Interview mit dem RPGPundit über D&D 5, Consultantgate und Alles

Bubblegum

Shootin' Spaceblobs since 3072
Rollenspieler sind halt gern die ewigen Außenseiter in einer feindlichen Welt. Wir hatten alle unsere traumatische Jugend. ^^

Ach, das hat doch gar nichts mit Rollenspielern zu tun. Das Gedankengut hinter den Feindbildern ist relativ verbreitet. Zugegeben, es kommt in Nerdkreisen gerne besonders aggressiv hoch, vor allem weil hier teilweise Rhetorik gefahren wird, die auf politischem Parkett noch in den Kinderschuhen stecken (Stichwort AfD).
 

Belchion

Ghul
Halte ich auch für eine steile These - aber u.U. dadurch erklärbar das Uruguay keine eigene Rollenspielszene hat - und vermutlich, in Tagen freier Verfügbarkeit amerikanischer Spiele - auch keine eigene Rollenspielkultur mehr aufbauen wird.
Als DSA auf dem Markt kam, gab es D&D ja schon in einer deutschen Übersetzung - trotzdem hat DSA sich hier durchgesetzt. Auch bei anderen Kulturgütern kann man ja beobachten, dass auf komplett neuen Gebieten zunächst Klone des Vorbilds entstehen und sich dann nach und nach eine eigene lokale Note herausbildet.
 

Skyrock

t. Sgeyerog :DDDDD
Ich fände es viel spannender, die Inhalte der Aussagen vom Pundit zu besprechen. Ich halte es z.B. für höchst diskussionswürdig, dass es keine kulturell verschiedenen Rollenspiele geben soll. Das wäre so, als würde ich sagen "Kunstliebhaber in aller Welt mögen gute Kunst, daher ist amerikanische Kunst auch gut genug für Korea, Benin und den Sudan!" oder "Wer Musik zu schätzen weiß, hört amerikanische Musik, weil sie die beste der Welt ist" - ich sehe das anders. Rollenspiele sind Kulturprodukte und daher natürlich auch kulturell bedingt. Es gibt ja gerade zu D&D viele Erläuterungen, wie darin z.B. Frontier-Motive des Wilden Westens auftauchen. Es kann aber auch um Äußerlichkeiten gehen, wenn in einer Kultur z.B. freizügige Bilder unerwünscht sind. Ich denke auch nicht, dass Geeks in aller Welt "gleich" sind oder Rollenspiel nur von "Geeks" gespielt wird. Ich würde mich selbst nicht als "Geek" bezeichnen und fühle mich schon gar nicht einer internationalen "Geek-Bewegung" zugehörig und ich kenne auch so einige Rollenspieler, bei denen ich nie auf die Idee gekommen wäre, sie als Geek (oder Nerd etc.) zu bezeichnen.
Ähnlich wie The Saint denke ich, dass da Pundits Hintergrund reinspielt.

Kanada entspricht mangels Sprachbarriere weitgehend der amerikanischen Szene. (Außer vielleicht den Frankokanadiern, aber zu denen gehört Pundit nicht.)

Die uruguayanische Szene ist einfach noch zu jung, um einen eigenen Stil entwickelt zu haben - die ersten eigenen Rollenspiel sind erst vor wenigen Jahren rausgekommen. Als DSA klein angefangen hat, hat es sich auch erst sehr stark an das D&D-Modell angelehnt (mit Weltentoren, Raumschiffen und einem sklavenmachenden Kaiser des Mittelreichs!). Erst ab DSA2 begannen sich die typisch deutschen Elemente aus dieser D&D-geprägten Ursuppe deutschen Rollenspiels deutlich herauszumendeln (mit einigen DSA1-Ausreißern in diese Richtung wie Unter Dem Nordlicht).

