Nervige (Regel-)Diskussionen am Spieltisch

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Eigentlich immer offen. Dan hat der Spieler nicht das Gefühl ech nichts machen zu können, sondern weiß ganz genau was Sache ist und warum die Dinge nicht geklappt haben. Aber das ist sicher Geschmackssache.
 
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Naja aber wenn ich beim lockeren Rumlaufen auf nem Waldweg nen Sinneswurf fordere ist doch jegliche Überraschung flöten gegangen. Das mach ich doch lieber hinterm Schirm und teile dem Spieler der etwas bemerkt mit was er gesehen hat. Sonst weiß doch jeder Spieler sofort das entweder etwas passieren wird, oder sie etwas übersehen haben...

Also mein Geschmack ist das nicht ;)
 
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Dagegen hilft ab und an einfach mal so ein Wurf bei dem dann nichts entdeckt wird. Dann wissen die Spieler nie, wann wirklich was da ist, aber man hat halt im Fall einen Würf der dem Spieler auch bekannt ist und nachvollzogen werden kann.
Ich sag grundsätzlich immer wenn z.B. was gesucht wird ne probe an, ob sie Spieler jetzt was da finden können oder nicht. Wenn sie hoch würfeln, dann wissen sowohl Sieler als auch Charakter (man sollte irgendwann ja schon merken, wenn man wo gut drin war) dass da wohl nichts ist, bei niedrigen Würfen ist es dann eben beiden unklar.
 
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Naja Sinneswürfe macht man, SL, doch immer hinterm Schirm, da muß ich ja nur mal ein paar Würfel rollen und kann immer noch sagen "Der Dieb war zu leise...". Oder macht ihr Sinneswürfe offen?

Alles die Frage danach, wie man es verpackt.
Falls man mittendrin einfach so mal eine Sinnenschärfe-Probe verlangte und die TaP* nicht ausreichten, kann man sich kurz vorher noch immer überlegen, was dewr Spieler da denn gerade wahrnimmt.
"Du siehst nur noch den Büschel eines Kleintiers im Gebüsch verstecken und bist dir sicher, dass es dort vorher eine Zeitlang ruhig saß."

Sofort kommen Rufe nach "das ist bestimmt ein Vertrauter" oder so auf und dabei hat der SC eigentlich nur nicht den ihn beobachtenden Waldschrat zwei Schritt links von ihm bemerkt. ;)
 
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Ich bin da einwenig anderer Meinung. Ich lasse jemanden, dessen Char schläft, nicht würfeln, ob er etwas merkt oder nicht. Das mache ich nicht in unbedeutenden Szenen und das mache ich nicht in bedeutenden Szenen für den Plot.
Erstens finde ich, dass man nicht alles über die Würfel entscheiden muss und vor allem ist es ja nicht so, dass ich nie würfel oder immer nur dann nicht würfel, wenn es mir in die Geschichte passt oder ich den Helden eins auswischen möchte.
Auch kann ich nicht verstehen, wieso sich der Spieler aufregen sollte, weil ich ihm in dieser Situation nicht die Möglichkeit gegeben habe, doch noch einzugreifen. Wenn ich schlafe und man mir währendessen meine Bude leer räumt, dann werde ich am nächsten Morgen auch nicht darüber schimpfen, dass mich niemand geweckt hat, sondern darüber, dass das weg ist, was vorher noch in meiner Bude war.
Und der beleidigte Spieler hat auch keine Würfelprobe gefordert und er fand es nicht unfair, dass ich über seinem Kopf hinweg entschieden habe, sondern er war der Meinung, dass meine Meinung falsch war. Er war der Meinung, man wacht aufjedenfall auf! Ich war anderer Meinung.

Als SL lenkt man nun mal die Geschichte, auch wenn man natürlich drauf achten muss, wie stark und wie sichtbar man eingreift. Wenn ich hier schon die Würfel auspacken muss, dann muss ich das doch beinahe in jeder Situation tun. Der Held war nun mal tierisch müde, er hatte einen anstrengenden Tag hinter sich, hat einwenig viel Alkohol getrunken und dann schläft er halt - und er schläft tief.

