Aventurien Geweihte in der Heldengruppe?

mir gefallen geweihte einfach vom spielerischen besser als irgendwelche Krieger oder Magier. Geweihte haben etwas mystisches an sich, da man mit nichts vergleichen kann.

Hatte das in den ersten Fantasywelten nicht mal anders angefangen? Irgendwie ironisch, dass jetzt Geweihte den Mysteriösen Nummer1-platz von Magiern übernommen haben... Früher war schon die Magie ein nicht in Regeln fassbares Wunder, jetzt hat sie sich zumindest bei Gildenmagiern zum wissenschaftlich berechenbaren Alltag entwickelt, so dass man wieder ein neues Mysterium in Form der Götter und ihrer Abgesandten braucht...

Boron sehe ich insofern als problematisch an, als dass ich mir keine wirklichen "Helden" (ja, man kann auch SCs sagen) bei der Hauptkirche vorstellen kann. Bei Rondrianern ist das Heldentum quasi eingebaut, die können sogar auf fast normale Abenteuer ausziehen um das Unrechte recht zu machen ("to right all wrongs" oder so). Ingerimmpriester ziehen als "Wandergesellen" herum. Praioten... wenn man denn eine Inquisitionskampagne spielen will, kommen auch umher. Von Avespriestern gar nicht erst zu reden.
Aber Boron? Was sind die Aufgaben von Boronspriestern?
-Bestattung und Grabpflege: nicht gerade etwas, was ich als SC unbedingt machen muss, zumal meist die Landkreise ihre lokalen Priester dafür haben
-Bekämpfung von Untoten und den Schwarzen Landen: zwar heroisch, aber nicht unbedingt alltäglich, obwohl man sicher eine Kampagne ähnlich der der Praioten darauf aufbauen könnte (hat jemand Lust dazu?)
-Visionen und Wahrträume: da sind die Boronis eher diejenigen, die sie deuten, als die, die sie in die Tat umsetzen...

Insgesamt fehlt mir bei Boronis der einleuchtende Grund, damit sie auf Abenteuerfahrt ausziehen, die mal nicht direkt mit der Kirche zu tun hat.
 
so dass man wieder ein neues Mysterium in Form der Götter und ihrer Abgesandten braucht...
Naja, so neu sind Geweihte als Heldentypen ja auch nicht. Die gab es spätestens seit der 2. Edition.

Aber mit dem Boroni muß ich Dir Recht geben.

Generell wäre da noch die Idee des "gefallenen" Geweihten, der umherzieht (auch mit einer Heldengruppe) um das Wohlgefallen seiner Gottheit oder Kirche zurückzuerlangen. Ist auch mal was anderes!
 
@Odin
Ich meinte jetzt eher im Gesamtkontext des Genres der Fantasy, welches etwas älter als die zweite Edition von DSA ist.
 
Achso, ich dachte, es wäre jetzt im speziellen auf DSA bezogen.
 
Ja, da gebe ich Dir recht, Cifer.
Bei DSA wurde die Magie doch schon recht stark entmystifiziert, um sie greifbarer zu machen und dadurch besser durch systemtechnische Regularien einordnen zu können, um genau zu definieren, was ein Magiebegabter nun kann und was nicht.
Geweihte sind hinsichtlich ihrer Lithurgie in der Ausübung ihrer Tätigkeit schon etwas "freier" - oder je nach Betrachtungswinkel "vom Gott abhängiger -, wodurch sie scheinbar bei einigen Rollenspielern ihren eigenen Reiz entwickelten. Zudem bringen Geweihte noch ihre stets bei der jeweiligen Gottheit gleichbleibende, rollenspielerische Einschränkung mit, wobei ein Magus per se keine Einschränkung in glaubens- oder handlungsorientierter Sicht mitbringt.
 
Naja, Magier sind schon irgendwo an den Moralkodex ihrer Gilde, ihrer Akademie oder des Lehrmeisters gebunden. Außerdem unterliegen sie einer strengen weltlichen- und einer noch viel strengeren Gildengerichtsbarkeit.
Es ist ja nicht so, daß Magier tun und lassen können, was sie wollen. Gerade nach Borbarads Rückkehr nicht mehr!
 
Ja, aber im Großen und Ganzen gilt für Magier nur ein Gesetz, ebenso wie für einen Großteil der anderen Helden: Es ist verboten, sich erwischen zu lassen. Das unterscheidet sie von Geweihten.
 
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