Zur Legendenbildung ...

Wie findest du Idee und Umsetzung?

  • Die grundlegende Idee ist unsinnig oder unnötig. (Keine weitere Erklärung im Thread nötig)

    Stimmen: 4 80,0%
  • Die Idee ist gut, die Umsetzung nicht.

    Stimmen: 1 20,0%
  • Gute Idee, gute Umsetzung.

    Stimmen: 0 0,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    5

Arashi

Gott
Mir ist aufgefallen, für das bei BoL für meinen Geschmack eine "Regel" fehlt: LEGENDENBILDUNG.

Ja klar, das kann man auch ohne Punkte machen und bla bla ... aber mit Punkten macht das einfach mehr Spaß! War jedenfalls bei meinen L5R-Gruppen sehr oft so:
Spieler 1: "Das ist eine totale Suizidmission. Ich glaub du spinnst!"
Spieler 2: *deutet auf einen Eintrag in der Glorytabelle hinter dem eine große Zahl steht*
Spieler 1: "Hm. Lass mich nur schnell mein Katana holen."

Das Glory-system von L5R hat so seine "Eigenheiten", das würde ich gar nicht übernehmen wollen (weswegen es unerheblich ist, falls der geneigte Leser es nicht kennt), zumal mir auch da etwas wichtiges fehlt: Barden!
Warum Barden? Bei einer ehemaligen DragonWarriors-Runde, hatten wir eine Weile einen Barden an uns kleben, der unsere Abenteuer vertont hat - was dazu geführt hat, dass man uns ab und an kannte. Das fand ich sehr stimmungsvolle und in Lemuria, wo es wenig Informationsströme gibt, bietet sich das auch an - wer verbreitet wohl sonst die Blutrote Edda?

