Shadowrun 5e

[16.05.2008] Fahrt von Hamburg nach Finstertal

Dieses Thema im Forum "Ausserhalb der Stadt" wurde erstellt von G.I.Giovanni, 23. März 2014.

  1. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    Michael
    „Bezüglich der Bibliothek ist es gemischt zwischen rein medizinischer Fachliteratur und eigene oder fremde Ausführungen. Und wie seht mit Deiner?“

    Vazili
    Vazili hätte am liebsten gegrinst, verkniff sich jedoch dieses. Der Itaker hat echt keine Ahnung. 1969 gab es keine Gurtpflicht hinten, da waren nur für die Vordersitze Gurte vorhanden, deswegen hatte er auch zuerst nur die Tür aufgehalten und nicht den Sitz hochgeklappt. Eine Nachtrüstungspflicht gerade für Oldtimer gibt es selbst in Deutschland nicht.
    Super hätte Michael nicht was sagen können, dass wir zu Dritt fahren, für ihn ist dies vollkommen nebensächlich, aber sicher nicht für den Itaker, wahrscheinlich gehört, der auch noch der Camorra an. Dies kann ja heiter werden.

    Michael
    „Nach Epikur; solange wir sind, ist der Tod nicht da, wenn er aber da ist, sind wir nicht mehr vorhanden. Der Tod kann also weder die Lebenden noch die Gestorbenen bekümmern, denn für jene ist er noch nicht, die andern aber sind nicht mehr für ihn. Eine sehr weise Betrachtungsweise. Dann stellt sich auch gleich die Frage, was für einen Zustand haben wir, untot? Wie passt dies in die göttliche Ordnung? Was ist eigentlich überhaupt untot? Sind wir eine Anomalie des Schicksals oder vom teuflischen Mächten aus erkoren oder nur von Gott verlassen? Wir stören die Grundlagen der Ordnung, das Prinzip dies Übergangens von Leben zum Tode und wieder zurück.“


    „Für eine würdevolle Bestattung und verschiedene andere Punkte sind die Punkte sicherlich von großer und sogar entschiedener Relevanz. Aus rein medizinischer Sicht sind sie irrelvant. Einem Toten kann die Medizin nicht mehr helfen. An den toten Körpern habe ich persönlich keine Interesse, die Geschichte seines Lebens und seines Todes sind jedoch äußerst reizvoll und interessant." Wenn Du versteht was ich meine.

    „Diese Studien über Anatomie kann ich dir gerne geben. Dein Interesse an dem Verfall und die Konservierung kann ich nicht teilen, aber okkulte These bezüglich den Nachlebens sind sehr interessant insbesondere im Vergleich der Religionen; Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Islam und Christentum. Interessant wird es beiden Chinesen. Diese glauben an eine obere Welt, zu der die "Geistesseele", die dann zum "Geist" geworden ist, aufsteigt.“

    Für das Studium der Anatomie und weiterer Aspekte muss das Studienobjekt nicht zwingend tot sein. Es empfiehlt sich nur den Probanten hinreichend zu fixieren, zu sedieren wenn es erforderlich wird, wiederholte Michael vor seinem geistigen Auge. Nein, sie brauchen nicht mal betäubt zu sein. Schon kamen bei ihm Erinnerungen hoch, welche er gerne in die letzten Ecken seines Bewusstsein verdrängte. Michael wurde nachdenklich und versank in Erinnerungen. Seine Augen wurde auf einmal leer und ausdruckslos, ansonsten veränderte sich seine Miene nicht. Das Tier witterte seine Chance, endlich wieder über Tod und Zerstörung reden. Vor seinem geistigen Augen lief es wie ein Film ab, die Zeit im KZ Ravensbrück und die gesamten Menschenversuchen dieser Zeit; das Leiden und die Qualen. Ärzte ohne Moral und Gewissen sind schlimmer als Monster, sie haben verraten, wofür sie stehen, den Schutz des Lebens.

    Die innere Stimme des Tier meldete sich mit einen Grollen wieder und Du gehörst zu den Monstern, egal wie Du dich auch bemühst, es wird dir nichts nützen. Du wars, bist und bleibst ein Monster.

    Nein........ !!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Seine Gedanken rasten. Ich schwöre bei Appollon dem Arzt und Asklepios und Hygieia und Panakeia und allen Göttern und Göttinnen, indem ich sie zu Zeugen rufe, dass ich nach meinem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Vereinbarung erfüllen werde .............
     
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  2. "Ich habe Werke aus den Bereichen der Medizin, sowie Forschung zusammen getragen. Mit einem Schwerpunkt auf der Betrachtung des Tod sowie dessen was man im Bereich des übernatürlichen oder okkulten verorten kann. Neben Werken die helfen die Sprachen zu verstehen."
    Die Ausführung bezüglich der Bibliothek waren knapp, ruhig, seine Hände unterstrichen die Worte und ließen erahnen das eine umfangreiche Darstellung der Ansammlung von Werken in diverse Kategorieren sich wohl nicht ganz trivial gestaltete.

    Dem Guhl schenkte Vicente keine weitere Beachtung. Stattdessen verfolgte er die Worte Michaels. Erneut versuchte er gleichzeitig über den Tod zu sprechen und ihn auf das technische zu reduzieren, gar das Leben.

    "Wir beide studieren den Tod nicht aus Basis der reinen Medizin." Der absolut formulierten Feststellung wohnte eine gewisse Härte bei die zum Ausdruck brachte das Vicente anfing den Tanz um das Thema in gewisserweise zu nerven. Natürlich hätte er anführen können das gerade für die Medizin ein Studium des toten Körper für die Erforschung von Krankheiten sowie die Diagnose wichtig war, doch es würde nichts bringen. Dennoch würde er einen anderen Bereich nicht stehen lassen.
    "Ich teile die Ansicht das die religiöse und kulturelle Betrachtung des Nachlebens ein faszinierendes Thema ist. Gerade dieser Bereich läßt sich jedoch nicht von dem toten Körper selbst, dem Verfall, dem ritualisierten Umgang mit Toten sowie Reliquien Teilen. In nahe zu allen Kreisen wird eine Verbindung von Nachleben dem Sterblichen, der Welt und dem Corpus gestellt."

    Vicente hatte sich bisher gegenüber Michael schlicht ehrlich gezeigt und verhältnismäßig offen in der Erwartung das sein Gegenüber zumindest ähnlich war. Einen Großteil der menschlichen Scharade sein gelassen ohne zu drohen. Er bemerkte den leeren Blick, die Nachdenklichkeit seines Beisitzers.
    Wären wir noch im Speicher würdest du dich wieder an's andere Ende des Tisch verkriechen? Wäre noch jemand anders zu gegen wären wir wieder bei Sie.
    Das Tier Michael mochte aufjohlen und mit Häme ins Unterbewusstsein ätzen das vielleicht er kein Monster war, das er den hippokratischen Eid vorwärts, rückwärts und in einem halben Dutzend Sprachen konnte. Das dort neben ihm jedoch ein Monster saß. Zivilisiert vielleicht, nach außen hin. Dennoch jemand der nur dann Personen vor Experimenten sedierte wenn er es ihm erforderlich erschien. Die Art Wissenschaftler die im KZ fließend von den Studien, Versuchen an Insassen aufstand, hinter die Barracken in die eigene Behausung schritt um dort klassische Musik zu hören und sich zur Kultur und Politik auszutauschen. Der ungeachtet dessen das die Hände keine Stunde zuvor noch durch zuckende Gedärme wühlten mit dem weiteren Aufsichtspersonal geredet, geschwätzt und gescherzt als würden sie einer normalen Arbeit nachgehen.
    Doch, das Tier fand gefallen an Vicente. Es säuselte davon das er es ebenso erreichen konnte. Die Taten, Einstellung ohne die Kontrolle zu verlieren. Es giftete davon das man nicht mit einem Schornsteinfeger verkehren konnte ohne selbst schwarz zu werden.

    "Haben wir ein Problem?" brachte Vicente den Elephant im Karren auf den Punkt. Er hob die Hand um den naheliegenden Einwurf 'Aber nein, nicht doch' abzuschneiden.
    "Sag nicht das es keinerlei Problem gibt. Nicht nachdem du im Kantor physisch und mit Worten die Distanz gesucht hast." in Gedanken fügte er noch an Nicht nachdem du schon wieder kämpfst verzichtete jedoch aus Höflichkeit darauf es derart offen anzusprechen und ihn bloszustellen.
     
