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VtM 4.Ed - V20 Einsteigerhilfe

Shub-Schumann

Master (of Desaster)
#StandWithUkraine
Ich glaube, deine Idee ist von den Größenrelationen her verschoben: Es gibt 6-7 Justicare weltweit. Die dürften alle 24/7 damit beschäftigt sein, sich um Gefahren von globaler Tragweite zu kümmern. So jemand kommt nicht mal eben aus Versehen ins Elysium irgendeines Prinzen geschneit, um ihm ins Tagesgeschäft zu pfuschen; ein unerlaubt gezeugter Vampir ist für ihn nichts, was ihn zum Handeln bringt. Wenn man einem Innenminister einen Raubüberfall meldet, gibt der es an die Polizei weiter und gut is'.
In deinem Setup weiß also jeder, der Justicar hat Dreck am Stecken und ein persönliches Interesse, sonst würde er sich nicht so exponieren. Außerdem ist seine Argumentation hauchdünn: Die neuen Vampire sind ja nicht zu einem Maskeradebruch geworden (sonst wären sie tot wie der Dodo), also HAT der Prinz im Prinzip alles richtig gemacht - und es gibt nur zwei Dinge, die die Camarilla von einem Prinzen erwartet: Maskerade schützen und Sabbat draußen halten.
Ich denke, einen Justicar zu verwenden ist hier einfach keine gute Idee.
 
Zuletzt bearbeitet:

Snakeeater

Halbgott
Wie ich vorher bereits 2 mal erwähnt habe, habe ich das verstanden…Justikar, NEIN!

Und wie vorher stehe ich vor dem Problem, wer dann??? So schwer kann ich mich doch nicht ausdrücken?

Oder wollt ihr mir eigentlich sagen, ein Prinz hat keine Kontrahenten?
 

Wulf

Ahn
Ich habe es schon verstanden, nur brauchst Du keinen Justikar, um einen mächtigeren Vampir als den Prinzen zu haben. Mich stört nicht, dass der Prinz zu etwas gezwungen wird. Mich stört, dass Du einen Justikar etwas machen lassen willst, was die Position und die Existenz des Justikars gefährdet, wenn es jemand mitbekommt. So wie Du es bisher beschrieben hast, rüttelt der Justikar an den Grundfesten der Camarilla. Traditionsbrüche passieren, dass weiß jeder Prinz bzw Ahn. Dein Prinz macht nun, was jeder Prinz und alle Ahnen in der Situation von ihm erwarten. Er richtet die Übeltäter. Genau genommen ist das nun das, was sich jeder wünscht. Ein mehr oder minder bedeutungsloser Traditionsbruch und die schnelle und deutliche Rechtsprechung der Camarilla. Alle und sein kleiner Bruder sagen hier, ja der Prinz macht alles richtig und hat auch alles im Griff. Jetzt kommt einer von den sechs Vampiren in der Camarilla, die dafür sorgen sollen, dass es in jeder Domäne so laufen sollte, wie es hier läuft und macht ihn deshalb rund, weil er eigentlich genau richtig handelt. Selbst Gegner des Prinzen werden hier die Reihen mit ihm schließen, weil sie befürchten müssen, dass es ihnen unter gleichen Umständen nicht anders ergehen wird und weil somit ihre Macht infrage gestellt wird. Was ist nun der Grund dafür? Ist der Justikar überhaupt der Justikar? Steht er unter dem Einfluss des Sabbat? Oder der Setiten? Warum hat er die Camarilla verraten? Ist er eine Gefahr für den Inneren Zirkel? Lass den Justikar und seine Handlanger weg und Du hast Deine Story, die auch in den Kanon passt.
Edit:
Statt des Justikars kannst Du jeden Vampir nehmen, der A) mächtig ist, also nahezu jeder Ahn oder B) irgendetwas in der HAnd hat, von dem der Prinz nicht möchte, dass es bekannt wird. Das kann nahezu alles und jeder sein, von Ahnen, Primogenen bis hin zu Vampiren, die gar nicht zu Camarilla gehören.
 

Snakeeater

Halbgott
Danke für die Ausführung. Allerdings habe ich bereits vor 3 Posts geschrieben, dass ich nicht unbelehrbar bin und mich vom Justikar längst verabschiedet.

Daher hat mir dein Ende um so besser gefallen.
Also könnte es auch ein Primogen sein der nach mehr Macht strebt.

Wobei mir das mit dem Ahn, der in der Hinterhand agiert, besser gefällt. Vllt sogar einen Primogen auf seiner Seite hat.

Zum Ahnen selber. Würde sich ein Ahn dennoch irgendwo präsentieren? Oder würde er ungesehen andere seine Arbeit verrichten lassen?
 

