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Materialsammlung Wie war das eigentlich... in der Antike

Das ist in vielen Ethnien verbreitet gewesen, um Feinde abzuschrecken. Selbst später noch in der Revolution - also nach dem Mittelalter - hatte man den Kopf von Enthaupteten dem Volk zu sehen zu geben. Die sollten halt spuren, aber letztlich wurde das auch später als "Barbarei" ausgelegt.

Naja und das dritte Reich anbelangt, ich sach' nur, Gebildetsein schützt vor Sittenverfall nicht.

Das waren bestimmt auch nicht alle Stämme und es wurde nicht überall gefunden. Situationsbedingt. Verzweiflung wird da auch nicht einbezogen. Wahrscheinlich eher keine "Perversion". Bei der Interpretation fehlt es eindeutig an Einfühlungsvermögen.

Und die Römer müssen gerade reden... Die haben auch ganze Städte geschliffen, wenn die ihnen quer kamen. Will gar nicht wissen, was die alles für Methoden angewendet haben, um abzuschrecken. Unter anderem die Kreuzigung und damit auch zur Schau Stellung.

 
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Der Bibel nach soll die Bundeslade das hebräische Volk bei der Eroberung des Gelobten Landes begleitet haben. Die ursprüngliche, primitive Bundeslade war eine Truhe mit einer Statue des Gottes Jahwe. Unweit von Jerusalem untersuchen Archäologen Überreste eines Tempels, in dem der Bibel zufolge 20 Jahre lang die Bundeslade aufbewahrt wurde.

Der Thora zufolge enthält die Bundeslade die beiden Steintafeln mit den zehn Geboten, die Mose von Gott erhalten hatte. Die vergoldete hölzerne Truhe ist das Symbol des Bundes – hebräisch B’rith – zwischen Gott und dem Volk Israel, das sie auf seinem Zug ins Gelobte Land stets mitführte. Im 10. Jahrhundert vor Christus beschloss König David, sie in einem Tempel seiner Hauptstadt Jerusalem, der Wiege der monotheistischen Religionen, aufzubewahren. Vier Jahrhunderte später belagerten die Babylonier die Stadt und zerstörten den Tempel. Seither war die Bundeslade spurlos verschwunden.
Die verschollene Truhe mit ihren magischen Kräften befeuerte schon immer die Fantasie der Menschen und rief zahlreiche Schatzsucher auf den Plan. Aber gibt es Beweise für ihre Existenz? Ist die an der hebräischen Bibel orientierte Geschichtsschreibung verlässlich? Wann wurden diese Texte geschrieben? Von wem? Und zu welchem Zweck? Diese Fragen beschäftigen Archäologen und Theologen schon seit Jahrhunderten. Eine wenige Kilometer von Jerusalem entfernte Stätte könnte neue Antworten liefern.
Der hebräischen Bibel zufolge war die Bundeslade vor ihrer Überführung nach Jerusalem auf der Anhöhe Kirjath-Jearim aufbewahrt worden. Heute steht hier ein katholisches Kloster. Es ist der einzige in der Bibel erwähnte Ort der gesamten Gegend, an dem bisher noch keine Ausgrabungen gemacht wurden. Ein französisch-israelisches Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Archäologen Israel Finkelstein und des Theologen Thomas Römer macht sich auf, um dem Ausgrabungsort Kirjath-Jearim unter Einsatz modernster Technik seine Geheimnisse zu entlocken. Die spannende Forschungsmission führt die Forscher auf immer neue Spuren aus der Vergangenheit: archäologische Funde, die den biblischen Beschreibungen gegenübergestellt werden. Bei dem Versuch, die Geschichte der Bundeslade nachzuvollziehen, zeichnet sich eine noch viel größere Geschichte ab: die Entstehung der hebräischen Bibel.

Dokumentarfilm von Thierry Ragobert (Frankreich 2020, 90 Min)

 
Woran haben die ersten Israeliten geglaubt? Wann haben sich die Bewohner des Heiligen Landes dazu entschlossen, nur noch einem Gott treu zu sein? Und wie ist die Bibel entstanden? Die Dokumentation geht zentralen Fragen der biblischen Archäologie auf den Grund und lässt Forscher zu Wort kommen, die Bibeltexte und Ausgrabungen aus dem Nahen Osten miteinander vergleichen.