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  3. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    „Vazili fahr los und beeil Dich“ entfuhr es Michael. Der Motor startete und der Wagen bewegte sich Richtung Finstertal.

    „Du hast sicherlich kein Problem“ dabei funkelten seine Augen; das Tier war in seinem Käfig erwacht.

    Ja; Du wärs der perfekte NS-Scherge, Wissenschaftler ohne jede Moral und Ethik, nein stimmt nicht ganz mit einer völlig verdrehte Anschauung wäre passender.

    „Nein, den an sich Tod kann nicht studieren. Alles um ihm herum sicherlich. Der Tod ist wie ein Nullpunkt einer Geraden, es gibt vorher und es gibt nachher. Der Zerfall zum Beispiel ist nicht der Tod selber sondern dessen Auswirkungen.“ Die Augen wurden langsam wieder normal.

    Er hält mich wirklich für einen Volltrottel, klar studiere ich nicht nur reine Medizin. Tote und auch lebende Körper hatte Michael schon vor über 50 Jahren so viele gehabt, wie er nur wollte. Mit Schockbilder würde man bei Vicente leider nicht beikommen, der würde sich wahrscheinlich, wäre er noch Mensch, daran aufgeilen.

    „Wir, Deutsche haben ein andere Mentalität als Ihr Italiener, bei uns ist man nicht gleich mit Bussi ,Küsschen und per Du. Und nicht jeder dort muss doch gleich wissen, dass wir uns schon kennen, oder? Und ehrlich gesagt muss ich mich wieder erst an Deine Präsenz gewöhnen.“

    Themenwechsel wäre jetzt gut.

    „Mit der Gewalt ist so eine Sache, wer das Schwert zieht wird durch das Schwert gerichtet. Das Spiel wer hat den größeren Hammer ist nicht wirklich auf Dauer effektiv, es gibt immer einen der einen Größeren besitzt. Und sinnlose körperliche Gewalt ist wirklich dumm. Ein guter Prinz wird im Regelfall nur soziale wie Du es nennst Gewalt ausüben, denn Rest lässt er erledigen und macht sich nicht selber die Finger schmutzig. Und nochmals danke für Deine Hilfe.“ dies kann ganz leicht und ehrlich über seine Lippen.

    „Ich vermute meine Büchersammlung ist viel kleiner als die Deine, außer wahrscheinlich im medizinischen Bereich, wenn Du mir mal ab und zu ein Buch zu lesen zur Verfügung stellen würdest, wäre Dir zu Dank verbunden.“
     
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  4. Macht die kleine Kartoffel mich gerade wegen Italien an, erzählte mir welche Probleme ich nicht habe und bittet mich um einen privaten Büchereiausweis?
    "Du bist dir sicher das ich 'sicherlich' kein Problem habe nachdem ich dir die Situation geschildert habe?" Ist dir das Konzept einer rethorischen Frage bekannt?

    "Solltest du in der Annahme gehen ich kannte dich länger als du mich, muss ich dich enttäuschen." Der Blick ging durch's Auto sollte sich ein Nossi eingeschmuggelt haben sass er im Beifahrer sitzt, zwischen ihnen oder im Kofferraum. Alle drei Optionen erschienen ihm unwahrscheinlich.
    "Ebenso wie dir die Tatsache nicht entgangenen sein kann das die Anwesenden Personen nicht nur über unsere Bekanntschaft informiert waren sondern sogar das Treffen arrangieren. Es liegt entgegen deiner Vermutung nicht in meinem naturell verankert Unbekannte zu begrüßen und anzunehmen als wäre sie Teil meiner Familie." Er kann nicht wirklich glauben das ich ihn wegen meiner Herkunft derart begrüßt habe. Vicente ließ die Worte wirken, sprach dann weiter.
    "Ich habe gewisse Erwartungen dir gegenüber. Unteranderem das es dir möglich ist den Anschein zu wahren. Wenn wir in Gesellschaft sind, wenn wir unter uns sind und sogar wenn wir getrennt gehen. Es ist elementar, ein Fundament unseres Vorhaben. Ein Punkt in dem ich dir zuvor vertraute und wo ich jetzt bersorgt bin wenn ich auf die letzte Nacht zurückblicke." Er nahm einen tiefen Luftzug. "Es ist nicht das einzige Problem das wir bewältigen müssen, den ehrlich gesagt wenn dir bereits die Fassade derart schwer fällt, hab ich auch Sorge wegen dem weiteren."

    Der Blick ging aus dem Fenster, Häuser zogen vorbei. Italienische Mentalität, verweichlichte Bussi-Geber. Er war kein Nationalist, dennoch war Italien sein Land, seine Heimat er hatte die Kriege darum miterlebt. Vor dem deutschen Kaiserreich. Vielleicht war es klüger zu schweigen dennoch. "Ich hielt es bisher der deutschen Mentalität zu Eigen das man selbst dann noch sagt 'Ich habe doch nichts gewusst' wenn an klaren Sommertag Asche in den Garten schneite." Mit den Worten wandte er sich wieder zu Michael um. Die drei Stunden würden wohl kaum langweilig werden
     
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  5. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    Ok, mein Angebot wegen meiner Aufzeichnungen nimmt er gerne an, aber sagt zu seiner weiter nichts.

    Ich hielt es bisher der deutschen Mentalität zu Eigen das man selbst dann noch sagt 'Ich habe doch nichts gewusst' wenn an klaren Sommertag Asche in den Garten schneite, was soll dies für ein verballhorntes Sprichwort sein, fragte sich Michael allerdings nur im Geiste.

    Dann fangen wir mal, an höflich Du zu erst;“ Was erwartest Du denn von mir, mal ganz konkret und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und dann bin ich dran, einverstanden?“
     
  6. Seine Augen wurden eine Spur schmaller. Wäre es ein Mensch der neben ihm saß würde er sich wohl fragen ob er ihn mutwillig verkohlte, so standen eine Reihe anderer, nicht weniger häßliche Optionen offenweshalb Michael zum zweiten mal weder auf seine Frage noch die Worte eingegangen war.

    "Ich erwarte das deine Fassade perfekt ist, das du Kooperationsbereitschaft zeigst und das ich dir vertrauen kann. Kurz das die Zusammenarbeit funktioniert." es wirkte durchaus etwas gereizt, nachdem Vicente es, seiner Ansicht nach, zum dritten mal wiederholte.

    Kein Blatt vor dem Mund? Kannst du haben.
    "Deinen Handlungen, Worten und Gesten nach zu urteilen wirst du den ersten der dir menschlicher erscheint als ich - und Gott bewahre das dürften fast alle sein - vorziehen und mir den Dolch bei der ersten Gelegenheit in den Rücken rammen. Deine Kooperationsbereitschaft beläuft sich nach meinem Eindruck auf ein widerwilliges Minimum und was das wahren des Anschein betrifft.. kaum vorhanden.
    Mein Vertrauen darauf das es doch kein Dolch ist der in deiner Hand blitzt, das du mich nicht für Dionys hälst, meine Bereitschaft einseitig die Fassade zu halten, kooperieren und zusammenzuarbeiten ist endlich."

    Es folgte eine kleine Pause, in der er abwog ob er tatsächlich offen sein mochte.
    "Du glaubst echt das dein Problem damit das ich einen anderen Weg gewählt habe eine verdammte Einbahnstrasse ist? Das ich begeistert davon bin mit Blutsaugern zusammenzuarbeiten die sich mit Menschen verwechseln und gar versuchen menschlicher zu sein? Das deine Gegenwart angenehm ist?" Für den Fall das dich die rethorische Frage überfordert oder die Empathie auf die eures gleichen so stolz ist verlassen hat.
    "Vielleicht ist es eine Neuigkeit. Aber nein es ist keine Einbahnstrasse. Ich bin nicht begeistert. Es gibt anehmere Begleitung."
    Die Vorurteile die Vicente kultiviert hatte sparte er sich auf. Kein Blatt vor dem Mund hieß nicht zwingend beleidigend.

    Erneut folgte ein kurzer Moment bevor er weiter sprach. "Und wo wir dabei sind. Spar es dir Gift über Italien auszuspeien, bitte. Genauso gut könntest du meine Familie, mein Blut, mich beleidigen." Fehlte wohl nur noch 'meine Mutter' in der Auflistung, was sich Vicente jedoch aus naheliegenden Gründen sparte.
     
