Brandstifter in Zachs Hinterhof

AW: Brandstifter in Zachs Hinterhof

Iain hetzte mit Moishe an der Spitze der kleinen Gruppe weiter. Er begann, außer Atem zu kommen, die Anstrengung und Furcht - das ist alles ein Traum, VERDAMMT! Ich darf keine Angst haben! - trugen ihr übriges dazu bei.
Wann hatte er das letzte Mal Seitenstechen gehabt? Es war so ungewohnt, dass der Schmerz fast stechend schien.

Gerade als Moishe um eine Ecke biegen wollte, griff Iain nach ihm, riss ihn zurück, presste ihn an eine bebende Hauswand. Vor ihnen schoss eine Flammenzunge die Straße entlang, die Moishe gerade eben noch zu betreten im Begriff gewesen war. Wimpern und Barthaare krümelten unter der sengenden Hitze weg. Iain hielt die Luft an. Der Schmerz musste vorbeigehen, er musste!

Als das Feuer erlosch und die Druckwelle nachgelassen hatte, gab er Moishe einen aufmunternden Schubs und rannte weiter in Richtung Dom.

Wie ein geistiger Anker versuchte er sich auf das Gebäude zu konzentrieren und hastete der scheinbaren Retung entgegen.

Jetzt nur nicht unvorsichtig werden! Aufpassen!
 
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Moishe nickte seinem Clanbruder zu, dankbar für dessen Aufmerksamkeit und schnelle Reaktion. Der Dom war immer noch vor Ihnen, ein Sinnbild der Größe und Unbesiegbarkeit Jehovas ragte er wie ein mahnender Zeigefinger dem Himmel entgegen aus dem immer noch Vernichtung auf Finstertal hinabregnete. Die Sirenen, die Flakabwehrgeschütze, die Einschläge der Bomben und die Schreie der Verwundeten und in Panik geratenen Menschen machten diese Episode von Zacharii´s Traumgebilde zu einer unendlichen Kakophonie des Leids.
Das allgegenwärtige Inferno lies den Juden nur schwer los. Er erinnerte sich noch an seine Geburtsstadt Frankfurt nach den Bombardements - all das stand in dieser Alptraumwelt des Koldunen noch bevor. Die Zerstörung, der Hunger, das Wühlen in den Ruinen nach Überresten von nahr ung, Kleidung oder Brennmaterial.
Aber das alle musste einfach zur Seite geschoben werden. Sie brauchten einen Weg hinaus wo sich die anderen Kainskinder Finstertal in Moishes schlimmsten Befürchtungen gegen eine See von Plagen wehrten.
Eisern und verbissen rannte Moishe ben Levy weiter auf den Dom zu, die schmerzenden Beine und brennende Lunge ignorierend. Er konnte das große Portal bereits erkennen und hielt direkt darauf zu.
 
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Plötzlich zerplatzte eine Bombe keine zehn Meter neben ihnen. Es schien einem Wunder zu gleichen, dass sich zwischen dem Explosionsherd und der rennenden Gruppe die Mauer eines eingestürzten Hauses befand. So hielt den Löwenanteil des Sprengung zurück, zerbarst jedoch nur wenigen Augenblicke darauf und sprang den Fliehenden entgegen. Es regnete Trümmer, Gesteinsbrocken, Ziegel, Dreck und Feuer. Glücklicherweise wurde niemand wirklich schwer verletzt, aber das was die Gruppe abbekam reichte auch so. Der Schmerz den die leichten Verbrennungen und das gute Dutzen aufgerissener Wunden verursachten war jedoch auch so schon genug.