In unserer Gruppe macht es auch der andere Leiter so, dass letztens ein Char, als er Wache hielt, einschlief - dies natürlich nach gescheiterter Selbstbeherrschungsprobe - und als wir aufwachten, waren unsere Sachen durcheinandergewühlt und es fehlte auch etwas. Dann ist es halt so, mein Char hat geschlafen und wenn er schläft, dann schläft er, dann entscheidet er nicht, ob er doch lauscht oder spinzelt, er schläft.

Auch mag ich es nicht offensichtlich zu würfeln. Denn auch wenn man den Trick anwendet und ab und zu mal halt Nichtigkeiten einbaut, so ist dies auch irgendwann abgelutscht. Wenn man verdeckt würfelt, kann man auch den Trick anwenden, man kann es aber auch spannender und dramatischer machen, in dem nun der Held sich beobachtet fühlt, nach links schaut und wirklich zwei leuchtende Augenpaare erkennt. - so er hatte die Gefahreninstinkt-Probe geschafft und hat es früh genug bemerkt. Das kann der SL in diesem Fall schön ausbauen und dies ungestört, durch einen Spieler, der die Würfel klimpern lässt und auf einen Erfolg hofft.

Durch das... ( Der Wald ist unheimlich und du gehst vorsichtig, Schritt für Schritt - mach mal ne' Gefahreninstinkt Probe - *würfel, würfel...* "Oh, ja ... cool... eine Eins... ne 10... mhm geschafft" Du gehst also Schritt für Schritt vorsichtig durch den Wald und achtest auf all deine Bewegungen, sowie auf das, was um dich herum passiert, als du plötzlich zwei Augenpaare erblickst, die dich leuchtend aus dem Gebüsch anblicken.)... macht es eine schöne Situation kaputt, mE.

Da kann man es so spannend schildern, wie man möchte, es gibt einen Bruch.

Entschuldigt, dass ich meine Meinung hier so breit getreten habe, doch wenn ich einmal im Schreibfluss bin, höre ich nicht so schnell auf. ;)
 
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Da hast du wohl vergessen uns alle Begleitumstände zu schildern. Diese Alkoholsache zum Beispiel. wenn jemand volltrunken seinen Rausch ausschläft, hätte ich auch keine Probe angeordnet. Das man da tief schläft ist ja irgendwie logisch...
 
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Ich bin da einwenig anderer Meinung. Ich lasse jemanden, dessen Char schläft, nicht würfeln, ob er etwas merkt oder nicht. Das mache ich nicht in unbedeutenden Szenen und das mache ich nicht in bedeutenden Szenen für den Plot.
Erstens finde ich, dass man nicht alles über die Würfel entscheiden muss und vor allem ist es ja nicht so, dass ich nie würfel oder immer nur dann nicht würfel, wenn es mir in die Geschichte passt oder ich den Helden eins auswischen möchte.
Auch kann ich nicht verstehen, wieso sich der Spieler aufregen sollte, weil ich ihm in dieser Situation nicht die Möglichkeit gegeben habe, doch noch einzugreifen. Wenn ich schlafe und man mir währendessen meine Bude leer räumt, dann werde ich am nächsten Morgen auch nicht darüber schimpfen, dass mich niemand geweckt hat, sondern darüber, dass das weg ist, was vorher noch in meiner Bude war.
Und der beleidigte Spieler hat auch keine Würfelprobe gefordert und er fand es nicht unfair, dass ich über seinem Kopf hinweg entschieden habe, sondern er war der Meinung, dass meine Meinung falsch war. Er war der Meinung, man wacht aufjedenfall auf! Ich war anderer Meinung.

