Shadowrun 5e

Von Wallenstein und anderen...

Dieses Thema im Forum "Rund um Rollenspiele" wurde erstellt von m4lik, 10. November 2008.

  1. m4lik

    m4lik triebfeder

    Gestern noch die Geschichte der Deutschen gesehen, heute drüber nachgedacht, mit welchem System man zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) am besten spielen könnte.

    Es soll nicht zu historisch sein, sprich ein bisschen Zauberwerk und/oder Horror kann durchaus sein (vielleicht gepaart mit Märchen like die drei goldenen Haare des Teufels).

    Wichtig ist allerdings das Flair einer vom Krieg zerütteten Nation, weswegen 7th Sea wohl zu verspielt wäre, oder? Gibt es da Alternativen?

    m4lik
     
  2. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Ich meine ich habe dazu schon mal was von Zornhau gelesen: Savage 30jähriger Krieg.

    Würde mich fast wundern, wenn er dazu nicht näheres in petto hätte. :)
     
  3. AW: Von Wallenstein und anderen...

    d20 Modern mit d20 Past geht immer. :p

    Mage: The Sorcerer's Crusade lässt sich auch ganz gut nach vorne kurbeln.

    Only two.

    mfG
    mpu
     
  4. Stonewall

    Stonewall Kraftspieler

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    GURPS?

    Powerniveau der Gruppe ist über die CP-Anzahl an die eigene Kampagnenvorstellung anpassbar.

    Das "High-Tech"-Quellenbuch der 3.Edition beinhaltet auch Technik der Frühen Neuzeit. Und die verschiedenen Magie- und Horror-Supplements sollten auch diesen Aspekt bewältigen können, wenn man so etwas mit drin haben will.
     
  5. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Nur wenig "Näheres", da dies einer meiner Wunschkandidaten für eigenständige deutsche Savage-Worlds-Produkte wäre:

    Weird Wars 30-jähriger Krieg

    Ein wenig Solomon Kane, ein wenig Tour of Darkness, ein wenig Horrorgestalten und Schwarze Magie - das alles vor dem wüsten, unzivilisierten, ja geradezu barbarischen Hintergrund des 30-jährigen Krieges. Weird Wars eben!

    Die Spieler spielen Artillerie-Hexer, Doppelsöldner mit Zweihändern, Lanzer, Musketiere, Kriegsprediger, Inquisitoren-S.W.A.T.-Teams, usw.

    Da die beteiligten Söldner aus der ganzen, damalig relevanten zivilisierten Welt kamen (von Iren bis Russen, von Schweden bis Sizilianern) gibt es auch jede Menge Möglichkeiten sehr BUNT zusammengesetzte "Truppen" zusammenzustellen. Hohe Fluktuation, schnelle Wechsel der (kaufbaren) Loyalitäten, persönliche Interessen im Konflikt mit den politischen oder religiösen Überzeugungen der eigenen Kameraden, dramatische persönliche Geschichten wie Söldner, die ihre eigene Heimatstadt angreifen müssen, Pest, andere Seuchen, Kinder, die NICHTS AUSSER KRIEG kennengelernt haben, gezeugt, geboren, aufgewachsen und gestorben im Dauerkrieg, usw.

    Das ganze, wie bei Weird Wars Militär-Rollenspielen üblich, vor dem Hintergrund einer ausgearbeiteten Feldzugskampagne mit "Missions-Charakter" - dabei ständig die persönlich-emotionale Ebene und die auf Überleben ausgerichtete, pragmatische taktische Ebene gleichberechtigt im Spiel erleben.

    Neben dem "Blut-und-Boden"-Level dieses Settings kann man sich auch (ähnlich wie bei Travellers Klassiker "Broadsword") das Führen einer eigenen Söldnereinheit durch die Spieler als "Kriegsunternehmer" vorstellen. Es gab ja während des Krieges eine z.T. erstaunliche soziale Mobilität für die erfolgreichen "Unternehmer"-Figuren an Truppenführern. So könnte man hartes Resourcen-Management mit politischem Agieren verknüpfen (und natürlich wird gekämpft werden müssen - nur kann man in dieser Ebene des Spiels noch mehr verlieren, als nur einen Spielercharakter).

    Das Ganze hätte ich am liebsten in genau einem Band soweit ausgearbeitet, daß man alles Notwendige für die "Weirdness" (Magie, Astrologie, Besessenheit, usw.) bekommt, daß man sogleich mit seinem blutrünstigen Haufen losspielen kann.
     
  6. rust

    rust Wiedergänger

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Sowohl zu AD&D als auch zu GURPS gibt es Supplements zu diesem Thema, aber ich würde vermutlich
    Flashing Blades als Grundlage für eine entsprechende Kampagne wählen: Es ist für (fast) genau diese
    Geschichtsepoche geschrieben, es ist gut spielbar und kostengünstig, es gibt reichlich Material dafür,
    und die Anpassung von Richelieu's Frankreich an Wallenstein's Deutschland sollte kein großes Problem
    sein, denke ich.