Wenn diese Erfahrung bereits solche Qualen verursachte, hier in dieser Gegend die doch eigentlich nur ein Traum sein sollte, wie musste es erst jenen ergangen sein, die sich ebenfalls hier befanden? Es war ja möglich, dass sich die Gegend und das alles hier nur um ein Hirngespinst, einen Traum handelte. Wer aber sagte, das die Menschen die sich hier aufhielten nicht ebenso in diese Welt gerissen wurden wie die Kainiten? Die ganze Stadt lag doch im Tran und vegitierte vor sich hin. Was träumten die Menschen? Waren sie nicht einfach ebenfalls gefangen? Würde es das Traumgebilde nicht sogar um einiges Vereinfachen, wenn man die leere Welt mit realen Figuren füllte die der Überzeugung waren sich so zu verhalten wie man es von ihnen verlangte? Menschen waren soo leicht zu manipulieren, niemand wusste soetwas besser als ein Ventrue.

Aber fort mit diesen dunklen Gedanken und einen neuen Weg gesucht. Die Straße die zum Eingang am Dom geführt hatte der schon so nah erschien war durch eine undurchdringliche Feuerwand versperrt.
Anscheinend dachte Zacharii nicht daran seine Opfer in den Dom zu lassen...
 
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Steven hörte noch das eindeutige Pfeifen der Bombe bevor sie in dem Gebäude einschlug. Instinktiv duckte er sich, als er den Knall hörte. Dies war auch erst einmal das letzte was er hörte, der Lärm der Explosion hatte sein Gehör dermaßen überlastet das alle Geräusche die zu seinem Gehirn durchkamen so klangen als wären sie unter Wasser.

Als das Gemäuer dann einstürzte schloss Steven die Augen und dachte für einen Bruchteil das sein Leben und alle seine Sünden die seine menschliche Seite bisher immer weiter verdrängt haben vor seinem geistigen Auge vorbeizog, dann spürte er die Hitze und die umher fliegenden Splitter und Trümmer. Auch der Schmerz als ein Teil seines Armes versengt wurde und auch die Splitter die oberflächlich in seine Arme, Beine eindrangen schmerzten. <<Das kann kein Traum sein, ansonsten würde ich aus so einem Alptraum erwachen. Bin ich in der Hölle gelandet wo ich für meine Verbrechen jetzt die Rechnung bekomme? Was hat Zacharie davon wenn er uns damit quält?>> Als er die Hände von seinen Ohren nahm, und die Augen wieder öffnete sah er, das der scheinbar rettende Weg zu dem Dom durch eine scheinbar undurchdringbare Feuerwand versperrt war. Instinktiv fühlte er sich durch das Feuer noch mehr bedroht als vieleicht ein Mensch der niemals Vampir war, aber er kämpfte die Gedanken an eine Flucht einfach nieder, da er sich einredete das er am Leben sei und kein Verdammter der Nacht, der so einfach durch eine Flamme zu vernichten war. Er sah sich dann aber auch nach seinen Gefährten um, bereit zur Not zu helfen wenn einer von denen überhaupt Hilfe gebrauchen könnte, bevor er sich nach einem anderen Ausweg, als dem direkten Weg umsah.
 
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Nun, Helena war dabei gewesen, sie konnte sich durchaus vorstellen, daß ihr Körper ihr, wenn dies eine Traumwelt war, die richtige Reaktion auf das Geschehen gab. Scheißkrieg, Scheißnazis, Scheiß ..., die Liste hätte sich ins Endlos weiterführen lassen, sie spürte die Schmerzen, roch das Blut, das Feuer, den Tod und sie konnte nichts tun, wenn außer ihnen auch andere hier waren, dann könnte sie ihnen so nicht helfen.

"Ab in die Keller", brüllte sie den Menschen zu, nur um dann vom Rauch zu husten. Was für ein Mist. "Wir müssen in den Dom irgendwie. Oder wenn es echt ist, sollte ich mir selber eine Nachricht hinterlassen, was ich an einem gewissen Tag auf keinen Fall tun sollte."

Ob es was bringen würde? Es hätte eine Szene aus einem Film sein können, aus einem verdammt guten und real wirkenden Film. Sie sah sich um.

"Die Straße entlang." Komisch, wie man sich an manches erinnerte. Es wirkte fast, als hätte sie selber sich das ausgedacht.
 
