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[20.05.2008] Amtseinführung und Chefbesprechung

Kalliope

Kainit
Raven musterte Moishe recht eingehend interessiert als er sich vorstellte. Der steife, stechende Blick ihrer smaragdgrünen Augen schien den Ventrue regelrecht durchbohren zu wollen, obgleich nichts Aggressives, nichts offensichtlich Boshaftes in ihrem Zug lag. Und doch konnte man nicht umhin kommen irgendetwas daran eigentümlich, ein wenig unangenehm vielleicht gar unheimlich zu empfinden.
"Es freut mich sehr ihre Bekanntschaft zu machen, Herr BenLevy", erwiderte die Brünette ihm schließlich mit einem zwar freundlichen, aber doch irgendwie beinahe ein wenig artifiziell anmutenden Lächeln, während sie das Haupt anerkennend in seine Richtung neigte. "Oh, bitte tuen sie sich keinen Zwang an. Ich schätze die Sitzung wird ohnehin in Bälde eröffnet."

Tatsächlich füllte sich der Raum nun endlich. Jennys Eintreffen nahm die Malkavianerin mit einem leichten Schmunzeln zur Kenntnis. Ja, es gefiel ihr die Caitiff, welche der nubischen Königin die Zunge rausstreckte, hier anzutreffen. Sie wäre außerordentlich gespannt zu sehen, wie sie sich hier in dieses Bild einfügen würde - und hoffte ins Geheim darauf, dass sie den Abend auf die eine oder andere Weise ein wenig unterhaltsamer gestalten würde als es sich zu diesem Zeitpunkt erwarten ließe. Dompteuse und halbzahme Wildtiere... Nunja, der Stierkampf hatte in Spanien immerhin Tradition.

Von Jenny angesprochen nickte sie in deren Richtung und hob auch die Hand leicht, wenngleich auch offenbar war, dass diese Art der Gestik nicht unbedingt der Weise entsprach, wie es Ligeia gewohnt wäre andere zu grüßen.
"Hallo Jenny. Schön dich hier zu sehen! Ja, ich denke man mag es so sagen. Wir richten uns zur Zeit noch ein, was alles in allem ein wenig ermüdend ist, aber es geht voran."

//Den Anwesenden en passant Bekanntschaft mit der Caitiff-Primogena demonstrieren...Check.//
Ob es wahrnehmbare Reaktionen darauf geben würde?

Letztlich ergriff die Prinz das Wort und eröffnete die Sitzung. Tagesordnungspunkte: Die neuen Kinder im Sandkasten stellen sich vor, Frau Lehrerin gibt niemandem ein Förmchen zurück da diese ja ganz fair aufgeteilt worden waren... und der Sekräteriats-Blutsklave wird vorgeführt.
Ganz plötzlich schienen die Vorlesungen über Statistik in der Retroperspektive regelrecht spannend! Wobei die Angelegenheit mit dem Spielzeug vielleicht einen gnädigen Hauch von Dynamik entfachen mochte. Um das einzuschätzen war die Malkavianerin allerdings längst nicht lange genug in der Stadt. So blieb also bloß das altbekannte abwarten und sich darauf besinnen, ob einem selbst irgendetwas Bedeutsames in den Sinn kam oder vielleicht auch angetragen wurde.
Bis dato war dies bedauerlicher Weise nicht der Fall.
 
Zuletzt bearbeitet:

Totz66

Kainit
Moishe hatte seit seinem Eintritt in den Mossad mit einschüchternden und beunruhigend wirkenden Männern und Frauen zu tun gehabt und wer einmal auf Burg Hardestadt mit schlechten Neuigkeiten erschienen war wusste wann und wie man sich wirklich eingeschüchtert fühlte. Der Ventrue behielt sein freundliches Lächeln bei, keine Kratzer in dieser Maske so es denn eine solche war und der Jude nicht allgemein wirklich ein sympathischer und höflicher Mann war. Dennoch war er sich dieser Masche der Malkavianerin durchaus bewusst. Es schien ihn aber nicht zu stören.
Nach einigen kurzen Floskeln entschuldigte er sich bei den beiden Frauen die er wirklich nicht länger hatte unterbrechen wollen und suchte sich einen freien Platz am Tisch ohne dabei auf einen speziellen Sitznachbarn zu insistieren.

Als Roxana eintrat erhob sich der Sheriff noch einmal und ergriff das Wort. "Guten Abend Frau Dragomir, bevor wir offiziell beginnen möchte ich ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen den anwesenden Primogenen mitteilen das ich während der gestrigen Verhandlung habe feststellen müssen das ein Nebeneffekt Ihrer Unsterblichkeit ist das in Ihrer Anwesenheit elektronische Geräte zerstört werden."
Moishes Stimme wurde dabei um einige Nuancen lauter damit die anderen Primogene das Gesagte mitbekamen.
"Ich möchte daher den anderen Anwesenden raten wertvolle technische Objekte wie Tabletts und Handys in Sicherheit zu bringen. Wie ich aus eigener Erfahrung jetzt sagen kann ist der angerichtete Schaden leider irreparabel. Aus diesem Grund habe ich diese Objekte erst garnicht mit hier herein gebracht. Es wäre vielleicht besser wenn die anderen Erstgeborenen die Wert auf ihre elektronischen Hilfsmittel legen diese in Sicherheit bringen. Vielleicht könnte, Ihre Erlaubnis vorausgesetzt mein Prinz," wandte sich Moishe an Lena "Frau Danz dafür sorgen das sie außerhalb dieses Raumes sicher verwahrt werden bis wir die Sitzung beendet haben?"
 

Roxana Dragomir

Geschichtenerzählerin
Roxana sagte nichts zu der offensichtlichen Verunglimpfung ihrer Person und beinahe hätte sie die Geste von Jenny nachgemacht und dem Juden die Zunge gezeigt, doch so überging sie es einfach und grüßte jeden anderen, der zu ihr hinsah.

Ihr fiel das Gespräch mit Enio wieder ein und aus dem Lächeln wurde ein Grinsen.
 

Mitra

Titan
#StandWithUkraine
Blutschwert
Tamara Dantz erhob sich, als sie ihren Namen hörte und nickte.

"Wenn es gewünscht ist, kann ich mich um ihr wertvolles Hab und Gut kümmern. Sie bekommen alles vollkommen unversehrt im Anschluss an die Sitzung zurück."

Anschließend schritt sie an den Primogenen vorbei und nahm entgegen, was ihr angeboten wurde. Roxanna schenkte sie dabei ein Lächeln, dass ein leichtes Schuldbewusstsein erkennen ließ.
 

