Kommerzielle Rollenspiele: Alle Entwickler dumm, unfähig oder Fanatiker

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Das ist ein Trugschluss, nur weil man von falschen Annahmen ausgeht, ist die These noch lange nicht widerlegt.

Ich zitiere mal aus der Wikipedia:

Eine These ist ein Gedanke oder Satz, dessen Wahrheitsinhalt eines Beweises bedarf. Der Verfasser einer These behauptet die Wahrheit. [...] Ist die These nicht haltbar, muss sie verworfen werden.

Die These "Alle Entwickler sind dumm, unfähig oder Fanatiker" basierte auf mehreren anderen These, u.a. der These "Rollenspielregelwerk/Quellenbuch schreiben ist das gleiche wie Roman, Drehbuch schreiben". Da diese These wiederlegt wurde (oder zumindestens ein Argument vorgebracht wurde, dass den Wahrheitsgehalt dieser These anzweifelt), ist logischerweise die Folgethese zunächst nicht mehr haltbar, und dadurch widerlegt, bis der Wahrheitsgehalt dieser ersten These(n) doch noch bestätigt wird.
 
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Die Widerlegung ist als widerlegt zu betrachten, weil sie von falschen Annahmen / Aussagen ausgeht.

Versuch's nochmal. ;)

Rest:

Los! Weitermachen!
 
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Bis jetzt wurde weder dumm, unfähig noch Fanatiker widerlegt, also ist die These bis jetzt nicht widerlegt worden.

Auch wurde nicht bewiesen ein Quellenbuch schreiben und einen Roman schreiben so unterschiedlich sein sollten, das die Annahme schon aufgrund dieses Unterschied widerlegt wird.
 
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Und mit Belegen gibt sich der moderne Diskutant bekanntlich nicht ab.
 
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@JM
Auch wurde nicht bewiesen ein Quellenbuch schreiben und einen Roman schreiben so unterschiedlich sein sollten
ein RPG bedarf neben Quellenbuchs auch Regeln
und ein Regelwerk zu verfassen ist sehr wohl unterschiedlich da viel abstrakter.

Regeln sind (Natur)Gesetze der Spielwelt, aufgrund ihrer Verwandtschaft zur realenGesetzestexten sollten sie zumindestens einen Teil dero Qualitätsmerkmale erfüllen können.
In Frage kommend wäre hier:

  • abstrakt-generell
  • inhaltlich bestimmt
  • auf den Einzelfall anwendbar

leider ist dies einigen, auch kommerziell tätigen, Autoren (wenn man sich so manchen Regelwortlaut ansieht) nicht klar, was überaus schade ist.
Mehr Mühe bei der Abfassung von Regeln würde z.B. die Notwendigkeit eines Regeltelefons aufheben.
 
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Ein Roman ist auch nach bestimmten Regeln aufgebaut und sowie ein Satz.

Also was macht das Regelwerk wirklich anders?
Vorallem werden die Kriterien für ein "gutes" Regelwerk allgemein eingehalten?

Wenn ich die Masse an Veröffentlichungen anschaue, muss ich sagen das der Roman und das Regelwerk eines Rollenspiel durchaus vergleichbar sind und das sie sich nicht mal stark unterscheiden.
Der Roman verspricht mir Unterhaltung und das Regelwerk verspricht mir "gutes" Rollenspiel......ob das Versprechen eingehalten wird, ist eine andere Sache.
Der Roman erläutert mir genauso die Regeln seiner eigenen Welt, wie ein Regelwerk seine Regeln erläutert.
Das einzig Abweichende ist, das das Regelwerk oftmals die Formeln liefert für die Regeln liefert.

Aber ob das ausreicht, um zu erklären das die Grundannahme als fehlerhaft zu bezeichnen, wage ich immer noch zu bezweifeln......da das Regelwerk sich zu wenig vom Roman unterscheidet, um eine Übertragbarkeit auszuschließen.
 
