Neue Geisteskrankheiten braucht das Land !

AW: Neue Geisteskrankheiten braucht das Land !

Ganz ehrlich - ich hatte mal jahrelang einen zwanghaften Lügner als Freund - der hat auch nicht IMMER gelogen. Oft, aber eben nicht IMMER.
 
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Ganz ehrlich - ich hatte mal jahrelang einen zwanghaften Lügner als Freund - der hat auch nicht IMMER gelogen. Oft, aber eben nicht IMMER.

Ich persönlich leide an einer Schlafstörung, die habe ich auch nicht immer. Es gibt durchaus Phasen in denen ich so schlafe wie ein normaler Mensch und dann gibts wieder Phasen an denen ich Wochen lang nur 2-3 Stunden (als ich noch jünger war sogar nur 1-2 Stunden) geschlafen habe.. oder auch Tage (das längste bislang war über ne Woche) in denen ich garnicht schlafe.

Ähnlich sieht es mit anderen Krankheiten aus, aber das Problem an der Geschichte ist beim Rollenspiel... wie legt man fest an welchen Tagen man nun davon betroffen ist und wie nicht?

Sicher kann der Spielleiter wohl diktieren wann es so ist, aber das würde auch bedeuten das sich Spieler und Spielleiter intensiv mit der Krankheit auseinander setzen müssen. Ob sich der Aufwand lohnt wenn man als alternative einfach die Geisteskrankheit auf "immer an" stellen kann und einfach annimmt die "guten" Zeiten sind die wenn die Geisteskrankheit mal nicht bis zum anschlag ausgespielt wird und in den "Downtimes" (also dann wenn nicht gespielt wird - wenn der Spieler eben sagt er geht zum Bäker und das nicht ausgespielt wird oder wenn die Gruppe mal nen Woche überspringen weil gerade Schwerheilbare Wunden kuriert werden müssen).

V:tM muss ja nicht zum Psychologie-Sim werden, schließlich sind Malkavianer nicht die einzigen die sich mal schnell ne Geisteskrankheit einfangen können. Vanilla Regeln gehts sogar recht fix für einen normalen Vampir sich eine einzufangen.
 
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Jop, ist immer noch ne Geistesstörung und wird es denke ich mal noch ein bisschen bleiben. Wäre sicher interessant, aber ich wüsste grad nicht wie man die Schwächen in Regeln fassen könnte.
Die Geistesstörung, die gar keine ist. Aber irgendwas muß man ja festlegen, sonst wäre eine Behandlung medizinisch und juristisch schwer zu rechtfertigen.
Diesen Seinszustand kann auch nicht in Regeln fassen, das es per se keine Schwächen oder Nachteile gibt, da man weder geistig noch körperlich eingeschränkt ist. Das Problem ist halt "nur", daß man sich dem anderen Geschlecht zugehörig empfindet. Und Empfindungen kann man schlecht in Regeln packen, sondern nur durch Rollenspiel darstellen.
Wobei Transidentität, die weitaus weniger wertende Bezeichung als Transsexualität, bei Vampiren eigentlich kein Großes Thema sein sollte. Die meisten Vampire, die ein gewisses Alter erreichen sollten eigentlich über Geschlechterrollen und Geschlechterwahrnehmung hinweg sein oder sie sollten in ihren Plänen nur noch eine geringe Rolle spielen. Ein Ahn ist ein Ahn, egal ob er mal als Mann oder Frau geboren wurde. Er oder sie sind so oder so gefährlich.
Und dann kommen natürlich noch verschiedene Disziplinen hinzu, die Aussehen so oder so ziemlich unbedeutend machen. Und damit natürlich auch die Geschlechterwahrnehmung.
Wenn der Erstgeborene der Nosferatu immer nur mit der Maske der Tausend Gesichter auftritt, weiß eh keiner wie er in Echt aussieht und dann kann man im Grunde nicht mal definitiv sagen welches Geschlecht er hat.
 
