WFRSP 1 Enemy Within - Kampagne

Dieses Thema im Forum "Warhammer Fantasy" wurde erstellt von Rinso, 12. Dezember 2006.

  1. Rinso

    Rinso vorbildlich

    Hi,

    man liest ja immer so viel Gutes über die Enemy Within - Kampagne aus der ersten Regelversion. Ist sie wirklich so gut, mit der G7-Kampagne aus DSA vergleichbar vielleicht? Worum gehts in der Story so grob? Ist der Hintergrund der "alten" Alten Welt sehr viel anders als der aktuelle vor dem SdC? Und welche Bücher brauch ich um die Abenteuer zu spielen?

    Weitere Fragen folgen :)
     
  2. Earin Shaad

    Earin Shaad Woge des Wahnsinns

    AW: Enemy Within - Kampagne

    Also ich habe die ersten drei Bücher der Enemy within Camagne mit zwei verschiedenen Spielergruppen geleitet und bin sehr zufrieden. Kenne die G7 Kampagne von DSA nur sehr flüchhtig, kann deshalb keine Vergleiche anstellen.

    Zur Handlung: Im ersten Abenteuer geht es darum, dass einer der Charaktere einer Verwechslung zum Opfer fällt, mit teils angenehmen, teils unangenehmen Flgen für ihn. Danach bekommt es die Gruppe mit den Machenschaften eines Dämonologen in Bögenhafen zu tun.
    Zweites Abenteuer: die Charaktere bekommen ein Bott mit dem sie duch das ganze Imperium fahren, immer auf der Suche nach einem Meteor aus Warpstein und gejagt von zahlreichen Kulten und Ungeheuern.
    Zum Showdown kommt es dann in dem verkümmerten Dörfchen Wittgendorf, das von einer dunklen Burg drohend überragt wird...
    Das dritte Abenteuer spielt in Middenheim, zur Zeit des Karnevals. Es gibt eine neue Steuer in der Stadt durch die Unmut bei Zwergen, Priestern und Zauberern ausgelöst wird. Der Plan einer teuflischen, grauen Eminenz?
    Intrigenspiel at its best!

    Ich hoffe ich konnte helfen.

    Greets, Earin
     
  3. AW: Enemy Within - Kampagne

    Die Kampagnen 'Der Innere Feind'/'The Enemy Within' und 'Wege der Verdammten'/'Paths of the Damned' sind vom ganzen Ansatz und der Stimmung her recht unterschiedlich, ebenso wie der jeweilige Zeitrahmen, in dem sie angesiedelt sind. Ich kann sie nur miteinander vergleichen, da ich 'G7' nicht kenne.

    Der Innere Feind (Zeit: 2512 i.K.) beginnt in einem friedlichen und recht geordneten Imperium. Das Chaos scheint weit fort zu sein und Volk und Adel wiegen sich so sehr in falscher Sicherheit, dass verderbte Kulte mit erschreckender Unverfrohrenheit agieren können. Die SC werden schnell das Gefühl haben, die einzig Sehenden in mitten eines Landes zu sein, das nach über 200 Jahren Frieden nicht länger sehen will.
    Die SC gehören am Beginn (idealerweise) möglichst ‚normalen’ Berufsgruppen an, um die Kampagne im Rahmen zu halten. Eine voll auf den Kampf hin optimierte Gruppe würde sich (zumal am Anfang) wohl garzuleicht durch die Gegner schlagen, dafür aber bei anderen Kampagnenaspekten Probleme bekommen. Zu den Beispielcharakteren im ersten Kampagnenband gehört nicht ein einziger SC mit militärischem Hintergrund. Stattdessen gibt es einen Zauberlehrling, einen Binnenschiffer, Diebe, Arbeiter etc. - nichts Exotisches, kaum Nichtmenschen und keine Adeligen. Auch eine selbst-kreierte SC-Gruppe sollte sich zumindest grob an diese Vorgaben halten. Wenn es den Spielern Spaß macht, auf solch ‚niedrigem’ Niveau zu beginnen und ihre SC mit den Aufgaben wachsen zu sehen, dann wird ihnen TEW gewiss viel Spaß machen.
    Die einzelnen Abenteuer sind sehr vielseitig und überraschend, und auch wenn es gegen Ende der Kampagne (das alternative Finale 'Empire at War') durchaus episch wird, ist der Anfang doch eher beschaulich.

