Pathfinder Pathfinder-Spielleiter: Wie habt ihr das Spielleiten erlernt?

Dieses Thema im Forum "Dungeons & Dragons, d20 und Pathfinder" wurde erstellt von Guennarr, 26. Mai 2012.

  1. Guennarr

    Guennarr Pathfinder-Fan

    Hi zusammen,

    ich bin wie wahrscheinlich viele andere Spielleiter im Do-it-yourself-Verfahren zum Spielleiter geworden. Ich begann mit AD&D 2nd ed. und arbeitete mich von dort bis 3.5 durch die Editionen.

    Inzwischen gibt es für jedes System eigene Bände, die hoffnungsvollen Spielleitern die theoretische Basis vermitteln (Spielertypen, Abenteuertypen, technische Aspekte für Abenteuerdesign usw.), in meinen Anfangszeiten gab es eigentlich nur die "Dungeoncraft"-Kolumnen und irgendwann fand ich dann mal Robin D. Laws "Spielleiterbibel".

    Wie sieht das bei euch aus?
    Wie lange leitet ihr schon Rollenspiele? Wie lange Pathfinder?

    Und wie während eurer Spielleiter-Zeit habt ihr das meiste über Spielleiten gelernt?

    Ich bin schon neugierig auf eure Antworten.

    LG
    G.
     
  2. Infernal Teddy

    Infernal Teddy mag Caninchen

    1.) Hmmm... ich leite schon seid 1991, und gelernt habe ich hauptsächlich durch "learning by doing", durch abgucken bei anderen und durch die Spielleitertipps in Regelwerken und im Dragon.Wobei ich in den letzten fünf jahren fast so viel gelernt habe wie in den langen jahren zuvor, das internet ist ne tolle sache.

    2.) Seid mit Ulisses das GRW als Reziexemplar hat zukommen lassen, immer mal wieder ab und an, je nachdem.
     
  3. Greifenklaue

    Greifenklaue Erstgeborener

    Bei mir zum einen auch Learning by doing. Neben dem Spielleiten find ich auch das spielen wichtig, entweder um sich dort Tricks abzuschauen oder auch, wie man es selbst nicht machen will.

    Das Internet hat mir dann aber auch sehr gerholfen, meinen eigenen Geschmack stärker auszuformulieren, allein weil es nicht immer die selben 20 Personen* (Ich habe in einigen unterschiedlichen Gruppen gespielt) sind, die einem Feedback geben. Insbesondere die ARS-Diskussion hat mir da sehr geholfen.

    Achso, die Eckdaten: Pathfinder seit Erscheinen (gespielt, geleitet erst mit der deutschen Version), anfangs mit beta, Rollenspiel seit fast 30 Jahren, DnD (anfangs AD&D 2nd) etwa 25 Jahre.
     
  4. Valsharoon

    Valsharoon Der Sensenmann, glaub ich?!

    Moin Moin,

    ich hab das Spielleiten auch per Do it your self erlernt. Immer mal wieder was neues
    ausprobieren hilft auch. (Durch Fehler lernt man ;)).
    Bei anderen SL abschaun ist manchmal auch ganz hilfreich. Und ich kann auch nur
    bestätigen, das Internet ist ne große Hilfe !

    Ich spiel nun schon fast 21 Jahre und Pathfinder seit Erscheinen. Hab auch mit
    AD&D 2nd. angefangen.

    Gruß
    Valli
     
  5. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    Leite gerade erst 11 Jahre und bin mit AD&D 2nd als Spieler eingestiegen.
    Also ich habe am meisten durch abgucken und Feedbacks der Spieler gelernt und eben durch selbst reflektion danach.
    Ich muss sagen, dass ich durch das Internet weniger profitiert habe als die anderen aber ja do it yourself ist denke ich der einzige weg es gescheit zu lernen ^^
     
  6. Ace_van_Acer

    Ace_van_Acer Zombie Schauspieler

    Ich habe von anfang an geleitet, aber auch bei vielen anderen Spielleitern gespielt. Von dennen habe ich dann das übernommen und auf meinen eigenen Stil angewendet, was ich gut fand und das "schlechte" versucht zu vermeiden.
     
  7. Infernal Teddy

    Infernal Teddy mag Caninchen

    Man mag mir die Frage nachsehen, aber was hat das thema eigentlich explizit mit Pathfinder zu tun?
     
