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Cartagena bei Nacht

Download Entwickler-Blog: Cartagena by Night 2015-05-11

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Magnus Eriksson

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Also nach langer Zeit, mal wieder ein kleines Update.
Den Grossteil der letzten Zeit habe ich damit verbracht, das Hauptbuch druckreif zu machen. Dafuer habe ich zusaetzliche Bilder ausgesucht und eingefuegt und das Layout etwas hin und her geschoben, usw.
Am Ende ist es natuerlich so, dass man nie 100% zufrieden ist und es gibt immer noch Sachen, die ich gerne machen wuerde, aber irgendwann ist es auch genug.
Meine Familie war so nett, mir eine wirklich schoene Hardcover-Ausgabe zu Weihnachten zu schenken und damit steht dann jetzt auch die finale Version fest.:angel:

Was die noch laufenden Arbeiten angeht:

Dieses "Handbuch fuer den Erzaehler" koennte folgende Extra-Kapitel bekommen:
1. Einstiegsabenteuer
2. Cartagena im Wandel der Zeit
3. Necropolis Cartagena
4. Freistatt Cartagena

Die Extra-Kapitel fuer Changeling und Wraith (3. & 4.) liegen momentan auf Eis. Das hat sich als zu viel Arbeit erwiesen, um das mal so eben nebenbei zu machen. Ich bin nach wie vor ueberzeugt, das Cartagena auch ein hervorragendes Setting fuer die anderen Spiellinien ist, aber mit 2-3 Seiten ist es da einfach nicht getan. Falls sich nicht jemand anderes mit mehr Expertise da mal ransetzen moechte, werden die Ideen wohl nicht konkreter ausgearbeitet, bis ich mal eine entsprechende Runde leite.

Zu Punkt 1 und 2 habe ich viel Brainstorming betrieben und neue Ideen gesammelt.
Fuer das Abenteuer habe ich 4 Beispielcharaktere erstellt, die theoretisch in einer Vielzahl verschiedener Chroniken (Camarilla, Anarchen, Sabbat, Setiten, etc.) einsetzbar sein sollten. Momentan suche ich noch ein brauchbares Konzept fuer einen Caitiff (irgendwelche Ideen oder Vorschlaege von euch dazu?).
Bisher habe ich einen Ventrue-Wissenschaftler, eine Malkavianer-Krimiautorin, eine Brujah-Polizistin & eine Lasombra-Diebin.
Die Einstiegsabenteuer sollten natuerlich universell mit allen Charakteren funktionieren, aber mit den konkreten Beispiel-Charakteren im Sinn, lassen sie sich hoffentlich besser schreiben und jeder SL muss die Geschichten dann ohnehin an den Stil seiner Gruppe anpassen.

Das urspruengliche Konzept zu Punkt 2 habe ich wieder verworfen. Beim Schreiben habe ich gemerkt, dass zu viele Sachen zu rendundant waren, mit vielen Abschnitten, die bereits im Hauptbuch ausreichend beschrieben waren.
Stattdessen werde ich jetzt mich verstaerkt darauf konzentrieren, einen guten, geschichtlichen Kontext zu bieten, der kurz! aber uebersichtlich die politische Lage und Bedeutung Cartagenas in der Welt zu der Zeit wiedergibt (was mehr oder weniger der redundante Teil wird). Dann ebenfalls eine stark verkuerzte Beschreibung der Stadtteile, mit einer Liste von Orten aus dem Hauptbuch, die bereits existieren und hoffentlich zwei, drei besondere Orte, die es nur zu dieser Zeit gibt und die das spezielle Flair der Epoche wiederspiegeln sollen.
Auch das Charakter-Kapitel soll hauptsaechlich aus einer Liste bestehen, welche bereits beschriebenen Charaktere schon in der Stadt sind und dann noch ein, zwei neue Charaktere, anhand derer die kainitisch-politischen Strukturen der Stadt zu der Zeit erklaert werden koennen.
Abschliessend noch ein paar andere Besonderheiten der Zeit, die das Leben der Vampire beeinflussen. Welche Traditionen gerade gelten oder wie man die Maskerade handhabt, oder auch nur welche Faehigkeiten und Hintergrundeigenschaften der Charakterbogen haben kann.
Die Idee ist es also fuer jede Epoche eine stark verkuerzte Version eines Staedtebuches zu machen, die hoffentlich mit 4 Seiten pro Zeitabschnitt auskommt, aber alle der ueblichen Kapitel enthaelt (Geschichte, Geographie, Charaktere, sonstige Besonderheiten).

Am schwersten faellt es mir, die vier interessantesten Epochen auszuwaehlen (Meinungen oder Wuensche dazu?).
Ich hab jetzt erstmal die vier genommen, wo die groessten, gesellschaftlichen Veraenderungen bevorstanden:
Zeitalter der Legenden (1100)
Kolonialzeit der Entdecker und Eroberer (1717)
Unabhängigkeitskrieg (1811)
La Violencia (1963)

Demnaechst werde ich meine ganzen Notizen mal in lesbare Texte uebersetzten und mich dann hoffentlich wieder oefter hier melden.

Gruesse, M
 

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Magnus Eriksson

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Sooooooo, Freunde der Nacht. Ich weiß, ich hab länger nichts von mir hören lassen. Die erste Jahreshälfte war unglaublich busy, busy, busy.
Meine Cartagena-Sachen lagen länger auf Eis und die kreativen Säfte mussten sich wieder etwas regenerieren.
Aber nun hatte ich mal wieder Zeit und Laune mich dran zu setzen und bin dabei die historischen Szenarien kurz und knapp zusammen zu basteln. Ich beschränke mich bei den Infos nur auf das Nötigste, da das Erzählerhandbuch quasi als Add-On auf das Grundbuch gedacht ist und dessen Inhalt als bekannt vorraus setzt.
Ist natürlich jetzt blöd für den Gelegenheitsleser hier, der sich im Gegensatz zu mir nicht seit Monaten damit beschäftigt hat, wenn nicht alle Charaktere nochmal ausführlich vorgestellt und die Zusammenhänge erklärt werden. Wenigstens für mich macht es Sinn und ich hoffe, falls sich jemand jemals mit einer Chronik für Cartagena beschäftigen sollte, dass er mir dann auch folgen kann.
Auf der Haben-Seite steht auch, dass viele Geheimnisse, die im Grundbuch nur angedeutet wurden oder für die es mehrere Erklärungen gab, jetzt von mir wenigstens in einer Version aufgelöst werden mussten. Für das Grundbuch war die Idee, möglichst viel Raum für verschiedene Versionen zu lassen, um die Geheimnisse nach Bedarf der gespielten Geschichte anpassen zu können.
Wenn man allerdings die historischen Szenarien spielt, wo die Legenden für die Zukunft entstehen, muss man sich natürlich mal auf eine Version festlegen und somit biete ich eine an, die meiner Meinung nach, relativ gut die unterschiedlichen Ideen vereinigt.

Wie immer lasst mich bitte wissen, was ihr denkt, z.B. ob man meinen Ideen folgen und was damit anfangen kann oder ob es noch Dinge gibt die euch ganz schrecklich zum Verständnis oder für die Spielbarkeit fehlen.

Also dann, ohne weitere lange Vorrede:
 
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Magnus Eriksson

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Die Zeit der Legenden (1150)

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.
- Cato der Ältere (234 – 149 v. Chr.)

Während in Europa die Kreuzzüge toben, um den sich ausbreitenden Islam oder ketzerische Christen aufzuhalten und die ersten Universitäten entstehen, um den langen Weg aus dem dunklen Mittelalter zu suchen, beginnt in Amerika die Blüte der indianischen Hochkulturen. Auch wenn, die Hochzeit der Inkas und Azteken noch wenigstens 200 Jahre entfernt ist, entstehen große Reiche ihrer Vorgänger. Die Mayas haben ihre Blütezeit bereits hinter sich und im Jahr 950 wurden aus unbekannten Gründen zahlreiche ihrer größten Städte aufgegeben.
In Kolumbien dominiert die Kultur der Chibchas, die berühmt sind für ihr Goldhandwerk, Töpferei und Webkunst. Während die ursprünglichen Chibchas immer noch in den hochgelegenen Andentälern leben, wo eines Tages die Städte Bogotá, Cali und Medellín entstehen werden, sind zwei der größeren Stämme dem Lauf der Flüsse ins Tiefland gefolgt. Im Landesinneren siedeln die Muisca und nahe der karibischen Küste die Cloche. Alle Stämme teilen sich eine gemeinsame Sprache und Kultur und unterscheiden sich hauptsächlich nur darin, dass sie verschiedenen Herrschern folgen. Politisch sind sie in einer losen Konföderation größtenteils unabhängiger Staaten organisiert, die sich lediglich gegen äußere Feinde zusammen schließen.
Mit etwas 5 Millionen verfügt das Reich der Chibcha in etwa über gleichviel Einwohner, wie das Heilige Römische Reich. Mehr als 90% der Indianer werden die Ankunft der Spanier nicht überleben und erst im frühen 20. Jahrhundert wird wieder eine vergleichbare Anzahl an Menschen auf dem Kontinent leben.

