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[Mai 2008] Besuch bei der Phralmulo

Discordia

B! scheuert
Der geschäftliche Teil war von Enios Seite definitiv beendet. Eigentlich könnte er jetzt auch gehen aber er war zu selten bei Roxana um jetzt einfach schon wieder das Weite zu suchen. Besonders großen Wert auf soziale Interaktionen legte der Brujah zwar nicht aber deswegen mußte man ja nicht gleich Kontaktminimalismus praktizieren. Eine normale und vernünftige Unterhaltung würde ihm gewiß nicht schaden. Zumal die Ravnos auch seither kaum Ambitionen durchblicken hat lassen ihm in irgendeiner Weise auf die Nüsse zu gehen. Etwas das sie vielen Finstertalern voraus hatte.

Die Wendung beziehungsweise der Verlauf des Gesprächs hatte das Interesse des Italieners geweckt. Er war prinzipiell nicht neugierig aber die Auswirkung, die Roxana auf technische Geräte haben sollte war Enio noch nie untergekommen und er hatte es bei ihr auch noch gar nie bemerkt. Naja... er hätte es bemerken sollen, da sie ihn auch schon ein Handy gekostet hatte und das war erst kürzlich geschehen.
Der Brujah-Ahn sah Roxana interessiert an. „Ach was! Das ist ja total ungünstig. Und das wirkt auf alles mögliche was irgendwie technisch ist? Also egal ob mechnisch oder elektronisch?“ Ein lustiger aber geschickter Gedanke ging Enio durch den Kopf. „Obwohl... hat auch Vorteile. Dann brauchst du dich schon nicht mit den kleinen Scheißdingern rumärgern die ständig klingeln und dich überall erreichbar machen.“ Enio hatte sicherlich noch nicht ganz das Ausmaß dieses entschiedenen Nachteils zu Ende gedacht aber er war sich bereits jetzt im Klaren darüber wie blöd das Laufen konnte.

„Und das ist abhängig... von deinem Gemütszustand? Ob du stinkig bist?“ Ein Bruce Banner Alptraum für technische Geräte. Die Ravnos bekam zwar keine grüne Haut und zerhackstückelte alles was nicht bei Eins-Mississipi auf den Bäume war aber jeder technische Firlefanz mußte in ihrer Nähe dran glauben.

Es gab Dinge die die Welt nicht brauchte!
 

Roxana Dragomir

Geschichtenerzählerin
Roxana grinste.

"Ist dir nie aufgefallen, dass ich immer durch die Hintertür geganen bin im Black Hammer und niemals vorne durch die Discothek?" sagte sie dann. "Nicht dass es mich nicht interessiert hätte, aber ich bin sicher etliches davon wäre danach gestört worden.
Ich habe festgestellt, mechanische Geräte haben kein Problem mit mir, auch keine altmodischen Telefone mit Wählscheiben oder ältere Autos, aber anderes und vorallem modernes ist in meiner Nähe in Gefahr und je mehr ich mich über etwas aufrege um so mehr." Nun sah sie Enio genauer an.

"Sicher könnte man es auch ausnutzen, doch so oft habe ich es noch nicht getan, aber ich gestehe, sollte die Stadt zum Überwachungsstaat werden, könnte ich mich hinreissen lassen, die eine oder andere Störung zu verursachen. Hast du etwas besonderes vor?"
 

Discordia

B! scheuert
Enio starrte nachdenklich Löcher in die Luft als Roxana ihm etwas genauer ihre technische Imkompatibiltät erläuterte. Er dachte offensichtlich nach. Wesentlich intelligenter sah er dadurch auch nicht unbedingt aus. Irgendwie war der Brujah der Ravnos ja ein klein bißchen dankbar, daß sie Rücksicht auf das Gebäude nahm in dem er seinen Hauptsitz hatte. Langsam aber sicher wurde Enio klar wie aufwändig das ganze Problem für Roxi sein konnte... wenn sie sich Mühe geben wollte nichts kaputt zu machen.

Aber zur gleichen Zeit als die Ravnos nachfragte ob er etwas Besonderes vor hatte fielen auch dem Brujah-Ahn ein paar ganz brauchbare Möglichkeiten ein wie man diesen Fluch zu einer Gabe wandeln konnte. Enio gab wie so oft eine Art Lächeln zum Besten, das auch als Zähnefletschen interpretiert werden konnte und gut und gerne mit einer Clint-Eastwood-kaut-auf-einer-Zigarillo-Parodie bezeichnet werden konnte. Nur unabsichtlich... und ohne Zigarillo. „Tatsächlich habe ich momentan nichts Besonderes vor. Aber du bringst mich auf Ideen. Kann durchaus mal nützlich sein und falls ich was Konkretes habe bei dem du mir behilflich sein kannst, werde ich gerne auf deine speziellen Fähigkeiten zurückkommen.“