Lady Noir

Prinz der Stadt Finstertal
Lena hustete kurz um sich der Aufmerksamkeit der Anwesenden zu versichern. Dann begann sie erneut zu sprechen. Zu Beginn der Runde möchte ich die Namen der eingesetzten Primogene verlesen. Zum einen dient dies dem Protokoll, zum anderen allen Anwesenden zur Orientierung. Es haben sich ein paar Änderungen ergeben, außerdem haben wir ein paar gänzlich neue Gesichter in unseren Reihen.
Die Position der Primogena für den Clan Tordeador wird zukünftig Frau Helena O'Niell übernehmen. Nachdem nun endgültig erwiesen ist, dass sie aus direkter Linie dem Blute meines Mannes entstammt, halte ich die Einstzung in diese Position nur für gerecht und richtig.
Frau Caitlin Mc Kinney wird als Primogena des Clans Tremere bestätigt. Gleichzeitig ernenne ich sie zu meiner direkten Stellvertreterin.
Dem Clan der Ventrue wird zukünftig unser bisherigen Sheriff Moishe BenLevi vorstehen. Eine notwendige wie wichtige Entscheidung. Auf eigenen Wunsch hat Herr Alexander Stahl den Vorsitz seines Clans aufgegeben. Die Ereignisse während und nach seiner Entführung durch die Garou hat Spuren hinterlassen, die in der nächsten Zeit seine gesamte Aufmerksamkeit erfordern werden.
Lurker ist und bleibt der Älteste des Clans Nosferatu. An dieser Stelle möchte ich besonders ihm für seine Loyalität und Freundschaft mir gegenüber meinen Dank aussprechen.
Primogena des Clans der Malkavianer wird Dr. Madelaine Raven. Sie ist neu in der Stadt, scheint mir für die Position einer Ältesten jedoch mehr als befähigt. Herr Traper hat alle Ämter niedergelegt und die Stadt verlassen. Auch ihm gilt mein Dank, da er seine Aufgabe als Geißel bis zu Letzt meisterhaft bewältigt hat. Frau Raven wünsche ich alles Gute bei der Bewältigung ihrer neuen Aufgaben.
Enio Pareto hingegen ist erneut zu uns zurückgekehrt und hat seinen gewohnten Platz an der Spitze der Brujah wieder aufgenommen. Auch wenn ich es bereits persönlich mit ihm besprochen habe, willkommen zurück in der Stadt, Enio!
Primogen Gangrel ist erneut Meyye. Sie mag ihre Differenzen mit meinem Mann gehabt haben und das ein oder andere Mal die falschen Entscheidung treffen. Aber ich persönlich begrüße ihre Rückkehr in diese Position. Meyye hat mehrfach bewiesen, dass es Finstertal ohne ihre Bemühungen und Opferbereitschaft heute nicht mehr in dieser Form geben würde.
Die Ravnos werden nach wie vor von Roxanna Dragomir angeführt und geleitet. Der Clan mag, wie auch einige andere, derzeit schmal besetzt sein. Da wir uns aber einer Zeit des Friedens und des Wolstandes nähern, sehe ich auch bei den Ravnos eine mögliche Ausweitung und damit auch einen weiteren Aufstieg in der Reihen der hiesigen Camarilla.
Primogen der Caitiff ist seit einigen Tagen Frau Jennifer Färber. Ich persönlich stehe der Anerkennung der Clanlosen als Gemeinschaft ein wenig kritisch gegenüber. Allerdings sind auch die Verdienste Frau Färbers nicht von der Hand zu weisen. Außerdem stellen die Caitiff derzeit die größte Gruppierung in Finstertal dar, so das es allein deswegen schon eine Frage der Vernunft ist, sie zum Teil des Rates zu machen.
Möchte einer der neu eingesetzten Primogene ein paar Worte zu seinen Kollegen sprechen?"

Der Blick der Prinz glitt von Moishe, über Madeleine zu Helena, Meyye und schließlich zu Jenny. Offensichtlich hatte sich tatsächlich einiges getan...
 
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Eldrige

Zombie-Survival Experte
Der Nosferatu nahm Platz und horchte kurz in sein Inneres, wo sich die übliche Nervosität und Angst tummelte die ihn unweigerlich beschlisch wenn er so weit auf das unwägbare Meer einer öffentlichen Versammlung der Blutsauger hinausrudern musste wie das bei derartigen Sitzungen der Fall war. Erfreulich, seine Angst hatte sich von einer blanken Panik die seine Nerven anzuzünden versuchte mitllerweile abgemildert auf ein leises Glühen irgendwo im Hintergrund seiner Gedanken. Lurker hielt es für eine kluge Idee diese letzte Menge an Furcht als nötig zu akzeptieren. Wenn man diese leise Stimme nicht mehr vernahm, war man kurz davor vernichtet zu werden. Es gab keine alten und unvorsichtigen Untoten.

Aber es reichte ja auch völlig aus wenn er beim Betreten des Raumes nicht mehr sofort das Gefühl hatte das er sich zu einer Kugel zusammenrollen und seinen Kopf mit den Händen schützen zu müssen und in Embrionalhaltung zu verharren bis alles vorbei war.

So nahm er Platz soweit sein Körperbau das zuließ und beobachtete stumm das Treiben. Die neue Person war also eine Erstgeborene und nicht die Begleitung von irgendwem. Dr. Raven hieß der Sheriff sie. Der Verborgene kramte innerlich eine neue Akte an, allerdings würde es eine Notiz bleiben. Wenn Frau Doktor es schaffte mehr als zwei Nächte in Finstertal am Unleben zu bleiben war es immer noch früh genug sich näher mit ihr zu befassen. Schließlich war Stray schon an ihr dran, wie er mit väterlichem Stolz bemerkte. Er würde seine Tochter später noch ein Lob dafür aussprechen, dass die Neue schon die nötige Aufmerksamkeit durch Clan Nosferatu erfahren hatte. Das Jenny jetzt zwei Clans zu haben schien störte ihn dabei kein bißchen.

Vielleicht ein wenig viel Clan für eine Clanlose

War der einzige, amüsierte Gedanke der ihm dazu durch den Kopf schoss.

Interessanter war vorerst die neue Blutsklavin von Magdalena, pardon, Prinz Cruiz. Offensichtlich hatte sie sich für ein Spionage Modell entschieden. Eine Wahl die Lurker natürlich gefiel. Nicht nur weil dies seine eigene Präferenz gewesen wäre und er das dadurch automatisch für eine kluge Wahl hielt, sondern vor allem weil es nicht sehr Toreador typisch war. Ein weiteres Zeichen dafür das die Prinz mit mehr aus der letzten Krise gekommen war als nur Rosenblut.

Genauso interessiert nahm er die Information des Sheriff zur Kenntniss.

Idiot, warum krakelst du sowas hier laut herum? Setz es doch in die Zeitung.

Mal davon abgesehen das diese Form unhöflich war, was der Verborgene als unprofessionell erachtete und nicht leiden konnte, so es denn nicht nötig war, war so etwas Wissen, dass man viel besser hätte nutzen können. Verschwendung von Information. Ekelhaft, das war wie auf den Teppich spucken.

Aber gut zu wissen was sein Telefon so nachhaltig zerstört hatte. Er hatte ja schon immer gepredigt das diese Geräte und ihre gesammte Struktur Tand waren der einen nur im Stich ließ wenn es mal ernst wurde. Daher war er auf das Gerät zum Glcü nicht angewiesen denn noch war sein Ersatz nicht eingetroffen.

Endlich wurde dann also der Tanz eröffnet.
 

Nightwind

Erzketzer
#StandWithUkraine
Enio, Roxana und Jenny. Alias mies, neutral und okay. Wobei letztere ihr die Zunge zeigt? Hängt wohl mit Lurker zusammen. Sie hatten ja schonmal vor einiger Zeit versucht, darüber zu quatschen aber irgendwas war dazwischengekommen. Auch egal. Lurker hat sie sicher schon mit seiner Seite der Story 'geimpft', dahingehend kann Meyye fast davon ausgehen, dass Jenny schon verlorenes Gelände ist. Was noch immer nicht heisst, dass sie Streit mit ihr hätte.

Und sie kennt offenbar die Neue. Nichts was sie beunruhigen würde. Sie bekommt es nicht unbedingt als erste mit wenn neue Vampire nach Finstertal kommen, solange es nicht gerade Gangrel sind - und selbst dann manchmal. Sie würde sich ohnehin schwertun, noch irgendwelche Gangrel ausser ihr in der Stadt aufzuzählen. Tjara ist schon wieder weg, soviel weiß sie noch... vielleicht fand sie die Hassliebe von Meyye zu ihrer Erzeugerin doch ein wenig zu unheimlich. Eine Primogena ohne Clan. Schlechte Karten eigentlich, in dieser Art von Gesellschaft.