Warum ist D&D jetzt dann eigentlich das wichtigste Rollenspiel der Welt? Und was sollen mir die Landmark des Manifests genau sagen? Wie habe ich den Sieg von Herrn Pundit zu interpretieren, wenn es um das Hobby geht?
Zur ersten Frage: Soll die ein Witz sein? Abgesehen von Hängerphasen gegen Ende von AD&D 2nd und während der gesamte D&D4-Phase war D&D immer und ungeschlagen international das Rollenspiel #1, was die Verbreitung und die Verkaufszahlen angeht (zu weiten Strecken wahrscheinlich mit über 50% Marktanteil - die Zahlen von C&G Retailers sprechen da eine klare Sprache).

Zur zweiten Frage: Binnendiskussion innerhalb von D&D. D&D3 war ein Befreiungsschlag, bei dem "spieligen" Elemente gegenüber der Setting- und Metaplottretmühle von AD&D 2nd in den Vordergrund gestellt wurden. D&D4 war ein sehr brettspieliger, wie im Windkanal designter Ansatz, bei dem MMORPG-Ideen und Ideen von The Forge über Kohärenz eine unheilige Allianz eingingen.
D&D 5 geht wieder den Weg von (A)D&D 1E: Der große Doppel-Whopper mit allem und mit scharf und Extra Käse, der für jeden etwas bietet und "jedermanns zweitliebstes D&D" darstellt (Bonmot von Rob "Bat in the Attic" Conley). 5E nimmt den 3.x-Buildschraubern und den 4e-Forge-Apologeten D&D wieder weg und gibt es in die Hände des normalen Rollenspielers, der Powergaming und coole Settings und Spielfluß und alles andere was gut an Rollenspiel ist _gleichzeitig_ haben will.

Zur dritten Frage: Das ist eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss.
Ich selbst hätte selbst bei optimistischster Annehme vor 5 oder 6 Jahren nicht erwartet, dass der Pundit einmal eine zentrale Rolle bei der Entwicklung einer neuen D&D-Edition einnehmen könnte. Egal was man von ihm hält, das ist mit Sicherheit ein Coup, der die Wahrnehmung der Bedeutung des Pundits (und die Bedeutung des Pundits selbst) entscheidend verschoben hat.
 

Bubblegum

Shootin' Spaceblobs since 3072
Zur ersten Frage: Soll die ein Witz sein? Abgesehen von Hängerphasen gegen Ende von AD&D 2nd und während der gesamte D&D4-Phase war D&D immer und ungeschlagen international das Rollenspiel #1, was die Verbreitung und die Verkaufszahlen angeht (zu weiten Strecken wahrscheinlich mit über 50% Marktanteil - die Zahlen von C&G Retailers sprechen da eine klare Sprache).

Dann ist also das wirtschaftlich erfolgreichste und prominenteste. "Wichtig" in dem Sinne dann auf wirtschaftliche Entwicklung des Hobbys bezogen? Okay.

Zur zweiten Frage: Binnendiskussion innerhalb von D&D. D&D3 war ein Befreiungsschlag, bei dem "spieligen" Elemente gegenüber der Setting- und Metaplottretmühle von AD&D 2nd in den Vordergrund gestellt wurden. D&D4 war ein sehr brettspieliger, wie im Windkanal designter Ansatz, bei dem MMORPG-Ideen und Ideen von The Forge über Kohärenz eine unheilige Allianz eingingen.
D&D 5 geht wieder den Weg von (A)D&D 1E: Der große Doppel-Whopper mit allem und mit scharf und Extra Käse, der für jeden etwas bietet und "jedermanns zweitliebstes D&D" darstellt (Bonmot von Rob "Bat in the Attic" Conley). 5E nimmt den 3.x-Buildschraubern und den 4e-Forge-Apologeten D&D wieder weg und gibt es in die Hände des normalen Rollenspielers, der Powergaming und coole Settings und Spielfluß und alles andere was gut an Rollenspiel ist _gleichzeitig_ haben will.