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  7. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    Gut, so Vicente jetzt kommen wir der Wahrheit schon näher, wofür braucht man, wenn alleine ist eine Fassade.

    Welche Fassade hättest Du denn gerne? Ich persönlich bevorzuge die menschlich, harmlose und nicht die kainitischen Totenmaske, gut wenn sie dir lieber ist, bitte.

    Michael Gesichtszüge und auch die restliche Körperhaltung versteiften sich und ließen jetzt keine emotionale Regung mehr erkennen und auch der Tonfall wurde daraufhin angepasst. „ Ist dir dies so lieber„ Nur nicht daran erinnert werden, dass wir alle mal Menschen waren.

    „Ich sage nicht, dass Dein Weg falsch ist, so das Tier zu beherrschen, aber es ist nicht der meine. Ich halte anders mein Tier unter Kontrolle. Das Gleichnis mit den drei Ringen Gottes kennst Du sicherlich. Ich maße mir nicht an zu entscheiden, wer den richtigen Weg gewählt hat. Eine viel interessanter Frage wäre, gibt es überhaupt einen richtigen oder nur einen richtigen Weg; es heißt doch, viele Wege führen nach Rom. Vorschlag, betrachten wir uns als Spiegel“, ich denke Du versteht was ich meine.

    Auf perfekten Italienisch: „Es tut mir leid, wenn Du den Eindruck gewonnen hast, dass ich Italien beleidigen wollte, Entschuldigung nichts legt mir ferner, ich schätze Italien und seine Kultur.“ Ansonsten wurde ich die Sprache wohl kaum akzentfrei und fließend sprechen.

    „Nein, ich halte Dich lange nicht für jemanden wie Dionysios von Syrakus, dann müsstest Du schon eine Biographie wie Hitler oder Stalin aufweisen. Ich kann Dir versichern, dass ich keinen Dolch benutzen werde und auch nichts anderes“, dann würde ich meine Mentorin mehr als schwer enttäuschen und dies will ich auf keinen Fall. „ Mir ist schon klar, dass wir nur zusammen arbeiten müssen, um erfolgreich zu sein. Überlegt mal warum gerade wir beide, dies wird doch schon einen Sinn haben. Ich vermute wir sollen von den anderen lernen, ob uns dies nun passt oder nicht“

    „Aber schön, dass wir dies jetzt offen ansprechen.Was versteht Du dem unter Kooperationsbereitschaft und was ist Anschein wahren bei Dir“, da bin ich aber neugierig. „Ich finde, ich war kooperationsbereit ich habe Dir immerhin meine Unterlagen angeboten.“
     
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  8. Vicentes Gesichtszüge wurden starr, seine gesamte Körperhaltung spannte sich an während er seinen Blick nach vorne wandte. Direkt auf den Nacken des elenden Russen.
    Das Auto mochte den Vorteil bieten das Michael nicht flüchten konnte, allerdings war der Nachteil das Vicentes Bewegungsfreirum eingeschränkt war.
    Die Bestie in ihm johlte auf Der verarscht dich. Von hinten bis vorne. Willst du es ihm echt nochmal erklären. Ein Viertes mal? Bück dich doch gleich bambino. Lass mich übernehmen und wir zerreissen ihn. Den dreckigen Russen gleich mit und dann studieren wir seine kainitische Anatomie. Vielleicht zuckt er sogar noch,.. du willst doch studieren,..

    Der Italiener kämpfte gegen die ätzenden Worte, die Gedanken welche ihn aufforderten sich zu vergessen, der Raserei hinzugeben an. Keine Reime, auswändig gelernte Texte die pure Ratio der Überzeugung dekonstruierte Stück für kleines Stück das Tier das gegen die Bande seines Verstand anschlug und Kontrolle forderte.
    Er hatte mit gespielt, er hatte Geduld bewiesen, er hatte es ihm dreimal erklärt. Wäre er ein anderer, seine Hände wären in Blut gebadet, aber so würde er die Arbeit die er investiert hatte nicht einreissen. Nimm seinen Schädel, schmettere ihn durch die Scheibe. Zeig ihm Gewalt in der Praxis! Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen ... der braucht einen verdammt harten.
    Es hatte den Anschein das der Kiefer leicht mahlte während sich die Fänge langsam aber stetig auf dem Knochen herauspressten. Dennoch bewahrte er die Kontrolle.

    "Ich ertrage sowohl Unhöflichkeit als auch Dummheit nur in einem gewissen Ausmaß."
    Willst du es ihm aufschreiben nachdem er schon davor über das 'Dein Guter Wille ist endlich' hinweg gegangen ist? Wie wäre es mit einem Diagramm? Vielleicht fordert er dich dann auf dich erstmal selbst drin zu malen, der behandelt dich wie ein eingeschissenes Kind. Der denkt nichtmal dran dich ernstzunehmen.

    "Dreimal." Reflexartig ballte sich Vicentes Rechte hand zur Faust, fuhr in einer schnellen Bewewgung hoch und liess drei Finger rauschnappen. "Dreimal habe ich dich gefragt." die Stimme war angespannt. "Ich habe mich erklärt. Ausführlich. Ohne Blatt. Direkt."

    "Willst du wirklich behaupten das du nicht weiß wofür eine Fassade dient, was es heißt den Anschein zu wahren?" Vicentes Stimme brandte im rauen deutsch-italienisch Gemenge durch den Wagen. Selbst jemand der von aller Empathie verlassen war würde feststellen könnte das es zum Tanz auf dem Vulkan geriet.

    "Das dir die Bildung fehlt um die Referenz aus der Bürgschaft zu erkennen? Das es dir nicht möglich war aus dem Kontext zu erkennen das es mir um den Dolchstoss ging?"

    Glaubt er ich bin blind, taub und Stumm? "Mir ernsthaft Geschwurbel zu den drei Ringen Gottes reindrücken? Nachdem du mehrfach deine Meinung über richtig und falsch kommuniziert hast. Sowohl mir als auch den Anwesenden im Kantor." Die Stimme Vicentes vibrierte. Hör doch auf seine Tipps was du dir überlegen sollst Dummer Itaker! Willst du nicht noch seine tolle Kooperationsbereitschaft loben? Bist ein echtes Aas das du keine medizinischen Unterlagen mit ihm gegen okkulte Werke tauscht. Total fairer Deal, nu' sei doch schon sein Guhl. Vielleicht darfste dann sein Blut fressen. AHAHAHAHA
    Erneut wurde die giftige Stimme im inneren nieder gekämpft.

    "Kooperation basiert auf Vertrauen, auf Respekt." Vicentes stimme klang heiser. Allein dieses kleine Spiel hier, das ich dreimal gefragt habe ist das Gegenteil von Kooperation.

    Er schloß die Augen, vielleicht war er zu hart, forderte zu viel? Für ihn war es wichtiger Bestandteil der Überlebensstrategie der Aussenwelt eine Fassade zu bieten, den Anschein zu geben sich in die Gesellschaft einzufügen. Er konnte sich nicht ehrlich unter Menschen bewegen, das Interesse am Tod in den Fordergrund rücken, nicht um sie zu frieden zustellen, sondern weil es die Forschung behinderte. Trat er nach draussen trug er die Maske eines Menschen wie eine zweite Haut. Zumindest die meiste Zeit über.
    Mit jemanden zusammenzuarbeiten der die Notwendigkeit nicht verstand, der gezeigt hatte - zumindest angedeutet - das er es nicht konnte wenn es angebracht war, der behauptete das er nichteinmal das Konzept verstand, war ungewohnt. Gefährlich. Der Umstand das daraus eine gewisse Ehrlichkeit resultierte, war durchaus ein positiver. Auch wenn es keine Garantie gab das die Ehrlichkeit wahrhaftig war.

    Vicente schüttelte leicht den Kopf. Die Ansprüche waren nicht zu hoch. Sie waren auf direktem Weg in ein Haifischbecken, Raubtiergehege, Höllenloch. Es war unentbehrlich. Elementarer Bestandteil eigentlich aller Vampire auf dem sozialen Parket. Er war sich bewusst das er nicht besonders geübt auf diesem war. Er war ein Forscher, talentiert, zielstrebig und in der Lage notwendiges gerne zu tun. Das soziale musste Gebiet des Gegenübers sein. Michael musste in dem Gebiet besser sein als er, nicht unter seinen Ansprüchen.