Moishe hat irgendwelche Probleme mit Roxana? Gut, dass Ravnos technische Geräte kurzschließen können, offenbar ohne sie anzufassen, war ihr jetzt neu... aber den Sheriff scheints da mal erwischt zu haben. Immerhin interessant zu wissen, aber ihr Billig-Handy ist jetzt nicht so wertvoll dass sie es rausgeben muss. Die Geräte leiden bei ihrem Unlebensstil ohnehin immer wieder.

Dann eröffnet die Lady den Reigen der Primadonnen und Primogene (und Primeln gibts vielleicht später noch). Zuerst das Offensichtliche. Einmal kurz umrühren und schauen was im Topf noch oben schwimmt. Ein wenig verblüfft ist sie als das Thema Jagdgebiete gleich zur Sprache kommt... und abgeschmettert wird. Zudem noch mit dem Verweis auf historisch gebotene Gebietsansprüche und unverrückbare Wohnstätten. Was für eine Farce! Ihr Schnauben an der Stelle ist auch sicher nicht zu überhören.

Ein kurzer Blick, der nachdenklich wird, zu Frau Dantz als sie vorgestellt wird. Komplette Stiländerung, was Ghule angeht. Mit dem Kapitel portugiesische Witwe will Noir wohl auch diesbezüglich endgültig abschließen. Sie hat immer noch nichts zu sagen, also wartet sie einfach ab, was die Vorstellung bringt.
Helena wird von Toreador zu Caitiff zu Toreador, lustiges Spielchen. Tremere-Klon Eins von Zwei wird Prinzenstellvertreterin, na Prost Mahlzeit. Stahl ist weg... war irgendwie zu erwarten, leider. Viel hat die Zach-Sache und die Garou nicht von ihm übriggelassen. Körperlich ist das ja kein Problem für ihre Art, aber wer weiß was er sonst zurückbehalten hat. Lurker, keine Überraschung hier.
Dr. Madelaine Raven also, die neue Malkavianerin. Trapper sucht sich wohl grünere Weidegründe. Wenn der sich immer solche Hexenkessel aussucht, wird er das nicht lange durchhalten. Meyye mustert die Neue im Kreis kurz, reagiert aber sonst nicht, nichtmal mit einem Nicken.
Dann ist also da noch Enio. Und sie. Differenzen mit ihrem Mann... haha, die hatte die ganze Stadt! Meyye war im Recht und Buchet im Unrecht, das wurde ja wohl zweifelsfrei festgestellt. Das ein oder andere Mal... sie verengt die Augen und fixiert Lena als würde es gleich einen Zwischenruf geben... aber diese Zeiten sind offenbar vorbei. Meyye ist ja selber nicht sicher ob sie soviel Honig ums Fell annehmen will, aber immerhin wird im letzten Satz mal anerkannt, was sie schon alles für die verdammte Stadt getan hat.

Dann noch Roxana und Jenny.. jetzt hat es die Anarchin also auch zur Primogena geschafft. Meyye kann sich noch gut erinnern, dass das auch für sie der Anfang vom Ende war. Neu eingesetzt ist sie im Grunde nicht, eher wieder eingesetzt, daher fühlt sie sich auch nicht angesprochen... trotzdem sieht sie mal zu den Neuen hinüber. "Glückwunsch." sagt sie schlicht. Es klingt fast wie Selber schuld.
 

Discordia

B! scheuert
Das Pflichprogramm begann beziehungsweise wurde fortgesetzt. So langweilig wie es für den Brujah war, mußte er jedoch eingestehen das es leider notwendig war und auserdem Cruiz ihre Sache bis jetzt recht souverän machte. Naja... keine Kunst bisher aber trotzdem. Nach all dem was die letzten Nächte passiert war so gelassen und professionell zu bleiben. Irgendwie war es doch schon wieder Toreador-Style. Aber das war auch kein Grund etwas Negatives dran zu sehen. Manche Dinge nahm man einfach so hin wie sie waren. Ohne Groll und Grummeln. Denn auch das war auf irgendeine Weise Zeitverschwendung.

Enio hörte ungeregt zu und nahm die Informationen auf. Letztendlich war kaum was Neues dabei. Ein neuer Namen – oh pardon... mit Titel – zu dem neuen Gesicht. Malkavianerin also. Enio nahm an, daß er sie sicherlich noch bei Gelegenheit kennenlernen würde aber man mußte sich ja nicht aufdrängen. Die Zeit verging schnell und in ein oder zwei jahren war dafür sicher auch noch ein Augenblick übrig. Im Augenblick fokusierte sich Enio auf die anstehenden Dinge und damit auf die gewünschte Stabilität der Stadt. Verrückt! Stabilität und Finstertal. Es war als würde man versuchen einen großen Würfel in einen kleinen Kreis zu bekommen und dabei erst zum Schluß bemerken, daß die Dimensionen schon überhaupt nicht übereinstimmten und das eine ein Körper und das andere eine Fläche war.

Enio hatte durchaus ähnliche Gedanken wie der Nosferatu als vor Magdalenas Worten der übereifrige Ventrue Klassenprimus spielen mußte und dabei fast an einer faustdicken Demütigung vorbeischrammte. Enio war sicherlich kein Vorreiter in sachen Höflichkeit aber er wußte was Diskretion war und war sich sicher, daß er diese Angelegenheit etwas taktvoller lösen hätte können. Auser Moishe hatte das absichtlich gemacht. Bei den Blaublütlern wußte man das ja nie. Jedenfalls war der Brujah vorbereitet hierher gekommen und hatte sein handy überhaupt nicht mitgenommen. Man durfte ja dazulernen.

Es hatte sich kaum was geändert. Merkwürdig aber auch falsch. Es hatte sich sehr wohl etwas geändert. Es lag aber nicht unbedingt an der personellen Zusammensetzung, sondern eher an dem was diese Personen erlebt hatten und auf welche Weise sie sich des alten Prinzen entledigt hatten. Ganz offiziell. Total legal und von oben abgesegnet.

Ave Magdalena, die Totgeweih... die Toten grüßen dich.

Und nein welch Überraschung... der Italiener hatte nichts zu sagen.
 

Roxana Dragomir

Geschichtenerzählerin
Roxana hatte die Guhl mit einem Lächeln belohnt, wenn die Frau ein bisschen Einfühlungsvermögen hatte, würde sie dahinter die Nahcricht erkennen: Sie können ja nichts dafür.

Der Ventrue hatte mal wieder bewiesen, dass er ein vorlauter, selbstgefälliger Prolet war. Es ließ sich nicht verkennen, dass er ein Bauer war und dämlich ohne Ende, das hatte er schon bei der Verhandlung bewissen, als er sich aus dem Fenster gelehnt hatte, vorallem damit, dass in seinem Clan keiner mit Dämonen handelte. Aber was erwartete man von ihm, er war nunmal nichts weiter als ein verlogener Wichser, der seine Ehre und sein Volk verkauft hatte, als er genau denen in den Hintern gekrochen war, die am meisten hinter Hitler standen. Aber wenn das Geld stimmt, dann verkaufte eben der Teufel seine Großmutter.
 

