Die Frage ist durchaus berechtigt. Ich denke
gute Intofiction kann ein Regelwerk auflockern. Wobei ich einräume, die Introfiction im Shadowrun GRW selber garnicht gelesen zu haben.

Derzeit musst du ja noch nicht auf Seitenzahlen achten, später, wenn du das Werk mal drucken willst, kommt es auf die genaue Seitenzahl an, da können schon Kapiteleinleitungen dran glauben müssen, damit du auf gewünschte Seitenzahl kommst.
Von daher ist die Verbindung von Introfiction und Einführungsabenteuer vielleicht doch nicht so ideal.
Sehe ich genauso.
Vielleicht ist meine Einleitung da noch zu allgemein gehalten. Wenn ich mir die Medienhinweise so ansehen, schmeiße ich ja doch so einiges in einen Topf.
Deine Einleitung nennt sich auch noch Vorwort.

Bevor ich irgendwelche Introfiction lese, will ich erstmal wissen, worum es in diesem Buch geht. D.h. ein Vorwort gehört vor die Introfiction. In diesem Vorwort gehört kurz zusammengefasst worum es bei Star Reeves geht, an wen es sich richtet, was seine Schwerpunkte sind, warum du es geschrieben hast, etc.
Dein Vorwort ist mir zu unstrukturiert und legt die falschen Schwerpunkte. Nach einer Begrüßung (ob diese notwendig ist, darüber lässt sich streiten) muss das wichtigste kommen. Personen geben einem Roman auch nur die ersten paar Zeilen um zu entscheiden, ob sie ihn kaufen/lesen wollen oder er wieder ins Regal wandert. Der erste Satz von dir ist gut. Der muss nun mit einem weiteren Satz mit weiteren Infos zu Star Reeves unterfüttert werden. Star Reeves hat eigenes Setting mit neuen Rassen, Planetengenerator und eine fertige Kampagne für den SL.
Out-of-the-box ist kein ehrgeiziges Ziel, das schaffen auch andere Systeme. Spätestens wenn du Zusatzbänder herausbringen willst, brichst du dieses gesetzte Ziel.
Wenn Du möglichst wenig ändern willst, lass einfach den Out-of-the-box-Satz einfach weg.
Mit den ersten Sätzen machst du den Leser heiß auf dein Werk, dann törnst Du ihn ab mit den ganzen Lizenzinformationen und was er darf und nicht darf. Stattdessen solltest du eher mit den Abschnitten Space Western bis Medienhinweisen weitermachen. Klar gehört das ganze Lizenzkram ins Buch, aber nicht an so prominenter Stelle.
Willst Du wirklich dein Setting an Erfahrene und Anfänger richten? Falls ja, dann muss dir bewusst sein, dass du dein Regelwerk mit entsprechenden Hinweisen, etc., die Anfänger helfen sollen, ausgestattet ist. Möglicherweise auch ein "Was ist Rollenspiel"-Abschnitt.
Ich vermisse auch für mich wichtige Infos im Vorwort.
Warum hast du dieses Setting geschrieben?
Warum sollte ich dein Setting bespielen? Was macht dieses so besonders?
Wen siehst du als Zielgruppe für dein Setting? Für welchen Rollenspieler ist es etwas und für welchen ist es nichts?
Warum hast du das Open D6 System als Regelwerk gewählt?
Die Frage: "Warum hast du das Open D6 System als Regelwerk gewählt?" solltest du ausführlicher behandeln als nur mit Open D6 ist OGL.
Statt ich bin ein schlechter Regelentwickler und will mich auf die Settingausarbeitung konzentrieren, könntest du schreiben, dass du lieber auf ein bewährtes System setzt statt ein eigenes zu entwickeln.
Bitte auch schreiben, warum du Open D6 anderen bewährten Systemen mit kostenloser Lizenz vorgezogen hast.
Du solltest auch nicht unterschlagen, dass du die extra Übersetzung von Open D6 machst, weil dieses noch nicht in Deutsch vorliegt. Theoretisch bekommt man mit Space Reeves das einzige deutschsprachige Open D6 System.