Ich glaub mir fehlt da zu viel Theorielingo, die Hälfte krieg ich nich ganz auf die Platte. Aber warum sollten Buildschrauber z. B. keine "normalen" Rollenspieler sein? Das klingt auch alles kampfrhetorisch. Ist die Veröffentlichung der neuen Edition also tatsächlich ein Sieg über verhasste Ideologien und Spielweisen?

Zur dritten Frage: Das ist eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss.
Ich selbst hätte selbst bei optimistischster Annehme vor 5 oder 6 Jahren nicht erwartet, dass der Pundit einmal eine zentrale Rolle bei der Entwicklung einer neuen D&D-Edition einnehmen könnte. Egal was man von ihm hält, das ist mit Sicherheit ein Coup, der die Wahrnehmung der Bedeutung des Pundits (und die Bedeutung des Pundits selbst) entscheidend verschoben hat.

Kannst du nochmal für mich Dummchen erklären, was er als consultant gemacht hat? Regelberatung? Öffentlichkeitsarbeit? Betatesting? Würdest du jetzt sagen, dass der Herr eine neue Bedeutung für die gesamte Rollenspielcommunity- und Wirtschaft eingenommen hat, oder nur auf D&D bezogen?
 

Skyrock

t. Sgeyerog :DDDDD
Dann ist also das wirtschaftlich erfolgreichste und prominenteste. "Wichtig" in dem Sinne dann auf wirtschaftliche Entwicklung des Hobbys bezogen? Okay.
Kommerziell, als auch im Sinne von einem Impulsgeber.
Speziell D&D 3.x/d20 hat im Alleingang den siechenden Rollenspielmarkt der Spät-90er umgekrempelt, und man sieht den meisten professionellen Rollenspielen an ob sie vor oder nach d20 entstanden sind, wie etwa bei der Frage der Strukturierung von Regelwerken, dem Konzept der Feats, vereinheitlichten Grundregeln oder fest definierten, benannten Statuseffekten und Monsterfähigkeiten.
5e könnte das Zeug haben, wieder so ein Tonangeber für das kommende Jahrzehnt zu werden.

Ich glaub mir fehlt da zu viel Theorielingo, die Hälfte krieg ich nich ganz auf die Platte. Aber warum sollten Buildschrauber z. B. keine "normalen" Rollenspieler sein? Das klingt auch alles kampfrhetorisch. Ist die Veröffentlichung der neuen Edition also tatsächlich ein Sieg über verhasste Ideologien und Spielweisen?
Nicht so sehr ein Sieg, als ein zurückschwingendes Pendel.
3.x war zu seiner Zeit ein wichtiger Befreiungsschlag, aber fokussiert auf einen engen Spielstil ausgelegt. (Das war, was der OSR Auftrieb gegeben hat.) 4e hat diesen Fokus nochmals verengt und war damit auf #2 hinter Pathfinder abgerutscht (was für ein Spiel wie D&D in etwa so katrastrophal ist wie für den FC Bayern, nicht Meister zu werden).

5e setzt wieder auf ein breiter aufgestelltes Regelwerk, das viele verschiedene Spielertypen gut bedienen kann und Optionen bietet, um das Spiel stärker in andere Richtungen zu treiben. Es gibt sogar wieder wie zu AD&D-Zeiten eine Trennung in Basic-Regeln und Fortgeschrittenen-Regeln.

Kannst du nochmal für mich Dummchen erklären, was er als consultant gemacht hat? Regelberatung? Öffentlichkeitsarbeit? Betatesting? Würdest du jetzt sagen, dass der Herr eine neue Bedeutung für die gesamte Rollenspielcommunity- und Wirtschaft eingenommen hat, oder nur auf D&D bezogen?
Pundit hat das Entwicklerteam bei der Entwicklung, Auswertung der Spieltests und Fortschreibung des aktuellen Entwicklungsstandes für das PHB, das MM1 und den DMG beraten. Daraus lässt sich ableiten, dass er sich vor allem mit der regeltechnischen Seite befasst hat.
Für mehr Details müsstest du den Pundit oder andere Consultants direkt befragen, und würdest wahrscheinlich wegen der NDAs auch nichts genaueres erfahren können.

