AW: Nazi-Esoterik

di-vino schrieb:

Allgemein 30er? Oder konkrete Vorstellungen, ob es vor oder nach oder Machtergreifung sein soll? Sprich, ob die Nazis eher eine Organisation sind, die indirekt wirken, oder schon "offiziell" der Staat sind und all dessen Machtmittel zur Verfügung haben? (Im letzteren Fall würde ich empfehlen, nach dem Rhöm-Putsch zu spielen, weil da erst der Aufstieg der SS begann.)

Was die Finnen angeht, so gab es drei Kriege da oben:
Nr. 1 war der sog. Winterkrieg gegen die Sowjetunion 1939-1940 unter deutscher Neutralität. Einige andere europäische Länder leisteten indirekte Unterstützung durch Materiallieferungen für Finnland, während Deutschland mit der UDSSR verbündet war (Hitler-Stalin-Pakt)
Nr. 2 war dann der sog. Fortsetzungskrieg 1941-1944: Finnland vs. UDSSR. Finnland war diemal mit Deutschland verbündet, bekam Material- und Getreidelieferungen und eine Deutsche Armee stand in Lappland (20. GebJgrA). Nachdem eien deutsche Offensive in Richtung Archagelsk gescheitert war, war es dort oben lange recht ruhig.
Finnland legt großen Wert darauf, dass kein förmliches Bündnis bestanden hätte und das Deutschland und Finnland nur gleichzeitig ein gemeinsamen Gegner bekämpft hätten. Naja...
Nr. 3 war dann ab Sept. 1944-Mai1945 der sog. Lapplandkrieg: Finnland vs. Deutschland. Finnland hatte die Seiten gewechselt und bekämpfte nun die in Lappland stehenden deutschen Verbände.

Burncrow schrieb:
Gab es da nicht schon 1940 schon wieder Frieden nachdem die Russen ihnen Karelien abgenommen hatten, aber empfindliche Verluste (so um die 1 Mio. Mann) hingenommen hatten?

Streich ne Null weg, dann stimmts
IIRC waren es ca. 100.000 - 150.00 Mann bei den Russen und etwa 20.000 - 30.000 bei den Finnen.


Gr
Mibo
 
AW: Nazi-Esoterik

Wenn´s ausdrücklich in den dreissiger Jahren spielen soll, fällt der finnische Schamane ja eigentlich fast wieder weg. Natürlich kann man ihn immernoch passend machen, aber man muss ihn wieder ein wenig hindoktern.
Im Übrigen habe ich da ein paar zusätzliche Infos zu Okkultismus gefunden ! Viel von dem Krams haben wir zwar schon, ist aber vielleicht trotzdem interessant:

ein "Ultimativer" Link zu Esoterik und Nazis (nur die fehlenden Umlaute gehen einem auf den Keks):

http://www.iol.ie/~bernd/reichsflugscheiben/index2.html

Okkultismus generell:

Okkultismus im Dritten Reich

Okkultisten, Esoteriker und Pseudowissenschaftler sehen sich gern in der Opferrolle zur Zeit des Nationalsozialismus. Dabei wird oft außer acht gelassen oder bewusst ignoriert, dass der Nationalsozialismus neben Xenophobie und Fremdenhass auf pseudowissenschaftlichen Überzeugungen, wissenschaftlichen Halbwahrheiten, mystifizierten Germanophilie und Okkultismus aufbaute. [6] Auch in ihrer Symbolik bedienten sich die Nationalsozialisten "ausgiebig im Fundus nordischer Mythologie, germanischer Runen und keltischer Symbole." [11] Nationalsozialismus war mehr als plumper Antisemitismus mit selbstsüchtigen, pragmatischen Seiten; der Nationalsozialismus des Dritten Reiches war eine Ideologie, ein Weltbild, eine Ersatzreligion. Hitler selbst äußerte sich dazu wie folgt: "Wer den Nationalsozialismus nur als politische Bewegung versteht, weiß fast nichts von ihm. Er ist mehr noch als Religion: Er ist der Wille zur neuen Menschenschöpfung."

