[10.5.2008] Ceterum censeo Baro tè Zloduch esse delendam

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Kiera hatte recht ein so junger Körper zerfiel nicht zu Staub.
Aber er verwandelte sich zurück. Aus der riesigen Kampfgestalt formte sich unerträglich langsam wieder die sterblichen Überreste des armen Mädchens das nur sterben musste, weil eine höhere Macht sie sich zu eigen gemacht hatte. Nun lag sie da. Große Teile des Körpers in Fetzen gerissen, aufgequollene Platzwunden überall und trotzdem mit einem fast zufriedenen Ausdruck im Gesicht. Urplötzlich und vollkommen unvermittelt begann der Körper der Toten zu schmelzen. Es glich ein wenig den alten Horrorfilmen in der die zum leben erwachten Wachsfiguren am Ende besiegt werden konnten. Meistens dadurch das jemand sie frech erhitzte. So war es auch bei Laura. Nur eben das ihr schrecklich mitanzusehendes Vergehen nicht durch Wärme geschah sondern eine andere Ursache haben musste. Trotzdem, das zerfließende Fleisch warf Blasen, es brodelte förmlich auf den ebenso weichen Knoche und verwandelte sich langsam aber unaufhörlich in eine widerliche Pfütze.

Der Gestank war unterträglich!

Blieb Meyyes Frage die seltsam durch den Raum gehalt war.

"War es das? Haben wir's geschafft?"
 
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Der Kampf war vorbei und der Sieg war errungen. Oder etwa nicht? War das denn ein Sieg gewesen? Eine vorlaute und kurzsichtige Stimme in Enios Kopf lachte über diese Frage und hätte den Brujah am liebsten eine mentale Ohrfeige verpasst, weil er sich doch eigentlich feuen sollte und einen mittelprächtigen Jitterbug hinlegen müßte. Aber der Kriegsherr begann nicht zu tanzen, sondern starrte weiterhin missmutig und argwöhnisch den sich verändernden Leichnahm der Kreatur vor ihnen an. Egal wer oder was diesen Körper benutzt und mißbraucht hatte, Laura Raabe war einmal ein Mensch gewesen und das war noch gar nicht lange her. Es lag nicht in Enios Wesen so etwas einfach zu übergehen und es mit einem müden Schulterzucken abzutun. Jetzt nicht mehr! Der Gesichtausdruck von Laura würde Enio wohl noch sehr lange im Kopf rumgehen ehe er auch diese Erfahrung in die Bibliothek für unangenehme Erinnerungen gepackt hatte. Ein Archiv das wohl jedes Kainskind im Kopf hatte und das bei jedem älteren Kainskind irgendwann mal so voll wurde, daß man zwangsläufig sogar gewisse Dinge komplett vergaß. Zum Beispiel wie es überhaupt war ein Mensch zu sein oder wie einer zu denken und zu handeln. Enio hatte das schon einmal vergessen und er sah bereits den Weg, der wieder dort hin führte. Ob er ihn ging lag wohl nur an ihm selbst.

Was blieb übrig? Von Laura nicht viel… kaum der Rede wert und lästig zu beseitigen. Eine stinkige Brühe… mehr nicht. Würde so etwas auf die eine oder andere Weise von jedem von ihnen übrig bleiben? Ein Haufen Asche oder eine schleimige Plörre. Was machte das schon für einen unterschied? Enio sah zu Caitlin und Noir. Was immer die Regentin tun wollte sollte sie tun. Enio hatte keine Motivation genau zu hinterfragen ob das nötig war oder einem bestimmten Ziel diente.

Der Hinweis von Lurker und die Fragen von Meyye kamen fast gleichzeitig und beides hallte unangenehm im Raum wieder. Nachdem der Körper sich so verändert hatte und die stinkige Brühe begann Fäden zu ziehen und Blasen zu werfen, war sich Enio eigentlich ziemlich sicher, daß es sowohl mit Zacharii als auch mit der Witwe vorbei war. Lasombra… Tzimisce… Abscheulichkeiten und Monster ohne Seele. Alte Blutsauger! Würde sich Enio auch einmal so verändern, wenn noch einmal 400 oder 500 Jahre vergehen würden? Der Italiener versuchte sich die Frage nicht zu stellen oder sie zumindest zu verdrängen.

Ja… hatten sie s wirklich geschafft? Enio entschied sich für ein „Ja“ auf diese Frage.
„Schätze schon. Sieht ganz so aus als ob die beiden Alten endlich weg wären.“ Enio steckte sein Schwert wieder weg und begann völlig unnötiger Weise das Blut von seinen Händen abzustreifen. Aber wo sollte er das sonst machen auser an seinen Klamotten? Aber die waren eh schon besudelt und dreckig. Aber es brachte nicht viel und die Hände blieben blutverschmiert. Pilatus hatte wenigstens eine Schüssel voll frischem Wasser gehabt. Enio blieb eine dreckige Hose oder ein Wachsmantel, der eh kaum etwas aufnahm.