Der Abschnitt "Das Star Reeves Rollenspiel richtet .... der Open Gaming Licence" hat einen wichtigen Gedanken in einen viel zu großen Haufen Worte gepackt. Ich würde das ganze wie folgt verkürzen: Das Regelwerk hat Mut zu Lücke, denn Regeln zu allen Eventualitäten würden das Regelwerk zu umfangreich und unübersichtlich machen. Da hinter dann den Abschnitt "Das Regelwerk sieht sich ... nicht gefallen." Du verquickst die OGL mit dem Änderungsgedanken, was nur bedingt richtig ist. Der Gedanke zu ändern was einen stört, gehört zum gesunden Menschenverstand.
Ist das eine Frage an mich oder meinst du, das sollte ich in die Einleitung schreiben?
Eigentlich war es nur als Frage an dich gedacht. Wenn ich aber darüber nachdenke, dann könnte es auch in das Vorwort, wenn die Antwort sehr überzeugend und gut ist.
Naja, zum einen sind garnicht so viele Exoplaneten in der Milchstraße bekannt und zum anderen verwende ich davon ja keinen. Es sagt ja auch bei Star Trek keiner "aber Vulkan sieht doch irl völlig anders aus" oder "den Planeten Kronos gibt es doch garnicht".
Bei Star Trek ist auch klar, dass alles nicht wirklich real ist z.B. Beamen, etc.
Gute Frage. Bisher haben ich den Spezien bis auf den Elektrosinn der Cothan nur Eigenschaften gegeben, die bei Säugetieren vorkommen. Aber man könnte die insektoiden Züge natürlich auch ohne vier Beine und acht Augen rüberbringen. - Okay, das mit den acht Augen sind eh Spinnen... Aber Humanoide habe ich ja als "zwei Arme und zwei Beine" definiert. Damit fielen z.B. auch Flügel für Humanoide raus, obwohl ich eine flugfähige Spezies durchaus auch interessant fände. Das besondere an meinen Humanoiden ist ja, daß sie sich alle untereinander vermischen können. Aber natürlich könnte es trotzdem Schimären von Humanoiden und Nicht-Humanoiden geben.
Mir ist egal, ob die Insektoiden humanoid sind oder nicht. Flügel sind im Jetpack Zeitalter nicht mehr ganz so cool.

Ich würde genau schauen, ob sich alle Humanoiden wirklich untereinander fortpflanzen können. Genetische erschaffene Schimären-Humanoiden sind etwas anderes als auf natürlichen Weg produzierte.
Naja, die Erbauer sind halt vor vielen Jahrtausenden verschwunden. Wohin und warum, weiß man nicht. Das Tor auf Thera wäre ja auch beim Meteoriteneinschlag zerstört worden. Bliebe noch das auf der Kolonie. Das würden den Planeten natürlich besonders interessant für fremde Mächte machen. Vielleicht wurde der ja von einer anderen Rasse erobert und deshalb haben die Kolonisten keinen Kontakt zu ihrer Heimatwelt?
Das könnte sein. Das würde den Fokus aber außerhalb des Nu Texas Sektors legen. Sicherlich kann ein SL das machen, dann sind für ihn die Nu Texas Sektor Informationen uninteressant.
Kommt auf die Größe des Gebietes an, das man kontrolliert.
und die Fluggeschwindigkeit der Kriegsschiffe.
Nagut, die Fraktionen in der Ausdehnungszone sind in der Tat nur mäßige Bedrohungen. Ein größerer Feind muß aber vorsichtig aufgebaut werden. Vielleicht eher als vage Bedrohung am Rande der Wahrnehmung statt als konkrete Bedrohung. Ein größerer Krieg würde das Setting schon stark verändern. Und ich bin mir nicht sicher, ob das eher gut oder eher schlecht wäre.
Brauchst du wirklich so viele Kriegsschiffe? Wer würde gewinnen, wenn es keine schlagkräftige Marine gäbe? Die Star Reeves würden gewinnen, denn ihre bewaffneten Raumschiffe wären damit mächtiger. Die Raumschiffpiraten auch, denn es gibt nicht so viele Kriegsschiffe, die sie jagen können. Die Waffenproduzenten würden verlieren und nicht so viel Gewinn machen.