Als SL lenkt man nun mal die Geschichte, auch wenn man natürlich drauf achten muss, wie stark und wie sichtbar man eingreift. Wenn ich hier schon die Würfel auspacken muss, dann muss ich das doch beinahe in jeder Situation tun. Der Held war nun mal tierisch müde, er hatte einen anstrengenden Tag hinter sich, hat einwenig viel Alkohol getrunken und dann schläft er halt - und er schläft tief.

In unserer Gruppe macht es auch der andere Leiter so, dass letztens ein Char, als er Wache hielt, einschlief - dies natürlich nach gescheiterter Selbstbeherrschungsprobe - und als wir aufwachten, waren unsere Sachen durcheinandergewühlt und es fehlte auch etwas. Dann ist es halt so, mein Char hat geschlafen und wenn er schläft, dann schläft er, dann entscheidet er nicht, ob er doch lauscht oder spinzelt, er schläft.

Auch mag ich es nicht offensichtlich zu würfeln. Denn auch wenn man den Trick anwendet und ab und zu mal halt Nichtigkeiten einbaut, so ist dies auch irgendwann abgelutscht. Wenn man verdeckt würfelt, kann man auch den Trick anwenden, man kann es aber auch spannender und dramatischer machen, in dem nun der Held sich beobachtet fühlt, nach links schaut und wirklich zwei leuchtende Augenpaare erkennt. - so er hatte die Gefahreninstinkt-Probe geschafft und hat es früh genug bemerkt. Das kann der SL in diesem Fall schön ausbauen und dies ungestört, durch einen Spieler, der die Würfel klimpern lässt und auf einen Erfolg hofft.

Durch das... ( Der Wald ist unheimlich und du gehst vorsichtig, Schritt für Schritt - mach mal ne' Gefahreninstinkt Probe - *würfel, würfel...* "Oh, ja ... cool... eine Eins... ne 10... mhm geschafft" Du gehst also Schritt für Schritt vorsichtig durch den Wald und achtest auf all deine Bewegungen, sowie auf das, was um dich herum passiert, als du plötzlich zwei Augenpaare erblickst, die dich leuchtend aus dem Gebüsch anblicken.)... macht es eine schöne Situation kaputt, mE.

Da kann man es so spannend schildern, wie man möchte, es gibt einen Bruch.

Entschuldigt, dass ich meine Meinung hier so breit getreten habe, doch wenn ich einmal im Schreibfluss bin, höre ich nicht so schnell auf. ;)

Wenn du wirklich so leitest, würde ich bei dir nicht spielen wollen. Ich habe meinem Charakter schließlich nicht umsonst Werte in verschiedenen Fähigkeiten gegeben. Wenn du das Ignorierst dann bescheißt du mich, ganz einfach und nichts weiter. Man kann auch eine Story erzählen ohne zu bescheißen.

Gruß

Marduk
 
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Ich bin da einwenig anderer Meinung. Ich lasse jemanden, dessen Char schläft, nicht würfeln, ob er etwas merkt oder nicht. Das mache ich nicht in unbedeutenden Szenen und das mache ich nicht in bedeutenden Szenen für den Plot.

Ich muss da Marduk absolut zustimmen.
Du hattest dem Spieler ja quasi gar nicht die Möglichkeit geben WOLLEN, eventuell etwas zu bemerken. Das ist demzufolge ein gescriptetes, unabwendbares Frustrationselement für die Spieler. Als wenn man einem Kinofilm zusieht und weniger an einer interaktiven Geschichte teilnimmt.
Klar mag man in der Realität anders handeln oder sich über andere Dinge aufregen als darüber, dass einen niemanden geweckt hat, aber Fakt ist auch, dass es eine ganze Menge Leute gibt, die einen derart flachen Schlaf haben, dass sie bei geringsten Unruhen wach werden. Und in einer Welt, in der man sogar völlig bling mit der richtigen SF (Blindkampf) gerade mal absurde -2/-2 auf seine Kampfwerte bekommt, halte ich es für noch wahrscheinlicher, dass es auch höchst aufmerksamen Recken gibt, die auch unter widrigsten Umständen noch wach werden könnten. Wie gesagt, der springende Punkt ist einfach, dass du dem Spieler nicht mal eine sonstwie horrend erschwerte Probe zugestanden hast, sondern von vornherein die Erfolglosigkeit postuliertest.
Etwas Deprimierenderes gibt es kaum für Spieler.

