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Cyberpunk RED Orientalismus im Cyberpunk?

Hoffentlich richtig eingeordnet...

Wollte mal wieder was posten was (hoffentlich) zum Denken anregt!


Also die Idee das 2077 noch japanische Firmen existieren die Amerika schaden wollen ist schon etwas paranoid und das Saburo seine Familie auf die Samurai zurückverfolgen kann ist zwar cool, aber doch auch klischeehaft. Vielleicht könnte man es besser machen, wenn man einen japanischen CEO einführt, der sich von ganz Unten hochgearbeitet hat...oder aus der Mittelklasse kommt.
 

Zornhau

Freßt NAPALM!
Cyberpunk ist seit Ende der 1980er-Jahre TOT.
Was man auch bei Cyberpunk 2077 serviert bekommt, ist eine Art "Retro-Science-Fiction", in der die Sichtweisen und Ängste der 80er, gerade damals mit den allmächtigen, allgegenwärtigen japanischen Konzernen, als eines von vielen, vielen weiteren, komplett veralteten Versatzstücken verwendet werden.

Will man eine "realistischere" oder zumindest glaubwürdigere Near-Future-Science-Fiction-Geschichtsfortschreibung sehen, dann wäre meine Empfehlung Infinity RPG, nur ist das KEIN "CyberPUNK", sondern Cyberware und Augmented Reality sind dort von allen akzeptierte, erschwingliche und verbreitete Alltagstechnik. Das Infinity-Setting ist nicht deprimierend, sondern eine eher positive "Post-Scarcety"-Gesellschaft.
Und die große "Gelbe Gefahr" dort ist die Nachfolge eines massiv expansiven Chinas, das allerlei andere asiatische Nationen "geschluckt" hat.
Das entspricht heutigen (begründeten) Ängsten und Befindlichkeiten.

Mit Orientalismus hat jedoch weder Cyberpunk in den 80ern, noch heutige Settings, in denen Ost-Asiaten auftauchen, etwas zu tun.
"Orientalismus"-Vorwürfe benutzen nur Polit-Aktivisten, die eine rassistische Ideologie (die Critical Race Theorie) verbreiten wollen.
Das sollte zum Denken anregen, denn diese Leute sind wirklich erschreckend fanatische RASSISTEN.
 
Cyberpunk ist seit Ende der 1980er-Jahre TOT.
Was man auch bei Cyberpunk 2077 serviert bekommt, ist eine Art "Retro-Science-Fiction", in der die Sichtweisen und Ängste der 80er, gerade damals mit den allmächtigen, allgegenwärtigen japanischen Konzernen, als eines von vielen, vielen weiteren, komplett veralteten Versatzstücken verwendet werden.

Will man eine "realistischere" oder zumindest glaubwürdigere Near-Future-Science-Fiction-Geschichtsfortschreibung sehen, dann wäre meine Empfehlung Infinity RPG, nur ist das KEIN "CyberPUNK", sondern Cyberware und Augmented Reality sind dort von allen akzeptierte, erschwingliche und verbreitete Alltagstechnik. Das Infinity-Setting ist nicht deprimierend, sondern eine eher positive "Post-Scarcety"-Gesellschaft.
Und die große "Gelbe Gefahr" dort ist die Nachfolge eines massiv expansiven Chinas, das allerlei andere asiatische Nationen "geschluckt" hat.
Das entspricht heutigen (begründeten) Ängsten und Befindlichkeiten.

Mit Orientalismus hat jedoch weder Cyberpunk in den 80ern, noch heutige Settings, in denen Ost-Asiaten auftauchen, etwas zu tun.
"Orientalismus"-Vorwürfe benutzen nur Polit-Aktivisten, die eine rassistische Ideologie (die Critical Race Theorie) verbreiten wollen.
Das sollte zum Denken anregen, denn diese Leute sind wirklich erschreckend fanatische RASSISTEN.
Alter, ich weiß nicht welchen Schund du dir reinziehst, aber CRT ist nicht rassistisch. Traurig, dass es die Ansicht auch in Deutschland gibt, gehört eigentlich eher zu paranoiden Konservativen. Informier dich mal richtig bei unvoreingenommen Quellen.

China seh ich auch als den logischen Nachfolger der Japaner im (Post) Cyberpunk... Aber die Ansicht das Cyberpunk tot is, grade jetzt beim sehr erfolgreichen 2077 is irgendwie schon doof.
 