Die Methusalem Sekhmet ist vor 1000 Jahren auf den Kontinent gekommen und ihr mächtiger Wille hält das Reich der Chibcha zusammen. Als Königin hat sie anfangs direkt über die Sterblichen geherrscht und das Reich erschaffen, inzwischen wird sie als die Mondgöttin Si von ihnen verehrt. Die einzelnen Provinzen werden von ihren Nachkommen regiert. Die Tlacique sind die Hohepriester des Volkes, die sich nur an Festtagen in der Öffentlichkeit zeigen und nur Priestern ist das Betreten ihrer Tempel erlaubt.
Seit Beginn ihrer Herrschaft musste Sekhmet nur zwei Rückschläge hinnehmen. Vor etwa 200 Jahren verlor sie die Kontrolle über die Mayas, als ihr Kind Tepeyollotl nach einem Zusammentreffen mit dem Gangrel Methusalem und Herrscher von Yucatán Mictlantecuhtli verschwand. Vor 100 Jahren dann musste sie die Ankunft eines Brujah Methusalem in ihrem Reich dulden, der in der Verkleidung des Bothicas sofort begann Unruhe zu stiften und die Stämme der Cloche in einen Bürgerkrieg verstrickt hat.
Beide Ereignisse sieht sie allerdings nur als temporäre Unannehmlichkeiten. Der Bürgerkrieg der Cloche verläuft schlecht für den Bothicas, der nicht annähernd über ihre Ressourcen verfügt und anscheinend nicht gewillt oder in der Lage ist, eigene Nachkommen zu erzeugen. Bald schon wird er kapitulieren müssen und dann wird sie ihn in ihre Dienste zwingen oder ihrem Großerzeuger opfern. Danach kann sie den Kontakt mit den Mayas wiederherstellen und dem impertinenten Gangrel das gleiche Schicksal ereilen lassen.

Karthago Nova
Die kleine Stadt der Cloche, in der sich der Bothicas momentan aufhält, liegt an einer strategisch wichtigen Stelle, wo der Guacacallo (Fluss der Gräber) in die Karibische See mündet.
Die Bucht wird durch eine natürliche Landzunge geschützt und bietet gute Fischgründe.
Die Stadt zieht sich von der Bucht am Hügel Popa hoch, auf dessen Spitze ein Tempel errichtet wurde. Im modernen Cartagena würde das Stadtgebiet die Fläche des Viertels La Popa einnehmen.
Schon bei der Ankunft der Bothicas lebten etwa 1000 Cloche an diesem Ort. Und auch wenn der Bürgerkrieg seinen Tribut an der Bevölkerung fordert, hat sich die Einwohnerzahl durch Flüchtlinge aus umliegenden Dörfern inzwischen mehr als verdoppelt, was wieder ganz eigene Probleme in der Versorgung mit sich brachte. Seit der Ankunft des Bothicas vor etwa hundert Jahren, trägt die Siedlung nur noch den seltsamen Namen Karthago Nova.
Auch die 300 km entfernte Hauptstadt der Cloche wurde von ihm in Ciudad Perdida unbenannt, da er voller Trauer feststellen musste, dass er die etwa 50-60.000 Einwohner nicht vor Sekhmet retten kann. Immerhin ist es ihm gelungen, die Setitin vom Rest ihres Reiches abzuschneiden. Solange er den Fluss kontrolliert, kann sie die Stadt nur zu Fuß durch den Dschungel verlassen, wo die Werbestien lauern.
Der Fluss ist einer der längsten Kolumbiens und einer der wenigen, der trotzdem für die kleinen Kanus der Cloche befahrbar ist. Damit stellt er die wichtigste Verbindung zum Hochgebirge und Stammland der Chibcha da. Auf beiden Seiten des Flusses wurden zahlreiche kleine Pyramiden und Gräber errichtet, wo früher die Tlacique ruhten, bevor sie vom Ai Apaec vernichtet oder vertrieben wurden. Auch wenn diese Verstecke noch einige Fallen oder verfluchte Schätze enthalten, stellen sie die einzige Form von Infrastruktur dar, die einem Vampir das Reisen erlaubt, so er nicht die Künste des Gestaltwandels gemeistert hat.

Das Heiligtum des Bothicas
Auf dem Hügel Popa erhebt sich eine Pyramide von der man die gesamte Bucht und das Umland übersehen kann. Doch die Pyramide dient nur zum Empfang der Priester und als Bollwerk, um den Zugang zum wahren Tempel tief in den Katakomben des Hügels zu verwehren.
In den oberen Bereichen befinden sich Grabkammern, für die gefallenen Krieger und Helden der Cloche, aber nicht einmal der Bothicas hat die untersten Ebenen dieses Labyrinths in seiner Vollständigkeit erkundet, dass schon vor seiner Ankunft der Nosferatu als Zuflucht diente. Die Kröte kennt mehrere geheime Ein- und Ausgänge in den Tempel, muss sich aber vorsehen, nicht in die Nähe des Bothicas vorzudringen, der seine privaten Bereiche thaumaturgisch geschützt hat.
Die wenigen, die von den unterirdischen Gängen wissen, glauben, dass die Kröte sie geschaffen hat und die Kröte belässt sie in diesen Glauben. Tatsächlich hat die Kröte dieses Labyrinth nur vorgefunden und dann systematisch ausgebaut. Sie weiß von einem urzeitlichen Monster, dass in den tiefsten Tiefen unter dem Berg ruht und hat mit dem „Gesang der Tiefe“ eine Möglichkeit entdeckt, es zu wecken und wieder an die Oberfläche zu locken. Sollte dies je nötig werden, wäre es aber mit Sicherheit das Ende der Siedlung und all seiner Bewohner.

Die Festung des Ai Apaec
Auf einer kleinen Anhöhe zwischen Popa und der Bucht hat der Ai Apaec eine Festung errichtet. Von hier kann er mit seinen Kriegern sowohl den Zugang zur Bucht als auch zum Heiligtum des Bothicas kontrollieren. Abgesehen vom Tempel ist die Festung das einzig stabile Gebäude aus Lehm und Stein und bietet damit auch allen Vampiren Zuflucht, die keinen Zugang zum Tempel haben und nicht in der Erde versinken können. Der Ai Apaec hat den Vampiren einen Bereich der Festung zu ihrer Verfügung überlassen, doch seine Krieger bewachen sie am Tag, als Erinnerung, wem sie ihre Sicherheit verdanken.
Der Paranoia der Vampire hat erst kürzlich zu erneuten Verwerfungen mit dem Ai Apaec geführt, als entdeckt wurde, dass mehrere Krieger blutsgebunden wurden. Der Ai Apaec hat diese korrumpierten Gefolgsleute der Festung verwiesen, aber vermutet, dass es noch weitere gibt und geben wird.
Er drängt darauf, dass der Bothicas diese Praxis verbietet, doch der hat schon seit langem den Tempel nicht mehr verlassen und die untoten Priester verwehren dem Ai Apaec den Zugang. Bald schon droht der Konflikt zu eskalieren und Sekhmet könnte triumphieren ohne selber eingreifen zu müssen.


Unlebende Legenden

Sekhmet
Die Methusalem der Setiten dirigiert geduldig mit einer Brut von Tlacique von der Ciudad Perdida aus den Verlauf des Bürgerkrieges. Gangrel und Nosferatu verbergen sich vor ihr in der Wildnis oder zeugen ihr Respekt, wenn sie in die Städte kommen. Andere Blutlinien sind bisher nicht bekannt.

Bothicas
Der Brujah wollte in Südamerika ein neues Utopia errichten, doch der Kontinent ist nicht so leer und friedlich, wie es den Anschein hatte. Nachdem er anfangs noch oft unter den Menschen wandelte und sein Wissen mit ihnen teilte, hat er sich nun tief in den Tempel zurück gezogen, aus Sorge eine zweite Sekhmet zu werden. Wurde er von den Menschen anfangs als Cacique (Anführer) gesehen, hat er durch seine Entrückung inzwischen einen mystischen, fast gottgleichen Status erhalten. Umso mehr weigert er sich, Teil der Gesellschaft zu sein und hat begonnen seinen Traum eines gesellschaftlichen Utopias zugunsten der persönlichen Erleuchtung aufzugeben.
Noch weiß er aber um seine Verantwortung für seine Schutzbefohlenen und er sucht nach Möglichkeiten den Krieg gegen Sekhmet doch noch zu gewinnen. Momentan sieht er die zwei Möglichkeiten, entweder den Gangrel-Methusalem Mictlantecuhtli im Norden um Hilfe zu bitten oder ein weiteres Volk in den Krieg zu verwickeln, das südlich der Chibcha gerade die Stadt Cusco gegründet hat und in einigen Jahren und mit etwas Hilfe es mit diesem aufnehmen könnte.

Ai Apaec
Der unsterbliche Kopfabschneider wurde vom Bothicas zum Capitanía (Kriegsherr) der Stadt ernannt und führt seine Güeches (Krieger) immer wieder in Scharmützel gegen Sekhmets Truppen, um diese mit Guerilla-Taktiken zu zermürben. Auch mit Hilfe der Naturgeister und Werwesen konnte er die Tlacique aus der Umgebung der Stadt vertreiben, ist aber weit davon entfernt, eine entscheidende Schlacht gegen sie zu gewinnen.

Kainiten
Bisher hat sich der Bothicas stets geweigert den Kuss weiter zu geben und auch wenn er in Zukunft seine Zurückhaltung aufgeben könnte, haben sich ihm drei Vampire angeschlossen, die weniger Bedenken haben. Alle drei haben den Status eines Iraqa (Priester) und gehören damit zu den wenigen, die den Tempel betreten dürfen, um sich mit dem Bothicas zu beraten.
Der Kannibale ist ein Tlacique, der auf den Geschmack der Diablerie gekommen ist und dafür von seiner Blutlinie verbannt wurde. Die Kröte ist eine Nosferatu, die schon vor der Ankunft des Bothicas in einem Höhlensystem unter Popa lebte und die Geheimnisse des Tempels besser als jeder andere kennt. Der Gangrel Leviathan war ein einfacher Fischer bevor er Teil von Mictlantecuhtlis Blutlinie wurde und der dem Bothicas angeboten hat, ihn nach Yucatánzu führen.