Als SL lenkt man nun mal die Geschichte, auch wenn man natürlich drauf achten muss, wie stark und wie sichtbar man eingreift. Wenn ich hier schon die Würfel auspacken muss, dann muss ich das doch beinahe in jeder Situation tun.

Wenn man in beinahe jeder Situation ausgeraubt wird oder sich sonstwie jemandanschleicht und man es als SC vielleicht bemerken könnte, dann ja.

Auch mag ich es nicht offensichtlich zu würfeln. Denn auch wenn man den Trick anwendet und ab und zu mal halt Nichtigkeiten einbaut, so ist dies auch irgendwann abgelutscht.

Spricht nicht gerade für deine Kreativität. Wieso sollten es denn Nichtigkeiten sein? Es wäre auch möglich, am Wegesrand plötzlich den Griff eines Schwertes im hohen Gras zu sehen und an der Klinge klebt noch Blut, o.ä.
Wenn man es als SL derart offensichtlich macht, dass es absolute Nichtigkeiten sind, liegt die Schuld am SL allein.

Durch das... ( Der Wald ist unheimlich und du gehst vorsichtig, Schritt für Schritt - mach mal ne' Gefahreninstinkt Probe - *würfel, würfel...* "Oh, ja ... cool... eine Eins... ne 10... mhm geschafft" Du gehst also Schritt für Schritt vorsichtig durch den Wald und achtest auf all deine Bewegungen, sowie auf das, was um dich herum passiert, als du plötzlich zwei Augenpaare erblickst, die dich leuchtend aus dem Gebüsch anblicken.)... macht es eine schöne Situation kaputt, mE.

Weswegen man auch zuerst die Gefahreninstinkt-Probe machen lässt und dann zu erzählen beginnt.
Und wenn man eine Etappe mit dichter Atmosphäre haben will, überlegt man sich im vornherein, dass innerhalb dessen keine Proben verlangt werden. Alles eine Frage der Kreativität.
 
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Ich muss da Marduk absolut zustimmen.
Du hattest dem Spieler ja quasi gar nicht die Möglichkeit geben WOLLEN, eventuell etwas zu bemerken. Das ist demzufolge ein gescriptetes, unabwendbares Frustrationselement für die Spieler. Als wenn man einem Kinofilm zusieht und weniger an einer interaktiven Geschichte teilnimmt.
Klar mag man in der Realität anders handeln oder sich über andere Dinge aufregen als darüber, dass einen niemanden geweckt hat, aber Fakt ist auch, dass es eine ganze Menge Leute gibt, die einen derart flachen Schlaf haben, dass sie bei geringsten Unruhen wach werden. Und in einer Welt, in der man sogar völlig bling mit der richtigen SF (Blindkampf) gerade mal absurde -2/-2 auf seine Kampfwerte bekommt, halte ich es für noch wahrscheinlicher, dass es auch höchst aufmerksamen Recken gibt, die auch unter widrigsten Umständen noch wach werden könnten. Wie gesagt, der springende Punkt ist einfach, dass du dem Spieler nicht mal eine sonstwie horrend erschwerte Probe zugestanden hast, sondern von vornherein die Erfolglosigkeit postuliertest.
Etwas Deprimierenderes gibt es kaum für Spieler.

Hmm... um ehrlich zu sein versteh ich euch da nicht ganz. Also ich verstehe schon, was ihr mir sagen wollt. ;) Doch erstens gab es halt mehr Begleitumstände, die es einfach auch argumentativ erklären lassen, dass der Schlaf tief war und andererseits empfinde ich persönlich es nicht als deprimierend, wenn ich mal nicht meine Würfel benutzen darf, solange der SL mir dafür eine Szenerie liefert, die gut erzählt und aufgebaut ist und in der ich dann natürlich auch reagieren darf/sollte. D.h. ja nicht, dass die Werte des Chars ignoriert werden, die kann der SL ja mit einfliessen lassen in seine Überlegung, ob es nun begründet ist den Char schlafen zu lassen oder ob man ihm eine Chance zum aufwachen geben sollte.



