Interessantes...

Ganz ehrlich: Facebook ist ohnehin scheiße und verbreitet Daten überall hin. Wer dort Bilder von sich hochlädt, spinnt sowieso.
Facebook hat auch die Rechte an den Bildern.
Was aber nicht heißt das man jedem der Zugriff auf die Bilder erhält ebenfalls die Rechte zur Weiter-Nutzung überträgt.


Ich meinte jetzt konkret professionelle Bilder. Wenn man nach Frisuren googlet, findet man keine Facebook-Bilder, sondern meist irgendwelche Friseurmodelle. Und die hätten sich durchaus ein Wasserzeichen leisten können. Seine Persönlichkeitsrechte hat besagtes Modell ohnehin an den Fotografen abgetreten.
Bei Frisurmodellen hat der Fotograf aber mitunter nicht mehr den Überblick welches Magazin das Bild dort wie Online stellt.



Was jetzt Kickstarter mit Modells und Fotografen zu tun hat, erschließt sich mir nicht ganz. Ich nutze doch als Avatarbild nicht das Cover eines Buches?
Einige Kickstarter sind Grafik intensiv.
So zeigen sowohl die Macher von Shadows of Esteren als auch von Adventures of the East Mark sehr viele, hochwertige Bilder der Künstler. Würden sie darauf verzichten würden wesentlich weniger Leute unterstützen.


Und ich bleibe bei meiner Meinung - wer etwas im Internet online stellt, muss sich der Konsequenzen bewusst sein und Vorsorge treffen.
Ich bleibe da bei meiner Meinung das eine im Grunde Schuldumkehrung nicht zielführend ist.
Fängt man damit an werden sich die Leute immer dümmer stellen bis nahezug jede Form der "Vorsorge" nutzlos geworden ist - kann man ja nicht wissen das man keine Screenshots machen darf und das Bild ausschneiden - und die Bilder damit von allen ohne Gegenleistung frei verwendet werden dürfen.

Wo die Kunden die tatsächlich legal Bilder erstehen dank der Vorsorge Bilder haben auf dem ein ggf. gar sichtbares Wasserzeichen klebt und die Bilder nur eingeschränkt verwenden können (Formate etc.)
 
Ich sehe ja das Problem. Aber da wir den Kram nicht kommerziell nutzen (und Avatare für gewöhnlich eine so bescheidene Auflösung haben, dass auch niemand das Bild so weiterverwerten könnte), verstehe ich den Aufriss nicht.
Mal ein Gegenbeispiel: Fändest Du es in Ordnung, wenn eine nicht kommerzielle Organisation einfach so ein Bild eines (berühmten) Fotografen nimmt (ohne diesen zu fragen) um damit auf ihrer Seite etwas zu illustrieren, während andere Personen für die Nutzung dieses Bilds auf ihren Webseiten Geld an den Fotografen zahlen müssen? Hätte die Organisation den Fotografen vor der Nutzung höflich gefragt, hätte dieser selber entscheiden können, ob er die Nutzungsrechte in diesem Fall dieser Organisation kostenlos eingeräumt hätte.

Wer seine Bilder dort der Öffentlichkeit preisgibt, muss damit rechnen, dass sich elbige auch drüber freut.
Sich darüber freuen darf sich jeder. Es darf auch jeder Bilder downloaden, die ihm gefallen. Was er nicht darf ist diese Bilder, an denen er nicht die Rechte besitzt wird im Netz öffentlich!!! einstellen.
Rollenspielforen, in denen Bilder, an denen man nicht die Recht besitzt, für die Illustration genutzt werden, können das Problem ganz einfach umgehen. Alle Threads, in denen Bilder gepostet werden, sind in einem internen Bereich des Forums, den der registrierte User erst nach der Anmeldung sieht. Dafür muss der Admin des Forums entsprechende Kenntnisse habe, wie man so etwas einrichtet und die Forensoftware muss so etwas unterstützen. Die Threads aus dem internen Bereich müssen für Google und Co. unsichtbar sein und werden deshalb von ihnen auch nicht gefunden. Ein Rollenspielforum, in dem sich das meiste im internen Bereich abspielt ist zum einen für nicht registrierte User nicht gerade einladen und die Website wird bei Google auch noch nicht auf den vorderen Rängen bei den Ergebnissen gelistet.