  8. Altansar

    Altansar Die Dämonische Kuh des Grauens

    Das ist eine gute Frage, sollte sowas nicht eigentlich im allgemeinen Teil stehen?
     
  9. Guennarr

    Guennarr Pathfinder-Fan

    Mich interessiert das explizit fuer Pathfinder, bei dem der SL ja nicht nur das Gruppengeschehen, sondern auch die relativ komplexen Regeln im Auge behalten muss. Gerade beim Ausapielen von Begegnungen und beim "Improvisieren" kann das etwas fordernder als bei regelleichteren Systemen sein.
    Sorry, wenn das aus dem Startposting nicht deutlich genug hervorging.

    LG
    G.
     
  10. Infernal Teddy

    Infernal Teddy mag Caninchen

    Das ist aber nix Pathfinder-spezifisches.
     
  11. La Cipolla

    La Cipolla Gott

    Ich sags mal für D&D: Trial'n'Error mit wahnsinnig viel Error. Eigentlich nur Error ... und Sturheit. xD

    Schöne Episoden wie Speichermogrys (ja, wir kommen von der Weaboo-Schiene) und tausende EP für einzelne Monster auf Stufe 1. Spieler, denen irgendwann auffällt, dass ihr Kleriker eigentlich schon drei neue Grade (! nicht Zauber !) erlernt haben sollte. Völliges Ignorieren von essentiellen Regeln. Jahrelanges Spielen nur mit dem Spielerhandbuch, ausschließlich mit On-the-Spot-Monstern, magischen Items und natürlich ohne SL-Buch.

    War eine harte Schule, aber wir hatten Spaß. :3
     
  12. Guennarr

    Guennarr Pathfinder-Fan

    @ Alle: Danke für euer Feedback!
    Wir scheinen alle ungefähr einer "Generation" von D&D-lern anzugehören, die noch überwiegend im Selbstversuch (oder in glücklicheren Fällen durch Zuschauen) das Spielleiten erlernten.

    Ich bin auf das Thema gekommen, weil mir jüngst auffiel, dass es inzwischen für nahezu jedes System wirklich schön geschriebene SL-Bände gibt, die tatsächlich ausschließlich gutes Spielleiten erklären.
    Bis hin zu D&D 3.5 waren SL-Bände ja doch meist entweder Überschusshalde all dessen, was in das SHB nicht hineinpasste oder enthielten die eher technischen Aspekte des Spielleitens.
    Wir hatten übrigens bei AD&D 2e alle drei Grundbände, allerdings haben auch wir einige Regeln einfach ignoriert. Es ging ja auch so. ;)

    @ Teddy: Du kannst ja gerne in einem anderen Bereich einen entsprechenden Thread aufmachen. Mich interessiert das Thema nur im D&D-/ PF-Zusammenhang.

    LG
    G.
     
  13. Infernal Teddy

    Infernal Teddy mag Caninchen

    Wie habe ich Pathfinder leiuten gelernt? Durch das vorherige leiten von D&D3.5 ;)
     
  14. Nirari

    Nirari Autarkis

    Ich habe grundsätzlich mit SL 19.. ich glaube 94 angefangen. Das erste Spiel war Sturmbringer, sehr kurz darauf folgte Vampire die Maskerade. Gespielt habe ich davor SR.

    Joa, wie habw ich es gelernt? Versuch und Irrtum. Feedback durch spieler (mit ca. 14, 15 war man nicht so diplomatisch). Aber ich hatte eben immer das Glück das die Leute auch zocken wollten. So hatte ich ein kritisches, aber wohlwollendes Umfeld um mich zu entwickeln.

    Mittlerweile ist einfach viel (vielleicht manchmal zuviel) Routine drinn. Pathfinder ist ja nun sehr viel komplexer als vampire (auch mit den Spielplänen). Da habe ich am Anfang viel, viel, viel Kämpfe geleitet um das reinzukriegen. Wir haben eine gruppe mit der langsamsten Aufstiegstabelle bis zur ca. 17 Stufe hochgeschlachtet, dann war es drinn. Die Gruppe wird nicht mehr bespielt und wir haben es auch am Anfang nicht soo ernst genommen. Das merkte man daran, das Monster sich nach einem Kampf oft in Kupfermünzen aufgelöst haben, oder Items gedropt haben (halt wie in so ganz alten pc-Spielen). Aber zum reinkommen war es okay und wir hatten viel Spaß haben viel gelacht. Da könnte ich jetzt viel schreiben, was jetzt dämlich klingt aber damals total witzig war. Na ja.

