Heresy Engine Settingsbeschreibung Airship Pirates

Dieses Thema im Forum "Andere RPG-Systeme" wurde erstellt von Durro-Dhun, 14. Juli 2012.

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  1. Durro-Dhun

    Durro-Dhun Erklär(wer)bär

    Weil ich ohnehin dabei bin, das ganze für ein Foren-Intime zusammenzuschreiben, poste ich hier eine etwas ausführlichere Beschreibung des Settings von Airship Pirates.
     
  2. Durro-Dhun

    Durro-Dhun Erklär(wer)bär

    Geschichte und Setting:
    Die Geschichte von Airship Pirates zweigt von „unserer realen Geschichte“ im Jahr 1906 ab: Der erste und der zweite Weltkrieg sind nie ausgebrochen. Statt dessen hat sich die Menschheit friedliebend weiterentwickelt, allerdings hat durch den fehlenden Kriegszustand auch der Impuls gefehlt, die (Waffen-)Technologie so rasant weiterzuentwickeln. Die Menschheit durchlebte bis 1950 das Diesel-Zeitalter und erlebte eine Ära des Wohlstandes. Und einer auf grund der nie stattgefundenen Weltkriege gravierenden Überbevölkerung!

    Um 1950 hatte die Menschheit der Planeten so ziemlich verseucht: Die Flüsse waren voller toter Fische, Tiere starben an unbekannten Krankheiten. Es bildete sich die neue Bewegunge der sogenannten Neobeduinen (Neobeduins) die sich mehr und mehr in die Wildnis zurück zogen um von ihr zu leben und weniger auf Technik zu vertrauen.
    Dann jedoch schien es, als sei der Erlöser gekommen: Ein junger Mann namens Victor Hypocrates der seine Jugendjahren damit zugebracht hatte, mit einem der extremsten Neobeduinen-Stämme durch den Amerikanischen Mittleren Westen zu ziehen bewarb sich für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten. In Fernsehansprachen die von Millionen weltweit verfolgt wurden und in denen er sich eine Schar junger Anhänger erwarb sprach er davon, die Welt von der grassierenden Umweltverschmutzung und der Überbevölkerung zu retten. Er sprach davon, die Welt gegen diese Gefahren zu vereinen, propagierte eine neue Bewegung weg von den die Umwelt verschmutzenden Technologien, einer Rückkehr zu einfacheren Zeiten , von der Schaffung einer „Neuen Wildniss“. Bald trugen seine Befürworter die für die Bewegung markanten grünen Armbänder und taten die von ihm geforderte Arbeit auf der ganzen Welt. Es begann mit der Reinigung der Gewässer und dem Säubern verschmutzter Straßen, artete aber bald in die Vernichtung unnützer Rennautos und Flugzeuge berühmte Stuntmen und das Steineschmeißen in die Fenster von Nachbarn, die nachts unnötig das Licht brennen ließen. Der radikale, fundamentalistische Umweltschutz hatte begonnen.
    Hypocrates gewann die Wahl zum Präsidenten in einem krassen Erdrutschsieg und eröffnete unmittelbar nach seiner Amtseinführung Verhandlungen mit den Europäischen Regierungen, um eine Weltregierung zu schaffen, die natürlich ihn selbst als Kopf dieser Regierung vorsah. Seine fanatischen Anhänger – die sich mittlerweile in Anspielung auf seinen Namen aber auch auf das goldene Zeitalter der Victorianischen Periode NeoVicotrianer nannten – marschierten protestierend durch die Hauptstädte der Welt und forderten die Amtseinführung Victors als Weltpräsident. Die Regierungen der restlichen Länder, die entweder selbst um ihr Leben fürchteten oder gar von der Neovictorianischen Hysterie ergriffen waren, versammelten sich in Washington und stimmten diesen Forderungen zu. Victor Hypocrates war nun der Herrscher der Welt.