Du solltest in deinem Buch aufpassen welche Fachbegriffe du nutzt. Nicht jeder kennt alle davon z.B. Bow Shock, TransGate, ComSat. Vielleicht wäre ein Glossar mit kurzen Erklärungen sinnvoll.
Warum heisst der Terranische Sternenbund Terranischer Sternenbund, wo doch noch vier andere Rassen am Tisch saßen und warum ist das Hauptquartier auf Terra?
Einen Sektor nach 50 bewohnten Planeten zu definieren klingt für mich nach einer bürokratischen Festlegung. Ich fände es eher sinnvoll einen Sektor räumlich durch die Reisezeit von einem Planeten zum anderen zu begrenzen z.B. ein Sektor muss von einem Ende zum anderen in X Zeit durchquerbar sein.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine TransGate Verbindung von den Kernwelten oder der Ausdehnungszone zu den neuen Grenzgebieten gibt. Die riesigen Energiemengen, die dafür notwendig wären könnte ein Betreiber in Energiespeichern vorrätig halten und dann, wenn jemand ganz dringend ganz schnell durch das TransGate muss diesen dafür verdammt viel Geld abknöpfen.
Den Abschnitt der unbekannte Bereich finde ich bis auf die Passage mit den Siedlern gut und inspirierend.
Um zu einem neuen Planeten zu kommen braucht es als erstes mal ein Raumschiff, was verdammt teuer ist. Wenn man einen Planeten gefunden hat muss man diesen möglicherweise noch terraformen, damit man dort gut leben kann. Eine Besiedlung eines neuen Planeten ist eine kostspielige Sache.
Was ich mir vorstellen kann sind folgende zwei Siedlungsprogramme. Regierungen von Planeten mit Überbevölkerung legen ein Aussiedlungsprogramm für ihre Überbevölkerung auf, mit dem sie Kosten finanzieren
Der Terranische Sternenbund hat eine besondere Asylpolitik. Statt die Asylanten auf einen ihrer Planeten siedeln zu lassen, werden diese erstmal in ein Auffanglager aufgenommen bis genügend Asylanten für ein vom Terranischen Sternenbund finanziertes Siedlungsschiff zusammen sind und dieses losgeschickt werden kann, so dass die Asylanten sich ihren eigenen Planeten besiedeln können.
Plothook: Ein Bekannter von den PCs hat aus welchem Grund auch immer beim Terranischen Sternenbund Asyl gestellt, er ist auf ein Siedlerschiff gekommen. Das Schiff ist durch den Sektor der PCs geflogen und ward danach nicht mehr gesehen.
Zu den Rassen habe ich schon einiges gesagt. Mir ist nicht klar, warum sie im Kapitel Bewohner der Milchstraße kurz beschrieben sind und später im Buch dann aussführlicher.
Den Terranischen Sternenbund finde ich ehrlich gesagt zum Kotzen. Fünf Rassen sollen diese Utopie ohne Rassenhass, ohne Kapitalismus, ohne Armut erfolgreich umgesetzt haben?
Wenn das Konzept des Terranischen Sternenbunds so toll und erfolgreich wäre, warum übernehmen das nicht alle Planeten, außer den von Konzernen geprägten Welten?
Diesen perfekt shining white knight aka Terranischen Sternenbund finde ich rollenspielerisch total uninteressant. Wenn die Star Reeves von einem Einsatz mal wiederkommen und die Machtverhältnisse und die politische Ausrichtung bei ihrem Vorgesetzten oder der Regierungsstellen ändert sich total, finde ich einen interessanten Aspekt.
Den Satz "Der Sternenbund sieht sich in der Rolle als Verfechter von Ordnung und Gerechtigkeit" finde ich extrem anmaßend und arrogant. Vielleicht ist der Terranische Sternenbund auch noch mit ihrer Ordnung und ihrem Gesetzen missionierend unterwegs. Unter diesen Vorraussetzungen würde ich keinen Star Reeve Mitglied spielen wollen.
Um ein Protektorat durchzusetzen müssen um das Protektorat Marineschiffe immer kreisen (oder eine Weltraumstation), die andere Raumschiffe identifizieren und deren Erlaubnis checken.
Es ist schon spät, mehr kommt, wenn ich die Tage Zeit dazu finde.