Wie war es eigentlich drausen gelaufen? Genau… man könnte ja mal nachfragen. Die Gangrel war ja drausen gewesen. „Wie habt ihr euch drausen geschlagen? Gabs viel Ärger oder wars ruhig? Verluste?“ Die Frage war fast schon rethotischer Natur. Enio konnte sich einfach nicht vorstellen, daß Zacharii nicht wenigstens versucht hatte ihnen Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Auserdem sahen Meyyes Klamotten etwas zernagt und zerfetzt aus. Wurden die da drausen von übergroßen Killermotten angefallen? Wohl kaum! Aber was war dann gewesen?
 
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Eine Blutlache? Das war alles was über war? Vielleicht hätte es sogar gar nicht der Warnung des Nosferatu bedurft, Caitlin war sofort aufgesprungen und näherte sich der Pfütze. Vorsichtig, sie erwartete jederzeit einen erneuten Angriff, kniete sie daneben nieder und berührte die Blutlache. "Das gefällt mir nicht, ich gehe lieber auf Nummer sicher." sagte sie und stockte dann. "Kiera? Kannst du mich nochmeinmal unterstützen?" Ohne Erklärung denn wenn einer wusste, was sie meinte, dann ihre Schwester.

Die Tremere wartete kurz und machte sich dann auf ihre Blutmagie heranzuziehen, um die Lache auf den Boden zum Kochen zu bringen. Als Expertin für Kainitische Disziplinen wusste sie von der Fähigkeit der tszimisken, sich in Blut zu verwandeln und sollten Teile der Blutpfütze bleiben war das Risiko, dass sich der Feind (welcher der beiden auch immer) zurückbildet, gewaltig. Und Zacharias war bereits mehrfach zurück gekommen...
Ob sie erfolgreich sein würde, wusste sie natürlich vorher nicht, man konnte nie wissen, ob sich etwas bereits durch irgendwelche Löcher im Boden seinen Weg gebahnt hatte. Doch Caitlin würde es ihm/ihr so schwer wie möglich machen.
 
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Also.. DAS ist nicht normal. denkt sich Meyye als nächstes als sie Lauras Körper zusieht als er wie heissgewordenes Wachs zu schmelzen beginnt. Sie spürt keine Hitze, aber da verwandelt sich das was mal ein halbzerfetzter Körper war in.. ja was? Ist das bei den Unholden so wenn sie dahingehen? Passend wäre es ja irgendwie. So bleibt wohl wirklich nichts von Laura übrig, was auch irgendwie besser ist.. oder? Sie kann es nicht sagen, ob sie lieber was zum begraben hätte, aber das wäre ohnehin Noirs Sache. Gleich darauf sieht das was da Blasen wirft und vor sich hin schmoddert so nach Blut aus, dass sie schon wieder ganz interessiert ist.. und gleich darauf angewidert als sie es bemerkt. Der Geruch ist zum Glück alles andere als anregend.

Dennoch.. der Hunger ist da und geht nicht so schnell wieder weg. Oder, er ginge schon schnell wieder weg, wenn sie halt mal Enio anfallen würde oder so. Aber sie ist ja nicht unhöflich.. vorher lässt sie ihn ausreden, wenn er ihr schon antwortet. Und durch all den Gestank, Hunger und das Echo der Aufregung des Kampfes hindurch fällt ihr doch auf, was an dem nicht stimmt was er da sagt. "Den beiden?" hakt sie also nach und kann sich nicht vorstellen von wem noch die Rede ist.. das Ritual galt doch Zacharii, und den haben sie hier gerade in Stücke gerissen!

"Keine Ahnung." kommt es dagegen lapidar von ihr auf der Frage nach den Verlusten. Als die Dinger erstmal weg waren hat sie sich ja nicht mehr groß um die anderen gekümmert. "Er hat's diesmal anders versucht.. mit 'nem Riesenschwarm Fleder..dinger, mit Zähnen wie Piranhas.. und so haben sich die auch auf uns gestürzt." Was die Erklärung für ihre 'Ich Robinson, du Freitag'-Aufmachung wäre. "Ich hab's recht gut überstanden, die andern wohl nich so. Aber ob's da wen komplett weggeputzt hat, kann ich jetz gar nich sagen. Aufeinmal waren die weg und so'n Schatten hat das Museum eingehüllt." Sie blickt zu Noir, die sie noch immer für die Urheberin hält. "Dann war der weg und ich bin rein." Als die Tremere nochmal den gelben Alarm ausruft, schaut sie wieder zu der Blutlache, oder was davon übrig ist. Verdammt nochmal, können die nicht endlich mal sicher sein? Sie hat Hunger!
 
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Kiera kam näher und nickte langsam.

"Ja, ich denke, wir müssen alles, bis auf den letzten Tropfen vernichten, denn sie hat die Tzimisce-Kräfte und die sind schwer, sehr schwer zu vernichten", sagte sie eben so langsam. "Wir müssen auch sicher sein, dass er nicht wieder ins Umbra geflohen ist, sonst bekommen wir das Ding niemals los."

Sie sah ihre Schwester an.

"Kannst du das Blut vielleicht verkochen?"
 
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Caitlin nickte. "Das ist mein Plan."
 
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Für einige, nervenzehrende, Sekunden lag nichts als gespanntes Warten in der Luft. Er starrte so konzentriert auf den zu Boden gegangenen Feind, das er beinahe selber dachte, seine Augen müssten anfangen zu tränen. Es verging ein gerüttelt Maß an Augenblicken, aber es geschah nichts weiter. Nichts erhob sich aus den zerschlagenen Überresten, kein weiterer Angriff, alles blieb ruhig. Dumm nur das diese Ruhe beinahe genauso aufreibend war, wie das Warten. Lurkers fiebrige Nerven wollten einfach nicht aufhören zu brennen. Als sie dann ein gutes Stück über den Zeitpunkt hinaus waren, in dem noch eine Reaktion zu erwarten war, löste sich die Regentin von ihm und machte einen Schritt zurück, in die Welt des seh und hörbaren. Seine Mitstreiter begannen sich zu unterhalten und zu prüfen wer wie schwer verletzt war und was sich außerhalb dieses Raumes zugetragen hatte. Nur der Nosferatu blieb mucksmäuschen still dort stehen wo er war, sorgte instinktiv dafür, dass niemand in seine Richtung sah, oder immer dann plötzlich etwas interessanteres zum hinsehen fand, wenn ein Blick auf ihn gefallen wäre.

Er war noch nicht überzeugt von dieser Sache. Ignatzius Chezmoi wäre sicherlich mit Freuden bereit gewesen ihm auf der Stelle eine ausgewachsene Paranoia zu attestieren. Möglich das er mittlerweile einfach nur noch komplett durchgedreht war. Wenn man nur lange genug in beständiger Angst lebte, zerbrach man irgendwann.
So ging Lurker wieder zurück in die Hocke und begann mit seinen Händen bedächtig den Boden abzutasten. Nicht weil er glaubte irgendetwas zu finden, eher weil er etwas brauchte womit sich seine Hände beschäftigen konnten, während er nachdachte und weil er etwas festhalten wollte. Möglich dass auch seine Instinkte dabei mitspielten, die nicht so recht glauben wollten, was Sinne und Verstand ihnen meldeten, und die nun einen Ausweg suchten.

Der Nosferatu wandte seine Aufmerksamkeit nach Innen, wo er, wie auf einem Tisch ausgebreitet, Bilder, Ideen und Gehörtes abging und versuchte die Zusammenhänge zu erkennen. Alle Dinge waren miteinander verbunden. Ein feines, durchschimmerndes Netz aus Zusammenhängen lag über allen Dingen und Lurker musste es nur abgehen und hier und dort an einem Strang ziehen, um zu beobachten wie sich das Gesamtkonstrukt bewegte. Wenn man ein Teil an seinem richtigem Platz hatte, ergab sich das Nächste fast von selber. Er war so konzentriert, dass er sich noch nicht einmal darüber aufregen wollte, dass Meyye im Raum war. Ihre Anwesenheit war nur ein weiterer Fakt.

Lurker hasste es, wenn etwas nicht ins Bild passen wollte. Dinge die nicht in das logische Gefüge passten und an denen man immer wieder aneckte waren ihm zuwider. Sein Blick fiel auf die stinkende Pfütze, die Reste von Laura Rabe enthielten. Er sah sie an und das erste mal sah er wirklich Laura Rabe. Davor war sie nur ein Guhl hinter einem Schreibtisch und später nur das Anhängsel der Noir gewesen, das den Mantel hinter der Seneschall her trug. Zum Schluss war sie der Feind, aber irgendwann einmal, war sie Laura Rabe. Er legte den Kopf leicht schräg und aus der seltsamen Distanz heraus, beobachtete er sich selber und fragte sich, warum der Nosferatu ausgerechnet jetzt, in so einem völlig unpassendem Moment, an so etwas dachte. Bemerkenswert, wie so eine Ratio funktionierte. Aber es war nicht der Ausdruck in Lauras Gesicht, oder der erkaltete Funken in ihren Augen, die er bemerkte. Lurker selber mochte für einen sentimentalen Augenblick plötzlich am Schicksal der Kleinen teilgenommen haben, aber das abstraktere etwas in ihm, der Teil der so merkwürdig losgelöst von seinen Gefühlen und seinem Ich über allem schwebte, bemerkte die Pfütze.

Er hatte so etwas schon einmal gesehen. In einer Höhle, unterhalb der Stadt, bei der Ruine an der sie gegen die Werwölfe gekämpft hatten und wo ihr Erkundungstrupp plötzlich in Zachariis Scheinwelt gefangen war. Einer nach dem Anderem war dort vernichtet worden. Lurker hatte dem endgültigem Ende aller seiner Begleiter beigewohnt, denn er war als letzter an die Reihe gekommen. Auch wenn nur ihre Ikonen in einer Scheinwelt ihre Existenz verloren hatten, war es in jenem Augenblick so real gewesen, als passierte es wirklich. Dort unten, in der vorgegaukelten Welt des Koldunen, waren die Abbilder der Anderen auch zu stinkenden Pfützen zerschmolzen.