    In den 5 Jahrzehnten nach der Jahrtausendwende begann ab 2000 die Ära der „Langsamen Apokalypse“: In den langen Jahrzehnten des Friedens hatte die Welt ihre Immunität gegen charismatische Diktatoren nicht nur verloren, sondern nie wirklich ausgebildet. Einen Hitler hatte es nie gegeben und Victor schwang sich auf, der größte Diktator der Welt zu werden. Zeitweise erschien es, als sei jeder Bürger der Welt begeistert von ihrem neuen Führer und seiner zunehmend drakonisch anmutenden Politik. Tatsächlich verbargen sich diejenigen die überhaupt gegen ihn vorgingen im Untergrund aus Furcht vor dem unausweichlichen, nächtlichen Klopfen der Geheimpolizei an ihren Türen.

    Die offene Politik von Victor Hypocrates war einfach genug, um von den Meisten verstanden zu werden: Technik und Technologie hatten die Misere, in der sich die Welt nun befand verursacht, daher musste genau dies bekämpft werden. Neue Forschungsprogramme wurden eingefroren und es startete ein Programm der Weltregierung, den Stand der verwendeten Technik langsam auf das Niveau der Victorianischen Ära zurück zu schrauben. Die Bevölkerungszahl sollte ebenso reduziert werden (wie er das tun wolle, erklärte er nie öffentlich) und unwichtige und kleine Städte sollten „rationalisiert“ und somit wieder der Wildniss übergeben werden. Gewaltige, neue Megastädte sollten gebaut werden, um die Bevölkerung der aufgelösten Städte aufzunehmen und ein großteil des landwirtschaftlich kultivierten Landes verwilderte wieder, als das Nahrungsbedürfnis der kleiner werdenden Bevölkerung langsam nachließ. Im Zentrum dieser neuen Städte wurden sogenannte „Change Cages“ gebaut, riesige Gebäude die für die Änderungen standen, die zum Wohle des Planeten erwirkt werden mussten. In diese festungsgleichen Bauwerke wurden alle Erfindungen geworfen – und jeder, der Innovation befürwortete oder sich gegen das System aussprach.

    Hypocrates‘ Geheimpolizei – die nur den allerwenigsten überhaupt bekannt war – war ebenfalls furchterregend. Der Präsident hatte zwar gesagt, er wolle den Planeten retten, von der Menschheit als solche hatte er so etwas jedoch nie behauptet. Tatsächlich betrachtete er die Menschheit als Schandfleck auf dem Antlitz der Erde, sie sollte nur in einigen überbevölkerten Zentren am Leben erhalten werden, während der Rest des Landes der Wildnis und den Wildtieren zurückgegeben werden sollte.

    In entlegenen Regionen ließ er Forschungseinrichtungen errichten, in denen mit Hilfe von Genmanipulation mächtige Bestien aus der Zeit vor der Herrschaft der Menschen gezüchtet wurden; aus diesen Laboratorien entsprangen Säbelzahntiger und Hyaenodons, Mammuts, Höhlenlöwen… und all diese Fleischfresser wurden genetisch mit einem Hunger auf Menschenfleisch „programmiert“…

    Nach der Geburt seines Sohnes (der ebenfalls den Namen Victor trug) ernannte sich der Weltpräsident zum Kaiser und ließ verkünden, dass sein Sohn ihm als Herrscher der Welt nachfolgen würde. Die Neovictorianer feierten dies frenetisch und unterstützten ihn weiter…

    Die fünf Jahrzehnte zwischen 2050 – 2100 sollten als die Epoche der fliegenden Städte in die Geschichte eingehen. Als Victor II die Macht übernahm, betrieb er weiter die Politik seines Vaters. Er stockte bestimmte Wildnisgebiete mit fleischfressenden Bestien auf und die aus den „rationalisierten Städten“ vertriebenen Menschen, die in den neuen Megastädten keinen Platz fanden wurden in genau diesen Wildnisgegenden ausgesetzt um von Victors geliebten Tierchen gefressen zu werden… Zu dieser Zeit waren die Telefonnetzwerke bereits im Zuge der Kampagne zur Reduzierung der Technik deaktiviert worden und ohne eine verlässliche Kommunikationsmethode war es nahezu unmöglich für die Bevölkerung, nachzuvollziehen – oder mitzubekommen – wie viele Seelen diesem Wahnsinn zum Opfer fielen und von den sogenannten „Überbestien“ verschlungen wurden.

