[6.5.2008]Der Angriff auf den Caern - Nordseite

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Der Tanz hatte endlich begonnen, die Garou reagierten auf die Granate und griffen die Gruppe der Kainiten an. Jeder Wolf schien dabei ein bestimmtes Ziel zu haben, aber keiner davon schien auf Max losgehen zu wollen. Für den Koloss war es aber kein großes Problem, dank der Tremeremagie blieb sein Kopf kühl ohne ins Fluchen abzuwandern. Wie war es mit seinen Kamerade? Enio würde keine Hilfe brauchen, Lurker schien ihm ebenfalls nicht Hilflos und die Regentin hatte sicherlich genügend Asse im Ärmel um die Garou aufzuhalten. Aber wie war es mit Caitlin? Er entschloss sich dazu ihren Angreifer abzunehmen, es wirkte auf ihn wie die sicherste Variante und so stürmte er los.

Max stach mit dem Silberdolch zu und traf ordentlich, solche Waffen waren ihm eindeutig ans Herz gewachsen. Er schlitzte dem Vieh den Großteil des Bauches auf und war für einen Moment fast schon überrascht gewesen das es noch immer stand, aber der Zauber der Hexerin verhinderte dies. Anstatt tot umzufallen schaffte es der Garou sogar noch anzugreifen, Max konnte den scharfen Krallen aber noch relativ gut ausweichen, bevor er selbst aber erneut angreifen konnte spürte er den Lufthauch einer Waffe die größer war als sein Dolch, so das er Sekundenbruchteile später erst erkannte das sein Primogen gerade einen Garou fast in zwei Hälften gehackt hatte. Als Enio darauf schnell versuchte wieder Deckung zu suchen folgte er ihm.

„Unverletzt, kann weitergehen!“

Rief Max als Antwort seiner Lagemeldung. Als er Enio folgte hörte er dann auch Kiera, sie schien ein neues Ziel aufzuzeigen. Ohne Zauber hätte Max nun wahrscheinlich sehr beeindruckt in den Himmel gestarrt. So erkannte Max aber recht schnell das etwas im Gange war das nicht gut war. Überhaupt nicht gut. Wer die Person war war dem Brujah egal, die Folgen waren es auf die er sich nicht annähernd gefasst machen konnte. Der laute Knall war Ohrenbetäubend genug das Max für den Bruchteil einer Sekunde überrascht war überhaupt noch etwas hören zu können, er hatte fast damit gerechnet nun für kurze Zeit taub zu sein. Zuerst sah Max ungläubig zu seinen Händen als er bemerkt das er die Rechte nur noch ballte, dieses Lichterspiel war eindeutig mehr als es zu sein schien. Aber so leicht wollte der Brujah seine Waffen nicht aufgeben, er stopfte sich das was er an Silbersand n och in den Händen hielt in den Mund und nahm den Schlagring von der linken in die Rechte . Er konnte nicht erkennen ob es noch echtes Silber war oder nicht, aber er war bereit es auf die harte Tour herauszufinden. Doch dann konnte er froh sein das er vor Schrecken den Sand nicht verschluckte. Dann erst sah er das die Probleme erst ihren Anfang nahmen.

Fuck

Und wenn es nur aus Gewohnheit war, der Kommentar im Kopf von Max musste sein. Monster wie diese hatte der Vampir sich noch nicht einmal vorstellen können. Selten zuvor war er sich der Worte Tod oder Sieg so bewusst wie nun. Noch schienen sie Probleme zu haben, aber wie lange noch? Vielleicht gab es eine Möglichkeit dies zu einem Vorteil zu nutzen, aber nur vielleicht. In diesem Moment kam ein negativer Effekt des Tremerezaubers zum vorschein, Max spürte bei dem Anblick keine Angst. Er liess sich nicht davon ablenken, es gab für ihn nur den Befehl von Enio. Würde dieser es fordern würde der Koloss stürmen. Aber womit? Ein Schlagring gegen diese Wesen? Wobei der Schlagring eventuell einen Vorteil bot, die Paste enthielt zwar Silber, dieses Wurde allerdings durch die Paste am Ring gehalten. So oder so, die Chancen schrumpften und es musste gehandelt werden. Und wenn die Handlung nur eine Flucht war. Er ergänzte seinen letzten Lagebericht.

