• Wir bauen den World of Darkness Bereich um, bitte nicht wundern wenn sich hier etwas spontan ändert.

Arten von Ghulen und Ghule in Verbindung zur Maskerade

Wulf

Ahn
Man sollte bei der Herde auch nicht außer acht lassen, dass die durchaus gebunden sein können. Auch ohne dass man sie zu Ghulen macht. Es sei denn, im V20 gibt es nun eine Regelung, wie groß der Schluck sein muss.
 

Brameier

Kainit
Würdet ihr als es ein Limit an Ghulen festlegen pro Spieler?

Nein. Aber ich würde bei mehr Ghulen eine entsprechend umfangreichere Jagdgeschichte verlangen (also Blutbeschaffung). Der höhere Aufwand (Jagen + Ghulkümmerung) sollte dann auch Auswirkungen in der Geschichte haben. Wahrscheinlich wird der Charakter dadurch weniger Zeit für andere Dinge haben, aber dafür hat er den Nutzen durch die Ghule.
 

Wulf

Ahn
Warum sollte der Ghulunterhalt im Regelfall einen höheren Jagdaufwand bedeuten? Es istFütterungstag, dem Ghul einen Blutpunkt entnehmen, dann den Ghul mit einem Blutpunkt füttern, fertig. Theoretisch kann man nach Regelwerk auch mit ein paar Ghulen auch den gesamten Nahrungsaufwand bestreiten, da Sterbliche einen BP pro Tag regenerieren.
 

Brameier

Kainit
Mhm, wir haben es immer anders bzw. strenger gespielt. Ich weiß gerade nicht, wie die Regelungen im Buch formuliert sind. Die Variante mit Blut vom Ghul nehmen, es schlucken und ihn dann gleich wieder füttern ist schon raffiniert... Aber ich glaube nicht, dass es so im Sinne des Spielsystems gemeint ist. Ich persönlich finde es so auch zu einfach. Nicht enthalten sind Blutkosten des Ghuls durch z.B. Blut pumpen. Kostet Disziplin Stärke nach V20 nicht auch Blut?* Klar, jetzt kann man wieder rechnen und sagen, dass er durchs Regenerieren 1x tägl. oder 30x im Monat Blut pumpen darf, ohne dass er zusätzliches Blut benötigt.