Bedenklich war ebenfalls die ideologische Nähe mit den heute als "natürlich" und "alternativ" geltenden Heilpraktiken wie die der Homöopathie und Anthroposophie. "In ihrerer [sic] Berufung auf Naturgesetzlichkeiten, mit der Betonung von Ganzheit und Volksverbundenheit" [4] entsprachen die Lehren voll und ganz den nationalsozialistischen Vorstellungen und wurden entsprechend in die nationalsozialistische Propaganda übernommen. Die "Nationalsozialisten machten sich die spirituellen, neuheidnischen und okkulten Bewegungen zu Nutze" [5] und bedienten sich der Ideologie, der Sprache und der Symbolik der damals modernen Germanenorden wie der Guido-von-List- oder der Thule-Gesellschaft. Die Ariosophen waren ideologische Wegbereiter für den später geplanten und mit bürokratischer Akkuratheit durchgeführten Genozid. Die am Massenmord Beteiligten versuchten sich später zu rechtfertigen, die Juden seien wegen ihrem "schlechtem Karma" selbst an ihrem Schicksal Schuld gewesen und "hätte[n] in den Gaskammern des 'Dritten Reiches' Vergehen aus früheren Leben zu büßen gehabt." [8]

Auch aus dem selben Anlass ins Leben gerufenen Vereine wie Ahnenerbe oder Lebensborn, die sich mit einer vermeintlichen Überlegenheit der arischen Rasse befassten, basierten auf demselben Gedankengut okkultistisch-esoterischer sozialdarwinistischer Pseudolehren. Der Gründer und Initiator dieser rassenideologischen "Forschungseinrichtungen" war kein geringerer als Heinrich Himmler, Chef der SS.

Himmler war so etwas, was man heute 'esoterischer Guru' nennen würde. "Der horoskopgläubige Reichsführer SS hielt sich für die Reinkarnation des Slawenbezwingers Heinrich I. (919-936)." Noch vor seinem Aufstieg zum Reichsführer "verstieg er sich in ein absurdes Metgebräu aus Rassentheorie, Naturheillehre und völkischem Okkultismus. [...] [Zudem war er] ein Ernährungsapostel. [...] Seine Hoffnung war, dass er nach dem Kriege - er wusste wohl, dass es während des Krieges nicht ging - seine ganze Truppe zu Vegetariern machen könnte, außerdem alkohol- und nikotinfrei. Das war sein Zukunftsbild, und er glaubte, dass auf diesem Wege die deutsche Rasse am besten weiter emporgezüchtet werden könne" [7] Er "ließ seine SS-Mannschaften teilweise [auch] biologisch-dynamisch ernähren und mit Naturheilmitteln kurieren. [8] Himmler war überzeugter Anhänger der Alternativmedizin und hat stets nach verschiedensten Kräutern suchen lassen. Außerdem hat er auch mit einem Alchimisten zusammengearbeitet, der nach dem Stein der Weisen gesucht hat. Als aber kein Gold kam, ließ ihn Himmler aufhängen - eine Praktik, wie man sie höchstens im finsteren Mittelalter zu tun pflegte. [7]

"Rund um den Organisator des Terrors entstand ein Geflecht von Scharlatanen und Scheingelehrten, welche die Objektivität der Forschung dem ideologischen Auftrag zu opfern bereit waren. Ein besonders aberwitziges Beispiel dafür ist die so genannte 'Welteislehre' des österreichischen Ingenieurs Hanns Hörbiger [...]. Hörbiger vertrat die allen empirischen Erkenntnissen widersprechende Ansicht, im Weltall seien große Mengen an Eis vorhanden, die sich in permanentem Ringen mit 'glühenden Sonnen' befänden. Der auf die Erde niedergehende Hagel, der direkt aus dem Weltall stamme, sei der zwingende Beweis für die Schlüssigkeit der 'Welteislehre'. Seriöse deutsche Wissenschaftler lehnet Hörbigers These natürlich schroff ab. Ein berliner Professor nannte sie einen 'für das Ansehen Deutschlands tief bedauerlichen Rückfall' in eine 'primitive Vorstufe' wissenschaftlicher Forschung. Himmler aber verteidigte den Unfug vehement. In einem Schreiben mit drohendem Unterton verwies er darauf, dass auch Hitler 'seit langen Jahren' ein 'überzeugter Anhänger' der 'Welteislehre' sei." [7]