„Mein Dolch ist weg, hab noch einen Schlagring mit der Paste von Lurker drauf.“

Der Zauber war in diesem Moment wirklich zum hassen, Max s pürte keine Angst und er konnte noch nichtmal richtig fluchen.
 
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Vieles Geschah! Nichts davon war gut und nichts davon passte Enio in den Kram. Auf Kieras Hinweis hin sah Enio nach oben und bemerkte nach ein paar Augenblicken der Fokusierung den Seneschallhybriden… oder wie auch immer man Noir jetzt nenne konnte. Selbstverständlich hatte der Sheriff keine Ahnung was die Extoreador da oben zelebrierte und vor allem… ob es sie unterstützte oder ihnen hundsgemein in den Rücken fiel. Viel Gedanken konnte sich Enio jedoch nicht drum machen. Erstens weil er die Seneschall sowieso nicht mehr einorden konnte seit er ihre Verbindung zu der Lasombra kannte und zweitens und der Grund war momentan fast noch wichtiger… gerade eben sein Silberschwert sich aufzulösen schien. Verdammt! Zwei und zwei zusammengezählt konnte man eigentlich nur auf einen Nenner kommen. Das was Noir da oben gemacht hatte wurde gegen sie gerichtet oder das Eintreffen des Lichtspiels und das Zerfallen des Silbers war purer Zufall. Klar… Zufall… der Joke des Abends. Enio dachte eingleisig und für ihn war Noir für den Scheiß verantwortlich und war deswegen gerade in der Feindesliste eine gehörige Portion nach oben gerutscht. „Scheiße. Kackbraut! Keine Ahnung was die da macht aber es sieht nicht so aus als ob es uns helfen würde.“ Selbstverständlich war das recht oberflächlich aber wenn man eine tiefgründigere Meinung hören wollte dürfte man vielleicht nicht unbedingt den Brujah-Primogen fragen.

Es gab aber noch andere Dinge zu beachten. Caitlin hatte sich gemeldet und vor Ziege gewarnt. Demnach kamen die Schüsse also von ihm. Hätte man erahnen können und schließlich war ja jeder darauf vorbereitet, daß der Penner hier ebenfalls mitmischte. Blieb die Frage ob die Regentin schwer veletzt war oder nur einen Kratzer abbekommen hatte. Sie war schon selber ein großes Mädchen und würde entscheiden müssen ob sie jetzt lieber nach hause wollte. Clever wäre es jedoch sicherlich nicht. Und alleine um Enios Meinung zu untermauern öffnete sich so eine Art Riß im Gefüge der bekannten Welt. Was zur Hölle war das? Müßte man darauf nicht auch kommen? In Enios Fall bestimmt. Das wäre jetzt eigentlich die Stelle an der sie alle schreiend davon laufen hätten müssen. Im Normalfall würde Enio sicher nicht mehr hier stehen, sondern hätte jetzt einfach das Weite gesucht. Aber was würde das bringen? Was für eine dumme Situation. Sich in die Scheiße hineinmanöverieren und dann nicht mehr zurückkönnen. Das war etwas was Enio seit seinem ersten Tod tunlichst vermieden hatte.