    Die neuen Bestien begannen in die übrig gebliebenen Städte einzuwandern und verstärkten das Bedürfnis der dort noch Wohnenden, einen der wenigen Plätze in einem der Change Cages zu ergattern, die vom Kaiser als sichere Zufluchtsorte propagiert wurden. Selbstverständlich aber wählte er nur jene aus, dort Zuflucht zu finden, die seiner Politik am loyalsten folgten und am wertvollsten für diese neuen Städte waren – der Rest wurde an die Bestien verfüttert. Die Dinge verliefen ganz genau nach dem wahnwitzigen Plan der Hypocrates-Dynastie!

    Allerdings gab es eine Gruppe, die diese Pläne torpedierte: Die Neobeduinen. Als Victo r I die Macht ergriff hatten sie ihn noch in seinem Vorhaben die Natur zu schützen und zu einem einfacheren Lebensstil zurück zu kehren unterstützt. Als er jedoch veranlasste, ihre Stammesgemeinschaften zu verfolgen und sie an die Wildtiere zu verfüttern oder in Change Cages zu sperren, wendeten sie sich gegen ihn. Nur, was sollten sie tun?

    Viele der Neobeduinischen Stämme wurde bis zur Auslöschung gejagt, sowohl von den neuen, genetisch gezüchteten Raubtieren, als auch von den Chuno Ggun, der Eliteeinheit die exakt zu diesem Zweck geschaffen worden war. Aber die Neobeduinen wurden von den Menschen aus den Städten unterstützt, die nach einem Entkommen vor der drakonischen Politik und den Nächtlichen Übergriffen und Verhaftungen der Geheimpolizei suchten. Doch obwohl diese Städter der Herrschaft der Neovictorianer zu entkommen suchten, sehnten sich nicht alle nach dem einfachen Lebensstil der Neobeduinen.

    Schließlich kam jedoch jemand auf eine ziemlich brilliante Idee: die Flucht in den Himmel. Die Welt hatte seit Jahrhunderten kein Bedürfnis nach einer Luftwaffe gehabt, so dass Victor II keinerlei Mittel hatte, es mit fliegenden Städten aufzunehmen. Die wildnisliebenden Neobeduinen erklärten sich einverstanden, ihren eher städtisch veranlagten Freunden zu helfen und bald begannen die ersten Städte über das Land zu schweben oder wurden fliegend an Bergspitzen vertäut und ihre Flugzeuge flogen Schutz-Patrouillen für ihre Neobeduinischen Verbündeten.

    Victor II realisierte, dass er seine eigenen fliegenden Gerätschaften brauchen würde, um seine Truppen zu beschützen, nur waren die meisten Menschen mit auch nur einem Hauch technischen Know-Hows schon vor langer Zeit aus seiner neu geschaffenen Gesellschaft ausgesondert worden. Die neu gegründete Imperial Air Navy (IAN) sollte nie eine große Bedrohung für die vereinten Streitkräfte der Sky-Cities sein. Und obwohl der Krieg in der Luft über Jahre ausgefochten wurde, behielten die Himmelsbewohner – das sogenannte Sky Folk – stets die Oberhand.

    Gegen Ende des Jahrhunderts, als der überwiegende Großteil der Menschheit niedergemetzelt war, hatten die meisten der Überlebenden Zuflucht in den riesigen Change Cages gefunden. Victor II, der nun in wahnwitzigem Luxus in seinem Yellowstone Palast lebte, ließ verkünden, dass jeder der immer noch in der Welt dort draußen außerhalb der von ihm geschaffenen Gesellschaft lebte, ein Gesetzloser sei, der nichts gnädigeres als einen schnellen Tod von der Hand seiner Truppen erwarten könne. Für die Neobeduinen und das Skyfolk spielte das aber nicht wirklich eine Rolle, schließlich war genau das für sie bereits seit Jahren die harte Realität.