Er hatte dem damals keine Beachtung geschenkt. Es war nur ein absurdes Detail in einem Traum. Wenn man träumte, dann geschahen oft unmögliche, unlogische und abstruse Dinge, die einem aber in diesem Moment als völlig einleuchtend und normal erschienen. Es war ein wenig, als stände einem der Verstand, der wie ein kleiner, aufsässiger Hund los keifte, wenn ihm etwas nicht passen wollte, im Traum nicht mehr im Weg war und man plötzlich die nötige, geistige Freiheit hatte die Dinge so zu sehen wie sie waren, sein konnten und vielleicht irgendwo anders auch sein mochten.

Wenn wir träumen..sind wir alle Kinder des Mondes.

Fast glaubte er die Stimme des alten Malkavianers hören zu können. Vielleicht weil der Nosferatu glaubte, dass dem Alten diese Idee gefallen hätte. Er warf einen Blick auf seine Verbündeten. Nur kurz spürte er das milde Lächeln der sarkastischen, kleinen Stimme in seinem Kopf, als er die hier versammelten Untoten tatsächlich für sich so betitelte. Verbündete. Aber es war jetzt keine Zeit sich selbst aus zu lachen für solchen rührseligen Unsinn.
Der Prozess in dem der Leichnam zerfloss trug die Anzeichen von Zachariis Alptraum und es schien, dass die Anderen ihn akzeptierten, aber er hatte genug von diesem Mummenschanz. Er hätte sich zurückziehen und in eine Ecke des Raumes drücken können für das, was er nun vor hatte, aber das würde bedeuten, dass er anerkannte, dass es einen Raum und eine Ecke gab. Er glaubte aber nicht, dass er wirklich in diesem Raum war, daher war es völlig egal wohin er sich stellte. Es war sogar egal ob er stand, hockte oder herumlag, es war nicht real. Lurker schloss seine nicht existierenden Augen. Eigentlich war es unnötig, aber die Geste half ihm dabei sich innerlich weiter zu verhärten.

Er lehnte ab, was seine Augen sahen. Den Raum, den Sheriff, die Lady Noir die wie friedlich auf dem Boden lag, er lehnte ab, was er zu sehen glaubte, denn es war nicht real.

Er legte seine unwirklichen Hände dorthin wo man ihn glauben machen wollte, dass seine Ohren waren, um deutlich zu machen, dass er nicht länger glaubte, was er dort hörte. Man versuchte ihm vorzugaukeln, dass er das leise Schmatzen der vergehenden Laura Rabe hörte und das Gemurmel der Anderen, aber er glaubte nicht länger, das er überhaupt etwas hörte. Es war nicht real.

Er verschloss sich vor dem Geruch des alten Holzes und des Staubes um ihn herum. Er roch nicht die Aufregung der anderen Raubtiere, die nicht hier waren, weil es kein hier gab. Es war nicht real.

Er glaubte nicht mehr an den feinen Dunst von Blut, den er in der Luft schmeckte und er glaubte nicht mehr an die Angst, die sich wie ein Hauch von Metall, in seinem Mund niederschlagen wollte. Es war nicht real.

Er leugnete den Boden den er unter seinen Füßen spürte und sogar die vertraute Schwere seiner Kleidung wollte er nicht mehr glauben. Seine nicht existierende Haut mochte ihm melden, dass er etwas spürte, aber da es sie hier nicht wirklich gab, beachtete er sie nicht weiter. Es war nicht real.

Der Nosferatu ging erneut in sich und lehnte alles ab, was er von Außen angeboten bekommen sollte. Dort draußen gab es nichts für ihn, nur die unsichtbaren Gitterstäbe seines eigenen Verstandes. Wer oder was auch immer dort draußen herrschte, konnte dort draußen alles erschaffen, alles sein und Gott gleich über alles bestimmen, aber wenn er beschloss das er an nichts davon teilnehmen würde und wenn er nur bei sich selbst war, dann hatte es keine Macht über ihn. Lurker wandte sich ab von allem und suchte in der Dunkelheit einen Zipfel der Realität aus der er eigentlich kam.
 
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Es dauerte eine ganze Zeit, aber irgendwann verheilten die Wunden der Toreador. Langsam öffnete sie die Augen und suchten nach ihrem Retter. Noir hatte mit erschreckender Deutlichkeit mitbekommen wie die Namenlose sie mit ihren Schattententakeln ein Loch in den Torso getrieben hatten. Sie wusste wie nahe sie dem Tode gewesen war. Dankbar blieb der Blick auf Caitlin hängen. Zuneigung lag in ihrem Blick, aber keine Liebe. Entweder hatte die Toreador auch hier ihr Mimik perfekt im Griff oder sie war Immun gegen das Band das die Tremere hatte schaffen wollen. Grüchte besagten, das Noir schon zu Lebzeiten mit ihrem gesamten Sein an Buchet gebunden war und auch nach ihrem Tod hatten die beiden das Band aus Blut und wahrhafter Liebe ein weiteres Mal erneuert. Nur Noir selbst würde sagen können, was nach ihrer Besessenheit und all den Schrecklichen Ereignissen davon noch über war. Aber es schien noch immer zu reichen....

Wie aber in vielen anderen Geschichten auch, jenen die das Leben schrieb, war die Sachlage am Ende sogar noch wesentlich komplizierter!
Was wäre dies für eine Geschichte, wenn sich alles von selbst erklärt....