    Die Wege der Verdammten (Zeit: 2522 i.K.) beginnt direkt nach dem ‚Sturm des Chaos’, inmitten eines Imperiums das sich gerade erst vom blutig und teuer erkauften Sieg über Archaon erholt. Auch die SC sind vermutlich Opfer dieses Krieges, haben Heimat und Familien verloren, oder sind versprengte Überlebende vernichteter Regimenter. Es geht deutlich schneller und drastischer ‚zur Sache’ und schon der erste Abschnitt der Kampagne ist deutlich kampflastiger. Das spiegelt sich auch in den Beispielcharakteren wieder: die Hälfte der Beispielgruppe besteht aus (Ex-)Militärs. Auch hier sollte sich eine selbst-kreierte SC-Gruppe zumindest grob an diese Vorgaben halten.
    Entgegen der verbreiteten Kritik gibt es in PotD bei genauerer Betrachtung eigentlich kaum mehr Magie oder Kreaturen als in TEW, die SC begegnen ihr/ihnen nur deutlich schneller und drastischer, was derartiges etwas weniger subtil und etwas alltäglicher wirken lässt. Die Kampagne ist sehr einsteigerfreundlich, was sich darin äußert, dass der erste Abschnitt ('Aus der Asche Middenheims') zwar vielfältig, aber auch recht gradlinig ist. Die Teile 2 und 3 sind deutlich offener und bieten (abhängig von den Vorgaben des SL) durchaus viel spielerische Freiheit, wenn auch stets deutlich im Schatten der Hauptgeschichte. Sie sind schwerer zu leiten, aber bei einem SL mit Erfahrung und Selbstvertrauen, der flexibel auf die Aktionen und Wünsche der Spieler zu reagieren versteht, kann die Kampagne ab Altdorf sehr offen und frei werden, auch wenn die Illusion der großen Freiheit wohl nie so vollkommen sein wird, wie in TEW2 ('Death on the Reik'/'Tod auf dem Reik').

    Ciao,
    RN
     
  4. The Saint

    The Saint Welcome, delicious friend!

    AW: Enemy Within - Kampagne

    Mit der G7 würde ich die Kampagne im übrigen NICHT vergleichen.

    TEW ist vollständig offen - wenn die Charaktere zu langsam sind, dann versinkt eben Bögenhafen in einem Chaostor. Wenn der wichtige SC (es gibt einen der wichtiger ist als andere) einen Schwerthieb durch seine Dummheit abbekommt, dann ist er eben tot und die Kampagne läuft anders weiter.

    Bei den G7 erlebst du eher einzel Szenarios mit teilweise festem Ergebnis. Borbarads Rückkehr, seine Fleischwerdung, die Schlacht an der Trollpforte usw. Bei TEW hängt das zusammen und WAS passiert liegt an den SC. Darum finde ich TEW DEUTLICH überlegen...

    Der erste Teil ist entstanden weil man ein Cthulhu Szenario für Warhammer haben wollte, und das ist ganz gut und finster gelungen.

    Der zweite Teil ist ein ziemlich überragendes Überlandabenteuer. Man kann machen was man will, wann man will, wo man will. Wenn man allerdings trödelt, dann kann es sein das der Bösewicht den Tempel XY schon geplündert hat, oder das der Mörder in Niedertotbach schon weg ist.

    Der dritte Teil ist das ultimative Stadtabenteuer. Beim Middenheimer Karneval geht es ab. Es gibt einen extra SL Schirm nur für dieses Abenteuer auf dessen Rückseite man den Zeitplan aller NSC findet. Der ist auch schwer nötig, denn die Intrige die da gesponnen wurde ist schwer zu durchschauen da nur EINER der Beteiligten alles weiß - die graue Eminenz halt.

    Der vierte Teil... naja... Ich weise lieber auf die Fanbearbeitung davon hin, die ist um LÄNGEN besser...
     