    Als viel regeltechnisches Zeug am Anfang, alles nicht so ernst nehmen so habe die PF- Regeln in etwa gelernt. Ich würde heute immer noch nicht sagen das ich sie perfekt kann, jeder durchschnittliche Powergamer- Regelfuchs würde mir wahscheinlich was vormachen, aber wenn es unausgeglichen wird kann man ja nachlesen, nachregeln etc. Geschichten habe ich ja schon früher geschrieben, jetzt sind sie halt sehr viel heldenhafter als in Vampire die Maskerade. Aber es macht Spaß, die Jungs gut aussehen zu lassen.

    Den Text den ich früher ganz oft gegenüber den Spielern als Nsc sagen musste "Nein! Nein, bitte.. Nein!! Nicht..Aahh..." sage ich jetzt zwar immer noch häufig, nur das jetzt die SC kommen um den NSC zu retten.
     
  15. Guennarr

    Guennarr Pathfinder-Fan

    Interessant ist, dass inzwischen so viele Spieler und SL ihre erste "RSP-Sozialisation" am PC erlebt haben und ihre PC-Erlebnisse auf die Pen&Paper-Regeln übertragen. Denn historisch gesehen basieren die Computer-RSP ja alle auf Pen&Paper und die Entwickler sind die ersten, die das zugeben. Siehe hier und hier ("in memoriam...").

    Wie du schreibst, kommt da am ehesten das freie Rollenspiel mit SC/ NSC zu kurz, weil das von Computerspielen in dieser Form noch am wenigsten beherrscht wird.

    LG
    G.
     
  16. Andreas_MS

    Andreas_MS Tavernenlurker

    Angefangen mit D&D 3.5, nachdem ich jahrelang Spieler in anderen Regelsystemen war. Regelbände zugelegt, durchgelesen und zum Glück in der Runde 2 regelerfahrene Spieler gehabt. So war es dann "Präsentation des Abenteuers" und die Regeln durch Nachfragen, versuch und Irrtum gelernt. Letztes Jahrsind wir dann auf PF umgestiegen, Hauptgrund war die Verfügbarkeit der Regelwerk, dazu noch auf Deutsch. Die Umstellung war eigentlich recht einfach. Klar gibt's immer wieder mal Diskussionen. Weiterbildung erfolgt durch "Foren lesen und beteiligen". Zusätzlich stelle ich mal wieder fest, das es wirklch hilft wenn man sich mit vorgefertigtem Material auseinandersetzt. Also nicht einfach nur den NSC nehmen, sondern ruhig den Stat-Block dadurch zu pimpen, das man Fertigkeiten, Talente und Sprüche im Langtext dazu packt.
    SL Bücher gibt es glaube ich auch deshalb, weil sich Rollenspiel mehr auf ROLLENSPIEL" und weg von Hack und Slay entwickelt hat, dazu sind die Regeln komplexer geworden.

    Das mit den Computerrollenspielern stelle ich auch fest, ist manchmal etwas mühsam...
     
  17. Ouly

    Ouly Halbgott


    So einer bin auch ich. Ich spiele jetzt seit knapp 2 Monaten mit einigen Freunden Pathfinder als mein erstes P&P.
    Das erste mal von dieser Art von Spiel habe ich glaube ich gehört, als das Computerspiel "Neverwinter Nights" erschienen ist, welches auf einer Version (und auch Welt, meine ich) von D&D basiert. Da es mir in den letzten Jahren bei Spielen immer mehr um die Geschichten ging und auch meine Begeisterung für Brettspiele gewachsen ist, habe ich dann angefangen mich mehr und mehr für die klassischen Rollenspiele (also die ohne PC) zu interessieren. Nach ein bisschen informieren bin ich dann über einen kleinen Umweg über DSA bei Pathfinder gelandet und auch hängen geblieben, hab ein paar Freunde "angefixt".