Status in Karthago Nova
5 – Cacique (Anführer)
4 – Iraqa (Priester)
3 – Capitanía Sybyn (Kriegsherr)
2 – Capitanía Uta (Adliger)
1 – Güeches (Krieger)


Abenteuerideen
  • Ein Tlacique hat ein Versteck am Fluss der Gräber besetzt und der Ai Apaec schickt die Charaktere, um ihn wieder zu vertreiben. Dieser ergibt sich jedoch kampflos und wünscht als Überläufer zum Bothicas gebracht zu werden. Doch kann man ihm dafür genug vertrauen?
  • Eine tönerne Schale mit magischen Eigenschaften wurde dem Ai Apaec gestohlen. Der Bothicas hat sie aus der Alten Welt mitgebracht und sie spielte auch eine wichtige Rolle bei der Erschaffung des Ai Apaec. Der Kopfabschneider verwendet sie, um seine Krieger von ihren Verletzungen zu heilen. Er verdächtigt die Vampire, die angeboten haben, seine Krieger mit ihrem Blut zu heilen. Aber vielleicht versucht auch jemand anderes das Ritual der Unsterblichkeit zu wiederholen, um eine Mumie zu erschaffen?
  • Der Ai Apaec misstraut den Priestern und vermutet, dass sie die Anweisungen des Bothicas verfälscht wiedergeben. Er bittet die Charaktere eine Nachricht ins Heiligtum zum Bothicas zu überbringen, damit dieser die Eintracht von Karthago Nova wieder herstellt. Ihm ist klar, dass jeder für so ein Sakrileg hingerichtet werden kann, doch er gibt wenig auf die Existenz eines Untoten und wenn es sein muss, versucht er die Charaktere mit dem Vorwand zu überzeugen, die „Sicherheit“ des Tempels gegen Angriffe der Tlacique testen zu müssen.
  • Der Bothicas braucht Zeit, um neue Verbündete gewinnen zu können. Er fragt die Charaktere, ob sie sich freiwillig für eine diplomatische Mission melden, um in Ciudad Perdida einen Waffenstillstand mit Sekhmet auszuhandeln. Doch selbst, wenn sie es bis dorthin schaffen, wird es schwer werden, eine Audienz bei der Gottkönigin zu bekommen.
  • Der Bothicas hat sich entschlossen, nach Cusco zu reisen, um das Volk der Inkas in eine formidable Streitmacht gegen Sekhmet zu formen. Die Charaktere sollen unterwegs für seine Sicherheit garantieren. Doch der Bothicas hat nicht vor, sein neues Projekt mit unwürdigen Seelen zu beschmutzen. Wenn sie seine Prüfungen nicht bestehen, werden sie nicht das Ziel erreichen.
 

Spidey

Your friendly Neighbourhood Arachnoid
Pretty cool, dude!

Scheinst dich sehr in die Stammeskulturen eingelesen zu haben und die verschiedenen Fraktionen wirken stimmungsvoll. Sehr ambitioniertes und exotisches Setting, dass tatsächlich funktionieren kann. Vor allem gefällt mir auch die überregionale Einbindung der Azteken und Maya .. und mögliche Entwicklungen, sobald die Spanier landen.

Spielst oder playtestest du das eigentlich in einer Gruppe, oder ist das überwiegend Ausarbeitung?
 

Magnus Eriksson

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Hey, danke Spidey.
Momentan leite ich eine Cartagena Chronik in der Gegenwart. Meine Spieler hatten sich aber eine Ahnenchronik gewünscht, die über längere Zeiträume geht, daher arbeite ich zur Zeit verstärkt die Vergangenheit in Form von Szenarien aus. Da ich für das moderne Setting die wichtigsten Ereignisse in der Vergangenheit schon festgelegt hatte, kann ich mich an dem roten Faden entlang arbeiten und muss die historischen Settings nur etwas mehr ausarbeiten. Demnächst poste ich das aus der Kolonialzeit von 1739.
 
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Magnus Eriksson

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Das Silberne Zeitalter (1739)

Fast zweihundert Jahre nach seiner offiziellen Gründung stand Cartagena sein Silbernes Zeitalter bevor. Mit etwa 12.000 Einwohner innerhalb der Stadtmauern und nochmal 1.000 in Dörfern und Plantagen in der näheren Umgebung war es zu einer der bedeutendsten Städte auf dem südamerikanischen Kontinent angewachsen. Es war eine Zeit anhaltender Konflikte, begonnen im spanischen Erbfolgekrieg (1700-1714), an dem alle europäischen Großmächte beteiligt waren. Die ersten Stellvertreterkriege hatten bereits Nord- und Mittelamerika erreicht und die Konflikte weiteten sich auf weitere Kolonien aus. Nachdem zahlreiche, ehemals staatlich-geförderte Freibeuter nach dem Erbfolgekrieg nicht mehr benötigt wurden, durchlebten diese in der Karibik das kurze aber Goldene Zeitalter der Piraterie, wo Kapitäne wie Blackbeard über Flotten mit mehr als ein Dutzend Schiffen verfügten.
Cartagena war lange Zeit einer der bedeutendsten Ausfuhrhäfen für Gold und Silber gewesen und mit einem Umsatz von mehr als 5000 Sklaven pro Jahr war einer der beiden größten Sklavenmärkte des Kontinents dort entstanden. Der Stadt kam stets eine Schlüsselrolle in Spaniens Kontrolle der südamerikanischen Kolonien zu und sie war zu schnellem Wohlstand gelangt.
Die strategische Bedeutung und der Reichtum weckten auch das Interesse feindlicher Mächte. Nach einer Reihe von mehr oder weniger erfolgreichen Piratenangriffen, die den Bau von immer besseren Verteidigungsanlagen erforderten, begann die aufsteigende Seemacht England Cartagenas Sicherheit zu bedrohen. Daher wurde 1739 Sebastián de Eslava y Lazaga vom spanischen König zum Vizekönig ernannt, um das Vizekönigreich von Neugranada neu zu errichten. Das Vorhaben war 1720 bereits einmal an der massiven Korruption der politischen Führer Bogotás gescheitert und so wurde nun Cartagena Hauptsitz des neuen Reiches.

Geographie
Die Gegend um Cartagena besteht immer noch aus zahlreichen Inseln, die erst später zunehmend durch Landgewinnungsmaßnahmen miteinander verbunden werden, um zuerst das Viertel Centro zu schaffen und dann Teil des Festlands werden. Momentan sind nur die zwei stark befestigten Hauptinseln La Matuna und das stark überbevölkerte und den schwarzen Sklaven vorbehaltene Getsemani Viertel dicht besiedelt und bilden die eigentliche Stadt. Es gibt eine Reihe kleinerer Siedlungen und Fischerdörfer auf den anderen Inseln und an der Küste entlang ist kürzlich eine Kette von Festungsanlagen entstanden, die die Stadt vor Piraten und Angriffen der Engländer schützen sollen. Die wichtigsten Verteidigungsanlagen sind dabei das Bollwerk San Felipe, das den Hafen beschützt und die Festung Saint Louis de Bocachica auf Tierra Bomba, die die Zufahrt in die Bucht kontrolliert. Tierra Bomba ist dabei immer noch über die Bocagrande Landzunge mit der Stadt verbunden und die Straße von Bocachica ist der einzige Zugang durch die Bucht zum Hafen.
Die meisten Prachtbauten, werden erst in den kommenden hundert Jahren während des Silbernen Zeitalters errichtet. Momentan dominieren daher die zahlreichen Kirchen das Stadtbild, angefangen mit der Kathedrale Cartagenas, wo der Erzbischof seinen Sitz hat, über die älteste bestehende Kirche von Santo Domingo, der ein Klosterorden angeschlossen ist, die aber auch Mitglieder der spanischen Inquisition beherbergt, bis zu der erst kürzlich errichteten und besonders unter der schwarzen Bevölkerung beliebten Kirche des San Pedro Claver. Als wäre das nicht genug, wurde auch auf La Popa ein Kloster gegründet, das in Krisenzeiten auch die Funktion einer Burg hatte, bevor die Befestigungsanlagen der Stadt ausgebaut wurden. Ansonsten gehört auch noch der Regierungspalast von Gouverneur Pedro Hidalgo mit zu den beeindruckendsten Gebäuden. Im Regierungspalast trifft sich auch der dem Gouverneur unterstellte Stadtrat und die Gerichtsbarkeit. Ein Sergeant Major sitzt dem Militärgericht vor, während sich mehrere Alcaldes und Alguaciles sich um die zivilen Verfahren kümmern.
Um den Schiffsverkehr mit dem Inland aufrecht zu erhalten, wurde im 17. Jahrhundert der Canal de Dique gegraben, der Cartagena mit dem Rio Magdalena (vormals Fluss der Gräber) verbindet, aber ständig zu versanden droht.
Immerhin wurden einige andere öffentliche Bauvorhaben abgeschlossen. So verfügt die Stadt seit kurzem endlich über gepflasterte Gehwege und Straßen und mit Obra pia wurde das erste Krankenhaus eröffnet, wo der Protomédico, der königliche Arzt, sich hauptsächlich um die europäische Bevölkerung kümmert. Die armen indigenen oder schwarzafrikanischen Einwohner verlassen sich stattdessen auf die Heilkräfte ihrer Schamanen. Cartagena wird aber auch immer wieder von Seuchen heimgesucht, vor allem Cholera aber auch Lepra. Die Betroffenen werden bis zu ihrem Tod im San Lazaro Hospital auf Tierra Bomba unter Quarantäne gestellt.

Mit dem Havanna hat auch das gerade von den Toreador gern besuchte, erste Café in Cartagena eröffnet. Es ist der letzte Höhepunkt einer langanhaltenden Entwicklung, die sich schon länger abzeichnet. Angefangen hatte es mit der britischen Tradition von Kurbädern, die auch in Cartagena stetig beliebter wurden. Spätestens seit dem Bau der Strandpromenaden hat sich das gesellschaftliche Leben immer mehr ans Wasser verlegt.
Das Havanna öffnet erst in den frühen Abendstunden, wenn die karibische Hitze langsam nachlässt und eine Meeresbrise etwas Abkühlung verschafft. Die zum Meer hin offene Hausfront schließt sich an eine breite Terrasse mit mehreren Tischen an, die von Karten- und Brettspielern genutzt werden. Es gibt auch eine Tanzfläche und jeden Abend spielen Musiker auf.

Burg/Kloster La Popa
Duque Morientes missbilligt die Wahl eines Klosters als Zuflucht von du Casse. Du Casse hatte immer betont, dass er sich auf die Sicherung der Burg von La Popa beschränkt, doch mit dem neuen Netz an Festungen ist diese Funktion nahezu hinfällig. Dennoch toleriert Morientes für den Moment die Entscheidung des Toreadors im Kloster zu bleiben, auch wenn dies sein Edikt in Frage stellt, keinen Einfluss auf die katholische Kirche auszuüben. Immerhin hält es du Casse von der Stadt und den wahren Zentren der Macht fern.
Das Kloster ist auch ein Zentrum zur Förderung des Kunsthandwerks in den Bereichen Buch- und Glasmalerei und Kirchengesang geworden. Die Toreador Bogotás sind überzeugt, dass dies trotz und nicht wegen du Casses Anwesenheit möglich war.

Katakomben
Die Vampire Cartagenas meiden die Tunnel unter La Popa und der Festung San Felipe. Viele Kainiten und ihre Gefolgsleute sind dort schon verschwunden und inzwischen hat man die Erkundung aufgeben und die Bereiche versiegelt. Die Vampire glauben, dass viele Fallen der ehemaligen Nosferatu-Brut dort noch aktiv sind, vielleicht geht dort sogar ein Ahn der Nosferatu um, der vollständig dem Tier anheimgefallen ist und seine ganze Brut diableriert hat.
Tatsächlich kommen diese leichtfertig geäußerten Gerüchte der Wahrheit näher, als manchem lieb sein dürfte. Sekhmet ist 1614 unter Cartagena wieder aus ihrer Starre erwacht und hat ihren Durst eines Methusalems mit den Nosferatu gestillt. Jedoch haben ihr Verstand und ihr Aussehen stark unter dem Herzblut so vieler Nosferatu gelitten und sie befindet sich in einer unheiligen Metamorphose zu etwas viel tierhafteren.
Hundert Jahre lang ist sie immer wieder in einen starreähnlichen Dämmerzustand verfallen. Erst 1715 wurde ihre Metamorphose mit einer totalen Sonnenfinsternis abgeschlossen. Seitdem durchstreifen Teile von ihr immer weiter entfernte Gebiete Südamerikas auf der Suche nach Nosferatu-Blut, das einzige was sie jetzt noch nährt. Ein großer Teil von ihr liegt allerdings immer noch in Cartagena und schützt sich instinktiv vor der Entdeckung mit der Vernichtung anderer Vampire, die ihr zu nahe kommen.

Kainiten
Die überwältigende Mehrheit von Cartagenas Kainiten gehört dem Clan der Lasombra an. Lediglich dem Toreador antitribu du Casse wurde gestattet, eine eigene Brut zu gründen. Daneben gibt es nur ein, zwei Vampire aus anderen Clans.
Noch kontrollieren die Lasombra die wichtigsten Schlüsselpositionen der Stadt: Den Sklavenhandel, die Ausfuhr von Edelmetallen, sowie weite Teile der Regierung und des Militärs. Doch inzwischen haben sich so viele neue Einflussmöglichkeiten ergeben, dass selbst die große Brut von Duque Morientes nicht alles an sich reißen kann.
Die Toreador waren besonders erfolgreich damit, gute Verbindungen zum Adel aufzubauen und konnten mit ihnen einige der neu geschaffenen Posten von Kommandanten in den kürzlich errichteten Festungen besetzen. Auch generell haben die Toreador bessere Kontakte zu allen Teilen der Gesellschaft. Ihre Spielleute, Diebe, Gaukler und Dirnen treffen Sklaven, Kaufleute und Adlige und sind ihre Augen und Ohren in der Stadt.

Duque Esteban Morientes
Lasombra antitribu, 7. Generation, Kuss: 1501
Mit einem der ersten, großen Sklavenschiffe kam auch der Lasombra Morientes aus Spanien in die Stadt. Bereits seit über 100 Jahren herrscht er nun nahezu unangefochten als Duque von Cartagena. Er hat seine Heimat eher unfreiwillig verlassen, zuerst vertrieben durch die Reconquista, dann von der Inquisition, hinter der er immer noch Ambrosio Luis Monçadas Machenschaften vermutet. Die Feindschaft mit dem Erzbischof von Madrid ist auch der Hauptgrund warum er sich nicht mit seinem Clan wieder vereinen konnte und mehr oder weniger als antitribu gesehen wird.
Dabei ist Morientes seinem Clan treu ergeben, jedenfalls denkt er das von sich, auch wenn sich seine Ansichten z.B. über den Sabbat, der die Traditionen und Riten der katholischen Kirche verinnerlicht hat, erheblich von denen seiner Ahnen unterscheiden. Dennoch versucht Morientes sich für seinen Clan nützlich zu machen, um eines Nachts wieder in den erlesenen Kreis aufgenommen zu werden.
Da er selber keine direkten Kontakte zum Sabbat hat und auch zögert ein Vinculum zu einem der Bischöfe einzugehen, sendet er seine Brut aus, die Schwarze Hand in Süd- und Mittelamerika zu unterstützen. Nachdem Lima schon immer Teil des Sabbats war, soll nun auch Mexico Stadt als dritte und letzte Hauptstadt der spanischen Vizekönigreiche unter die Kontrolle der Sekte fallen.
Seine Herrschaft über Cartagena sieht er momentan nicht bedroht, auch wenn der Duque noch einen eher mittelalterlichen Stil pflegt. Er vermutet, dass Monçada zahlreiche Kontakte in den Kirchen hat und gelegentlich versuchen englische Spione der Ventrue Fuß zu fassen.

Miguel Bebastes
Lasombra, 8. Generation, Kuss: 1668
Der ehemalige Kürassier hat mit dem Goldraub und -handel ein Vermögen gemacht und seit sich herausgestellt hat, das Indianer keine brauchbare Sklaven abgeben, jagt er sie nur noch zum Vergnügen. Nachdem der Duque ihn dem Kuss gab, übernahm er auch die Verwaltung der Plantage außerhalb der Stadt für ihn, wo der Duque seine Blutvorräte lagert und gleichzeitig für sich arbeiten lässt. Ohne den hohen Verbrauch an Sklaven könnte Cartagena nicht so eine zahlreiche Vampir-Population beherbergen, aber die wachsenden Kosten drohen bald die Handelsgewinne zu übersteigen. Inzwischen ist er das älteste Kind des Duque, das noch in Cartagena verblieben ist und er sieht sich nach Möglichkeiten um, mit einem eigenen Rudel eine Domäne für sich zu erobern.

Jean Baptiste du Casse
Toreador antitribu, 8. Generation, Kuss: 1687
Der dekadente Adlige erfreut sich an rauschenden Festen mit viel Weib und Gesang, wo Wein und Blut in Strömen fließen. Er hat seine Zuflucht in dem zur Burg ausgebauten Kloster auf La Popa gefunden, da er nach wie vor vom Duque in der Stadt nur geduldet wird. Seine militärischen Kenntnisse und strategischen Fähigkeiten haben sich allerdings als sehr nützlich erwiesen. Während der Duque und seine Brut die zivile Regierung und den Handel Cartagenas kontrollieren, hat du Casse starken Einfluss beim Militär gewonnen und unter seiner Anleitung wurden die Festungsanlagen stetig erweitert und verbessert.
Er meidet die Sektenpolitik des Sabbat, um nicht in sinnlose, ideologische Kriege hineingezogen zu werden und sich weiter seinen dekadenten Vergnügen widmen zu können.

Antoinette Poisson
Toreador, 9. Generation, Kuss: 1717
Lange Zeit war Antoinette nur als „das Spielzeug“ unter Cartagenas Kainiten bekannt. Die Hafendirne gehörte zur du Casses Schiffsbesatzung bei seiner Ankunft in Cartagena und es gab vielfältige Gerüchte auf welch exotische Arten er ihren Ghulstatus erhielt. Nach eigener Aussage gab er ihr den Kuss aus Mitleid. Antoinette glaubt, er erlag schließlich ihren Verführungskünsten. Am Ende bekommt sie auf jeden Fall immer, was sie will und hat sich auch als ganz passable Intrigantin am Hofe des Duque erwiesen, der ihre Anwesenheit eher zu genießen scheint als die von du Casse. Kein Wunder, gilt sie doch als vielseitige Unterhalterin, die den Status einer Harpyie anstrebt. Zwischenzeitlich ging sie so etwas ähnlichem wie künstlerischen Ausdruck nach, als sie Bilder in Form von Narben auf menschliche Haut ritzte, eine Technik, die sie bei afrikanischen Mitgliedern der Schiffsbesatzung gelernt hatte und im Untod verfeinerte.
Seit die Pläne bekannt wurden, dass Cartagena zukünftig der Sitz von Neugranadas Vizekönigen sein wird, war sie ganz Feuer und Flamme für die Politik. Sie schwor sich nicht eher zu ruhen bis einer der Vizekönige ihr gehören würde. Zu diesem Zweck hat sie auch schon einige Reisen nach Bogotá angetreten, um auch dort Kontakte zu knüpfen.