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Moishe hielt sich an Helenas Anweisungen und bog in die ihm gewiesene Richtung ab, schließlich war sie schon sehr viel länger in der Stadt als er und kannte sich sicher besser aus.
Er spürte die Schmerzen, an seiner linken Hand hatte er eine hässliche Verbrennung und einer der Steinsplitter hatte ihm die rechte Wange aufgerissen. Aber der Jude hatte schon schlimmeres auszuhalten gehabt. Er war sich sicher das Zacharii ihm in seiner Traumwelt dergleichen antun konnte, aber er war immer noch nicht bereit ihm das hier als real abzunehmen, vielleicht knabberte der Koldune das kollektive Unterbewustsein der komatösen Bewohner Finstertals an, aber Moishe wehrte sich in einem ihm eigenen Anfall von Starrsinn gegen diese Realität, verschloss seinen Verstand gegen diese Illusion. Er hatte einmal einen sterbenden Magus die Worte flüstern hören Ich definiere Realität. Moishe wusste nicht genau was der Mann damit gemeint hatte, aber diese Worte erschienen ihm in dieser Situation hier irgendwie passend.
 
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Iains linker Ärmel war nass und schwer und trotzdem empfand das Wesen, das in einer anderen Realität als dieser ein Ventrue war, keinen Schmerz. Nur ein kleiner Kratzer an seiner Stirn brannte höllisch.

Verdammt, lass dich nicht auf diesen Mummenschanz ein! Das IST nicht real!

Iain sog die staubige, kratzige Luft in seine geschundenen, brennenden Lungen ein und rannte weiter, Moishe dicht auf den Fersen.

Wer auch immer für diesen Alptraum verantwortlich ist, soll bezahlen!

Iain empfand keine Furcht mehr. Eine unbändige Wut hatte von ihm Besitz ergriffen und gab ihm die Kraft, einen Fuß vor den anderen zu setzen, in dem abhackten Stackatto des um sein Leben laufenden. Iain klammerte sich an diese Wut, kultivierte sie, fütterte sie behutsam mit der Vorstellung von Dingen, die ihn erzürnten.
Wenn er sie am Brennen erhalten konnte, bot sie ihm eine Quelle der Kraft... und die konnte er jetzt gut gebrauchen...
 
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Als sie um die Ecke gelaufen kamen, hatten sie plötzlich freien Blick auf den Haupteingang des Domes. Hier standen zwei Mönche in der für sie so typischen braunen Bamuwolltracht und halfen den wenigen Flüchtenden die es bis hierher geschaft hatten, ins Innere zu gelangen. Die beiden Männer schienen selbst ordentlich mitgenommen zu sein, ließen sich aber von nichts und niemanden in ihrer Arbeit abbringen.

Die fliehenden Exkainiten waren der Rettung -sofern der Dom tatsächlich Rettung bedeutete- greifbar nahe. Sie mussten nur noch die restliche Straße entlang und dann noch über den Domplatz. Alles zusammen keine vierhundert Meter. Wenn nur nicht links und rechts der Straße alles in Flammen stehen würde. Der ein oder andere der Flüchtenden mochte dies alles noch immer für eine Illusion halten, das änderte aber nichts daran, dass Hitze und Rauch es ihnen allen mittlerweile schier unmöglich machte zu atmen. Keiner von ihnen würde auch nur noch einen einzigen Schritt rennen können. Die letzten Meter würden sie gehen müssen. Langsam, vorsichtig und inständig hoffend, das nicht noch eine Bombe in ihrer Nähe detonierte...
 