  5. AW: Enemy Within - Kampagne

    Absolut richtig! :Sgood:

    Der vierte Teil 'Something rotten in Kislev' ist eine arge Katastrophe, lässt sich aber leicht ersetzen, da es effektiv nur darum geht, die SC für ein gutes Jahr aus dem Imperium zu schaffen. Wem da nichts eigenes einfällt, der könnte sie statt nach Kislev auch nach Bretonia schicken und 'Barony of the Damned - An Adventure in Mousillon' einschieben.

    'Empire in Flames', der fünfte und letzte Teil, war eine bemüht epische, aber sehr gradlinige Queste, die sich inhaltlich derweil komplett erledigt hat, weil GW den Kanon geändert hat. Die Alternative 'Empire at War' ist sehr gut und ein äußerst gelungenes Finale, da dort viele lose TEW-Stränge aufgegriffen, auf schöne Weise verknüpft und zu einem fulminanten Abschluss geführt werden, der gut zum 'neuen Imperium' der Zeit vor dem 'Sturm des Chaos' überleitet.

    Bleibt noch hinzuzufügen, dass es für alle Bände derweil gute v2-Fan-Konvertierungen gibt, mit denen sie sich problemlos nach den neuen Regeln spielen lassen. Die Links dazu finden sich auch irgendwo in diesem Forenteil.

    Ciao,
    RN
     
  6. Earin Shaad

    Earin Shaad Woge des Wahnsinns

    AW: Enemy Within - Kampagne

    Wäre es eventuell möglich mir in einer PM etwas ausführlicher zu erzählen, was denn so im letzten Teil der Kampagne "Empire in Flames" geschieht?
    Am besten jemand, der das Abenteuer selbst geleitet hat.
    Ich habe nämlich wie schon gesagt die ersten drei Bücher schon mit zwei Gruppen geleitet und es würde mich schwer interessieren.

    Und noch ne andere Frage: Hat jemand eine Ahnung, ob man das Abenteuer "Schloss Drachenfels" irgendwo auf Englisch oder Deutsch herbekommen könnte? Wurde es überhaupt jemals ins Deutsche übersetzt?
    Ich habe leider nur die französische Fassung und mein Französischen ist nicht besonders...

    Greets und thx, Earin
     
  7. AW: Enemy Within - Kampagne

    PM unterwegs! :)

    Gruß,
    RN
     
  8. Rinso

    Rinso vorbildlich

    AW: Enemy Within - Kampagne

    Vielen Dank für eure sehr aufschlussreichen Antworten.

    Ich schlussfolgere daraus, dass die SC zu Beginn der Kampagne ruhig neue Charaktere sein und nicht schon Erfahrung gesammelt haben sollten?

    Inwieweit ist die Story denn dann zusammenhängend wenn sie so offen ist und es zu so krassen Wendungen kommen kann?
    Wenn Bögenhafen in einem Chaostor versinken kann bedeutet das doch entweder dass es für den Kernplot egal ist ob es das tut oder dass die folgenden Abenteuer nur wenig auf das schon Geschehene zurückgreifen, oder?
    Mag am SL liegen, aber ich hab G7 nicht unbedingt als Einzelszenarios empfunden sondern schon als "großes Ganzes".

    Weswegen nennst du es eine Katastrophe? Kislev find ich als Schauplatz sehr reizvoll, schade wenn dieses Abenteuer wirklich so schlecht ist.. naja, aber die SC ein Jahr aus dem Imperium fernzuhalten sollte auch kein Problem sein. Wenigstens muss ich mich dann nicht abmühen diesen Band aufzutreiben ;)

    Ist der SL-Schirm im (dt.) Abenteuerband enhalten oder muss man sich den extra zulegen?


    Wie lange habt ihr ca. gebraucht, um die ganze Kampagne durchzuspielen und wie regelmäßig habt ihr gespielt?

    Welchen Rollenspiel-Erfahrenheitsgrad und wieviel Hintergrundkenntnis zu Warhammer würdet ihr bei den Spielern vorraussetzen?
     
