Samiel
Neuling
- Registriert
- 20. Mai 2004
- Beiträge
- 94
AW: Eure aktuellen Charaktere
Hintergrundgeschichte
Von Nikolas Iliescu
"Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird, zu leben."
Charakterbeschreibung:
Name: Nikolas Iliescu
Geburtsdatum: 09.06.1979
Todestag: 22.12.2000
Wahres Alter: 25
Sieht aus wie: Mitte 20
Geschlecht: männlich
Haarfarbe: schwarz
Augenfarbe: braun
Hautfarbe: weiß
Größe: 184cm
Gewicht: 75kg
Nationalität: Engländer
Generation: 11te
Erzeuger: Unbekannt
Clan: Tzimisce
Was bedeutet schon Aussehen für einen meines Blutes?
Ich habe die Kraft mein Fleisch nach meinen belieben zu Formen, wodurch die Illusion einer „einzigartigen“ Erscheinung im nu zu der einer veränderbaren Hülle zerfällt. Doch brauche selbst Ich eine gewisse Kontinuität in meiner Erscheinung, so dass diese grob jener meiner menschlichen Tage ähnelt. Hier ein paar Fettklumpen weg, dort den Bizeps ein wenig mehr herauskristallisieren und zum Schluss noch ein ausgeprägtes „Sixpack“. Zwar achte ich auf mein äußeres, doch wäre es eine maßlose Übertreibung zu denken, dass ich viel Zeit für mein „Styling“ verschwenden würde.
Doch scheint das künstlich geschaffene Aussehen eine zweite Seite zu besitzen, oft bekomme Ich zu hören dass mein äußeres unter „falschem“ Lichte kränklich wirkte. Jemand meinte sogar einmal mir würde etwas „dämonisches“ anhaften natürlich mit einem lachen gesagt, doch mir war klar wie recht er mit dieser Bemerkung hatte. Meine typische Bekleidung besteht aus einer Designerbrille, einem schwarzen offen getragenem Hemd, einem engen kurzen Shirt und einer schwarzen Hose.
Schon seit meinen frühen Jahren war es mir klar, dass ich nicht in die Gesellschaft hineinpasse und so hab ich mich mit meinem stark ausgeprägten Individualismus abgefunden. Ich bin zwar nicht abgeneigt neben anderen zu ko-existieren, doch spüre ich dann am meisten wie Alleine ich in Wirklichkeit bin. Durch diese Eigenschaften kann es sein, dass ich Andere herablassend behandle.
Prolog:
Verdammt, es war schon 20.45 Uhr und vom dem 75er Richtung Whitechapel war weit und breit keine Spur. Wenn er nicht bald kommt und ich den Termin heute Abend verwerfen muss, kann ich sehen von welchem Geld ich den Rest des Monats leben soll. Die Anzeige klang wie ein Geschenk des Himmels.
--
Pharmazeutisches Unternehmen sucht Testpersonen
Für die Weiterentwicklung eines neuen Schmerzmittels.
Trauen Sie sich, sie müssen keinerlei Vorraussetzungen
Erfüllen und genießen den Vorteil einer kostenfreien
Medizinischer Untersuchung wie auch einer hohen
Entlohnung.
--
Anmelden können Sie sich um 21.00 Uhr in unserem Büro…
Bestimmt ist der Andrang auf dieses schnell verdiente Pfund enorm, gerade in den Wirtschaftlich schlechten Zeiten in denen wir leben müssen. Wann war mein Kühlschrank wohl das letzte Mal voll gewesen? Ich glaube es dürfte zu dem Zeitpunkt gewesen sein, als ich noch eine Stelle als Taxifahrer hatte. Und nun? Neben einem Glas Senf, einem 6er Pack Bier und einigen Würstchen im Glas dürfte nichts mehr drinnen sein.
Das plötzlich um die Ecke kommende Licht blendete mich enorm, doch gleichzeitig begann mein Magen in freudiger Erwartung eines bald gefüllten Kühlschrankes laut zu knurren. Der Bus war endlich da. Jetzt würde es nur noch ein Weg von ungefähr 8 Minuten sein. Japp, er war wieder im Rennen.
