Materialsammlung Wie war das eigentlich... in der Renaissance

Ich hatte zuerst überlegt, ob ich das unter "Mittelalter" ablege, aber dann hätten sich unsere Mittelalterexperten wieder beschwert. Hier also dann die Renaissance als Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit bzw. dem Barock.

Johann Weyer setzte sich wider Strafandrohung für die verfolgten Frauen ein, die der Hexerei bezichtigt wurden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Weyer
https://www.spektrum.de/news/der-mann-der-fuer-die-hexen-kaempfte/1700350
 

KoppelTrageSystem

Wildsaubändiger
Ich finde diese Zeit ziemlich interessant.
Der Grund dafür ist, das es eigentlich so die Vorlage für eines meiner liebsten Rollenspielsettings, bzw einer der Regionen daraus ist.
Das Imperium in Warhammer Fantasy. Es hat immer total viel Spaß gemacht in diesem Setting zu spielen. Deswegen könnte es durchaus interessant sein etwas mehr darüber zu erfahren. Obendrein motiviert es mich für den kommenden Samstag, da spielen wir mal wieder das Warhammer Fantasy Rollenspiel, diesmal aber aus der Sicht der Skaven :) (Als Oneshot)

Da das Imperium ja recht "modern" ist, ist vielleicht auch der folgende Artikel lesenswert:

https://de.wikipedia.org/wiki/Technik_in_der_Renaissance
 

Skar

Dr. Spiele
Teammitglied
Administrator
Interessiert mich eher für HeXXen, was ja aber 1733 spielt, also etwas später.

Was ich da zB auch interessant finde sind: Spiegel. Spiegel abseits von poliertem Metall wurden erst ab Ende des Mittelalters hergestellt und ab da änderte sich auch die Malerei. Wo früher Landschaftsbilder präsenter waren, zogen jetzt auch Portraits (profaner Personen) ein.
Das muss meiner Meinung auch die Sichtweise der Menschen verändert haben. Hin zu mehr Individualismus.
 

Arashi

Gott
Für Fans der Renaissance ist unter Umständen "Mage: The Sorcerers Crusade" empfehlenswert. Es enthält oberflächlich nicht direkt viele Informationen darüber wie man es von einem Settingband erwarten würde aber der Vibe von Umbruch, alte Ideen gegen neue, Aufbruch zu neuen Ufern usw ist stark darin. Wenn man sich etwas näher damit beschäftigt bietet es eine Fülle von Informationen und Ideen. Zum kurz drüber schauen aber wie geschrieben nicht geeignet. Zusätzlich ist es aber auch recht unabhängig von der restlichen WoD, wenn man einfach die Renaissance mag kann man das gut spielen und Vampire, Werwolf und die andren Mage-Settings unter den Tisch fallen lassen.
Was ich da zB auch interessant finde sind: Spiegel. Spiegel abseits von poliertem Metall wurden erst ab Ende des Mittelalters hergestellt und ab da änderte sich auch die Malerei.
Da habe ich vor Jahren mal einen tollen Artikel zu gelesen, total unterschätztes Thema! Die rasante Verbreitung von Spiegeln im Bürgertum leistete viel für den Humanismus indem er die Hinwendung zum von der Seele zum Körper förderte und die dadurch beeinflusste Portraitmalerei dem Ikonoklassmus, der in der katholischen Kirche noch verbreitet war, aus einer unerwarteten Richtung den Todesstoß versetzte.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
RSP Ideen alles rund um Piraten und Entdecker
Mantel & Degen Filme

Flashing Blades
Privateers & Gentlemen
GURPS Swashbucklers

Robinson Crusoe
Drei Musketiere

Ob man das dann in die Revolutionszeit zwischen 1750 und 1848 erweitern will, ist halt noch eine Frage
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Die Grenzen sind m.M. nach fließend
Du kannst die gleichen Regelwerke nutzen, einfach keine, weniger Musketen, dafür Armbrüste
 
