[07.05.2008] Ferdinands erste Primogenssitzung

Leo

Johnny Steinberg
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Der Anruf an seinen Clansbruder war schnell erledigt gewesen, nun konnte Ferdinand sich schon mal in die Kunstakademie begeben.
Dies war also nun seine erste Primogenssitzung, und hoffentlich nicht seine letzte, und wahrscheinlich wäre er der erste Primogen, der eintraf.

Ferdinands Ausstrahlung hatte sich deutlich gewandelt…seit seiner Ernennung zum Primogen und Ahn. Das hatte seinem Charisma einen Schub nach oben gegeben, nicht nur seinem Selbstbewusstsein, wenn er auch leider dann allzu schnell durch die Geissel einen Dämpfer erhalten hatte. Doch da konnte dieser Mann soviel lachen wie er wollte, er konnte nichts daran ändern, dass Ferdinand nun Primogen war und dass Noir noch immer Seneschall war.
Würde Noir nicht vielleicht merken, wenn er sie belog? Wenn er ihr Falsches über die Geissel erzählte? Und dann? Dann sähe es schlecht aus für ihn. Dann verlöre er alles was er gerade erst gewonnen hatte. Er hasste es, dass sein Status von dieser Frau abhing.
Aber dennoch überwog momentan die Freude darüber nun an seiner ersten Primogenssitzung teilnehmen zu können.

Der neue Primogen der Malkavianer erreichte die Tür und wurde von den Kameras fixiert.
Er betätigte den Türklopfer und wartete, dass ihm aufgetan wurde.
Der schneidene Wind und der Regen, das war nicht gerade sehr angenehm, da war er froh, dass er gleich im Trockenen wäre.
 
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War denn Frau Raabe gar nicht da?
Das konnte doch nicht sein, sie musste da sein, dort war doch Licht im Büro.

Oder vielleicht war sein Gesicht aufgrund seines Schirmes nicht sichtbar? Machte sie nicht auf weil sie nicht sehen konnte wer da gerade stand?
Der Malkavianer klappte den Schirm zu und klopfte ein weiteres Mal.
Diese Frau ließ ihn doch wohl nicht noch länger hier im Regen stehen?
 
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Ghul der Seneshall, Laura Raabe:

Oder gar absichtlich?
Nein, dass würde sich die Sekretärin niemals heraus nehmen.
Wie zum Beweis für ihren guten Willen schnappte der Mechanismus im Inneren der Tür zur Seite und gabe den Weg frei.

Im Inneren saß die junge Goth und lächelte als könne sie kein Wässerchen trüben.

"Guten Abend Herr von Rothschild! Mylady erwartet Sie. Gehen Sie einfach nach hinten durch, die Tür zum Besprechungsraum steht offen!"

Out of Character
;)
 
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Erleichtert trat Ferdinand ein.

„Guten Abend, Frau Raabe.“

Die Seneschall erwartete ihn? Sie hatte doch gar nicht wissen können, dass er etwas eher käme…
Und eigentlich hatte er gehofft Laura über die Geißel berichten zu können und nicht direkt der Seneschall. Noir erwartete doch jetzt sicher von ihm einen Bericht.

„Den triefendnassen Schirm sollte ich besser nicht mitnehmen…“ sagte er, auch um ein wenig Zeit zu schinden.

„Sie haben hier nicht zufällig einen Schirmständer?“

Er sah sich nach einem Schirmständer um, erblickte aber keinen.

„Ansonsten, wenn Sie nichts dagegen haben, stelle ich den Schirm hier in diese Ecke.“

Besprechungsraum? Das war doch sicher ein anderer Raum als das Büro der Seneschall.
Aber wenn die Tür offen stand, dürfte er nicht schwer zu finden sein.
Nachdem er sich des Schirms entledigt hatte trat Ferdinand also in den Gang und suchte und fand den Besprechungsraum.
Der neue Primogen der Malkavianer begrüßte Noir mit einem Kopfnicken und sprach:

„Guten Abend, werte Seneschall, ich bin ein wenig früh gekommen, ich hoffe dies stört Sie nicht.“

Vielleicht war es doch keine so gute Sache gewesen schon so früh zu kommen. Aber zu spät.
Er wartete zunächst ab ob Noir von selbst die Geißel zur Sprache brachte. Wenn sie es nicht tat konnte er es ja immer noch tun.
Lügen sollte er dann aber besser nicht, also würde er höchstens etwas weglassen, aber nichts hinzuerfinden.
Etwas nicht erwähnt zu haben, dafür konnte man eine Ausrede finden, aber wenn man Falschinformationen lieferte und es flog auf, da konnte man sich schlecht herauswinden.
 
