Rezensionen und Hausregeln, eigene Veränderungen

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@Tomani:
Aber wo machst Du das fest?

Ich kanns eigentlich nur an mir festmachen, daher ists wohl Geschmacksache.
Mich stört es nicht, wenn ich bei einem Regelwerk herumbasteln und anpassen kann (Baukasten-Regelwerk).
Andere, das ist mir schon klar, bevorzugen klare Linien und Aussagen bei Regeln (Regelkodex-Regelwerk).
 
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Es geht doch gar nicht darum, ob man an einem Regelwerk herumbasteln kann. Ein Baukasten-Regelwerk ist ja genau darauf angelegt, und das kann man dann auch anführen.

Aber wenn bei Diskussionen (und gerade Vergleichen) von Systemen immer angeführt wird "Das ist gut, man muss nur das, das und das damit machen", dann ist das einfach was anderes. Es geht darum dass man die Bücher wie sie geschrieben sind anschauen muss, sonst hat man ja gar keine gemeinsame Diskussiongrundlage.
 
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Ich kanns eigentlich nur an mir festmachen, daher ists wohl Geschmacksache.
Mich stört es nicht, wenn ich bei einem Regelwerk herumbasteln und anpassen kann (Baukasten-Regelwerk).
Andere, das ist mir schon klar, bevorzugen klare Linien und Aussagen bei Regeln (Regelkodex-Regelwerk).


Ich finde basteln auch total großartig. Aber was du für Baukästen hälst, sind keine.

Ein vernünftiger Baukasten beschriftet jeden seiner Inhalte so, dass ich genau weiß, wozu der da ist und was passiert, wenn ich ihn benutze (bzw. wenn ich ihn weglasse).
 
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Aber wenn bei Diskussionen (und gerade Vergleichen) von Systemen immer angeführt wird "Das ist gut, man muss nur das, das und das damit machen", dann ist das einfach was anderes. Es geht darum dass man die Bücher wie sie geschrieben sind anschauen muss, sonst hat man ja gar keine gemeinsame Diskussiongrundlage.

Weswegen soll für den Wert eines RPGs allein der Kanon des Spiels gelten und nicht sein Potential?
Freilich ist ein faktisch gutes RPG besser als ein potentiell gutes. Aber potentiell gut heißt nicht, dass alles plötzlich beliebig und gleich gut ist und man nicht mehr vernünftig diskutieren kann.
Wenn ich sage, dass ein Spiel potentiell gut ist, sollte ich auch Rechenschaft darüber ablegen können, welcher Aufwand nötig ist, um das Potential zu entfalten. Kommt dann dabei raus, dass dieser Aufwand extrem hoch ist ("man muss nur ein komplett neues Regelwerk schreiben und den Hintergrund in fast allen Teilen abändern"), dann ist der Verweis auf potentielle Qualitäten des Spiels recht irrelevant. Ist das Potential jedoch im Handumdrehen verwirklicht ("Ersetze auf Seite XXX im Regelwerk die Zahl Y mit Z"), ist der Verweis auf die Abänderbarkeit in einer Diskussion höchst relevant.

Siehe obiges Posting von mir.
 
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In der Praxis hab ich immer wieder (auch bei mir selbst) Festgestellt das wenn am Regelwerk erst mal gedreht wurde der Mod zeit seines Bespielten Lebens eine Betaversion bleibt ab der immer wieder geschraubt wird ... Muss nicht zwangsweise ein Nachteil sein...

Mann sieht es ja immer wieder bei Gurps wo man ja in bester Baukastenweise vor geht ... immer wieder stellt man mal hier oder da was um.
 
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Weswegen soll für den Wert eines RPGs allein der Kanon des Spiels gelten und nicht sein Potential?
Weil das Potential nun einmal keine einheitliche Diskussionsgrundlage ist. Das Potentail, daß die Spieler sehen, wird wahrscheinlich derartig unterschiedlich gesehen, daß man keine gemeinsame Grundlage hat.
 
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Mit Verlaub: Nein! Wieviel Aufwand welche Veränderung bedeutet, ist gerade bei kleinen Veränderung (und das sind die relevanten) nicht "subjektiv", bisweilen sogar quantifizierbar. Als subjektiv kann man höchstens ansehen, welches die notwendigen Änderungen sind, um das Potential zu entfalten. Diese Frage stellt sich jedoch in einer Diskussion meist nicht, da es der Kritiker vorgibt (außer den Fall, dass man ein Spiel schlecht findet, aber selbst nicht weiß warum; dann sollte man aber besser den Mund halten).

Zwecks Anschaulichkeit mein obiges Beispiel:

Kritiker: "DtF ist scheiße, weil die Fraktion Müll sind."
Verteidiger: "Streich sie weg! Andere Teile des GRWs sind nicht davon abhängig. Du hast einen Änderungsaufwand von ca. 0,23 Sek."

Ich sehe nicht, wo hier Subjektivität ein Problem sein soll: Der den Stein des Anstoßes vorbringt, gibt schon die Differenz von Sein- und Soll-Zustand vor. Was der Verteidiger anbringt, sind quantifizierbare Fakten.
 
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Ich glaube, wir haben eine unterschiedliche Auffassung des Begriffs "Potential" in diesem Zusammenhang.
 
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Kritiker: "DtF ist scheiße, weil die Fraktion Müll sind."
Verteidiger: "Streich sie weg! Andere Teile des GRWs sind nicht davon abhängig. Du hast einen Änderungsaufwand von ca. 0,23 Sek."

0,23 Sekunden Aufwand und Toten Baum, der nicht hätte sterben müssen.
 
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Oh ja! Und noch viel mehr unethische Behandlung des Amazonas, wenn man den Metaplot bedenkt!
 
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"Kann man ändern" ist wirklich kein Argument das irgendwas zur Güte eines Produktes beiträgt, aber ich habe eigentlich nichts gegen erwähnte Hausregeln in Rezis, wenn sie denn begründet sind und damit einen Kritikpunkt darstellen ("Die Regel läuft so wie wir das Wahrnahmen dem angestrebten Spielerlebniss entgegen, deshalb haben wir das wie folgt geändert... ").

Probleme sind dann vorprogrammiert wenn das Spiel sich uneins ist was da eigentlich gespielt werden soll und wenn dann noch der Rezensent verschläft zu erwähnen (oder es nicht schafft zu formulieren) unter welchen Gesichtspunkten das ganze getestet wurde (so ist z.B. Arcane Codex recht schwammig in seiner "Spielaussage" und je nachdem ob man damit "Mantel und Degen"-Abenteuer oder "D&D"(Ja das ist ein eigenes Genre) spielen möchte, gibt es da sicherlich ganz andere Kritikpunkte).
 
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@ xorn: Das darf selbstredend in der Rezi auftauchen, ist dann aber, wie du schon sagtest, eben als Kritikpunkt zu verstehen: Diese Regel hat der Autor nicht hinbekommen, das mussten wir selber machen.. Genau darum ging es ja: Ist ein "kann man ja ändern" ein Kritikpunkt oder nicht?

@ Quackerjack: Du solltest allgemein weniger Ausrufezeichen als Buchstaben in einem Post verwenden! (<- so etwa in dem Stile)

Und Meinungen gehören in Diskussionen immer noch begründet, Gefühle interessieren hier keine Sau, so traurig das ist. So in etwa:

Ich sehe das so: Man darf durchaus in einer Rezi schreiben Das Spiel hat ne Menge Potential, aber nur, wenn man noch etwas wie Schade, dass das nicht umgesetzt wurde dranschreibt. Wer p sagt muss auch q sagen (zumindest, wenn p /\ q gilt).
 
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