Der Nationalsozialismus brauchte wie jede andere Religion eine mystische Welt und einen hohen Priester. Die NS-Ideologie besaß beides: die Mär vom edlen Arier und dem tausendjährigen Dritten Reich sowie Heinrich Himmler als seinen Messias.

Wiki zur Welteislehre:

Die These
Nach Hörbiger existierte vor Millionen von Jahren im Sternbild Taube ein gigantischer Stern, mit der millionenfachen Masse unserer Sonne. In diese Sonne drang ein riesiger Planet ein, der größtenteils aus Wassereis sowie einem Metallkern bestand. Beim Eindringen überzog sich der Planet mit einer Kruste aus Schlacke, so dass er nicht sofort verdampfte. Der Planet verweilte längere Zeit innerhalb der Sonne, wobei sich sein Inneres aufheizte und überhitzter Wasserdampf erzeugt wurde. Eine äußere Störung führte schließlich dazu, dass der Planet aufgrund des inneren Überdrucks in einer gewaltigen Explosion zerbarst. Seine Bestandteile wurden trichterförmig aus der Sonne in den Weltraum gestoßen. Die leichtesten Bruchstücke wurden am weitesten in den Raum geschleudert und bildeten eine „Glutmilchstraße“. Aus den übrigen Bestandteilen und gefrierendem Wasserdampf wurde schließlich unser Sonnensystem sowie eine „Eismilchstraße“ in dreifacher Entfernung des Planeten Neptun gebildet.

Im Sonnensystem vorhandene Eisteilchen und Wolken von Wasserstoffgas, die Hörbiger als Äther bezeichnet, hemmen den Lauf der Planeten und Monde, so dass deren Bewegung gebremst wird. Dadurch werden kleinere Planeten von den größeren eingefangen und selbst zu Monden, die schließlich auf die Planeten stürzen. Die Planeten wiederum nähern sich der Sonne und verdampfen. So soll die ursprüngliche Zahl der Planeten in unserem Sonnensystem mehr als 30 betragen haben. Der Saturnring soll das Überbleibsel eines „Intra-Uranus“ darstellen.

Die äußeren Planeten (Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun – Pluto war noch nicht entdeckt), die Hörbiger „Neptodes“ nennt, sollen reine, von Eis umschlossene Wasserkugeln sein. Die inneren Planeten (Merkur und Venus), „Heliodes“ genannt, sollen dagegen hauptsächlich aus Metall bestehen, und von einer feinen Eisschicht umgeben sein. Dieses „Feineis“ entsteht, wenn interplanetare Eisbrocken (die bei der „Urexplosion“ gebildet wurden) in die Sonne stürzen. Der Einschlag führt zur Bildung von Sonnenflecken, wobei der entstehende Dampf ausgestoßen wird und im Weltall gefriert. Auf der Erde soll dieses Feineis in Form der Cirruswolken sichtbar sein. Der irdische Hagel tritt dann auf, wenn ein Eisbrocken als Meteore in die Erdatmosphäre eindringt.

Die Erde nimmt aufgrund ihrer Entfernung zur Sonne eine Mittelstellung ein. Sie ist weder von Feineis bedeckt, wie die Heliodes, noch von kilometerdickem Eis, wie der Mond oder der Mars.