    Ab ca. 2100 war fast die gesamte restliche Menschheit in den drei riesigen Change Cages zusammengepfercht. In den ehemaligen USA gab es derer drei: Old Borealis in den Wäldern Kanadas, Everglade in den Sümpfen Floridas und Desolation in der Sierra Nevada. Ihre Bevölkerung, die unter einem totalitären Regime und dessen Disinformation und Propagande aufgewachsen war, akzeptierte mittlerweile die Vorstellung, dass die Wildnis ‚dort draußen‘ bar jeden menschlichen Lebens sei und hatte ihr harsches Schicksal als notwendig für das Überleben der Menschheit angenommen. Der Enkel des ersten Kaisers, Victor Hypocrates III, war eine weit entfernte Person, der abgeschieden vom Leben seines überlebenden Volkes existierte. Die herrschedne Klassen, Nachkommen derer, die einst Victor I bei seinem Griff nach der Weltherrschaft unterstützt hatten, lebten und schwelgten in Luxus. In der Zwischenzeit jedoch streiften ausserhalb der Change Cages immer noch die riesigen und gefährlichen Bestien durch die Wildnis, die Neobeduinen kämpften alltäglich um ihr Dasein und das Skyfolk blickte noch immer hinab auf die Vorgänge am Boden, aus ihren sicheren, schwebenden Städten.

    In den letzten Jahrzehnten vor Spielbeginn entwickelte sich langsam und zögerlich Beziehungen zwischen den Freien Völkern und Neovictorianern in einen wenigen Gebieten. Helium City, errichtet auf den größten Helium-Minen Nordamerikas, wurde der Fokus für eine Entspannung der Krise, denn beide Seiten beziehen von dort das Helium für ihre Luftschiffe und keine Seite ist sich sicher, die Ressourcen für den garantierten Sieg in einem möglichen Krieg zu haben. Victor III scheint sich wenig darum zu kümmern, was in der Welt vorgeht, ist jedoch wie sein Vater und Großvater vor ihm ein flatterhafter und wankelmütiger Herrscher und könnte bereits morgen beschließen, dass eine Ausrottung der „Gesetzlosen“ notwendig wird…
     
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  3. Durro-Dhun

    Durro-Dhun Erklär(wer)bär

    Volksbeschreibung: Neobeduins

    Die Neobeduinen sind ein nomadisches Stammesvolk. Sie leben in Karavanen riesiger, grell dekorierter Wägen, die oft zwei oder drei Stockwerke groß sind und von alten Dieselwägen, Steamtrucks oder riesigen Wildtieren wie Mammuts oder Indrikki gezogen werden. Außerdem fahren sie selbstgebaute Offroadfahrzeuge, reiten Pferde oder Camelops http://de.wikipedia.org/wiki/Camelops . Die Neobeduinen sind ein freiheitsliebendes Volk, das nie die klaustophobische Enge eines Change Cages betreten würde und das durchaus gewappnet ist, es mit den Gefahren der Wildnis aufzunehmen. Obwohl sie stets auf Achse sind und beständig reisen, so hat doch jeder Stamm ein „Territorium“, das er sein eigen nennt, auch wenn dieses tausende und abertausende von Quadratmeilen groß sein kann. Oft trennen sich Gruppen eines Stammes, um in das Gebiet eines benachbarten Stammes zu reisen und dort Handel zu treiben und die sozialen Kontakte zu ihren Nachbarn aufrecht zu erhalten. Obwohl jeder Stamm seine eigenen Gebräuche hat, haben die Stämme untereinander doch einiges gemeinsam: die Liebe zu Feuer, Musik, Tanz und Geschichtenerzählen, starke Familienbande, eine Kampfkunst bekannt als „Beastdancing“ und eine ausgeprägte Abneigung gegen Kaiser Victor III und sein totalitäres, unterdrückerisches Regime. Die Neobeduinen sind Meister des Wildnislebens und beträchtliche Jäger, die im Einklang mit dem Land leben, das sie durchwandern. Viele der Neobeduinen haben Kontakte zum Volk der Sky Cities, handeln mit ihm Dinge die sie voneinander brauchen – oft werden Nahrungsmittel und natürliche Ressourcen der Neobeduinen gegen technologische Güter und Medizin des Sky Folk gehandelt.