    Er regte sich, nahm die Hand runter und wandte sich Michael zu.
     
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  9. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    Michael spürte die Anspannung von Vicente, blieb selber aber ruhig. Ich glaube wir sollten mal anhalten und den Behälter aus den Kofferraum nehmen. Vorsicht ist besser als Nachsicht.
    Wir sprechen leider nicht die gleiche Sprache und werden daher immer Probleme haben, wie sage ich es Dir, dass Du mich auch richtig verstehst?

    Dass Du mir einen Dolchstoss zutraut, setzt schon mal eines voraus, dass Du es selber machen würdest und dann die Scheinheiligkeit zu besitzen sich darüber zu empören, ist schon gut und eine wirklich vertrauensvolle Basis. Ich rege mich nur nicht darüber auf, weil dies mir persönlich schon klar ist, dass wir in einem Haifischbecken leben und das dies fast alle unserer Art machen würden und Du würdest es mir sowieso nicht glauben, dass ich andres darüber denke, was mir Deine Reaktion deutlich zeigt. Du benutzt leere Worthülsen und wenn ich Dich darauf hinweise, dass wir wahrscheinlich, den Begriff mit anderen Inhalten füllen, fängt das Tier in Dir gleich Terror zu machen.


    Welche Fassade willst Du mir vorspielen, die eines unheimlichen Kainiten oder die eines Menschen, beides geht bei Dir nicht, dass eine bist Du tatsächlich und für das zweite bis Du viel zu weit von Deiner Menschlichkeit weg.

    Michael wiederholte ruhigen Tones:„ Kooperation basiert auf Vertrauen, auf Respekt, vereinfacht aber nur die Dinge, sind aber absolut nicht zwingend notwendig. Mann kann auch mit Personen zusammenarbeiten, die man persönlich nicht hoch schätzt, solange man ein gemeinsamens Ziel hat, dass ist der springende Punkt; gemeinsamen Ziele, Interesse - der Feind meines Feindes ist mein Freund bedeutet, dass man ein gemeinsamen Gegener hat, aber nicht das man sich wirklich schätzen, geschweigenden vertrauen muss.“ Nur weil ich Dir keinen Dolch in den Rücken rammen würde, heißt nicht dass ich so naiv bin, zu glauben Du hättest damit nur ein klitze kleines Problem. „Wichtig, ist dann dabei nur, dass alle Beteiligten ihre Einzelinteresse dem gemeinsamen Ziel unterordnen.“ Bis Du wirklich bereit dafür? "Ich glaube ich schon, ich werde alles in meiner Macht stehtende ntun, um unseren Auftrag erfolgreich zu beenden.“

    Ich hoffe Du kannst mir jetzt folgen.

    „Du redest von Vertrauen und hälst mit Deinem Auftrag mir gegenüber hinter den Berg, dies schafft echt Vertrauen, gut fange ich mal an mit Vertrauensbildung.
    Also mir hat man erklärt- vom wem spielt ja keine Rolle -, dass sich Deine Aura weiter entwickelt hätte, neutral betrachtet perfekt zum Einschüchtern insbesondere von Menschen, somit eher kommplett das Gegenteil zu Meiner, den Menschen wohl eher vertrauen würden. Wir sind so ziemlich der totale Gegensatz, den man sich vorstellen kann und mir wurde gesagt, dass dies auch eine Prüfung sein sollte und Du würdest Dich bewusst so verhalten, um mich zu testen. Dass ich dann den gleichen Auftrag bezüglich Dir habe liegt wohl auf der Hand.

    Was machen wir jetzt?“ fragtet Michael ehrlich und schaute dabei Vicente verwartungsvoll an.
     
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  10. Das Tier das Vicente zuvor laut einfgeflüstert hatte erzeugte ein gewisses, leises aber dennoch merkbares weißes Rauschen während er die letzte Worte analysierte.
    Nicht die Frage, die Mutmaßungen hinsichtlich seiner Präsenz, Vorwürfe oder der Aspekt das er erneut nicht verstanden, mit vielen Worten den Kern vermied.
    Kern der Analyse war der Umstand das Michael angab Einzelinteressen zu verfolgen, das seine Ziele nicht die gleichen waren das es ihm aus dem weißen Rauschen zuraunte das Hintergangen wurde. Vertrauen und Respekt waren für Vicente Grundlagen der Kooperation. Den Hinterhalt, die Lüge hielt er für eine typische menschliche Eigenschaft resultierend aus Gefühlen und der Verantwortung gegenüber ein übergeordnetes Konzept eines 'Gewissen' das letztlich nicht mehr war als die absolute Selbstsucht.
    Er neigte leicht den Kopf in die Richtung Michaels, spürte dessen Wärme, Emotionalität, Wogen dessen was ein Mensch definierte und wandte sich ab.
    Widerlich. Wäre es doch nur ein normaler Menschenposer. Sein Blick ging zum Fenster. Der Blick ging nach draussen, auf die vorbei ziehende Landschaft, die Haltung schien etwas einzusacken und schließlich in der Position zu erstarren. Die Mine zeigte kein menschliches Spiel. Die Pupillen blieben konzentriert auf die Szenerie gerichtet. Vicente fokussierte auf seine Überzeugung und schottete sich ab. Aus dem Rückspiegel mochte es wirken als würde dort eine Leiche sitzen.

    Für einen Moment mochte der Eindruck entstehen das er sich aus dem Gespräch zurück gezogen hatte, dann erhob er dennoch die Stimme.
    Die Bewegung der Lippen war minimal, die Worte klangen hohl, in gewisser weise Ton los und kratzten über die Reste der Stimmbänder.
    "Ohne Respekt gibt es kein Vertrauen.
    Ohne Vertrauen gibt es keine geteilten Interessen.
    Ohne geteilten Interessen gibt es keine Kooperation.
    Ohne Kooperation ist der Feind meines Feind ein Fremder."
    Die Feststellungen kamen ruhig und monoton vorgertragen. Es wirkte Assoziationen zu festehenden Glaubensgrundsätzen, tiefen Überzeugungen. Der Italiener ließ eine Pause folgen, ließ sie wirken und versuchte zu unterstreichen das es keine Verhandlungspunkte waren.
    "Es mag Personen geben die ihrem Gegenüber Vertrauen entgegenbringen ohne ihn zu respektieren. Die einzigen Wesen denen ich vertraue, die ich jedoch nicht respektiere, sind Sklaven, Personen deren Wille vollständig gebrochen ist." Die Worte klangen weniger monoton, dennoch mit minimalen Aufwand gesprochen. Es war unter der Überzeugung gesprochen das Emotionen ein Irrweg waren. Nur leise und nach außen nicht wahrnehmbar kam die Erkenntnis aus dem Rauschen auf das er angefangen hatte den ein oder anderen Sklaven zu respektieren, zu wertschätzen. Schwäche! Es wird dein Untergang sein!

    "Die Annahme man teile Interessen mit Personen zu denen kein Vertrauensverhältnis besteht ist ein Selbstbetrug. Es führt unweigerlich dazu das eine der beiden Parteien die andere hintergeht. Das eine der beiden Personen ihre Interessen zu Lasten der gemeinsamen durchsetzt. Das eine der Parteien ein Vertrauensverhätnis zu Dritten aufbaut, mit dieser echte gemeinsame Interessen entwickelt und diese durchsetzt." Unbewegt analysierte er die Vorwürfe, entschied jedoch das es noch nicht der Zeitpunkt war darauf einzugehen. "Fehlt das Vertrauen, die Interessensbasis welche die Grundlage für die Kooperation bildet ist der Feind des Feindes eine unbekannte Variabel die es auszunutzen gilt."

    Die Häuser zogen weiter, man stoppte bei einer roten Ampel. "Es ist eine menschliche Eigenschaft variabeln der Kooperation auszulassen. Es mag aus Naivität geschehen, öfter jedoch aus Berechnung. Letztlich führt es jedoch zum scheitern. Mitunter zum Betrug, Konflikten. Weil es Personen gibt die sich ihrem Gewissen mehr verpflichtet sieht als der Überzeugung." Er liess die weitere Bewertung des Gewissens aus. Das Auto fuhr wieder an.
    "Du sagst das du alles in deiner Macht stehende in die Wege leiten wirst, sahst dich jedoch nicht in Stande mich im Kantor wie einen langjährigen, guten Bekannten zu behandeln. Was Angesicht dessen was uns noch erwarten wird eine Kleinigkeit gewesen ist."