Durch die einzigartige Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus verschiedenen Forschungsbereichen beleuchtet der Dokumentarfilm zentrale Fragen der biblischen Archäologie. Dabei werden erstmals die Ergebnisse von über hundert Jahren Textanalyse den Befunden von jahrzehntelangen Ausgrabungen im Heiligen Land gegenübergestellt. Dies soll helfen zu klären, ob das Judentum – die erste monotheistische Religion – bereits zu Abrahams Zeiten als zusammenhängende Einheit erkennbar war.
Sowohl archäologische Funde als auch biblische Belege beweisen eindeutig, dass die meisten Israeliten lange Zeit auch heidnische Götter anbeteten. Darüber hinaus glaubten viele von ihnen, Gott habe eine Frau, die ebenfalls verehrt wurde. Erst nach der Zerstörung Jerusalems entwickelten die Juden im babylonischen Exil die Vorstellung von einem einzigen universellen Gott. Und auch die fünf ersten Bücher der Bibel wurden erst während der Babylonischen Gefangenschaft im 6. Jahrhundert vor Christus geschrieben. Die tragische Erfahrung des Verlusts Jerusalems und die des Exils bildeten den fruchtbaren Boden, auf dem sich die beiden jahrtausendealten Grundlagen des Judentums entwickeln konnten, der Monotheismus und die Bibel. Aus diesen Elementen gingen später nicht nur Christentum und Islam, sondern die gesamte moderne Kultur hervor.

Dokumentarfilm von Gary Glassman (USA 2008, 109 Min)

 
Einer der weniger bekannten römischen Kriege, aber wichtig weil hier wohl Arminius die Idee zu seinem genialen Hinterhalt im Teutoburger Wald bekam -

 
Das Jahr 150: Am Rhein herrschen die Römer. Das heutige Köln ist die Hauptstadt der Provinz Niedergermanien und eine der größten Städte nördlich der Alpen. 20.000 Menschen aus allen Teilen des römischen Reiches leben hier, in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Wie haben die Menschen damals gelebt, während Kölns erster Blütezeit? Wie sah ihr Alltag aus? Welche Spuren haben sie im heutigen Köln hinterlassen? Wieviel vom alten Rom steckt noch heute im modernen Köln? In seinen Fundamenten, in der Art zu leben?

In der Stadt gab es schon Badehäuser, Märkte und eine Frischwasserversorgung. Man brachte den Obst- und Weinanbau ins Rheinland, importierte Gewürze und ließ es sich gut gehen. Die Römer brachten ihre Götter und Kulte mit. Und einmal im Jahr wurde kräftig gefeiert, drei Tage lang: Während der Saturnalien, einem Fest zu Ehren Saturns, tauschten Herren und Sklaven, Männer und Frauen ihre Rollen und zogen durch die Straßen. Typisch Köln eben.

Mithilfe von aufwändigen Spielszenen lässt die Dokumentation das römische Köln wieder auferstehen. Und sie begleitet den Alltag zweier typischer Bewohner der Colonia: Da ist zum einen der Germane Lucius. Er diente, wie viele Germanen, den Römern als Hilfssoldat, am Ende der Dienstzeit belohnt durch das römische Bürgerrecht.

Sein Tagesablauf ist durch Schwerttraining und Bauarbeiten bestimmt. Als kurz vor den Saturnalien die Wasserversorgung der Stadt zusammenbricht, steht er vor einer großen Herausforderung. Und da ist Tullia, eine junge wohlhabende Römerin, die als Augenärztin praktiziert. Auch sie wird mit einer großen Aufgabe konfrontiert: Die Mutter des Statthalters ist an Grauem Star erkrankt. Tullia soll die riskante Operation vornehmen - ihre Chance, sich einen Namen in der "Colonia" zu machen.

Die Dokumentation ist Auftakt einer dreiteiligen Reihe, in der sich das WDR-Fernsehen auf Zeitreisen begibt. Die beiden weiteren Folgen führen ins mittelalterliche Münster mit seinen Kaufleuten und in die Zeit der Jahrhundertwende, als in Essen die Kohle den Fortschritt brachte.

