Zornhau
Freßt NAPALM!
- Registriert
- 18. März 2004
- Beiträge
- 16.211
Ich habe bei Engel das Spielen mit nur einem Kartenstoß der Engel-Arkana-Karten und OHNE sonstiges Zubehör kennen- und schätzengelernt.
Ich habe bei Savage Worlds das Spielen mit reichlich Zubehör (Glassteinen, Pokerkarten, 2D-,2.5D-,3D-Szenerien, Figuren, Adventure-Cards, NSC-Karten, Poker-Chips, Patronenhülsen, jeder Menge und vieler Arten von Würfeln, Würfelbechern, Spielleiterschirmen, Zustands-Markern, Zaubereffekt-Markern, usw. ) kennen- und schätzengelernt.
Ich empfand Zubehör wie Figuren oder Poker-Chips usw. an sich noch nie als "störend" für meinen Spielgenuß.
Manches Zubehör wie die Zeitstrahl-Spielhilfen in Aces&Eights und die dortigen Silhouetten als NOTWENDIGE Spielmaterialien für das Kampfsystem empfand ich hingegen durchaus als störend (was aber daran lag, daß das Regelsystem auch OHNE diese Spielhilfen verkorkst ist - mit den Hilfen wird es dann nicht besser, nur manuell umständlicher).
Ich NUTZE sogar sehr gerne Zubehör als STIMMUNGSTRÄGER.
So verwende ich für Necropolis mein Propaganda-Poker-Deck, und für Western-Rollenspiele eines meiner Western-Decks, usw. - Die optische Gestaltung transportiert den Flair des Settings mit.
Und das trifft natürlich auf andere solcher Zubehörsteile in noch viel stärkerem Maße zu: Miniaturen und Szenerien.
Faltfiguren im "realistischen" Poser-3D-Graphik-Stil setzen schon eher eine "realistisch" ausgerichtete, eine "mit beiden Beinen am Boden" Stimmung um. Faltfiguren im überkandidelten, bunten und kitschigen Comic-Stil machen klar, daß hier ebenso überkandidelte Action gespielt werden soll.
Meines Erachtens STÖRT etwas in puncto Zubehör nur dann, wenn es "eine andere Geschichte erzählt", als gerade gespielt wird.
Wenn ich mit bunten, knalligen, eher comic-artigen Figuren in einem düsteren, bitteren, ziemlich unhumorigen Setting spiele, dann paßt das nicht zusammen (siehe die Sundered Skies Figureflats).
Und wenn ich in einem fäntelalterlichen Setting mit meinen "unsichtbaren" Pokerkarten für Sci-Fi-Settings daher komme, dann stört bei jeder Initiative-Austeilung dessen extrem modernes Design das Einfühlen in das Fantasy-Umfeld etwas.
Nicht das Verwenden des Zubehörs an sich ist hier störend, sondern dessen GESTALTUNG. Diese ist es, die nicht zum gespielten Setting paßt. - Daß solche unpassenden Zubehörteile als störend empfunden werden, zeigt, wie STARK das Zubehör als STIMMUNGSTRÄGER wirkt.
Daß es z.B. für Savage Worlds nun Bennies mit unterschiedlichen Aufdrucken für unterschiedliche Settings gibt, daß man im SW-Spielleiterschirm unterschiedliche Setting-Illustrationen als "Gesicht" des Schirms zu den Spielern bieten kann, das alles gehört ganz stark in den Bereich "stimmungsvolles Rollenspiel".
Klar könnte man auch mit einem nüchternen tabellengefüllten Spielleiterschirm spielen und statt Bennies im Setting-Design zum Anfassen eben einfach nur eine Strichliste auf dem Charakterbogen führen, doch ginge hier VIEL Stimmung verloren.
Und diese Stimmung, die unter anderem durch die passende Wahl des Zubehörs unterstützt wird, ist augenscheinlich den Rollenspielern wichtig genug, daß es sich lohnt solche Zubehör-Produkte anzufertigen und zu verkaufen.
Ein funktionierendes Regelsystem wird durch schönes, passendes Zubehör einfach mit mehr Spielgenuß erlebt.
Aber noch so qualitativ hochwertig produziertes Zubehör kann ein nicht funktionierendes Regelsystem auch nicht mehr retten - da bleibt die Spaßbremse schon regelseitig angezogen.
Soviel zu meiner Meinung zum "störenden Zubehör".
Was meint Ihr dazu?
Stört Euch Zubehör? Generell? Oder nur bestimmte Arten?
Bei welchen Gelegenheiten fühlt Ihr Euch durch Zubehör gestört?
