D&D 4e Was mich an der vierten Edition stört

Ja, die Bezeichnungen sind gleich geblieben, aber das Regelwerk spricht ganz deutlich von "controller, defender, leader and striker". Das hier MMO-Bezeichungen in ein P&P Rollenspiel übernommen werden wird nicht jeden stören, mich aber schon. Und darum geht's ja in diesem Thread hier ;)
 

Selganor

Methusalem
Wenn ich mich nicht taeusche ist der einzige Ort (im PHB) in dem was von den Roles zu lesen ist in der tabellarischen Klassenbeschreibung der einzelnen Klassen.
Wenn da anstelle kurz und einfach erkennbar "Striker" irgendwo im Fluff-Text ein Satz wie: "Du bist bestens dazu geeignet Leuten/Dingen/... weh zu tun" gestanden haette waere das dann immer noch so stoerend?

Ich persoenlich finde die klare Klassifizierung der Klassen in die Roles als sehr praktisch, da man so schnell(er) erkennen kann wie dieser Charakter kaempft (bzw. kaempfen kann) und man in der Gruppenzusammenstellung der Roles schnell erkennen kann wo die Staerken bzw. Schwaechen der Gruppe liegen.
 
Wenn da anstelle kurz und einfach erkennbar "Striker" irgendwo im Fluff-Text ein Satz wie: "Du bist bestens dazu geeignet Leuten/Dingen/... weh zu tun" gestanden haette waere das dann immer noch so stoerend?

Klingt blöd, aber Du hast recht. Das hätte mich nicht gestört. Liegt vermutlich dran, das ich langsam alt werde. Aber das Buch scheint mir weniger für "P&P Rollenspielveteranen" als mehr für "Konsolen/PC RGP" Teenager geschrieben zu sein. Ich vermisse halt viele Regeln, Fertigkeiten und Zaubersprüche die eben nicht zum Monsterverprügeln da sind, sondern dem Rollenspiel dienten.
 

Selganor

Methusalem
Die sind noch immer drin.
Sogar noch intensiver als in alten (AD&D) Zeiten, denn da ist es nicht nur reiner SL-Entscheid sondern dem SL werden noch Eckdaten an die Hand gegeben.

Es ist allerdings nicht so stark "verregelt" wie in 3.x-Zeiten, wo dann aber auch "nutzlose" Regeln dabei waren (oder hat jemals jemand nach Stufe 2-3 ueberhaupt irgendwelche Sachen mit den Crafting-Regeln gebaut?)
 
Also ich habe zweimal zwergische Runenschmiede (Priester mit guten Handwerksfähigkeiten) gespielt. Die haben auch auf hohen Stufen (bzw gerade da) viele meisterliche Waffen und Rüstungen erstellt (und dann verzaubert). Es sind sicherlich Regeln die nur selten zum Einsatz kommen, aber ich mag allein die Tatsache das es sie gibt. Somit kann man nachgucken was ein Schmied an so einem Gegenstand verdient (wenn er zum Listenpreis verkauft wird) und hat eine Vorstellung davon wie hoch überhaupt die Handelsspanne ist. Das macht das ganze Wirtschaftssystem greifbar.

In der 4. gibt es einfach keine Regeln dafür (bzw die Regel ist: Der Meister improvisiert) und die Regeln zur Herstellung magischer Gegenstände sind schlicht unsinnig.
 

yennico

John B!ender
Es sind sicherlich Regeln die nur selten zum Einsatz kommen,
In höheren Leveln kommen die Regeln öfter zum Einsatz oder wenn der SL mit magischen Gegenständen geizt oder die falschen magischen Gegenstände vergibt.

Somit kann man nachgucken was ein Schmied an so einem Gegenstand verdient (wenn er zum Listenpreis verkauft wird) und hat eine Vorstellung davon wie hoch überhaupt die Handelsspanne ist. Das macht das ganze Wirtschaftssystem greifbar.
Das D&D Wirtschaftssystem ist nicht wirklich gut.

In der 4. gibt es einfach keine Regeln dafür (bzw die Regel ist: Der Meister improvisiert) und die Regeln zur Herstellung magischer Gegenstände sind schlicht unsinnig.
In der 4E gibt es schon Regeln. Das Ritual Enchant Magic Item gibt es nicht umsonst. :)
 
Ja, das D&D Wirtschaftsystem war nie wirklich gut. Aber wenn man das Ritual "Enchant Magic Item" als Grundlage nimmt, dann kostet es ein Feat um zukünftig Dinge herzustellen die man für denselben Preis im Laden kaufen könnte (zumindest in einer Kampagne mit viel Magie und besonderen Märkten). Das ist nicht wirklich gut, das ist wirklich schlecht.

Aber wir drehen uns hier ein bißchen im Kreis. Die von mir genannten Dinge stören mich an der 4. Edition (siehe Threadtitel). Sie müssen nicht irgendjemanden anderen stören und mit großer Wahrscheinlichkeit wird es auch niemandem gelingen mich davon zu überzeugen das diese Dinge mich doch nicht stören.
 

Maeschda

Kravallier
DMB:
In order to keep the game challenging and fun at every level, you should set a DC that's appropriate for the level of the characters, using the Difficulty Class by Level table. Decide whether you think the task should be Easy, Hard, or somewhere in between for the characters, and use the DC from the appropriate column of the table.

However, don't throw all sense of realism out the window. If a simple wooden door in a dungeon, stuck from years ofdisuse, requires a DC 10 Strength check for a 4th-level character to break down, there's no logical reason the same door should require a DC 21 Strength check for a 24th-level character to break through. When characters have reached 24th level. they don't need to worry about simple wooden doors stuck shut in dungeons. They can either blow through such doors with ease, or you can present them with barred adamantine doors that do require DC 21 Strength checks.

Das hätte an ALLEN Stellen stehen müssen, die auf Skill-DCs eingehen. Ohne diese Ergänzung wirkt das gesamte Skillsystem für alle halbwegs intelligenten D&D-Spieler wie eine einzige Beleidigung, die genau den Unsinn fordert, der im 2. zitierten Abschnitt verneint wird.

Außerdem nervt mich das MI-System, bei welchem wieder viel zu viel uninteressanter Mist an die Gruppe ausgeschüttet werden muss. Gerade in den Essentials hätte ich eigentlich erwartet, dass hier einiges an Platzverschwendern über Bord fliegt. Statt dessen wurde das Belohnungssystem sogar so umgestellt, dass es nicht mehr ordentlich mit den Optionalregeln aus DMG2/Dark Sun funktioniert.
 
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