Max hatte sich mitlerweile zu ihm gesellt. Er war wohlauf… ausgezeichnet. Bei seinem Deputy regte sich mitlerweile auch etwas und er war wohl noch unter den Untoten. Wie gut und ob ebenfalls noch unverletzt würde sich zeigen. Wobei Enio irgendwie davon ausging, daß Lurker nicht unbedingt zugeben würde, wenn er verletzt wäre. Egal! Die Phase mit den Eingeweiden aufsammeln würde bestimmt noch kommen. Vorerst hatten sie aber ein großes Problem. Aber zuerst den Funkspruch von Trapper erwiedern. Leise… „Niemand vernichtet. Und die Viecher sind definint echt. Wenn die da raus kommen hilft uns auch kein Silber mehr.“ Over! Der Spuk war wohl vorbei… das kleine technische Gerät funktionierte wohl wieder. Toll! Das brachte jetzt wirklich viel.

Enio hatte tatsächlich eine ähnliche Idee wie Meyye und die konnte man durchaus einfach formulieren. Vernichte die Quelle und du bist deine Sorgen los! Klar… warum auch komplizierter als nötig. „Los! Vor der Ruine sammeln. Aber vorsicht! Erstens möchte ich nicht das sich einer der unsrigen mit einem der verbündeten Garou in die Haare bekommt und auserdem gammelt irgendwo da drausen Ziege mit nem Gewehr herum… und der schießt scharf. Also Köpfe runter“ Over und Ende! Die Worte galten natürlich nicht nur für seine Gruppe sondern für die anderen ebenfalls. Enio wandte sich an Max. „Okay Amico… wir haben kein Silberspielzeug mehr. Schlecht! Aber nicht zu ändern. Nimm das vorläufig.“ Enio kramte aus dem Rucksack einen unterarmlangen Dolch hervor. Logisch… der alte Haudegen hatte sich selbstverständlich nicht nur auf Silber verlassen. Wo hatte Enio noch überall Waffen versteckt? Wenn es nach ihm ging hatte er immer noch nicht genug dabei. „Ich werde einen kleinen Umweg nehmen… ihr geht geschlossen zur Ruine, während ich noch nach den Überresten der Garou suche, die durch die Granate getötet wurden. Wir können uns nicht erlauben die übrig zu lassen.“ Der Einzelgänger kam hin und wieder doch zum Vorschein in dem Italiener. Es war etwas ganz einfaches aber es erschien Enio richtig. Zwei Werwölfe waren bei dem Angriff mit der Granate umgefallen und zurückgeblieben. Falls sie immer noch dort lagen… mußte er sie vernichten. Auserdem hatte er noch vor nach Silva und Yvonne X Ausschau zu halten. Je mehr sie die sonderbare Gruppierung um die Schattenlord von den Kainskindern fern hielt desto sicherer erschien es Enio mitlerweile.
 
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"Verstanden! Wir sehen uns bei den Ruinen." Eine kurze Antwort erklang von Malik aus dem Funkgerät.
 
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Wenigstens eine Sorge wurde dieser vorrückenden Gruppe abgenommen: Das Feuer im Westen so wie die beiden nördlichen hauchten ihren Geist aus und der Weg zur Ruine war somit wenigstens feuerfrei, wenn sie sich nicht zu weit in die Mitte wagten. Wie viele Feuer noch folgen würden, war ungewiss, aber bisher schien die junge Tremere ihre arbeit zu verrichten.
 
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Kiera hatte eben noch die Gefühle ihrer Schwester unterdrückt, damit sie nicht davon gestört wurde, doch jetzt waren sie da und sie ging zu ihr.

"Geht es oder soll ich dir helfen?" fragte sie. "Wir müssen da drüben irgendwie auf den Turm. "Kannst du rennen oder soll dich einer tragen?"

Auch bei Kainskindern konnten Verletzungen ziemlich störend sein. Die Garou waren tod oder weg, also den direkten Weg, vermutlich konnte sie Ziege überall treffen.

Für einen Augenblick hatte die Caitiff einen bösen Gedanken, wie man vielleicht Zach ablenken könnte, doch das konnte sie im Notfall den Verstand kosten und sie war sich sicher, den würde sie noch dringend brauchen, wenn die Sache hier vorbei war.
 