Cuchumaquic
Pisanob, 8. Generation, Kuss: 1604
Cuchumaquic bedeutet „Gesammeltes Blut“ in der Sprache der Maya von denen er abstammt und beeinflusst vom Glaubenssystem der Tlacique, sieht er sich als göttlicher Wächter zum Tor der Unterwelt Xibalba. Dies ist in einer Fledermaushöhle an den schroffen Flanken von La Popa verborgen, wo der Pisanob seine Zuflucht gefunden hat. Cuchumaquic sucht seinen Zwillingsbruder und Sendboten des Todes Xiquiripat, der nach dem Untergang des Obsidianischen Schattenreiches in der Unterwelt verschollen ist.
Seine Camazotz (sterbliche Ghul-Diener) halten für ihn seinen Einfluss bei den indianischen und afrikanischen Teilen der Bevölkerung aufrecht und bringen ihm regelmäßig Geschenke und Opfergaben aus der Stadt. Solange Duque Morientes seiner Brut den Kontakt mit der katholischen Kirche untersagt, dient dieses heidnische Orakel auch als ihr Opfer-Priester und die Lasombra haben viele indianische Rituale in Form von Sabbat-Ritae von ihm übernommen, allerdings ohne die tiefere Spiritualität dahinter zu verstehen. Mit Francisco Ximénez kontrolliert er auch einen Priester, der ihm die Inquisition vom Leib hält und den er vor einigen Jahren aus Guatemala nach Cartagena geholt hat. Cuchumaquic weiß allerdings nicht, dass Ximénez immun gegen das Blutsband ist und im Auftrag der Hidalgo Familie begonnen hat, okkulte Schriften der Maya (Popol Vuh, das Buch des Rates) ins Spanische zu übersetzen.


Artefakt: Popol Vuh, das Buch des Rates
Im Popol Vuh, dem Buch des Rates, wird der Aufbau der Necropolis Xibalba in den Schattenlanden beschrieben, die einen eigenen Teil der Unterwelt darstellte. Nach bestandenen Prüfungen konnten die Geister der Toten von dort zu den Göttern aufsteigen. Sechs göttlich-dämonische Brüderpaare herrschten über diese Welt, von denen Hun Came und Vucub Came die höchsten waren, aber auch Cuchumaquic und Xiquiripat zählten zu ihnen.
Über Höhlen, die tief unter die Erde führten, konnten auch Sterbliche an fünf Unglückstagen im Jahr diese Welt betreten, aber nur den Heldenbrüdern Hunahpú und Ixbalanqué gelang es, die Prüfungen von Xibalba zu bestehen. Dies führte zum Sturz der alten Herrscher und dem Niedergang von Xibalba, da sie immer weniger Opfergaben erhielten.
Trotzdem existierte die Necropolis in den Schattenlanden noch lange weiter, bis der Teil der Unterwelt gemeinsam mit dem restlichen Königreich aus Obsidian unterging und die Sendboten des Todes, die dort Zuflucht gesucht hatten, mit ihr verschwanden.



Sterbliche

Inquisitor Juan de Mañozca
Der Inquisitor ist, wenn auch sehr gläubig, alles andere als ein spiritueller Mann. Von Amts wegen verfolgt er Andersgläubige wie indianische Ureinwohner oder Afrikaner, die er alle verdächtigt schwarze Magie zu praktizieren. Schlimmer sind aber die spanischen Juden, die sich als Christen ausgeben und in großer Zahl in die Kolonie einsickern.
Zum Glück für die Verfolgten ist der Inquisitor, der sich selbst über jedem Gesetz der Menschen erhaben sieht, sehr korrupt und verfolgt meistens eher finanzielle Interessen. So lässt er vermehrt Handwerker, Händler und andere missliebige Personen verhaften, um sie nach erpressten Geständnissen gegen Lösegeld wieder frei zu lassen. Tatsächlich wurden während seiner Amtszeit bisher nur drei Ketzer zum Tode verurteilt, weswegen sich der Widerstand gegen ihn in der Stadt auch noch in Grenzen hält, da jeder weiß, dass sie es noch viel schlimmer treffen könnte.

Gouverneur Pedro Hidalgo
Cartagenas Gouverneur ist Mitglied der adligen Hidalgo Familie und eingeweiht in zahlreiche ihrer okkulten Geheimnisse. Er sucht in Cartagena nach einem tönernen Gefäß, dass seinem Vorfahren Ponce de León Gesundheit und ein langes Leben beschert haben soll. Er vermutet es in der Höhle von Cuchumaquic, den er für einen Hexer hält (und der nicht zu altern scheint). Francisco Ximénez konnte den Becher des ewigen Lebens zwar noch nicht dort finden, versorgt aber den Gouverneur mit zahlreichen okkulten Abschriften über den Aufbau der Geisterwelt. Mit dessen Hilfe ist es Pedro Hidalgo gelungen einige erste nekromantische Rituale für seine Familie zu entwickeln.
Als Gouverneur bekleidet er zudem das höchste, offizielle Amt in Cartagena. Er ernennt den Lieutenant General, der ihm in militärischen Fragen zur Seite steht.

Zum Kult des Buciraco in Cartagena
Aus den Aussagen des Mestizen Luis Andrea, aufgezeichnet von Pedro Simón im Namen der Heiligen Inquisition, 1613
Andrea, der Sohn eines Spaniers und einer Indianerin, gestand in seinem Verhör, das er in seinem Heimatort Tubaja, den ein Dominikaner missionierte, das erbliche Amt eines Schamanen (Mohán) übernommen hatte. Es sei ihm dabei der Gott Buciraco erschienen und habe ihm seiner besonderen Gunst und Hilfe versichert. Um das Prestige seines neuen Moháns zu stärken, habe er ihm Heilpflanzen gegeben und ihm gezeigt, wie er die Kranken behandeln müsse. Dabei wurde ihm aufgetragen, keine Spanier zu kurieren, um sich vor Entdeckung zu schützen. Auf diese Weise wäre er mit Unterstützung Buciracos, der bei jeder Beschwörung erschienen sei, zum berühmtesten Schamanen des volkreichen Bezirks in Tubará geworden.



Cartagenas Ritae
Die Herrschaft des Duque Morientes folgt eher mittelalterlichen Traditionen und kaum den sich noch entwickelnden Praktiken des Sabbat. Da der Duque keinen Kontakt mit der Kirche duldet und auch nicht über ausreichend Kenntnisse der Sabbat Ritae verfügt, haben er und seine Nachkommen ihre eigenen Feste und Traditionen entwickelt, um den Zusammenhalt unter Monstern zu fördern. Viele sind dabei von indianischen Opferritualen des Pisanob Cuchumaquic inspiriert, der meist die Rolle ihres Priesters übernimmt, jedoch ist in den Rasereien der Vampire die tiefere, spirituelle Bedeutung der Rituale verloren gegangen.
Der Feuertanz: Zu ohrenbetäubend lauten Trommeln und Schreien tanzen die Vampire wie wild um einen brennenden Scheiterhaufen, den die Mutigen am Höhepunkt der Ekstase versuchen zu überspringen.
Der Totentanz: Für den besinnlichen Danse de la Morte bringt jeder Teilnehmer eine Leiche mit, mit der er langsam umher tanzt. In den Pausen werden philosophische Diskussionen über den Tod geführt und die eigene Unsterblichkeit gefeiert. Oft führt der Priester auch parallel ein Vaulderie durch und Teilnehmer haben hinterher von Visionen berichtet, betreffend ihres eigenen Todes oder dem ihres Tanzpartners. Selbst ein Blick ins Totenreich soll an den fünf Unglückstagen im Jahr (u.a. dem 31. Oktober) möglich sein.
Das Ballspiel: Beim Pitz spielen wenigstens zwei Rudel gegeneinander und versuchen eine glühend heiße Kanonenkugel durch den gegnerischen Ring zu werfen. Die Kugel darf dabei niemals den Boden berühren. Das Pitz ist eine beliebte Duellform, um Konflikte zu lösen.
Monomazie: Ein klassisches Duell zwischen zwei Gegnern, um Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Jeder Anführer kann zur Monomazie gefordert werden, um dessen Entscheidungen anzufechten. Die Bedingungen legt der Priester fest, der normalerweise die Wahl der Waffen dem Geforderten überlässt. Im Gegensatz zu den anderen Ritae sind bestialisches Verhalten und Raserei verpönt und es werden gesittete Waffen bevorzugt, die einem Ritter oder einem Gentleman würdig sind.
Die Wilde Jagd: Die Wilde Jagd ist ein Wettstreit zwischen Einzelnen oder Rudeln, bei dem der gewinnt, der die vorher festgelegte Siegbedingungen am schnellsten erfüllt (Bringt mir fünf englische Skalps und ein Dutzend Schrumpfköpfe!). Die Wilde Jagd kann Teil einer Kampfhandlung in einer feindlichen Stadt sein oder auch auf Feinde und Verräter in der eigenen Stadt ausgerufen werden. Sind Vampire das Ziel der Wilden Jagd, endet sie oft mit Diablerie.
Blutsbrüderschaft: Eine Vaulderie wird nur selten durchgeführt, z.B. wenn Konflikte nach dem Pitz oder der Monomazie weiter schwelen und Einheit oder Loyalität wieder hergestellt werden müssen. Im Mittelpunkt des Ritus steht der Priester, der mit einem Obsidiandolch zahlreiche Wunden an seinem Körper öffnet, die jeder Teilnehmer mit einer verwundeten Hand bedeckt, um den Blutaustausch zu ermöglichen. Das Blut mischt sich während der Zeremonie im Körper des Priesters, bevor es wieder an alle anderen Teilnehmer zurück fließt.