  9. AW: Enemy Within - Kampagne

    Zum 'niedrigen' Start: Ich würde sagen, dass unerfahrene Charaktere mit 'normalen' Karrieren der ideale Einstieg sind, auch und gerade für in Warhammer-Dingen unerfahrene Spieler. TEW führt von Anfang an gut in das Imperium und die Welt von Warhammer ein, weshalb die Kampagne einen idealen Einstieg bietet.


    Die Mini-Beschreibung von Delberz, der Stadt, bei der die SC starten, findest Du in 'Tod auf dem Reik' ab Seite 23. Üblicherweise hilft es sehr, wenn die SC vor dem TEW-Start ein kleines Abenteuerchen in Delberz erleben, um auch als Spieler mit dem Ort vertraut zu sein und ihn als 'Heimat' zu sehen. Als Abenteuer würde sich hier etwas eher harmloses empfehlen, z.B. irgendetwas um eine Bande von Schmugglern oder Gesetzlose. Auf das Chaos und die Grünhäute treffen die SC schon früh genug. Da sollte man nichts vorwegnehmen.

    Zu Bögenhafen: Natürlich kann das schiefgehen, aber für die Kampagne wäre es deutlich besser, wenn das Abenteuer gelößt wird.


    Meiner Meinung nach ist TEW in der bestehenden Form nach einem Fehlschlag in Bögenhafen nicht mehr möglich, da sich das Imperium dann sofort im Krieg mit den Horden des Chaos befindet, dessen Heere durch das kleine Chaostor ('klein' im Vergleich zu den Toren über den Polen der Welt - das Ding ist immernoch so groß wie eine ganze Stadt!) in den imperialen Hinterhof stömen. Ehe da Truppen ausgehoben und in Marsch gesetzt sind um das einzudämmen ist schon das halbe Reikland gebrandschatzt. Ob danach noch ein fröhlicher Karneval in Middenheim stattfindet oder die Hexenjäger alte Edikte respektieren und die mehr als verdächtigen Wittgensteins ignorieren, das möchte ich sehr bezweifeln!
    Hier kann man aber eigentlich ganz beruhigt sein. Die spieler müssen sich schon WIRKLICH dämlich anstellen, um das Ritual nicht zu verhindern. Gut, kein Abenteuer überlebt den ersten Spielerkontakt... :rolleyes:

    Zu Kislev: 'Something rotten in Kislev' stellt einen totalen Bruch in der Kampagne dar. Es hat inhaltlich nichts mit TEW zutun und ist eher eine eigene Minikampagne, die das Potential des absolut genialen Kislev-Settings m.E. aber absolu verschenkt!


    Das erste Abenteuer geht eigentlich noch. Im zweiten müssen sich die SC dann aber mit einem 'netten' Nekromanten arrangieren (nach den TEW-Erfahrungen doch sehr wahrscheinlich!) und im dritten dann schließlich in eine Stadt reisen, wo Menschen und Untote friedlich (!) zusammenleben. Dort haben sie am Ende dann zwingend die Wahl zwischen ewiger Gefangenschaft und dem Verkaufen ihrer Seele an einen niedrigen Chaosgott. Ganz toll! SC die ihren Eid als Pantherritter (am Ende des Middenheim-Abenteuers bzw. am Beginn des Kislev-Exkurses zwingend abgelegt) ernst nehmen haben hier keine Chance. Ich habe SriK als DEN TEW-Atmosphärekiller überhaupt wahrgenommen. Kislev ist für mich DER Schauplatz epischer Kämpfe gegen das Chaos - ganz großes Kino eben - und nicht die Bühne für niedlich-skurile Kumpel-Abenteuer mit dem freundlichen Untoten oder Chaosgott von nebenan! :evil:

    Der SL-Schirm ist im Middenheim-Band enthalten. Da die eigentliche Stadtbeschreibung ('City of Chaos' bzw. 'Middenheim - City of the White Wolf') aber nie übersetzt wurde empfehle ich Dir 'Aus der Asche Middenheims' als Referenz zu verwenden, denn der erste 'Wege der Verdammten'-Band besteht zur Hälfte aus einer Middenheim-Stadtbeschreibung.