Die Toreador erhob sich.
Ein leises Stöhnen entfuhr ihren Lippen.

"Haben wir es überstanden? Wo ist Laura?"

Die Frage war nicht an Caitlin gestellt, obwohl Noir sie noch immer mit ihren Blicken gefesselt hielt.
Die Wort hallten durch die Halle des Museums und gelangten zu jedem der sie sich anhören wollte.
Wie auch jene die direkt danach folgten.

"Und hat, bei Kain, irgendwer ein Ahnung wie groß der Schaden ist, den wir angerichtet haben? Sind Kunstwerke beschädigt?"
 
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"Laura hat's erwischt." erklingt dumpf die Stimme einer Gangrel, die nichtmal die Augen verdreht ob der zweitwichtigsten Sorge einer Toreador. Sie schaut zu den Tremere-Twins die die letzten Überreste von Laura, Zach und sonstwem noch anbrennen lassen, dann zu Enio der ihre Frage nicht beantwortet und.. findet keinen Lurker mehr. Egal.. der wird schon noch irgendwo rumlurken. Es hilft alles nichts.. sie muss trinken und kann nur hoffen, dass sie es wirklich geschafft haben. Wenn nicht, dann ist sie mit ihrem niedrigen Blutpegel auch keine Hilfe mehr. "Ich muss raus.. ich hab Hunger." knurrt sie nochmal und wendet sich dem Ausgang zu. "Ruft mich an wenn noch was ist." Und wenn sie wieder halbwegs satt ist, kommt sie ohnehin wieder.. aber erstmal muss sie irgendwo noch Menschen finden. Wer weiß, wenn Zacharii vernichtet ist, ist sein Fluch vielleicht gar nicht mehr wirksam und sie kommen aus ihren Löchern gekrochen.. das wäre wünschenswert.
 
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Enio stand immer noch wortlos im Raum und versuchte zu ergründen was jetzt genau geschehen würde. Erhob sich das Monstrum wieder oder kam ein anderes? War alles vorbei… vorerst? Nach seinem Deputy sah der Kriegsherr und Sheriff nicht aber er teilte trotz seiner enormen Paranoia die Gedanken und Befürchtungen des Verborgenen nicht. Vielleicht auch einfach nur aufgrund fehlender Vorstellungskraft oder purem Optimismus. Eine Eigenschaft, die sich der Italiener eigentlich nicht auf sein Banner schreiben konnte.

Als dann die Regentin begann das Blut zu verkochen – wie auch immer das funktionierte – entspannte sich Enio dann doch ein wenig und sah zum ersten Mal seit einigen Sekunden wieder jemand anderen an als die Überbleibsel von Lauramonster. Dabei wurde ihm auch erst bewußt, daß Meyye nach ihrer Erklärung ja eine Frage in den Raum geworfen hatte auf die wohl niemand reagiert hatte. Sicherlich verkraftbar! Noir kam wieder zu sich und fragte nach ihrem Nachkommen. Tja damit war wohl nichts mehr und die Gangrel brachte es auf ihre feinfühlige Art und Weise auf den Punkt. Laura hats erwischt! Ja und das leider schon bei ihrer Erzeugung. Enio war sich sicher, daß es nie wirklich eine Toreador gab, die Laura Raabe hieß. Es gab wohl mal einen Menschen mit diesem Namen aber nachdem sie den Kuß erhalten hatte war ihr weiterer Weg vorprogrammiert. Entweder die Herrschaft oder das Ende. Die Finstertaler hatten für das Letzte gesorgt.

Enio fügte in Kürze noch seine eigene Anmerkung hinzu während Meyye schon dabei war den Raum wieder zu verlassen. Etwas trinken! Verdammt gute Idee. „Zacharii ist vernichtet und die Portugisische Witwe hat den Körper von Laura übernommen nachdem sie den Koldunen die Seele gestohlen hat. Sie hat gedacht sie könnte so einfach hindurchschlüpfen aber dazu war sie wohl zu arrogant und selbstgefällig. Sind wir mal froh über diese Eigenschaft der Alten Blutsauger. Sonst wäre es wohl anders ausgegangen.“ Eine recht kurze Erklärung an die Uninformierten. Ob Meyye das noch hörte oder nicht konnte Enio nicht sagen. Vielleicht hatte sie ja ein Teil ihrer Aufmerksamheit noch im Raum gelassen als sie sich aufmachte wieder nach drausen zu gehen.

Was Noir anfügte war einerseits schon wieder putzig aber andererseits war Enio bekennender Pragmatiker und deshlab warf er einen Blick in den Raum. Seines Wissen wurde die Einrichtung nicht in Mitleidenschaft gezogen aber er wußte natürlich nicht was die Schattententakel angerichtet hatten, daher war es durchaus möglich, daß sie hier noch aufräumen mußten oder eventuell einen Akt von Vandalismus vortäuschen mußten, der das Museum gebeutelt hatte. Es war sowieso schwer abzuschätzen wie stark die Sterblichen dieser Stadt die ganze Misere mitbekommen hatten und wie weit sie sich an ihre Ausetzer erinnern würden. Der eine oder andere würde sich bestimmt fragen warum er noch am Arbeitsplatz saß und sich von oben bis unten eingeschissen hatte oder einfach nur auf der Straße lag und nicht wußte wie er hier her gekommen war. Das Ganze war sicherlich der Wahrung der Maskerade nicht sehr zuträglich aber was sollte man machen? Man mußte mit dem arbeiten was man hatte.