Abenteuerideen

Die Tochter des Gouverneurs
Sári, die Tochter des Gouverneurs ist verschwunden und nur ihre Puppe ZsaZsa ist zurück geblieben. Seine okkulten Kenntnisse und eigenen Nachforschungen haben ergeben, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen ist und Pedro verdächtigt Cuchumaquic, etwas mit ihrem Verschwinden zu tun zu haben, um ihn gegebenenfalls zu erpressen.
Der Gouverneur wird jeden Stein in der Stadt umdrehen und auch nicht davor zurück schrecken, die Inquisition auf jeden Vampir zu hetzen, den er dabei findet, bis Sáris Schicksal geklärt ist.
Tatsächlich hat sie nicht nur heimlich die Nekromantie der Hidalgos studiert, sondern auch ganz außergewöhnliches Talent in deren Anwendung demonstriert. Jetzt ist sie aber körperlich in den Schattenlanden gefangen und sucht nach einer Möglichkeit für ihre Rückkehr. Manchmal gelingt es ihr, mit übersinnlichen Kräften ihre Puppe ZsaZsa zu beleben, um kryptische Hinweise zu senden.

Das Verschwinden der NosferatuAuch wenn das Verschwinden der Nosferatu schon über 100 Jahre zurück liegt, beunruhigt es Duque Morientes noch immer, dass er nie den Grund dafür gefunden hat. Andere mögen glauben, dass die Inquisition sie vertrieben hat und auch er hatte immer gehofft, dass sie einfach nur stillschweigend Cartagena verlassen hatten, aber seine Spione konnten nie auch nur einen von ihnen in einer anderen Stadt ausfindig machen. Schlimmer noch, seitdem meiden die Nosferatu Cartagena, als wüssten sie was. Die Nosferatu hausten schon vor der Ankunft des Duque in den Tunneln, wo heute die Festung San Felipe steht und er ist überzeugt, dass sich irgendetwas dort unten befindet. Der starke Anstieg der kainitischen Bevölkerung in der letzten Zeit ist eine gute Gelegenheit, wieder Herr der Lage zu werden und dieses Geheimnis zu lüften.

Die Ankunft des Vizekönigs

Der Handel floriert und Neugranadas Vizekönig Sebastian de Eslava y Lazaga bereitet seine Ankunft in Cartagena vor. Überall von den adligen Höfen bis zu den schäbigsten Tavernen tummeln sich ausländische Botschafter, Abgesandte, Handelsreisende und andere Vertreter europäischer Staaten und Religionen. Mit ihnen sickern verstärkt englische Spione der Ventrue und holländische Agenten der Brujah nach Cartagena ein, um die neuen Festungsanlagen auszukundschaften und über Marionetten Einfluss für ihre europäischen Herren aufzubauen. Noch ist nicht klar, ob sie nur die Ankunft ihrer untoten Meister vorbereiten oder einen Großangriff auf ganz Cartagena.
Duque Morientes ist besorgt, über die immer größere Zahl an ausländischen Waffen und Pferden, die ihren Weg zu aufständischen Indianerstämmen der Umgebung finden, um sich gegen die spanische Herrschaft aufzulehnen. Noch sind es kleinere Scharmützel, doch an diesen Funken könnte sich eine Rebellion entzünden.
Stimmen werden unter den Kainiten laut, die dafür plädieren, die Inquisition gegen Cartagenas Gegner einzusetzen, doch davon will Morientes nichts hören. Stattdessen lässt der Duque eine Strafexpedition entsenden, die nicht nur den Aufstand niederschlagen, sondern auch klären soll, woher die Waffen stammen, um das Netzwerk der feindlichen Agenten zu zerschlagen. Sollte sein Plan scheitern, wird man die englischen Ventrue nicht mehr lange aus der Stadt halten können.

Monçadas Würgegriff
Spanische Lasombra im Auftrag Monçadas verlangen von Cartagenas Vampiren eine stärkere Anbindung an den Sabbat in Lima und Unterstützung zur Einnahme von Mexico City. Der Duque sucht nach einigen jüngeren Vampiren, die bereit wären für Cartagena als Botschafter zum Sabbat zu reisen, damit er seinen guten Willen beweisen kann, aber nicht Einfluss in der Stadt aufgeben muss. Die Spanier hoffen jedoch auf ein Versagen der Leute des Duques, um ihn unter diesen Vorwand absetzen zu können. Wenn aber aufgedeckt werden könnte, dass sie versucht haben, die diplomatische Mission zu sabotieren, könnte der Duque sich vielleicht für einige Zeit aus Monçadas Würgegriff befreien.
 

Magnus Eriksson

sucht Antworten
Also die Idee war schon, dass von Babel zu den älteren Ahnen der Stadt gehört und das Konzept sollte "deutscher Großindustrieller" sein. Ich muss zugeben, dass ich die Krupp-Geschichte und Finanzen nicht detailliert studiert habe, aber nachdem ich die Charakter-Beschreibung nochmal gelesen habe, finde ich, dass sich die Widersprüche in Grenzen halten.
Wenn ich dich richtig verstehe, findest du, dass die Kruppwerke 1826 noch zu unbedeutend waren, um großes Geld damit zumachen. Wenn man es bei Krupp belassen möchte, könnte man argumentieren, dass er zwar in den Werken gearbeitet hat, um den Grundstein für zukünftiges Vermögen zu legen, 1826 aber noch andere Einnahmequellen hatte. Immerhin wird in seiner Beschreibung angedeutet, dass er den Werken bis 1933 erhalten blieb, wo sie ja zur Großdeutschen Rüstungsschmiede aufstiegen und sicherlich für Ressouren und Einfluss sehr attraktiv wurden. Vielleicht waren die Kruppwerke in der WoD aber auch schon viel früher hochprofitabel, weil ein Ventrue mit übernatürlichen Kräften und einem uraltem Netzwerk dafür sorgte?
Ich muss auch gestehen, dass ich für den Zeitraum keine anderen deutsche Industrieriesen bennen könnte, die man alternativ nehmen könnte, zumal die Industrielle Revolution ja gerade erst einsetzte. Bin aber gerne für Vorschläge offen, wenn du dich auskennst. :)
 
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Supergerm

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Bei mir war es so, daß ich beim Lesen der Charakterbeschreibung als Geburtsjahr dann so 1820 bis 1870 und als Kußjahr dementsprechend etwa 1850 bis 1910 angenommen hätte, wenn diese Jahreszahlen nicht dort stünden.

Gefühlsmäßig paßt es nach meinem dafürhalten außerdem bei einem Adeligen so früh im 19. Jahrhundert noch nicht, daß er in der Industrie tätig ist, aber vielleicht hat er seinen Titel auch erst später erhalten. Meines Erachtens müßte er also entweder ein paar Jahrzehnte jünger oder erst als Vampir eingestiegen sein.

Ein besser geeignetes Stahlunternehmen fällt mir leider nicht ein. Krupp war ja immerhin schon vor dem 1. Weltkrieg ein sehr großes Rüstungsunternehmen.

Wenn Du bei 1787/1826 bleiben willst, fände ich eine Beschreibung in Richtung "Er unterstütze Krupp seit der Gründung" besser.

Hier sind mal die thematisch interessanten Wikipediaartikel:

Die Friedrich Krupp AG allgemein

Die ursprüngliche Fabrik

Friedrich Krupp, der Gründer (er starb 1826, dem Jahr in dem Babel nach Deiner Beschreibung zum Vampir wurde; nur ein Zufall?)

Wenn die Lebensdaten beibehalten werden, dann war er halt in der Zeit, in der Krupp so richtig gewachsen ist, eher eine Macht hinter dem Thron.
 
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Magnus Eriksson

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Vorweg gesagt, ich finds nicht nur gut sondern extrem spannend, wie andere Leute die Ansätze und Ideen hinter den Charakteren interpretieren und was sie damit assozieren. (y)

Gefühlsmäßig paßt es nach meinem dafürhalten außerdem bei einem Adeligen so früh im 19. Jahrhundert noch nicht, daß er in der Industrie tätig ist, aber vielleicht hat er seinen Titel auch erst später erhalten.
Ich muss zugeben, so detailierte Gedanken hatte ich mir über von Babels Hintergrund gar nicht gemacht. Für mich war wichtiger welche Rolle er in Cartagena spielen sollen und welches Flair er hat. Da du es hier ansprichst, wäre meine Interpretation, dass von Babel in Deutschland der klassische Ancillae war. Vielleicht gehörte er zum landlosen Briefadel, ist aber nicht mit dem silbernen Löffel im Mund geboren worden, sondern hat sich schon selber als Geschäftsmann hochgearbeitet (Self-made man). Der niedere Adelstitel war für ihn weniger wichtig als für seine Erzeugerin. Für sie reichte es nicht aus, dass er "nur" erfolgreich war (solche gibt es viele), er musste auch über die richtige Abstammung verfügen. Clan Ventrue war zu der Zeit gerade im Umbruch. Seit der Französischen Revolution war die Macht des Adels nicht mehr unantastbar. Die Elite wurde neu definiert. Von Babel verkörpert das, mittlere Generation, ein bisschen Adel, etwas Unternehmer, nicht zu alt nicht zu jung. Im Konflikt zwischen den englischen und deutschen Ventrue, brauchte der deutsche Clan Zugriff auf englischen Stahl, um nicht den Anschluss im Rennen um die Weltherrschaft zu verlieren. Von Babel war ihr Mann, diesen Einfluss für den Clan zu sichern.

Wenn die Lebensdaten beibehalten werden, dann war er halt in der Zeit, in der Krupp so richtig gewachsen ist, eher eine Macht hinter dem Thron.
Ja, so würde ich das machen.

(er starb 1826, dem Jahr in dem Babel nach Deiner Beschreibung zum Vampir wurde; nur ein Zufall?)
Zufall in der WoD? Natürlich nicht! Nur ein weiterer Plothook für den aufmerksamen Leser (Danke fürs Herausfinden (y)).
 