Der Mond, der früher ein eigenständiger Planet war, ist von Eis bedeckt, da ihm eine schützende Atmosphäre fehlt. Der Mond soll sich der Erde immer weiter nähern, bis er unter seinem Eigengewicht zerbricht. Die Bruchstücke stürzen auf die Erde und lösen eine globale Klimakatastrophe aus. Derartige Katastrophen sollen sich in der Vergangenheit mehrmals ereignet haben. Ältere Kulturen der Menschheit sollen hierdurch geprägt worden sein. Bei der Auflösung des Vorgängermondes (dabei soll es sich um den sechsten Mond der Erde gehandelt haben), sollen dessen Eis- und Wassermassen die biblische Sintflut ausgelöst haben. Beim Einfang unseres jetzigen Mondes sollen sich ebenfalls Sintfluten ereignet haben, wobei vor 10.000 Jahren das Großreich von Atlantis unterging. Die nordische Mythologie mit ihrer Vorstellung einer „Götterdämmerung“ sowie die Apokalypse des Johannes sollen ihren Ursprung in derartigen Katastrophenszenarien haben.

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Die Entstehung und Verbreitung der Welteislehre
Hörbiger berichtet, dass ihm die der Gedanke einer Eiswelt intuitiv, und zwar „blitzartig“, bei der Betrachtung des Mondes mit einem Teleskop gekommen sei. Er habe erkannt, dass sich die Merkmale der Oberfläche des Erdtrabanten sowie seine strahlende Helligkeit nur dadurch erklären lassen, dass sie vollständig aus Eis bestehe. Dies war seine erste „Eingebung“. Einige Nächte später hatte er seine zweite Eingebung. In einem Traum sah er sich im Weltall und betrachtete ein hin und her schwingendes silbernes Pendel, dass immer größer wurde, bis es schließlich zerbrach. Er habe so die Erkenntnis gewonnen, dass Newton sich geirrt habe und die Gravitation der Sonne in dreifacher Neptunentfernung nicht mehr wirksam sei.

Aus diesen Eingebungen entwickelte er seine Eiswelttheorie. Die gesamte Schöpfung ist demnach gekennzeichnet von einem immerwährenden Kampf zwischen den gegensätzlichen Elementen Feuer und Eis, einem Kampf zwischen „Neptunismus“ und „Plutonismus“. Das Sonnensystem sei gleichsam aus der kosmischen Vereinigung einer glühenden „Sonnenmutter“ mit einem „Eisriesen“ entstanden.

In Zusammenarbeit mit dem Lehrer und Amateurastronomen Philipp Fauth (wobei die beiden sich überwiegend brieflich austauschten) entstand sein Hauptwerk, die „Glazial-Kosmogonie“, das 1913 veröffentlicht wurde. Auf fast 800 eng beschriebenen Seiten wird die Theorie ausgebreitet, wobei das Werk aufgrund seiner weitschweifigen Ausführungen und ungenügenden Gliederung nur schwer lesbar ist. Bei ihrer Veröffentlichung, kurz vor dem Ersten Weltkrieg, fand die Welteislehre zunächst wenig Beachtung. Erst nach dem Krieg, durch weitere Veröffentlichung auch anderer Autoren, wie Max Valier, Zeitungsberichte und nicht zuletzt durch Science Fiction-Romane fand sich eine größere Anhängerschaft und es bildete sich eine regelrechte Massenbewegung. Es wurden Bücher, Pamphlete, Zeitschriften, Poster herausgegeben, eine „Gesellschaft für Welteislehre“, ein „Verein für kosmotechnische Forschung e. V.“ und das „Hörbiger-Institut“ in Wien wurden gegründet. Anhänger der Lehre stürmten sogar astronomische Vorlesungen, forderten die Absetzung der klassischen Astronomie und skandierten „Wir wollen Hörbiger!“.

Von der wissenschaftlichen Fachwelt, insbesondere von Astronomen, wurde die Welteislehre überwiegend völlig abgelehnt, da sie keiner ernsten wissenschaftlichen Betrachtung stand hält. Aufgrund der ganz offensichtlichen Schwächen der Lehre wurden immer wieder Versuche unternommen, diese zu reformieren.