Lady Noir

Prinz der Stadt Finstertal
Der Kessel begann bereits zu brodeln und dabei war der eigentliche Herd noch nicht einmal angzündet worden. Bisher befand sich die Sitzung noch in der Aufwärmphase. Lena entschied, den administrativen Teil schnell hinter sich zu bringen, damit die Gemüter nicht bereits überhitzt waren bevor die eigentlich problematischen Thema zur Sprache kamen.

Man mochte den Anführer einer Stadt belächeln. Kritik war immer leicht. Aber eine Horde sich selbst überschätzender Untoter in einem Raum zu sperren und erst nach Stunden wieder hinauszulassen, war mehr als die schweißtreibende Arbeit einer Dompteuse...

"Die Vorstellung kann auch später durchgeführt werden. Vielleicht fällt sie in einem direkten Gespräch ohnehin nachhaltiger aus. Ich gehe deswegen direkt über zu der Verteilung der Ämter. Ich bitte die Anwesenden folgende Postenverteilung zu bestätigen oder bei mißfallen einen Gegenvorschlag zu unterbreiten, damit dieser Diskutiert werden kann. Alle von mir genannten Positionen sind lediglich als Vorschlag zu verstehen. Wobei es wohl unnötig ist, zu erwähnen, dass ich bei meiner Auswahl bereits das Wohl dieser Stadt im Sinne hatte. Persönliches Befinden bitte ich in diesen Entscheidungen also auszuklammern!"

Lena blickte in die Runde. Ihr war klar, dass sie mit ihren Äußerungen dem ein oder anderen vielleicht auf den Schlips getreten war. Aber wer das Wohl der Stadt im Auge hatte durfte sich nicht scheuen in das ein oder andere Wespennest zu packen.

"Als Sheriff würde ich gerne Moishe BenLevi bestätigen. Er hat seine Arbeit bisher äußerst gewissenhaft erledigt und sich dieses Amtes mehr als nur würdig erwiesen. Auch das Amt der Hüterin über die Elysien wurde bisher mit großer Opferbereitschaft und viel Fingerspitzengefühl ausgeführt. Auch hier würde ich gerne die bisherige Amtsinhaberin bestätigen, Frau Helena O'Niell. Für das Amt der Harpyie habe ich Frau Raven vorgesehen. Der Posten ist ebenso wie der der Geißel vakant. Womit wir bei meinem letzten Vorschlag wären, Herrn Enio Pareto. Niemand wäre besser geeignet, den Frieden innerhalb dieser Stadt zu sichern und zu wahren."

Ein schmales Lächeln wanderte zu Enio hinüber. Lena war klar, dass sie den Brujah damit gerade überfuhr, hoffte jedoch umso inständiger, dass er den angebotenen Posten annehmen würde.
 

Azraella

Regentin der Tremere Seneshall zu Finstertal
Caitlin, die alte und nach Grimms Abgang neue Primogena der Tremere nahm ihren gewohnten Platz an der Tafel der erwürdigen Anführer der Stadt ein. Die meisten Gesicher warenm mittlerweile langvertraut und eines Lächeln würdig, das allerdings überall gleich herzlich ausviel. Auch die neuangereiste Primogena des Mondes war - man mag es kaum glauben, ein vertrautes Gesicht. Verband sie doch eine gemeinsame Vergangenheit, so wie es schien, wieder auflebte. Wie sagte man: Man trifft sich stets zweimal im Leben? Offenbar galt das auch für das Unleben.

Jedenfalls sprach Caitlin nicht viel, sondern beobachtete stattdessen und lauschte, den Ausführungen der neuen Prinz. Stellvertretung und kein entsetzter Aufschrei durch die anwesende Menge, das ist doch schon mal etwas... dachte sie trocken. Das die Gebiete besprochen aber nicht angefochten werden sollten, war vorab bekannt gewesen und würde Lena sicherlich wenig Pluspunkte einbringen. Sollte vielleicht aber den Ansporn bringen, für deren Intreressen zu kämpfen, um sich Pluspunkte zu sichern und Belohnungen in Form von Gebietskorrekturen zu bringen. Wäre ein interessanter Schachzug, sollte diese Überlegung dahinterstecken. Gib ihnen etwas in Aussicht, wofür es sich lohnt brav zu sein und sie folgen dir... Domptieren leichtgemacht. Mit den genannten Postenbesetzungen war sie jedenfalls einverstanden, mal sehen, wie es die einzelnen Postenträger aufnehmen würden. Auf Enios Reaktion war sie explizit neugierig. Er war wie immer shitte schwer einzuschätzen und konnte der Prinz genausogut verbal an die Gurgel dafür gehen, wie still zu akzepieren. Caitlin ahnte, dass es Lena grade genau so erging.
 

Kalanni

Drachentochter
Helena betrachtete den ganzen Zirkus. Nichts Neues und sie hätte sagen können, sie hatte es gewußt, Caitlin hatte das Blut von Lena und offenbar, war diese genauso blauäugig in der Beziehung Tremere wie ihr Mann und wer falsch und hinterhältig war, wurde dafür belohnt, das selbe bei Moishe. Alles andere war im Moment nicht wirklich schlimm, von Kiera hatte sie einen einzigen Satz nach der Vernichtung des Bildes bekommen und der war der Mosaikstein, der ihr in ihrem Puzzle gefehlt hatte. Es waren nur die 3 Worte: "Du hattest Recht!" mehr hatte sie nicht gebraucht. Aber ein letzter Rest Zwwifel blieb, bis sie wußte, ob denn nun Ziege auch vernichtet war, es könnte ja immer noch sein, daß auch dieses Bild nur eines war, was Oliver gemalt und verzaubert hatte. Vielleicht würde sie die Vernichtung von Oliver auch anders darstellen müssen als bei Lena, wenn diese auf Offenheit aus war, würde sie es sagen müssen und dann konnte sie sagen, was sie als Auskünfte bekommen hatte.

Die Gebiete interessierten sie nicht und Seneschal hätte sie nicht werden wollen, war der solange der Prinz nicht ausfiel, eigentlich nicht mehr als eine Sekretärin. Hüterin war okay, das waren Dinge in denen sie auch ohne entsprechendes Amt immer die Finger drin gehabt hatte, wenn sie in der Stadt war, also eigentlich alles, wie gehabt. Wenn Raven mit Jenny konnte, war das vermutlich auch nicht verkehrt, allerdings würde sie da wohl doch ein wenig ein Auge drauf haben, damit die Anarche nicht eingelullt wurde.

Ihr Handy hatte sie im Cafe gelassen, also keine Gefahr, also zurücklehnen und die Show beobachten.
 

Discordia

B! scheuert
Der Ventrue sollte also Sheriff bleiben. Für Enio war das soweit in Ordnung. Er hatte nichts gegen Moishe und das er seinen Posten während seiner Abwesenheit… seiner schuldlosen Abwesenheit übernommen hatte, nahm Enio nicht persönlich oder schmollte deswegen. Solange niemand von ihm verlangte jetzt Deputy oder schlimmeres zu spielen.

Die Malkavianerin wurde Harpyie. Der Brujah-Ahn nahm auch das gelassen hin. Er kannte sie nicht und konnte sie demnach nicht einschätzen aber ihm war das Amt der Harpyie nicht wirklich wichtig und daher konnte man das auch getrost einer Topfpflanze übergeben. Selbstverständlich wußte er um die poitische Entscheidungskraft dieses Amtes und ihm war klar, daß die Person, die es inne hatte, durchaus einiges entscheiden konnte. Dennoch kratze es den Italiener wenig wer gerade in Finstertal Lästermaul und Ränkeschieber Nummero Uno war. Trotzdem nahm er sich vor die Gelegenheit Signora Raven mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen nicht auf die ganz lange Bank zu schieben. Wer wußte schon für was man sie noch brauchen konnte.