*Nachtrag: Stärke - Blutkosten nur bei automatischem Erfolg
 
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Midwinter

Kainskind
Hier ein paar Fragen an die Spieler unter euch:
Wie viel Ghule habt ihr. Für welche Aufgaben nutzt ihr sie(Wächter(Zuflucht), Fahrer, Leibwächter, Einfluss/Informant, Verwaltung, Spion/Beschattung, Soldat)? Nach welchen Kriterium wählt ihr sie aus? Wie geht ihr mit den oben genannten Problemen um? Wie ist das Verhältnis zu euren Ghulen? Kennen eure Ghule andere Vampire oder wollt ihr nicht dass andere Vampire eure Ghule kennen
Klarer Fall von "Kommt drauf an":
In unserer Gruppe gibt es
- einen Charakter ohne Ghul (der uns aber dauernd in den Ohren hängt, dass er jetzt auch endlich mal einen will...o_O).
- drei Charaktere mit je einem Ghul. Im ersten Fall ist es tatsächlich jemand, der für unterschiedlichste Aufgaben während des Tages zuständig ist. Im zweiten Fall ist es eine Ghulin, die indirekt die Kontrolle über eine Straßengang sichert (und damit nötigenfalls Kanonenfutter liefern kann). Im dritten Fall ist es ein Ghul, der aufgrund gesundheitlicher Gegebenheiten ohne Vampirblut binnen kurzer Zeit sterben würde; hier ist es also niemand, dem ursprünglich eine bestimmte Aufgabe zugedacht war, sondern der Dank seines Ghuldaseins dem Tod von der Sense springen konnte.
- einen Charakter mit neun (!) Ghulen; aber sie ist aber die Hüterin des Elysiums, und da ist es besser, wenn man sich mit absolut vertrauenswürdigen Personen umgibt. Dementsprechend haben diese Ghule unterschiedlichste Funktionen im Elysium (vom Geschäftsführer bis zur Sicherheitschefin).
Da wir an der Stelle nicht immer alles bis ins kleinste Detail managen wollen, handhaben wir diese Zahl von Ghulen einfach so, dass die betreffende Spielerin alle drei Tage zwei statt einem Blutpunkt verbraucht, um reihum alle zu "füttern". Die Ghule gleichzeitig als Nahrungsquelle zu nutzen kommt bei uns gar nicht in die Tüte.
Hier ein paar Fragen an die SL unter euch:
Müssen eure Spieler beim Prinzen vorher um Erlaubnis fragen, bevor sie einen Ghul erschaffen oder darf darüber jeder Vampir selbst entscheiden?
Aber klar doch. Bei uns wird jeder Ghul zunächst mal als potentieller Maskeradebruch angesehen (immerhin handelt es sich um einen Sterblichen, den man in die Welt der Camarilla einführt). Klar muß das vom Chef persönlich sanktioniert werden.
Gibt es ein Limit von Ghulen pro Vampire oder darf bei euch jeder so viele Ghule haben wie er braucht oder möchte.
Theoretisch gibt es kein Limit. Praktisch geht unser Prinz aber recht zurückhaltend mit der Erlaubnis um, einen Ghul zu erschaffen - siehe oben unter "potentieller Maskeradebruch"; sowas nimmt man nicht auf die leichte Schulter. Dementsprechend muß schon ein guter Grund vorliegen, ehe man grünes Licht kriegt.
Führt eure Prinz ein Verzeichnis für Ghule?
Nein, und er kontrolliert auch nicht, ob jemand gegen seinen Willen gehandelt hat. Wenn's rauskommt ist halt gehörig Feuer unter'm Dach (der Ghul wird vernichtet, der betreffende Vampir je nach Situation bestraft; wenn der Ghul zu einem Maskeradeproblem geführt hat, kann das im Extremfall auch den Endgültigen Tod für den Vampir bedeuten!).
Wenn ein Vampir z.B. vernichtet wird, bekommt der Ghul kein Futter mehr und kann zum wandelnden Maskeradebruch werden auf der Suche nach Vampirblut.
Hatten wir so noch nicht. Wir hatten eher den umgekehrten Fall: Eine Ghulin der Herrin des Elysiums hat aus Eifersucht mehrere ihrer Mit-Ghulinnen ermordet, weil sie ihre über alles geliebte Herrin nicht mehr mit den anderen Teilen wollte. Das hat natürlich die Polizei auf den Plan gerufen und die Maskerade ganz schön strapaziert (und die Spieler haben eine ganze Weile gebraucht bis sie rausgefunden haben, dass der Killer in den eigenen Reihen zu suchen war).
Dürfen Ghule in eure Eylsien?
Aber freilich. Wenn der Prinz grünes Licht für die Erschaffung eines Ghuls gibt, ist dieser offizieller Teil der Camarilla (kein hochrangiger Teil, aber immerhin). Und wer zur Camarilla gehört, darf auch ins Elysium.
 

matz8472

Ghul
Ich entschuldige mich, falls ich den Thread missbrauchen sollte aber die Frage, mit der ich mich gerade in der Runde beschäftige scheint zumindest am Rande reinzupassen:

Bin ein Wiedereinsteiger in Vampire (dzt. 3rd) - und die Spieler wollen (und sollen) auch Menschen ghulen um ihren Einfluss zu erhöhen. Viele der gebrachten Argumente (Werkzeuge) wurden schon gebracht. Meine Frage ist die folgende: Kann jemand auch ohne sein Wissen geghult (und auch blutgebunden) werden? Ich denke hier an Fälle, bei denen das Opfer getäuscht (gezwungen ist mE recht klar) wird, um das Blut zu trinken (sei dies mit Schimären oder Beherrschung oder anderen subtilen Effekten). Ich hätte gesagt, dass dies sehr wohl geht, ist das auch regeltechnisch irgendwo festgehalten? Oder handhabt ihr das anders? Und wenn ja: Warum?
 

C_v

Mehrmotte
Ich mein mich an die Eröffnungsgeschichte von Fatal Addiction zu erinnern, da wusste die Protagonistin auch nicht so wirklich was eigentlich mit ihr passiert ist.