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Out of Character
Ich straffe ein wenig das Tempo damit nicht zuviel von der Spannung verloren geht. Man möge mir verzeihen, wenn ich die ein oder andere Möglichkeit der Reaktion ignoriere...


In eben diesem Augenblick klingelsummte das Handy des Sheriffs. Das Display zeigte Silvas Nummer und als er das Gespräch entgegennahm, erklang sofort ihr helle Stimme. Sie schien erschöpft und in Sorge, sprach aber mit fester Stimme und in wohlüberlegten Sätzen.

"Hi Draugar, ich bin's! Ich wollte dir mal schnell nen Statusbericht rüberschieben und hören wie deine Leute die erste Runde überstanden haben. Hoffentlich steht noch der ein oder andere. Wenn die Plagen es erst auf diese Seite geschafft haben wird es richtig haarig. Hör mir also erst einmal nur zu, wir haben verflucht wenig Zeit. Mutter ist angeschossen worden, es geht ihr ziemlich dreckig. Keine Ahnung wer der Schütze war, da ich aber darauf vertraue, dass du deine Leute unter Kontrolle hast, gehe ich bis jetzt von diesem verfluchten Ziege aus. Auch sonst hatten wir einige Verluste. Wir konnten eine Menge Feinde niederstrecken, wurden am Ende aber dann doch überrannt. Wie es aussieht, haben sich alle verbliebenen Wölfe entweder in den Wald im Süden zurückgezogen, oder sind in der Ruine untergetaucht. Letzteres ist natürlich nur ne Vermutung. Das mit dem Wald weiß ich aber sicher, sind - wenn ich richtig gezählt habe - noch sieben Gegner dort. Ich werde mit dem Rest meiner Leute einen Bogen schlagen und ihnen die Flucht vermiesen. Das heißt natürlich, dass ich dien Bande eventuell zurück in eure Arme treibe. Das heißt das es für euch noch einmal richtig eng wird. Sorry dafür, aber ich werde keinen dieser Mistkerle heute Nacht entkommen lassen!"
 
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Es funktionierte, er war außer Reichweite gekommen. Als sich die weißen Schemen wieder mit Kontrast und Schärfe füllten um zu einem nächtlichem Waldrand bei einer alten Ruine zu werden, war es ihm wieder möglich sich auf das Geschehen zu konzentrieren.
Ein Schemen allerdings, wollte hartnäckig bleiben. Er raste wie ein Derwisch hier und dort hin, wobei ab und an Silber aufblitzte und für Sekundenbruchteile sich das Standbild des Sheriffs in diesem Wirbel manifestierte, nur um beim nächsten Blinzeln wieder zu einem Wirbel zu werden. Wo er traf platze blutiger Sprühregen in die Nacht und legte sich wie Nebel über den Kampf. Den beeindruckensten Anblick bot aber nicht Pareto, egal wie furios seine Einlage war. Lurker sah eine der riesigen Gestalten vor der kleinen Hexe aufragen und er war sich ziemlich sicher, dass gleich ein lässiger Hieb mit einer dieser Pranken die Frau einfach zerreißen musste.
Es war nichts als kalter Glanz in den Augen der Tremere, die Seele dahinter lag bar jeder Emotion und zeugte nichts als Kalkül und Zielstrebigkeit. Irgendetwas hatte sie getan, denn plötzlich schien die Haut des Werwolfes zu brodeln und blutigen Dampf auszudünsten. Dann brach sich ein Schwall von Blut seinen Weg direkt aus seiner Körpermitte heraus, aalte und drehte sich, wie ein Tentakel aus Lebenssaft hin und her, um dann die Distanz bis hinüber in den geöffneten Mund der Regentin zu überbrücken und sich dann direkt in ihren Schlund zu winden, wo er aufgesogen wurde. Ein Anblick der einem den Magen umdrehen konnte und sicherlich dazu geeignet war einem für den Rest seines Lebens bis hinab in die finstersten Grube der eigenen Alpträume zu folgen. Ein fasziniertes Funkeln trat in die Augen des Nosferatu.