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Die meisten Vampire, die ein gewisses Alter erreichen sollten eigentlich über Geschlechterrollen und Geschlechterwahrnehmung hinweg sein oder sie sollten in ihren Plänen nur noch eine geringe Rolle spielen.

Sag das mal meiner Großmutter. Man sollte auch meinen das sie mit ihrem alter nicht mehr so sehr an Geschlechterrollen hängt und trotzdem steckt es in der Frau drin.

Ähnlich sieht es bei Vampiren aus, gerade Ventrue denen man sogar noch nachsagt Antiquiert zu sein, wo die Ahnen durchaus noch mit Moralvorstellungen vom vorletzten Jahrhundert rumrennen. Warum? Weil sie kein Kontakt zur Außenwelt haben und man Vampiren nachsagt das sie nur sehr langsam wandlungsfähig sind.

Mag schon sein das eine Frau durch ihre Position und Macht respekt erhalten kann, aber das bedeutet noch lange nicht das andere Kainiten die 300 Jahre mit der Unterdrückung der Frau gelebt haben nun aufeinmal anfangen sie als Gleichberechtigt betrachtet weil in den letzten... was 40? oder 50 Jahren... Leute was von Gleichberechtigung und Emanzipation reden.

Interessant wäre natürlich, nimmt man so Werke wie die von De Sade, wie Vampire gegenüber Homosexualität und Transsexualität gegenüber stehen, aber ich glaube das dürfte wohl einen eigenen Thread bedürfen.

Jedenfalls sollte man nicht vergessen das es selbst normalen Menschen schwer fällt ihre Gewohnheiten zu ändern. Alte Vampire die über Jahrhunderte mit Werten gelebt haben die wir heute als Abgeschaffen (oder zumindest zum Teil) erachten, heißt das wohl noch nicht das die sich schon dran gewöhnt haben.

Überlegt doch mal wie sehr wir Menschen über die gute alte Zeit jammern :)
 
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Meine persönliche Lieblingsgeistesschwäche diesen Monat ist "Feeding".

Hat das schon wer vorgeschlagen? Ein Malk, der seine Ghule mit Blut vollstopft, bis sie irgendwann platzen?
 
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Mag schon sein das eine Frau durch ihre Position und Macht respekt erhalten kann, aber das bedeutet noch lange nicht das andere Kainiten die 300 Jahre mit der Unterdrückung der Frau gelebt haben nun aufeinmal anfangen sie als Gleichberechtigt betrachtet weil in den letzten... was 40? oder 50 Jahren... Leute was von Gleichberechtigung und Emanzipation reden.
Du imitierst hier den Fehler des Feminismus. 'Unterdrückung der Frau' muss man sich erstmal leisten können, bevor man sie durchführen kann. Diese Unterdrückung war immer vor allem ein Fall des Bürgertums und wird auch erst mit dessen Aufstieg im 19. Jhd. stark. AHnen werden also wwahrscheinlich wesentlich 'liberaler' sein als die 100 Jahre alte Ancilla.

Was die Auswirkungen von Geistesstörungen angeht:
Sie mögen nicht das Leben definieren, aber sie formatieren es. Zu den üblichen Grundbedürfnis kommt noch eines hinzu: Das deiner Geistesstörung. Entweder der Vermeidung derselben oder eben das Ausleben derselben.
 
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Also ich gebe durchaus zu das mich dieser Teil von Geschichte nicht sonderlich interessiert hat und ich auch kein Soziologiestudium oder wo auch immer man die Geschichte des Femminismus noch so durchnehmen kann hinter mir habe...

Dennoch erinnere ich mich durchaus daran das Ägypten als sehr fortschrittlich galt weil sie gestatteten das Frauen wenigstens ohne die Zustimmung des Mannes ein Geschäft betreiben durften.