    Nur wenige Neobeduinen riskieren, auf einem festen Fleck Land in versteckten Siedlungen zu leben, auch wenn es einige tun: Diejenigen leben vom Holzschlagen, dem Ackerbau, dem Bohren nach Öl oder dem Handel mit Gütern, die sich nicht mit einem nomadischen Lebensstil vereinbaren lassen. Die umherziehenden Stämme kehren in der Regel zumindest einmal im Jahr zu diesen versteckten Siedlungen zurück und feiern dies dann stets mit rauschenden Festen.

    Motivation
    Es gibt eine Reihe von Gründen, die einen Neobeduinen motivieren könnten, ein Pirat der Lüfte zu werden. Möglicherweise wurde seine Familie oder sein ganzer Stamm von der Imperial Air Navy ausgelöscht und nun strebt er nach Rache; vielleicht reiste er einst auf einem Luftschiff des Himmelsvolkes und verliebte sich in die Freiheit der Lüfte; vielleicht wurde er aber auch von seinem Stamm verstoßen…

    Passender Hintergrund
    Künstler, Beast Dancer, Tüftler und Bastler, Jäger, Musiker, Stammesschamane, Schausteller, Händler, Wildnisreiter

    Typische Namensgebung
    Vornamen: Neobeduinen tendieren dazu, eine Mischung aus „heutigen, modernen“ US-Namen und den Namen von Tieren oder Pflanzen zu haben. Männliche Namen wie Aaron, Bear (Bär), Condor, Cougar, Coyote, David, Eagle, Jackal, John, James, Peter, Sabre-Tooth (Säbelzahn), Stephen oder William sind durchaus gebräuchlich. Weibliche Vornamen könnten zum Beispiel Abigail, Acacia, Bryony, Diana, Hazel, Iris, Ivy, Lily, Maura, Primrose oder Rebecca lauten.

    Nachnamen: Der Nachname eines Neobeduinen ist in der Regel durch den seines Stammes bestimmt. Da alle Stammesmitglieder den gleichen Nachnamen teilen, wird dieser demnach auch nur benutzt, wenn man mit anderen Stämmen oder Leuten aus einer der Himmelsstädte oder aus Helium City zu tun hat. Stämme tendieren dazu, sich nach der Gegend zu benennen, in der sie leben, können sich aber auch nach Tieren Benennen, so zum Beispiel: Dakota, Eagle, Hudson, Mississippi, Prairie, Redwood, Sequoya oder Washington.
     
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  4. Durro-Dhun

    Durro-Dhun Erklär(wer)bär

    Volksbeschreibung Skyfolk


    In den Himmeln Nordamerikas und auf den Gipfeln entlegener Berge befinden sich die Städte die kollektiv als „Skyloft“ oder Himmelsstädte bekannt sind. Viele hängen unter Wolken großer Helium-Ballons, manche schweben dabei frei, andere sind an Bergspitzen verankert und können im Notfall losgemacht werden. Andere wiederum haben sich von ihrem fliegenden Hochsitz zurück auf Bergspitzen ausgebreitet, immer noch über den gefährlichen Bestien der Flachlande gelegen. Das Skyfolk ist dabei so vielfältig wie die Städte, in denen es lebt, denn nicht zwei der Städte gleichen sich in ihrer Regierungsform, ihren Idealen oder Ansichten. Einige Sky Cities sind kapitalistisch, andere kommunistisch, einige sozialistisch. Es gibt Matriarchate, Sklavenstädte und Städte entflohener Sklaven, Demokratien, Autokratien und Technokratien, Städte die Gott, Allah oder die Himmelsmutter anbeten und Städte die Gläubige auf Scheiterhaufen verbrennen. Wie jedoch auch immer ihre religiösen und politischen Ansichten sein mögen, so teilen sie doch ein gemeinsames Interesse am technologischen Fortschritt, sind doch viele Mitglieder des Himmelsvolks belesen oder wissenschaftlich versiert. Kinder werden oft bereits von klein auf zum basteln, bauen und erfinden ermutigt. Schräge Maschinerien und unglaubliche Flugapparate sind ein wohlbekannter Anblick in Sky Cities. Außerdem befinden sich die Himmelsstädte in einer losen Allianz gegen Kaiser Victor III der jede einzelne von ihnen sofort zerstören würde – wenn er nur könnte.
    Das Himmelsvolk wächst in luftigen Höhen auf, immun gegen Höhenangst, leben bereits in Luftschiffen und Flugapparaten von Kindesbeinen an. Wie sehr sich auch ihre Ansichten und Meinungen von denen anderer Sky Cities unterscheiden, so üben sie sich doch tendenziell in Respekt den Ansichten anderer Sky Cities gegenüber und heben sich ihre Feindschaft für das Neovictorianische Reich auf. Die Himmelsstädte handeln miteinander und ihren Verbündeten am Boden, den Neobeduinen.