Hörbiger, der als außerordentlich halsstarrig galt, wandte sich allerdings strikt gegen eine solche Verwässerung seiner „reinen Lehre“. Er selbst sah sich als das einzige deutsche Genie, das gegen ignorante Universitätsprofessoren anzukämpfen hatte. Fotografien, die zeigen, dass die Milchstraße aus Milliarden von Sternen besteht, tat er als Fälschungen reaktionärer Astronomen ab. Dem Einwand, dass sein Weltbild den himmelsmechanischen Berechnungen widersprach, begegnete er, „dass Berechnungen nur vom rechten Weg führen“. Auch Temperaturmessungen des Mondes, die zeigten, dass dessen Oberfläche tagsüber weit über 100° Celsius erreichen, fochten ihn nicht an. Einem Kritiker schrieb er: „Entweder sie glauben mir und lernen, oder sie werden als der Feind behandelt!“

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Die Welteislehre im Dritten Reich
Im Dritten Reich erfuhr die Theorie einen regelrechten Aufschwung. Führende Nationalsozialisten, darunter Heinrich Himmler, waren Anhänger der Welteislehre. Auch Adolf Hitler soll der Lehre nach eigenen Worten „zugeneigt“ gewesen sein. Andererseits war Hörbiger selbst, der bereits vor der Machtergreifung der Nazis starb, weder Antisemit noch Nationalsozialist.

Hörbiger wurde von seinen Anhängern mitunter mit dem „Führer“ verglichen. Beide stammten aus Österreich und waren zunächst verkannte Außenseiter. Während Hitler mit dem „Weltjudentum aufräumte“, sollte Hörbiger Deutschland und die Welt von der „jüdisch beherrschten Wissenschaft“ (gemeint war insbesondere Albert Einstein) befreien. Darüber hinaus ließen sich die Katastrophenszenarien der Theorie gut mit den rassistischen Vorstellungen der Nazis in Verbindung bringen. Die „Herrenrasse“ der weißen Arier erstarkte im ewigen Eis des Nordens und errichtete in Thule (gleichbedeutend mit Atlantis) eine Hochkultur, die unterging. Gleich dem Zyklus der Welteislehre von Werden und Vergehen sollte die Herrenrasse mit dem Dritten Reich wieder auferstehen und den ihr gebührenden Platz einnehmen.

Ab 1937 erlangte die Welteislehre daher im Zweig Wetterkunde der SS-Forschungsgemeinschaft Ahnenerbe Einfluss. Dabei sollte insbesondere eine Wirkung des ewigen Welteises auf das Germanentum nachgewiesen werden.

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Die Welteislehre aus wissenschaftlicher Sicht
Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand die Welteislehre weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein. Allerdings finden sich eine Reihe von esoterischen Internetseiten, auf denen die Welteislehre verteidigt wird. Ihre Anhänger weisen darauf hin, dass gerade die neuesten Erkenntnisse der Weltraumforschung, wie die Entdeckung der eisigen Monde von Jupiter und Saturn Hörbigers Theorie bestätigen.

Dem muss aus wissenschaftlicher Sicht allerdings folgendes entgegnet werden: Wasser ist eine im Sonnensystem relativ häufige Verbindung. Im äußeren Sonnensystem liegt Wasser aufgrund der tiefen Temperaturen in Form von Eis vor. Die Monde der äußeren Planten sind tatsächlich mit einer mehr oder weniger dicken Schicht aus Wassereis umgeben. Für Hörbigers These der Planetenentstehung durch Eindringen eines Eisplaneten in eine massereiche Ursonne gibt es dagegen keinerlei Hinweise.

Zunächst einmal ist seine Grundannahme oder „Eingebung“, die Mondoberfläche bestehe vollständig aus Wassereis, völlig falsch. Die Oberfläche des Mondes besteht aus silikatischem Gestein. Dies zeigen spektroskopische Untersuchungen sowie die Ergebnisse der Apollo-Missionen.