die Sachen in einem nicht-kommerziellen Rahmen zu nutzen.
Das ist ein Trugschluss. Du darfst nur Sachen mit unter der Creative Commons Lizenz stehen nutzen und auch da ist immer eine Namensnennung des Urheber notwendig.

noch verdiene ich mit anderer Leute Arbeit Geld.
Du magst zwar nichts daran verdienen, aber du verhinderst das der Urheber etwas daran verdient.
Noch ein Beispiel: Du hast eine sehr gute Diplomarbeit geschrieben und sie auf Deine Kosten im Selbst- oder Univerlag herausgebracht, so dass andere Personen sie kaufen können. Ohne dass Du es weist, scannt irgendjemand das von Dir in der Unibiliothek hinterlegte Exemplar ein. Dann lässt er eine Texterkennungssoftware drüberlaufen und stellt Deine Diplomarbeit ohne Deine Namensnennung auf eine Seite ins Internet. Du wunderst später, warum keiner Deine Diplomarbeit kauft und stolperst irgendwann über die Seite, die den gesamten Text Deiner Diplomarbeit enthält.

Vor der Internetzeit habe ich zahlreiche Fantasy-Artbooks gekauft und damit die Künstler aktiv unterstützt. Seit dem Internet kaufe ich fast keine Fantasy-Artbooks mehr, weil ich genügend tolle Bilder von berühmten und unbekannten Künstlern im Netz finde.

Um die Bilder zu schützen, setzen viele Bilddatenbanken doch auf Wasserzeichen
Um Bilder aus Bilddatenbanken zu nutzen, muss man für deren Nutzung Geld zahlen. Hinter Bilddatenbanken stehen Unternehmen, die damit Geld verdienen wollen und die werden alles tun, damit man ihre Bilder nicht einfach ohne Bezahlung nutzen kann. Die haben bestimmt einen Automatismus mit dem ein Wasserzeichen in jedes neue Bild gemacht wird, so dass es immer zwei Dateien des Bildes gibt, eines ohne und eines mit Wasserzeichen.
Um ein Wasserzeichen in ein Bild zu bekommen braucht es entweder ein Grafikprogramm oder ein anderes Tool. Auch wenn es diese kostenlos gibt, braucht man für ersteres Kenntnisse in der Bildbearbeitung und bei letzteren kann es sein, dass dieses Programm nur dann kostenlos nutzen darf, wenn man es nicht kommerziell einsetzt (also nicht für professionelle Fotografen). Manche Personen, die Bilder machen sind schon froh, wenn sie das Bild von der Kamera in den Rechner bekommen.

Und ich war schon einige Male auf Seiten, wo sich Sachen nicht per Rechtsklick rausspeichern ließen.
Das ist ein Script, dass das verhindert. Um so etwas in die eigene Seite einzubauen muss man wissen wie man dieses Skript einbaut und der Hoster, bei dem die Website liegen wird, muss die Skriptsprache auch anbieten.

Die könnte ich jetzt unpraktisch per Screenshot rausschneiden.
Es gäbe auch eine einfachere Möglichkeit.


Schlussendlich kann man auch einfach seinen Namen so auf dem Bild anbringen, dass "Diebe" ihn mitkopieren.
Wenn der Name am Rand steht kann man mit einer Bildbearbeitungssoftware einfach so einen Bildausschnitt wählen, dass der Name nicht mehr auf dem Ausschnitt ist.
So etwas finde ich voll daneben. Man schneidet ja auch nicht von z.B. einem Rembrandt die Signatur ab.

die jetzt für den Rechteinhaber, meiner Meinung nach, keinen großen Aufwand darstellen.
s.o. Es ist ein Aufwand, den man einer nicht betreiben kann oder gar will.
Ich finde es immer schade, wenn ich bei Deviant Art auf egal welchen Bildern das DA Logo mitten im Bild prangen sehe. Ich kann die Künstler verstehen, warum sie es machen, aber für mich sehen solche Watermarked Bilder immer unschön aus.

