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Belletristik Literatur vs. Romanheftchen.

Literatur vs. Romanheftchen.

  • Literatur !

    Stimmen: 25 86,2%
  • Romanheftchen !

    Stimmen: 4 13,8%

  • Umfrageteilnehmer
    29
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Kann gut sein. Wiki-Artikel sind ja oftmals eher unzuverlässig - das ändert aber nix dran, daß es rein garnichts über den Inhalt aussagt, wenn es sich bei einem Text um einen Fortsetzungsroman handelt und es eine grobe Verallgemeinerung ist, "Fortsetzungsroman" mit "Schundroman" gleich zu setzen.
 
M

MalfeanZ

Guest
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

@ Agroschim

will doch genauer werden: was für einen gnadenlosen Schwachsinn du da in diesem objektiv durch nichts nachzuvollziehenden selbstverliebten Tonfall von dir gibst.

warum wird unter einem Deckmantel king mit Remarque in einen Topf geworfen? Was hat das mit Deckmantel zu tun und was mit Topf? Selbstverständlich gibt es Oberbegriffe, die beide vereinen und das ist dann ein Topf und ein Deckmantel? Blödsinn
 

Agroschim

mit Nero in Disneyland.
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

[...] "Fortsetzungsroman" mit "Schundroman" gleich zu setzen.

Doch, genau das. Aber nur weil es einen Unterscheid zwischen einem Fortsetzungsroman und einem in mehreren Ausgaben abgedruckten Vorabdruck gibt. Literatur funktioniert nicht, wenn man an die Konventionen des Fortsetzungsromans gebunden ist.
 
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Falsch....wenn man die Konventionen des Schundromans anlegt. Das ist ein Unterschied. "Fortsetzungsroman" ist nur die Veröffentlichungsform. Nichts anderes.
Das darfst du auch gerne glauben, wenn man es dir beweist. Totschlag-Argument ist hier z.b. Charles Dickens. Viele von dessen Werke waren nämlich echte Fortsetzungsromane und keine Vorabdrucke. Und du wirst nicht behaupten wollen, Charles Dickens habe nur billige Schundliteratur geschrieben......hunderte von Briten würden dir dafür an die Gurgel springen.
 
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Das spielt keine Rolle. Mit der gleichen Argumentation kannst du auch behaupten, das gesamte Medium "Roman" wäre Schund. Denn hier steht ebenfalls eine kleine Riege gehobener Literaten "gegen" ein Meer aus Trivialem. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Von der "Elite" gibt es immer erheblich weniger als vom Mittelmaß.
Erschwerend hinzu kommt noch, daß Literatur IMMER auch eine Sache der persönlichen Wahrnehmung ist. Die Grenzen zwischen Trivialem und Gehobener Literatur sind mit Nichten so klar abzugrenzen wie irgend welche Feuilleton-Schreiberlinge das gerne hätten.
Ein gutes Beispiel ist da z.b. "Effie Briest" von Fontane.
Als es geschrieben wurde, war das Buch ein echter Aufreger, weil es gesellschaftliche Missstände aufzeigte, die damals in der Öffentlichkeit kein Thema sein durften. Würde man "Effie Briest" heute schreiben, würde das Buch in der Masse der Trivialliteratur untergehen - schlicht und einfach, weil sich der Blickwinkel geändert hat.
 
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

@Agro:
Du bezweifelst, dass ein Charles Dickens hundert Artromane in Lokalzeitungen aufwiegen kann? ?(
 

Agroschim

mit Nero in Disneyland.
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Dann nennt mir doch mal einen neueren Fortsetzungsroman, der kein Schund ist...

Das es vielleicht mal Fortsetzungromane gegeben hat, die heute mehr oder weniger als Literatur akzeptiert werden, kann ich nicht mehr leugnen. Aber ich sage zumindest: Die Bedeutung hat sich gewandelt, von einer Veröffentlichungsform hin zu einer Untergattung des Schundromans.
 
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Die Bedeutung hat sich gewandelt, von einer Veröffentlichungsform hin zu einer Untergattung des Schundromans.
Auch hier muss ich dir wiedersprechen. Die Bedeutung ist und bleibt die selbe: Ein Veröffentlichungsformat, nichts anderes. Es ist weit eher der Fall, daß Fortsetzungsromane in Zeitungen heute kaum noch eine Rolle spielen und das Wenige, was diesbezüglich noch zu lesen ist praktisch die letzten Zuckungen einer veralteten Veröffentlichungsform sind.
die heute mehr oder weniger als Literatur akzeptiert werden,
Das "mehr oder weniger" kannst du ruhigen Gewissens weglassen. "In Westen nichts Neues" oder "Oliver Twist" sind nicht nur "mehr oder weniger" Literatur.
 