    Wieder schien er die deutschen Worte zu ordnen, zu erwägen was er sagte.
    "Das du einen weiteren Auftrag hast bestätigt meine Worte zuvor. Ich bin vollständig von unserem gemeinsamen Auftrag überzeugt, von der Notwendigkeit der Kooperation. Dennoch fällt es schwer Angesichts deiner, sowie meiner Erfahrungen mit solchen die glauben nachdem menschlichen zu streben, sowohl das nötige Vertrauen aufzubringen."

    Der Blick ging schließlich doch hoch zum Spiegel, eine Reaktion auffangen. Schließlich war die Unterstellung doch recht starker Tobak.
    "Mein Auftrag lautet Finstertal, das gemeinsame handeln. Solltest du es wünschen kann ich dir dahingehend die vollständigen Unterlagen aushändigen, allerdings gehe ich davon aus das man dir die selben Parameter bezüglich der Unternehmung hat zu kommen lassen. Ich erhielt in Bezug auf deine Person die Informationen bezüglich unserer Vergangenheit sowie einige Allgemeine." Es mochte auffallen das er eine kurze Pause vor dem Personalartikel machte, als würde er sich daran erinnern müssen Michael nicht zu Sietzten.
    "Auf der Hand liegt damit das du bereits, ohne die Versuchung durch Dritte, einen weiteren Auftrag hast. Wie möchtest du das ich dir beweise, entgegen deiner faktisch vorgebrachten Untstellung, keinen Auftrag in Bezug auf deine Person zu besitzen?"

    Er beobachtete weiter die Strasse, während er auf Antwort wartete. Seine Haltung hatte sich seit er angefangen hatte zu sprechen nicht geändert. Nachwievor keine menschliche Regung, keine Positionsveränderung, die Augen - abgesehen von einer Ausnahme - starr nach draussen gerichtet, die gleiche Sprechweise. Vicentes Gedanken kreisten um das Gespräch, weitere Analysen, Finstertal.
     
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  11. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    Ja es ist die prophezeite Prüfung, Du Vicente repräsentiert alles was ich persönlich für den falschen Weg halte, ob er es wirklich ist, kann ich nicht in aller Konsequenz beurteilen. Ich hingegen stelle alles dar, was Du meinst hinter Dir gelassen und haben und verachtest. Echt gute Voraussetzungen, aber so sind die Ahnen nun mal.

    Michael versuchte es jetzt lieber mal mit italienisch mit leichten toskanischem Dialekt und hoffte,das hoffentlich besser klappt. Seine Haltung versteifte sich im Gegensatz der von Vicente nicht und er versuchte ganz locker zu bleiben.

    „Ich glaube Dir, dass Du einen Auftrag bezüglich mir hast“ Du ausgefuchstes Luder, ja Du bist eine würdige Ahnin und ich bin Dir auf den Leim gegangen. Text dann wohl leider nicht bestanden. Sein Ausdruck spiegelt einen Wimpernschlag leichten Frust.

    „Hier hast Du meine Unterlagen.“ Die Unterlagen waren ebenfalls auf italienisch verfasst aber in einem völlig unterschiedlichem Schreibstil, der Verfasser war Jurist oder hatte gute solche Kenntnisse. Der Auftrag war identisch an, jedoch, wollte man den Text in einen anderen Kontext lesen, ergäbe sich auch eine andere Sinnhaftigkeit. Der Text war eines Ahnen würdig verfasst, perfekt formuliert, dass beim Fehlern, welche Michael und oder Vicente begehen könnten, der Verfasser immer behaupten könnte, er habe dies andres gemeint. Zudem war auch darauf geachtet worden, dass keine und wirklich keine verräterischen Hinweise enthalten waren. Michael ließ Vicente Zeit zum Lesen und schaute ihm dabei nur musternd an.

    Das Du von Michael kam genauso leicht über seine Lippen wie zuvor das Sie, entweder war für ihm das Zwitschen zwischen den Anredeformen normal oder er war ein verdammt guter Schauspieler. Wenn Vicente fertig war, würde er fortfahren; „ Mein Auftrag bezüglich Finstertal denke ich lautet wie Deiner“, oder?

    Er sparte sich alle Ausführungen zu den Thema, dass Verhältnis sich Mensch und Kainit. Damit reizt man nur das Tier in Vicente. Zumindest scheißt er sein Tier im Griff zuhaben, wobei es sich viel zu schnell meldet.
     
  12. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    Er sparte sich alle Ausführungen zu den Thema; das Verhältnis zwischen Mensch und Kainit. Damit reizt man nur das Tier in Vicente. Zumindest scheint er sein Tier im Griff zuhaben, wobei es sich viel zu schnell meldet.

    Und weiter auf italienisch:
    „Was willst Du mit Personen deren Willen gebrochen ist, damit ist ihnen auch jede Kreativität genommen, einen solchen Zombie brauche ich nicht, da gäbe es bessere.“ Ich glaube Du hast was ich da meine.

    Ich glaube Dir, dass Du keinen Auftrag bezüglich mich hast, aber nicht das kein Ahn von Dir Berichte haben will, dann wäre dieser Ahn ziemlich merkwürdig.

    „Unser Rasse würde ich als Weltmeister der Betrüger und Verschwörer bezeichnen, wohl besser als alle Anderen auf dieser Welt.“

    Kainiten und Menschen sind keine unterschiedlichen Spezies, sondern Vampire sind ein Unterspezie des Menschen, Vicente Du denkst und fühlst immer noch wie ein Italiener, sonst wärs Du nicht bei Italien an die Decke gegangen. Wer seine Wurzeln verleugnet wird nie fliegen können, nach Ohne Wurzel keine Flügel, Bert Helfinger.

    „Was macht für Dich Vicente Respekt aus? An was ist für Dich Respekt geknüpft, an Fähigkeiten oder an Personen?“

    „Geteilte Interessen? Was zur Hölle soll dies sein? „Gemeinsamen Interessen sind das wichtig und diese führen dann zur Kooperation und zu einem gemeinsamen Ziel, was dann wiederum zum Erfolg geleitet.“


    "Vicente, was ist für Dich Vertrauen?
    Vertrauen ist die Grundschule alle Lebens. Liebe ist Vertrauen und Angst in Misstrauen. Stell Dir mal vor Du würdest jeder Information vom Morgens bis Abend mißtrauen. Es wäre ein Leben in entsetzlicher Angst und schrecklicher Stimmung: Kontrolle ist gut- Vertrauen ist besser“, deswegen machen sich viel unserer Art, das “Leben“ zur Hölle, sehen nur noch überall Verrat und Schlimmeres. Lies mal Gislea Preuschoff.

    „Es besteht kein Unterschied zwischen Gewissen und Überzeugung, dass sind zwei Worte mit den gleichen Inhalt. Der Eine handelt, weil er meint sein Gewissen es ihm gebietet und der Zweite handelt, weil er dieser Überzeugung ist. Der Effekt, welcher dann aus den Handlungen hervorgeht, ist der Gleiche.“

    „Auch wenn Du es nicht glauben kannst, ich werde mit Dir zusammenarbeiten“, dies bin meiner Mentorin schuldig, was aber nicht bedeutet, dass ich von Deiner Meinung und Ausstrahlung begeistert sein muss. Allerdings aufgrund Deiner Lebenseinstellung, überdenkt man sicherlich nochmals seine eigene, ich hoffe für Dich Du machst dies auch. Eine Überprüfung der eigenen Einstellung ist immer sinnvoll.
     
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  13. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    Wenn Vicente die Unterlagen gelesen hatte und sie ihm zurück gegeben hat, würde Micael Vazili kurz anweisen auf einem Ratspaltz zu halten. " Du entschuldigst ich muss noch was mit der Mappen machen, willst Du auch eben aussteigen". Michael brannte die Mappe und zerstreute die Asche im Wind.
     
  14. Der Blick des Italiener wandte sich von der Strasse ab und viel auf die Unterlagen die Michael ihm darbot. Bringt er zur Entlastung die Standard-Unterlagen vor? Der Umschlag wirkte anders als die Papiere die er besass, die sich an die Bürgen richtete oder für die Vorstellung vorgesehen war. Er nahm die Mappe auf, korrigierte die Haltung leicht und las.