Was den Marktwert angeht, lassen sich D&D und der Rollenspielmarkt nicht auseinandertrennen - D&D _ist_ international der Rollenspielmarkt, besonders wenn man Pathfinder, OSR-Spiele und die d20-Ableger mitzählt. Wie Sinatra sagen würde, "If I can make it there, I'll make it anywhere!"[/quote]
 

The Saint

Welcome, delicious friend!
Kommerziell, als auch im Sinne von einem Impulsgeber.

Nicht nur als Impulsgeber. D&D ist der Gradmesser für den Rest der Rollenspielszene. Andere Rollenspiele definieren sich darüber was sie "anders" oder "besser" als D&D machen. Viele Rollenspiele existieren nur, weil dem Autor eine bestimmte Regel aus D&D nicht gefallen hat.

D&D ist darüber hinaus aber auch die Speerspitze des Rollenspiels in der öffentlichen Wahrnehmung. Vin Diesel, Robin Williams, Sascha Grey, Karl Urban, Whil Wheaton und Michelle Malkin haben nicht lang und breit erklärt welche Rollenspiele sie gespielt haben (bei Wheaton dürfte das mehr als eines sein) sondern gesagt: "Wir haben D&D gespielt". Fantasy Computerspiele definieren sich über D&D und dessen Mechaniken. Auch die Gradmesser in dem Bereich sind übrigens die "D&D"spiele um Baldurs Gate und Torment, bzw. in früheren Zeiten "Eye of the Beholder".

Ein totes D&D bedeutet eine siechende Rollenspielszene.

Daher - Skyrock - du gehst auf einen ziemlichen Troll ein...
 

The Saint

Welcome, delicious friend!
Sorry, aber du wirfst zu schnell mit dem trollbegriff um dich. Nicht jeder ist direkt so ein superexperte wie du, Sky oder ich.

Wenn du die gewählten Formulierungen nicht für trollling hälst, hast du anscheinend eine andere Wahrnehmung als ich. Wenn ich etwas nicht weiß, dann frage ich neutral nach. Schreibe ich "Dann ist also das wirtschaftlich erfolgreichste und prominenteste. "Wichtig" in dem Sinne dann auf wirtschaftliche Entwicklung des Hobbys bezogen? Okay." ist das was anderes....

Und klar gab's vor D&D 3 Zeiten in denen das Spiel vor sich hinsiechte - darum sagte Skyrock ja das D&D 3 so wichtig war. Die guten D&D Zeiten waren immer diejenigen, in denen D&D den Standard vorgegeben hat. Die schlechten waren die, in denen D&D sich an andere rangehängt hat - sei es Vampire (im weitesten Sinne) mit AD&D 2 oder eben das "Apologeten D&D 4" (ein hübscher Begriff).
 
Hm, Saint, bei aller Wertschätzung: da bist Du meiner Ansicht nach etwas vorschnell. Ich habe noch nie von dieser Bubblegum gelesen. Entsprechend wackelig ist mein Bild noch. Sympathisch an ihr finde ich jedoch erst einmal, dass sie sehr offen mit ihren vorhandenen wie nicht vorhandenen Kenntnissen umgeht. Sympathisch finde ich zweitens, dass sie sich dem ihr entgegenschallenden Tonfall bemerkenswert anzupassen imstande ist. Dadurch ist sie weder Opfer noch Täter, sondern eine Gesprächspartnerin auf Augenhöhe. Und drittens kann ich ihre Fragen und deren Zustandekommen allesamt nachvollziehen. Das verhält sich bei vielen der hier Beitragenden ganz anders; die empfinde ich als mir fundamental wesensfremd. Auch deshalb bin ich für eine wie Bubblegum dankbar, denn da ist die Kommunikation etwas leichter (wenn auch eventuell etwas vorhersehbarer, okay).