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Also was macht das Regelwerk wirklich anders?
hab ich grad geschrieben. der Abstrahierungsgrad, stillistische und inhaltliche Verwandschaft des Crunch-teils des Regelwerks zu Gesetzen. (Naturgesetze und Gesetze entsprechend lokal gültiger Rechtsysteme sind der RL-Crunch)

Vorallem werden die Kriterien für ein "gutes" Regelwerk allgemein eingehalten?
Leider nein. Hab ich ebenfalls nicht unerwähnt gelassen.
Ich sehe aber "andere machen es falsch/ungenau" nicht als Grund eben diesen Fehler absichtlich zu ignorieren.
 
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Es gibt auch Romane, die allgemeine Dramaturgische Kriterien nicht einhalten, womit das für beide Felder kein gutes Argument ist.
 
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Also wäre demzufolge die Grundannahme nicht ausgeschlossen.
 
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Juhu, allgemeines Entwicklerbeschimpfen!!!

Ähm... naja, wie auch immer... der große Vorteil bei der Autorentätigkeit im Rollenspielbereich ist die mögliche, wenn auch nicht zwingende modulare Arbeitsweise.
Wer einen Roman schreiben will, muss eben diesen schreiben, komplett, inklusive Plot, Charakterentwicklung etc. pp. In einem Quellen- oder von mir aus auch Regelband eines beliebigen Rollenspiels kann man einzelne Sektionen schreiben, ein Abenteuer einer Kampagne, einen Teil einer Regionalbeschreibung, einen bestimmten Regelbereich. Das lässt sich zeitlich sehr viel besser als Freizeitprojekt umsetzen und man bekommt in den meisten Fällen deutlich früher das Endergebnis präsentiert. Und bei einem Roman muss man (vorzugsweise vorher) auch noch einen Dummen finden, der den verlegt. Oder man spielt das Selbstverlag-Spiel mit, aber dann kann man es auch ganz lassen. Der Einstieg in die Tätigkeit bei einem Rollenspielverlag ist da deutlich einfacher, wenn man sich nicht total dämlich anstellt.

Was das "lohnen" angeht: Es gibt üblicherweise drei Phasen des Schreibens für einen Rollenspielverlag:
Phase 1: Juhu, ich darf was schreiben und das wird sogar gedruckt!
Phase 2: Juhu, es wird gedruckt und ich krieg dafür sogar was!
Phase 3: Ohne Geld mach ich gar nix.
(man könnte noch "Phase 4: Leckt mich alle!" einfügen, aber das wäre doch etwas negativ)
Ich hab alle drei Phasen durchgemacht und je nachdem, wo man für wen schreibt, gibt es zumindest Geld im Rahmen einer Aufwandsentschädigung. Dazu kommen noch praktische Vorteile wie Gimmicks und Regeln seinen eigenen Charakteren auf den Leib schneidern, sein Hobby aktiv mitgestalten, immer über die aktuellen Aktivitäten in den Verlagen Bescheid wissen und natürlich die Groupies... okay, letzteres ist oft nicht so der Burner. Und das alles mit relativ wenig Aufwand. Wenn einem dazu noch das Schreiben Spaß machen sollte, steht man durch die Bank auf der Gewinnerseite.
Aber vielleicht muss man auch dumm, unfähig oder fanatisch sein, um das so zu sehen.
 
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Die Widerlegung ist als widerlegt zu betrachten, weil sie von falschen Annahmen / Aussagen ausgeht.

So? dann belege diese Aussage mal.

Bis jetzt wurde weder dumm, unfähig noch Fanatiker widerlegt, also ist die These bis jetzt nicht widerlegt worden.
Die These wurde dadurch widerlegt, dass die These, auf der sie fundiert widerlegt wurde.

Auch wurde nicht bewiesen ein Quellenbuch schreiben und einen Roman schreiben so unterschiedlich sein sollten, das die Annahme schon aufgrund dieses Unterschied widerlegt wird.
Es wurde durch ein Beispiel belegt, dass ein Unterschied zwischen Roman und Drehbuch besteht (die in der Eingangsthese des Eingangspost auch gleichgesetzt wurden). Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Regelbuch/Quellenbuch und Roman mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls unterschiedliche Dinge sind.