Dann kam Magdalena auf den Posten der Geißel zu sprechen. Enio nahm das relativ gelassen hin. Er hatte zwar nicht unbedingt damit gerechnet aber es hatte ihn auch nicht aus der Bahn geworfen oder gar den Abend versaut. Seine Antwort hätte sehr kurz ausfallen können aber mit dem Posten der Geißel hatte Enio eine Idee die ihm schon länger durch den Kopf ging. Aber war das heute Nacht der richtige Augenlick?
Dem Gesicht des Brujahs konnte man nichts ansehen. Er wirkte gefasst und ungerührt. „Danke Signora Cruiz für das Vertrauen. Ich stehe jederzeit zur Verfügung wenn es darum geht die Sicherheit dieser Stadt zu verteidigen und zu wahren… das wissen sie. Dennoch muß ich das Amt als Geißel leider ablehnen.“ Wer jetzt auf eine ellenlange Begründung gehofft hatte, mußte wohl enttäuscht werden. Enio setzte in keinster Weise an sein „Nein“ irgendwie zu verteidigen oder zu rechtfertigen. Nein… Basta! Die Prinz würde das wohl akzeptieren müssen und Enio war sich sicher, daß sie hier während der Sitzung keine Diskussion vom Zaun brechen würde. Auch wenn sie es offensichtlich als kleines Attentat eingefädelt hatte.

Enio war aber noch nicht fertig. „Ich will aber einen anderen Vorschlag machen.“ Eine kurze Pause folgte aber der Brujah lies es bleiben aus rethorischen Gründen einen Blick in der Gesichte der anderen zu werfen. „Viel hat sich verändert und wir haben viele merkwürdige… Konstellationen hinter uns gebracht und oft die Ämter gewechselt. Leider oft auch aufgrund der Vernichtung des einen oder anderen. Aber Finstertal hat wohl in einigen Belangen etwas… unkonventionelle Wege eingeschlagen. Die Große Anzahl der Clanlosen, die hier offenbar ein Plätzchen gefunden haben spricht Bände und sagt auch etwas aus.“ Das sie neuerdings eine sehr sehr junge Vampirin als Prinz zu bieten hatten sparte sich Enio aus aber es lag unausgesprochen im Raum und jeder mit der Geistesschärfe einer Nacktschnecke konnte es problemlos bemerken. Aber darauf wollte der Brujah gar nicht hinaus. „Es gibt in unseren Reihen jemand, der mit diesem Amt wohl eine gewisse Verbindung hat… auch wenn die nicht unbedingt positiv ist. Derjenige hätte aber sicherlich Interesse daran dieser Position seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrück und dabei die Sicherheit der Stadt in keinster Weise zu vernachlässigen. Das würde das unkonventionelle in Finstertal sicher noch etwas unterstreichen, hätte aber dabei sehr positive Möglichkeiten zu bieten. Möglichkeiten die jemand hat, der gezeigt hat, daß er großes Interesse an der Stabilität und Sicherheit dieser Stadt hat und dabei niemals sein Amt mißbrauchen würde um willkürlich Neuankömmlinge zu schaden.“ Enio wußte, daß er gerade das machte was er selber überhaupt nicht leiden konnte und das jeder von ihm wußte. Er redete um den heißen Brei herum! Total absichtlich und zielgerichtet.

„Ich rede selbstverständlich von der Primogena der Clanlosen Jenny Färber! Ich möchte ihnen vorschlagen sie für dieses Amt vorzusehen.“

Enio war fertig. Er war nicht aufgestanden oder hatte während seiner Rede auf irgendeine Weise gestikuliert oder sein Gesicht verzogen. Innerlich war er ganz knapp davor zu lächeln. Er wußte ganz genau, daß er sich heute Nacht noch einen total Besoffenen als Nahrungsquelle suchen würde, wenn sein Plan aufging und am Ende der Nacht Jenny Färber Geißel von Finstertal wäre. Besser wären zwei oder drei Besoffene. Einer alleine konnte den Alk nicht liefern, den Enio heute noch brauchen würde.
 

Totz66

Kainit
Moishe hatte es befürchtet. Jetzt kam eine scheißliberaler Brujah daher und bot den Clanlosen zusätzliche Macht an, als würde deren Meschpoke nicht schon für genügend Chaos sorgen. Der Ventrue war sich nur allzu bewusst das bei den Caitiff viele nicht das waren was sie vorgaben zu sein, nämlich Clanlose. Dieser Haufen war ein Sammelbecken von Unzufriedenen unter die sich eine Horde Kuckucke anderer Clans mischten...eine Ansammlung von Illoyalen und Verrätern an der Camarilla, in deren Domänen sie sich auf diesem Weg Eintritt verschafften. Außerdem würde Jenny als Geißel wahrscheinlich viel zu nachsichtig sein. Erzählte sie doch immer das sie nach ihrer Erzeugung unschöne Erlebnisse mit der Geißel der Domäne Hamburg gehabt hatte.
Wie Jenny ein derartiges Amt ausfüllen würde war zwar theoretisch interessant, aber das Risiko einer Katastrophe für Finstertal enorm. Jenny würde aus falsch verstandenem Liberalismus Leuten Raum lassen die in Zaum gehalten werden mussten und da die Caitiff so viel Ahnung von den Gesetzen der Camarilla hatte wie eine Ziege von Quantenmechanik hies das Finstertal hatte eine Geißel die als solche nicht ernst zu nehmen war und auf die man sich notfalls nicht verlassen konnte.
Super Moishe, damit bleibt der Job nun auch teilweise an Dir hängen...Masseltoff!
Wollte denn niemand Einspruch erheben oder Jenny aus einem unverständlichen Grund rebellischer Radikalindividualität das Amt ebenfalls ablehnen? Aber wer bliebe noch als Kandidat? Meyye, die erst kürzlich fast einen Krieg mit den Werwölfen losgetreten hätte? Lurker? Der Nosferatu wäre wahrscheinlich die am wenigsten sichtbare und anwesende Form einer Geißel, außerdem würde der Verborgene es wohl doppelt als Angriff auf seine Person empfinden wenn man ihn als Gegenkandidaten zu seinem Hätschelkind Jenny vorschlug.
Musste es wieder wirklich wieder er sein der es aussprach? Herr verschon die Anderen, nimm mich!
"Brauchen wir denn wirklich eine Geißel? Viele Domänen verzichten doch schon lange ganz auf dieses Amt. Wenn ich bedenke wie viel Unfrieden die Person der Geißel unter Malik Trapper schürte könnte Finstertal vielleicht auch einmal einen anderen Weg gehen."
 

Azraella

Regentin der Tremere Seneshall zu Finstertal
Und da war es passiert, Enio hatte tatsächlich abgelehnt. Na sowas... Wird der alte Haudegen langsam weich? Traut er sich nicht mehr zu über Leben und Unleben von Eindringlingen in Finstertal entscheiden zu können? Oder hat er von seiner Abwesenheit seelische Narben mitgebracht, die ihn vielleicht genug beschäftigen? Sie warf ihrem alten Freund einen langen, nachdenklichen Blick zu, strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und nickte schließlich niedergeschlagen. Sein Blick sagte alles: Disskussion und Überredung unnötige Zeitvergeudung. Er würde es nicht machen.