Die Passage, die Du da zuletzt monierst ("Dann ist also das wirtschaftlich erfolgreichste und prominenteste. "Wichtig" in dem Sinne dann auf wirtschaftliche Entwicklung des Hobbys bezogen? Okay."), kann man tatsächlich auch ohne böse Absicht anders lesen, nämlich beispielsweise bezogen auf die Innovationskraft des Spiels. Ich würde da auf keinen Fall bösen Willen unterstellen und im Gesamtbild empfinde ich das sogar als abwegig.

Insofern, Saint, Niedertracht et. al.: gebt der Bubblegum ne Chance. Die ist Euch irgendwie auf den Schlips getreten, aber meint das nach meinem Eindruck gar nicht so.

Parallel finde ich übrigens auch die letzte Antwort von Skyrock klasse. Ich teile weiß Gott vermutlich die große Mehrheit seiner Positionen und Vorlieben so überhaupt gar nicht und fand den vorletzten Post angesichts diverser Tiefschläge im Vorbeigehen ziemlich daneben (sowas wie "4e-Forge-Apologeten D&D" ist schlicht überflüssig). Aber was er da zuletzt an Antworten zustandebringt, ist schon sehr souverän. Das kommt komplett ohne Kampfrhetorik aus und ist dennoch überzeugend. Chapeau und herzlichen Dank. Gerne mehr davon.

EDIT: Bin gerade dezent darauf hingewiesen worden, dass es sich bei Bubblegum um eine Frau handelt. Da hätte ich angesichts des Bildchens auch selbst drauf kommen können. Sorry für den Lapsus. Ich passe diesen Beitrag in vorauseilendem Gehorsam mal entsprechend an.
 

Belchion

Ghul
Es gab übrigens auch vor D&D 3 zeiten zu denen D&D nur die nummer zwei in den sales war.
Ja, die gab es tatsächlich, war aber sehr kurz. Für einige Monate verkaufte White Wolf mehr Exemplare von Vampire: the Masquerade als TSR AD&D2 verkaufte. Damals war AD&D2 bereits seit über 10 Jahren auf dem Markt, V:tM auf dem Zenit seines Erfolgs und ein ideen- und kraftloses TSR stand wegen Mißmanagements kurz vor der Pleite.
 

Infernal Teddy

mag Caninchen
Ja, die gab es tatsächlich, war aber sehr kurz. Für einige Monate verkaufte White Wolf mehr Exemplare von Vampire: the Masquerade als TSR AD&D2 verkaufte. Damals war AD&D2 bereits seit über 10 Jahren auf dem Markt, V:tM auf dem Zenit seines Erfolgs und ein ideen- und kraftloses TSR stand wegen Mißmanagements kurz vor der Pleite.

Als Vampire sich ca. 1992/3 an die Spitze des Marktes setzt war von einer Pleite von TSR noch nichts zu merken, das kam erst drei oder vier Jahre später. Und wie ist es mit dem Jahr oder zwei in denen Palladium mit TMNT an der spitze stand? Da auch eine Ausrede?
 

The Saint

Welcome, delicious friend!
Als Vampire sich ca. 1992/3 an die Spitze des Marktes setzt war von einer Pleite von TSR noch nichts zu merken, das kam erst drei oder vier Jahre später. Und wie ist es mit dem Jahr oder zwei in denen Palladium mit TMNT an der spitze stand? Da auch eine Ausrede?


Was genau beweist das eigentlich? Das D&D weniger bedeutend ist für den Rollenspielmarkt als TMNT und Palladium? Oder worauf willst du hinaus? Muss man ja bei dir mittlerweile leider immer wieder nachfragen...
 

Infernal Teddy

mag Caninchen
Was genau beweist das eigentlich? Das D&D weniger bedeutend ist für den Rollenspielmarkt als TMNT und Palladium? Oder worauf willst du hinaus? Muss man ja bei dir mittlerweile leider immer wieder nachfragen...

