DSA 5 Thorwal-Crowdfunding

Dieses Thema im Forum "Das Schwarze Auge" wurde erstellt von Supergerm, 10. Oktober 2019.

Moderatoren: Odin, Supergerm, Sycorax
  1. Arashi

    Arashi Gott

    Mal abgesehen davon, dass die meisten Verlage sicher mehr Interesse an ihrem Konto als dem der Händler haben - wenn so ein Buch erst mal über CF finanziert ist braucht es für den Regelverkauf im Laden nur noch gedruckt werden, da die Autorenkosten usw schon rein geholt sind. Ich habe echt keine Ahnung ob sich das bei einem so kleinen Marktsegment wie Rpg eine Rolle spielt* aber zumindest schließen sich CF und Verkauf beim Händler nicht prinzipiell gegenseitig aus.
    Zumal die Händler ja auch beim CF mitmachen können um dann stolz die Bücher in ihrem Laden zu verscheuern. Hab aber auch wieder keine Ahnung ob die das machen. Vielleicht wäre die Möglichkeit für Händler gleich ein Kontingent von 10 Büchern zu einem etwas niedrigeren Stückpreis zu kaufen** auch eine Möglichkeit eine Win-Win-Situation zu schaffen: der Verlag bekommt das CF voll, der Händler sein Regal.

    *Wortwitz unbeabsichtigt
    **Oder zumindest ohne MWSt, falls die bei CF überhaupt anfällt
     
  2. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    ich glaube das sich sowas für die wenigsten Händler lohnt aber das ist rein spekulativ
     
  3. KoppelTrageSystem

    KoppelTrageSystem Wildsaubändiger

    Ich spekuliere nun einfach mal das der Verkauf von RPG Büchern auch so kaum rentiert ...
     
  4. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    Dann würde es keine Verlage geben oder?
    Ich meine Ulisses, Paizo verdienen damit ihr Geld.
    Inzwischen kann auch Wozard gut mit dnd 5 leben.

    Reich wirste damit sicher nicht aber rentieren wird es sich schon.
     
  5. KoppelTrageSystem

    KoppelTrageSystem Wildsaubändiger

    Ich meinte der Verkauf von solchen Büchern von einem Einzelhändler. :p

    Wizards lebt bestimmt nicht von DnD 5. :p
    Tatsächlich glaube ich eher das man den Kram auch so "nebenher" laufen lassen kann. Und wenn es tot gehen würde, wäre es denen sicher auch egal.

    Da wird das Geld (sprichwörtlich) woanders gedruckt ...
     
  6. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    Also WotC verdient sicher nicht so schlecht mit Magic aber da weiß ich nicht wie die Zahlen sind, bzw wie Erfolgreich es noch ist.
    Aber das DnD 5 zu den Erfolgreichsten und meist verkauften RPGs der Welt gehört ist einfach bestätigt und ist WotC sicher nicht egal. Gerade weil da auch ein größeres Franchise dranhängt: Videospiele, Romane und Filme. Ob sie jetzt mehr oder weniger Erfolgreich sind, lass ich mal so stehen. Magic konnte bisher nie die Größe des Franchises erreichen. Es gibt zwar Romane und bald eine animierte Serie aber im Vergleich zu D&D finde ich kackt da Magic ganz schön ab.

    Zum Thema Händler:
    Sicher ist der alleinige Verkauf von RPG Produkten in den heutigen Zeiten kaum mehr möglich, dennoch muss man den wenigen Läden, die über ein Sortiment verfügen ja nicht noch unnötig Steine in den Weg legen.

    Ich habe für mich beschlossen den grünen Drachen nicht mehr zu Unterstützen, auch wenn ich wohl einer von wenigen bin, sehe ich es nicht ein dieses Verkaufskonzept zu unterstützen.
    Zumal ich das Wegfallen von Händlern in unserem Bereich auch auf Conventions eher schlecht finden würde
     
  7. T.Dorst

    T.Dorst THE BIG RED GOD OF ANGER

    Nein, damit bist Du nicht allein. Ich bin Hardcore Sammler, aber ich kaufe mittlerweile nicht mal mehr die limitierten Editionen vom grünen Drachen.
     
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  8. Thoughtfull

    Thoughtfull Oberinspektor für Arme

    D&D und Magic würde ich in der Diskussion weglassen.

    Bei Magic reden wir von der Marke neben Monopoly die tatsächlich Wachstum im Bereich der Kernmarken Hasbros bringt und D&D ist eines der am schnellsten wachsenden Franchises bei den übrigen Reihen.

    Verzichten können die weder auf das eine noch das andere und 20.000,00 € per crowfunding einzusammeln wäre bei einem Milliardenkonzern wohl auch eher albern, wenn nicht gar kontraproduktiv, weil es Spekulationen lostreten könnte, weshalb das überhaupt gemacht werden muss.

    Bei einer Fa. wie Ulisses kann ich Crowdfunding jedoch nachvollziehen, wenn es um Sondereditionen oder Special interst Geschichten geht. Das ist tatsächlich ein nicht kalkulierbares Risiko für einen kleinen Verlag. Ob das aber auch für normale Ausgaben eines Quellenbandes einer der erfolgreichsten Reihen gilt, kann wahrscheinlich drüber streiten.