So ein Hate gegen Anti Rassisten ist nicht neu. Martin Luther King hat man auch Anti weiß und nen radikalen Marxisten genannt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Shub-Schumann

Master (of Desaster)
CRT ist leider leicht angreifbar, was meiner Ansicht nach an mindestens drei Punkten liegt:
  1. Im Umfeld von CRT gibt es einige intelektuelle Leichtgewichte (Kendi) und Scharlatane (diAngelo), deren überspannte aber gut lesbare Literatur zum Thema zu viele offene Flanken bietet, die die ernsthafte CRT so nie geboten hätte.
  2. Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs "Rassismus" sollte klar sein. CRT verwendet den Begriff "Rassismus", hat ihn aber umgedeutet und breiter gemacht - und das nicht einmal sonderlich konsequent:
    • Zum einen gibt es die Bedeutung "Handeln ist dann rassistisch, wenn es rassistische Ergebnisse hat". Unter der Prämisse wäre das kaufen eines T-Shirts, dass in einem Sweat-Shop in Bangladesh gefertigt wurde, rassistisch. Hier den Begriff "Rassismus" zu verwenden, ist kontraproduktiv, da diese Verwendung eine Mehrheit, die nicht rassistisch sein will, in einen Abwehrkampf gegen den Vorwurf zwingt. Ergebnis: Man produziert Gegner der CRT, die auch Verbündete hätten sein können, UND man tut nichts gegen Sweat-Shops.
    • Zum zweiten gibt es eine neue Bedeutung des Begriffs, der behauptet, nur zusammen mit Macht könnten Vorurteile als Rassismus bezeichnet werden, Mitglieder marginalisierter Gruppen könnten also gar nicht rassistisch sein.
  3. CRT ist in der Analyse sehr amerikanisch, behauptet aber gerne, die Welt erklären zu können. Und spätestens wenn man lesen muss, dass man den Nahostkonflikt ganz einfach versteht, wenn man ihn nur unter CRT-Gesichtspunkten betrachtet (Israel = Opressor, Gaza = Oppressed), erkennt man die Grenzen, die die für die USA sicher sehr fruchtbare CRT dann doch hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
CRT ist leider leicht angreifbar, was meiner Ansicht nach an mindestens drei Punkten liegt:
  1. Im Umfeld von CRT gibt es einige intelektuelle Leichtgewichte (Kendi) und Scharlatane (diAngelo), deren überspannte aber gut lesbare Literatur zum Thema zu viele offene Flanken bietet, die die ernsthafte CRT so nie geboten hätte.
  2. Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs "Rassismus" sollte klar sein. CRT verwendet den Begriff "Rassismus", hat ihn aber umgedeutet und breiter gemacht - und das nicht einmal sonderlich konsequent:
    • Zum einen gibt es die Bedeutung "Handeln ist dann rassistisch, wenn es rassistische Ergebnisse hat". Unter der Prämisse wäre das kaufen eines T-Shirts, dass in einem Sweat-Shop in Bangladesh gefertigt wurde, rassistisch. Hier den Begriff "Rassismus" zu verwende ist kontraproduktiv, da diese Verwendung eine Mehrheit, die nicht rassistisch sein will, in einen Abwehrkampf gegen den Vorwurf zwingt. Ergebnis: Man produziert Gegner der CRT, die auch Verbündete hätten sein können UND man tut nichts gegen Sweat-Shops.
    • Zum zweiten gibt es eine neue Bedeutung des Begriffs der behauptet, nur zusammen mit Macht könnten Vorurteile als Rassismus bezeichnet werden, Mitglieder marginalisierter Gruppen könnten also gar nicht rassistisch sein.
  3. CRT ist in der Analyse sehr amerikanisch, behauptet aber gerne, die Welt erklären zu können. Und spätestens wenn man lesen muss, dass man den Nahostkonflikt ganz einfach versteht, wenn man ihn nur unter CRT-Gesichtspunkten betrachtet (Israel = Opressor, Gaza = Oppressed), erkennt man die Grenzen, die die für die USA sicher sehr fruchtbare CRT dann doch hat.

Stimmt wohl :( Was sagst du zu dem Video?
 

Shub-Schumann

Master (of Desaster)
Da das Spiel '80er sein will (inklusive der Vorurteile) und darüber hinaus im Fall Japan der Begriff Orientalismus nicht wirklich anwendbar ist, weiß ich nicht genau, wo der Aufreger ist.
Man sollte wissen, wo die Stereotypen sitzen, man muss sich aber nicht grundsätzlich und immer dekonstruieren. Und dass dieses Spiel angetreten ist, um Stereotype zu genießen, war doch von vorneherein klar.
 
Da das Spiel '80er sein will (inklusive der Vorurteile) und darüber hinaus im Fall Japan der Begriff Orientalismus nicht wirklich anwendbar ist, weiß ich nicht genau, wo der Aufreger ist.
Man sollte wissen, wo die Stereotypen sitzen, man muss sich aber nicht grundsätzlich und immer dekonstruieren. Und dass dieses Spiel angetreten ist, um Stereotype zu genießen, war doch von vorneherein klar.
Man kann ja auch Cyberpunk machen ohne krampfhaft jedes Klischee aufzugreifen. Antiamerikanismus unter Japanern ist halt echt schon hart.
 