Ich stelle mir das etwa so vor:
  • Ein Charakter hat einen Ruhmesrang pro Karriere (also einfach eine zusätzliche Zahl, die bei der Karriere steht). Diese beginnt bei -4 und kann bei der Charaktererschaffung nicht gesteigert werden.
  • Stellt man sich nun vor kann man 2W6+[höchster Ruhmesrang] werfen. Ist das Ergebnis >=9, so hat die Person schon einmal von einem gehört und weiß "Das ist Krongar der Mächtige!" Dieser Wurf gilt immer nur für die Karriere mit dem höchsten Wert, außer ...
  • ... die Person hat die gleiche Karriere/n wie der SC, dann kennt dieser höchste Karriere und die Kollegenkarriere/n (Krongar hat bei Barbar Ruhm 8 und bei Söldner nur Ruhm 6, aber ein Söldnerkollege würde ihn sowohl als "Krongar, fähiger Taktiker und Verlässlicher Soldzahler" als auch als "Krongar, barbarischer Plünderer des Nordens" kennen und nicht nur als Letzteres, wie die meisten Anderen). Zudem gibt es bei einem Kollegen einen Gabenwürfel.
  • Der SL kann wie passend Gaben- oder Schwächewürfel vergeben zB. wenn ein Charakter weit weg von seinem üblichen Wirkungsraum ist.
  • Geht es darum, dass nicht eine spezielle Person sondern einfach irgendwer in einer Menschenmenge ihn kennt (Vor den Mauern der belagerten Stadt: "Ich bin Krongar, Plünderer des Nordens. Ergebt euch und ihr werdet verschont, leistet Widerstand und ihr sterbt. Du auf dem Wachturm kennst mich nicht? Frag mal den Wurm neben dir, dem die Knie schlottern!") bekommt der SC 1-3 Gabenwürfel, je nach Größe der Menge.
  • Der Ruhm steigt indem man zum Einen etwas ruhmreiches tut und es zum Anderen Publik macht. Legendäre Erfolge sind dafür immer ein guter Anhaltspunkt, aber auch allgemein spektakuläre Ideen und Aufsehen erregende Aktionen. Werden diese von einer großen Menschenmenge ("Er hat vor der versammelten Stadt den Steuereintreiber ausgeraubt!?") oder von Informationsträgern (Barden, Schankwirten, Karriere-kollegen) beobachtet, darf der Spieler 2W6 würfeln. Würfelt er über dem aktuellen Ruhmeswert der passenden Karriere (hat er mehrere, muss er eine aussuchen), steigt dieser um 1. Alternativ kann er am Ende eines Abenteuer seine Schätze auch ausgeben, damit Barden seinen Ruhm besingen. In diesem Fall würfelt er genau so, allerdings 2W6-2 bzw. 2W6-4 falls er die zu besingende Tat gar nicht in denkwürdiger Weise vollbracht hat (etwas Barbarengarn ist natürlich erlaubt ;-)). Ist der SC selbst ein Barde o.ä. kann das entsprechen eingebaut werden.
  • Sollte ein Charakter irgendwann einen sehr hohen Ruhm erreichen, kann er auch damit rechnen, dass sich irgendwann Personen einstellen, die sich mit ihm messen oder von ihm lernen wollen.
Alternative (und inzwischen eigentlich von mir favorisierte) Idee
  • Anstatt das ganze an den Karrieren aufzuhängen sucht der Spieler einen Spitznamen / Beschreibung für seinen Charakter aus, wenn dieser das erste mal Ruhm erhält: damit bekommt er diesen Spitznamen mit dem Wert -3. Der Spitzname sollte zur Aktion passen - wer einen Legendären Erfolg im heilen erreicht sollte sich nicht "König der Schädelpyramide" nennen.
  • Erhält er Ruhm, der zu keinem vorhandenen Spitznamen passt, sucht er sich einen zusätzlichen und der bekommt den Ruhm (zB. wenn der König der Schädelpyramide etwas legendäres im heilen hinlegt).
  • Erhält er mehr Ruhm für Aktionen, die zu schon vorhandenen Spitznamen gehören, kann er damit den Ruhm des Spitznamen steigern, egal welche Karriere genutzt wurde (egal ob die Karriere Söldner oder Barbar genutzt würde, "König der Schädelpyramide" kann er steigern wenn er passend gehandelt hat).
  • Das ganze was oben für Kollegen geschrieben steht gilt weiter, es muss nur eben zu einer Karriere passen - jemand mit der Karriere Kämpfer kann als Kollege beim König der Schädelpyramide würfeln, selbst wenn dieser den Spitznamen als Barbar erworben hat.
FAQ:
Warum startet der Ruhm bei -4?
Ja, -4 ist eine ungewöhnliche Zahl und macht mich auch nicht ganz glücklich, hat aber seinen Grund: Auch wenn die SC als "Könner" anfangen, sollten sie mE nicht von Anfang an bekannt sein. Liegt der Wert bei -4 muss der Charakter min. eine ruhmreiche Tat begangen haben umd erkannt zu werden (2W6max = 12 + Ruhmwert von -4 = max 8 → Fehlschlag).​
Ich hatte auch überlegt, den Wert bei 1 zu beginnen und einfach mit 2W6 darunter würfeln zu müssen zum erkennen, aber das >=9 System beibehalten finde ich wichtiger als ob ein Wert bei 1 oder -4 startet.​
Sollten die SC von Anfang an erkennbar sein (immerhin haben sie ja auch eine Vorgeschichte) kann der SL die Startwerte natürlich anpassen.​
Warum ein Rang für jede Karriere?
Negativ: etwas mehr Buchhaltung, aber das bei normal 4-6 Karrieren sollte das machbar sein.​
Positiv: Es lässt sich klarer festhalten, für was ein SC bekannt wird. Wer z.B. die Karrieren Söldner Barbar und Heiler hat - da ist es doch interessant zu sehen in welchem Bereich sich der SC einen Namen macht. Alternativ kann man natürlich auch nur einen Wert nehmen und der Spieler sucht sich den "Spitznamen" des Charakter aus.​
Warum wird beim steigern nicht der Karrierewert in den Wurf mit eingerechnet?
Ruhm hängt nicht davon ab, was man kann sondern von dem was man getan hat - oder was man die Leute glauben macht, man hätte es getan.​
Warum überhaupt würfeln zum steigern?
Mit XP Ruhm zu kaufen ist doof, da man dafür im Endeffekt nichts spektakuläres gemacht haben muss.​
Alternativ wäre einfach eine Vergabe durch den SL möglich und/oder ein automatischer Punkt bei einem legendären Erfolg. Da bin ich noch unentschieden.​
Warum würfelt man bei Kollegen auf den Wert einer anderen Karriere?
Unter Kollegen verbreitet sich der Ruhm immer schneller als unter outsidern, das wird auch in Lemuria so sein. Den Wert der höchsten Karriere nimmt man, weil es Bonusgefudelei umgeht und Kollegen ziemlich sicher auch diese Seite des Ruhmes des SC kennen.​
Was ist mit Rufmord?
Um es einfach zu halten (und weil Rufmord eines Helden unwürdig ist) sage ich einfach mal: jede Publicity ist gute Publicity. Fertig. Das einzige was Ruhm wieder senken kann wäre, dass der SC nicht mehr erwähnt wird zB. weil er stirbt oder er sich zur Ruhe setzt. Vielleicht wird er dann aber auch zum Märtyrer oder erst recht zur Legende!​
Was ist mit Leuten, die den SC kennen?
Die Oma des SC muss natürlich nicht würfeln, genau so wenig Leute die sich vor ab über den SC informiert haben o.ä. - es geht um zufällige Bekanntschaften. Natürlich wird ein Bösewicht, der sich informiert auch mehr heraus finden zu einem landesweit besungenen Barbaren mit Ruhm 9 also einem mit Ruhm 1 den noch keiner kennt.​
Was passiert bei Mächtigen/Legendären Erfolgen bzw. Fehlschlägen?
Patzer: Der NSC kennt die den Namen, glaubt dem SC aber schlicht nicht, dass er das ist.​
Mächtiger/Legendärer Erfolg: Einschüchterung, Begeisterung und/oder Verehrung, wie es gerade passt.​
So, nun bin ich auf eure Meinungen und jede konstruktive Kritik gespannt :)
 