Generell würd ich schon sagen, dass man ahnungslos geghult werden kann, aber der Ghul wird trotzdem Veränderungen an sich fest stellen, die er sich dann nicht erklären kann. Dazu kommt dann die Sucht nach Vitae, bzw. der Ghul weiß ja eben nicht wonach er süchtig ist, nur das ein unglaubliches verlangen in ihm vorherrschend ist. Mit dem Blutsband ähnlich, wenn man so gar keine Ahnung davon hat wird man nicht drauf kommen, aber feststellen, dass man sich plötzlich zu jemand hingezogen fühlt/eine neue wichtigste Person auf der Welt hat, kann man schon.

Edit: grad nochmal nachgeguckt, auf S.65 bei Fatal Addiction wird nochmal erwähnt, dass Ghule die nicht wissen was mit ihnen passiert ist und alleine sind, zum Teil nur merken, dass sie irgendetwas brauchen und sich dann allerlei Drogen in immer größeren Mengen reinziehen in der Hoffnung es befriedigt ihr verlangen.
 
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Ancoron Fuxfell

Vorsintflutlicher
So lange ein Ghul nur den einen Blutpunkt pro Monat benötigt, funktioniert das von ihm trinken und ihn dann füttern (oder umgekehrt). Dabei wird eine Schadensstufe verursacht, die schnell heilt. Wenn man hingegen 6 Blutpunkte transferiert, dann sollte der Ghul ins Krankenhaus, es sei denn er setzt Vitae ein, um sich zu heilen. Das wäre aber ja nicht im Sinne des Transfers.

Jeden Tag einen Blutpunkt umwandeln funktioniert, erfordert aber entsprechend häufigen Kontakt. So hätte der Ghul genügend Blutpunkte für Anwendungen.

Leute in wichtigen Positionen, öffentlichen Ämtern, werden nicht geghult, sondern nur gebunden. Damit sichert man sich die Loyalität gewöhnlicher Menschen, ohne dass diese nicht mehr altern usw.
Die meisten Vorteile von Ghulen betreffen Kämpfe, was meist eh wenig nützlich ist, es sei denn, dass Sterbliche gezielt zu Kampfzwecken rekrutiert werden (und dann natürlich geghult). Ghule von Vampiren höherer Generationen können Disziplinen nur auf der ersten Stufe habe, was für Anwendungen abseits von Kämpfen meistens eh wenig nützt. (Ab Stufe 2 werden Auspex, Beherrschung und Verdunkelung deutlich nützlicher.)

Wenn man darüber nachdenkt, wie viele Gebundene die SCs managen können, sollte man bedenken, wie viele Gebundene man dem Prinz-NSC zugesteht und wie viele dieser benötigt und da nicht mit zweierlei Maß messen. Wenn man den in allen möglichen Firmen, Behörden und seinem Haushalt Gebundene zugesteht sowie eine größere Leibwache an Ghulen, dann ist das für SCs grundsätzlich auch möglich, spätestens dann, wenn sie es erreichen Prinz zu werden. Eine größere Menge Gebundener erfordert jedoch entsprechende Fähigkeiten, passende Persönlichkeiten auszuwählen, die sich nicht aus Eifersucht gegenseitig umbringen.

Eine Erlaubnis zum Blutbinden Sterblicher benötigt ein Vampir wohl kaum. Und das ist auch nicht mehr Maskeradebruch als Herde bzw. übliche Arten sich zu ernähren. Insofern kann die Maskerade keine Legitimation dafür liefern, dass man eine Erlaubnis für Ghule braucht. (Da sehe ich keinen relevanten Unterschied zum Blutbinden in Hinsicht Maskerade. Aber wie gesagt, meistens genügt eh Blutbinden, weswegen eine Beschränkung der Ghulzahl gar nicht so stören würde.) Im Gegensatz zu Kindern, für die es explizit erwähnt ist, fehlt ja auch die Erwähnung von Ghulen.

Unter besonderen Umständen ist sowas natürlich auch besonders unproblematisch für die Maskerade, ob trinken oder binden, z.B. wenn das Opfer bewusstlos ist oder man durch Beherrschung das Gedächtnis verändert. Das würde auch eine 2-Klassen-Gesellschaft geben, wenn man beliebig viele Leute binden dürfte, so lange diese es nicht mitbekommen.