Wenn man in beinahe jeder Situation ausgeraubt wird oder sich sonstwie jemandanschleicht und man es als SC vielleicht bemerken könnte, dann ja.

Nö, nicht nur dann. Dann müßte ich auch eine "Aufwach"-Probe würfeln lassen, wenn der betrunkene Alrik sich in den Schlafsaal schleicht, um sich schlafen zu legen. Und wenn zwei Minuten später...
Ich weiß: Nein, in dem Fall soll ich doch nur würfeln lassen, wenn es für den Char wichtig ist... aber genau das nimmt meiner Meinung nach dann den Überraschungs- und Wuteffekt, den man z.B. am nächsten Morgen erlebt, wenn man merkt, dass das Zeug weg ist.



Spricht nicht gerade für deine Kreativität. Wieso sollten es denn Nichtigkeiten sein? Es wäre auch möglich, am Wegesrand plötzlich den Griff eines Schwertes im hohen Gras zu sehen und an der Klinge klebt noch Blut, o.ä.
Wenn man es als SL derart offensichtlich macht, dass es absolute Nichtigkeiten sind, liegt die Schuld am SL allein.

Ja, wenn man eine Probe würfelt und Nicht-Nichtigkeiten findet, dann weiß man, dass man Nicht-Nichtigkeiten findet. Lässt der SL immer würfeln, wenn man Nichtigkeiten finden kann, dann weiß man, dass man Nichtigkeiten finden kann. Und ist der SL so kreativ, dass er beide Fälle ganz gut mischt, dann weißt du immer noch, dass Du etwas finden konntest, es aber nicht getan hast.
Bei dieser Probe bietet es sich doch wirklich an, verdeckt zu würfeln.


Weswegen man auch zuerst die Gefahreninstinkt-Probe machen lässt und dann zu erzählen beginnt.
Und wenn man eine Etappe mit dichter Atmosphäre haben will, überlegt man sich im vornherein, dass innerhalb dessen keine Proben verlangt werden. Alles eine Frage der Kreativität.

Aber eine Szene kann sich auch sehr sehr lang hinziehen oder spontan entstehen. Ich kann doch nicht 10 Minuten vorher eine Gefahreninstinktprobe würfeln lassen. Wenn es gut läuft, dann gehen SL und Spieler so in einer Szene auf, dass die Atmosphäre wirklich zu 100% stimmt und das über längere Zeit und das unterbreche ich nur ungern, durch solche Proben wie Gefahreninstinkt. Diese Situation lässt sich doch wahrlich viel besser ausspielen, wenn der SL die Probe würfelt und es dem Spieler mitteilt, der es denn dann bemerkt oder besser sein Char und darauf reagiert.
Natürlich: Kletternproben etc. kann der Spieler selbst machen, da sieht er ja auch, ob es klappt oder nicht.

Hmm... Ich weiß nicht... irgendwie ist das aber eine Grundsatzdiskussion. Ich werde einfach mal meine DSA-Gruppe dazu befragen und vielleicht probiere ich mal so zu meistern, wie ihr es hier vorstellt. Man muss ja offen sein für alles ;) Doch ich scheine es einwenig anders zu empfinden, als ihr.

LG
 
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Wenn du so gerne leitest solltest du dich vielleicht am Engelsystem mal versuchen (System wohlgemerkt, nicht Setting). Da hat man dann gar keine störenden Würfelwürfe mehr, sondern erzählt nur noch.
Und es ist nunmal wirklich so, dass viele Spieler gerne wissen, wenn sie etwas hätten schaffen können, daher klär das auf jeden Fall ab, wie euer Stil da sein soll, sonst hast du unter Umständen ständig das Problem, dass deine Spieler sauer sind, weil du lieber ne Szene gut beschreiben wolltest.
 