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Moishe keuchte wie ein Ackergaul nachdem er mehrere Felder ohne Pause gepflügt hatte. Das Problem war nur das er damit zu viel Rauch einatmete der ihn zum Husten brachte, was wieder zur Folge hatte das er zu wenig luft bekam, ein Teufelskreis.
Außerdem machte diese in FlammDich zusammen, Ben Levyen stehende Straße zum Dom dem Juden nun wirklich Angst. In seiner menschlichen Jugend war er vor den Bombenangriffen aus der Stdt geflohen und erst wieder zurück gekommen als bereits alles in Trümmern lag. Ein solches Inferno war auch ihm fremd, nur in Tel Aviv hatte er inmal einen Bombenangriff erlebt, aber da war er im bombensicheren Bunker seines Nachrichtendienstes gewesen und nicht in den Straßen der Stadt.
Reiss Dich zusammen, Moishe, es sind nur ein paar hundert Meter, dann ist es geschafft und Du suchst Zuflucht unter dem Dach dieses papistischen Tempels.
Mühsam setzte der Ventrue einen Schritt vor den Anderen. Seine lungen brannten wie das Feuer um ihn herum. Dennoch, wenn er nicht das Opfer einer Bombe wurde würde er es schaffen. Moishe fixierte den Eingang zum Dom und überbrückte die Strecke so schnell er konnte. Keuchend und hunstend erreichte er den Dom.
 
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Im Gegensatz zu Moishe hatte Steven kine Erfahrungen mit Bomben oder Kriegen, aber er erinnerte sich dunkel daran, das man bei Feuer und starken Rauch am ehesten eine Chance hat wenn man sich so tief wie möglich auf dem Boden fortbewegte. Aus diesem Grund krabbelte er die letzten Meter zum Dom. Was für ihn eine wohltat aber auch ein Fluch war, war der Umstand das er nichts, bzw. nur sehr schwer hören konnte. Aufgrund der Nähe zu der detonierten Bombe war sein eines Trommelfell gerissen. Auch die unzähligen Schürfwunden brannten auf der Haut wie Feuer, ebenso wie sein Lungen. Inzwischen wünschte sich der Gangrel nichts sehnlicher als wieder in seinen Kainitischen Körper zu gelangen wo er mit Hilfe des Blutes solche Wunden heilen konnte. Aber kurz nach Moishe würde auch er schwer hustend und Keuchend das anvisierte Ziel, den Dom erreichen. Er spürte aber auch beim erreichen das er nahezu am Ende seiner Kräfte war
 
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Der Dom, dass rettende Gebäude!
Mit viel Glück und hörbar aufatmend erreichte die Gruppe das völlig unversehrte Gebäude. Der Mönch der dort stand und die Leute ins Innere führte lächelte den Fremden entgegen.

"Gott mit euch! Schnell hinein!"

Die Gruppe tat wie ihr geheißen.
Plötzlich ertönte eine ohrenbetäubende Explosion. Grelles Licht umgab den gesamten Eingangsbereich. Wieder hatte sich die Zeitlinie bewegt. Finstertal war wieder ganz. Draußen war der normale Straßenverkehr zu hören. Alles war wieder so wie es sein sollte. So schien es zumindest. Bis ein Blick auf die Straßen eine interessante Erkenntnis erbrachte. Anhand der Fahrzeuge war zu erkennen, dass es sich um die sechziger oder bestenfalls siebziger Jahre handeln musste.

Was aber viel interessanter war.
Die Gruppe erkannte Ziege wie er sich heimlich durch die Schatten schlich und auf die Sakristei zusteuerte...
 
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Diese Veränderungen waren irgendwie anstrengend. Jetzt also die Zeit der Kommune und der Studentenunruhen, als nächstes kam noch Rudi Dutschke um die Ecke. Zach zeichnete sich auch weiter durch historische Akkuratesse aus, aber Moishe war trotzdem leicht genervt von dem Zeitgehobse, vor allem weil er jetzt das Vergnügen hatte die zweite Epoche erneut zu erleben, die er schon beim ersten Mal nicht hatte leiden können. Er warf den Blick auf einen der zeitgemäß gekleideten Jugendlichen der mit einer Gitarre vor dem Eingang sass und herumklimperte. Ungewaschene Hippie - Säue, allesamt! Großes Maul, aber mehr als freie Liebe und Drogen kriegen sie nicht auf die Reihe, zum Kotzen.
Moishe sah Ziege, den alle Anwesenden Vampire dermaßen zu hassen schienen. Warum war Moishe bisher verborgen geblieben, zumal die erste Unterhaltung mit ihm noch relativ erträglich gewesen war. Naja, wahrscheinlich wird der besondere Charme des Kerls erst nach und nach wirksam.
Was will er in der Sakristei? Was ist nur an diesem Dom das so wichtig ist und warum treibt sich ein Kerl wie Ziege hier drin rum? Religiosität wird es wohl kaum sein.