Wulf

Ahn
Shub hat völlig recht, auch wenn die Antwort gerade für Vampireneulinge nicht wirklich erhellend ist. Ahnen ziehen sich mit zunehmenden Alter und zunehmender Macht mehr und mehr aus dem Sichtfeld anderer Vampire zurück. Aber sie müssen es nicht. Während Toreadorahnen durchaus ihre Anwesenheit publik machen, kann es zB bei Nosferatuahnen sein, dass sie seit Jahrhunderten in der Domäne sind, aber niemand etwas von ihnen auch nur ahnt. Es ist auch durchaus möglich, dass der Vampir, der den Einfluss ausübt irgendwo sanftseelig schlummert und seine Umgebung trotzdem beeinflusst. Da sind Dir recht wenig Grenzen gesetzt. Wenn Du einen Ahnen hinter dem Primogen als Aufhänger nehmen möchtest, würde ich es so machen, dass dieser den Primogen entweder gnadenlos kontrolliert oder manipuliert. Eine bloße Allianz wäre mir da zu schwach, da sich der Primogen mit einer solchen Aktion natürlich auch exponiert und in das Schussfeld des Prinzen begibt.
 

Snakeeater

Halbgott
Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen. Aber ein Primogen muss ja nicht per se ein Ahn sein, oder?

Wie sieht denn ein Primogen Rat aus?
Aus jedem Clan der Camarilla ein Vertreter?
 

Shub-Schumann

Master (of Desaster)
#StandWithUkraine
Kommt halt auf die Domäne/Stadt an.

Sorry, ich konnte nicht anders. Oft ist das so, man könnte es sogar als den Standardfall bezeichnen, es ist aber kein muss.
 

WODF

Alastor
Hui, liegt hoffentlich an der Uhrzeit, dass ich so lang gebraucht habe um diesen Thread mehr oder weniger zu durchsteigen.
Hier noch mein Senf zu deinen Fragen:

Zu 1.): Ich hab zwar so ziemlich alle Bücher aber bei sowas hilft mir der Übersicht halber und für das schnelle Nachschlagen die white-wolf-Wiki immer ganz gut. Die versucht die Lore aus den verschiedenen Büchern und Auflagen zusammenzuführen. Hier die Liste mit Prinzen List of Princes (VTM) Es gibt dort auch noch ein Sabbat-Pendant, musste mal nachschauen. Dass du natürlich alles anders machen kannst, wurde dir ja schon gesagt.

Zu 2.): Meine aktuellen Spieler haben zu Beginn der aktuellen Chronik auch noch nie Vampire die Maskerade gespielt. Manch einer war gewillt sich mehr einzulesen, manch anderer war das nicht. Passender- und glücklicherweise (für mich ;) ) haben die Spieler dann entsprechend auch ihre Charaktere gewählt. Die emsigeren Leser spielen Tremere und Ventrue, die ja eh eher lang in der Ausbildung sind und tendenziell viel wissen, meine "faulen" Spieler sind eher Malkavianer, Brujah oder Gangrel. Das kann man eigentlich ganz einfach anpassen. Und wenn keiner der Spieler etwas weiß, dann wissen sie eben auch nichts und müssen in der Welt so zurechtkommen. An dieser Stelle würde ich übrigens empfehlen in einer US-Amerikanischen Stadt zu spielen, da die Traditionen dort grundsätzlich etwas lockerer gehandhabt werden als in der Alten Welt. Aber das kannst du natürlich abändern und handhaben wie du willst. Klassikerstarts sind wohl sowas wie Parties, die Spieler werden von ihren Erzeugern (Falls vorhanden) ins Eylsium unter Leute geschickt etc. da gibt es unzähle Möglichkeiten. Die Erlaubnis, dass die Charaktere erzeugt wurden, musst du dir ja nicht im Details ausdenken, außer das interessiert dich oder ist Teil des Plots. Ansonsten würd es ja schon reichen, wenn jeder der Erzeuger beim Prinzen einen Gefallen eingefordert oder sogar erpresst hat. Da gibt es ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten.
Die weiter oben angesprochene Session-0 mit Spielern abzuhalten kann das Rollenspiel fördern, aber gleichzeitg auch dazu führen, dass Spieler bestimmte Dinge einbringen, die ihre Charaktere noch nicht wissen. Erfahrungsgemäß ist das vor allem bei unerfahrenen Spielern durchaus mal der Fall. Eine einführende Sitzung kann außerdem den Spaß nehmen, die Welt zu entdecken. Und sei es dabei nur die Entdeckung, dass sich Bisswunden nach dem Drüberlecken wieder schließen. Man kann da sehr ins Detail gehen und am Ende hängt es davon ab, in welche Richtung du gehen willst.

Zu 3.): Wurde hier schon gut beantwortet. Ich würde dir nur raten, (zumindest zu Beginn!) so wenig NPCs mit dickem Blut auftauchen zu lassen, wie es nur geht. Lass den Prinzen 7., 8. oder sogar 9. Generation sein, das reicht für den Anfang völlig (zumindest wenn ihr in den USA spielt ;) ).