Roxanas Ausführungen beinhalteten aber auch etwas über das sich Enio tatsächlich manchmal Sorgen machte. „Überwachungsstaat? Ja... könnte langfristig ein ernsthaftes Problem für unsereins werden. Wenn ich mir eine Zukunftsversion vorstelle bei der – so wie es ja tatsächlich Politiker immer wieder fordern – fast jeder Schritt der Menschen und dadurch auch unsere überwachbar wäre, dann könnte sich das durchaus zu einer Katastrophe für die Maskerade entwickeln. Auch wenn viele Prinzen und die Alten von uns der Meinung sind, daß sie die meiste Überwachung der Menschen selbst kontrollieren, so würde doch nur eine undichte Stelle reichen um das Ganze zum Kippen zu bringen. Das Schlimmste daran ist, daß viele Ahnen diese Entwicklung sogar noch voran treiben. Idioten!“ Enio war durchaus recht redseelig geworden für seine Verhältnisse. Ihn schien dieses Thema tatsächlich etwas mehr zu interessieren und zu beschäftigen als viele andere.
 

Roxana Dragomir

Geschichtenerzählerin
Natürlich gab sich Roxana nicht immer soviel Mühe, aber mit Enio verband sie etwas, bei den meisten anderen Leuten war es ihr ziemlich egal und denn dann der Handy- und Computerwahn aufhörte war es ihr recht.

"Genau das ist es, es werden nicht nur die Menschen überwacht, was ich jetzt auch nicht so toll finde und irgendwann sickert was durch und dann gute Nacht, Maskerade, ich selber kann damit zwar nicht umgehen, aber einer der 13jährigen aus meiner Familie hackt Sicherheits-Systeme als Hobby und wir müssen immer aufpassen, dass er nicht erwischt wird", meinte sie dann. "Ich würde sagen, das sollte nicht geschehen, man sollte es eher möglichst unterbinden. Das bei der Verhandlung war schon extrem und es wird nicht besser, nur weil jetzt einer von der ehemaligen Opferpartei, die Überwachung einrichtet."

Sie zuckte die Schultern, es waren auch genug von ihren Leuten im KZ gewesen und ermordet worden, aber deswegen käme sie nicht auf solche Ideen.
 

Discordia

B! scheuert
Enio nickte zunächst zustimmend als Roxana über ihre Befürchtungen sprach und gegen zuviel Überwachung wetterte. Die Gefahren waren eigentlich offensichtlich und nur ein total dämlicher Vampir erkannte nicht auf welch dünnes Eis man sich begab, wenn man die Meinung vertrat, daß elektronische Überwachung nicht breit genug gefächert werden konnte. Das Beispiel mit der 13-jährigen Rotzplage war aussagekräftig genug und eigentlich nur die Spitze des Eisberges. Womöglich aber auch ein kleines Stück dem Unvermögen des Brujahs geschuldet sich eben nicht so richtig gut mit diesem elektronischen Krimskrams auszukennen.

Irgendwann während Roxana sprach verlor aber der Brujah den Faden. Was war das eben für ein Gedankensprung gewesen? Der Italiener hatte irgendwo den Gleiswechsel verpasst.
"Moment moment nicht so schnell! Was meinst du damit... mit der Verhandlung war extrem? Was war extrem?" Enio kam wohl nicht so genau mit was die Ravnos gemeint hatte. Offenbar war er immer noch nicht drauf gekommen was genau sein handy vor kurzem zerstört hatte. Enio mußte man es halt doch manchmal genau erklären. "Und was genau meinst du mit Opferpartei?"
Enios Meinung nach mußte Roxana dringend etwas an ihrer Kommunikation ändern. Er stand etwas auf dem Schlauch. Auch hier hatte er wohl nicht den Seitenhieb gegen den Sheriff verstanden.
 

Roxana Dragomir

Geschichtenerzählerin
Naja, nur leider gab es mehr als genug komplett dämliche Vampire, vorallem waren da viele diesem Juden auf den Leim gegangen. Dann merkte sie, dass Enio sie und ihre Andeutungen nicht verstanden hatte, aber genau die Rotzgöre hatte es ihr ganz genau erklärt, was das geschehen war, manches Mal mußte mann nur zu hören und einsehen, dass es auch andere gab, die etwas konnten, vorallem etwas, was die alte Ravnos nie begreifen würde?

"Mit Opferpartei meine ich Moishe, immerhin hatte gerade sein Volk sich im Dritten Reich über die Überwachung beschwert und auf der letzten Sitzung hat er alle Register der Überwachung gezogen", sagte sie. "Oder glaubst du der Mossad ist ein Pfadfinderverein?"

Alles wußte sie natürlich darüber nicht, aber was sie wußte, reichte, dass sie es nicht so klasse fand.
 
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