D

Deleted member 8049

Guest
Ich handhabe sowas immer an der Erfolgsquote der Helden bzw. der jeweiligen bestandenen Abenteuer. Gerade bei BoL sollen doch die Helden mit ihren Taten groß in der Schenke beim verprassen von ihren Unmengen an Geld prahlen. Mit weiteren Abenteuern und großen Beutezügen werden die Helden automatisch bekannter. Da brauche ich keine Regelschachtel für. Entweder wollen die Helden Helden für Ruhm und Ehre sein oder sich zur Ruhe setzen und dahin siechen.
Legenden entstehen nicht durch Formeln und einer Würfelprobe sondern durch das Bestehen entsprechender Abenteuer und Taten. Von nix kommt nix.
 

Zornhau

Freßt NAPALM!
Der einfache Weg die "Quantität" des legendären Rufes von BoL-Helden zu ermitteln, ist doch einfach deren Zahl abgeschlossener Sagas (= Abenteuer) zu zählen.

Nach JEDEM Abenteuer wird ja die Legende der Helden weitergesponnen, wird beim Verprassen der Unmengen Schätze und anderer Reichtümer von den kühnen Errungenschaften, den legendären Taten und den großen Gefahren, denen die Helden trotzten, gesprochen, gesungen, gedichtet. All das schreibt doch automatisch ihre Legende fort.

Ich könnte auch bei einem einzelnen BoL-Abenteuer schlecht sagen, wie "wertig" das jetzt in "Ruhmespunkten" oder so sein würde. Das hängt doch viel zu sehr davon ab, was alles während des Abenteuers passiert, wie die Helden vorgegangen sind, welche Herausforderungen, Komplikationen, unglücklichen Zufälle sie zu überstehen hatten. VOR dem Abenteuer weiß ich als SL das eh nicht. Und NACH dem Abenteuer interessiert es eh keinen mehr, wie schwer genau nun welcher Gegner gewesen sein mag, da ja alle überlebenden Helden gerade das Leben und Überleben in Saus und Braus feiern und genau DAS eben ihre Legende weiterschreibt.

Tue HEROISCHES und rede darüber!
 
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