    Ansonsten: TEW ist durchaus zusammenhängend und mehr als nur locker verknüpft, auch wenn man da als SL unter Umständen gelegentlich etwas nachhelfen muss. Der neue Abschlussband 'Empire at War' rundet das ganze dann noch etwas ab, da er all die kleinen Fäden wieder aufnimmt, die in TEW übriggeblieben sind. Der alte Abschluss ('Empire in Flames') hat das nicht getan sondern war ein völlig eigenständiger Abschluss ohne eigenständige TEW-Verknüpfung.

    Gruß,
    RN
     
  10. The Saint

    The Saint Welcome, delicious friend!

    AW: Enemy Within - Kampagne

    Es hilft. Wobei ich da noch einen Wermutstropfen über den Anfang anbringen kann:

    Die Kampagne fängt mit einer eigentlich sehr skurrilen Kutschfahrt an. Uneigentlich steht das ganze vor dem Problem das meine SC Geizkrägen sind die ihre sauer verdiente Kohle nicht für die Kutschfahrt ausgeben und dauernd rummäkeln wieso so nah an der Hauptstadt schon Räuber und Mutanten sind. Im übrigen gibt's da einen logischen Bruch wenn 2 Kutscher 28(!) Kronen (bei 4 Spielern) versaufen, etwas das mit einem kurzen Blick auf die Preistabelle selbst einen Trupp Oger umbringen würde... Da musst du also etwas improvisieren :). Auf der anderen Seite lohnt sich jeder NSC den du mit den SPielern bekannt machen kannst. Du triffst sie alle irgendwo, irgendwie wieder. (Den Spieler haben meine noch in DotR vor dem Galgen gerettet)

    Die SC können eine Spur der Verwüstung anrichten wenn sie es darauf anlegen (Ich fand es gar nicht SO einfach das Chaostor zu verhindern... meine aktuelle Runde ist drauf und dran zu versagen). Darauf wird dann später zurückgegriffen. Das vernichtete Bögenhafen zieht Truppen an und ist allgemein Tagesgespräch. Natürlich verändert sich dadurch nicht die ganze Kampagne. Das Kernstück der Kampagne ist so angelegt das es unzerstörbar ist:

    Im allerersten Szenario, Unter falschem Namen, finden die SC eine Leiche die aussieht wie einer von ihnen und einen Brief über eine GIGANTISCHE Erbschaft bei sich hat. Der Versuch diese Erbschaft zu beanspruchen scheitert zwar (es gibt sie gar nicht), aber offensichtlich war Kastor Lieberung, der Doppelgänger des SC in irgendetwas sehr, sehr merkwürdiges verstrickt. Und so beginnen Anschläge auf das Leben des Charakters, merkwürdige Gestalten wollen etwas von ihm, Flüche werden auf ihn gewirkt usw. usw. Später stellt sich dann heraus das der Plot über eine einzelne Erbschaft hinausgeht und der Charakter "irgendwem in der Haupstadt" ähnlich sieht - die ursprüngliche Version sah vor das der Charakter auch dem Kaiser ähnlich sieht. In wie weit sich das in Empire at War reingerettet hat weiß ich allerdings nicht.

    G7 ist weniger organisch als TeW. Bei TeW gibt es KEINEN Auftraggeber. Bei G7 wird man schon immer mal in die richtige Richtung geschubst. Niemand sagt den Charakteren bei TeW was sie tun sollen, sie müssen sich ihren Ärger selbst suchen. Darum wirkt die ganze Kampagne zusammenhängender (natürlich kriegt ein guter SL das auch mit der G7 hin - nur DANN wird TeW bei euch so großartig das ich gerade ein wenig eifersüchtig werde :) )

    Da ich mich weigere eine Niere für den Band zu verkaufen besitze ich den gar nicht - man kommt Prima ohne ihn aus - Man kann die Kampagne auch bei der grauen Eminenz beenden, wobei das sehr unbefriedigend ist.


    DAS wäre mal geniale Geldschneiderei *g*. Aber der ist mit drin.

    Je nach Eifer der Beteiligten... wir haben ca. ein dreiviertel Jahr einmal die Woche daran gespielt - wenn man SRiK und EaW dazu packt wahrscheinlich etwas länger.