Etwas das schon die Griechen und vorallem die Römer gleich wieder abschaften. Ich mag mich irren aber auch die Gilden des Mittelalters hatten noch Klauseln die Frauen betrafen. Bislang bin ich sogar davon ausgegangen das es im gemeinen Volk wesentlich liberaler zuging, jedoch noch lange nicht so liberal das Frauen und Männer gleichberechtigt waren.

Auch glaube ich das die Mehrheit der Kainiten sich wohl vorwiegend im Adelsbereich bewegte und in dem Bereich waren Frauen sehr lange nicht viel wert. Außer um sie zu verheiraten und damit Bündnisse zu besiegeln und Frieden zu erkaufen oder die eigene Kasse etwas aufzubessern.
 
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Irgendwie denkst du zu menschlich.
Ein Vampir, der ein paar Jahre hinter sich hat, kann als Mensch erlebt haben was er will und erzogen worden sein wie es seiner Zeit entsprach, aber irgendwann wird das alles nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.
Er wird sich wohl eher fragen, wer ist mächtiger als ich, wer sind meine Feinde. Wer ist der Feind meines Feindes und wie kann ich diesen Feind effektiv einsetzen (Sprechen wir hier lieber nicht von Freunden, sowas hat man irgendwann nicht mehr). Kann ich es mir leisten, diesen Ahnen zu verärgern oder kann ich es mir nicht leisten.
Wenn dir die Verbündeten, dann sind dir deine Ansichten glaube ich egal und du greifst zu so ziemlich jedem Mittel um am Unleben zu bleiben.

Also neben der Tatsache, daß Macht und Einfluß das größerere Gewicht haben als Geschlechterrollen (zu mindestens unter den Untoten), kommen ja auch noch Faktoren wie Disziplinen oder das Blutsband hinzu.
Vielleicht leistet sich ja ein Vampir so was wie den Rest von menschlichen Vorstellungen und verachtet das andere Geschlecht als minderwertig, aber gegen Präsenz kommt man auf die Dauer so schwer an. Genauso kann man seine eigene Überlegenheit schwer zur Schau stellen, wenn die eigene Beherrschung aufgrund der Generation beim angeblich schwachen Opfer nicht klappen will.
Und beim Blutsband ist ja sowieso alles aus, das Gefühlschaos setzt sowieso alle Logik und Erziehung aus Kraft.

Wer Geschlechterrollen zum Thema machen will, ist glaube ich bei Werwolf oder Magus besser aufgehoben. Mit den Schwarzen Furien ist das bei Werwolf quasi schon eingebaut. Und bei Magus könnte man das "Zwischen den Geschlechterrollen stehen" thematisieren, da nicht wenige Kulturen gerade solchen Menschen magische Kräfte zu schreiben.
 
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Er wird sich wohl eher fragen, wer ist mächtiger als ich, wer sind meine Feinde. Wer ist der Feind meines Feindes und wie kann ich diesen Feind effektiv einsetzen

Hört sich nach einem normalen Tag im Büro an.

(Sprechen wir hier lieber nicht von Freunden, sowas hat man irgendwann nicht mehr).

Weiß ich nicht. Ich kann mir schlecht vorstellen das Vampire ganz ohne den Zwischenmenschlichen Bereich aus kommen. Auch wenn es untote Menschen sind die von einem Raubtier "bessessen" sind... so haben sie trotzdem noch eine Menschliche Natur. Wofür es ja einen Menschlichkeitswert gibt.

Das Vampire Rudeltiere sind sieht man allein an ihrer Gesellschaft. Entsprechend wird es wohl auch Freundschaften geben und wenn es auch nur solche gibt in denen man es sich nicht leisten kann den anderen zu Verraten weil er etwas über einen weiß oder sein fall einen selbst mit in den Abgrund reißt. Trotzdem glaube ich nicht das Vampire vergessen was Freunde sind (wohl jedoch bevorzugter weise Brieffreunde mit Domänen die weit von einander entfernt liegen).