Das die Verkaufszahlen alleine noch keine Bedeutung ausmachen. Ich widerspreche ja gar nicht das D&D das bedeutendste RPG der Welt ist, alleine wegen der Verbreitung, aber das kann man nicht alleine daran festmachen.

Und ursprünglich war der Punkt den ich mit dir hatte das du hier unnötig jemanden als Troll bezeichnet hast. Man muss dich ja leider mittlerweile immer mal wieder bremsen.
 

Wulfhelm

神は死んだ!
Das die Verkaufszahlen alleine noch keine Bedeutung ausmachen.
Vor allem nicht in der Weise, wie sie hier gehandelt werden. Unter sehr vielen Kuchenstücken das größte zu haben, sagt erst mal überhaupt nichts. Interessanter wäre der prozentuale Marktanteil von D&D. Wobei auch der für die Frage der Bedeutung nicht so... äh... bedeutend ist, solange kein Zusammenhang von "viele und teure Produkte" einerseits und "viel gespielt und rezipiert" andererseits erwiesen ist.
 

Bubblegum

Shootin' Spaceblobs since 3072
5e könnte das Zeug haben, wieder so ein Tonangeber für das kommende Jahrzehnt zu werden.

Das meinte ich eben. Ein Spiel könnte ja auch ziemlich wichtig für den Markt oder die Spielerschaft sein, ohne herausragenden kommerziellen Erfolg zu erzielen - einfach weil es neue Wege geht oder entscheidende Impulse gibt. Du siehst bei D&D beide Faktoren als stilgebend? Interessant. Ich meine, ich hätte persönlich nichts dagegen, wenn es vom "Brettspielerischen" und "MMOhaften" weggeht. Ich weiß nur noch nicht so ganz, wie ich die Positionierung der Trendstiftung einordnen soll, v. a. wegen folgender Antwort:

Nicht so sehr ein Sieg, als ein zurückschwingendes Pendel.
3.x war zu seiner Zeit ein wichtiger Befreiungsschlag, aber fokussiert auf einen engen Spielstil ausgelegt. (Das war, was der OSR Auftrieb gegeben hat.) 4e hat diesen Fokus nochmals verengt und war damit auf #2 hinter Pathfinder abgerutscht (was für ein Spiel wie D&D in etwa so katrastrophal ist wie für den FC Bayern, nicht Meister zu werden).

5e setzt wieder auf ein breiter aufgestelltes Regelwerk, das viele verschiedene Spielertypen gut bedienen kann und Optionen bietet, um das Spiel stärker in andere Richtungen zu treiben. Es gibt sogar wieder wie zu AD&D-Zeiten eine Trennung in Basic-Regeln und Fortgeschrittenen-Regeln.

Soweit ich das verstanden habe war ja das große Feindbild der letzten Jahre bei Pundit das "Storygaming". Positioniert sich D&D also jetzt einfach mittig, zwischen den Buildbastlern / Figurenschubsern und den Erzählonkeln? Oder bedient es auch diese beiden Richtungen, weil es sich so breit aufstellt? Ich hab mit D&D, wie wahrscheinlich viele, angefangen .. keine Ahnung mit welcher Edition, ist gute 12 - 14 Jahre her. Da hab ich wahrscheinlich Einiges an Entwicklung verpasst. Es kann aber auch gut sein, dass ich in den letzten Jahren sehr viel davon mitgenommen habe, was bei Pundit unter Feindbild läuft.. jetzt hat der konsultiert und spricht von einem Sieg. Keine Ahnung, ob das jetzt für mich gut oder schlecht ist. Oder für wen das noch ein Sieg bzw. die "richtige Pendelbewegung" ist. Deswegen habe ich nachgefragt. Und deswegen, übrigens, habe ich auch ursprünglich meine Bedenken geäußert. Auch wenn sich einige hier sehr große Mühe geben, mir unredlichere Motive zu unterstellen...
 
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