 
Die römischen Kaiser regierten in der Antike jahrhundertelang ein Weltreich. Dessen Hauptstadt war auch architektonisch das Nonplusultra ihrer Zeit. Noch heute definieren Baudenkmäler wie das Pantheon und das Kolosseum das Stadtbild der Metropole. Doch die Römer errichteten vor 2.000 Jahren nicht nur Prachtbauten, sondern auch eine Infrastruktur für eine Million Einwohner - mit Aquädukten und den ersten mehrstöckigen Etagenhäusern. Mit welchen Innovationen und Technologien war all das möglich?

 
Am 15. März 44 v. Christus wurde einer der bekanntesten Römer ermordet: Gaius Julius Cäsar. Mehr als 2000 Jahre nach seinem Tod ist er noch jedem ein Begriff. Wir fassen einige der wichtigsten Fakten zusammen, die man über diesen Mann und dieses Ereignis wissen sollte.
Zum einen: Noch heute nutzen wir Begriffe aus Cäsars Zeit. Herrschertitel wie Zar oder Kaiser gehen auf seinen Namen zurück. Und nicht nur unser Sommermonat Juli ist nach Cäsars Geburtsmonat benannt. Auch so einige Redewendungen gehen auf den berühmten Römer zurück: Da hätten wir «Alea iacta est », was übersetzt bedeutet: « Die Würfel sind gefallen. » Den Satz sagt Cäsar, als er im Jahr 49 vor Christus den Fluss Rubikon überquert und damit einem Bürgerkrieg mit Rom entgegenmarschiert. Auch Redewendungen wie „Veni vidi vici – ich kam, sah und siegte“ oder die „Iden des März“ als Metapher für bevorstehendes Unheil sind heute noch geläufig.
Cäsar nutzte die Medien seiner Zeit, man könnte fast sagen: er war einer der ersten Influencer der Geschichte. Er ließ sein Konterfei auf Münzen prägen, die im ganzen Imperium im Umlauf waren. Außerdem erklären wir, was eine „Republik“ im alten Rom eigentlich ist, wie es kam, dass enge Vertraute Cäsars zu Attentätern wurden und welche berühmten Anekdoten über Cäsar bis heute nicht einwandfrei belegt sind.

 
Die Geschichte des Trojanischen Pferdes gehört zu den berühmtesten Mythen. Der griechische Dichter Homer ist es, der die Geschichte des Trojanischen Krieges aufschreibt. Ein zermürbender Krieg, der zehn Jahre dauert. Griechen kämpfen gegen Trojaner. Die mächtige Stadt Troja bleibt standhaft, ihre Mauern scheinen undurchdringlich. Bis eine List den Trojanischen Krieg beendet: Ein gigantisches Holzpferd wird den Trojanern als Geschenk präsentiert. Doch im Bauch des Holzpferdes sitzen die besten Krieger der Griechen. Nichts ahnend ziehen die Trojaner das Pferd in ihre Stadt. Im Schutz der Dunkelheit schlüpfen die Griechen aus dem Pferd und öffnen ihren Kameraden die Tore. Das mächtige Troja geht in Flammen auf. Aber hat es sich so zugetragen? Oder muss die Geschichte des Pferdes umgeschrieben werden? Davon ist der italienische Unterwasserarchäologe Francesco Tiboni überzeugt. Er bringt archäologische Erkenntnisse zutage, die dabei helfen könnten, das 3000 Jahre alte Rätsel zu lösen. Tiboni bereist archäologische Schauplätze, beleuchtet konkurrierende Theorien über die Kriegslist der Griechen und das berühmt gewordene Ende des Trojanischen Krieges.

Autor: Roland May
Schnitt: Josef van Ooyen


Die Kurzfassung:
 
Die Minoer – sie gelten als die erste Hochkultur Europas. Zeugnisse ihrer Existenz finden sich fast überall auf der griechischen Insel Kreta. Prächtige Paläste und Städte, eine ausgeklügelte Wasserversorgung, beeindruckende Fresken und eine eigene Schrift haben die Minoer erschaffen. Benannt ist das Volk nach dem mythischen König Minos, der der Sage nach den Minotaurus – ein Ungeheuer mit menschlichem Körper und Stierkopf – in ein Labytrinth verbannt hat. Vieles ist aber noch ungeklärt. Fünf Antworten zu einem archäologischen Rätsel.