Zudem: eine These wird durch Beweise belegt. Blut und Glas bleibt also den Beweis schuldig, dass Roman und Quellenbuch/Regelbuch literarisch das selbe sind. Was ihm schwer fallen dürfte, da vermutlich jeder Literaturstudent das gegenteil beweisen könnte.

Stilistisch ist ein Regelbuch am ehesten mit einem Lehrbuch (z.B. für Mathematik) zu vergleichen. Beide versuchen dem Leser auf nüchterne, sachliche Art und Weise einen komplexen Sachverhalt (Regeln des Spiels bzw. Regeln der Mathematik). Viele Stilmittel, die in der Belletristik Anwendung finden, kommen hier nicht zum Einsatz (bsp.: Spannungskurve mit Klimax).

Ein Quellenbuch ist stilistisch am ehesten mit einem Sachbuch vergleichbar. Wie beim Lehrbuch fallen auch hier viele stilitische Mittel, die ein Romanautor anwenden würde.

Einen Roman zu schreiben ist also etwas gänzlich anderes.


Also wäre demzufolge die Grundannahme nicht ausgeschlossen.
Doch. Freeshadows Aussage, das es "auch Romane gibt, die klassische dramaturgische Mittel nicht einhalten" beweißt lediglich, dass es unterschiedliche Qualitäten bei Romanen gibt, oder unterschiedliche Ansprüche bei Lesern. Es beweißt eventuell auch, dass es Leute gibt, die es nicht können, aber dennoch versuchen. Es wiederlegt aber in keiner Weise meine Aussage "Roman schreiben und Rollenspielregelwerk schreiben sind unterschiedliche Dinge".
 
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Du scheinst dich nicht wirklich mit Logik auszukennen.....ich gebe dir mal ein historisches Beispiel:
"Die mendelsche Vererbung, ist nicht widerlegt worden, nur weil Mendel von falschen Annahmen ausgegangen ist und auch seine Ergebnisse fälschte"

Ach übrigens du belegst nicht mal deine Aussagen, also ist es klar, dass deine Widerlegung widerlegt ist.
(Hey dein Quatsch macht irgendwie Spass)

Lies mal richtig: "Auch wurde nicht bewiesen ein Quellenbuch schreiben und einen Roman schreiben so unterschiedlich sein sollten, das die Annahme schon aufgrund dieses Unterschied widerlegt wird."
Du hast meine Aussage bis jetzt nicht widerlegen können und bitte erkläre mir mal was so wirklich anders ist, das allein durch die Abweichung die Grundannahme fehlerhaft ist.
Man nimmt für Regelwerke und Romane die gleiche Basis und man hat eine ähnliche Erwartungshaltung.
Ach übrigens die These gilt solange sie nicht widerlegt worden ist, also liegt die Beweislast für die Widerlegung bei dir.
 
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Also wäre demzufolge die Grundannahme nicht ausgeschlossen.
Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß alle Rollenspielentwickler Mitglieder einer Geheimgesellschaft sind, die aus dem Verborgenen über die Erde herrschen und - ohne daß wir das mitkriegen - in unglaublichem Reichtum schwelgen. Also betrachten wir es mal als wahr. Problem gelöst.
 
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Könnte stimmen....ändert aber nicht daran das sie unfähig, dumm oder Fanatiker sind.:D
 
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Doch, das widerlegt alle Folgerungen der Ursprungsthese.
* dumm, falls er nicht erkennt, dass er mit seinen Fähigkeiten und Kontakten in einem anderen Bereich mehr Geld verdienen könnte, und einen sichereren Job hätte,
Stimmt nicht. Schließlich verdienen sie mehr Geld als wir es uns nur vorstellen können.

unfähig, wenn es zwar reicht sich ein krudes Würfelsystem aus dem Finger zu nuckeln, aber ein vernünftiger Magic-Mechanismus leider nicht drin ist, oder wenn die eigene Prosa als Füller zwischen den Kapiteln eines Rollenspiels mit anspruchslosem Publikum taugt, aber jeder ernsthafte Verlag oder Agent das Manuskript unter Hohngelächter in den Papierkorb befördern würde,
Okay, sie regieren die Welt. Kann man als Punkt gegen sie werten. Aber schauen wir doch mal: In den ~35 Jahren, seitdem es Rollenspiele gibt, haben wir keine Weltkriege, dafür das Internet und eine Menge ziemlich gute Comicverfilmungen. Ich würde also alles in allem sagen, auf einer offenen Fähigkeitsskala sind sie immerhin besser als die Geheimgesellschaft, die vorher am Zuge war.