    2x Gar keinen. Die Kampagne ist für echte Einsteiger gemacht.
     
  11. AW: Enemy Within - Kampagne

    Nunja, das ist etwas überzogen formuliert, aber die Kutscher müssen ja nicht zwangsläufig die ganze Kohle versaufen sondern sich nur großzügig aus den Einnahmen bedienen. Ärgerlich genug, zumindest ware es das für meine Spieler... :D

    Was den 'SC-Geiz' betrifft, so muss man seinen Spielern klarmachen, dass das Imperium aus einem Flickentepich von (mehr oder minder) zivilisierten Städten und Dörfern besteht, die durch düstere Wälder voneinander getrennt sind, durch die sich wiederum feine Lebensadern ziehen, nämlich die Straßen und Flüsse. Wir reden hier 'optisch' nicht von den aufgeräumten Forsten der Moderne sondern von den germanischen Urwäldern in denen ganze Römerheere verlorengingen. Die Bevölkerung hat Angst vor dem Wald und meidet ihn größtenteils, insbesondere bei Nacht. Dies sollte man den Spielern vermitteln, z.B. durch NSC oder eigene Erfahrungen im Umkreis von Delberz, z.B. beim oben empfohlenen Einführungsspiel.
    Sollten die SC so mutig sein, sich zu Fuß zum nächsten Kutschenhof durchschlagen zu wollen, so kann man da die eine oder andere Begegnung einfließen lassen. Dazu sind Banditen und Tiermenschen recht gut geeignet, da sie die Gefährlichkeit der Wälder sehr gut personifizieren, ohne zuviel vorwegzunehmen (wie es z.B. Mutanten und Goblins täten). Spätestens wenn sie dann ihre Verwundeten weiterschleppen und dann von der nächsten Kutsche überholt werden, werden sie diese gewiss anhalten und mitfahren wollen.

    Eigentlich ist es am Ende sogar ziemlich einfach:

    Wenn es die Gruppe bis zum Ritual schafft, dann wird es ihr mit großer Gewissheit gelingen den Ritus zu stoppen. Dazu reichen ja schon ein umgestoßener Kerzenleuchter, die Beschädigung des Pentagramms aus Salz, ein einzelner toter Teilnehmer etc. Wenn es die SC bis in die Lagerhalle schaffen, dann sind sie eigentlich nur noch durch ihre eigene Dummheit aufzuhalten. Wenn sie sich aber komplett verzetteln und es gar nicht erst bis zum Ritual schaffen, dann hat der SL natürlich ein Problem... :rolleyes:
    Ein Versagen ist nicht unmöglich, wäre aber aus SL-Sicht ziemlich unerfreulich. Es ist für den Verlauf der weiteren Kampagne schlicht nicht eingeplant, weshalb später auch an keiner Stelle auf diese Möglichgkeit eingegangen wird.

    Ansichtssache. TEW lebt atmosphärisch sehr davon, dass das Imperium ein schlafender Riese ist, der seit 200 Jahren in Frieden lebt. Das Chaos ist in der Wahrnehmung der Bürger weit weg und jeder beschäftigt sich mit sich selbst und seinen kleinen Problemchen. Die Spieler bekommen bei TEW das beinahe cthulhuide Gefühl, die einzigen zu sein, die die Gefahr bemerken und ihr entgegentreten, erst durch Zufall, dann bewusst oder gar aus 'Berufung'.
    Wenn plötzlich Heere marodierender Chaostruppen durch das Reikland ziehen (immerhin das Kernland des Imperiums) ist es damit vorbei. Die Truppen werden mobilisiert, jeder der eine Waffe halten kann und irgendwie zur Verfügung steht wird zwangsrekrutiert (herrenlose Herumtreiber wie die SC wird das garantiert treffen) und jedermann erschauert angesichts der Geschichten von der Front die plötzlich mitten durch das Hinterland des Imperiums verläuft. Adios Frieden und Gleichgültigkeit - Adios TEW-Stimmung!
    Natürlich ändert sich nichts am Kern von 'Unter falschem Namen', aber der Rest der Kampagne ist m. E. dennoch nicht mehr in der vorgegebenen Form möglich (siehe mein 'Bögenhafen'-Spoiler in diesem Beitrag weiter oben), zumindest nicht ohne Umbauten.