Wenn dir die Verbündeten, dann sind dir deine Ansichten glaube ich egal und du greifst zu so ziemlich jedem Mittel um am Unleben zu bleiben.

Und welche Relevanz hat das für das eigene Weltbild? Ich bin früher mit einem Neonazi in die Schule gegangen der im Elsaß (Frankreich) gewohnt hat und jeden Morgen zu uns in die Schule kam. Am Wochenende ist er dann nach Bötzingen zur Dorfjugend um dort seine Parolen zu brüllen. Glaube 99 war es, als er es zur traurigen Berühmtheit geschafft hat (inklusive Bild Schlagzeile) weil er mit seiner Gaspistole einem Typen ins Gesicht geschossen hat als seine Neonazi Gruppe sich mit ein paar Ausländern anlässlich eines Maibaum Festes (in Wasenweiler, sollte sich jemand noch daran erinnern) prügelten.

Das er "Deutschfranzose" war interessierte weder ihn noch seine Mitnazis. Er ließ auch fleisig seine Parolen gegen andere Franzosen los.

Was ich mit dieser Anekdote bezwecke ist einfach: Nur weil man einen aus einer Diskriminierungsgruppe ausgrenzt heißt das noch lange nicht das man nicht mehr diskriminiert.


Ein Vampir kann durchaus anerkennen das Madam O besonders Einflussreich und Mächtig ist und trotzdem auf Frauen herab sehen.


Also neben der Tatsache, daß Macht und Einfluß das größerere Gewicht haben als Geschlechterrollen (zu mindestens unter den Untoten), kommen ja auch noch Faktoren wie Disziplinen oder das Blutsband hinzu.

Erklär mir mal welcher Faktor Disziplinen bei dieser Betrachtung spielen? Respekt dadurch das jemand Schattenspiele auf 2 beherrscht? Noch dazu wenn es z.b. Publikationen wie z.b. das Storytellers Handbook gibt das davon spricht das Vampire im Allgemeinen Disziplinen wie eine Brechstange sehen und Leute mehr respektieren die Subtil sind.


Vielleicht leistet sich ja ein Vampir so was wie den Rest von menschlichen Vorstellungen und verachtet das andere Geschlecht als minderwertig, aber gegen Präsenz kommt man auf die Dauer so schwer an.

Vorrausgesetzt es ist überhaupt erlaubt eine solche Kraft im Elysium zu verwenden, der schlaue Prinz verbietet solchen Kräfte einsatz in seinen Elysien. Ansonsten.. verweise ich nur aufs Storytellers Handbook. Es ist natürlich jedem Frei gestellt Brechstangen und Baseballschläger als Machtbeweise anzuerkennen, aber ich selbst sehe es ähnlich und empfinde einen Vampir der es nicht anders als mit diesen Krücken schafft sich an der Macht zu halten als ziemliches Freiwild für jeden mit etwas Willenskraft und Einfluss.

Aber Vampire kann man ja zum Glück auf mehrere Arten spielen und ich denke das deine auch seine Reize hat :)

Wer Geschlechterrollen zum Thema machen will, ist glaube ich bei Werwolf oder Magus besser aufgehoben.

Sehe ich nicht so, sorry. Vorallem bei Werwolf empfinde ich es als sehr unpassend, zumal diese, anders als Vampire, selten wirklich alt werden und selbst im Idealfall nur ein bisschen älter als ein normaler Mensch. Entsprechend sind Werwölfe am Puls der Zeit. Anders als Vampire die zurückgezogen in ihrer eigenen Welt leben und von der Außenwelt bestenfalls mal was durch ihre Ghule mit bekommen oder weil der Toreador gerade mit einem Ipod durch die Tür kommt (natürlich muss es nicht so extrem sein, aber wenig Vampire leben wirklich am Puls der Zeit und die wenigen die es tun, sind meist Torries oder jung).
 