fanatisiert, sollte er weder dumm noch unfähig sein, sondern nur deshalb nicht wechseln, weil er Rollenspiele für die tollste Erfindung seit vorgeschnittenem Toastbrot hält, und deshalb unbedingt in diesem Bereich "arbeiten" will.
Da, wie ich ja schlüssig dargelegt habe, Rollenspieldesigner nur eine Art Tarnung ist, oder möglicherweise ein Erkennungszeichen, in jedem Fall aber nur sekundär mit der Rolle des geheimen Weltherrschers verknüpft ist, ist diese Annahme von vorneherein hinfällig.

Q.e.d.
 
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Du scheinst dich nicht wirklich mit Logik auszukennen.....[...]
Man nimmt für Regelwerke und Romane die gleiche Basis und man hat eine ähnliche Erwartungshaltung.
Ich kenne mich mit Logik recht passabel aus. Umgekehrt scheinst du sich aber kein bisschen mit Literatur auszukennen, sonst wüsstest du, dass Regelwerke und Romane (abgesehen von den von mir genannten Regeln für Grammatikm und rechtschreibung - also den gleichen Code) keine gemeinsame Basis haben und man als Leser eben nicht die gleichen oder ähnlichen Erwartungshaltungen hat. Außer man fasst den Begriff Erwartungshaltung (fälschlicherweise) sehr weit.

Sogesehen ist Schokolade essen und Sex haben nämlich auch das gleiche: beides sorgt dafür, das Endorphine ausgeschüttet werden und der entsprechende Konsument sich besser (bzw. glücklicher) fühlt. Bedeutet das jetzt, das Schokoladenhersteller und Prostituierte das gleiche sind? Ich denke nicht.

Ach übrigens die These gilt solange sie nicht widerlegt worden ist, also liegt die Beweislast für die Widerlegung bei dir.
Au contraire. Ich zitiere nochmals aus der Wikipedia (weil ich gerade keine andere Quelle zur hand habe): "Eine These ist ein Gedanke oder Satz, dessen Wahrheitsinhalt eines Beweises bedarf."
Die These "Rollenspielbuch schreiben und Roman schreiben ist das gleiche" wurde noch nirgends in dieser Diskussion bewiesen. Die Beweislast liegt zu aller erst also erst einmal beim Verfasser des Eingangspost. Ich habe die unbewiesene Aussage in Frage gestellt, und, da die Aussage sogar weiterging und auch noch Drehbücher als gleichweriges literarisches Produkt mit ins Boot gezogen hat bereits die Teilaussage, das Romane und Drehbücher das gleiche sind, widerlegt.

Was bleibt: die Beweislast liegt nicht bei mir. Die These "Roman schreiben und Rollenspielbuch schreiben ist das gleiche" wurde noch nicht mit plausiblen Beweisen untermauert.
 
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ConspiracyMotivator.jpg


Halt! Moment!
Es ist doch Fuhrer-Friday!

Nein_du.JPG


Grüße
Hasran
 
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Ach toll wikipedia, ist ja der Beweis schlechthin.
Ich kontere mit stupidedia, weil stupidedia wikipedia schlägt.

Schade, du hast bis jetzt nichts widerlegt, also bleibt es dabei .
Eine bewiesene These heißt Fakt.
Die These gilt allgemein solange bis die Gegenthese als wahr herausstellt.

Ich erhöhe noch die These BuG mit "die Entwickler sind allgemein als unansehlich zu bezeichnen".

Die These "unfähig, dumm oder Fanatiker" hasst du immer noch nicht widerlegt.....vielleicht sollte man die Beweisführung der Gegenthese als Beweis ansehen, das BuG's These "unfähig, dumm oder Fanatiker" wahr ist.:D
 
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