Da würden Dir einige Historiker energisch widersprechen - schau Dir an, was sich bei uns in Jahrzehnten geändert hat. Das war damals in den Kulturhochburgen nicht anders. Die Leute reisten zwar langsamer, aber die Neuigkeiten verbreiteten sich trotzdem in fast ähnlicher Geschwindigkeit wie heute. Alles "biologisch", ähnlich einer Epidemie. Dieses Tempo kann auch die Technik nicht umgehen - siehe "Neuland Internet". Deutschland ist nach über einem viertel Jahrhundert noch immer nicht dazu fähig, eine funktionierende Liveschaltung für ganz Deutschland einzurichten, obwohl es theoretisch und praktisch möglich wäre.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Das war damals in den Kulturhochburgen nicht anders

Doch.... war es
Da man alles von Hand machen musste
Und Du nur 1% der Bevölkerung Däumchen drehen lassen konntest, die sich gelangweilt haben und durch die Langeweile auch schöpferisch tätig sein konnten.

Vieles an Technologie Anfang des 15ten Jahrhunderts ist fast ununterscheidbar mit dem Ende des 17ten Jahrhunderts
Erst so ab Dampfmaschine und Aufklärung werden die Potentiale der Massen entfesselt

Davor ist man viel mehr mit dem Überleben und Vorräte aufhäufen beschäftigt, für Jahre mit Missernten oder für den Fall das der Nachbarstaat mal wieder Krieg führen will

Und selbst 1939 sind in D noch 50% der arbeitenden Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt

Und während man in der Renaissance die Griechen und Römer wieder entdeckt, verbreitet man das Wissen in der Aufklärung an alle Bürger, um eine produktivere und für den Militärdienst besser ausgebildete Basis zu haben

1450 ist 1750 ähnlicher als sich 1970 und 2020 sind
Wir sind sozusagen in einer Wissensexplosion
 
Sakralbau und Jagdsitz, mittelalterliche Festung und Renaissancepalast: Chambord, das berühmteste der Loire-Schlösser, ist bis heute nicht nur das größte der Region, sondern auch das geheimnisvollste. Der Dokumentarfilm entstand anlässlich des 500. Jahrestags der Krönung von Franz I. zum König von Frankreich.

Das weltberühmte Loire-Schloss Chambord – Sakralbau und Jagdsitz, mittelalterliche Festung und Renaissancepalast zugleich – birgt auch heute noch viele Geheimnisse. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von fachkundigen Arbeitern des Loiretals errichtet, stand es architektonisch stark unter italienischem Einfluss. Der Name des Baumeisters blieb jedoch unbekannt, und keine Bauzeichnung des ursprünglichen Projekts wurde je wiedergefunden. Rätselhaft sind auch die Gründe, die 1519 den jungen König Franz I. dazu bewogen, dieses gigantische Bauvorhaben mitten in einem Sumpfgebiet anzugehen. Kurz vor dem 500. Jahrestag der Krönung Franz‘ I. machen es sich Wissenschaftler und Historiker im Rahmen eines interdisziplinären Programms zur Wahrung des Kulturerbes zur Aufgabe, den prunkvollen Bau mit Hilfe neuester Forschungsmethoden zu betrachten. Archäologische Ausgrabungen, 3D-Modelle, geophysikalische Bodenuntersuchungen und die Auswertung handschriftlicher Dokumente damaliger Akteure und Zeitzeugen liefern wichtige Aufschlüsse. Der Dokumentarfilm begleitet die akribische Suche nach dem Original-Bauplan, was auf die Spuren von Leonardo da Vinci, von Florenz nach Romorantin, führt. Ausgehend von der ursprünglichen architektonischen Vision beleuchtet der Dokumentarfilm den zeitgeschichtlichen Hintergrund, vor dem das grandiose Loire-Schloss errichtet wurde, und das damit verbundene Schicksal seines Bauherrn Franz I.

Dokumentarfilm von Marc Jampolsky (F 2015, 91 Min)

 
Oben Unten