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Generell bin ich ja nicht gegen das Würfeln. - Aber in beschriebenen Fällen und in Fällen von Proben, wie Gefahreninstinkt, in manchen Situationen Sinnesschärfe etc... :)

Ich werde meine neue Gruppe wirklich mal fragen, obwohl ein Mitspieler, der auch etappenweise leitet, es halt beim als Wachtposten einschlafen ebenso macht. Die Gefahreninstinktproben etc. macht er aber nach eurem System.

Das Engelsystem?

LG
 
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[...] wenn ich mal nicht meine Würfel benutzen darf, solange der SL mir dafür eine Szenerie liefert, die gut erzählt und aufgebaut ist und in der ich dann natürlich auch reagieren darf/sollte. D.h. ja nicht, dass die Werte des Chars ignoriert werden, die kann der SL ja mit einfliessen lassen in seine Überlegung, ob es nun begründet ist den Char schlafen zu lassen oder ob man ihm eine Chance zum aufwachen geben sollte.

Ich habe mich lange geweigert DSA zu spielen. Da DSA aber in Deutschland prägend für Rollenspiel (am Tisch) war und ist, kam irgendwann der Zeitpunkt an dem ich dazu duchgerungen habe das RSP zu spielen. Dazu habe ich aber erst die Gegebenheiten und Konventionen des Spiels akzeptieren müssen. Das was DarkEzechiel oben schreibt gehört mMn mit dazu.


Noch ein paar allgemeine Anmerkungen zum Thema:
Regeldiskussionen gehören nicht an den Spieltisch! Das stört und nervt vor allem die Mitspieler!
Wenn einem nicht gefällt wie der SL mit den Regeln umgeht, dann sollte man das kurz ansprechen und in einer kurzen Spielpause erörtern. (Solche Pausen von 5-10min alle 1-2h haben sich in unseren Gruppen als sehr gewinnbringend herausgestellt. Man hat Gelegenheit dem SL kurz Rückmeldung zu geben und die Konzentration ist nach der Pause auch wieder besser.) Wenn das kurze Gespräch mit dem SL kein zufriedenstellendes Ergebnis liefert, dann bespricht man sich mit dem SL irgendwann nach dem Spiel. Das kann auch ein extra Termin sein.
 
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Btr: Engelsytem. da ziehst du Karten, die Tarokarte ähneln und interpretierst die Situation je nachdem was die Karte zeigt. Man hat also nie das Problem, dass etwas nicht so läuft wie man möchte, muss aber natürlich die richtige Spieler dafür haben.
 
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andererseits empfinde ich persönlich es nicht als deprimierend, wenn ich mal nicht meine Würfel benutzen darf, solange der SL mir dafür eine Szenerie liefert, die gut erzählt und aufgebaut ist und in der ich dann natürlich auch reagieren darf/sollte. D.h. ja nicht, dass die Werte des Chars ignoriert werden, die kann der SL ja mit einfliessen lassen in seine Überlegung, ob es nun begründet ist den Char schlafen zu lassen oder ob man ihm eine Chance zum aufwachen geben sollte.
Also kurz gesagt: "Der gute Meister braucht keine Mitspieler, sondern Zuhörer!"

Aber eine Szene kann sich auch sehr sehr lang hinziehen oder spontan entstehen. Ich kann doch nicht 10 Minuten vorher eine Gefahreninstinktprobe würfeln lassen. Wenn es gut läuft, dann gehen SL und Spieler so in einer Szene auf, dass die Atmosphäre wirklich zu 100% stimmt und das über längere Zeit und das unterbreche ich nur ungern, durch solche Proben wie Gefahreninstinkt.
Stimmung kommt auf wenn gewürfelt wird ob das Monster im Dunkeln eine Sneak Attack bekommt.
 