4.) Das kommt auf deine Gruppe an. Gerade zu Beginn, wenn die Spieler die Welt oder das Spiel Vampire ansich, oder sogar PnP nicht oder nicht gut kennen, kann so ein Schlauchabenteuer durchaus die bessere Wahl sein, als eine komplett freie Welt. Das kann ja nach der Zeit weiter öffnen und ergeben. Ich bin in meiner Runde mittlerweile so, dass ich immer mal wieder variiere und es drauf ankommen lasse, wo die Reise hingeht. Ich habe mir da relativ zu Beginn der Chronik den Voretil eingebaut, dass die Gruppe an eine Stelle kam, die so ein wenig vor Quests nur so trotzte. Einfach gesagt: Jede Notiz, jeder Gegenstand in dem dort aufgefundenen Zimmer (Prinz Lodins Büro :p ) führt in eine andere Richtung. Die Spieler können sich wochenlang ihren eigenen Kram aufbauen und machen was sie wollen, aber sollten sie dann irgendwann mal einer Spur nachgehen, wird es eben wieder etwas enger.


Zu deiner Abenteuer-Idee: Ich weiß nicht wie lang du diese Session planst, aber für meinen Geschmack ist es zumindest für Anfänger nicht unbedingt das richtige, dass sie nach nur ein paar Abenden die Möglichkeit erhalten eine ganze Stadt zu übernehmen. Da bin ich zu sehr in der Logik verhangen, dass dies angesichts von Welpen vs. Ahnen eher unrealistisch ist. Aber sollte sich das über ein halbes Jahrhundert, sozusagen als Mainplot, der über vielen kleinen Unlebensabschnitten des Klüngels schwebt, abspielen, why not? :)
Die Erzeuger der Charaktere müssen ja auch noch nichtmal sofort nach dem Kuss vernichtet werden. Lass sie die Spieler kennenlernen und vllt. auch irgendwie schätzen oder andere Verbindungen schaffen. Dann wird die Vernichtung umso dramatischer und die Spieler haben noch mehr Grund dem nachzugehen.
Als großen Antagonisten gegenüber dem Prinzen halte ich einen ehemaligen Prinzen, einen anderen Ahnen, möglicherweise sogar den Erzeuger des Prinzen selbst oder aber eben ein Mitglied des Erstgeborenenrates für am passendsten. Das schöne an diesem Spiel ist ja, dass du jedem dieser möglichen Figuren dann auch noch immer die unterschiedlichsten Motive zudichten kannst, die dann erst am Ende oder möglicherweise sogar nie aufgedeckt werden. Da würden mir spontan Machtgier, Eifersucht, Rache, Irrtum oder Einfluss von noch jemand ganz anderem einfallen.
Spannend könnte übrigens auch ein Ancillae (In der Regel schwächer als der Prinz) sein, der versucht aufzusteigen indem er dem Prinzen schadet oder sogar für seine Beseitigung sorgt.


Zum Erstgeborenenrat: Kommt tatsächlich drauf an. Man sagt das immer so, dass meistens jeder Clan vertreten ist, aber so richtig stimmt das eben auch nicht, wenn man mal genauer in die Städtebücher guckt. Gründe für das Ausbleiben eines bestimmten Clans kann zum Beispiel sein, dass der Prinz schon seit Gründung der Stadt (In den USA bspw. nicht so lang her = Prinz muss nicht zwingend super alt sein) verhindert hat, dass sich der Clan dort ansiedelt. Dann gibt es wiederum Geschichten von Prinzen, die bei ihrer Machtergreifung nicht nur den alten Prinzen, sondern gleichzeitig auch seinen gesamten Rat ausgelöscht und dann nie wieder zugelassen haben, dass sich ein neuer Rat findet. Auch hier gibt es wieder zahlreiche Möglichkeiten. Im Quellenband zu Chicago (1. Edition) ist es beispielsweise so, dass laut Buch die Ahnin der Malkavianer nicht im Erstgeborenenrat und damit der gesamte Clan vertreten ist. Bin mir gerade nicht sicher ob es so im Buch stand, aber ich habe das für mich damit begründet, dass die Ahnin im vorherigen Jahrhundert in ihrem Wahn fast die gesamte Stadt abgebrannt hat, nur der Prinz das weiß und sie damit erpresst, dass er dies bekanntmachen würde, wenn sie und damit ihr Clan nicht auf einen Sitz im Rat verzichtet. Sowas halt.
Noch dazu: Ich würde sagen, dass wenn ein Clan nicht vertreten ist, dann handelt es sich dabei meistens um Malkavianer, Gangrel oder Brujah. Kommt natürlich auch drauf an wann ihr spielt, da Gangrel und Brujah zu bestimmten Zeiten schon automatisch ihre Probleme mit der Camarilla ansich haben.
 
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