AW: Sundered Skies Plot Point Campaign und SC-Ranks
Nun gibt es bei den Plot-Points und auch den Savage Tales dort im Gegensatz zu Necessary Evil keine Hinweise auf einen angemessenen Rank der SC im Stile von "um diesen Plot-Point zu spielen, sollten die SC alle Seasoned sein". Ich weiss, dass das Setting hart sein soll, aber ich möchte verhindern, dass die Spieler nach dem dritten TPK in Folge nur noch mit mir :motz:
Zum einen: Was passieren kann, wenn man als Spielergruppe nicht VORSICHTIG ist - unabhängig von der Härter der Plot-Point-Abenteuer - sieht man hier sehr schön, wo eine Gruppe in den Selbstmord geschippert ist:
http://www.blutschwerter.de/f320-savage-worlds/t37088-wie-stoppt-man-einen-magier.html
Sundered Skies hat MANCHE Hinweise - gerade bei den Savage Tales - WANN (d.h. zeitlich) diese eingesetzt werden sollten, aber so gut wie nichts, was auf die notwendige oder empfohlene Charakter-Erfahrung hinweist.
Das ist ein Problem für Spielleiter (und Spieler), die noch nicht mit SW Erfahrungen gesammelt haben.
SW kennt KEIN BALANCING von Gegnern/Encountern/Abenteuern auf SCs!
Nochmal: SW kennt KEIN BALANCING von Gegnern/Encountern/Abenteuern auf SCs!
Man geht bei SW von einer "old school"-igen Vorgehensweise sowohl von Spielleiter als auch der Spieler aus. D.h. daß sie sich gefälligst INFORMATIONEN beschaffen, um Gefahren besser abschätzen zu können, daß sie FLIEHEN, wenn sie der Dinge nicht Herr werden, daß sie VORBEREITET sind auf die häufigsten (auch im Spielerteil ja allesamt aufgeführten!) Eventualitäten.
Solche Gruppen gehen dann OHNE TPK-Angst vor, weil sie das Gespür für den Punkt des Rückzugs haben, weil sie ihre Gegner sehr gut und sehr genau kennen, usw.
Die Sundered-Skies-Plot-Points sind z.T. ziemlich hart. Spielleiter sollten sich NICHT daran wagen, wenn sie total unerfahren sind oder - schlimmer noch - aus der ausbalancierten D&D-Welt kommen. Denn dann geht das böse für die SCs aus.
Am Besten BEIDE Seiten lernen voneinander und miteinander. - Also ein paar einfache Savage Tales (da sind auch ein paar böse Gefahren dabei!), oder gleich erst einmal die ersten paar Spielsitzungen Abenteuer aus den diversen Generatoren ausprobieren. Lieber anfangs mal Gegner auswählen, die man für Luschen hält, so daß die Spieler dies als Chance zum ÜBEN sehen können. Tun sie das nicht, dann haben sie selbst schuld und man kann ihnen die volle Breitseite geben.
Im oben verlinkten Thread hat der Spielleiter der Gruppe offensichtlich ständig AUSWEGE gelassen, die sie aber nicht nutzen wollten. Dann kommt es, wie es kommen muß.
Wenn Du mit Sundered Skies startest, dann solltest Du Dir bewußt sein, daß dies eines der - wie ich zumindest finde - brutalsten Settings ist, was bislang für SW erschienen ist. Sorge gleich zu Anfang für plausiblen Charakter-Nachschub!
Mein Eindruck: Die NSCs in Sundered Skies sind ausgesprochen ungesund für die SCs. Durch die Way-of-the-Brave-Schadensregel sogar noch mehr als bei den noch die Revised Ed. verwendenden 50 Fathoms NSCs. - Die SCs müssen AUF DER HUT sein. - Das muß den SPIELERN klar sein.
Wenn man Spieler hat, die sehr aufmerksam sind, die umsichtig sind, die sich ihre ÜBERLEBENSWICHTIGEN INFORMATIONEN über Gegenden, Schiffe, Leute, Organisationen, Religionen usw. AKTIV EINHOLEN, dann kann das auch gut als allererste SW-Plot-Point-Kampagne funktionieren.
50 Fathoms ist sicherlich da nicht so extrem und bietet trotzdem das ungebundene Reise-Gefühl eines Seefahrtssettings.
Letztlich KANN es da keine Patentrezepte geben, da Deine Gruppe individuell garantiert anders zusammengesetzt sein wird, als die anderer Sundered Skies Runden. - Somit wären auch Angaben wie "ab Seasoned Rank" oder so, nie für ALLE Gruppen zutreffend. - Als Spielleiter muß man somit IMMER selbst draufschauen und sehr bald ein GEFÜHL für die Härte der Gegner und des Settings entwickeln.