Enio wollte warten bis Caitlin fertig war ehe er sich dem widmen wollte für was die Erde die Verdammten wieder ausgespuckt hatte. Blut trinken! Manche Dinge blieben eben vorhersehbar und einfach.
 
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Was für ne...? Will Enio ihr damit sagen, sie hat gar nicht auf Zach eingeschlagen sondern auf die Witwe? Was soll das, sollte die nicht mit Noir verschmolzen sein? Meyye hat ja so ihre eigenen Vorstellungen von manchen Dingen, aber unter 'verschmolzen' dachte sie eigentlich immer dass alle was darunter verstehen, das nicht so leicht einfach wieder voneinander getrennt werden kann! Aber dann erinnert sie sich, dass es Noir gewesen war, die das behauptet hatte.. vielleicht aber eben nicht Noir, sondern die Witwe, ganz einfach. Aber wieso dann in Laura rüberspringen, die gar nichts dafür kann? Als ob es besser gewesen wäre wenn wir hier Noir verhackstückt hätten...

Äußerlich ist ihr nicht viel anzusehen von diesen Gedanken, nur ein kurzes Innehalten und ein Blick gen Enio, als hätte sie den starken Verdacht, er wolle sie mal wieder verarschen. Dann setzt sie ihren Weg nach draussen fort. Was auch immer das Unleben ihr in die Bahn wirft, der Hunger klettert als erstes drüber und will sein Recht bekommen...
 
AW: [10.5.2008] Ceterum censeo Baro tè Zloduch esse delendam

Caitlin nickte Noir kurz mitfühlend zu bevor sie sich an die Überreste von Laura/Wittwe begab und sie mit ein wenig Konzentration zum kochen brachte, bis das Blut verdampfte und etwas unspektakkuläre Asche zurück blieb. Seltsam, sie hatte es noch niemals außerhalb eines Körpers getan, warum wurde das eigentlich nicht so bei HuC geübt? Ohne dass Kainiten darunter leiden mussten oder Menschen dabei starben? Vielleicht sollte das verdeutlichen, wie machtvoll und zerstörerisch diese ureigenste Kraft der Tremere war und wie sorgfältig man damit umgehen musste. Jedenfalls war nach außen hin nicht zu sehen, was genau Caitlin da tat. Sie machte kein geheimnissvolles Brimborium draus, sondern konzentrierte sich kurz und berührte die Lache dann. Keine lateinischen Singsangs oder mystische Zeichnungen. So war ihr die thaumaturgei eh am liebsten. Wissenschaftlich und eine reine Kontrolle des eigenen Geistes...

Kaum war es erledigt sah caitlin der gangrel nach. Ihr: "Wir haben Blut für den nötigsten bedarf..." verhallte anscheinend ungehört. Nun, die Tremere konnte sich eh nicht vorstellen, dass jemand, der nicht unbedingt darauf angewiesen war, davon nehmen würde. Dafür saßen die Vorurteile gegen die Tremere viel zu tief. Wahrscheinlich mit Recht, wenn sie sich ihre Tat bei Noir grade überlegte. Hatte das eigentlich funktioniert? Sah irgendwie nicht danach aus. Seltsam, wenngleich der gelehrten Regentin verschiedene Gründe dafür einfallen wollten und die naheliegenste: Buchet war noch am Leben und das gegenseitige Eheband stabil - war auch darunter. Schade für die ganze Arbeit bei der sache mit der Austauschphiliole. So ein Pech. Aber Einen Schritt in die richtige Richtung war wohl doch gemacht. Noir sah irgendwie nicht mehr so feindlich aus udn auch Caitlin blickte gar nicht feindlich, eher neutral bis freundlich zurück.

Sie wandte sich schließlich an Enio: "wir müssen dringend reden. Wenn wir zurück zu Akademie kommen haben wir wahrscheinlich Besuch, wenn du verstehst, was ich meine. Kann dein hunger noch warten oder treffen wir uns irgendwo?"Himmel soviel zu erledigen und die Zeit rennt davon. Alle mussten informiert werden und sie musste sich etwas mit ziege einfallen lassen. Wahrscheinlich war ein ehrliches Gespräch mit Johardo das Beste. Wenn er zur Abwechslung mal offen mit ihr spräche und sie nicht immer zu spät über alles informieren würde. Dieser formale Brief war keine Hilfe. ihr grauste beid emGedanken an das was vor ihr lag. Vielleicht würde sie nach wien müssen, ihr Kopf steckte jedenfalls in einer tiefen schlienge. Doch was solls dieser Tag war überlebt, und jetzt erst konnte sie an den nächsten denken. Wer hätte das gedacht.
 