    Die Bewegungen seitens Vicente wirkten minimalistisch und sein Gesicht blieb unbewegt während lediglich die leichte Bewegung der Augen davon zeugte das er nicht gänzlich eingefroren war. Man hat es ihm aufgeschrieben und mitgegeben?
    "In der Tat." schloß er schließlich die Lektüre ab, in der selben Sprechweise wie zuvor hohl, mit an den toten Sprechorgan entlang kratzender Stimme. Die Mappe würde wieder geschlossen und zur Seite gereicht. Vicente erhob keinen Einwand gegen die knappe Pause und beobachtete die Vernichtung der Papiere durch das Fenster. Offenbar hatte man damit gerechnet das es zu dem Gespräch kommen würde, gekommen war. Immerhin zeigt er Verstand.

    Die Fahrt ging weiter, der Umstand das Michael nunmehr das Du ebenso leicht zu fallen schien wie im Kantor das Sie färbte das Verhalten Michaels nicht positiver. Der Wagen fuhr an und Michael in seiner Entgegnung fort.
    Vicente schloss kurz die Augen. Er verfehlt erneut das Thema war der erste Gedanke der ihm zu Michaels Ausführungen zu Respekt in den Sinn kam. Der Italiener öffnete die Augen wieder und nahm die selbe distanzierte Haltung wie bereits zuvor ein. Die Worte wurden aufgenommen, analysierte und die resultierende Entäuschung in der unveränderten Haltung mit Blick auf die Strasse verborgen.

    "Was deinen Fragen angeht.
    Respekt ist ein Gemenge von vielen Aspekten. Darunter befinden sich auch die Fähigkeiten sowie das Vermögen, jedoch ebenso die Wertschätzung sowie die Akzeptanz des Gegenüber. Selbst wenn dieser nicht der eigenen Norm entspricht.

    Vertrauen hingegen ist die Überzeug von der Kompetenz, Zuverlässigeit und Redlichkeit des Gegenüber und damit sowohl - im Rahmen - auch an eine Gegenseitigkeit sowie an denRespekt gebunden." Es mochte angezweifelt werden das sich der Totengräber deutsche Erziehungsratgeber als Lektüre aussuchen würde. Die Definition die Michael ihm bot erschien Vicente absurd, Ignorant in Bezug auf seine eigenen Überzeugungen und in letzter Konsequenz gefährlich.

    "Liebe, Angst und andere Gefühlszustände sind Emotionen welche den Menschen auszeichnen. Es sind keine Handlungsimperative die mit dem Dasein als Kainit vereinbar sind. Noch weniger mit dem Weg den ich gewählt habe. Selbst im Hinblick auf den Menschen führt ein Vetrauen das allein auf die Gemütszustände baut zur Blindheit, Naivität. Dazu instrumentalisiert, ausgenutzt und hintergangen zu werden." Vicente war seinem naturell entsprechend, jenseits des Vertrauen, näher an Lenin als an Preuschoff.

    "Wer erkennt das er sich mit Weltmeistern im Betrügen und Verschwören umgibt sollte nicht annehmen das gemeinsame Interessen alleine zu einer Kooperation führen. Ohne die genannten Vorbedingungen führen sie lediglich dazu das man eine Kooperation vortäuscht während man tatsächlich den Niedergang des Anderen plant."
    Er machte eine Pause, hoffte es diesmal verstanden wurde. Er hatte mittlerweile aufgegeben die Versuche es zu erklären zu zählen.

    "Tacheles: Ohne Respekt, Ohne Vertrauen gehe ich davon aus das man mir einen Dolch in den Rücken jagst. Im übertragenen oder wortwörtlich Sinn. Nachdem der Anteil der geteilten Interessen, für welche du mich als notwendig erachtest, erfüllt sind." Wenn du dich bis dahin überhaupt an der Kandarre hälst und nicht vorher losschlägst. Er erwog ausführen was für Konsequenzen es für die Zusammenarbeit hatte, traute jedoch Michael genügend Verstand zu das dieser nicht annahm das Vicente es geschehen lassen würde.

    Es erschien ihm unpassend die Ausführungen auf einer derart häßlichen Note enden zu lassen.
    "Es gibt gewichtige Unterschiede zwischen einem Gewissen und einer Überzeugung." Du hast studiert, dir sollten die Geisteswissenschaften nicht zu fern sein. "Das Gewissen wird als besondere Instanz des Bewusstsein verstanden, die zu Handlungen drängt. Motiviert aus ethischen, moralen und intuitiven Gründen wie es so schön heißt. Letztlich entstehen die Motive jedoch mehr aus der eigenen Sozialisation, der sittlichen Einstellung und dem Egoismus. Das Gewissen ist wenig mehr als der Instinkt selbst gut darstehen zu wollen, ein halbbewusster Reflex.

    Dementgegen steht die Überzeugung ein bewusst geschaffene Wertevorstellungen denen eine Überzeugungsbildung vorangegangen ist. Im Gegensatz zu dem Gewissen ist eine Überzeugung beherrscht vom eigenen Intellekt dem aktiven Bewusstsein, ein Konstrukt des eigenen Willen." Wärst du nur einen Schritt auf meinen Weg gegangen, wüßtest du es. Für einen Moment wurde er still. Vicente war in seiner Überzeugung gefestigt. Es war eine Notwendigkeit seiner Existenz, etwas das die Bestie in ihm daran hinderte auszubrechen und schließlich eben das was der Name sagte. Eine Überzeugung. Etwas das er konstruiert hatte und das vor dem Gewissen stand. Die Unsicherheit, die Instinkthaftigkeit des Gewissen war nicht viel mehr als eine Waffe der Bestie.
     
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  15. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    Vicentes Vermutung war richtig, die Mappe war fast wie auf ihm persönlich zu geschnitten, ohne ihm jedoch selber anzusprechen, fast ein wenig unheimlich.

    Auch Michael war klar, dann man gewisse Gegenstände besser entsorgt. Die Reaktion von Vicente lief wie erwartet aus, ohne merkliche Reaktion, aber auch ohne Verständnis der Dinge.

    Und dann setzte Michael auf italienisch an:

    „Vertrauen ist das Gefühl, der feste Glaube, dass man einer Person oder einer Macht persönliche Dinge und Gefühle ohne Risikosagen kann
    und dass diese Person oder Macht absolut verlässlich ist Man kann dies auch anders ausdrücken; Vertrauen ist Liebe.“

    Michael meinte selbstverständlich nicht die menschliche Liebe.

    „Die größte Ehre, die man einer Person entgegenbringen kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat. Also sollte man damit nicht leichtfertig umgeben. Vertrauen hat nichts mit Kompetenz und Zuverlässigkeit zu tun. Kompetenz ist mehr kurz formuliert der Gradmesser wie gut man ein Fertigkeit und Fähigkeit beherrscht.

    Wir alle können unseren Verstand lenken auf positive Gedanken und negative
    Gedanken. Ich kann Verstimmung, Wut, Angst, Hass empfinden. All das sind Gefühle
    der Angst, die ich spüre. Wenn ich erkenne, dass ich immer die Wahl habe, Angst zu
    empfinden oder Liebe und Verzeihung zu verbreiten, gibt es keinen Grund mehr,
    verstimmt zu sein.

    Mann kann alles auf zwei Grundgefühle reduzieren, das eine ist Liebe und zweite ist die Angst. Dies ist die primäre Polarität in Reich des Relativen. Bei der Erschaffen des Reiches in den wir uns auf der physischen Ebene leben, gibt es nur zweite Orte Stufe des Seins Liebe und Angst als ultimative Polarität.
    Energie folgt den Gedanken. In der Angst verwurzelten Gedanken produziert eine Art negative Manifestation auf der physischen Ebene. In der Liebe verwurzelte Gedanken produzieren eine andere. Deswegen steht auch in alle heiligen Schriften und religiösen Traditionen überliefert, eine deutliche Mahnung; Fürchte Euch nicht.