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Ich denke auch, daß ein Vampir ein Kind seiner Zeit ist. Und auch wenn es gerade im Adel und in den unteren Schichten Ausnahmen gab, war die Frau, was Rechte anging, doch meist im Hintertreffen. Es konnte notwendig sein, daß eine Bäurerin den Hof alleine bewirtschaftet, weil ihr Mann im 30jährigen Krieg gefallen war oder während einer der Pestepidemien dahin gerafft wurde und es konnte auch sein, daß niemand sie daran gehindert hat, weil viele andere Männer ebenfalls in besagtem Krieg gefallen waren oder an besagter Pest gestorben sind und Arbeitermangel herrschte, aber das waren Ausnahmen. Genauso wie Beginen, Nonnen, Spielfrauen (letztere nur eingeschränkt, denn sie genossen in der Regel keinen gesetzlichen Schutz). Unsere Gesellschaft war sehr lange patriarchalisch geprägt. Und ich denke, ein Vampir, der zu Lebzeiten z.B. Edelmann am Hofe der streng katholischen Könige Ferdinand und Isabella von Spanien war, wird sich allgemein schwer tun mit der heutigen Gesellschaft - sei es , daß Frauen arbeiten und wählen gehen, daß Homosexualität gesellschaftsfähig ist oder daß Menschen sich offen von der Kirche abwenden.
Wenn besagter Edelmann sehr offen ist, wird er lernen, damit umzugehen, aber da er einst ein normaler Mensch war und als Vampir seinen Charakter nicht um 180 Grad dreht, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, daß er der guten alten Zeit, als Hexen und Ungläubige noch ordnungsgemäß auf dem Scheiterhaufen gelandet sind, und noch Zucht und Ordnung herrschte, nachweint.
Von daher denke ich schon, daß Geschlecht immer noch eine Rolle spielt im Untotenleben. Selbst der Nosferatu mit der Maske der 1000 Gesichter oder der Tzimisce, der mit Fleischformen das Geschlecht wechseln kann, ist davor nicht zwangsläufig gefeit. Denn immerhin können sie nach außen was anderes vorgaukeln, aber im Inneren wissen sie trotzdem, was sie wirklich sind.

Ich finde das Thema interessant - vielleicht würde sich dafür tatsächlich ein eigener Thread lohnen.
 
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Liebeswahn ? bei der beschreibung steht sogar, dass es nur eine begleiterscheinung o.ä. ist.
objektfixiert - das wird im clanbuch vorgeschlagen
zwanghafter lügner find ich ok, aber dann müsste er IMMER lügen...
gewaltverächter / parzifist ist keine geistesstörung meinies erachtens... es zeugt von hoher menschlichkeit.
paranoid-persönlichkeiten un so : ähm... ich glaube nicht, dass jemand vorgibt mehere persönlichkeiten zu besitzen, weil das eindeutig eine schwäche ist. wenn paranoid, dann das standart paranoid - meine meinung
abhängigkeit von einer person - liebe is noch immer keine geistesstörung :p aber es gibt die angst, vor einsamkeit, die könnte man evtl nehmen
un angst vor bakterien ect, würd ich dann in übertriebene reinlichkeit steigern un nich nur auf blut beschränken.

- Liebeswahn: da steht dass sie "meist" als Begleiterscheinung vorkommt.
Depressionen kommen auch als Begleiterscheinung verschiedener psychischer Störungen vor oder selbstverletzendes Verhalten, und wären meiner Meinung nach trotzdem als alleinstehende Geistesstörung für einen Malkav ausreichend. Stell dir jemanden der unter Erotomanie leidet als jemanden vor, der von seinem Angebeteten dauernd Nachrichten und kleine Liebesbeweise bekommt - nur dass da gar keine sind.
Ein Karibik-Reiseprospekt im Briefkasten? -> Das war er/sie, denn er/sie will mit mir in Urlaub fahren.
(Er/sie ist aber vielleicht sogar glücklich verheiratet (und kennt evtl. den Erotomanen nicht mal) und weiß auch nichts von dem Prospekt, das war nämlich der Postbote, der das in alle Kästen wirft..)
Guter Film: "Wahnsinnig verliebt" mit Audrey Tautou. (Die Inhaltsangaben die ich im netz auf die Schnelle gefunden habe sind aber nicht wirklich gut.)
Hier nochmal ein Link, der die Krankheit meiner Meinung nach sehr gut beschreibt (und weitaus ausführlicher als Wikipedia): http://www.psychiatrie-heute.net/psychiatrie/liebeswahn.html

- Objektfixiert: wusste ich nicht.