Ansonsten gibt es ja auch die Möglichkeit, nur wenige Bilder online zu stellen, quasi als Teaser und potentiellen Kunden auf Anfrage weitere Bilder zu schicken.
Das wäre eine extrem einfach und schöne Lösung, besser wäre ein mit Passwort geschützter Bereich, in dem die Bilder liegen, oder ein mit Passwort geschütztes Archiv auf einem Sharehoster. Interessenten bekommen jeweils den Link und das Passwort.

Um auf Deinen Autobild zurückzukommen:
Stell Dir mal hypothetisch vor, ein Rollenspieler findet von Dir ein Foto im Netz. Dieses Foto inspiriert ihn so zu einem Abenteuer oder Charakter. Er lädt Dein Bild herunter und nutzt Dein Bild als Bild für seinen Charakter oder einen NSC auf einer Website. Dieser Charakter ist eine Massenmörderin, Soziopathin, Mutter, die ihr Baby kurz nach der Geburt tötet oder was Dir sonst noch schlimmes einfällt. Irgendwann wird Dein Foto im Netz auf irgendeiner anderen Seite mit Deinem realen Namen verknüpft, so dass dann Google zu Deinem Namen passend verknüpft Massenmörderin, Soziopathin, etc. Möchtest Du das?

Dein Fahrradklauvergleich hinkt: Urheberechtsverletzungen wie Bilderklau lassen sich einfach nachweisen. Die Rechteinhaber finden den Verstoß und haben damit einen Beweis. Damit kommen sie dann mit entsprechenden Genehmigungen an Deine IP-Adresse und an Deinen Realnamen und Adresse. Die Justiz muss Dich dann nur noch zu einer Strafe verurteilen. Bei dem Fahrradklau muss die Polizei erst mal Detektivarbeit leisten und versuchen den Täter zu finden.

Was mich am meisten irritiert: Was die Menschen im realen Leben nicht machen, machen sie im Netz.
Den Bilderklau mal in die reale Welt verlegt: Du geht an einem Postergeschäft vorbei. Das Bild im Schaufenster gefällt Dir und du fotografierst es mit Deinem Handy oder Deiner Digicam. Soweit ist noch alles in Ordnung.
Das Onlinestellen des geklauten Bildes auf einer Website im Netz ist wie sich mitten auf dem Marktplatz mit einem Kopierer zu stellen, (gegebenfalls noch laut anpreisen) und jedem eine Kopie des Posters auszudrucken und in die Hand zu drücken.
 
Sehe ich alles ein.

Allerdings ging es im Falle der RPG-Foren um fucking Avatarbilder! Niemand kann mir erzählen, er habe einen wirtschaftlichen Nachteil erlitten, weil jemand sein Bild auf 200x400 Pixel verkleinert als Profilbild in einem Spielforum verwendet.
Aber da das hier scheinbar so eng gesehen wird, werde ich meinen Avatar vorsichtshalber löschen. Ich will schließlich nicht am Hungertod Walter Moers' Schuld sein :(

Auch ansonsten würde ich vorschlagen, hier im Forum mal gründlich aufzuräumen - was die Leute hier Avatare und Bilder nutzen, die sie nicht nutzen sollten, geht auf keine Kuhhaut. Auch das direkte Einsetzen von Youtube-Videos, die offensichtlich auf geklaute Musik führen, ist sicherlich nicht gewünscht (WoD - Musikthreads).
Und jetzt erzählt mir nicht, das sei jetzt zu viel Arbeit.
 
Yennico ging doch auch auf "fucking Avatarbilder" ein und führte aus wo der wirtschaftliche / persönliche Nachteil darin besteht.
Ich bin zum Beispiel quasi ein Fan von Luisa Hartmann, sie ist ein Model das GNTM gewann und meines Erachtens ein hübscher Mensch und wirkt in ihrem auftreten sowie über Facebook sympathisch. Obwohl sie ein Model ist glaube ich nicht das sie keine Persönlichkeitsrechte mehr hat und ich Aufnahmen von ihr Fotographien, Promo-Shots, Facebook-Bilder etc. nutzen darf um zu illustrieren das mein inzestiöser, nekromantischer, amoralischer Giovanni Charakter sehr gut aussieht.
Zumindest nicht so das sie oder ihre Agentur das herausfindet. Darüberhinaus glaube ich auch nicht das ich es unbedingt hinsichtlich der mitmenschlichen Seite ihr gegenüber machen sollte. So würde ich das auch nicht wollen wenn es jemand mit mir macht.