Autor: Michael Petsch
Cutterin: Ute Rübesamen

Dieses Video ist eine Produktion des ZDF.

 
Narbonne in Südfrankreich: heute eine ruhige Provinzstadt, einst aber eine der bedeutendsten Metropolen des Römischen Reiches. Im ersten Jahrhundert vor unserer Zeit entwickelte sich Narbo Martius, die erste römische Kolonie in Gallien, zur Hauptstadt einer riesigen Provinz namens Gallia Narbonensis. Der Film rekonstruiert die außerordentliche Geschichte dieser antiken Metropole.

Vor mehr als 2.000 Jahren war Narbonne im heutigen Département Aude die Hauptstadt einer riesigen römischen Provinz im Süden Galliens, der Gallia Narbonensis. Als zweiter römischer Hafen des westlichen Mittelmeeres war die Stadt damals eine der wichtigsten Handelsdrehscheiben zwischen den Kolonien des Römischen Reiches und konnte sich von der Größe her mit der Hauptstadt messen, die sie hervorgebracht hatte: Rom. Paradoxerweise zeichnete sich die Stadt durch eine eindrucksvolle Architektur aus, zeigt heute jedoch keinerlei sichtbare Spuren mehr davon: weder Tempel, Arenen noch Theater. Weit unbedeutendere römische Städte wie Nîmes oder Arles dagegen sind voll von antiken Überresten. Das heutige Narbonne ist eine beschauliche Stadt in der Kulturlandschaft Okzitanien. Seit rund 20 Jahren bringen archäologische Ausgrabungen nach und nach zum Vorschein, was einst die Bedeutung von Narbo Martius ausmachte: Die Grabungen förderten die Überreste eines Kapitols von monumentalen Ausmaßen, eines Amphitheaters und unterirdischer Lagerräume zutage. 2019 wurde am Stadtrand eine riesige römische Nekropole mit 1.500 Gräbern entdeckt. Anhand dieser spektakulären Funde lässt sich die Geschichte der Bewohner von Narbo Martius erzählen und deren Herkunft, Sitten und Lebensweise rekonstruieren. Bei weiteren Grabungen kamen Wohnviertel, antike Straßen, Weingüter, Hafenanlagen und sogar eine prunkvolle, 2.500 Quadratmeter große Villa ans Tageslicht.Narbo Martius war die erste römische Kolonie in Gallien, wurde mit der Ankunft von Cäsars Legionen zu einer Stadt von erstrangiger Bedeutung und auf Beschluss von Kaiser Augustus zur regionalen Hauptstadt: als „älteste Tochter“ Roms, ja als zweites Rom, besaß die Stadt mehr als 300 Jahre lang großen Einfluss im Mittelmeerraum.

Dokumentarfilm von Alain Tixier (F 2021, 89 Min)
 
Es war eine spektakuläre Entdeckung für die Wissenschaft: Der Papyrus, der unlängst im Depot des Louvre wiedergefunden wurde, scheint eine antike Partitur zu sein. Die Doku begibt sich auf eine Reise zu den geschichtsträchtigen Stätten von Delphi und Pompeji, um längst verloren geglaubte Klangwelten hörbar zu machen.