- Zwanghaftes Lügen: Warum immer? Warum kann er nicht nur bei einem Thema lügen? Oder bestimmten Personen gegenüber? Oder nur wenn er weiß er kriegt keins auf die Mütze dafür? Oder kann er sich nicht einfach Mühe geben seine Lügen (er kann sich seiner Störung bewusst sein) in genug Wahrheit zu packen damit sie nicht sofort auffallen?
-> Malkav (von Spielern gespielte) sollten überlebensfähig sein. Sie müssen irgendwie in der Lage sein mit ihrer Geisteskrankheit gut genug umzugehen um wenigstens rudimentär sozial zu funktionieren. Wo endet das sonst: "Willst du sterben?" - "Ja!" ?

- Gewaltverächter: Nein Pazifismus ist keine Geistesstörung. Aber ich finde das Interessante an den Malkav mehr ein "normales" Verhalten/Empfinden zu überspitzen, bis es krankhaft wird. Und jemand der Gewalt einfach nicht erträgt - sei es jetzt weil er selbst als Kind geprügelt wurde oder weil er nicht will dass jemand anderes leidet - und selbst zur Gewalt greift um Gewalt zu verhindern , regelrecht ausrastet meinetwegen und danach auch noch Schuldgefühle deshalb entwickelt...das ist nicht normal und gerade die hohe Menschlichkeit die so jemand haben kann könnte für den richtigen inneren Konflikt sorgen.

- Eine Geistesstörung vortäuschen: Sorry, aber ich glaube wir reden eigentlich von zwei grundverschiedenen Dingen.
Ein Malkav muss in meinen Augen nicht so neben der Spur sein, dass er nicht mehr weiß was er tut. Aber seine Sicht auf die Realität ist mit Sicherheit sehr verzerrt - auf die eine oder andere Weise.
Vielleicht hält er es einfach für eine gute Idee? Vielleicht ist es eben keine Schwäche, weil andere ihm nicht glauben, weil sie zu glauben wissen, er denkt sich das nur aus? Aber sicher sein können sie sich nicht (wenn sie wissen dass er Malkav ist) ..und die Vorsicht die dann geboten ist würde dem Malkav wieder nutzen, wenn er klar genug im Kopf ist das zu merken und nicht wirklich glaubt unter dieser (oder überhaupt einer) Geistesstörung zu leiden.
Gerade weil die Malkav geiteskrank sind können die die als Spielercharaktere in Frage kommen (d.h. spielbar und überlebensfähig sind) durchaus ihre Schwäche auch zu ihrem Vorteil nutzen - genauso wie jeder andere Clan.
Zumal - und das ist der Knackpunkt - glaubst du wirklich der Großteil eines Clans denkt über seine Clansschwäche als "Schwäche"?

- Abhängigkeit: Es geht mir hierbei (ähnlich wie beim "Pazifismus") weniger um das Gefühl/Bedürfnis, sondern um die vom normalen Verhalten abweichende (weil übersteigerte, unangemessene) Reaktion.
Liebe ist keine Krankheit. Aber sie kann krankhaft sein. Genauso wie jedes andere menschliche Gefühl.
Hunger? - check. Angst? - check. Gewalt? - check. Liebe? - check. Reinlichkeit? - check. Und so weiter..
Nimm was Alltägliches und überspitze es (zum Charakter passend) so sehr dass es von der Normalität abweicht. Und du hast einen super Malkav. Der wahrscheinlich sogar irgendwie merkt, dass er nicht mehr genauso gepolt ist wie alle anderen um ihn herum. Wie geht er damit um? Wie reagieren andere auf ihn? Will er das ändern, fühlt er sich schlecht deshalb, oder betrachtet er es als Kirsche auf dem Sahnetörtchen seines einzigartigen Verstandes?