Noch will weniger möchte ich nun auf Frau Hartmann zu gehen und von ihr so etwas fordern wie das sie weniger Bilder von sich veröffentlicht und die wenigen Bilder dann mit Watermarks verunstaltet. Einerseits würde sie das in ihrem Geschäft einschränken, andererseits würde es dafür Sorge tragen das die Bilder die ich persönlich sehe verunstaltet sind - weder mag ich ein Wasserstempel drauf haben noch unbedingt ihren Namen oder den des Photographen darauf lesen - und letztlich ist es ihr gar nicht möglich da selbst wenn sie ihre Bilder schützt sie über Zeitschriften wie die Cosmopolitan dann doch wieder im Internet landen.

Das heißt imho ist die Forderung an Personen oder Künstler ihre Bilder zu schützen ähnlich bis weniger sinnvoll wie DRM-Gängeleien bei Computer-Spielen. Die dort bereits obwohl das Produkt in seiner Natur elektronischer ist nur begrenzt Erfolg haben.

Hinsichtlich der Avatare besteht die Möglichkeit das du Walter Moers anschreibst und fragst.
Wenn du nicht magst das die Forenleitung im Fall des Falles die Abmahnkosten an dich weiter gibt.
Was YouTube-Videos betrifft so liegt die Verwaltung der Musik-Rechte bei YouTube.
"Dieses Video ist in ihrem Land nicht verfügbar" läßt grüßen.
 
Ich würde mich schrecklich gerne weiter echauffieren - aber ihr habt eindeutig die besseren Argumente.
Außerdem werde ich am Ende irgendwie berühmt und wichtig und dann gräbt jemand diesen Thread hier aus und begräbt damit meine Karriere, weil ich angeblich die illegale Nutzung von copyright-geschütztem Material propagierte. Nene. :D

Vielleicht bastel ich mir irgendwann mal einen Avatar, an dem ich die Rechte habe, der wird dann aber halt hässlich :censored:

Ansonsten würde mich sehr interessieren (und zwar im Ernst), wie in solchen Fällen Kosten an den Nutzer weitergegeben werden. Da ich mich hier, im Gegensatz zu Amazon oder Ebay, nie mit einer Adresse und Klarnamen angemeldet habe, müsstet ihr mich ja irgendwie über meine IP orten. Oder wie läuft das dann?
 
Um mal die Künstlerperspektive aus erster Hand hier einfließen zu lassen(gleich vorab, auf Huhns zuvor gepostete Frage habe ich leider keine direkte Antwort und will mich jetzt mal nicht in Mutmaßungen ergehen...).

Wenn ich als Model vor na Kamera rumhample *hüstl*, dann tue ich das idR nur, wenn man sich zuvor auf einen Vertrag geeinigt hat. Der legt fest, wie die Rechte zwischen Model, Fotograph und etwaigen anderen Parteien, die irgendwie am Bildentstehungsprozess beteiligt sind, verteilt werden.
An den Bildern, die ich bisher gemacht habe, blieben immer gewisse Rechte bei mir, nämlich sie für mich weiterverwenden zu dürfen, und zwar sowohl privat als auch zu Werbezwecken für mich als Model, sprich: ich darf sie für meine Setcard nutzen.

Steht in dem Vertrag was anderes (z.B. dass die Rechte an den Bildern komplett an den Fotographen oder den eventuellen Kunden übergehen), dann hat das eben Gültigkeit. Sowas ist für Außenstehende erstmal nicht ersichtlich.

Unter Umständen gibt es aber auch tatsächlich Bilder, welche der Öffentlichkeit zur freien Verfügung gestellt werden (Stichwort Stock-Bilder bspw. Die dürfen sogar eigenständig nachbearbeitet werden).

Was jetzt die "Jagd auf unbescholtene nonprofit-online-Teiler/Nutzer" von Bildern anbelangt ist es ja so, dass diese in aller Regel nicht primär gejagt werden. Ich bin jetzt keine Größe in der Fotographie-Szene. Aber ich kenne ein par Damen, die da durchaus eine gewisse Popularität genießen. Und was man da manchmal mitbekommt ist krass. Aktuelles Beispiel: Ein mir bekanntes Model wurde darauf aufmerksam, dass ein etablierter Verlag ihr Angesicht auf eines seiner Cover abgedruckt hat. Und zwar einfach ein Foto von ihr genommen, es abgepaust damit es gemalt aussieht und fertig wars. Sprich: Ihr Bildgut wurde kommerziell zweckentfremdet ohne dass sie darüber in Kenntnis gesetzt, geschweige denn dafür bezahlt wurde. Das ist es, was den meisten Künstlern am ehsten übel aufstößt, gerade im fotographischen Bereich.