Das hält natürlich einen übereifrigen Prinzen nicht unbedingt davon ab, sich für den Diktator einer Domäne zu halten und seine Befugnisse zu überschreiten und dies ggfs. mit den Traditionen zu begründen, aber langfristig kostet ihn das dann wahrscheinlich seinen Kopf. Geknechtete Untertanen, wenn sie denn überhaupt in der Domäne bleiben (schließlich sind solche Tyrannen nicht die Regel, sondern die Ausnahme, und in der Nachbardomäne darf ich so viel ghulen, wie ich möchte), eignen sich prima als Überläufer für den Sabbat, der auch bevorzugt einen Tyrannen als Ziel auswählen würde. Alternativ könnte auch ein Camarilla-interner Umsturz so viel leichter sein, weil man den Untertanen mehr Freiheiten versprechen kann.
 

Kalliope

Kainit
Dann versuch ich das mal aus der SL- und Spieler-Warte getrennt anzugehen.

Ich bin Spielleitung einer Live-Domäne mit Forenunterstützung. Das für den Gesamtkontext.
Guhle sind Besitztum ihrer Herren, und entsprechend desinteressiert an ihnen ist der Prinz, das heißt es ist bei uns unvorstellbar diesen mit Fragen wie "darf ich einen Guhl schaffen?" zu behelligen und wäre auf einer Ebene mit "Hallo Prinz, darf ich mir diese total coole Lederjacke kaufen?" anzusehen, also eine wirklich unangemessene Trivialität.
Das gilt hier freilich nur so lange, wie der jeweilige Vampir mit seinen Guhlen und Gebundenen hinkommt. Läuft da etwas schief, interessiert sich die Führungsriege unter Umständen dann doch brennend für das Thema Guhle und für den Vampir, der verantwortlich ist. ;)

Regelmechanisch begrenzen wir Guhle als Kontingent aber der Einfachheit halber. Der Hintergrund "Gefolge" geht bis maximal 5 Punkte, ein Punkt steht entweder für einen besonderen, ausdefinierten Guhl mit klaren Werten, oder für 3 definitionstechnische Pappkameraden ohne zusätzliche Fähigkeiten (wie Disziplinen).

Anbei mein Handout über Guhle, wie ich es für unsere Spieler zusammengeschrieben habe. Es geht merklich von den ausdefinierteren, 'wichtigen' Guhlen aus, weniger von den rein pragmatisch getroffenen Entscheidungen in diesem Kontext:

Ghoule

Ghoule sind die gebundenen Diener der Vampire. Sie entstehen, wenn ein Kainit einem Menschen dreimal in drei unterschiedlichen Nächten sein Blut zu trinken gibt. Das so entstehende Blutsband ruft neben der typischen, bedingungslosen Liebe zum Herrn –dem sogenannten Dormitor- auch das Aufflammen übernatürlicher Kräfte in dem Sterblichen hervor.
So altern Ghoule nicht mehr und entwickeln alle (nach einem halben Jahr) einen Punkt in einer der Disziplinen Stärke, Seelenstärke oder Geschwindigkeit, wobei erstere die weiteste Verbreitung findet. Wünscht ihr bei der Schaffung eures Ghouls nicht explizit, dass er eine der anderen 2 Optionen ausprägt, wird die SL automatisch von Stärke ausgehen.

Ghoule sind die Stützpfeiler der Camarilla. Sie bewachen die Zuflüchte ihrer Herren des Tages, regeln deren Alltagsgeschäfte und werden eingesetzt um Einflüsse aufzubauen oder zu halten. Oftmals gibt man sie vor der menschlichen Gesellschaft als Geschwister, Lebensgefährte/Ehepartner oder Buisinesspartner aus, um ihnen –je nach Kontext- ausreichend Legitimation einzuräumen damit sie für den jeweiligen Vampir auch agieren können.