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Was macht ihr aber eigentlich bei Systemen bei denen es auch kritische Misserfolge gibt? Wenn ein Charakter so einen kritischen Misserfolg bei einer Wissens- oder Sinnesfähigkeit würfelt, weiß er ja sofort, dass er sich auf diese Ergebnisse nicht verlassen kann. Klar ist auch dass Spielerwissen und Charakterwissen voneinander getrennt werden soll, aber das fällt den meisten doch bei so etwas äußerst schwer.

Da hat man beim verdeckten, ehrlichen Würfeln halt den Vorteil, dass sich der Spieler drauf verlässt was man ihm sagt. Dauert meistens länger bis ihm einfällt, dass es ja auch ein kritisches Misserfolg gewesen sein könnte.
 
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Ganz ehrlich? Ich denke das kommt ganz auf das Verhältniss zum Sl an.. wenn ichd as Gefühl hab ihm vertrauen zu können dann ja. Auf Cons oder bei mir unbekannten Sl's würfele ich lieber selbst.
 
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Was macht ihr aber eigentlich bei Systemen bei denen es auch kritische Misserfolge gibt? Wenn ein Charakter so einen kritischen Misserfolg bei einer Wissens- oder Sinnesfähigkeit würfelt, weiß er ja sofort, dass er sich auf diese Ergebnisse nicht verlassen kann. Klar ist auch dass Spielerwissen und Charakterwissen voneinander getrennt werden soll, aber das fällt den meisten doch bei so etwas äußerst schwer.

Da hat man beim verdeckten, ehrlichen Würfeln halt den Vorteil, dass sich der Spieler drauf verlässt was man ihm sagt. Dauert meistens länger bis ihm einfällt, dass es ja auch ein kritisches Misserfolg gewesen sein könnte.

Sag dem SC einfach die Wahrheit. Wette, er glaubt es nicht! :D

Ne, aber im Ernst. Zur Not kann man ihm ewiglanges Nachdenken ohne Erfolg zertifizieren oder was er gerade auch immer gemacht hat. Beispielsweise bei einer Bibliotheksrecherche nicht nur nicht die richtigen Bücher gefunden, sondern sich in anderen interessanten Büchern verzettelt und darüber hinaus seine eigentliche Suche fast vergessen. Wie oft mir das in einer Bibliothek irdisch schon geschehen ist... :D :D :D

("Sooo... griechische Tyrannis? Griechische Tyrannis? Möööönsch! Alexander, der Große!!! *les,les*") :p
 
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*lacht*
ja das kenn ich, passiert mir aber auch gern in neuen Foren...
 
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Jepp, ich finde Schwarzalb hat es auf den Punkt gebracht, warum manchmal versteckte Proben sinnvoller sind und ich finde, dass man da als Spieler dem SL ruhig vertrauen kann. Wenn man eh glaubt, dass man beschissen wird, dann brauche ich mit den Personen doch nicht spielen. Die Einschränkung für Cons, kann ich natürlich im Gegenzug aber verstehen. ;)

Skyrock schrieb:
Also kurz gesagt: "Der gute Meister braucht keine Mitspieler, sondern Zuhörer!"