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Out of Character
So früh kann Ferdinand nicht sein, wenn er schon draußen mit den anderen Ankommenden gesprochen hat... Oder will er noch mal raus??? ^^


Ghul der Seneshall, Laura Raabe:

"Im Foyer, Herr von Rothschild!"

Laura bezog sich bei ihrer Antwort auf die Frage des Malkavianers nach einem Schirmständer. Woanders sollte er auch zu finden sein, als im Vorraum direkt neben dem Eingang? Dafür gab es ihn, damit die Besucher den Dreck von draußen nicht nach Innen trugen. Laura erklärte sich jedoch ebenfalls einverstanden, dass der Primogen seine Sachen im Büro verstaute. Bei dem Wetter würden auch andere den Boden verschmutzen, also warum sich ärgern?

Ein höfliches Lächeln der Goth geleitete Rothschild durch das Büro nach hinten.
 
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Im Foyer? Darauf hatte Ferdinand nicht geachtet.
Aber wenn es im Foyer einen Schirmständer gab, dann sollte der Schirm doch dorthin, also hatte Ferdinand ihn dort noch schnell abgestellt.
Falls es dort auch eine Garderobe gab, also etwas wo man den Mantel hinhängen konnte, so hatte er dort auch seinen Mantel hingehängt.


Out of Character
Malik hat sich ca. 21.40 Uhr mit Enio getroffen, denke ich, Ferdinand hat dann noch kurz telefoniert, also dürfte es ca. Viertel vor sein als er ins Büro kommt.
 
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Sollte der Ahn der Malkavianer dann das Büro der Seneshall betreten, würde ihm wohl in erster Linie ihr kostbares Kleid auffallen. Noir hatte die Haare zusammengebunden und sich so ein strengeres Aussehen verliehen. Das neue Arrangement ihrer Bekleidung hatte auch Auswirkungen auf ihren Charme. Schon früher hatte die Seneshall eine ganz besondere Wirkung auf andere Menschen gehabt. Gäbe es das Wort Esprit nicht, es müsste für sie erfunden werden. Jetzt aber strahlte sie Stärke aus, Stärke die durchwoben war mit purer Weiblichkeit und einer gehörigen Portion Sexappeal. Auf den ersten Blick mochte man meinen, die Frau war an ihren Aufgaben gereift, wer aber genauer hinsah, und das dürfte nur jenen möglich sein, die sie schon über Jahre hinweg kannten, würde merken, dass Noir auch als Person nicht mehr die Selbe war.

Als Ferdinand den Raum betrat lächelte Noir ihn an. Ihre Mimik unterstrich ein freundliches Willkommen, vermischte es aber auch mit einem Hauch von Gefahr. Es war, als betrete man ein unbekanntes Gebiet das sich nach und nach als gut getarntes Spinnennetz herausstellte. Sie erhob sich von ihrem Platz. Der Stoff ihres kostbaren Kleides rauschte leise und unterstrich die Bewegung auf sehr angenehme Weise.

"Guten Abend und willkommen, mein lieber Herr von Rothschild! Wie ist das werte Befinden? Wie Sie sehen, sind sie der erste Gast des heutigen Abends. Sie haben also die freie Wahl der Sitzplätze."

Das einladende Lächeln wechselte übergangslos in ein freundlich aufforderndes. Man konnte fast meinen, das die Seneshall wirklich jeden einzelnen Gesichtsmuskel perfekt unter Kontrolle hatte. Jede Falte und jede Bewegung waren auf den Millimeter perfekt austariert.

Noir ließ sich wieder auf ihren Stuhl nieder und lauschte der Antwort des Malkavianers. Hinter dem Ahn bewegten sich die Schatten an der Wand. Ohne das er es selbst hätte sehen können, aber auch ohne jeglichen bedrohlichen Zug, schlichen sie über die Tapete hinter ihm her. Unterstrichen wurde diese verstörende Szene durch die Tatsache, dass Noir auf jegliche elektrische Beleuchtung verzichtet hatte. Der Besprechungsraum wurde nur durch flackernde Kerzen erhellt, die sanft in den leichten Luftzügen tanzten. Ihre Bewegungen sorgten dafür, dass das Schattenspiel noch ein wenig verwirrender erschien, denn auch wenn der Schein der Flammen von sich aus Bewegung in das Dunkel brachte, so waren sie doch nicht so, wie sie hätten sein sollen.