Ein Ghoul zählt als der Besitz seines Meisters und somit als Gegenstand. Entsprechend ist ein solcher Blutdiener in der Gesellschaft der Unsterblichen allgemein betrachtet sogar noch weniger wert als ein Kind. Allerdings ist es durchaus nicht selten, dass ein Vampir seinen eigenen Ghoul durchaus schätzt oder sogar ernsthafte Sympathien für ihn hegt. Mancher Blutsauger verhätschelt seinen Lieblingsguhl sogar ähnlich wie ein Schoßtier und findet in seinem Blutdiener soetwas wie den engsten Vertrauten, der in die meisten, wenn nicht alle Geschäfte und Geheimnisse des Kainiten eingebunden ist. Somit kann ein Guhl durchaus auch ein Druckmittel gegen seinen Meister sein.

Handelt ein Blutsdiener im Auftrag seines Meisters –bspw. als Bote, Organisator, Unterhändler…- wird er in aller Regel als stellvertretend für den entsprechenden Vampir angesehen, denn das Blutsband bricht den freien Willen des Menschen nahezu vollständig. Es ist darum jedem klar, dass der Ghul weder etwas tun würde, das seinem Meister missfällt, noch sich anmaßen würde diesen Vorzuschieben um ein eigenes Anliegen durchzubringen (wenige Ausnahmen sind derart selten, dass sie an dieser Stelle bewusst vernachlässigt werden).
Daraus resultiert, dass das Ignorieren der Worte eines Ghouls durchaus auch als Geringschätzung seines Meisters gewertet werden muss und sich der Umgang mit diesen Wesen in die Optionen zum Statuswettkampf einreiht.
Wie bei einem Kind gilt aber auch bei einem Ghoul, dass Fehlverhalten auf den entsprechenden Meister zurückfällt.
Wird man also von einem gelangweilten und offenbar schlecht instruierten Ghoul schräg von der Seite und ohne erkenntliche Veranlassung durch seinen Herrn angequatscht (vgl. Bspw. Vampire the Masquerade Bloodlines: Der Ghoul Knox vor dem Städtischen Krankenhaus), ist es dem betroffenen Charakter überlassen wie er damit umgeht. Den Herrn des Blutsdieners auf das mangelhafte Betragen hinzuweisen und u.U. Satisfaktion zu verlangen wäre das Mindeste an dieser Stelle. Reizbare oder weniger menschliche Charaktere könnten entsprechend brachialer reagieren.

Ghoule sind trotz allem Menschen. Sie müssen essen, trinken, sind auf Sauerstoff angewiesen und auch wenn das Blut ihres Herrn ihnen Immunität gegen Krankheiten und verbesserte Wundheilung beschert, sind sie ebenso wie Menschen durch entsprechende Angriffe oder Unfälle zu töten. Die häufig gestellte Frage, ob Ghoule auch potenziell fortpflanzungsfähig sind, lässt sich anbei für den Mann stets mit ‚Ja‘ beantworten. Frauen hingegen können ab einem gewissen Alter durchaus Probleme bei einer Schwangerschaft bekommen.

Sehr alte Ghoule gleichen sich in Macht und sogar Aura-Farbe Vampiren immer mehr an. Entzieht man diesen jedoch das Blut ihres Meisters –ein Ghoul muss alle par Wochen von diesem mit Vitae gefüttert werden-, beginnen sie nachzualtern und werden unter Umständen sogar innerhalb kürzester Zeit sterben.

Es ist regeltechnisch möglich einem Ghoul die eigenen Clansdisziplinen beizubringen. Dies kostet keine XP, nur Zeit und muss angesagt werden. Wie hochstufig diese gelehrt werden können, hängt neben den Kompetenzen des Dormitors auch von dessen Generation ab:

Bis Generation 10: 1 Punkt pro Disziplin
Generation 9: 2 Punkte pro Disziplin
Generation 8: 3 Punkte pro Disziplin


Somit kann ein Ghoul unter Umständen bis zu 4 Disziplinen (eine der 3 möglichen körperlichen Disziplinen + die 3 Clansdisziplinen des Erzeugers) erlernen. Prinzipiell bleiben diese Punkte auch erhalten, wenn der Ghoul den Kuss erhält, wobei hier -vor allem für Extremfälle ab Generation 9 und niedriger- immer Rücksprache mit der SL zu halten ist.