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Es könnte auch so gewesen sein, daß er den schwindenden Einfluß des Adels erkannt hat, weshalb er schon sehr früh in die Industrie gegangen ist (vielleicht nachdem er den Dienst in der preußischen oder einer anderen Armee quittiert hat - er ist alt genug, um als Sterblicher in den napoleonischen Kriegen gekämpft zu haben). Vielleicht war auch diese Weitsicht und Anpassungsfähigkeit der Grund, warum er zum Vampir gemacht wurde. Für Anpassungsfähigkeit würde auch sprechen, daß er moderne Technik (Smartphone) verwendet, was für Vampire seines Alters nach dem, was ich kenne, eher untypisch ist.
 

Magnus Eriksson

sucht Antworten
Industrielle und noch andere Revolutionen (1812)

Amerika läßt sich von uns nicht regieren. Wer einer Revolution dient, pflügt im Meer.
- Simón Bolívar, 1830

Das 19. Jahrhundert sieht den Niedergang der französischen, spanischen und heilig-römischen Reiche, was den Aufstieg des Britischen Empires ermöglicht. Auch in Kolumbien sind die ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der zunehmenden Globalisierung und Industrialisierung spürbar. Mit Wind- und Wasserkraft angetriebene Mühlen und Maschinen fördern den Bau immer größerer Fabriken und Produktionszentren.
Die französische Revolution und die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten haben die europäischen Großmächte verunsichert und turbulente Zeiten anbrechen lassen. Nachdem mehrere Generationen der sogenannten Kreolen in den Kolonien geboren und aufgewachsen sind und durch die Ideen der Aufklärung auch ein neues Nationalgefühl unter ihnen entstand, wuchs auch im Vizekönigreich von Neugranada der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit. Die europäischen Monarchien zeigten durch die Umwälzungen und drohenden Revolutionen in ihren eigenen Ländern Schwäche und konnten die eiserne Kontrolle über ihre Kolonien nicht aufrecht erhalten.
Spanien war seit 1796 von französischen Truppen besetzt und in einen Krieg gegen England gezwungen worden. Die spanische Flotte unterlag aber 1805 den Engländern in der Schlacht bei Trafalgar. Während der Napoleonischen Kriegen von 1808-1814 konnte der Kontakt zu den Kolonien nicht aufrechterhalten werden. Kurz darauf kam es in sämtlichen Ländern Südamerikas zu Aufständen und Revolten. Unter Simon Bolivar erklärte in Kolumbien 1810 zuerst Bogotá seine Unabhängigkeit. Weitere Städte folgten und schlossen sich der neu gegründeten Föderation von Groß-Kolumbien an, unter anderem auch Cartagena, dessen Bedeutung weiter zugenommen hatte und nicht nur eine der größten Städte des Kontinents, sondern auch Hauptstadt und Sitz der Vizekönigs von Neu-Granada geworden war. Mit 25.000 Einwohnern stand Cartagena in nichts mehr deutschen Großstädten wie Frankfurt, Mainz oder Stuttgart nach.
1811 landeten royalistische Entsatztruppen in Santa Marta und starteten einen Feldzug zur Rückeroberung der abtrünnigen Kolonie. Ohne direkte Unterstützung von Spanien waren die königstreuen Loyalisten zwar in Unterzahl, aber die Armee war disziplinierter und erfahrener als die patriotischen Separatisten und konnte schnell erste Erfolge erzielen. Cartagena droht wieder unter die spanische Herrschaft zu fallen. Wenn es nicht gelingt, die Spanier hier aufzuhalten, könnten sie nahezu ungehindert bis Bogotá vorrücken und die Revolution würde ein schnelles, blutiges Ende finden. Simon Bolivar verlieh Cartagena den Titel „La Heroica“, die Heldenhafte, um ihren Kampf gegen die Spanier für ganz Kolumbien zu würdigen.
Dabei sind die Unabhängigkeitskämpfer alles andere als geeint. Während um Cartagena die Föderalisten die Oberhand haben, dominieren bei Bogotá die Zentralisten. Nur ihr Kampf gegen die Loyalisten hält diese Fraktionen momentan davon ab, mit größeren Armeen in einem Bürgerkrieg gegeneinander zu Felde zu ziehen und so bleibt es bei kleineren Scharmützeln.

Der Sabbat hatte 1803 gerade seinen eigenen Bürgerkrieg beendet, aber die Camarilla hatte es versäumt die geschwächte Sekte endgültig zu besiegen. Im Gegenteil konnte die Schwarze Hand unter den Deckmantel des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges sogar die Camarilla-Ahnen zwingen, die Hauptstadt Mexico City zu verlassen, die in den folgenden Jahren das neue Zentrum des Sabbat werden sollte. Auch die Giovanni festigen dort ihren Einfluss und gründen 1811 mit Miguel Hidalgo eine neue Blutlinie in Mexiko.
In Cartagena hatte der Sabbat jedoch viel von seinem Einfluss verloren. Im Bürgerkrieg hatten sich Lasombra und Toreador antitribu gegenseitig geschwächt und 1799 hat der Sabbat mit Duque Morientes seinen fähigsten Führer in der Region verloren. Das Einzige, was die verbliebenen Lasombra seitdem eint, ist es du Casses Versuche zu vereiteln, Morientes zu beerben. Derartig zerstritten konnten sie nicht das Einwandern zahlreicher Agenten der Camarilla aus Bogotá verhindern und die Ventrue Genovese besaß sogar die Frechheit sich zum Prinzen auszurufen. Mit Hilfe des Ghuls Ducoudray Holstein hätte sie eventuell sogar ihren Machtanspruch durchsetzen können, doch Smiling Jack hat ihn von ihrem Einfluss befreit und ihm selber den Kuss gegeben, bevor sie es konnte.


Kainiten
Ducoudray Holstein, Brujah 11. Generation, Erzeuger: Smiling Jack, Kuss: 1811
Jose Ortiz, Brujah, 11. Generation, Erzeuger: Smiling Jack, Kuss: 1799
Marino Gutierrez, Lasombra, 8. Generation, Erzeuger: Duque Morientes, Kuss: 1742
Alfredo Molina, Lasombra, 9. Generation, Erzeuger: Marino Gutierrez, Kuss: 1811
Du Casse, Toreador antitribu, 7. Generation, Erzeuger: Baron de Pointis, Kuss: 1687
Antonio Amar, Toreador, 8. Generation, Erzeuger: du Casse, Kuss: 1811
Maria Genovese, Ventrue, 8. Generation, Erzeuger: Maria del Carmen, Kuss: 1772
Ricardo, Ventrue, 9. Generation, Erzeuger: Maria Genovese, Kuss: 1811

Seit der Vernichtung von Duque Morientes und der Unabhängigkeitserklärung Cartagenas befinden sich die Vampire der Stadt im permanenten Ausnahmezustand.
Der Ventrue Maria Genovese ist es gelungen über ihre zahlreichen Gefolgsleute genug Einfluss in der Stadt aufzubauen, um den Regierungspalast zu übernehmen und sich zum Prinzen ausrufen zu lassen. Mit Holstein hat sie jedoch dabei ihren wichtigsten Verbündeten und Ghul ihrer Erzeugerin verloren. Stattdessen hat sie Ricardo in den Clan geholt, ihren 10 Jahre alten, adligen Pagen, bei dem sie sich in ihrer Paranoia als Einzigen sicher sein konnte, dass er nicht unter fremden Einfluss geraten war.
Ducoudray Holstein konnte sich aus der Kontrolle der Ventrue lösen, als der Brujah-Anarch Smiling Jack ihm den Kuss gab. Holstein ist immer noch General in Bolivars Befreiungsarmee und kontrolliert über die Festung Boca Chica auf der Insel Tierra Bomba den Zugang zum Hafen. Mit Jose Ortiz ist noch ein weiteres Kind von Smiling Jack in der Stadt. Der Anarch Ortiz hat sich eine Domäne im Getsemani-Sklavenviertel gesichert und arbeitet daran, sein Netzwerk zur Befreiung aller Sklaven auf dem Kontinent auszubauen. Als Anarch und Maroon ist für ihn die Zusammenarbeit mit dem adligen Europäer Holstein… kompliziert und geschieht wenn dann bestenfalls aus Respekt vor ihrem gemeinsamen Erzeuger.
Während die Brujah jeder auf seine Art und Weise für die Freiheit und Unabhängigkeit kämpfen, setzt Marino Gutierrez alles daran, die alte Ordnung wieder herzustellen. Nach dem von Ortiz angezettelten Aufstand verbrannten nicht nur Morientes sondern auch viele seiner Kinder und Gefolgsleute, die von dem Sklavenhandel profitiert hatten. Gutierrez musste sich eine neue Einflusssphäre suchen und fand sie in der Kirche, da Morientes ehemaliges Verbot dazu nun mit ihm in Rauch aufgegangen war. Da die Inquisitoren ebenfalls vertrieben worden waren, bezog er den Palast der Inquisition und fand dort mit Alfredo Molina einen geeigneten Kandidaten, um den Einfluss der Lasombra in der Kirche zu verbreiten. Molina war lange Zeit als Missionar bei den Indios tätig und hat sie neben dem Wort Gottes auch mit Glasperlen, billigen Alkohol und gelegentlich einer warmen Decke versorgt (was die meisten nicht überlebt haben). Bisher schützen die Mauern der Kirche die Lasombra vor direkten Angriffen ihrer Feinde, aber ohne Unterstützung der spanischen Truppen, werden sie Cartagena nicht zurück erobern können.
Das liegt auch daran, dass ihr unzuverlässiger Verbündeter du Casse jegliches Interesse an Macht und Politik verloren zu haben scheint. Der Toreador antitribu ist im Kloster La Popa in relativer Sicherheit, hat aber keine der zahlreichen Aufforderungen zur Unterstützung beantwortet. Tatsächlich wartet er momentan nur, bis sich ein klarer Favorit in dem Konflikt abzeichnet, um diesen dann mit seiner Unterstützung zum Sieg zu verhelfen. Bis es soweit ist, frönt er lieber seinen dekadenten Leidenschaften.
Seit kurzem hat er dabei auch wieder prominente Gesellschaft. Antonio José Amar y Borbón, der ehemalige Mediziner und Brigadier der königlichen Armee wurde 1802 zum Vizekönig von Neugranada ernannt. In der Bevölkerung war er vor allem für seinen selbst für Adlige übermäßig dekadenten Lebensstil verhasst, aber er hatte das Wohlwollen der Ventrue für die Umsetzung der Bourbon Reformen, die im Sinne der Aufklärung waren und mehr staatliche Kontrolle über die Kirchen sicherten. Die Reformen förderten aber auch eine zunehmende Entfremdung der Kreolen vom spanischen Mutterland und mit Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges und der Etablierung von Bürgerregierungen in Form von Juntas wurde Vizekönig Amar 1810 zusammen mit seiner Frau Francisca Villanova gefangen genommen und auf La Popa in Cartagena inhaftiert. Dort fiel er in die Hände von du Casse, der beabsichtigte ihn als Faustpfand für Verhandlungen zu verwenden, falls die Spanier wieder die Oberhand gewinnen sollten, ihm dann aber doch in einem Anfall von Leidenschaft den Kuss gegeben hat.