Ich glaube, kaum jemand hat ein Problem damit, wenn im Non-Profit-Bereich diverse Bilder von Leuten, die daran Gefallen finden halt verlinkt/als Avatar gebraucht etc werden SOFERN auf den Künstler hingewiesen, bzw er im Idealfall auch verlinkt wird.
Es so darzustellen als wären irgendwelche gezogenen Bilder das eigene Werk ist allerdings schlicht und ergreifend...unnett und kriminell sowieso. Da muss man dann wohl mit Ärger rechnen.

Wenn nun Anwälte eingeschaltet werden, die gezielt nach solchen Geschichten suchen, geht es aber -meines Wissens nach- häufig in erster Linie um die Profit-Geschichten, sprich bspw. auch darum, dass diverse Shops nicht ihre Produkte mit Bildern bewerben an denen sie effektiv keine Rechte haben.
Diese Anwälte stolpern dann aber eben auch über die nichtkommerziellen Zweckentfremdungen der Künstlerwerke und selbst wenn der Künstler selbst soetwas u.U. und i.d.R. dulden würde liegen da eben effektive Straftatbestände vor die über diese Schiene an die Justiz geraten und ergo verfolgt werden (müssen?).

Das ist dann halt auch irgendwo das Problem mit dem Gutenwillen gegenüber "Kunstanhängern" einerseits und Recht andererseits.
Wo kein Kläger, da kein Richter. Wenn sich allerdings ein Kläger findet dann..naja, dann wird's problematisch. Im Zweifelsfall kann man aber ansonsten doch einfach Leute anschreiben, ob man ihre Bilder benutzen darf. Fährt man auf der Schiene gibt es normalerweise keine Probleme. Einfach den Zweck wofür man es nutzen möchte (Forum, Avatar, ....) angeben und versichern, dass man auf die beteiligten Kunstschaffenden verweist und dann wird man in der Regel auf überraschende Offenheit treffen. Zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach.
Wird dann aber explizit darauf verwiesen, dass der Künstler es nicht möchte...naja, ist sein gutes Recht und dann muss man das wohl hinnehmen und respektieren.

Und die nachvollziehbare Angst davor mit Dingen in Verbindung zu geraten, die ohne Eigenverschulden ein denkbar ungünstiges Licht auf die eigene Person werfen wurde ja auch schon eingehend erörtert...
 
Ich glaube, kaum jemand hat ein Problem damit, wenn im Non-Profit-Bereich diverse Bilder von Leuten, die daran Gefallen finden halt verlinkt/als Avatar gebraucht etc werden SOFERN auf den Künstler hingewiesen wird.
QFT bzw. wenn bei ihnen für die Nutzung nachgefragt wird.
In vielen Foren können User eine Signatur haben. In diese könnte der User auch schreiben: Mein Avatar wurde von XY erstellt oder mein Avatar ist ein Bild von XY und weiteren Bilder von ihm/ihr findet man unter Link.

Dadurch dass jeder PC Spuren im Netz hinterlässt, kann der Urheberrechstverstoß meist sehr einfach nachgewiesen werden. Damit ist die Chance, dass der Täter die Strafe, die Prozesskosten, etc. zahlen muss hoch.

Fakedaten für Forenregistrierungen vom heimischen PC eingeben schützen nicht vor einer Abmahnung. Jeden Schritt den Du im Internet machst hinterlässt Spuren und zwar auch Spuren, die Du nicht so einfach wie Cookies und Verlauf Löscjhen entfernen kannst.

Mircalla beschriebt es gut: Man sollte immer den Künstler vor der Nutzung um Erlaubnis fragen. Wenn man den Künstler nicht herausfinden oder nicht kontaktieren kann sollte es die Höflichkeit gebieten, auch wenn es schwer fallen sollte, das Bild nicht öffentlich zu verwenden.
 