Er kramte seine letzten paar Pfund aus seiner Hosentasche und bezahlte damit die Fahrt beim Fahrer, der nach dem langen Arbeitstag zu keinem freundlichen Wort mehr motivierbar war. Mein Blick Durchstreifte den Inhalt des Busses und begann den optimalen Sitzplatz für mich herauszufiltern. Links einige HipHop-Gangster…noch Kinder und was war das eben in der Hand des einen… ein Messer…lieber nicht. Zu der rechten ein heruntergekommener langbärtiger Mann… Gestank nach Alkohol…unter ihm eine Lache aus seiner Kotze… hinten rechts… ein asiatisches Touristenpaar…bewaffnet mit Kamera und typisch verstrahltem Grinsen… hinten links… Ohhjaa Baby… knappes Kleidchen… üppiger Vorbau… ohh und sogar ein nettes Gesicht… beim näher kommen kein Knutschfleck am hals…kein Ring um den Finger… verheulte Augenränder… das könnte sich zu meiner Nacht entwickeln. Ich setzte mich neben sie und tat auf verständnisvoll, noch bevor ich den Bus verlassen hatte gab sie mir ihre Nummer.
Ihr ein letztes lächeln zuwerfend verließ ich den Bus, verabschiedete mich von dem grimmigen Busfahrer und ging pfeifend Richtung des Beschriebenen Hauses.
Es war relativ heruntergekommen und wirkte nicht sonderlich seriös. Ich fragte mich, ob ich nicht lieber umkehren sollte und die kleine Anrufen, aber ich entschied mich doch dafür einen Blick in das Büro zu werfen. Ich betätigte die Klingel und wartete auf das bieep Signal, welches mir die Tür öffnen sollte. Biiiep. Ich öffnete die Tür und steuerte auf den Aufzug zu, noch bevor ich drückte fiel mir das Schild „Außer Betrieb“ auf. Na ja wahrscheinlich wollen sie testen in welcher Körperlicher Verfassung man ist und lassen uns deswegen Treppen steigen.
Oben angekommen verschnaufte ich erst einmal bevor ich den recht unspektakulären Raum betrat. Ein ziemlich gut aussehender Mann im weißen Kittel schien mich schon zu erwarten.
Nach einem kurzen Geplänkel bei denen wir einige Nichtigkeiten austauschten, bat er mich in sein Untersuchungszimmer. Er genoss sofort mein Vertrauen, was er vor allem seinen freundlichem Gesicht und seiner offenen Art zu verdanken hatte. Ich setzte mich auf die liege und machte meinen Oberkörper frei. Zuerst horchte er mich ab und bat mich anschließend mich auf meinen Rücken zu legen. Dann fing es plötzlich an. Mir wurde schummrig vor Augen, die Lider wurden immer schwerer, das Lächeln des Mannes breiter, berechnender… und mehrere Gesichter schienen mich an zu lächeln… Gesichter… an der Decke?
Ansichten eines Monsters :
„Es ist jedoch für den Menschen eine neue Existenzweise geplant. Er wird eine Metamorphose durchmachen. Am Ende seiner Metamorphose wird er sich an seine früheren Inkarnationen erinnern. Diesen Prozess werdet Ihr suchen. Die Situation des Menschen benötigt viele neue Informationen zu anderen höheren Realitäten.“
Zwar entzieht sich der Gedanke, dass unser Zustand, unsere Hülle, alles andere als statisch ist, dem Verständnis vieler, doch habe ich die ersten Stufen dieser Entwicklung bereits hinter mir. Mein Ziel ist Azhi Dahaka, der Zustand des göttlichen und Ziel der Vervollkommnung meiner körperlichen wie auch geistigen Metamorphose. Viele mögen meinen Weg dorthin als grausam, pervers oder auch unmenschlich Bezeichnen- und na ja sie haben recht mit ihrer Behauptung. Weder leugne Ich mein Verhalten noch schäme ich mich dafür. Der Weg der Menschlichkeit war das erste was ich, um die Stufen einer neuen evolutionären Entwicklung zu begehen, hinter mir lassen musste.