Die Ghoule eines Charakters werden im Hintergrund „Gefolge“ notiert. Dabei bedeutet ein Punkt entweder einen besonderen Ghoul (inklusive der Möglichkeit ihn mehr als den Standartpunkt in einer körperlichen Disziplin erlernen zu lassen) oder 3 einfache „Funktionsghoule“ (Kofferträger, Chaufeur, Ghoul in einem einzigen konkreten Einflussbereich…).
Wollt ihr einen Ghoul erhalten, schreibt ihr in eurem Bereich einfach einen Plot dazu, welchen die SL dann wie jeden anderen auch bearbeitet. Ist dieser abgesegnet, habt ihr einen Ghoul.
Charakter, Aussehen und Fähigkeiten des Ghouls könnt ihr dabei selbst frei bestimmen. Da der Ghoul eurem Willen unterworfen ist, könnt ihr ihn im Forum selbst spielen und sein Handeln auch frei selbst entscheiden.

Es steht nicht explizit hier, allerdings ist es für uns absolut selbstredend, dass man mit ausreichend Sorgfalt auf lange Sicht, auch Guhle als Blutressource verwenden kann, wie jeden anderen Menschen auch. Natürlich zählt der Guhl dann auch in den entsprechenden Herden-Hintergrund für die Statistik mit ein.

Natürlich dürfen Guhle ins Elysium, das kommt an sich nur eigentlich kaum bei uns vor, weil wir als Live-Gruppe der Meinung sind, dass das Guhl-Spiel nur in Sonderfällen wirklich Spaß für den Guhl-Spieler in unserem Setting generiert. Kind spielen kann da schon anstrengend sein, Guhl hingegen... ohne eine wirklich gute Guhl-Domitor-Beziehung im Skript wird das die ganze Nacht durch wahrscheinlich irgendwann langweilig.
Aber prinzipiell ist das absolut möglich und definitorisch sind Guhle auch das Personal im Elysium und diejenigen die die Sicherheitstechnick des Gebäudes überwachen, den Raum für ihre Herren herrichten, die Getränkeversorgung überblicken... etc.


Aus meiner Spielerwarte dann auch ein paar Beispiele:

Dr. Raven, Malkavianer, Ancilla: Ein einziger Guhl und nicht willents je einen anderen zu nehmen. Die Guhlin ist einzige, echte Vertraute, unverzichtbare und wertgeschätzte wissenschaftliche Assistenz, ersetzt in gewissem Grad das Gewissen, welches der Malkavianerin vollkommen fehlt, und wirkt manchmal sogar fast wie eine mütterliche Figur für sie, vermittelt außerdem zwischen der gespaltenen Persönlichkeit der Malkavianerin. Die Guhlin ist in diesem Fall aber auch älter als der Vampir, da sie vom Erzeuger der Vampirin übernommen wurde, die beiden hatten also schon vor dem Blutsband ein gewisses Verhältnis zueinander. Es besteht die explizite Abmachung, dass Raven niemanden anders Guhlen wird, das Privileg steht einzig dieser einen Guhlin zu. Das ist Ravens Art dem Guhl ihre Wertschätzung auszudrücken.

Maria von Hassel, Ventrue, Neonat: Vor dem Kuss war sie selbst Guhl und hatte als Kind so ihre liebe Not über das durch den Kuss gebrochene Blutsband zu ihrem Erzeuger hinweg zu kommen (Spoiler: sie hat es nie geschafft). Ihr erster Guhl war eine rassige, fachlich brauchbare Schönheit, die sich in Marias Erzeuger verkuggt hatte. Sie hat sie quasi aus Eifersucht geguhlt um sie ihrem Erzeuger mit den Worten "Du hast gesagt, ich soll nur Leute guhlen, die mir nichts bedeuten" präsentieren zu können und sich in ihrer Eifersucht ein wenig an der emotionalen Zerrissenheit des Guhls zu erfreuen... Ihr zweiter Guhl ist ein Bodyguard-Typ aus der Unterwelt. Den hat sie als Mann für's Grobe für ein Drogenkartell geguhlt, ihm aber nicht gesagt was er ist und die Blutfütter-sessions mit Beherrschung immer wieder aus seinem Kopf geholt. Nach 3 Jahren wurde die Ventrue dann mal über Monate entführt und das Notfallprotokoll, das Guhl Nr. 1 dann abspielte, führte dazu, dass Guhl 2 erfuhr was Phase ist.
Maria würde niemals jemanden guhlen, der ihr wichtig ist, das wurde ihr so nachhaltig von ihrem Erzeuger (alles bespielt) eingetrichtert. Das und das eiserne Klammern an Konformität hinsichtlich der Traditionen und ihre hohe Menschlichkeit im Kontrast dazu hat zu wirklich tollen Szenen geführt, wenn Menschen, die sie mochte, durch Verletzungen im Bandenkrieg der Unterwelt, starben und sie nichts dagegen tun konnte, weil die ihr zur Verfügung stehenden Mittel (guhlen oder erschaffen) keine Option waren. Ich mochte das Leiden hier sehr.