In den letzten 30 Jahren hat sich ein Zweig der Altertumsforschung dank neuer digitaler Technologien und interdisziplinärer Ansätze enorm weiterentwickelt: die Musikarchäologie. Ihr Ziel ist es, die Musik der Antike zu entdecken. Von den sagenumwobenen Stätten Griechenlands bis zu den Tempeln von Dendera in Ägypten, vom geheimnisvollen Delphi bis Pompeji: An zahlreichen bedeutenden Schauplätzen der Geschichte wurden die Überreste alter Instrumente wie Harfe, Tamburin, Aulos und Cornu gefunden. Sie sind ebenso unterschiedlich wie eindrucksvoll dokumentiert, etwa durch Mosaike, Keramiken und Statuen, auf denen überraschend häufig Szenen des Musizierens abgebildet sind. Einige Quellen geben außerdem Aufschluss über die Funktion der Musik in den Hochkulturen Ägyptens, Griechenlands und im Römischen Reich. Schon in der Antike begleitete Musik die Menschen in vielen Lebenslagen, von der Geburt bis zum Tod, ob im Krieg oder bei religiösen Ritualen, zu politischen Zwecken oder auch nur zur Unterhaltung.Die Dokumentation stützt sich zum Beispiel auf antike griechische Partituren. Ihr Notationssystem konnte mit Hilfe eines Textes entschlüsselt werden, der dank der Kopisten des Mittelalters zumindest in Teilen überliefert wurde: Alypios' „Einführung in die Musik“.Einige Fundstücke haben den Musikarchäologen nun ermöglicht, den jahrtausendealten Partituren Leben einzuhauchen: die Seikilos-Stele, die nahe Ephesos in der Türkei gefunden wurde und auch "das älteste Lied der Welt" genannt wird, oder die Hymnen an Apollon, die an den Wänden Delphis entdeckt wurden. Und nicht zuletzt der Papyrus, der vor einigen Jahren im Depot des Louvre wieder auftauchte. Er bildet den Teil einer Arie aus der Tragödie "Medea" ab. Eine faszinierende Forschungsreise auf den Spuren antiker Klangwelten rund ums Mittelmeer.

Dokumentation von Bernard George (F 2021, 54 Min)
 
Über 1.000 Jahre lang waren Streitwagen im Alten China unverzichtbare Waffen. Die Kunst des Wagenlenkens und die spezielle Kriegsführung kamen dort länger zum Einsatz als anderswo. Ihr Beitrag zur Einigung des chinesischen Reichs ist unumstritten. Neue archäologische Entdeckungen enthüllen, wie die Chinesen diese ausgeklügelte Waffe entwickelten und vervollkommneten.

In der Bronzezeit vor über 3.000 Jahren gelangten Streitwagen und anderes Kriegsgerät über den Hexi-Korridor aus Mittelasien nach China. Für ihre Verbreitung sorgten neben dem Handel und neuen Bündnissen vor allem die unablässigen Feldzüge der Zhou-Dynastie gegen aufsässige Vasallenstaaten sowie die ständigen Angriffe der beweglichen Reiterei der nördlichen Nachbarn. Mit Speerkämpfern oder Bogenschützen besetzt, waren die Wagen eine entscheidende Waffe im Kampfgeschehen. In Zaoyang in der zentralchinesischen Provinz Hubei wurde 2002 ein antikes Gräberfeld von 1,2 Quadratkilometer Fläche entdeckt. Hier fanden die Archäologen eine ganze Schwadron von Streitwagen. Die bronzenen Beschläge lagen noch genau in Position. Die Ausgrabungen lassen darauf schließen, wie sich die Chinesen die technische Neuheit der nördlichen Barbaren aneigneten. Ständig neu angepasst und verbessert, wurde der Streitwagen zu einem repräsentativen Kriegsgerät im Zentrum der chinesischen Kultur. Ein gut erhaltener Streitwagen, der an einer sumpfigen Fundstelle geborgen wurde, gibt Aufschluss über Details wie Größe der Räder, Form der Speichen und Bronze-Bestandteile sowie darüber, wie die Holzteile zusammengefügt und welche Holzarten im Hinblick auf eine optimale Funktionsweise bevorzugt wurden. Mit Hilfe chinesischer Archäologen werden verschiedene Bautechniken, darunter das Bronzegießen in speziellen tönernen Gussformen, rekonstruiert und ein Streitwagen der Zhou-Dynastie nachgebaut; dazu gehören auch Recherchen über die einst sorgfältig ausgesuchten Zugpferde. Der Wagen wird auf einem speziellen Gelände erprobt. Tausend Jahre dauerte der Siegeszug der Streitwagen, bis sie schließlich von flexibleren und günstigeren Kavallerien sowie Infanterien mit Armbrust abgelöst wurden.

Dokumentation von Giulia Clark (GB 2016, 53 Min)

 
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