Meine Metamorphose entwickelt sich Schritt für Schritt und noch weit weg bin ich von meinem angestrebten Zustand. Zu viele Fragen füllen noch meinen Geist, zu unvollkommen ist meine physische Gestalt und noch zu unergründet sind die Stadien des Todes. Doch das Ziel ist mir vorbestimmt und ich werde es erreichen, egal wie viel es die Welt kosten wird…
Die Geschichte eines Monsters :
“It`s the monster. Men made it, but they can`t control it."
Der Ursprung meiner Metamorphose war der 09.06.1979, als ich in ein unintaktes Elternhaus geboren wurde. Sämtliche Erinnerungen meiner Jugend werden von Gewalt dominiert. Mein Vater schlug meine Mutter, meine Mutter ließ ihre Hilflosigkeit an meinem älteren Bruder Mikesh aus und der wiederum schlug mich in seinem blinden Hass. Und ich, fragen Sie sich vielleicht, ich ließ den Hass meine Seele zerfressen.
Das einzige wo ich Bestätigung fand war die Schule. Zum ersten Mal war ich richtig gut und ergötzte mich schon mit 6 Jahren daran wie überlegen meine geistigen Kapazitäten denen, der andere waren. Ich lernte nicht um gelobt zu werden, oder gar Anerkennung zu finden – meine Motive waren anderer Art, ich wollte den anderen ihre Minderwertigkeit demonstrieren und nur auf die Bestätigung die ich mir dadurch selbst geben konnte kam es mir an. Für den Außenstehenden ist meine Jugend eine sehr unspektakuläre Zeit, denn gelebt hatte ich nicht wirklich, weder hatte ich Freunde noch Bekannte. Ich nutzte jegliche Zeit um meinen Geist zu schärfen und las schon früh die philosophischen Werke eines Nietzsches oder biologische Abhandlungen über Evolution im Tier und Pflanzenreich. Die erste Bekanntschaft mit dem Tod machte ich mit 14 , also im Jahre 1993, als sich mein Bruder, durch eine Überdosis Xtasy motiviert, von dem 15ten Stock eines Hochhaus stürzte. Meine Mutter weinte, mein Vater war schockiert und spielte den Betroffenen- mir war es gleichgültig. Er war es nicht wehrt betrauert zu werden, und in ihrem innersten wussten meine Eltern dies ebenfalls, doch die Gesellschaft schrieb es vor und so inszenierten sie das heuchlerische Theaterspiel ihrer Trauer. Mein Bruder war der Inbegriff der fehlgeschlagenen Jugendpolitik. Mit 15 ist er nicht mehr in die Schule gegangen, lernte die falschen Freunde kennen, fing an Joints zu rauchen und um dies zu finanzieren überfiel er einige Läden und am Höhepunkt seiner ‚Karriere’ genoss er das Leben als HIV-positiver Fixer.
2 Wochen nach dem Tode meines Bruders kam mein Vater des Nachts in mein Zimmer, meine Mutter hatte ihn schon seid einiger Zeit nicht mehr rangelassen, was mir zum Verhängnis wurde. Die genauen Details will ich Ihnen ersparen nur einige Eindrücke sollen das Szenario beleuchten. Das Zimmer stank penetrant nach Alkohol und Schweiß, ein leises wimmern aus dem Nebenzimmer war unter den kräftigen Brunftlauten meines Vaters zu hören, eine Mischung aus Blut und Urin bedeckte das weiße Laken… und…
Ich weinte nicht. Noch nie hatte ich geweint, und ihn würde ich nicht in den Genuss kommen lassen, dies in mir hervorzurufen. Ich stand es durch, mit starrem Blick und ließ die Tortur über mich ergehen. Ab dem nächsten Tag nahm alles wieder seinen gewohnten lauf. Mein Vater konnte mich nicht mehr anschauen, immer wenn er mit mir redete, mieden seine Augen die meinen. Er kam noch in 7 weiteren Nächten zu mir…
Meine zuvor schon löchrige Kinderseele war nun ganz gestorben, nach dem letzten Martyrium, das im Alter von 16 über mich kam, schwor ich mir nicht mehr schwach zu sein. Ich würde ihn dafür bezahlen lassen, ja ich würde die gesamte Welt für mein Unglück bluten lassen, so wie ich blutete.
Mit 18 beendete ich meine Schulkarriere mit einem überragend guten Abschluss, und schrieb mich zu einem Medizinstudium an der Londoner Universität an. Mit dem beginn des Studiums suchte ich mir eine Einstellung bei einem Apotheker, als Aushilfe und finanzierte dadurch den Auszug aus meiner ach so glücklichen Kinderstube.
Nach 4 Semestern, um genauer zu sein an meinem 20ten Geburtstag machte ich mir mein schönstes Geburtstagsgeschenk. Ich nahm mir aus dem Apothekenlager einige Tabletten Morphium mit und besuchte meine Eltern. Ich ließ mir Zeit sie zu richten und vergewisserte mich stets dass sie bei Bewusstsein waren und somit zumindest sahen und verstanden was mit ihnen geschieht. Anschließend wollte ich mich selbst richten und meiner missverstandenen Existenz ein Ende setzten. Ich öffnete das Fenster und musste zwangsläufig, wegen der Ähnlichkeit zu dem Tode meines Bruders, schmunzeln.
Ich hatte keine Angst zu sterben.
Kurz bevor ich springen wollte, verließ, was ich nur im Augenwinkel wahrnehmen konnte, ein Wesen den Schatten und schlug mich hinterrücks nieder. Die Welt verschwamm und schwärze legte sich über meine Sicht.
Das nächste an das ich mich erinnere war das Erwachen von mir. Ich war eingesperrt in einen winzigen Raum. Er war nicht viel größer als mein eigener Körper und keinerlei Geräusch war zu vernehmen. Nicht einmal mein Herzschlag, das eigentlich ein donnerndes Echo werfen sollte. Doch nichts… ich überprüfte meinen Puls… nicht vorhanden… auch keine Atmung… Der nächste Schritt meiner Metamorphose war vollbracht und während ich mich Richtung Oberfläche grub, lachte ich vor Wahn…
Hintergrundgeschichte
Von Nikolas Iliescu
"Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird, zu leben."
Charakterbeschreibung:
Name: Nikolas Iliescu
Geburtsdatum: 09.06.1979
Todestag: 22.12.2000
Wahres Alter: 25
Sieht aus wie: Mitte 20
Geschlecht: männlich
Haarfarbe: schwarz
Augenfarbe: braun
Hautfarbe: weiß
Größe: 184cm
Gewicht: 75kg
Nationalität: Engländer
Generation: 11te
Erzeuger: Unbekannt
Clan: Tzimisce
Was bedeutet schon Aussehen für einen meines Blutes?
Ich habe die Kraft mein Fleisch nach meinen belieben zu Formen, wodurch die Illusion einer „einzigartigen“ Erscheinung im nu zu der einer veränderbaren Hülle zerfällt. Doch brauche selbst Ich eine gewisse Kontinuität in meiner Erscheinung, so dass diese grob jener meiner menschlichen Tage ähnelt. Hier ein paar Fettklumpen weg, dort den Bizeps ein wenig mehr herauskristallisieren und zum Schluss noch ein ausgeprägtes „Sixpack“. Zwar achte ich auf mein äußeres, doch wäre es eine maßlose Übertreibung zu denken, dass ich viel Zeit für mein „Styling“ verschwenden würde.
Doch scheint das künstlich geschaffene Aussehen eine zweite Seite zu besitzen, oft bekomme Ich zu hören dass mein äußeres unter „falschem“ Lichte kränklich wirkte. Jemand meinte sogar einmal mir würde etwas „dämonisches“ anhaften natürlich mit einem lachen gesagt, doch mir war klar wie recht er mit dieser Bemerkung hatte. Meine typische Bekleidung besteht aus einer Designerbrille, einem schwarzen offen getragenem Hemd, einem engen kurzen Shirt und einer schwarzen Hose.
Schon seit meinen frühen Jahren war es mir klar, dass ich nicht in die Gesellschaft hineinpasse und so hab ich mich mit meinem stark ausgeprägten Individualismus abgefunden. Ich bin zwar nicht abgeneigt neben anderen zu ko-existieren, doch spüre ich dann am meisten wie Alleine ich in Wirklichkeit bin. Durch diese Eigenschaften kann es sein, dass ich Andere herablassend behandle.
Prolog:
Verdammt, es war schon 20.45 Uhr und vom dem 75er Richtung Whitechapel war weit und breit keine Spur. Wenn er nicht bald kommt und ich den Termin heute Abend verwerfen muss, kann ich sehen von welchem Geld ich den Rest des Monats leben soll. Die Anzeige klang wie ein Geschenk des Himmels.
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Pharmazeutisches Unternehmen sucht Testpersonen
Für die Weiterentwicklung eines neuen Schmerzmittels.
Trauen Sie sich, sie müssen keinerlei Vorraussetzungen
Erfüllen und genießen den Vorteil einer kostenfreien
Medizinischer Untersuchung wie auch einer hohen
Entlohnung.
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Anmelden können Sie sich um 21.00 Uhr in unserem Büro…
Bestimmt ist der Andrang auf dieses schnell verdiente Pfund enorm, gerade in den Wirtschaftlich schlechten Zeiten in denen wir leben müssen. Wann war mein Kühlschrank wohl das letzte Mal voll gewesen? Ich glaube es dürfte zu dem Zeitpunkt gewesen sein, als ich noch eine Stelle als Taxifahrer hatte. Und nun? Neben einem Glas Senf, einem 6er Pack Bier und einigen Würstchen im Glas dürfte nichts mehr drinnen sein.
Das plötzlich um die Ecke kommende Licht blendete mich enorm, doch gleichzeitig begann mein Magen in freudiger Erwartung eines bald gefüllten Kühlschrankes laut zu knurren. Der Bus war endlich da. Jetzt würde es nur noch ein Weg von ungefähr 8 Minuten sein. Japp, er war wieder im Rennen.
Er kramte seine letzten paar Pfund aus seiner Hosentasche und bezahlte damit die Fahrt beim Fahrer, der nach dem langen Arbeitstag zu keinem freundlichen Wort mehr motivierbar war. Mein Blick Durchstreifte den Inhalt des Busses und begann den optimalen Sitzplatz für mich herauszufiltern. Links einige HipHop-Gangster…noch Kinder und was war das eben in der Hand des einen… ein Messer…lieber nicht. Zu der rechten ein heruntergekommener langbärtiger Mann… Gestank nach Alkohol…unter ihm eine Lache aus seiner Kotze… hinten rechts… ein asiatisches Touristenpaar…bewaffnet mit Kamera und typisch verstrahltem Grinsen… hinten links… Ohhjaa Baby… knappes Kleidchen… üppiger Vorbau… ohh und sogar ein nettes Gesicht… beim näher kommen kein Knutschfleck am hals…kein Ring um den Finger… verheulte Augenränder… das könnte sich zu meiner Nacht entwickeln. Ich setzte mich neben sie und tat auf verständnisvoll, noch bevor ich den Bus verlassen hatte gab sie mir ihre Nummer.
Ihr ein letztes lächeln zuwerfend verließ ich den Bus, verabschiedete mich von dem grimmigen Busfahrer und ging pfeifend Richtung des Beschriebenen Hauses.
Es war relativ heruntergekommen und wirkte nicht sonderlich seriös. Ich fragte mich, ob ich nicht lieber umkehren sollte und die kleine Anrufen, aber ich entschied mich doch dafür einen Blick in das Büro zu werfen. Ich betätigte die Klingel und wartete auf das bieep Signal, welches mir die Tür öffnen sollte. Biiiep. Ich öffnete die Tür und steuerte auf den Aufzug zu, noch bevor ich drückte fiel mir das Schild „Außer Betrieb“ auf. Na ja wahrscheinlich wollen sie testen in welcher Körperlicher Verfassung man ist und lassen uns deswegen Treppen steigen.