    Die Gesetzte des Kosmos und somit Gottes sind einfach.
    1. Gedanken sind schöpferisch
    2. Frucht zieht gleichgeartete Energie an.
    3. Liebe ist alles, was es gibt.
    Liebe ist die höchste letztendliche Energie, das einzig wahre. Das Gefühl der liebe ist die Erfahrung Gottes. Wenn die Ebene des Relativen Verlässt, also die Erde und ins Reich des Absoluten begibt, gibt es nur noch die Liebe.
    Die Meister, welche die Erde betraten, sind diejenigen, die das Geheimnis der Relativen Welt entdeckt haben und sich weigerten, deren Realität als Wirklichkeit anzuerkennen. Meister sind jene, die sich nur für die Liebe entschieden haben - in jedem Augenblick und unter allen Umständen. Selbst als sie getötet wurden liebten sie ihre Mörder.“ Leider bin ich davon noch weit entfernt.

    Was ist den das kainitische Dasein?
    Du sprichst so, als wenn Kainit und Menschen so verschieden wären wie man es herkömmlich bei Feuer und Wasser betrachtet. Dies ist aber nicht so, Kainiten sind keinen eigene Gattung sondern nur eine Untergruppe des Menschen, ein Homo Sapiens Vampirus so zusagen. Das Gehirn z.B. ist bei beiden gleich. Auch die Möglichkeit des Denken ändert sich nicht, sogar die kolossale Selbstüberschätzung die Krone der Schöpfung oder die Spitze der Nahrungskette darzustellen ist gleich.“

    Und nur weil, Du der Ansicht bist immer rational zu handeln und zu denken, kannst Du nicht hintergangen werden, dies halte ich für einen gewagten Schluss. Nur weil Menschen Emotionen haben, handeln und vor allem denken Menschen ist nicht völlig andres als wir. Emotionen sind der Motor und die treibene Kraft der Menschen. Was treibt den Kaintiten an, wenig außer die Blutgier und die kann man auch gemeinerweise mit einem Junkie der Menschen vergleichen für Blut tun wir fast oder alles, genau wie ein Drogenabhängiger.

    Der Körper ist nur ein Gefäß für die Seele. Die Vorstellung ist gar nicht soweit vom Buddhismus und der Reinkarnation von Rudolf Steiner entfernt“, merkte Michael an. „Laut dessen sind die Kainiten in einem mühevollen Zustand des Untotes gefangen. Obwohl sie nicht wie Sterbliche am Leben sind, sind sie auch nicht tot, da sie immer noch denken und handeln können. Die Anhänger schwanken zwischen Morbidität und Existenzialismus. Zu manchen Zeiten sind sie fest in der diesseitigen Welt verankert, zu anderen Teilen beschäftigen sie sich mit der Misere ihrer unsterblichen Seele.

    Obwohl der der physische Körper von Geburt an durch das Leben bis zum Tod hinein einen ständigen Wandel unterzogen ist, bleibt die Seele konstant. Wenn der Körper stirbt, wird die Seele in einem anderen Körper platziert, ohne jegliches Wissen einer früheren Existenz

    Nicht das Leben auf individueller Basis, sondern als Gesamtheit. Deswegen können dies Kainiten auch Opfer oder Versuche durch, in deren Verlauf Versuchspersonen sterben, damit die Rückreise der Seele bis zu ihrem Ursprung hin erforschen können. Kainiten sehen den Zustand des Vampirismus als Unterbrechung dieses Kreislaufes an.“


    Michael machte eine Pause. Vicente würde es schon verstanden haben, er sollte die alten Grundlagen Fassung des Ossis kennen. Michael waren die Überzeugung von Vicente nicht fremd nur nicht seine Eignen.


    Immer wieder den Dolch, ich habe keinen und will auch keine benutzen. Schließe nicht immer von mir auf andere. Furcht macht schwach und Liebe stark. Dein Handeln wird von Angst und Furcht bestimmt, ansonsten würdest Du dies nicht so sehen brauchen.

    "Die Gewissens Definition nach der Sigmund Freud besagt; dass die Seele des Menschen aus drei unterschiedliche Bereiche besteht, die oft genug miteinander in Konflikt stehen, erstens; Über-Ich. zweitens, das Es Und drittens das Ich.

    Unter Über-ich versteht er alle anerzogenen Normen, Verboten und anderen Methoden, die dann im Regelfall gar nicht mehr zu hinterfragen werden und man sich schon von allein danach richtet oder wenigstens meint, es tun zu müssen. Freud nennt dies das Gewissen.

    Interessant wird es bei Es. Dies steht für die Triebsphäre, also das Triebe im Menschen, was einfach ohne jede Einschränkung leben oder sich eben triebhaft ausleben möchte. Also Vergleich mit den Tier oder Monster in uns.

    Ich vermute Du meinst Überzeugung ist eine feste, unerschütterlich durch Erfahrung gewonnene Meinung oder ein fester Glaube, von deren Richtigkeit man überzeugt ist.

    Wo ist da ein Unterschied, ob meine Vorstellungen von richtig selber alleine festlege oder die die Gesellschaft dies macht. Ja, an seine eignen Sache kann man sich einfacher halten, dies besagt aber nicht, da man damit in der Gesellschaft klar kommt.

    Weiterhin folgt, dass Du Deine Überzeugungen für richtig hältst und die gängigen Moralvorstellungen für falsch. Kann ich ohne weiteren so stehen lassen, Du wirst nur verstehen, dass meine Überzeugungen oder Gewissen- wie immer Du es gerne nennen magst- halt nicht mit den Deinem konform gehen.

    Überzeugung beherrscht vom eigenen Intellekt dem aktiven Bewusstsein, ein Konstrukt des eigenen Willens“, wiederholte Michael „ Also mir ist persönlich völlig egal, ob mir jemand wie Du immer ausführst aus emotionalen Gründen oder rationaler Logik einen Dolch in den Rücken rammt. Intellekt bedeutet noch lange nicht, dass diese Person anständiger ist.

    Und nochmals zum Mitschreiben ich benutze weder in übertragenen noch im wörtlichen Sinne einen Dolch.“

    Michael schaute dabei die ganze Zeit an.
     
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  16. Tatsächlich konnte Michael eine Veränderung in der Haltung des Totengräber entdecken. Gerade als er den Begriff der Liebe erwähnte wandte dieser seinen Blick von der Strasse ab und richtete seinen Körper zu einer formellen, bieder anmutenden Sitzhaltung. Sein Haupt bewegte sich minimal, als würde er versuchen eine Verspannung zu lösen. Schließlich verhaarte er, den Blick auf einen festen Punkt gerade aus gerichtet.
    Nachdem die Hände die Positionsveränderung unterstützt hatte wurden sie auf der jeweiligen Bügelfalte des Anzugs abgelegt. Es war zu bemerken das sie leicht zitterten. Kurz fuhren die Finger nach innen, schienen geneigt eine Fäuste zu bilden. Das zittern verstärkte sich, deutete auf eine nicht geringe Anspannung hin. Dann hielten sie ein. Ruhe. Als würde man die Hand einer Marionette lang ziehen wurden die Finger ausgestreckt, kam die Hände, flach ausgebereitet, angespannt zu auf den Oberschenkeln zu liegen.

    Während er so da saß, angespannt, aufrecht, formell mochte man einem auffallen das er mit 50 recht alt erschien, dennoch kräftig. Das die Hände keine körperlicher schwäche, sondern Zeichen von geübter Kraft, Handwerkskunst vielleicht gar Mordkunst zeigten.

    So sehr Michael auch versuchen würde den Blick aufzugreifen, sofern er sich nicht vor seine Begleitung lehnen würde, würde es einseitig bleiben.
    Er konnte natürlich Vincetes Minenspiel beobachten, über den Rückspiegel, von der Seite. Offensichtlich war der Italiener bemüht Fassung zu bewahren. Doch wenn die angespannte Haltung bereits vollständige Ablehnung ausdrückte sprachen die minimalen Bewegungen der Lippen, das er anstellen die Augen schloß, von einer überwältigenden Abscheu. Als würden die Worte, das Gesagte allein den Anzugträger heben lassen.

    Der Italiener zu seiner linken schloss die Augen als er weiter seine Ansichten zu dem Thema der Liebe und der Angst vertiefte. Als er die ersten Ausführungen zu den Kainiten began.

    Vicente hielt es so bis zu den Ausführungen hinsichtlich seiner Morbidität und des Existentialismus. Ein minimaler, doch wahrnehmbarer Ruck ging durch den Toten Körper.