Aber sein Vorschlag die Clanlose oder vielmehr Nicht-Clanlose Caitiffprimogena einzusetzen, war etwas, worüber Caitlin kurz nachdenken musste. Zum Glück sprang Moishe mit einen Themenwechsel in die Bresche, sodass sie etwas Zeit dazu hatte, ohne dass sich der Gedanke zu sehr in die Köpfe der Anwesenden setzte. Wollte sie wirklich eine Caitiff als Verantwortliche für die Sicherheit Finstertals? Eine junge Frau, die zwar viel erlebt hatte in ihren wenigen Jahren, aber dennoch die Kehrseite der Camarilla am eigenen Leib gespürrt hatte und die sicherlich keinerlei Liebe und Loyalität zu den Gesetzen ebendieser verspürrte? Oh, die Tremere war sich sogar absolut sicher, dass Jenny sehr loyal war. Allerdings nicht der Camarilla gegenüber, sondern lediglich denjenigen, die sie liebte und für die sie sich verpflichtet fühlte. Würde eine Jenny kurzen Prozess mit einem ... sagen wir ... Nosferatu machen, der unerlaubt in der Stadt war? An den Fähigkeiten mangelte es ihr nicht, aber von dem Moment in dem Jenny Geissel war, würde die Akademie doch keine Informationen mehr über Illegale bekommen. Sie würden höflich aus der Stadt gebeten oder in Schutzhöhlen vor der Obrigkeit versteckt werden. Nein, Caitlin kam zu dem Schluss, dass Jenny völlig fehl an dieser Position war. Doch welche Alternativen gab es. Im Gegensatz zu Moishe war sie durchaus der Meinung, dass ein Pfuhl wie Finstertal, der die Schmeissfliegen der Gesellschaft nur so anzog, auf jeden Fall eine gut durchgreifende Geissel benötigte, die mit Verstand, Sorgsamkeit, kämpferischen Talent und Loyalität gegenüber den Gesetzen der Camarilla Finstertal sauber hielt. Sie ging alle, die ihr aktuell bekannt waren durch und kam auf...

Caitlin räusperte sich kurz und sprach:" Ich verstehe deine Überlegungen Moishe, und teile sie durchaus an vielen Stellen. Doch bitte bedenke, dass unsere Stadt seit je her ein Ort ist, wo sich Schaulustige und Landstreicher tummeln. Katastrophentouristen, die sich am Chaos berreichern wollen oder aber tatsächlich meinen, die Stadtführung ist derart lasch, dass sie nicht nur einen Clan der Caitiff aufbaut, nein, sämtliche Regeln keine Bedeutung haben. Bis wir es geschafft haben, den Ruf Finstertals wieder herzustellen und dauerhaft den äußeren Eindruck einer stabilen Camarilla-Stadt erwecken, werden wir mit diesen Zuwanderen rechnen müssen. Die Position der Geissel abzuschaffen, Moishe, halte ich zu diesem Zeitpunkt für ein falsches Signal. Und ..." Die Regentin wandte sich wieder Enio zu: " ... die junge Anführin der Clanlosen an diese Stelle zu setzen ebenfalls. Die anderen Städte müssen sich ersteinmal an den Gedanken gewöhnen, dass es diesen Clan überhaupt gibt und mit Verlaub..." Jetzt wandte sie sich an Jenny: "... Der Clan der Caitiff befindet sich in einer Art Test- oder besser Bewährungsphase. Ich bin sicher, es ist eine unglaublich schwere Aufgabe, all die Caitiff unter einen Hut zu bringen und zusammenzuhalten. Auch ohne dass ihre Primogena nachts die Straßen sauberhalten und im Zweifel eingedrungene Kainiten vernichten muss, die sich nicht um die Regeln der Camarilla scheren."

Caitlin lies das Gesagte einmal sacken und sah dann Lena fragen an, bevor sie eine einzelne Frage stellte, die ihre Intention sofort klar machen würde: " Was genau besagt der Titel "Hüterin des Friedens" eigentlich? Ist er erweiterbar?"
 

Morticcia

Addams
Welcher Geißel soll ich denn nun schon wieder unterstellt werden?, schoß es Jenny durch den Kopf.

Dann erst verstand sie was Enio da gerade vorgeschlagen hatte. Ihre Augen wurden groß und ihr Kiefer fiel herab.
"What the Fuck?", stieß sie kaum hörbar aus und konnte nicht glauben das der olle Pilger tatsächlich gerade sie selbst vorgeschlagen hatte.

"Na da soll mich doch..!"

Niemals zuvor wäre ihr der Gedanke gekommen ausgerechnet dieses Amt auszufüllen. Das war doch lächerlich! Wie konnte jemand ernsthaft vorhaben den Bock zum Gärtner zu machen. Sie war mit ganzer Seele Anarchist, schon ihre Ernennung zur Primogena war eigentlich etwas, dass ihren tiefsten Überzeugungen vollkommen widersprach.

Und doch, was alles hatte sie bereits erreichen können. Sie hatte sich nur ein wenig angepasst und schon war ein eigenständiger Clan entstanden, dem sie persönlich vorstand. Bislang hatte sie immer nur kleine Ziele vor Augen gehabt, die Ermordung eines direkten Feindes, ein wenig Krawall, gewürzt mit einer Priese Terror. Das waren lustige Sachen, ein geiler Zeitverteib, der jedoch zu nichts mehr taugte als ihr eigenes Ego zu streicheln und das ein oder andere Arschloch zu piesacken. Nun aber wo sie in großem Rahmen dachte, kam sie mit erstaunlich großen Schritten vorran. Finstertal könnte in ganz Deutschland, in Europa, ja sogar der ganzen Welt Schule machen. Immer mehr Städte könnten sich zu ihren Caitiff bekennen und ihnen eine Chance einräumen sich selbst zu beweisen. Jeder Clan der Clanlosen würde die Macht der Supermächtigen ein kleines bisschen mehr ins Wanken bringen. Von innen heraus und streng nach den Spielregeln der Camarilla.

Sollte sich in Finstertal jetzt noch eine clanlose Geißel etablieren, wäre das ein weiterer gewaltiger Schritt nach vorne.

Jenny wartete bis Moishe und Caitlin gesprochen hatten. Dann erhob sie sich von ihrem Stuhl und blickte in die Runde.

"Die Frage nach der Notwendigkeit einer Geißel, nach allem was wir in den letzten Wochen haben durchmachen müssen, kann echt nur von einem Ventrue kommen. Natürlich brauchen wir dieses Amt. Mehr als jemals zuvor und zwar tatkräftig und nicht nur als zusätzlichen Titel im Briefkopf irgendeines Hüters. Wie jedem hier nur allzu bewusst ist, bin ich eine Caitiff. Ich bin anders als die meisten von euch, habe andere Wertvorstellungen, andere Ziele und einen vollkommen anderen Hintergrund. Gerade meine Herkunft ermöglicht es aber den Job der Geißel auszuführen. Und zwar so, wie er durchgeführt werden sollte! Ich erkenne einen harmlosen Streuner auf den ersten Blick und weiß besser als jeder andere hier ab wann man sich bei einem Fremden vorsehen muss. Wer ganz unten lebt, lernt sehr schnell wie er andere einzuschätzen hat, dass ist überlebenswichtig für solche wie mich."

Es folgte ein räuspern, dass gestelzte Gerede fiel Jenny zunehmend schwer.