Wie vielleicht auffällt, tritt die Frau übrigens nicht für Urheberrechte und Persönlichkeitsschutz, sondern für einen vernünftigen und bewussten Umgang mit dem Internet ein. Sie will ja nicht zeigen, dass das Foto ihr gehört - sondern eben, dass, wenn man ein Foto online stellt, dieses wahnsinnig schnell überall ist und die Leute damit machen, was sie wollen. Unabhängig davon, ob sie das dürfen oder nicht.
 
Die Rechtslage ist ziemlich eindeutig.
Wer nicht die Rechte an einem Foto hat, hat kein Recht es zu verbreiten.
Wer es doch tut, macht sich strafbar.
Ob dies nun ein Kavaliersdelikt ist, oder nicht ändert sich ersrteinmal nichts weiter dran.
Ob man unvernünftig ist, weil andere sie klauen kann, eigene Bilder irgendwo hochzuladen, ändert auch ersteinmal nichts daran.
Wenn du an der Stelle sagst: "Selber Schuld. Wenn jemand sein Fahrrad nicht abschließt, dann klau ich es eben/Wenn jemand seine Fotos hochlädt und nicht sichert." ändert nichts daran, dass du dann ein Dieb bist.
Wenn dich dann der Besitzer des Rads, oder der Datei findet, kann man froh sein, wenn man es nur zurückgeben muss/die Verbreitung stoppen.
 
Dann nehme ich an, dass du natürlich bei all deinen Forenavataren (diesen hier im A! ausgenommen) die Rechteinhaber um Erlaubnis gefragt hast? Sonst müsste ich dich ja eigentlich direkt einen Dieb schimpfen ;)

Mal im Ernst: Ich weiß, dass das illegal ist. Es ging mir auch nie darum, zu behaupten, das die Verwendung und Verbreitung von Bildern, die einem nicht gehören, legal sei. Das habe ich ja jetzt auch schon mehrfach versucht, deutlich zu machen. Ihr braucht mir jetzt nicht alle zwei Tage von neuem zu sagen, wie die grundsätzliche Rechtslage aussieht.

Mir ging es darum, dass es halt meiner Meinung nach eine Verantwortung auch auf Seiten der Rechteinhaber gibt. Selbstverständlich gilt die Ausrede "Ich wusste ja gaaaar nicht, dass das Bild wem gehört" keinen Meter. Aber trotzdem ist man für den Schutz seines Krams zuständig. Keine Versicherung zahlt dir den Einbruch, wenn du deine Haustür unabgeschlossen hattest oder ein Fenster sperrangelweit offen stand. Und die Polizei lächelte auch nur müde, wieso ich so dumm war, mein Rad nicht richtig zu sichern. Selbstverständlich macht das den Diebstahl nicht legaler - Vorkehrungsmaßnahmen hätten aber Gelegenheitsdiebstähle verhindern können. Gegen vorsätzlichen Diebstahl ("Ich WILL dieses Bild jetzt aber unbedingt haben", "Ich habe professionelles Einbruchswerkzeug und Freunde bei den Bullen und steige nun in dieses Casino hier ein") hilft das natürlich nicht.

Außerdem ging es mir um Aufriss-Nutzen-Abwägung. Ein Avatar in einem Spielforum mag nicht legal sein - aber letzendlich seh ich den Schaden hier wirklich nicht. In ein kleineres RPG-Forum schauen vielleicht bestenfalls 10 Leute regelmäßig rein. Plus ein paar Gäste sind das vielleicht 20 Leute, die effektiv dieses Forum aufsuchen. Jemanden wegen so einem Quark dann zu hohen Geldstrafen zu verklagen, finde ich arschlos.
(Den potentiellen Rufmord hierbei halte ich für vernachlässigbar - das klingt für mich nach dem verzweifelten Versuch, Probleme zu finden wo keine sind)
 
Vielleicht sollt ich Anwalt werden und google verklagen. immerhin kann ich in der Suchmaschine alles an Bildern finden was mir vorschwebt.
Das Argument das sie selber die Bilder gar nicht hosten sondern nur verlinken greift ja auch nicht weil bei Google Werbung läuft. Genau so wurde ja auch kino(.)to vorrübergehend lahmgelegt.
 
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