Nö, so nicht. Man sollte vielleicht in beide Richtungen nicht in Extreme verfallen. Ich sagte, dass es Szenen gibt, die der SL aufbaut und da darf der Spieler ihn auch gern mal gewähren und erzählen lassen, danach soll/kann er reagieren. Bei unserer Diskussion ist es ja vor allem auf solche Dinge wie die "Aufwachprobe" bezogen. Sicherlich würfeln wir Proben und sicherlich würfelt der Spieler seine Kletternprobe selbst. Doch damit der Spieler seinen Charakter in einer gut gestalteten Welt lenken darf, sollte erst mal die Welt gut und interessant gestaltet werden und dafür darf der SL halt nun mal einwenig erzählen. Ich denke mal, das ist der Job des SL.
Ansonsten kann doch der Spieler bei jedem *** seine Würfelprobe fordern. Wenn der SL beschreibt, dass 20 Meter vor den Helden auf dem Markt eine zwielichtige Person den Beutel eines Kaufmanns abschneidet und sich gerade davon macht - dann kann der Spieler mir also auch ruhig sagen: Ich würde aber gerne eine Sinnenschärfeprobe würfeln, vielleicht hat mein immer gut beobachtender Held das Ganze früh genug gesehen und ich kann den Kaufmann durch Rufen früh genug warnen... - nee... man, das ist so passiert, damit es so passiert ist, der Char hat halt jetzt erst gesehen, dass der Beutel abgeschnitten wurde, so was passiert einem halt... wieso muss ich in diesen Situationen alles durch Würfel absegnen lassen.
Ein SL baut doch solche Situationen nicht ein, um den Spielern ans Bein zu p*****, es hat schon einen Grund und das darf der Spieler auch mal akzeptieren.
Man muß auf ausgewogene Anteile von Seiten des SL und der Spieler achten und wenn die Spieler andauernd mit ihren Würfeln reinreden dürfen, dann kommt man nicht weit und dann entscheidet der Würfel bald alles.

Irgendwo wurde auch angemerkt, dass man doch einfach Proben erschweren kann, bei denen es besser wäre, dass der Char scheitert. Wieso? Wenn dem Char nicht alles vor die Linse kommt, dann ist es so, weil es so ist, weil es so ist. Wenn ich im Leben würfeln dürfte, dann hätte ich bei meinem Würfelglück das oben angesprochene Bibliotheksproblem nicht.
Und wieso also die Probe erschweren, so dass das Scheitern zu 99% gegeben ist, anstatt gleich mit der "Wahrheit" rauszurücken, es geradlinig und stimmig zu machen?
 
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Ich bin bestimmt kein Fan von Railroading, aber in manchen Situationen ist es denke ich schon angebracht das der SL auch mal verdeckt würfeln darf bzw. einfach so entscheidet was nun Sache ist (basierend auf den Werten des Chars).
Es muss halt nur darauf geachtet werden das die Situation an sich stimmig ist und das ganze nicht nur passiert um die Geschichte in eine Richtung laufen zu lassen.
Nicht bzw. verdeckt würfeln finde ich jedenfalls deutlich besser als offen würfeln zu lassen mit geheimen zuschlägen bzw. Proben zu erschweren wenn ein Char sie nicht schaffen soll (Eine Probeerschwernis hat nur von der Situation abzuhängen und wenn eine Probe eine Erschwernis von 5 hat, dann hat sie die und nicht plötzlich stattdessen 10, weil der Char halt so gut in dem Talent ist und scheitern soll).

Wenn der SL nun sagt: Sorry du liegst im Schlafsaal und hast getrunken, rechnest nicht damit und der Typ ist leise, du wachst nicht auf, dann ist das doch Ok.
In anderer Situation geht der SL dann vielleicht auch mal hin und sagt ohne Würfelwurf.. ok du hast Menschenkenntnis 10 , du hast das Gefühl der Kerl vor dir sagt dir nicht die Wahrheit.


Außerdem ging es ja im speziellen hier weniger um das Würfeln von Proben sondern ehr um eine allgemeine Frage, wacht man in so einem Moment auf ?
Der Spieler ist natürlich der Meinung das sein Char auf jeden Fall aufwacht, Spieler überschätzen ihre Chars schonmal öfter. Meiner Meinung nach wacht man in so einer Situation jedenfalls nicht auf. Würde man es tun, hätte dies zur Folge das man wohl keine erholsamen Nächte verbringen könnte solang man nicht in einem Einzelzimmer nächtigen würde (im Schlafsaal und in der Natur gibt es Nachts verdammt viele geräuche, will man schlafen überhört man die).
Eine andere Situation wäre es vielleicht gewesen, hätte besagter Held ausserordentliche Fähigkeiten im Bereich Sinnesschärfe, vielleicht auch Gefahreninstinkt, wäre nicht allzu Erschöpft und grundsätzlich auf der Hut, dann wiederum hätte man ihm eine Probe zugestehen können.
 
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