"In den vergangenen Jahren bin ich ganzen fünf Geißeln unterstellt worden. Sie alle taugten nicht das schwarze unterm Fingernagel. Ich hoffe wirklich, dass ich das niemandem hier ernsthaft erklären muss? Horst Tappert, der olle Derrick, musste in aller Öffentlichkeit einen Unschuldigen hinrichten, um sich den nötigen Respekt zu verdienen. Der faltenhäutige Samedimistsack damals verstand sich gut auf große Worte, hat aber letztlich nicht das geringste bewegen können. Es blieb bei einer ganzen Menge heißer Luft und einer Vielzahl verdorbener Mägen. Nur ein paar Beispiele, die meisten von euch waren ja hier und wissen wovon ich rede. Bevor hier also jemand kommt und meine Befähigung in Frage stellt. Ich verstehe mich sehr gut darauf mich zu verteidigen, ich kenne jedes verschissene Versteck hier in der Stadt, nicht wenige davon habe ich selbst geschaffen und einige andere gehören mir sogar. Ich bin Loyal und halte mich an meine Versprechen."

Sie blickte ernst in die Runde.

"Von allem am wichtigsten aber ist, dass ich meine Aufgabe ernst nehme. Ich lasse niemanden aus rein persönlichen Befindlichkeiten über die Klinge springen, ich töte nicht aus Vergnügen und ich bin verdammt nochmal auch nicht bestechlich. Ihr erkennt diese Wesenzüge? Wundert mich nur wenig, es beschreibt die Penner die ihr bislang unter Vertrag hattet. Im Ernst ihr morschen alten Knochensäcke, wer mich ablehnt zielt doch genau darauf ab, dass wieder so ein gewissenloser Mistsack durch die Gassen schleicht und sich an den Schwachen und Unschuldigen vergeht."

Jenny setzte sich wieder.

"Hm, ja! Eines noch... Sorry für die Wortwahl, so bin ich eben. Hat nix mit meiner Qualifikation für dieses Amt zu tun. Die letzte Geißel konnte fast gar nicht sprechen und der seit ihr doch auch mit großer Begeisterung um den Schwanz geschlichen..."
 
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Nightwind

Erzketzer
#StandWithUkraine
Manchmal, aber nur manchmal... bekommt so eine Primogenssitzung sogar etwas Amüsantes. Nachdem sich nun doch keiner vorstellen will (als ob sie das noch nötig hätte, wer sie noch nicht kennt wird sie schon noch kennenlernen!) geht es weiter mit dem Pöstchenreigen... ein paar haben wir ja noch. Helena macht weiter die Hüterin, ist ihr recht, betrifft sie nicht (oder nur selten). Die Neue gleich als Harpye... na, da braucht sie wohl noch Einarbeitungszeit, aber auch recht, betrifft sie auch kaum. Und Enio wird vom Sheriff zur Geißel degradiert... oder was auch immer das bedeutet. Sie blickt kurz zu ihm, dann ein bißchen länger als er ablehnt. Hat er was Besseres zu tun, oder was? Na gut, wer hätte das nicht...

Der erheiternde Vorschlag ist der, Jenny als Bock zum Gärtner zu machen. Das hätte was... und dass der Sheriff dagegen spricht, und auch die Tremere schon andere Ideen hat, bestärkt sie in dieser Meinung. Was sie aber überrascht ist Jennys Rede und Eloquenz dabei. Würde sie zu Slapstick neigen, könnte sie jetzt vielleicht mit ihrem Stuhl nach hinten umfallen... aber so schaut sie nur mit leicht gehobenen Brauen. Sie trifft den Nagel auf den Kopf, die letzten Geißeln waren nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Aus Meyyes Sicht kann es Jenny nur besser machen.

"Es gibt Leute hier im Raum, die haben in der Sache von dem Buch mit dem Ritual gegen Ziege eindeutig gegen die Archonten und die Interessen der Stadt gearbeit. Wenn solche Leute Prinzenstellvertreter werden können, kann eine Caitiff Geißel werden." verbindet sie den einen Schlag mit dem anderen. Eine Schlagkombo, sozusagen.
 

Kalliope

Kainit
Das Prepaid-Handy gab die Mondtochter nicht bei der Guhlin ab. Wozu auch? Sollte es zerstört werden -wie auch immer das von statten gehen sollte- wäre dies ziemlich sicher weder das erste, noch das letzte Mal, dass sie Lenore um Ersatz bemühen musste. Von daher bedeutete sie der Blutsklavin bloß mit ihrem üblichen, die Augen nicht erreichenden Lächeln doch bitte weiter zu gehen.
In die Situation sich vorstellen zu müssen, kam Raven zunächst einmal nicht. Dafür schienen andere Angelegenheiten zu dringlich zu sein. Eine angenehme Wendung, durchaus.

Der Einwurf Moishes nun brachte ihm in den gedanklichen Notizen der Malkavianerin, dort, wo sie in ihrem Gedankenpalast Akten über jede Begegnung führte, genau zwei Vermerke ein: Einmal das Prädikat 'Spielverderber' und außerdem 'trotzig Naivling-mimender, napoleonischer Machtzwerg'. Offensichtlich war damit das Thema von den Kindern und den Förmchen wieder auf dem Tisch. Anders konnte sich Raven nicht erklären warum der Sheriff einer Domäne, die weit über die Landesgrenzen hinweg als Moloch von Chaos, Katastrophen und Fiaskos jedweder Sorte bekannt war, überhaupt in Erwägung ziehen konnte, dass eine Geißel ganz eventuell und vielleicht überflüssig wäre. Man war hier ja ganz offensichtlich unglaublich sicher, das hatte Raven nun schon aus einer ganzen Reihe an Quellen vernehmen dürfen. Probleme mit Werwölfen und durchgeknallten Uraltblutsaugern und marodierenden Geistwesen waren ganz bestimmt bloß unbedeutende, kleine Rückschläge, die so überhaupt nichts mit einer potentiell desaströsen Gesamtsituation zutun hatten.
...und sie war immer der Überzeugung gewesen, IHRE Witze seien schlecht...

Das war der Zeitpunkt an dem die wohlbekannte Zaubermeisterin das Wort ergriff. Raven hatte sie als vergleichsweise geistig klar und vernünftig für eine Hexe in Erinnerung. Ein Eindruck, den Caitlin zunächst einmal bestätigte, indem sie so diplomatisch und schön verpackt, wie man das wohl von einer Tremere erwartet hätte, darauf verwies, dass der Ventrue gerade ziemlichen Unfug von sich gegeben hatte.
Gut. Das war definitiv eine positive Überraschung. Aber Jenny im Sandkasten mitspielen lassen wollte sie auch nicht.

Irgendwo in den Untiefen der Malkavianischen Zeit wurden gerade ein par Wetten abgeschlossen, bloß um des Amüsements Willen. Wer würde als erstes endgültig die Fassung verlieren? Wer erzielte die höchste Combo? Wer trat schlussendlich auf die meisten Füße? Wie viel Camarilla erträgt der Anarchismus? Und was hatten die Illuminaten damit zu tun?

Schließlich entschloss sich auch die nubische Königin dazu mitzumischen. Großartig! Raven war nicht lange genug hier um wirklich nachvollziehen zu können worauf sich die Gangrel konkret bezog, sehr wohl allerdings scharfsinnig genug um zu ersehen, wie formidabel die Dame hier gerade vorgelegt hatte - und das gegen die Blutpanscherin. Wie würde Caitlin nun darauf reagieren? Lange Jahre waren vergangen, seit sich die beiden Frauen flüchtig kennen gelernt hatten. Das machte es umso spannender abzuwarten wie die nun gar nicht mehr junge Tremere auf diesen Seitenhieb -manche mochten dergleichen vielleicht eher einen Affront nenne- hin handeln würde.