    Ciao,
    RN
     
  12. Earin Shaad

    Earin Shaad Woge des Wahnsinns

    AW: Enemy Within - Kampagne

    Also von der Länge her: wir haben knappe eineinhalb Jahre für die ersten drei Bücher der Kampagne gebraucht, wobei wir ca. einmal alle zwei Wochen gespielt haben und ich noch zwei-drei kurze Abenteuer (z.B. das in Nuln, das im Grundwerk drinnen ist) eingestreut habe.

    Gibt es in Middenheim: Stadt des weißen Wolfes, eigentlich irgendwelche konkreten Infos über die Pläne eines gewissen Familiensprösslings in Middenheim?
     
  13. AW: Enemy Within - Kampagne

    Hierzu noch ein Nachtrag:
    In 'Empire at War' wird darauf durchaus Bezug genommen. Es geht allerdings nicht um den Imperator, sondern 'nur' um seinen neuen Kanzler, einen Verwandten (sowohl im Blute wie auch in der 'Ideologie') des echten Kastor, was zu allerhand Verwicklungen und einem runden TEW-Abschluss führt.
    Meines Wissens sollte es auch in Hogsheads nie veröffentlichten 'Empire at Chaos' um den Kanzler gehen. 'Empire at War' basiert jedenfalls weitgehend auf den Ideen der Hoghshead-Leute.

    Ja, er wird dort vorgestellt, aber wenn ich mich recht erinnere, dann gibt es ihn betreffend lediglich ein paar Abenteuer-Grundideen und Anregungen, nicht jedoch eine echte Auflösung dieses TEW-Stanges.

    Ciao,
    RN
     
  14. The Saint

    The Saint Welcome, delicious friend!

    AW: Enemy Within - Kampagne

     
  15. AW: Enemy Within - Kampagne

    Wusste ich nicht - was für eine verrückte und gnadenlos warhammeresque Idee... :D

    Gruß,
    RN
     
  16. The Saint

    The Saint Welcome, delicious friend!

    AW: Enemy Within - Kampagne

    Fand ich auch :). Und wird sich bei mir auch GARANTIERT finden. Zum einen gibt das dem Plan der purpurnen Hand einen noch größenwahnsinnigeren/gefährlicheren Ton, zum anderen kann man hier noch ein bitterböses Folgeszenario machen wo man dann Plaudertaschen diskreditieren/ausschalten muss - und natürlich verhindern muss das der ganze Schmuh auffliegt. Ich muss mir mal EaW anschauen... und mal überprüfen in wie weit das da flexibel ist.

    Ein Ende in einer gigantischen Verschwörung ist genau das was Warhammer aus macht.
     
  17. Marduk

    Marduk Blutgott

    AW: Enemy Within - Kampagne

    hmmm das klingt nach ner interessanten Idee :D .

    Gruß

    Marduk
     
  18. Earin Shaad

    Earin Shaad Woge des Wahnsinns

    AW: Enemy Within - Kampagne

    Finde ich auch sehr interessant. Leider ist bei mir besagter Charakter fanatischer Khaineanbeter geworden und in Drakenhof gefallen. Friede seiner Seele...oder auch nicht.

    Auf jeden Fall werde ich mir das für die nächste WHFRPG Runde, die ich vielleicht irgendwann mal leiten werde, vormerken. Spitze Idee... :D
     
  19. AW: Enemy Within - Kampagne

    Nunja, mein Kastor ist ein 'Fahrender Magier' - auch nur bedingt passend...

    Die Idee ist dennoch gut und absolut Warhammer-würdig. Sie erklärt auch ein wenig, warum sich die in TEW so willensschwache Lusche Karl-Franz bis zum 'Sturm des Chaos' zum absoluten Heroen mausert! ;)

    Gruß,
    RN
     
  20. Urias

    Urias Nächtlicher Kreuzritter

    AW: Enemy Within - Kampagne

    Ist es eigentlich möglich die Kampagne nach dem Sturm des Chaos anzusiedeln oder würde das die Atmosphäre zerstören?
     
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