    Motivation
    Du wächst in der Freiheit der weiten Lüfte auf. Aber das Leben bietet mehr als die Enge der eigenen Sky City und du willst sie alle sehen und kennenlernen. Vielleicht hat die Stadt in der Du aufgewachsen bist Gesetze oder Gebräuche, die nicht deine Zustimmung finden. Vielleicht liebst Du auch nur die romantischen Ideale des Piratenlebens, bist mit den Geschichten von Luftschiffpiraten aufgewachsen. Vielleicht ist es auch Dein Lebensziel, die Neovictorianer von der Herrschaft ihres unterdrückerischen Regimes zu befreien. Mit deinen unbestreitbaren Fertigkeiten in den Höhen des Himmels wirst du jedenfalls auf jedem Luftschiff willkommen geheißen werden!

    Passender Hintergrund
    Akademiker, Administrator, Air Marine, Luft-Seemann, Offizier der Imperial Air Navy, Künstler, Krimineller, Dilletant, Arzt, Tüftler, Erfinder, verrückter Wissenschaftler, Söldner, Musiker, Pirat, Postituierte(r), Händler, Schausteller, Schreiber…

    Typische Namensgebung
    Das Skyfolk tendiert dazu, „moderne US-Namen“, an die Endungen angeschlossen werden, die mit dem Himmel assoziiert werden. – clouds, weather, birds, ect. . Nachnamen könnten beispielsweise lauten: Cumulus, Empyrean, Nimbus, Snow Goose, Sirocco, Storm, Zephyr…
    Der Name eines bekannten Airship Pirates lautet beispielsweise Astrid Stormcloud.
     
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  5. Durro-Dhun

    Durro-Dhun Erklär(wer)bär

    Volksbeschreibung Neovictorianer

    Die Neovictorianer leben in den riesigen, übervölkerten Change Cage Städten unter der Herrschaft von Kaiser Victor III. Das Leben in so einer unterdrückten Gesellschaft ist alles, was sie jemals kannten und seit ihrer Geburt wird ihnen eingetrichtert, dass hinter den Stadtwällen eine undurchdringliche, feindliche Wildnis in der die Überlebensspanne eines Menschen bestenfalls in Tagen bemessen werden kann – aufgrund der wilden, menschenfressenden Bestien die sich dort herumtreiben. Es gibt drei Neovictorianische Städte in Nordamerika: Old Borealis, Desolation und Everglade. In der Neoviktorianischen Gesellschaft ist Konformität das A und O. Jede neue Idee, die von der Regierung abgelehnt wird und jeder, der auch nur ansatzweise eine rebellische Einstellung zu haben scheint, wird in den Change Cage geworfen, einem gewaltigen, turmartigen Gebäude im Zentrum der Stadt, aus dem es angeblich kein Entkommen gibt.
    Von den niederen Kasten wird erwartet, dass sie sich nachts zurück in ihren Wohnblock begeben (das wird auch tatsächlich vom Blockwart überwacht) und die Straßen werden von Polizei-Atomatons patroulliert (Automatons sind künstliche Clockwork-Lebensformen, ähnlich wie Roboter). Wer die Regeln bricht hat vor diesen kaltherzigen Maschinen keine Gnade zu erwarten.

    Klassen
    Die Neovictorianische Gesellschaft gliedert sich in unzählige Kasten, die sich in drei Gesellschaftsklassen zusammenfassen lassen.
    Die sog. „lower class“, also niedere Klasse beschreibt dabei die breite Mehrheit der Neovictorianischen Gesellschaft: Unmündige Arbeiter mit ähnlich wenigen Rechten wie die Fabrikarbeiter zur Zeit der realen irdischen industriellen Revolution und ähnlich schlechten Lebensbedingungen, kontrolliert von einem fixen Staatssystem wie aus Brave New World. Die Anhänger der niederen Klasse schuften Tagsüber an ihren Arbeitsplätzen und können froh sein, wenn sie am Feierabend eine Ration wohltuenden, betäubenden Gin erhalten.