Zuletzt bearbeitet:

Shub-Schumann

Master (of Desaster)
Keine Frage, das wollte das Spiel aber nicht. Es wollte sich anfühlen wie ein Mischung aus Blade Runner, Neuromancer, Black Rain und Cyberpunk2020. Das kann man insgesamt für 'ne blöde Idee halten, aber man kann ihnen die Umsetzung nicht vorwerfen.
Ich glaube, die wussten genau was sie taten.
 
Keine Frage, das wollte das Spiel aber nicht. Es wollte sich anfühlen wie ein Mischung aus Blade Runner, Neuromancer, Black Rain und Cyberpunk2020. Das kann man insgesamt für 'ne blöde Idee halten, aber man kann ihnen die Umsetzung nicht vorwerfen.
Ich glaube, die wussten genau was sie taten.

Vermutlich schon. Was ist Black Rain? Sagt mir als Einziges nichts.
 
Saburo seine Familie auf die Samurai zurückverfolgen kann ist zwar cool, aber doch auch klischeehaft.
 
Du sagtest, es wäre ein Klischee. Ein Klischee wäre es jedoch nur, wenn es in der Realität nicht vorkäme. Du glaubst nicht wie stark der Feudalismus noch in unsere Zeit hineinwirkt. Musst Dir nur mal die alten Herrschaftshäuser und Erblinien anschauen.
 
Du sagtest, es wäre ein Klischee. Ein Klischee wäre es jedoch nur, wenn es in der Realität nicht vorkäme. Du glaubst nicht wie stark der Feudalismus noch in unsere Zeit hineinwirkt. Musst Dir nur mal die alten Herrschaftshäuser und Erblinien anschauen.

Wirklich? Ich find Japan und Samurai ist ein Klischee, auch wenn es bestimmt Familien gibt die mal Samurai waren.
 
Die Samurai waren wie hier die Ritter die Vorgänger der Beamten. Glaube mir, die Japaner sehnen sich sogar nach dem alten Ehrenkodex und fanden ihn vor allem in Yakuzafilmen.
 
Die Samurai waren wie hier die Ritter die Vorgänger der Beamten. Glaube mir, die Japaner sehnen sich sogar nach dem alten Ehrenkodex und fanden ihn vor allem in Yakuzafilmen.
Uh huh. Jedenfalls Klischees gibt's auch im echten Leben. Der dumme US Südstaatler mit Civil War Nostalgie ist auch ein Klischee, aber es gibt ihn bestimmt.

Sind Yakuza nicht eher die Gegner der Samurai gewesen? Ich find deinen Post schon fast problematisch...
 
"Die Yakuza berufen sich auf eine Abstammung von den Glücksspielsyndikaten (博徒, bakuto) der Edo-Periode (etwa 1600 bis 1868). Die damaligen Yakuza bestanden fast ausnahmslos aus Menschen von „niederer Geburt“, also Angehörigen der Stände der Bauern und Handwerker, hauptsächlich jedoch der Kaufleute. Hatte man als solcher sein Land oder Geschäft durch Glücksspiel, Naturkatastrophen oder plündernde Rōnin verloren oder kam als Flüchtling vor Unruhen oder Strafverfolgung mittellos in eine neue Stadt, blieb einem nicht viel anderes übrig, als bei der Yakuza anzufragen. Diese gab einem dann eine Unterkunft und Arbeit; nicht selten zogen allein Geborgenheit innerhalb der Familienstruktur sowie Abenteuerlust und Hoffnung auf Respekt und Anerkennung unter der ländlichen Bevölkerung auch Freiwillige in die Dienste der Yakuza. Alle Polizeikräfte dagegen kamen damals aus dem Stand der Samurai, die durch die so genannte pax Tokugawa keine kriegerische Beschäftigung mehr hatten und sich auf den Schutz der öffentlichen Sicherheit konzentrierten. So entstand oft ein spannungsgeladenes Verhältnis zwischen den beiden Parteien, und die Yakuza wurden oft von den bushi als Möchtegern-Samurai ohne Ehrung des Bushidō herablassend behandelt. Trotzdem war ein Interessenkonflikt nicht unvermeidbar, und die Radikalität der verschiedenen kumi unterschied sich von Ort zu Ort stark, so gab es auch in wenigen Fällen Kooperation zwischen den beiden Gruppierungen, wenn es um Gemeindepolitik und um Anliegen der Bürger ging. Die Yakuza leitet daraus ein Robin-Hood-Image ab.[11]"

Von Wiki. Die Yakuza sehen sich also als Gegner der Samurai Kaste und Verteidiger des" kleinen Mannes".
 

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