Moishe warf einen Blick zu den anderen, deren Blicke aber verrieten das sie den Kerl auch gesehen hatten. Natürlich hatte der Kerl seinen Stil dem unappetitlichen Zeitgeist angeschlossen und wirkte selbst dafür noch besonders schmierig. Vorsichtig und leise folgte Moishe dem Mann auf seinem Weg zur Sakristei, darauf vertrauend das die Anderen sich ihm anschliessen würden.
 
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Helena fand die Hippies nicht schlimm, im Gegenteil wäre Zeit gewesen, dann hätte sie sich vielleicht sogar gerne mit ihnen auseinander gesetzt, sie hatten gute Ideen gehabt, aber irgendwie hatte es an der Ausführung gehappert.

Auch die Pseudotorrie sah Ziege. Im Gegensatz zu den anderen dachte sie an die Gewölbe unter dem Dom, vielleicht gab es noch einen anderen Weg oder das hier war der richtige Tag ...

"Wir müssen Ziege hinterher", raunte sie den anderen zu.
 
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"Schon unterwegs" antwortete Moishe genauso leise zurück. Man musste vorsichtig sein, diese Kathedralenbauten hatten eine hervorragende Akkustik und man wollte ja nicht Ziege auf sich aufmerksam machen. Moishe sah an sich herunter und fand sich in einen Strickpulli in den jamaikanische Nationalfarben und alte verwaschene Schlaghosen gekleidet, darüber eine Jacke in Bundeswehrgrün und einem Anarchosymbol auf dem Rücken, an den Füßen Sandalen samt dicker Wollsocken sowie einer zum Pulli farblich korrespondierenden Strickcappy auf demKopf, seine Waffe hatte sich in eine zeitgemäße Variante seiner Glock verändert und steckt an senem Rücken im Gürtel aus handgeflochtenen Baststoff und er trug einen neuen Geldbeutel samt D-Mark und Ausweispapieren bei sich. Hurra - er hatte die Deutsche Mark wieder, früher war eben alles besser! Wenn er am Hotel sein Auto holen würde stände da wahrscheinlich eine regenbogenfarben lackierte Ente.
Scheiße, wo bin ich denn hier gelandet? Ich geh glatt als neues aufsteigendes Mitglied der Baader-Meinhof-Gruppe durch. Ich weiss kaum was schlimmer ist - der Judenstern oder dieser Aufzug - langsam wird mir dieser Koldune wirklich unsympathisch.
Hoffentlich verfällt Helena bei dem Aufzug nicht ihrer Clanschwäche.

Leise ging Moishe als wandelnder Affront gegen die Pariser Haute Coture weiter in die Richtung in die Zach immer noch so zielstrebig unterwegs war.
 
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Iain nahm den Zeitenwechsel erleichtert hin. Er atmete regelrecht auf, dass das Dröhnen und die Explosionen der Bomben endlich aufhörte. Auch wenn er seine ganz eigene Idee, was man mit Hippies am besten anstellen konnte - und sie als Zielscheiben auf einem Waffenübungsplatz mit scharfer Munition zu verwenden gehörte noch zu den humansten Dingen hierbei - ignorierte er sie.

Ziege selbst hatte er erst auf den Wink Moishes und Helenas Aussage hin entdeckt. Trotzdem behielt er es sich vor, sich kritische Gedanken zu machen.

Moment mal... erst heißt es, wir sollten versuchen so wenig wie möglich auf die Beeinflussung durch Zacharii's Traumwelt einzugehen, sollten versuchen so viel Verwirrung wie möglich zu stiften, und jetzt spielen wir hier nach seinen Regeln? Wann hatten wir eigentlich beschlossen, die Flinte ins Korn zu werfen? Hmpf...

Wie auch immer. Vorerst würde Iain nicht widersprechen... Aber er versuchte krampfhaft, seinen eigenen Kopf zu behalten, sich nicht durch das Blendwerk der Achterbahnfahrt durch Zach's Gedanken und Phantasien täuschen zu lassen...

Also gab Iain nur ein unfeines Grunzen von sich, das alles hätte sein können, von Zustimmung bis Skepsis oder Widerspruch. Sollte sich die Torrie-Schickse doch einfach eine Antwort aussuchen und sich dann darüber aufregen...

Iain trat hinter Moishe her. Als er an sich herunterblickte und den Anblick mit dem Moishes verglich, musste er unwillkürlich grinsen.
Er trug eine graue Leinenhose mit Lederslippern, am Gürtelbund einen teuren Designergürtel. Unter dem zur Hose passenden Jacket trug er einen cremefarbenen, dünnen Rollkragenpullover. Auch er spürte unter seiner linken Achsel die Beule seines Pistolenholsters, in der Sporttasche, die er in der linken Hand trug vermeinte er das vertraute Gewicht (s)einer Schrotflinte zu fühlen... nun ja: Was auch immer Moishe für ein Unterbewusstsein hatte, Iains war stilvoller.
Iain hätte am liebsten laut aufgelacht, verkniff sich aber jedes weitere Geräusch und schritt seinem Clansbruder hinterher.
 
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Ziege schlich auf den Anbau zu, der auch heute noch als Sakristei genutzt wurde. Der Lude öffnete den Zugang -offensichtlich besaß er einen eigenen Schlüssel- und verschwand ins Innere. Die Tür schloss er zwar hinter sich, er versperrte sie aber nicht wieder.

Ansonsten geschah nichts wirklich aufregendes.
Es war einen vollkommen normale Mainacht...
 
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Moishe folgte Ziege zu der Tür die wohl in die Sakristei führte und horchte vorsichtig an der Tür, ob er dahinter etwas wahrnehmen konnte. Sollte er nichts aufschnappen würde er die Tür äusserst vorsichtig öffnen und einen Blick riskieren, wobei er zunächst nur einen Spalt riskieren wollte um zu prüfen ob die Türangeln geölt waren. Moishe war es wichtig Ziege nicht sofort zu warnen das ihm jemand nachspürte.
 
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Iain schlich hinter Moishe her und postierte sich an der anderen Seite der Tür.

Auch er lauschte angestrengt.
 
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Das Geräusch von Steinen die gewaltsam und mit viel Kraft übereinander hergezogen werden erklang...

Sonst war nichts zu hören!
 
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Steven wollte erst auflachen als er Moishes Kleidung sah, aber dann sah er an sich herunter und stellte fest das er nicht besser aussah. Er hatte eine Schlaghose, einen Pullonder mit grün-weiß karierten Kacheln und eine gelbes Hemd an. Als er an seine Haare faste stellte er fest das er wohl eine dieser sogenannten Prinz Eisenherz-Frisuren hatte. An seiner Brust prangte auch einer der Make Love not War Sticker. Kurz gesagt er hätte sich zu den Musizierenden Jugendlichen dazu gesellen können und wäre nicht aufgefallen. Aber er spürte auch das er wieder eine Brieftasche in der Gesäßtasche hatte.

Auch stellte er fest das sein Gehör wohl ein wenig besser funktionierte, auch wenn es noch nicht wieder voll einsatzbereit war. Er folgte den anderen aber und lauschte auch wie Moishe und Iain an der Tür, um evtl. herauszubekommen was hinter der Tür passierte.
 
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