- Reinlichkeit: Ich hab nirgendwo geschrieben, dass er plötzlich keine Angst mehr vor Bakterien hat, haben kann oder sollte. Ich wollte lediglich den neuen Aspekt "Blut" mit in die Geistesstörung reinbringen.

--> Ich brainstorme nur, will Anregungen bieten, ich sage nicht dass meine Ideen vollständig und unabänderlich sind. ;)
 
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- Zwanghaftes Lügen: Warum immer? Warum kann er nicht nur bei einem Thema lügen? Oder bestimmten Personen gegenüber? Oder nur wenn er weiß er kriegt keins auf die Mütze dafür? Oder kann er sich nicht einfach Mühe geben seine Lügen (er kann sich seiner Störung bewusst sein) in genug Wahrheit zu packen damit sie nicht sofort auffallen?
Nur ist eben Maßgabe:
Keine Kontrolle!
Das was du anführst ist tatsäächlich kein Bewusstsein für seine Störung sondern Kontrolle. Jemand der zwanghaft lügt kann oder will (zumindest in der WoD als Clansschwäche) nicht anders.

Ansonsten aber cudos für die Vorschläge.
 
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Warum nicht wie die Pooka in Changeling? Deren 'Kithschwäche' ist es, in allem was sie erzählen eine Lüge unterbringen zu müssen. Das ist auch zwanghaftes Lügen, aber sie können sich aussuchen wobei sie lügen.
 
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Weil's halt auch Kontrolle ist, schätze ich. Und die Clan Schwäche der Pooka baut nicht auf Wahnsinn, sondern eher auf Gaesa auf. Da hat's eh andere Regeln, philosophisch gesehen.
 
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Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass zwanghaftes Lügen nicht gleich zwanghaftes Lügen ist.. da gibt es Abstufungen, und ob wir immer die extremste denkbare Form nehmen müssen, stelle ich in Frage. Vielleicht ist dieser Reflex auch der Grund dafür, dass der Clan von so vielen als nicht überlebensfähig gesehen wird.
 
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Wer in jedem Satz lügen muss hat auch keine Geistesstörung, sondern ist eine fiktive Person aus einem Rätsel, oder einer Fabel. Viel und meist lügen reicht völlig.
 
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Weiß ich nicht. Ich kann mir schlecht vorstellen das Vampire ganz ohne den Zwischenmenschlichen Bereich aus kommen. Auch wenn es untote Menschen sind die von einem Raubtier "bessessen" sind... so haben sie trotzdem noch eine Menschliche Natur. Wofür es ja einen Menschlichkeitswert gibt.
Der bei den meisten Ahnen 5 oder kleiner sein dürfte.
Und die Lesart der Menschlichkeit sagt dann kurz gesagt nichts anderes aus als asoziales Verhalten. Ob man dann überhaupt noch begreift was Freundschaft ist darf ja wohl stark bezweifelt werden.

Ein Vampir kann durchaus anerkennen das Madam O besonders Einflussreich und Mächtig ist und trotzdem auf Frauen herab sehen.
Habe ich jemals etwas anderes behauptet?
Ich habe nur gesagt, ein Ahn, der überleben möchte, wird solchen Leidenschaften über kurz oder lang keinen großen Spielraum mehr in seinen Plänen lassen.

