuße folgen: große Schilde sind gegen Traumsaat und Ketzer besser als Schulterplatten; leichte Kettenhemden oder zumindest Armschienen etc. schützen besser als die Waffenröcke; Molotov-Cocktails wird jeder Ramielit recherchieren und die meisten Raphaeliten zusammenmixen können; man könnte aus großer Höhe (außerhalb der Reichweite von Schußwaffen) Petroleum auf Ketzer regnen lassen - und dann glühende Holzkohle o.ä. zum Abfackeln von Dörfern und Truppen; man kann Gelände im Handumdrehen für Reiterei unpassierbar machen, indem man mehrere Engel in engen Bahnen Krähenfüße über dem Gelände verteilen läßt (fast wie die Tornado-Kampfflugzeuge mit ihren Anti-Panzer-Minen); etc.
Spieler können - nein werden! - auf alle möglichen Ideen kommen. Die Frage für mich ist daher auch die, was man als Spielleiter noch zulassen kann, ohne daß gleich der Hintergrund, so wie er "offiziell" geschildert wurde, zusammenbrechen wird. Bei gerüsteten, flächenbrandlegenden, Schnellfeuer-Engeln mit Repetierarmbrüsten und Giftpfeilen wird das Spielgefühl und die innere Balance der Welt der Engel ein anderes sein. Sollte man dann nicht gleich kategorisch Abweichungen von den idealtypischen Engeln nach dem Vorbild ihrer jeweiligen Erzengel auch in der Ausrüstung ablehnen? Man kann ja stets mit der argumentativen Keule "Der Pontifex und die Kirche wollen es so und nicht anders!" kommen, um einer zu großen Freizügigkeit Einhalt zu gebieten.
Tja, vielleicht war die Schar im Wiki wirklich nur eine starke Ausnahme oder ein Experiment? Wie dem auch sei: Wie haltet ihr es mit Fernwaffen in euren Scharen?