Wie müßte das IDEALE ZUBEHÖR sein, daß es nicht nur nicht stört, sondern für Euch einen GEWINN für das Spiel darstellt?
Ich habe bei Savage Worlds das Spielen mit reichlich Zubehör (Glassteinen, Pokerkarten, 2D-,2.5D-,3D-Szenerien, Figuren, Adventure-Cards, NSC-Karten, Poker-Chips, Patronenhülsen, jeder Menge und vieler Arten von Würfeln, Würfelbechern, Spielleiterschirmen, Zustands-Markern, Zaubereffekt-Markern, usw. ) kennen- und schätzengelernt.
Ich empfand Zubehör wie Figuren oder Poker-Chips usw. an sich noch nie als "störend" für meinen Spielgenuß.
Manches Zubehör wie die Zeitstrahl-Spielhilfen in Aces&Eights und die dortigen Silhouetten als NOTWENDIGE Spielmaterialien für das Kampfsystem empfand ich hingegen durchaus als störend (was aber daran lag, daß das Regelsystem auch OHNE diese Spielhilfen verkorkst ist - mit den Hilfen wird es dann nicht besser, nur manuell umständlicher).
Ich NUTZE sogar sehr gerne Zubehör als STIMMUNGSTRÄGER.
So verwende ich für Necropolis mein Propaganda-Poker-Deck, und für Western-Rollenspiele eines meiner Western-Decks, usw. - Die optische Gestaltung transportiert den Flair des Settings mit.
Und das trifft natürlich auf andere solcher Zubehörsteile in noch viel stärkerem Maße zu: Miniaturen und Szenerien.
Faltfiguren im "realistischen" Poser-3D-Graphik-Stil setzen schon eher eine "realistisch" ausgerichtete, eine "mit beiden Beinen am Boden" Stimmung um. Faltfiguren im überkandidelten, bunten und kitschigen Comic-Stil machen klar, daß hier ebenso überkandidelte Action gespielt werden soll.
Meines Erachtens STÖRT etwas in puncto Zubehör nur dann, wenn es "eine andere Geschichte erzählt", als gerade gespielt wird.
Wenn ich mit bunten, knalligen, eher comic-artigen Figuren in einem düsteren, bitteren, ziemlich unhumorigen Setting spiele, dann paßt das nicht zusammen (siehe die Sundered Skies Figureflats).
Und wenn ich in einem fäntelalterlichen Setting mit meinen "unsichtbaren" Pokerkarten für Sci-Fi-Settings daher komme, dann stört bei jeder Initiative-Austeilung dessen extrem modernes Design das Einfühlen in das Fantasy-Umfeld etwas.
Nicht das Verwenden des Zubehörs an sich ist hier störend, sondern dessen GESTALTUNG. Diese ist es, die nicht zum gespielten Setting paßt. - Daß solche unpassenden Zubehörteile als störend empfunden werden, zeigt, wie STARK das Zubehör als STIMMUNGSTRÄGER wirkt.
Daß es z.B. für Savage Worlds nun Bennies mit unterschiedlichen Aufdrucken für unterschiedliche Settings gibt, daß man im SW-Spielleiterschirm unterschiedliche Setting-Illustrationen als "Gesicht" des Schirms zu den Spielern bieten kann, das alles gehört ganz stark in den Bereich "stimmungsvolles Rollenspiel".
Klar könnte man auch mit einem nüchternen tabellengefüllten Spielleiterschirm spielen und statt Bennies im Setting-Design zum Anfassen eben einfach nur eine Strichliste auf dem Charakterbogen führen, doch ginge hier VIEL Stimmung verloren.
Und diese Stimmung, die unter anderem durch die passende Wahl des Zubehörs unterstützt wird, ist augenscheinlich den Rollenspielern wichtig genug, daß es sich lohnt solche Zubehör-Produkte anzufertigen und zu verkaufen.
Ein funktionierendes Regelsystem wird durch schönes, passendes Zubehör einfach mit mehr Spielgenuß erlebt.
Aber noch so qualitativ hochwertig produziertes Zubehör kann ein nicht funktionierendes Regelsystem auch nicht mehr retten - da bleibt die Spaßbremse schon regelseitig angezogen.
Soviel zu meiner Meinung zum "störenden Zubehör".
Was meint Ihr dazu?
Stört Euch Zubehör? Generell? Oder nur bestimmte Arten?
Bei welchen Gelegenheiten fühlt Ihr Euch durch Zubehör gestört?
Wie müßte das IDEALE ZUBEHÖR sein, daß es nicht nur nicht stört, sondern für Euch einen GEWINN für das Spiel darstellt?