Oben angekommen verschnaufte ich erst einmal bevor ich den recht unspektakulären Raum betrat. Ein ziemlich gut aussehender Mann im weißen Kittel schien mich schon zu erwarten.
Nach einem kurzen Geplänkel bei denen wir einige Nichtigkeiten austauschten, bat er mich in sein Untersuchungszimmer. Er genoss sofort mein Vertrauen, was er vor allem seinen freundlichem Gesicht und seiner offenen Art zu verdanken hatte. Ich setzte mich auf die liege und machte meinen Oberkörper frei. Zuerst horchte er mich ab und bat mich anschließend mich auf meinen Rücken zu legen. Dann fing es plötzlich an. Mir wurde schummrig vor Augen, die Lider wurden immer schwerer, das Lächeln des Mannes breiter, berechnender… und mehrere Gesichter schienen mich an zu lächeln… Gesichter… an der Decke?
Ansichten eines Monsters :
„Es ist jedoch für den Menschen eine neue Existenzweise geplant. Er wird eine Metamorphose durchmachen. Am Ende seiner Metamorphose wird er sich an seine früheren Inkarnationen erinnern. Diesen Prozess werdet Ihr suchen. Die Situation des Menschen benötigt viele neue Informationen zu anderen höheren Realitäten.“
Zwar entzieht sich der Gedanke, dass unser Zustand, unsere Hülle, alles andere als statisch ist, dem Verständnis vieler, doch habe ich die ersten Stufen dieser Entwicklung bereits hinter mir. Mein Ziel ist Azhi Dahaka, der Zustand des göttlichen und Ziel der Vervollkommnung meiner körperlichen wie auch geistigen Metamorphose. Viele mögen meinen Weg dorthin als grausam, pervers oder auch unmenschlich Bezeichnen- und na ja sie haben recht mit ihrer Behauptung. Weder leugne Ich mein Verhalten noch schäme ich mich dafür. Der Weg der Menschlichkeit war das erste was ich, um die Stufen einer neuen evolutionären Entwicklung zu begehen, hinter mir lassen musste.
Meine Metamorphose entwickelt sich Schritt für Schritt und noch weit weg bin ich von meinem angestrebten Zustand. Zu viele Fragen füllen noch meinen Geist, zu unvollkommen ist meine physische Gestalt und noch zu unergründet sind die Stadien des Todes. Doch das Ziel ist mir vorbestimmt und ich werde es erreichen, egal wie viel es die Welt kosten wird…
Die Geschichte eines Monsters :
“It`s the monster. Men made it, but they can`t control it."
Der Ursprung meiner Metamorphose war der 09.06.1979, als ich in ein unintaktes Elternhaus geboren wurde. Sämtliche Erinnerungen meiner Jugend werden von Gewalt dominiert. Mein Vater schlug meine Mutter, meine Mutter ließ ihre Hilflosigkeit an meinem älteren Bruder Mikesh aus und der wiederum schlug mich in seinem blinden Hass. Und ich, fragen Sie sich vielleicht, ich ließ den Hass meine Seele zerfressen.
Das einzige wo ich Bestätigung fand war die Schule. Zum ersten Mal war ich richtig gut und ergötzte mich schon mit 6 Jahren daran wie überlegen meine geistigen Kapazitäten denen, der andere waren. Ich lernte nicht um gelobt zu werden, oder gar Anerkennung zu finden – meine Motive waren anderer Art, ich wollte den anderen ihre Minderwertigkeit demonstrieren und nur auf die Bestätigung die ich mir dadurch selbst geben konnte kam es mir an. Für den Außenstehenden ist meine Jugend eine sehr unspektakuläre Zeit, denn gelebt hatte ich nicht wirklich, weder hatte ich Freunde noch Bekannte. Ich nutzte jegliche Zeit um meinen Geist zu schärfen und las schon früh die philosophischen Werke eines Nietzsches oder biologische Abhandlungen über Evolution im Tier und Pflanzenreich. Die erste Bekanntschaft mit dem Tod machte ich mit 14 , also im Jahre 1993, als sich mein Bruder, durch eine Überdosis Xtasy motiviert, von dem 15ten Stock eines Hochhaus stürzte. Meine Mutter weinte, mein Vater war schockiert und spielte den Betroffenen- mir war es gleichgültig. Er war es nicht wehrt betrauert zu werden, und in ihrem innersten wussten meine Eltern dies ebenfalls, doch die Gesellschaft schrieb es vor und so inszenierten sie das heuchlerische Theaterspiel ihrer Trauer. Mein Bruder war der Inbegriff der fehlgeschlagenen Jugendpolitik. Mit 15 ist er nicht mehr in die Schule gegangen, lernte die falschen Freunde kennen, fing an Joints zu rauchen und um dies zu finanzieren überfiel er einige Läden und am Höhepunkt seiner ‚Karriere’ genoss er das Leben als HIV-positiver Fixer.