    Der Kiefer presste aufeinander, bewegte sich knapp, mahlend.
    Gerade während der knappen Pause fiel auf das der Ausdruck in Vicentes Augen sich geändert hatte. Wo zuvor noch Nichts zu erkennen war, mit der KörperHaltung man Abscheu und Ekel erkennen konnte, loderte nunmehr eine unheilige Wut. Konnte der Eindruck entstehen das sich die Bestie in schwarzen Schlieren durchzog. Ob es an minimalen Bewegungen der Pupillen lag oder einem zittern des Körpers war schwer zu beurteilen. Verstärkte die Haltung, innere Unruhe doch die Präsenz.

    Die Kompromisslose Wut nahm ab, machte der Abscheu und dem Ekel Platz während Vicente wie eingefroren verhaarte.

    Ob Michael verstand, glaubte zu verstehen oder sich vor ein Rätsel gestellt sah. Die Empathie und der gesunde Menschenverstand folgerte das der bisher schwellende Konflikt offenbar näher an der Eskalation war als je zuvor.

    Nachdem Michael geendet hatte blieb es zunächst still. Die Zeit verstrich, minutenweise. Mochte man es positiv sehen, konnte man glauben er sei ein leichenhafter Roboter welcher die Worte analysierte. War man empathisch so musste man erkennen das jede noch so kleine Bewegung dagegen gesprochen hatte.

    "Sie verfügen nicht über die Fähigkeit dahingehend bewusst zu handeln, Herr Köning."
    Es war ruhig, akzentuiert, auf Deutsch gesprochen.
    Eine weitere Minute verstrich.

    "Fassen wir die Essenz ihrer Rede zusammen: Sie lehnen eine Kooperation ab.
    Wie stellen Sie sich die weitere Umsetzung des Auftrag vor?"
    Eine kurze Pause wurde gelassen.

    "Desweiteren möchte ich Sie bitten von Themen Abstand nehmen von denen sie derart wenig verstehen wie in Ihren vorangegangenen Ausführungen demonstriert. Gerade ihre Worte hinsichtlich des Weg den ich beschreite waren unangemessen. Auf vielen Ebenen."
     
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  17. G.I.Giovanni

    G.I.Giovanni Michael Köning

    Langsam aber sich war Michael auch genervt. Das Tier meldet sich. Dieses verlogene Arsch, redet von so einem Mist wie Kooperation, Respekt oder Vertrauen und gibt gleichzeitig zu, das bereit ist einem einen Dolch in den Rücken zu rammen. Der weiß doch gar nicht wie Vertrauen überhaupt geschrieben wird. Am liebsten würde ich ihm seinen Wunsch verfüllen, nur sollte keinen Dolch sein, ein Löffel tut mehr weh.

    Halt die Luft an. Deine Ratschläge sind nur reines Gift. Verschwinde

    Ich schwöre bei Appollon dem Arzt und Asklepios und Hygieia und Panakeia und allen Göttern und Göttinnen, indem ich sie zu Zeugen rufe, daß ich nach meinem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Vereinbarung erfüllen werden, der mich diese Kunst gelehrt hat, gleichzuachten meinen Eltern und ihm an dem Lebensunterhalt Gemeinschaft zu geben und ihn Anteil nehmen zu lassen an dem Lebensnotwendigen, wenn er des……

    Langsam aber sicher verstummte das Tier wieder, Stille

    Aber in einer Sache hatte es Recht. Vicente war verlogen und auf seinen Vorteil bedacht.

    Tatsächlich konnte Michael eine Veränderung in der Haltung des Totengräbers entdecken.

    " Sie lehnen eine Kooperation ab. Was erzählt Du für ein Unsinn, nur weil ich Deine Meinung nicht teile." Michael machte eine schöpferische kleine Pause und setzte neu an.

    „Genau weil wir einen Auftrag haben, werde ich mit Dir zusammenarbeiten und genau dies erwarte ich von Dir auch, nicht mehr und nicht weniger. Punkt um, sonst ist dazu nichts weiter zu sagen.“


    „Vertrauen wächst mit der Zeit und kann nicht verordnet werden,“ fügte Michael noch schnell hinzu.
     
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  18. Würde ich Unsinn reden, ich finge an von Esospinnern zu schwätzen, wie eine räudige Katze Dreck über Liebe und Angst hervor zu wöllen ... sonstigen Unsinn von mir zu geben.
    Die steife Haltung des Italieners blieb nach außen hin unbewegt. Er hatte nachwievor weder gelogen noch die Wahrheit verzerrt.
    Die einzige Lüge die man ihm unterstellen mochte war das bewusste Unterdrücken der Emotionalität.

    "Ich stelle einen Fakt fest." Er pausierte, dachte nach. Überwiegend darüber was Michael damit meinen konnte das Vertrauen nicht verordnet werden kann.
    Natürlich konnte man es Vertrauen verordnen, befehlen. Man hatte ihm verordnet Michael zu vertrauen, er hatte es getan. Bis zu dem Zeitpunkt an dem sein Gegenüber mit irrsinnigen Metaphern ihm wortreich erklärte das er ihm nicht vertraute. Ihm, Vicente, attestierte, nein beschuldigte, sich dem ihrer Existenz entsprechend widernatürlichen Gefühl der Angst hinzugeben. Ob er Angst vor mir hat? Angst davor das ich ein "Mensch" bin? Nach weltlichen Dingen jenseits der Forschung strebe? Es war kein seltener Fehler den Personen in seiner Gegenwart unterlief. Dennoch war er davon ausgegangen das Michael es besser wusste. Das es gerade eine von Michaels stärken war. Er sitzt wie eine räudige Ratte in der Ecke. Baut die kümmerliche Gestalt auf und quickt den Kater an. Schlag zu. Beende das Trauerspiel. Spiel mit ihm, forsche!
    Vicente schob die Einflüsterungen des Tieres bei Seite. Die Haltung, körperlich wie mental, zu seinem Vorteil nutzen.

    "Die Unfähigkeit zu Vertrauen stellt eine erschreckende Lücke in Ihrer Kompetenz dar.
    Natürlich kann Vertrauen befohlen werden. Man hat es mir befohlen, ich habe danach gehandelt."
    Es brauchte einen Moment, selbst Narziss der in den Spiegel starrte mochte eine Reflektion bemerken.
    "Bis zu dem Zeitpunkt an dem Sie feststellten neben anderen Dingen nicht Vertrauen zu können.
    Sie haben ausgeführt das ein Mangel an Vertrauen daraus resultiert das man sich der Angst hingibt."
    Er verschluckte eine weitere Kommentierung des Emotions-Unsinn.
    "Wenn ihr mangelndes Vertrauen auf Angst vor meiner Person resultiert so wird eine Zusammenarbeit erschwert.
    Gerade wenn sie berücksichtigen das ich Ihnen, allein aufgrund unserer unterschiedlichen Ethiken, nicht vertrauenswürdiger erscheinen werden.
    Die logische Schlussfolgerung ist das Sie sich Ihres gleichen zuwenden und eine Opposition stellen. Früher oder später."
    Vicente erwog es dabei zu belassen. Vorwürfe dahingehend das er nicht mal die Grundlagen seiner Ethik verstand würden nur zu noch mehr Angst führen.
    Es hilft einen Schritt entgegen zu kommen. Der Körper spannte sich kurz an. Der Italiener räumte mitnichten gerne Fehler ein, noch solche persönlicher Natur.
    "Ich muss einräumen das es sich auch um eine Charakterschwäche meinerseits handelt das ich mich Ihnen Gegenüber entgegen der Anweisung, nach unserem Austausch, kaum mehr im Stande sehe im hinreichenden Ausmaß zu vertrauen." Seine Zähne pressten kurz aufeinander. "Aus einem Gefühl der Angst heraus."

    Die du auch noch bestätigst.
    Vicente spürte das in ihm etwas widerliches zufrieden grunzte und in den Worten suhlte. Die Angst anfachte. Nicht nur das es ihm zu spielte. Es machte der Hybris des Totengräber bewusst das er nicht so weit war. Tatsächlich um Meilen davon entfernt den Weg zur Gänze zu beschreiten. Wenn er jemals auch nur in die Nähe des Endes kommen würde. Lass die Emotionen nicht zum Imperativ deines Handelns werden. Er schloss kurz die Augen. Vermutlich verstand das Menschenkind, der Pseudo Kainit, neben ihn nicht die Notwendigkeit sich von Gefühlen zu lösen. Hielt sie gar für etwas positives.
     
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