Unterm Strich sind diese Guhle Assistenten, helfen bei EInfluss-Gewinn und -Erhalt, können aber auch auf persönlichen Ebenen mit dem Vampir verstrickt sein.
Ob andere Vampire die Guhle kennen, hängt von der Funktion des Guhls ab.

Die Guhlin meiner Malkavianerin und die persönliche Assistentin des Erschaffers meiner Ventrue bspw. sind bei uns weitgehend bekannt, einfach, weil sie oft im Foren-Kontext ihren jeweiligen Herrn begleiten, Gäste zu ihm bringen oder eben sonstige Aufgaben erfüllen, die auch in die Erfahrungssphäre anderer Vampire hineinragt.
Der Unterwelt-Guhl bspw. ist so ziemlich niemandem bekannt, da es da keine Anknüpfungspunkte bisher gab.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ancoron Fuxfell

Vorsintflutlicher
@Mircalla-Tepez

Wenn Maria von Hassel jemanden vor dem Tod retten möchte, ist das recht unproblematisch. Vitae wirkt sofort und stellt nur ein Blutsband Stufe 1 dar, was kein Problem darstellen sollte. Nach dem ersten Blutpunkt ist derjenige ein Ghul und hat sofort Stärke 1 (vgl. Vampire aus der alten Welt, S. 339). Sehr tragisch, wenn sie erfährt, dass sie die Leute hat unnötig sterben lassen.
 

Kalliope

Kainit
Naja, das kommt auf die Situation und Verletzung an (und en bisschen auf die Hausregeln).
Wenn das Hirn des Betroffenen von größeren Projektilen auf dem Boden Verteilt wurde oder der Brustkorb Mus ist, wäre der Spielraum eher eng gewesen. Und Disziplinen prägen sich bei uns auch erst nach Monaten des Guhlseins aus, weil wir die graduelle Entwicklung drin haben wollen, weniger nen harten Mensch/Guhl cut, zumal die Option Leute lediglich zu binden statt ab dem ersten Schluck ganz zu Guhlen seitens des Regelwerks diesen Ansatz ja auch iwo impliziert.
Mit Alte Welt kenne ich mich ansonsten auch nicht wirklich aus. ;)
 

Ancoron Fuxfell

Vorsintflutlicher
In einer Situation, wo es "medizinisch" nicht möglich ist, jemanden zu retten, besteht ja kein tragischer Konflikt, ob jemand das, was in seinen Fähigkeiten steht, auch ausführen möchte.

Vampire aus der alten Welt war die neueste Regeledition vor der V20 und verbessert die Regeln von Vampire: Die Maskerade. Die V20 habe ich leider nicht, vielleicht kann da jemand weiterhelfen. Die Ghulregeln von Vampire: Die Maskerade sind so schwammig, dass ich darauf nicht zurückgreifen wurde. Eindeutig ist allerdings, dass Stärke 1 und Wundheilung auch dort sofort gelten (S. 301). Allerdings müssen Ghule dort lediglich "regelmäßig" das Blut von Kainskindern trinken und einmal alle 1000 Jahre erfüllt auch die Bedingung "regelmäßig". ;) Ich finde dort nicht den 1 BP Kosten pro Monat, um Ghul zu bleiben.

Durch ghulen kann man die Schlagkraft einer Truppe sehr schnell deutlich verbessern, 1 BP pro Person reicht ja schon und ab geht's in die Schlacht. Die Probleme bekommt man dann hinterher. ;)
 
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