2 Wochen nach dem Tode meines Bruders kam mein Vater des Nachts in mein Zimmer, meine Mutter hatte ihn schon seid einiger Zeit nicht mehr rangelassen, was mir zum Verhängnis wurde. Die genauen Details will ich Ihnen ersparen nur einige Eindrücke sollen das Szenario beleuchten. Das Zimmer stank penetrant nach Alkohol und Schweiß, ein leises wimmern aus dem Nebenzimmer war unter den kräftigen Brunftlauten meines Vaters zu hören, eine Mischung aus Blut und Urin bedeckte das weiße Laken… und…
Ich weinte nicht. Noch nie hatte ich geweint, und ihn würde ich nicht in den Genuss kommen lassen, dies in mir hervorzurufen. Ich stand es durch, mit starrem Blick und ließ die Tortur über mich ergehen. Ab dem nächsten Tag nahm alles wieder seinen gewohnten lauf. Mein Vater konnte mich nicht mehr anschauen, immer wenn er mit mir redete, mieden seine Augen die meinen. Er kam noch in 7 weiteren Nächten zu mir…
Meine zuvor schon löchrige Kinderseele war nun ganz gestorben, nach dem letzten Martyrium, das im Alter von 16 über mich kam, schwor ich mir nicht mehr schwach zu sein. Ich würde ihn dafür bezahlen lassen, ja ich würde die gesamte Welt für mein Unglück bluten lassen, so wie ich blutete.
Mit 18 beendete ich meine Schulkarriere mit einem überragend guten Abschluss, und schrieb mich zu einem Medizinstudium an der Londoner Universität an. Mit dem beginn des Studiums suchte ich mir eine Einstellung bei einem Apotheker, als Aushilfe und finanzierte dadurch den Auszug aus meiner ach so glücklichen Kinderstube.
Nach 4 Semestern, um genauer zu sein an meinem 20ten Geburtstag machte ich mir mein schönstes Geburtstagsgeschenk. Ich nahm mir aus dem Apothekenlager einige Tabletten Morphium mit und besuchte meine Eltern. Ich ließ mir Zeit sie zu richten und vergewisserte mich stets dass sie bei Bewusstsein waren und somit zumindest sahen und verstanden was mit ihnen geschieht. Anschließend wollte ich mich selbst richten und meiner missverstandenen Existenz ein Ende setzten. Ich öffnete das Fenster und musste zwangsläufig, wegen der Ähnlichkeit zu dem Tode meines Bruders, schmunzeln.
Ich hatte keine Angst zu sterben.
Kurz bevor ich springen wollte, verließ, was ich nur im Augenwinkel wahrnehmen konnte, ein Wesen den Schatten und schlug mich hinterrücks nieder. Die Welt verschwamm und schwärze legte sich über meine Sicht.
Das nächste an das ich mich erinnere war das Erwachen von mir. Ich war eingesperrt in einen winzigen Raum. Er war nicht viel größer als mein eigener Körper und keinerlei Geräusch war zu vernehmen. Nicht einmal mein Herzschlag, das eigentlich ein donnerndes Echo werfen sollte. Doch nichts… ich überprüfte meinen Puls… nicht vorhanden… auch keine Atmung… Der nächste Schritt meiner Metamorphose war vollbracht und während ich mich Richtung Oberfläche grub, lachte ich vor Wahn…