    Hier ein Link:
    DriveThruRPG.com - Fantasy Games Unlimited - Flashing Blades
     
    1 Person gefällt das.
  7. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Flashing Blades bietet aber nicht die notwendige Unterstützung für das Schlachtengetümmel, die Kriegführung, die Kriegs-"Ökonomie". - Dreißigjähriger Krieg als "Mantel und Degen"-Stück geht zwar schon, aber da könnte man ja auch einen Vietnam-Kriegs-Film machen, wo man nur einen Weichling an Radiomoderator ohne Ballerorgien oder lange, nervenzermürbende Folterszenen oder lange nervenzermürbende Flußfahrten mit nachfolgenden Folterszenen spielt. Das geht, aber es ist eigentlich nicht das, was man bei dem Thema wirklich haben will.
     
  8. Stonewall

    Stonewall Kraftspieler

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Das sehe ich ähnlich. Dieser Satz des Threaderöffners klingt für mich weniger nach leichtfüßiger Mantel-und-Degen-Action, sondern eher nach einem "gritty" Setting:

    Der typische Mantel-und-Degen-Stil wäre mir für ein Spiel im Dreißigjährigen Krieg zu unbeschwert. Das muß erdiger sein. Ich könnte mir da eher etwas Richtung Darklands vorstellen.
     
  9. Pyromancer

    Pyromancer Kainskind

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Warhammer Fantasy
     
  10. m4lik

    m4lik triebfeder

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Ne, Mantel und Degen passt leider nicht wirklich. Zornhau hat es schon ganz gut auf den Punkt gebracht. Was ist Darklands? :nixwissen:
     
  11. derZwart

    derZwart Svart, Black, Noir

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Es soll nicht unerwähnt bleiben finde ich
    DSA in der Wildermark würde ebenfalls gut passen.
     
  12. Skyrock

    Skyrock t. Sgeyerog :DDDDD

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Ich habe beim letzten 72h-Challenge etwas in der Art auf Risus-Basis verbrochen, inklusive Wildniserschaffung Hex für Hex, Magie vs Glaube und Regeln für Siedlungen und Angriffe auf sie: http://www.blutschwerter.de/f552-ri...us-hack-fuer-den-tanelorn-challenge-08-a.html

    Selbst wenn man nicht Risus für diesen Zweck heranziehen will, die Zufallstabellen darin könnten immer noch brauchbar sein.
     
  13. Stonewall

    Stonewall Kraftspieler

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Ein Computer-RPG von Microprose, 1992 veröffentlicht. Hier mehr dazu. Wobei ich da mehr auf den Stil als die zugrundeliegenden Regeln abziele.

    Natürlich ist das Heilige Römische Reich 1618-1648 nicht mehr das von 1450. Aber die Raubritter kann man durch marodierende Söldner ersetzen, satansbündnerische Hexenzirkel können auch in einer Horrorversion des 17. Jahrhunderts problemlos auftreten und die Heiligenverehrung ist zumindest auf katholischer Seite problemlos machbar.

    Was ich daran so reizvoll finde, hat Skyrock in Risus Atque Res Adversae gut zusammengefasst:

    Wobei man je nach Runde wohl auch für SCs die finstere Hexerei zulassen könnte. Wenn der Schütze für seine Freikugeln einen Satanspakt schließen muß und der tapfere Kürassier seinen Brustpanzer segnen läßt, finde ich das einfach zu diesem Setting passender als eine profane Muskete +3. ;)
     
  14. Sylandryl Sternensinger

    Sylandryl Sternensinger Ducktator Mitarbeiter

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Das Zornhaus Savage Worlds und Wierd Wars Mix mich anmacht, kann ich garnicht oftgenug betonen!
    Cthulhu kann ich mir in dieser Zeit auch gut vorstellen, da muß man dann noch etwas an Arbeit reinstecken, machbar wärs aber.
     
  15. kirilow

    kirilow Ghul

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Ohne "Weird" würde ich es sofort kaufen.
     
  16. Shub-Schumann

    Shub-Schumann Master (of Desaster)

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Mage The Sorcerers Crusade - definitiv. Der Dreißgjährige Krieg mit seinem Kampf um Weltbilder ist ohnehin eines der Magesettings schlechthin.
     
  17. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Ohne "Weirdness" wird das zu einem SCHWER DEPRIMIERENDEN Setting, was mir garantiert keinen Spaß dort zu spielen machen würde.

    Der Dreißigjährige Krieg ohne Magie, ohne Monster, ohne irgendwelche ABSICHTSVOLL "unhistorischen" Elemente wäre UNERTRÄGLICH.
     
  18. Delta

    Delta Methusalem

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Wobei es ja rein technisch für jemanden der die Weirdness nicht haben will überhaupt kein Problem sein dürfte, die außen vor zu lassen.
     
  19. Infernal Teddy

    Infernal Teddy mag Caninchen

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Japp, und selbst wenn man die Magi nur im hintergrund läßt und normale menschen spielt bietet M:SC durchaus genug ansatzpunkte. Gabs nicht irgendwo in den Quellenbüchern ein Mass-combat system?
     
  20. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    AW: Von Wallenstein und anderen...

    Bei V:DA gab es zumindest eins.
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden