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- 17. September 2008
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SW baut ja auf den Einsatz von Miniaturen und Gelände. Vor allem der Einsatz von Figure Flats ist sicherlich an der Tagesordnung. In meinem Blog gibt es den ein oder anderen Artikel zum Thema, den ich aber auch den Savages bei B! zugänglich machen möchte. Es ist jeder herzlich eingeladen seine Bastelerfahrungen ebenfalls zu posten, Links vorzustellen und auch Material zu liefern. Am Ende kommt ja vielleicht eine Schatztruhe mit vielen nützlichen Sachen heraus.
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Figure Flats - Pappfiguren fürs Rollenspiel
In vielen Rollenspielen ist es von Vorteil die beschriebenen Szenarien, im Falle eines Kampfes oder ausufernder Aktionen, auf dem Tisch nachzustellen. Es bleibt zwar der Beigeschmack eines Brettspiels oder eines Tabletops, aber hey, dadurch wird die Situation plastischer und es macht Spaß. Nur zu gerne erinnere ich mich an die Spielsitzung Eine Welt in der Hölle - Oben, als ich die Pappfiguren auspackte und auf den Tisch stellte. Der Spieler des Wildlings hatte plötzlich einen unvergesslichen Gesichtsausdruck, als er seine Figur neben den Orks sah. Wildlinge sind im Schnitt neunzig Zentimeter, Orks zwei Meter. Herrlich dieser Anblick!
Dieser Artikel soll sich keinesfalls mit dem Für und Wider von nachgestellten Szenarien beschäftigen, sondern eine Hilfestellung für die Spieler sein, die gerne günstige Miniaturen auf den Tisch bringen wollen. Bei der Verwendung von sogenannten Figure Flats gibt es unterschiedliche Herangehensweisen und Vorlieben. Auch hier ist der Artikel subjektiv, denn er beschreibt nur eine der Möglichkeiten, die ich nutze.
Zuerst einmal benutze ich zweiseitige Pappfiguren, die ich nach dem Zusammenbau in durchsichtige Standfüße aus Plastik stecke. Die Dinger gibt es günstig bei Spielmaterial.de (unter sonstiges Spielmaterial). Die Figuren selber kaufe ich als PDF oder fertige sie selber an. In der Höhe sind die von mir benutzten Figuren meistens dreißig Millimeter im Durchschnitt hoch und passen somit wunderbar zu meinen Zinn- und Plastikminiaturen. Deswegen habe ich einfach festgelegt, dass diese Höhe optimale zwei Meter ergibt. Vorsicht: Vor allem bei Schablonkreaturen kann das zu Problemen führen. In “Savage Worlds” stellt ein Zoll zwei Meter dar - und ein Zoll hat nur ungefähr fünfundzwanzig Millimeter. Schablonenkreaturen also lieber etwas kleiner und passend machen, damit es bei Schabloneneffekten gerecht zugeht.
Um eine Pappfigur zu erstellen starte ich mein Grafikprogramm (ich persönlich verwende Photoshop, aber Gimp und andere Vertreter sollten auch gehen) und mache mich auf die Suche nach passenden Motiven. Das Internet ist voller Bilder und solange ich die Grafiken nur für meinen Privatgebrauch benutze, kann ich nach Lust und Laune wildern. Vorsicht: Keinesfalls die Pappfiguren ohne Copyright oder Erlaubnis zum Download bereitstellen!
Bei den Motiven gehe ich auch gezielt bei Künstlerplattformen, Homepages von Künstler und Verlagsseiten suchen. Konzeptzeichnungen aus Computerspielen, Serien und Kinofilmen eignen sich ebenfalls. Auch gut sind Miniaturen-Gallerien. Wer kein passendes Motiv findet, bekommt in Rollenspielforen oft Hilfe in Form von Tipps oder passenden Hyperlinks. Es bietet sich auch an Schauspieler als Figuren zu nehmen (als Vorlage eignen sich hier die Grafiken der lebensgroßen Pappaufsteller, die in Postershops zu finden sind) oder Schattenrisse zu erstellen, die bunt eingefärbt werden können. Für “Torchwood” und “Doctor Who” habe ich Pappfiguren aus Pappaufsteller-Vorlagen erstellt.
Für meine Kampagne “Eine Welt in der Hölle” möchte ich nun ein Mitglied des Handelsrats erstellen. Als Motiv habe ich mir den imperialen Hauptmann von Freebooter ausgesucht. Eine schöne Grafik findet sich dort im Shop. Zu Anschauungszwecken benutze ich einen Schattenriss.
Zuerst wird die Grafik an den Seiten zugeschnitten, bis sie eine passende, rechteckige Grundform besitzt. Der Sockel der Miniatur stört mich kaum, der ist sogar schick beflockt. Bei Photoshop umgebe ich die Ebene mit einem schwarzen Rand von drei Pixel breite. Bei anderen Programmen kann ein rechteckiger Kasten vorgefertigt und die Miniatur hineinkopiert werden.
Nun ein Raster eingeblendet und daran die Miniatur passend skaliert. Dreißig Millimeter sind zwei Meter, mein Hauptmann ist ein Mensch und soll etwas kleiner sein. Also skaliere ich die Grafik so, das der Körper vom Kopf bis zu den Füßen achtundzwanzig Millimeter hoch ist. Sieht gut aus, passt!
Nun kopiere ich die Ebene und spiegele sie horizontal. Die gespiegelte Kopie lege ich seitlich an das Original an, füge die beiden Ebenen zu einer Ebene zusammen und bin erst einmal glücklich - außer die Pappfigur soll mittels einem Filter schärfer oder anderweitig bearbeitet werden. Bei Photoshop kann ich problemlos Farben verändern und somit die Figur “anders” bemalen. Dazu reicht ein verschieben der entsprechenden Regler. Den Rest erledigt nun mein Drucker.
Bei einem Ausdruck auf dünne Pappe kann ich die Figur einfach ausschneiden, falten und kleben. Ansonsten einfach auf Papier ausdrucken und erst einmal eine Hälfte auf dünne Pappe kleben. Hier eignet sich Karton aus dem Papiermüll, sei es nun von Lebensmittelkartons, Zigarettenhüllenpackungen oder Medikamentenschachteln. Nach dem Trocknen ausschneiden und die passgenau ausgeschnittene Rückseite ebenfalls aufkleben.
Jetzt die Miniatur ins Füßchen stecken und freuen.
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Figure Flats - Pappfiguren fürs Rollenspiel
In vielen Rollenspielen ist es von Vorteil die beschriebenen Szenarien, im Falle eines Kampfes oder ausufernder Aktionen, auf dem Tisch nachzustellen. Es bleibt zwar der Beigeschmack eines Brettspiels oder eines Tabletops, aber hey, dadurch wird die Situation plastischer und es macht Spaß. Nur zu gerne erinnere ich mich an die Spielsitzung Eine Welt in der Hölle - Oben, als ich die Pappfiguren auspackte und auf den Tisch stellte. Der Spieler des Wildlings hatte plötzlich einen unvergesslichen Gesichtsausdruck, als er seine Figur neben den Orks sah. Wildlinge sind im Schnitt neunzig Zentimeter, Orks zwei Meter. Herrlich dieser Anblick!
Dieser Artikel soll sich keinesfalls mit dem Für und Wider von nachgestellten Szenarien beschäftigen, sondern eine Hilfestellung für die Spieler sein, die gerne günstige Miniaturen auf den Tisch bringen wollen. Bei der Verwendung von sogenannten Figure Flats gibt es unterschiedliche Herangehensweisen und Vorlieben. Auch hier ist der Artikel subjektiv, denn er beschreibt nur eine der Möglichkeiten, die ich nutze.
Zuerst einmal benutze ich zweiseitige Pappfiguren, die ich nach dem Zusammenbau in durchsichtige Standfüße aus Plastik stecke. Die Dinger gibt es günstig bei Spielmaterial.de (unter sonstiges Spielmaterial). Die Figuren selber kaufe ich als PDF oder fertige sie selber an. In der Höhe sind die von mir benutzten Figuren meistens dreißig Millimeter im Durchschnitt hoch und passen somit wunderbar zu meinen Zinn- und Plastikminiaturen. Deswegen habe ich einfach festgelegt, dass diese Höhe optimale zwei Meter ergibt. Vorsicht: Vor allem bei Schablonkreaturen kann das zu Problemen führen. In “Savage Worlds” stellt ein Zoll zwei Meter dar - und ein Zoll hat nur ungefähr fünfundzwanzig Millimeter. Schablonenkreaturen also lieber etwas kleiner und passend machen, damit es bei Schabloneneffekten gerecht zugeht.
Um eine Pappfigur zu erstellen starte ich mein Grafikprogramm (ich persönlich verwende Photoshop, aber Gimp und andere Vertreter sollten auch gehen) und mache mich auf die Suche nach passenden Motiven. Das Internet ist voller Bilder und solange ich die Grafiken nur für meinen Privatgebrauch benutze, kann ich nach Lust und Laune wildern. Vorsicht: Keinesfalls die Pappfiguren ohne Copyright oder Erlaubnis zum Download bereitstellen!
Bei den Motiven gehe ich auch gezielt bei Künstlerplattformen, Homepages von Künstler und Verlagsseiten suchen. Konzeptzeichnungen aus Computerspielen, Serien und Kinofilmen eignen sich ebenfalls. Auch gut sind Miniaturen-Gallerien. Wer kein passendes Motiv findet, bekommt in Rollenspielforen oft Hilfe in Form von Tipps oder passenden Hyperlinks. Es bietet sich auch an Schauspieler als Figuren zu nehmen (als Vorlage eignen sich hier die Grafiken der lebensgroßen Pappaufsteller, die in Postershops zu finden sind) oder Schattenrisse zu erstellen, die bunt eingefärbt werden können. Für “Torchwood” und “Doctor Who” habe ich Pappfiguren aus Pappaufsteller-Vorlagen erstellt.
Für meine Kampagne “Eine Welt in der Hölle” möchte ich nun ein Mitglied des Handelsrats erstellen. Als Motiv habe ich mir den imperialen Hauptmann von Freebooter ausgesucht. Eine schöne Grafik findet sich dort im Shop. Zu Anschauungszwecken benutze ich einen Schattenriss.
Zuerst wird die Grafik an den Seiten zugeschnitten, bis sie eine passende, rechteckige Grundform besitzt. Der Sockel der Miniatur stört mich kaum, der ist sogar schick beflockt. Bei Photoshop umgebe ich die Ebene mit einem schwarzen Rand von drei Pixel breite. Bei anderen Programmen kann ein rechteckiger Kasten vorgefertigt und die Miniatur hineinkopiert werden.
Nun ein Raster eingeblendet und daran die Miniatur passend skaliert. Dreißig Millimeter sind zwei Meter, mein Hauptmann ist ein Mensch und soll etwas kleiner sein. Also skaliere ich die Grafik so, das der Körper vom Kopf bis zu den Füßen achtundzwanzig Millimeter hoch ist. Sieht gut aus, passt!
Nun kopiere ich die Ebene und spiegele sie horizontal. Die gespiegelte Kopie lege ich seitlich an das Original an, füge die beiden Ebenen zu einer Ebene zusammen und bin erst einmal glücklich - außer die Pappfigur soll mittels einem Filter schärfer oder anderweitig bearbeitet werden. Bei Photoshop kann ich problemlos Farben verändern und somit die Figur “anders” bemalen. Dazu reicht ein verschieben der entsprechenden Regler. Den Rest erledigt nun mein Drucker.
Bei einem Ausdruck auf dünne Pappe kann ich die Figur einfach ausschneiden, falten und kleben. Ansonsten einfach auf Papier ausdrucken und erst einmal eine Hälfte auf dünne Pappe kleben. Hier eignet sich Karton aus dem Papiermüll, sei es nun von Lebensmittelkartons, Zigarettenhüllenpackungen oder Medikamentenschachteln. Nach dem Trocknen ausschneiden und die passgenau ausgeschnittene Rückseite ebenfalls aufkleben.
Jetzt die Miniatur ins Füßchen stecken und freuen.