AW: [10.5.2008] Ceterum censeo Baro tè Zloduch esse delendam

"Wenn ihr mich nicht braucht, dann schau ich mal nach, wie es den Leuten draußen ergangen ist", meinte Kiera. Dann deutete sie auf die Blutkonserven. "Wenn das keiner von euch braucht, nehme ich es mit, vielleicht braucht es draußen einer von den Leuten."

Die Voodoo-hexe dachte wie immer zuerst einmal praktisch, es würde sich in der Kühltasche nicht ewig halten, bevor es verdarb und wer wußte es schon, wie dringend es Leute gab, die drauf angewiesen waren.
 
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Enio nickte Caitlin zunächst nur zu. Klar mußte sie sich unterhalten. Sicherlich nicht nur wegen den verdammten Archonten, die auf dem Weg hierher waren oder bereits angekommen waren. Die Regentin würde sich ja vielleicht auch die eine oder andere Frage stellen bezüglich Enios Mitwirken an dieser ganzen Zacharii-Lasmobra-Beseitigungs-Angelegenheit. Drei Augen zu haben war meistens keine sonderliche Symphatiebekundung den Tremere gegenüber aber Caitlin würde sicherlich mit sich reden lassen nach all dem was sie hier zusammen durchgemacht hatten seit sich der Dom das erste Mal geöffnet hatte und die Kacke in Finstertal ohne Unterlaß am dampfen war. Selbstverständlich würde diese Grundeinstellung nicht so weit gehen, daß Enio der Regentin vorbehaltlos trauen würde. Er wußte zu wenig über den Twist zwischen den Salubri und den Hexenmeistern. Vielleicht gab es da ein paar Prinzipien, die unumgehbar waren.

Enio sondierte erneut den Raum. Was genau war mit dem Blut jetzt passiert? Und der restlichen Sauerei? Der Raum und die Gegenstände wurden glücklicherweise nicht verwüstet oder zerstört aber eine Sauerei hatten sie trotzdem hinterlassen. Jemand mußte hier aufräumen sonst gab es wieder eine uncoole Schlagzeile. Wobei der Gesamtzustand der Menschen in den letzten beiden Nächten sicherlich ein Vorteil war, da viel zu viel nicht zu erklären war und Menschen dazu neigten lieber nicht darüber zu reden als sich um Dinge zu kümmern, die niemand erklären konnte. Aber eben leider nicht immer.
„Lurker? Verdammt wo ist der Nosferatu hin?“ Enio war sich bewußt, daß sein Deputy noch im Raum sein konnte und er ihn niemals entdecken würde aber sicher konnte er sich deswegen nicht sein. Also wandte er sich an den Nächstbesten. Die würde sicherlich begeistert sein. „Lady Buchet. Sie wissen das die Regentin und ich zur Akademie müssen. Jemand muß hier im Groben ein bißchen die Ordnung wieder herstellen. Kümmern sie sich bitte darum. Ich werde ihnen ein paar von drausen rein schicken, die ihnen zur Hand gehen.“ So! Dann konnte sich die Toreador wenigstens um das Kunstmuseum kümmern und in gewisser Weise einer typischen Toreadorarbeit nachgehen. Eines fehlte aber noch… ein letzter Kommentar an die ehemalige Seneschall, der rethorisch wie ehrlich gemeint war. „Und danke!“

Dann wandte sich Enio wieder an Caitlin. „Ich werde in diesem Zustand nicht direkt in der Akademie auftauchen aber wir könne ein Stück zusammen fahren und reden. Schmeiß mich einfach vorher noch raus und ich komme schnellsten nach. Wird sich nur um ein paar Minuten handeln. Wenn du vor der Akademie kurz auf mich wartest, könnten wir gemeinsam da rein gehen. Aber vielleicht ist unser angekündigter Besuch ja auch noch gar nicht da.“ Sicherlich wollte auch Enio nicht auf irgendwelche Konserven der Tremere zurückgreifen. Der Blutverlust war immens gewesen aber Enio konnte auch einiges speichern und war nicht so schnell auf Reserve wie andere. Trotzdem wollte der Kriegsherr den Archonten nicht unter die Augen treten ohne vorher seinen Durst gestillt zu haben.

Out of Character
Ich bin dafür das Caitlin und Enio erst drausen dazu kommen wenn alles vorbei ist. Zuviel los grad vor Museum... da müssen wir nicht auch noch mitmischen. Auser ihr wollt langsam drausen ein Last-Man-Standing-Match beginnen. Dann bin ich dabei :D
 
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Nun, da keiner wirklich reagierte, ging Kiera davon aus, dass es schon in Ordnung war, wenn sie die Blutkonserven nahm und damit nach draußen verschwand.

Noch konnte sie nicht wissen, wie dringend diese dort gebraucht würden.
 
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Noir winkte ab.

"Fahren Sie ruhig! Aber ersparen Sie es mir bitte, eine 'Verstärkung' von draußen hier herein zu senden. Wenn Ihnen nicht zufällig jemand aus meinem Clan über den Weg läuft, würde ich das Chaos hier drin gerne alleine beseitigen. Nicht wenige der hier ausgestellten Kunstwerke sind außerordentlich empfindlich und sehr kostbar. Es fehlte mir noch, wenn irgendein Malkavianer mit Vasen um sich wirft oder ein plumper Gangrel mir die Leinwände zerkratzt!"