Dies alles geschah wie gesagt hinter dem Rüchen des Malkavianers. Es war ihm unmöglich etwas davon zu bemerken, außer vielleicht das nun leicht amüsiert wirkende Lächeln der Toreador Dame.
 

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„Danke, gut. Ich hoffe auch Ihnen geht es gut.“

Die Seneschall hatte wirklich eine enorme Ausstrahlung, und sie sah umwerfend aus, und so war es ein ernstgemeintes Kompliment als der Malkavianer sagte:

„Was für ein bezauberndes Kleid, und es steht Ihnen wirklich hervorragend.“

Dann überlegte er wo er sich hinsetzen sollte und nahm schließlich Platz.
Allerdings spürte Ferdinand auch diesen Hauch von Gefahr, aber es war ihm ohnehin klar, dass er im Umgang mit der Senschall sehr vorsichtig sein musste.

„Wenn Sie wünschen kann ich Ihnen jetzt, solange noch niemand anders da ist, das Neueste über Herrn Trapper berichten. Ansonsten, oder wenn ich es jetzt nicht schaffe alles zu berichten, vielleicht nach der Sitzung? Ich hatte mich vorhin noch mit ihm getroffen, das war ein sehr aufschlussreiches Gespräch…“
 
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"Aber bitte gerne! Fange Sie ruhig schon mal an. Bis die anderen Damen und Herren hier erscheinen, können noch ein paar Minuten vergehen, vertreiben wir uns also die Zeit mit einigen wichtigen Informationen."

Noir schien von dem Lob des Malkavianers durchaus angetan.
Anscheinend legte sie auf das Kleid, oder zumindest auf ein bestimmtes Erscheinungsbild, ganz besonders großen Wert. Mit einem sanften Lächeln auf den zart geschminkten Lippen, wartete sie, bis sich der Primogen gesetzt hatte und folgte dann schweigend seinen Ausführungen. Mit etwas Glück hatte dieser Tappert Dreck am Stecken. Ob er heute wohl hier auftauchen würde? Extra eingeladen wurde er auf jeden Fall nicht.
 
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Ferdinand fing also an zu erzählen.

„Herr Trapper zeigte sich recht unwillig sich mit den Malkavianer Neuzugängen zu befassen.
Vorgestern hat er sich recht stümperhaft angestellt beim Umgang mit einem Caitiff. Frau Flynn hatte hier bei der Akademie einen Caitiff namens Asgar abgeliefert, ich traf hier auf die beiden. Er machte zunächst einen ganz guten Eindruck. Frau Raabe sagte er soll der Geißel überstellt werden. Herr Trapper sagte wir sollen Asgar ins Hotel bringen.
Dort hat er dann in einem angemieteten Seminarraum mit dem Caitiff geredet. Ich weiß nicht warum er die Geißel angegriffen hat, ob es tatsächlich Rassismus war.
Jedenfalls versuchte der Caitiff zu fliehen, und es gelang ihm auf den Gang hinauszustürmen. Dort war er dann in einen Kampf mit der Geissel verwickelt, dies sah ich als ich aus meiner Suite trat, die auf demselben Gang lag. Man kann von Glück sagen, dass niemand von den anderen Gästen gerade dann dort aufgetaucht ist. Der Caitiff geriet sogar in Raserei und griff Frau Flynn an, ihr gelang es jedoch ihn zu pflocken. Und dann…Herr Trapper vermutete allen Ernstes, ich hätte diesen Caitiff engagiert um ein Attentat auf ihn auszuüben!“

Die Empörung darüber stand Ferdinand im Gesicht geschrieben.

„Dem war natürlich nicht so. Als ob ich etwas solches tun würde!“

Und wenn schon, dann sollte man dann doch wohl jemanden engagieren, der seinen Job gut genug erledigte, aber das sagte Ferdinand nicht laut.