    Aber es dürfte zumindest einen Werbeeffekt haben, den man mit klassischer Werbung nicht bekommt.
     
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  9. ADS

    ADS Streunendes Monster

    Magic hat geschätze 20 Millionen Spieler, Tuniere mit mehrere Tausend Teilnehmer und 5 Stelligen Preisgeldern, und ich behaupte einfach mal ohne MTG wäre Wizards längst weg. D&D ist zwar eine bekannte Marke aber einzig MTG ist wohl der Grund warum Hasbro den Laden nicht schon längst verramscht hat. ^^

    Volle zustimmung, finde es auch recht dämlich inzwischen schon das Standard Sortiment per CF an den LGS vorbei zu verkaufen. Ich mein ok der DSA1 Reprint und die DSA Sex Regelwerke gut kann man als CF machen. Aber Regionalbeschreibungen (Havena, Thorwal...)?
     
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  10. KoppelTrageSystem

    KoppelTrageSystem Wildsaubändiger


    Allein durch Dominaria (hat viele alte Spieler zurück geholt, inkl. mir) und Magic Arena geht das MtG durch die Decke.
    Ein RPG halte ich dann doch für "nischiger" als ein "Sammelkartenspiel".
    Zu den Zahlen hat @ADS ja bereits was gesagt ...
     
  11. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    Lassen wir TCGs raus.

    Ich bleibe dennoch bei meiner Meinung das ich CFs für jedes populäre Produkt in unserer Nische als unnütz finde ubd es dadurch eben nicht unterstütze.
    Ich sage ja nicht das alle CFs nutzlos sind. Bei Aventyr z.B habe ich es verstanden aber Pathfinder 2? bzw DSA Regionalspielhilfen sehe ich kein Grund für aber ich bin auch kein Freund von der politik des grünen Drachen Ich verstehe warum sie es machen und der Erfolg gibt ihnen Recht das es so gut funktioniert aber mögen und unterstützen muss ich es nicht
     
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  12. KoppelTrageSystem

    KoppelTrageSystem Wildsaubändiger

    Ich würde dir bei einem Grundregelwerk von DSA durchaus recht geben, da wäre es unnütz, aber bei nem Regionalband.
    Es ist immerhin trotzdem noch ne Nischee ... da hilft, in meinen Augen, das Argument DSA sei ja so populär irgendwie auch nicht.

    Man muss so etwas einfach nicht unterstützen wenn es einem nicht gefällt. Ich tue es ja auch nicht.
     
  13. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    ich denke da werden wir uns auch nicht einigen. ich halte DSA für ein Selbstläufer. sicher verkauft sich in der regel eine regionalspielhilfe nicht so gut wie ausrüstungsbücher und regelbücher aber die vorherigen editionen zeigen doch das sich der meiste quatsch gut verkauft
     
  14. hchkrebs

    hchkrebs Adren

    Bücher, Musiknoten und (Land-/Straßen-)Karten sowie „Produkte, die Bücher, Musiknoten oder kartographische Produkte reproduzieren oder substituieren und bei Würdigung der Gesamtumstände als überwiegend verlags- oder buchhandelstypisch anzusehen sind sowie kombinierte Objekte, bei denen eines der genannten Erzeugnisse die Hauptsache bildet“ unterliegen in Deutschland dem BuchPrG - dem Buchpreisbindegesetz. Seit September 2016 sind auch eBooks explizit benannt.

    Die Verlage können aber die Preise selbst festlegen und haben da Spielraum. Sie können auch Mengenrabatte für Händler gewähren. Laut der Homepage des Börsenvereins des deutschen Buchhandels beträgt dieser 30% bis 40% Rabatt. Aus diesem Rabatt kommen die Gewinne der Buchhändler, da sie ja die Bücher zum Festpreis verkaufen müssen (mit wenigen Ausnahmen). Rollenspiele haben eher kleine Auflagen, daher kann man den Händlern weniger Rabatt gewähren, daher sind sie nicht sooo attraktiv für Einzelhändler - aber immer noch attraktiv genug.

    Wie Crowdfunding von Büchern funktioniert ist da schwierig. Denke aber, dass faktisch der Verlag auch als Händler auftritt, die 30% bis 40% selbst einstreicht und damit den Händlern natürlich den Wind aus den Segeln nimmt. Denn wenn man davon ausgehen muss, dass große Mengen an potentiellen Kunden schon beim Verlag selbst gekauft haben (im Crowdfunding) und es nur wenige übrige Kunden gibt die ein älteres Buch dann nicht ggf. über die Buchpreisbindungsfreie Gbrauchtwaren-Schiene (Flohmarkt/Antiquariat/ebay) kaufen. Da wird eine Investition in ein Buch halt schnell ein Ladenhüter.

    Naja, mein großes Ärgernis bei der Buchpreisbindung ist immer, dass sie pro Exemplar gilt und nicht pro Titel. Für eBook und Print doppelt den in Deutschland gebundenen Preis zu zahlen ist nervig und da gibt es leider nur wenig Möglichkeiten das kundenfreundlicher zu machen, weil das Gesetz das wohl nicht hergibt. Gab dazu mal von einem Ulisses-Mann ein Video einer Podiumsdiskussion bei irgend einer Con.
     
Moderatoren: Odin, Supergerm, Sycorax
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