Jahreszeiten

Tjorne

kaCHUNK!
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Beim ersten Lesen der Bücher ist es mir kaum aufgefallen, aber wo ich micht jetzt mit dem Rollenspiel beschäftige, stößt es mir seltsam auf:

Wie misst man Jahre, wenn nicht mit Jahreszeiten?
In Westeros können Winter und Sommer viele Jahre dauern. Aber wie bestimmt sich, was ein Jahr ist? Ich meine, da kommt doch niemand auf die Idee "Hey, wir nennen jetzt einfach mal 365 Tage ein Jahr auch wenn das nichts mit den Jahreszeiten zu tun hat".

Gibt es dazu eine offizielle Klärung von George oder sonstwem, die ich nur bisher übersehen habe?
Wenn nein: Wie regelt ihr die Jahreszählung?
 
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Naja, zum einen meine ich dass es nicht nur die langen Jahreszeiten, sondern zusätzlich auch Temperaturschwankungen im Jahreslauf.

Und außerdem sind die Jahreszeiten ja auch nicht an den Jahreszeiten sondern anhand der Gestirne und der Sonne festgelegt.
 
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Naja, die Sonne, die ja das Gestirn ist, nach dem sich Jahreszeiten hauptsächlich berechnen, scheint sich ja nicht wie unsere Sonne zu verhalten - also regelmäßig jährlich stärker und schwächer, in steigendem und sinkendem Winkel scheinen.
Und was andere Gestirne angeht: die werden vielleicht von Maestern beobachtet, aber dass das Volk wegen ihrer Bewegung eine ebstimmte Anzahl Tage ein Jahr nennt, bezweifle ich.

Neben den "großen Jahren" noch "kleine Jahre" mit schwächeren Schwankungen wären natürlich möglich. Ich kann mich nur an keine Stelle in den Büchern erinnern, die darauf hindeutet... also nur Ausschlussverfahren.

Allerdings erinnere ich mich, dass mehrmals davon gesprochen wird, dass nach dem langen Sommer auf einen warmen Herbst gehofft wird, damit man gut ernten kann. Eine Ernte speziell im "großen Herbst" spricht fast gegen "kleine Jahre", oder? Lässt sich natürlich vereinen, aber indirekt läst sich so eben auch gegen die "großen Jahre" argumentieren.
 
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Ich meine dass es auf Westeros schon Jahre gibt (aber keine Ahnung wie lang die sind), mit den normalen Jahreszeiten. Neben bei gibt es dann Perioden (bis zu x Jahren) die wiederum nach Jahreszeiten benannt sind. D.h. auch wenn seit 12Jahren Sommer herrscht, gab es in diesem Zeitraum auch 12 Winter, nur waren diese eben sehr mild. In der Periode des Winters, werden erstens) die Winter mörderisch und zweitens) die Sommer kühl und kurz (z.B. das es nicht ausreicht um Korn wachsen zu lassen).
 
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Das wäre der Vorschlag mit den "kleinen Jahren" und "großen Jahren". Könnte hinkommen, aber ich finde keine Belege. Naja, nehmen wir es erst mal an, bis das Gegenteil bewiesen ist.
 
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Habe das nach einigen Büchern auch so interpretiert das es schon normale Jahreszeiten gibt. Ich meine mich an sowas wie "du hast doch noch gar keinen richtigen Winter erlebt", was diese Vermutung schon etwas nahelegt.

Was die "richtigen" Winter angeht würde ich vermuten das es auf eine Eiszeit hinausläuft.
 
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Naja, Eiszeit wohl weniger im irdischen Sinne, schließlich gilt ein Sommer von etwa 10 Jahren als lang. Als Vergleich zur Vorstellung der Klimaveränderung... vielleicht. Dann natürlich auch nur ohne Eispanzer, aber ansonsten könnte man es nehmen.
 
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Moin,

sollte der gute George jemals das nächste Buch und in der Folge alle weiteren fertig stellen, werden wir es ja erleben, was gemeint ist, denn

am Ende von AFFC beginnt ja der Winter mit einsetzendem Schneefall.
 
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Im dritten Band (A Storm Of Swords) bin ich über etwas gestolpert: 1) die Hochzeit Joffreys soll am ersten Tag des neuen Jahres sein, was gleichzeitig auch der erte Tag des neuen Jahrhunderts ist. 2) paar Kapitel weiter wird darüber gesprochen, dass es egal ist wie lange der Krieg noch dauert, in etwa "It doesn´t matter how long it takes. A Fortnight, a moons turn, a year or a season." Past also auf die kleine und große Jahre Theorie.
 
Momentan vertrete ich noch die Theorie, dass dort "große" und "kleine" Perioden gemeint sind.

Sprich: 365(?) Tage-Perioden als Jahre und "Jahreszeiten" von streckenweise stark unterschiedlich vielen Jahren (20 Jahre Sommer, x Jahre Herbst, y Jahre Winter, z Jahre Frühjahr, 4 Jahre Sommer... usw... )


Aber mal eine andere Frage:
Wie stellt ihr euch metereologisch diese Schwankungen vor? Scheinbar sind diese Jahreszeiten ja bereits seit Jahrhunderten so ausgeprägt, wenn man sich die durchaus umfangreiche Geschichte im Hintergrund anschaut...
 
Ich bin mir auch zu 99% sicher das dasmit den "kleinen" und "großen" Jahreszeiten richtig ist. Also Innerhalb eines WINTERS gibt es Frühling, Sommer, Herbst, Winter usw.

Eigentlich wie bei uns an den Polen. Da gibt's ja auch Jahreszeiten.
 
Aber mal eine andere Frage:
Wie stellt ihr euch metereologisch diese Schwankungen vor?
Bei uns passierts ja durch die Neigung der Erdachse zur Sonne und die dadurch flachere Sonneneinstrahlung.

Übertragen auf Westeros (bzw wie heißt die Welts und nicht der Kontintent?) müsste die Neigung also Unregelmäßigkeiten unterliegen.

Oder es gibt mehrere Sonnen, dafür finden sich aber in den Büchern keine Hinweise.

Bei uns kreisen die Planeten ja auch auf ziemlichen Kreisbahnen (was nebenbei erwähnt recht ungewöhnlich ist). Elipsen wären also möglich, aber auch dann wären die Winter nicht unregelmäßig, sie würden sich einfach nicht die gleiche Zeitspanne mit dem Sommer teilen (und bei ausgerpägten Elipsen ist eh kein Leben möglich).

Also entweder ist das Sonnensystem von Westeros instabil, oder wir soll(t)en da einfach keinen Gedanken dran verschwenden.
 
Ich würde nicht so weit gehen, das ganze nun wirklich (qasi)wissenschaftlich erklären zu wollen.
GRRM verwendet ja die "langen Winter" und "langen Sommer" durchaus auch als Sinnbilder für sorgenvolle und sorgenlose Zeiten. Und obwohl sein Westeros tendentiell ein sehr realitätsnahes nur leicht fantastisch angehauchtes dafür aber schön schmutziges Mittelalter ist, halte ich den Ansatz für am sinnvollsten, das ganze als mystisch hinzunehmen. ;)
 
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