    Das Leiten lerne ich zu einem großen Teil aus diversen Forenbeiträgen und Youtube-Videos. Vor allem bei letzterem gibt es viele hilfreiche Tipps und Mutmacher für Anfänger. In den bislang vier Spielsitzungen zeigte sich dann, was ich wirklich schon verstanden habe ;)
     
    Sylandryl Sternensinger gefällt das.
  18. Guennarr

    Guennarr Pathfinder-Fan

    Die wichtigste Grundregel ist ja, dass die Spieler grundsätzlich immer etwas anderes machen als das, was der Spielleiter für richtig hält und/ oder erwartet hat. ;)

    Pathfinder ist gerade für Umsteiger von Computer-RPGs aus mehreren Gründen eine Topwahl: Es hat eine Superoptik, die schon recht nah an das heranreicht, was viele sicherlich vom PC/ der Konsole kommend erwarten. Die SC werden sehr mächtig, haben einige "Powers" (anders als bei manchem "realistischeren" RPG), was auch recht nah an den Computerspielen dran ist. Zuguterletzt basiert Pathfinder auf D&D 3.5, das wiederum den Regelunterbau z.B. für Neverwinter Nights bildete. ;) Neverwinter Nights spielt im Setting der Vergessenen Reiche (englisch: Forgotten Realms), für die gerade zu D&D-3.5-Zeiten sehr viele Settingbände erschienen. Da Pathfinder sowohl auf deutsch, als auch auf englisch unverkennbar auf 3.5 basiert, kannst du diese Settingbände bei Interesse mit wenig zusätzlicher Arbeit für Pathfinder verwenden. Achtung: Ältere Auflagen (AD&D) und neuere (D&D 4e) haben sich deutlicher unterscheidende Regelmechanismen und sind nicht so leicht mit Pathfinder verwendbar (es sei denn, es geht dir rein um die Beschreibungen und Spielwerte sind für dich nicht so wichtig).

    Spielleiterempfehlungen: Da habe ich zwei Bände.
    1. Das Spielleiterhandbuch für Pathfinder, das gerade für absolute Neueinsteiger in dem "Job" einige sehr wichtige Tipps hat. Da gehts nicht nur um die Wahl des Ortes, Vorbereitung der Abenteuer etc., sondern sehr stark auch um bestimmte Spielstile und v.a. Spielertypen. Wenn du verstehst, wie deine Spieler ticken und welchen Spieltyp sie favorisieren, hast du schon viele potenzielle Konfliktherde vermieden. Außerdem enthält der Band noch ein paar praktische weitere Regeln und ein sehr praktisches NSC-Arsenal, mit dem du sehr schnell ein paar passende Gegner oder "Statisten" für Begegnungen aus dem Ärmel schütteln kannst.
    2. Ein allgemeiner Infoband für Spielleiter, der nicht auf Pathfinder bezogen ist, aber noch umfassenderd das richtige Vorgehen für Spielleiter beschreibt, ist Robin D. Laws Band "Gutes Spielleiten" von Pegasus Press.

    LG
    Günther
     
  19. Ouly

    Ouly Halbgott

    Danke für die Tipps Günther!
    Das Spielleiterhandbuch habe ich mir bei meinem letzten besuch im örtliche Hobbyladen mitgenommen (eigentlich wollte ich nur zwei Leuten aus meiner Gruppe mal den Laden zeigen, so kann es gehen |D). Steht wirklich viel cooles Zeug drin, von dem ich bislang noch nichts dem Praxistest unterziehen konnte.
    Den zweiten Buchtipp werde ich mir mal angucken, wenn ich wieder ein bisschen mehr Geld über habe.
     
  20. Niedertracht

    Niedertracht Lebensretter

    Seit ca. 18 Jahren.

    Try-and-error. Wenn ich mir heute überlege, wie ich anfangs geleitet habe, ist das genau das, was ich heute verteufel: feste Schienbahnen, keine Improvisation, Spielleiter-vs-Spieler-Denken usw.

    Mit der Zeit lernt man aber, daß das nicht für jeden der ideale Weg ist - auch nicht für einen selbst als Spielleiter. Ich habe meine ganze Art und Weise in den Jahren komplett geändert.

    Dann kamen mit der Zeit auch die Erfahrungen hinzu, wenn man sein eigenes Rollenspiel-Umfeld verlassen hat und andere Spielleiter erlebt hat.

    Und eigentlich lerne ich auch noch heute mit jedem Mal Spielleiten wieder etwas hinzu. Manchmal unbewußt, manchmal ganz bewußt.
     
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