Erklär mir mal welcher Faktor Disziplinen bei dieser Betrachtung spielen? Respekt dadurch das jemand Schattenspiele auf 2 beherrscht? Noch dazu wenn es z.b. Publikationen wie z.b. das Storytellers Handbook gibt das davon spricht das Vampire im Allgemeinen Disziplinen wie eine Brechstange sehen und Leute mehr respektieren die Subtil sind.
Wir reden hier natürlich über Disziplinen, die den Geist beeinflußen.

Vorrausgesetzt es ist überhaupt erlaubt eine solche Kraft im Elysium zu verwenden, der schlaue Prinz verbietet solchen Kräfte einsatz in seinen Elysien. Ansonsten.. verweise ich nur aufs Storytellers Handbook. Es ist natürlich jedem Frei gestellt Brechstangen und Baseballschläger als Machtbeweise anzuerkennen, aber ich selbst sehe es ähnlich und empfinde einen Vampir der es nicht anders als mit diesen Krücken schafft sich an der Macht zu halten als ziemliches Freiwild für jeden mit etwas Willenskraft und Einfluss.

Aber Vampire kann man ja zum Glück auf mehrere Arten spielen und ich denke das deine auch seine Reize hat :)
Ich spiele gar kein Maskerade mehr, Requiem ist für meine Bedürfnisse viel besser geeignet.
Ansonsten sage ich nur, auch ein Elysium existiert nicht im Luftleeren Raum.
Außerdem wäre es mir neu, daß ein Elysium die Wirkung eines Blutsbands aufhebt oder einer zuvor benutzen Disziplin.

Sehe ich nicht so, sorry. Vorallem bei Werwolf empfinde ich es als sehr unpassend, zumal diese, anders als Vampire, selten wirklich alt werden und selbst im Idealfall nur ein bisschen älter als ein normaler Mensch. Entsprechend sind Werwölfe am Puls der Zeit. Anders als Vampire die zurückgezogen in ihrer eigenen Welt leben und von der Außenwelt bestenfalls mal was durch ihre Ghule mit bekommen oder weil der Toreador gerade mit einem Ipod durch die Tür kommt (natürlich muss es nicht so extrem sein, aber wenig Vampire leben wirklich am Puls der Zeit und die wenigen die es tun, sind meist Torries oder jung).
Werwölfe werden auch nicht älter als Menschen ist leider kein Argument für oder gegen etwas, was wir hier besprechen.
Werwolf setzt aber einen Kriegerpathos vorraus und das wiederrum führt uns zu Geschlechterrollen.
 
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- Reinlichkeit: Ich hab nirgendwo geschrieben, dass er plötzlich keine Angst mehr vor Bakterien hat, haben kann oder sollte. Ich wollte lediglich den neuen Aspekt "Blut" mit in die Geistesstörung reinbringen.

das klingt dann aber eher danach, dass der char schon vorher ne störung hatte, zu der einfach ein neuer aspekt dazu gekommen ist, weil er ja bluttrinken vorher garnich in betracht gezogen hat. an un für sich würde sich ja nur ändern : "angst vor verschmutzem blut "
o_o
außerdem sollen meine kommentare kein angriff sein oder ähnliches
(auch wenns manchmal so vorkommt...man kann eben keine betonung schreiben)
ich find die vorschläge als denkanstöße oder nebenerscheinungen in ordnung
^_^
 
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Zwangshandlungen lassen sich eigentlich recht gut ausspielen. Vom andauernden Händewaschen bis hin zum Kaufrausch, dem andauernden Überprüfen, ob die Tür wirklich verschlossen oder der Herd aus ist, oder der guten alten Kleptomanie. Auch extremer Sammelbedarf kann da reinfallen. Ich erinnere mich da an meinen Leseratten-Malkavianer, dessen gesamtes Haus mit Büchern und Kerzen vollgestapelt war:
"Das Buch kann ich nicht wegschmeißen, 50 der 450 Seiten sind noch drin, und vielleicht brauche ich diesen 60 Jahre alten und unvollständigen Band über vom Aussterben bedrohte Giftfrösche im Amazonasgebiet in 80 Jahren nochmal..."

;)
 
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