WFRSP 4 Eindruck nach der ersten Spielrunde

Torgo

Gott
Wir haben gestern die Regeln ausprobieren können. Ich hatte folgenden Eindruck.

Grundsätzlich hat sich am Regelwerk von Warhammer nicht zu viel verändert und wer WH2 gespielt hat, wird mit WH4 keine großen Probleme haben. Es ist immer noch ein W100 - System, nur dass dieses jetzt konsequent verfolgt wird und es kaum noch Abweichungen gibt.

Dadurch dass die Skills nun wie Attribute, jedoch zu günstigeren EP-Kosten, gesteigert werden, sind auch am Anfang höhere Erfolgswahrscheinlichkeiten als bei WH2 möglich. Der Zufallsfaktor ist aber immer noch hoch und erzwingt so Spezialisierungen auf ein bestimmtes Skillset.

Kämpfe sind schnell, da die Buchhaltung auf ein Minimum reduziert werden kann. Sie sind außerdem recht tödlich. Einer meiner Spieler hat die Gefährlichkeit des Systems deutlich unterschätzt und so direkt seinen ersten Fatepunkt verbrannt.

Insgesamt und unter der Maßgabe, dass man nach dem ersten Abend noch nicht alle Feinheit kennt, fand ich das Spiel von den Regeln gelungen, allerdings mit einem sehr hohen Zufallsfaktor.
 

Skar

Dr. Spiele
Teammitglied
Administrator
Höhere Erfolgswahrscheinlichkeiten find ich schon mal gut. Das war bei WH2 schon manchmal frustrierend. Dass Warhammer von der Settingausrichtung her ein eher tödlicheres Kampfsystem mitbringt, ist meiner Meinung voll gerechtfertigt.

Kämpfe sind schnell, da die Buchhaltung auf ein Minimum reduziert werden kann. Sie sind außerdem recht tödlich. Einer meiner Spieler hat die Gefährlichkeit des Systems deutlich unterschätzt und so direkt seinen ersten Fatepunkt verbrannt.
Eins noch. Ist das auch so ein Ding geworden, wo der SL nicht mehr würfeln darf (und deshalb so schnell)? Mit sowas (wie bei Numenera und Symbaroum) werd ich irgendwie nicht warm.
 
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Torgo

Gott
Zunächst: Ich habe mich da an einer Stelle missverständlich ausgedrückt, bzw. schlicht was vergessen, Entschuldigung dafür.

Es gibt ein Erfolgslevelsystem (grob pro 10 Punkte unter der Zehnerstelle der Zielzahl ist ein Zusatzerfolg) und das wiederum spielt vor allem im Kampf und der Magie eine Rolle.

Und damit zu deiner Frage Skar, sonst wird meine Antwort unverständlich.

Auch der SL würfelt, aber das Bookkeeping ist einfacher.

Das geht mit der Initative los, da wird nämlich schlicht auf den Wert geschaut und der höchste Wert fängt an. Und bis auf einige Ausnahmen (Überraschungen usw.) bleibt das auch so. Meine Gruppe muss nicht testen wer anfängt und ich muss nur noch die Gegner verteilen.

Dasselbe gilt für Wunden. Meine Waffe macht einen festen Schadenswert (Nahkampf meistens Stärkebonus + X), der durch die Erfolgslevel modifiziert wird. Die Spieler rechnen also einmal aus wie hoch dieser Wert ist (bei Gegnern steht er im Regelwerk) und arbeiten dann immer mit einer einfachen Rechnung (z.B 8 + 3 Erfolge).

Selbst wenn dann eine Rüstung ins Spiel kommt, wird es nicht komplizierter, da selbst die beste Rüstung nur maximal 2 Wunden auffängt (dafür aber kritische Wunden blocken kann).

Das heißt ich habe als Spielleiter relativ wenig mit Buchhaltung am Hut, sondern konzentriere mich auf die Action und spiele ansonsten einfach die Punkte meiner Monster runter.

Das Schöne ist, man muss es nicht so spielen und trotzdem nicht auf Hausregeln zurückgreifen. Es gibt nämlich oft optionale Regeln. Es gibt z.B. eine Initativewürfelsystem, wenn man das möchte um mehr Dynamik in das Ganze zu bringen. Es gibt ein alternatives Erfolgslevelsystem das nur noch auf die Zehnerstelle schaut (also es belohnt, wenn man nah an die Zielzahl kommt), es gibt eine Vereinfachung der Rüstungsregeln usw. und das kann mich sich so wie man möchte zusammenstellen.
 
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