Politik & Traditionen

Prinz Genovese bemüht sich ihre Kontrolle über die Stadt soweit zu festigen, um die Camarilla Traditionen durchsetzen zu können. Sie weiß, dass der Respekt aller Vampire Cartagenas ihr gegenüber davon abhängt, inwieweit sie dazu in der Lage ist.
Sie hat klargemacht, dass sie eklatante Maskeradebrüche in Zukunft ohne Rücksicht auf persönliche Verluste verfolgen wird und bisher hat es niemand gewagt, ihren Willen in dieser Sache herauszufordern. Schwach wirkt sie hingegen in der dritten Tradition der Nachkommenschaft. In letzter Zeit wurden eine Reihe neuer Vampire geschaffen, ohne vorher ihr Einverständnis zu haben. Sie hat zwar auf Smiling Jack eine Blutjagd ausgerufen, doch der hat die Stadt bereits wieder verlassen, so dass sie nicht gezwungen war, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Die Brujah-Anarchen und andere Neugeborene wurden dann von ihr in den laufenden Friedensverhandlungen nachträglich anerkannt und als Folge der chaotischen Umstände während der Camarilla-Übernahme akzeptiert. Bei zukünftigen Missachtungen dieser Tradition gerade von Seiten der Lasombra oder der Toreador kann sie aber keine weitere Schwäche zeigen, will sie ihren Prinzen-Status behalten.
Etwas besser sieht es aus, ihre Ansprüche auf die Traditionen der Domäne und der Gastfreundschaft durchsetzen zu können. Dank ihrer zahlreichen Agenten und ihren Einfluss auf das Militär in der Stadt ist sie zuversichtlich in Zukunft Neuankömmlinge aufspüren und vorladen zu können.
Sie ist sich nicht sicher, ob sie einen gewaltsamen Konflikt mit Anarchen und Sabbat überstehen könnte. Daher sucht sie momentan nach diplomatischen Lösungen, die Vampire Cartagenas zur Anerkennung ihres Prinzenstatus zu bewegen. Dafür hat sie in der Havanna Bar das erste Elysium der Stadt eingerichtet. Solange die Traditionen respektiert werden, stehen alle Vampire, die sich dort aufhalten, unter ihrem persönlichen Schutz, egal welcher Sekte sie angehören.


Sterbliche

General Manuel Castillo y Rada
Der Befehlshaber von Bolivars Armee bei Cartagena bereitet seine Truppe gerade darauf vor, die von Santa Marta kommenden Spanier am Rio Magdalena abzufangen, um ihnen den Zugang zum kolumbianischen Hinterland zu verwehren und sie zurück ins Meer zu drängen. Die Marionette der Ventrue hofft, dass Cartagena im Zweifelsfall den Spaniern lange genug standhält, bis er einen Gegenangriff starten kann. Er hat extra Truppen am Regierungspalast abgestellt und damit beauftragt ist, spanische Spione in Cartagena aufzustöbern.

Admiral Louis Aury
Der französische Korsar hat sich aus Überzeugung dem Freiheitskampf Kolumbiens angeschlossen und das Kommando über die Seestreitkräfte von Cartagena übernommen. Die überschaubare Flotte des guten Freundes und Verbündeten von Holstein versperrt an der Festung Boca Chica den Zugang zum Hafen, um die Spanier zu einem Landangriff auf Cartagenas Mauern zu zwingen.

Sári Hidalgo
Obwohl schon über 80 Jahre alt, sieht die Tochter von Pedro Hidalgo keinen Tag älter aus als 30. Mit Hilfe ihrer nekromantischen Praktiken ist es ihr gelungen, ihren Alterungsprozess erheblich zu verlangsamen, aber nicht völlig aufzuhalten. Nachdem die Hidalgos kürzlich als Blutlinie in den Giovanni Clan integriert wurden, hofft sie auch bald den Kuss der Unsterblichkeit zu erhalten. Momentan hat sie aber nur den Auftrag für die Familie über Cartagenas Vampire Informationen zu sammeln und sucht nach unverdächtigen Möglichkeiten in deren Nähe zu kommen. Als Mme ZsaZsa bietet sie ihre Wahrsagekünste in Seancen an, um die Diener der Untoten auszuhorchen.

Jacques Étienne Montgolfier
Montgolfier ist Naturwissenschaftler und Miterfinder des Heißluftballons. Nach ersten erfolgreichen Testflügen in Paris, präsentiert er erstmalig seine Erfindung auf dem amerikanischen Kontinent, während er den Bau seiner neuen Papierfabrik in Cartagena überwacht.
Der bekennende Freimaurer verfügt auch über einen Satz von Da Vincis Zeichnungen, um mit deren Hilfe weitere Flugmaschinen zu bauen und fliegen zu lassen. Er nutzt dies aber nur als Tarnung, denn der Ghul und Spion europäischer Mächte verbirgt zwischen seinen vielen Bauplänen, Skizzen und Zeichnungen auch seine Notizen über Cartagenas Festungsanlagen und Truppenstärken. Nachdem sich das britische Gibraltar als uneinnehmbar gegenüber Angriffen von Land und zu See erwiesen hat, will er seinen Herren an Cartagena den Nutzen der Aufklärung und Angriffe aus der Luft demonstrieren.


Abenteuerideen
  • Der Feind meines Feindes ist mein Feind
    Eine Gruppe Gesandter der Zentralisten aus Bogotá kommt nach Cartagena, um Möglichkeiten einer besseren Zusammenarbeit mit Cartagenas Föderalisten auszuloten. Die Lasombra planen ihre Ermordung, um die Gespräche scheitern zu lassen und den Konflikt zwischen Zentralisten und Föderalisten anzuheizen. Eine Ausweitung der Konflikte zwischen den beiden Gruppen von Unabhängigkeitskämpfern würde den Loyalisten in die Hände spielen und die Rückeroberung Kolumbiens erheblich erleichtern.
  • Gottes gerechte Strafe
    Ein heftiges Erdbeben hat in zwei Stößen Caracas dem Erdboden gleichgemacht und die Trümmer in Flammen gesetzt. Die Zerstörungen sind so umfassend, dass viele die Stadt gar als verloren geben und planen sie an anderer Stelle neu aufzubauen. Die Loyalisten sehen darin „Gottes gerechte Strafe“ für alle, die sich vom spanischen Königshaus lösen wollen. Die Vampire Cartagenas befürchten ein gescheitertes Ritual der Tremere aber die Ventrue suchen die Hilfe der venezolanischen Truppen, um die Loyalisten in Santa Marta weiterhin von zwei Seiten bedrohen zu können. Ansonsten sähen sie sich in Kürze der vollen Wucht der spanischen Armee ausgesetzt. Sie planen Hilfsgüter von Cartagena zu den Tremere nach Caracas zu schicken, brauchen dafür aber die Schiffe von Holsteins Freund Admiral Aury und müssen dann immer noch die spanische Blockade durchbrechen.
  • Geiselaustausch
    Prinz Genovese ist es gelungen Alfredo Molina habhaft zu werden und sie plant ihn für den Bruch der Traditionen zu verurteilen und öffentlich hinrichten zu lassen. Gutierrez hat daraufhin Ricardo gefangen, um ihn gegen Alfredo auszutauschen. Genovese kann diesem Handel kaum ohne Gesichtsverlust zustimmen, aber auch der Verlust ihres Kindes könnte sie am Ende ihren wackligen Prinzen-Status kosten. Mit allen Mitteln der Diplomatie oder der Gewalt versuchen Genovese und Gutierrez ihre Nachkommen freizubekommen und ihre Interessen zu schützen.
  • Die Belagerung
    Unter General Pablo Morillo sind die loyalistischen Truppen von Santa Marta bis an Cartagenas Mauern vorgerückt und haben die Belagerung der Stadt begonnen. Tagsüber regnen die Kanonenkugeln der Artillerie auf die Häuser nieder und zerstören Zufluchten und Ressourcen, während mit der Bevölkerung unter Seuchen Einfluss und Herden verschwinden. Die Vampire Cartagenas müssen sich entscheiden, ob sie versuchen den Kämpfen zu entkommen, um woanders ganz von vorne anzufangen, ob sie sich tief unter den Festungen der Stadt verschanzen, um das Bombardement auszusitzen oder ob sie für ihre Stadt kämpfen, auf welcher Seite auch immer...
 
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