    Die „servant class“, die Klasse der Diener stellt die mittlere der drei Klassen dar. Auf Grund Kaiser Victor III Geburtenkontrollenpolitik sind jeder Familie lediglich zwei Nachkommen erlaubt. Weitere Kinder werden der Familie nach der Geburt entwendet und in einem ‚workhouse‘ aufgezogen, wo sie als Mitglieder der Servent Class, der dienenden Klasse ausgebildet werden. Frauen werden oft Diener der herrschenden Klasse, Köchinnen, Putzfrauen oder Dienstmädchen, etcl. Die meisten Männer werden Soldaten in der Imperial Air Navy (IAN), damit sind sie die einzigen Neovictorianer, die die Change Cages jemals verlassen dürfen. Die IAN Soldaten stehen unter Schwur, nichts darüber verlauten zu lassen, was außerhalb der Stadtmauern liegt. (Einige wenige Männer werden zu Butlern oder Dienern, aber die Reichen zu bedienen ist hauptsächlich Frauenarbeit). Die Mitglieder der Dienerklasse werden dazu erzogen, auf die „lower class“ herabzusehen und sich an ihren Privilegien zu erfreuen.

    Die herrschende Klasse – oder „upper class“ – stellt die Noblen und den Adel der Städte dar, denen einzelne Bereiche der Städte zur Herrschaft im Namen des Kaisers überantwortet wurden. Sie besitzen die Fabriken von denen sie ihr Einkommen beziehen und leben in riesigen Anwesen in exklusiven Parkanlagen, abgeschirmt von den Slums durch hohe Mauern. Oft sind sie sich des Ausmasses des Elends nicht bewusst, in welchem die niederen Klassen dahinvegetieren, Sie leben vollständig ohne Kontakt zu dieser niedersten der drei Schichten. Männer genießen üblicherweise ein College-Ausbildung während die Damen höchstens das Glück haben, auf einer Mädchenakademie den Umgang mit Nadel und Faden, das Regeln des Haushalts und ordentlichen Benimm zu erlernen. Von Frauen der Oberschicht wird wenig mehr erwartet, als dekorativ auszusehen und eine Herde an Nachwuchs für den Ehemann zur Welt zu bringen. Oder besser gesagt: Es wird erwartet, dass wenig ausser genau das von ihnen getan wird! Trotz ihres Wohlstandes empfinden daher viele ein solches Leben als Leben im „goldenen Käfig“.

    Passender Hintergrund
    Niedere Klasse: Agitator, Krimineller, Fabrikarbeiter, Tüftler, Erfinder, Postituierter
    Dienerklasse: Agitator, Air Marine, Air Sailor, Chuno Ggun, Krimineller, Tüftler, Erfinder, Prostituierte(r), Diener(in)
    Herrschende Klasse: Akademiker, Administrator, Agitator, Air Navy Officer, Künstler, Chuno Ggun, Krimineller, Dilletant, Arzt, Erfinder, Marine Commander, Schreiber

    Typische Namensgebung
    Niedere- und Dienerklasse: Alte victorianische Namen sind in Neovictorianischen Städten in Mode. Typische Männernamen sind beispielsweise Alan, Augustus, Edwin, Frederick, Lewis, Morris, Nathaniel, Raymond, Thaddeus, Victor, Wilfred. Typische Frauennamen sind beispielsweise Ada, Amelia, Emma, Ethel, Isabella, Katherine, Lottie, Mildred, Nora, Victoria, Wilhelmina. Nachnamen könnten klassische US-Familiennamen sein.

    Herrschende Klasse: Vornamen sind hier ähnlich der Namensgebung der niederen Klassen, auch wenn hier eher Namen mit vielen Silben Anklang finden (Wilhelmina ist wesentlich beliebter als Ada). Nachnamen sind üblicherweise Doppelnamen die mächtige politische Allianzen zweier Familien betonen.
     
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