„Interessant war auch Herrn Trappers Verhalten auf dem Friedhof. Wir begaben uns vorgestern dort hin um nach Ziege zu jagen. Ich spürte Zachariis Anwesenheit und warnte, man solle den Friedhof sofort verlassen. Doch man hörte nicht rechtzeitig darauf und so gelang es Zacharii in die Köpfe einiger Kainskinder einzudringen und in ihren Gedanken zu lesen. Später machte er einigen wenigen ein Angebot. Als Frau Flynn sich weigerte und Zacharii beschimpfte ließ er sie ohnmächtig werden. Herr Trapper jedoch verschwand. Frau Flynn sagte Zacharii habe angeboten wenn man die Asche vernichte, die der Sheriff gefunden habe, so verrate der Koldune den Schlafplatz von jemandem mit niedriger Generation.
Wir suchten nach Herrn Trapper. Heute sagte er mir, er habe an jenem Abend den Sheriff gesucht. Die Geißel hat sich mit Zacharii näher über das Angebot unterhalten, und laut Trapper kennt Zacharii den Schlafplatz einer Lasombra niedriger Generation. Die schwarze Witwe, vermute ich.
Ich bekam es dann leider auch noch ein weiteres Mal mit Zacharii zu tun, er befahl mir ich solle Frau Flynn töten. Auf sie hat er anscheinend einen besonderen Hass. Ich habe mich natürlich verweigert, daraufhin hat er mich erblinden lassen, das hielt zum Glück nur ein paar Stunden an.
Auf dem Friedhof hatte Herr Trapper übrigens die Gräfin beleidigt, und er scheint sich auch sonst nicht sonderlich beliebt gemacht zu haben bisher.
Er sucht zwar nach Verbündeten, doch das gelingt ihm nicht, da er zu vielen Kainskindern vor den Kopf stößt. Mit seiner nicht gerade diplomatischen Art hat er auch mich schon sehr verärgert. Er glaubt nun in mir einen Verbündeten zu haben, aber ansonsten hat er bisher noch keinen Erfolg gehabt bei den anderen Würdenträgern. Mit Meyye hat er sogar ein recht schlechtes Verhältnis. Und anscheinend hat er sich auch schon mit Ihnen überworfen. Es ärgert ihn ungemein, dass Sie ihm Ihre Unterstützung versagt haben.
Und ich habe den Eindruck, man ist nicht nur den anderen Neuankömmlingen sondern auch Herrn Trapper gegenüber recht misstrauisch. Er steht also ziemlich alleine da in dieser Domäne. Mit der Heimlichtuerei bezüglich seines Amtes macht er sich lächerlich, finde ich, er ist da jedoch nicht einsichtig.“

Schon allein durch die Art wie Ferdinand über Malik sprach war offensichtlich, dass der Primogen die Geißel nicht besonders mochte.

„An der gestrigen Schlacht konnte ich nicht teilnehmen, da meine Blindheit zurückgekehrt war als ich aufgewacht war. Herr Trapper sagte mir es seien recht viele Werwölfe getötet worden. Er sagte auch, er habe Sie dort gesehen, und es habe danach ausgesehen als hätten Sie etwas durchgeführt wie es eigentlich nur die Lasombra können. Da ist er jetzt umso negativer eingestellt Ihnen gegenüber.
Nun, und dann kam plötzlich dieser Schrei „Genug!“ von Zacharii, und den hörte auch ich, und ich war dann mit dem Sheriff und noch drei weiteren Kainiten in Zachariis Welt versetzt worden. Dort traten auch Sie in Erscheinung, können Sie sich daran erinnern? Sie malten ein Bild von Ziege.
Der Sheriff, die Gräfin und Frau Reeben können sich ebenfalls an diese Begebenheiten erinnern, und offenbar gab es noch eine zweite Gruppe, bei der unter anderem die Hüterin und die Regentin beteiligt waren.
Ohne die Hilfe der schwarzen Witwe hätten wir die dortigen Aufgaben sicher nicht alle erfolgreich bewältigt. Womöglich wurde Zacharii jetzt geschwächt, doch vernichtet ist er sicher nicht…ähm, ich bin abgeschweift, von jenen Begebenheiten in Zachariis Welt wird sicher auch gleich in der Sitzung noch die Rede sein…“

Ferdinand glaubte nicht recht, dass Noir sich jetzt zu dieser Lasombra Sache äußern würde, dafür war jetzt einfach nicht genug Zeit, und darum fragte er nicht explizit nach. Aber er hatte es nicht lassen können auch noch Zachariis Welt zu erwähnen, schon allein um klarzustellen, dass er in jener Nacht nicht völlig untätig gewesen war.
Seine Abneigung gegenüber Malik war echt, da brauchte er also nicht zu schauspielern. Sich lang und breit negativ über diesen Mann auszulassen, das verschaffte Ferdinand sogar eine gewisse Genugtuung.
 
AW: [07.05.2008] Ferdinands erste Primogenssitzung

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Wäre gut, wenn dann der Rest der Primogene auch hier aufschlägt...
 
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