Ein leichtes Lächeln zeigte, dass sie die Worte nicht ganz ernst meinte. Oder besser nicht wörtlich, denn die Überzeugung, dass niemand außer einem Toreador mit empfindlichen Kunstgegenständen umgehen konnte, war tief in ihrem Geist verwurzelt. Sogleich begann sie damit sich um das Durcheinander zu kümmern. Sicher wäre es das Beste, wenn sie zu allererst die Überreste ihrer vernichteten Tochter beseitigte. Oder dem, was zum Zeitpunkt ihres Todes Besitz von ihr ergriffen hatte. Ob es hier wohl irgendwo einen Wischmop gab?

Noir wandte sie noch einmal an Enio und die Regentin.

"Richten Sie Herrn Galante bitte meine herzlichsten Grüße aus! Wir kennen uns zwar nicht persönlich, aber Oliver hatte einige Male geschäftlich mit ihm zu tun und ich habe ihn als einen recht korrekten und vertrauenswürdigen Mann in Erinnerung!"
 
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Enio hätte fast gelächelt. Die Reaktion von Noir war so typisch Toreador, daß es schon wieder beruhigend wirkte. Alleine in diesem Moment entschied der Kriegsherr, das für Magdalena Buchet noch Hoffnung bestand und niemand ernsthaft in Erwägung ziehen mußte sie zu vernichten. Blieb zu erwarten ob die beiden Archonten Enios Meinung teilen würden. Aber dazu mußte er sie erst einmal treffen.

Enio nickte als Erwiederung und versuchte damit Zustimmung und zur Kenntnissnahme zu vermitteln. Klar… liebe Grüße an Galante. Der würde sich sicher ein zweites Loch in den Arsch freuen. Enio wollte als allerserstes an die Grüße denken. Fiel unter die Kategorie Wichtig! „Gut… viel Erfolg. Und lassen sie sich nicht zuviel Zeit damit. Ich schätze es wird in Kürze den Menschen wieder mehr auffallen was wir hier tun als in den letzten Stunden.“ Der Tipp war wohl auch unnötig aber es war Enios Art sich mehr oder weniger zu verabschieden und das Gespräch zu beenden.

Der Kriegsherr sah kurz zu Caitlin und wandte sich dann richtung Ausgang. Wo zur Hölle war Lurker? Der Brujah wollte nur ungern den Platz des Geschehens verlassen ohne seinen Deputy noch vorher zu sprechen. Aber vielleicht war der Verborgene ja Meyye hinterher gelaufen und ebenfalls schon wieder drausen.

Mit der Regentin im Schlepptau verlies der Kriegsherr das Gebäude und trat nach drausen. Unwissenheit kann manchmal eine große Erleichterung sein und warscheinlich würde Enio Pareto in nur wenigen Minuten froh sein, wenn er nicht so viel wüßte, sondern einfach durch den Hinterausgang verschwunden wäre.
 
AW: [10.5.2008] Ceterum censeo Baro tè Zloduch esse delendam

Helena öffnete die Tür und blickte hinein. Sie wußte nicht, was sie erwarten würde, aber dann war es doch nicht so schlimm, wie sie es sich vorgestellt hatte, es war nur ein ziemliches Durcheinander.

"Kann ich helfen?" fragte sie. Die Aktionen in Zachs letzter Illusion sah man ihr nicht an.
 
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"Oh!? Guten Abend Frau O'Niell! Sicher! Wenn es Ihnen nichts ausmacht könnten sie die Bilder dort auf dem Stapel auspacken und zurechtlegen. Ich hänge sie dann an ihren angestammten Platz." Noir lächelte freundlich. Ihre Mimik war perfekt wie eh und je, in ihren Augen jedoch lag eine tiefe Trauer die sie nicht verbergen konnte... oder wollte. "Ich habe sie nur lose in Decken eingeschlagen, seien Sie also bitte vorsichtig wenn Sie sie anheben."

Soeben entfernte die ehemalige Toreador-Monarchin eine ebensolche Decke von einer steinernen Statue.

"Wir scheinen Glück zu haben!? Wie es scheint ist bei der Auseinandersetzung nichts zu Bruch gegangen. Hier drin zumindest! Wie sieht es draußen aus?"
 
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"Ja, sicher, ich reiche die Bilder an", meinte Helena. "Zum Glück ist alles heil geblieben." Sie musterte Noir. "Es weiß keiner was, die Zukunft bringt, aber ich denke, es gibt immer Möglichkeiten, daß habe ich von Prinz Buchet gelernt." Sie hatte es noch immer so gesagt, wie schon seid über 60 jahren, immerhin hatte sie von Anfang an, nicht geglaubt, daß der Toreador wirklich vernichtet war.

"Ja, ich denke auch, wir haben Glück gehabt und es ist zu hoffen, daß es dieses Mal auch wirklich vorbei ist, die Stadt hat zuviel gelitten über die Jahrhunderte. Draußen gab es einige Verletzte, aber vernichtet wurde keiner. Das haben wir der guten Arbeit hier zu verdanken."

Sie enthüllte eines der Bilder und betrachtete es, bis sie es anreichen konnte.
 
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