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Exponentialdrift - wobei das wiederum mehr ein literarisches Experiment war.
Und auch einer der letzten, explizit für eine Zeitung geschriebenen Fortsetzungsromane überhaupt. Die wenigen Fortsetzungsromane, die überhaupt noch in irgendwelchen Zeitungen erscheinen sind ja in der Regel verhackstückte Heftromane. Das sich ein Autor hinsetzt und schreibt um z.b. gezielt in der London-Times zu veröffentlichen kommt in der Form ja kaum noch vor. In diesem Sinne könnte man durchaus sagen: Der klassische zeitungsbasierte Fortsetzungsroman hat sich nicht gewandelt - er ist schlicht gestorben.
 

Sir Toby

Narr
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Was hat denn die Frage ob Fortsetzungsromane in Zeitungen nun Literatur, Schund oder Hochkultur sind oder nicht noch mit der Abstimmung zu tun?

Klar ist das diese Abstimmung genau so wie die paar Anderen die grad im Forum rumgeistern
alle nach der Selben art funktionieren. Man nehme zwei schwammige Begriffe und stelle sie in einen noch schwammigeren Kontext, fertig ist die Abstimmung wie währe es mit folgenden Abstimmungen:

Protonen oder Elektronen, welche schmecken besser?
Oder Kiwi oder Banane, welches ist mehr Orange?

Es geht hier doch nicht darum das der treadstarter ein wirkliches Interesse hat an den Erkenntnissen dieser Abstimmung, sondern um Spam und die beste Reaktion auf Spam bekommt man nun mal wenn man Spam ein wenig seriös verkleidet.
 

Agroschim

mit Nero in Disneyland.
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Weißt Du, es gibt Dinge, die weiß eigentlich jeder und keiner spricht sie aus. Hallo keiner.
 

Nepharite

Erstgeborener
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

:ROFLMAO:
Geile Diskussion: User, die sich um eine Begriffsbestimmung zumindest bemühen, gegen die Nö-ist-nicht-Ignoranten/-Trolle

Mir selbst bleibt es unbegreiflich, wie jemand unter dem Begriff Fortsetzungsroman etwas anderes als ein Veröffentlichungsformat sehen kann, aber ok, jedem das Seine.

Selbstverständlich gehöre ich zu denen, die für einen (beliebigen) Zamora, John Sinclair oder sogar *würg* Perry Rhodan jeden Goethe, Schiller, Proust, Mann (egal welcher) in der Ecke stehen lassen
 
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Es geht hier doch nicht darum das der treadstarter ein wirkliches Interesse hat an den Erkenntnissen dieser Abstimmung, sondern um Spam und die beste Reaktion auf Spam bekommt man nun mal wenn man Spam ein wenig seriös verkleidet.
Oh, Mist. Ich bin entlarvt :D.
 
D

Dealgathair

Guest
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Hmmm ... erst jetzt entdeckt. Gleich mal meine minderen nekromantischen Fähigkeiten einsetzten :))
Mir stellt sich wirklich die Frage was an der Abstimmung so schwer ist. Einfach mal am ersten Beitrag orientieren. Romanheftchen VS Hochliteratur.
Also Helmut Rellergerd aka Jason Dark - John Sinclair:Das Buch der grausamen Träume oder Franz Kafka - Der Process?
Das meiste an Fantasy und SF Literatur ist Unterhaltungsliteratur, keine Hochliteratur. Joanne K. Rowling -Harry Potter, Wolfgang Hohlbein - Der Greif. Ebenso ein Großteil der Literatur in den Bestsellerlisten.
 

Nepharite

Erstgeborener
AW: Literatur vs. Romanheftchen.

Hmmm ... erst jetzt entdeckt. Gleich mal meine minderen nekromantischen Fähigkeiten einsetzten :))
Mir stellt sich wirklich die Frage was an der Abstimmung so schwer ist. Einfach mal am ersten Beitrag orientieren. Romanheftchen VS Hochliteratur.
Es ist so schwer, weil in der Fragestellung Äpfel mit Birnen verglichen werden, die Form dem Inhalt gegenübergestellt wird. Ähnlich sinnvolle Fragen wären demnach: Hochliteratur oder Hardcover bzw. Trivialliteratur oder Kürbiskernsuppe?

... und? Was ist denn nun Hochliteratur?
 
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