„Ursonnen“ mit der von Hörbiger angegebenen Masse (ursprünglich ging er von einer millionenfachen Sonnenmasse aus, später nur noch von einer „vielhundertfachen“) sind physikalisch nicht möglich. Derartig massive Körper müssten aufgrund der eigenen Schwerkraft zu einem Schwarzen Loch kollabieren. Das gängige Bild der Kosmologie geht bei der Entstehung des Sonnensystems davon aus, dass sich eine Wolke aus Gas und Staub infolge Gravitationswirkung zusammenzog. Im Zentrum bildete sich die Sonne, in einer umgebenden Akkretionsscheibe die Planeten.

Cirruswolken und Hagel sind meteorologische Phänomene in der Erdatmosphäre und nicht das Ergebnis von „Feineisausblasungen“ der Sonne und Einschläge kosmischer Eisbrocken. Ein „Eismeteorit“ würde beim Eintritt in die Erdatmosphäre aufgrund der Luftreibung entweder verdampfen oder – wenn er massereich genug wäre – als Eisbombe auf der Erdoberfläche einschlagen. Keinesfalls würde er in Form homogener Eispartikel niedergehen.

Sonnenflecken sind die sichtbaren Auswirkung starker Magnetfeldlinien der Sonne. Dies kann anhand spektroskopischer Untersuchungen nachgewiesen werden (Zeeman-Effekt). Ein Eisbrocken, der ein Gebiet von der Größe eines Sonnenfleckes (oft mehrere Erddurchmesser) von 6.000° (mittlere Temperatur der Photosphäre) auf etwa 4.000° Celsius (mittlere Temperatur der Sonnenflecken) durch Schmelzen und Verdampfen abkühlt, müsste gigantische Ausmaße haben und bereits im Teleskop sichtbar sein. Insbesondere, wenn er sich der Sonne infolge „Hemmung“ auf einer spiralförmigen Bahn nähert.

Die Vorstellung eines hemmenden Äthers hat sich als falsch erwiesen. Die im Sonnensystem vorhandenen Elementarteilchen oder Partikel haben keinen nennenswerten Einfluss auf die Bahn der Planeten und Monde. Messungen belegen zudem, dass sich unser Mond nicht der Erde nähert, sondern sich stetig von ihr entfernt. Durch Gezeitenkräfte wird die Mondrotation verlangsamt. Da die Gesamtenergie des Systems erhalten bleibt, vergrößert sich der Abstand Erde-Mond.

Die Milchstraße ist kein Eisring in dreifacher Neptunentfernung, sondern besteht aus Milliarden von Fixsternen in wesentlich größerer Entfernung. Zu Hörbigers Lebzeiten konnten Teile der Milchstraße nicht mittels Teleskop in Einzelsterne aufgelöst werden.
 
AW: Nazi-Esoterik

BTW, Himmler hat seinen Mannen in der SS-Clubzeitschrift mal empfohlen, Kinder auf dem Friedhof zu zeugen. Weil sie dann groß und stark und blond werden. Nur mal als Beispiel für das Kaliber. [Nein, kein Witz *g*]

Gr
Mibo
 
AW: Nazi-Esoterik

Und auch schön ist Ordensburg die sich die SS auf der Wewelsburg bauen wollte.
 
AW: Nazi-Esoterik

Nr. 1 war der sog. Winterkrieg gegen die Sowjetunion 1939-1940 unter deutscher Neutralität.
Soweit die off. Lesart. Tatsächlich gab es deutsche Waffen- und Materiallieferungen sowie Freiwilligenverbände (z.T. idirekt über Schweden, das ohnehin massiv Hilfe leistete).

Ich hab den thread nur mal schnell überflogen, daher bitte nicht schlagen, so´s schon erwähnt wurde.
Es gibt n Buch von Ralph Giordano "Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte".
Darin geht er z.B. auf die geplanten Ordensburgen und -Strukturen der SS ein - jeweils mit dem (pseudo-)mystischen Hintergrund. Das könnte n Blick wert sein.
 
AW: Nazi-Esoterik

Mibo schrieb:
BTW, Himmler hat seinen Mannen in der SS-Clubzeitschrift mal empfohlen, Kinder auf dem Friedhof zu zeugen. Weil sie dann groß und stark und blond werden.