Aber das Beste, was einem so als Malkavianer-Primogen-Harpye -Raven fragte sich nach wie vor ob sie darüber lachen, weinen oder einfach im Sinne ihrer Profession munter Unzurechnungsfähigkeitsbescheide ausstellen sollte- auf einer Primogenssitzung passieren konnte, waren definitiv Brujah und Caitiff, wie Ligeia nun schließlich und endlich feststellen sollte. Ganz eindeutig. Manch einer mochte da nun voll aller Entrüstung aufschreien. Caitiff-Primogene! Clan der Clanlosen! Wo käme man da denn hin? Die deutliche Mehrheit im Kopf der Malkavianerin lag mittlerweile aber gefühlt lachend am Boden.
So viel Chaos, so viel Wahnwitz in einer einzigen Stadt. Dabei hatte Raven noch nicht mal ihre Anstalt eröffnet. Faszinierend! Nein, eigentlich sogar schlicht und ergreifend großartig!
Sie mochte es, wie der Brujah 'nein' sagen konnte und noch viel toller fand sie es, wie Jenny ihren kleinen Monolog hielt. Eine Caitiff-Primogena -es klang in ihrem Kopf jedes mal erheiternder, wenn sie daran dachte, wenngleich man sich auch sehr schnell einig war, dass es auch nicht amüsanter klang als 'Ravnos-Primogena'- die ein Plädoyer für ihre eigenen Kompetenzen als Geißel hielt, hatte fraglos etwas von einem tanzenden Pudel. Man fragte weder warum sie es tut, noch, ob sie es gut tat. Es ging einfach nur darum dass sie es tat - und das wiederum war schlicht und ergreifend großartig, einfach fantastisch, bedachte man den daraus potentiell erwachsenden Unterhaltungsfaktor.
Allein dafür, dass er diesen Vorschlag vorgebracht hatte, empfand Raven Enio schon als einen großartigen, außerordentlich sympatischen Herrn. Fraglos würde sie ihn unheimlich gerne und bei nächster Gelegenheit einmal näher kennen lernen wollen. Ob er wohl immer ein solches Talent zur Unterhaltung zeigte?

Hachja. Sie mochte den Brujah. Und sie mochte Jenny. Und die nubische Königin. Sollte die Dompteuse Fatale die Caitiff nicht zur Geißel machen wollen, würde Raven vielleicht auch noch einmal das Wort für sie ergreifen. Aber zuerst einmal zurücklehnen, die Aussicht auf die Manege genießen und nach außen hin bloß keine Miene verziehen. Einfach allzeit mit den Smaragdaugen den verschiedenen Rednern folgen. Schrecklich wichtig wirken konnte Ligeia schon von Natur aus wie eine von den ganz Alten, so stock steif und kerzengerade sie immer dasaß und so steif und professionell ihre Züge stets blieben.
So in etwa hatte sie sich den Abend erhofft, viel weniger langweilig und träge und inhaltslos und vor allem überflüssig, wie sie es befürchtet hatte. Das hieß...überflüssig vermutlich schon, von einem gewissen Standpunkt aus. Aber Amüsement sollte eben doch niemals in seiner Wertigkeit unterschätzt werden, wenngleich der jüngeren der beiden Schwestern im Vergleich zu Madelaine die rechte Leidenschaft dafür fehlte. So lange sie kein Wort sagte, würde aber glücklicher Weise auch niemandem auffallen wie stetig die Dominanz des Körpers zwischen den beiden Mondtöchtern schwankte. Da sie mittlerweile mit auf dem Tisch aufgestützten Ellenbogen und vor dem Mund gefalteten Händen dasaß, mochte man allein bemerken, wie das Bohren ihres Blickes immer mal wieder einem fast schon strahlenden Glitzern wich, bloß um dann wieder von der bekannten Starre abgelöst zu werden. Dass ihre Lippen mitunter zuckten oder sich gar kräuselten ehe sie wieder zu voller Teilnahmslosigkeit über gingen während sie dem Schauspiel der Sitzung beiwohnte und manches für sich gedanklich vermerkte, blieb hinter den weißen Händen verborgen.

Konnte eine Harpye eigentlich Status verteilen, weil sie konkrete Personen schlicht als unglaublich unterhaltsam empfand? Unter Primogenen natürlich nicht. Aber hinsichtlich der generellen Möglichkeiten einer solchen Position war dies eine interessante, höchst reizvolle Überlegung. Dann wiederrum kam sie doch nicht umhin zu sehen, dass sie als Harpye wohl so ziemlich alles machen konnte, solange sie sich vorher überlegte wie sie es der Dompteuse augenscheinlich stichhaltig verkaufte. Wie schwer mochte es schon sein ein par potemkinsche Dörfer für eine Toreador zu bauen? Sie musste bloß die Fassaden hübsch anmalen und beide Seiten wären zufrieden.
 
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Azraella

Regentin der Tremere Seneshall zu Finstertal
Caitlin lächelte nur müde. Wer jetzt einen aufgebrachten Redeschwall mit vehementer Selbstverteidigung erwartet hatte, würde bitter enttäuscht werden. Etwas sanfter als nötig (Fast als spräche eine ältere, lebenserfahrende Kainitin zu einer recht jungen, aufbrausenden, wenngleich kampfstarken Welpe) erklärte sie der Gangrel nocheinmal: "Sicher ,Meyye, kann eine Caitiff vom Clan der Caitiff Geissel werden. Das steht hier gar nicht zur Disskussion. Die Frage ist vielmehr, ob das zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich eine kluge Idee wäre. Bitte bedenke alle Faktoren dabei und nicht nur die einseitige und kurzfristige Sichtweise eines Finstertalers." Hatte sie soeben Meyye als dumm und kurzsichtig bezeichnet? Tatsächlich. Zu bezweifeln war allerdings, dass diese dies auch verstand....
 
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Kalanni

Drachentochter
"Die Frage, Leute ist doch, wer soll es sonst werden", mischte sich Helena ein, ihre Stimme war nicht laut, eher mit dem Unterton, einer Person, die einen Vortrag hielt.
"Sicher wäre Enio geeignet gewesen, doch ich kann ihn verstehen, er war mal ein paar Tage aus der Stadt und schon hat ein anderer sein Sheriff-Amt. Die Geisseln die wir vorher hatten, genau das ist es, sie waren entweder nicht wirklich geeignet oder schlimmeres. Eine Geissel muß Zugang haben, auch die minderen Mitgleider der Clans zu erreichen, das kann Jenny hervorragend, er sollte ein gewisses Verständnis und Durchsetzungsvermögen haben und was ist dagegen einzuwenden, wenn sie unerwünschte Leute aus der Stadt wirft anstatt sie zu ermorden. Oder wenn sie nicht alleine dasteht, versucht diese Leute in die Stadt einzufügen."

Sie sah zu Lurker und Roxana.

"Wenn einer der anderen, die es vermutlich gut schaffen würden, gewollt hätten, hätten sie sich bestimmt jetzt schon gemeldet. Laßt es sie versuchen, ich bin sicher, sie wird es schaffen. Vorallem mal ein ganz anderer Punkt, selbst wenn ihr der Meinung seid, das mit Clan Caitiff ist Mist, auch wenn ihr ihn wieder auflöst, damit schafft ihr diese Leute nicht aus der Welt und gerade diese Leute werden sich Jenny besser öffnen als, einen Ventrue oder Tremere oder auch nur einem Toreador."

Ihre Worte waren wertfrei, aber dennoch eine klar und deutliche Ansage. Vermutlich standen da Moishe und Caitlin mit ihrer Meinung ziemlich alleine da. Würde sich jetzt noch Lurker oder Roxana für Jenny äußern, hatten sie beiden sowieso keine Chance mehr und das Moishe einfach nur ein an seinen eigenen Hintern dachte, zeigte er fast täglich.
 
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