Und welche Tradition leiten wir jetzt daraus ab? ;)

mfG
nsl
 
AW: Nazi-Esoterik

Gute Frage. Würden Nephandi Kinder zeugen? Eigentlich nicht, ideologisch betrachtet. Was zu der Frage führt: als was die Nazis darstellen? Wirklich Nephanid? Es geht ja nicht um totale Zerstörung, sondern nur um Zerstörung aller anderen.

Gr
Mibo
 
AW: Nazi-Esoterik

Nephandi sind schon ausgeschlossen worden. ;)

Es geht tatsächlich um eine der Traditionen würde ich meinen (mit einem Orphan macht man sich die Sache wieder zu einfach).

Ausschließen würde ich einmal alle von mir als "Sorgenkinder" titulierten Traditionen. Von den verbliebenen fünf (oder sechs, mit Craftmasons :p), kann ich mir Ekstatiker, Hermetiker und Verbena nicht so recht vorstellen (in dieser Reihenfolge - am ehesten würde Verbena also noch funktionieren), womit Euthanatos oder Akashics (oder gegebenenfalls Craftmasons :p :p) übrig bleiben.

mfG
nsl
 
AW: Nazi-Esoterik

Ich bin so frei mich zu zitieren:

blut_und_glas schrieb:
Passt aber meiner Meinung nach nicht in das hier zu Grunde gelegte Konzept einer Organisation beziehungsweise Chantry von SS Okkultisten - und das Problem dabei ist weniger SS, als vielmehr Okkultist.

Keine Sons of Ether.

mfG
nsl
 
AW: Nazi-Esoterik

Bleiben wohl wirklich hauptsächlich die Verbena für die SS. Hermetiker würde ich bei näherer Überlegung vielleicht auch völlig ausschließen, weil die der SS vermutlich zu freimaurerisch und semitisch erscheinen würden - was nicht bedeutet, daß die SS nicht hermetische Ordenshäuser ausräumen und nach deren magischem Wissen gieren würden.....
 
AW: Nazi-Esoterik

Es geht gerade weniger um die SS im Allgemeinen (da funktionieren meiner Meinung nach wie gesagt eine ganze Reihe von Traditionen (auch die Hermetiker)), sondern um die Frage welcher Tradition Himmler angehören sollte. ;)

mfG
nsl
 
AW: Nazi-Esoterik

Hmm....auch da würde ich ziemlich eindeutig zu den Verbena tendieren....OK, ein Verbena in gebügelter Uniform mit einer Dienstpistole (entspricht also nicht der typischen äusseren Erscheinung), aaaaaber ein Verbena..;)
 
AW: Nazi-Esoterik

Passt (meiner Meinung nach) zu seinem Naturheiler-Tick, seinem Hang zum Archaischen, der Vorliebe für irgendwelche obskuren "germanischen" Baumknuddlerkulte, seiner Obsession von "Blut und Boden"......zugegebenermaßen, das könnte auch auf Dreamspeaker passen, aber dazu ist mir Himmler noch zu diesseitig ausgerichtet..
 
AW: Nazi-Esoterik

Hm. Vielleicht tue ich mich auch einfach nur schwer mit dem Bild des Verbena in so exponierter Führungsposition...

mfG
nsl
 
AW: Nazi-Esoterik

Ich halte Himmler im Gegenteil sogar für ziemlich "jenseitig".

:ROFLMAO: :ROFLMAO: OK, so gesehen hast du natürlich recht. ;)
Was ich meinte, war, daß Himmler eher für Kräutermittelchen und Runen-Hokuspokus zu haben war als für Spiritismus im eigentlichen Sinne - und das passt eben besser zum Verbena..
 
AW: Nazi-Esoterik

Um wieder Ernst zu werden: ich würde nicht sagen, Himmler sei nicht spiritistisch. Immerhin hielt er sich für die Wiedergeburt Heinrichs I. Ob er jetz Tischerücken gemacht hat, kann sich nicht sagen, aber wundern würde es mich nicht.

Gr
Eusebius
 
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