Er musste sich allerdings um sich selbst kümmern. Kurz fasste er in den zerfetzten Bereich seiner Kleidung, wo die vier Furchen die von der Werbestie geschlagen wurden protestierend pochten. Träge füllten sie sich mit zähem, dunkelrotem Blut, das erst verklumpte und dann einen dicken, krustigen Schorf bildete, um die Wunden zu versiegeln. Er hob prüfend seinen Arm. Es würde weiter gehen. Allerdings eingeschränkt, denn die Kruste war weniger beweglich und würde aufbrechen, wenn er nicht Acht gab. Der Schmerz war beachtlich und würde eine nörgelnde Stimme in seinen Gedanken sein. Lurker kannte sich gut aus mit Schmerzen. Sie waren bei seinem Clan beinahe wie Zuhause.

Kaum hatte er sich aufgerappelt und war zum Sheriff hinüber geeilt, da schnalzte Donner wie ein Peitschenhieb über den Nachthimmel und riss ihn auf. Die Luft war erfüllt von einem Glühen und Leuchten. Kurz dachte er, dass schon wieder eine Granate geworfen worden war. Allerdings hätte sie in seiner Tasche sein müssen um derartig Laut und nachhaltig zu wirken.
Er spürte eine Veränderung des Gewichtes an seiner Seite. Ein kurzer Blick auf den Beutel an seiner Seite, zeigte diesen plötzlich rund und gleichmäßig ausgebeult. Er sah das Schwert des Sheriffs plötzlich zu körnigem Sand zerrieseln. Auch aus einigen Pistolenläufen kullerten Plötzlich muntere kleine Körner, als wären sie mit Salz verstopft gewesen, der nun seinen Weg ins Freie fand. Ungläubig zog der Nosferatu an dem Band seiner Stofftasche, die an einem Gurt befestigt war. Nichts als feiner, silbriger Sand und Staub war von dem Besteck, den Kerzenleuchtern und Schmuck geworden.

Er war sich bereits ziemlich sicher, dass sie die Realität verlassen haben mussten, als der Vorhang aus fahlem Glühen plötzlich eine Falte beiseite schob und eine Klaue in die Nachtluft leckte. Nur für einen Augenblick war sie zu sehen gewesen, schon war sie wieder verschwunden. Lurker glaubte schon, dass seine Phantasie mit ihm durchgegangen sein musste, als plötzlich wieder etwas einen Riss in dem Gefüge der Nacht auftat und etwas hinausstreckte, das man in Ermangelung einer genaueren Beschreibung wohl einen Schädel nennen sollte. Ein riesiges Etwas schien eine löchrige Wand zu ihrem Diesseits gefunden zu haben und trachtete nun danach aus seiner Welt in ihre Wirklichkeit zu kommen. Es strahlte einen Dunst nach boshaftigkeit und Verderbtheit aus, dessen Hauch der Nosferatu bis zu sich wittern konnte. Hinter seinen Augen, im dunkeln Winkel seines Wesens entrollte sich etwas, wie eine riesige Schlange und hob neugierig sein Haupt. Es kannte die Dinger dort drüben und war begierig ihrem Ruf zu antworten. Die Dunkelheit in Lurker scharrte nervös mit ihren Krallen und trabte auf und ab, wie ein aufgeregter Tiger. Der Nosferatu schüttelte den Kopf, wie um seine Sicht zu klären. Eine zutiefst menschliche Geste, wie man sie von dem Vampir selten sah, aber er brauchte den menschlichen Teil seines Ich um die Kontrolle über seinen Verstand zu behalten.

Das Monster außerhalb Lurkers versuchte derweil anscheinend zu hinüber zu kommen. Wie eine große, gemeine Katze vor einem Mauseloch, versuchte es zuerste eine Pfote hindurch zu schieben, zog diese wieder zurück und hielt ein Auge vor den Zugang, als wollte es sich dahinter umsehen, dann wollte es den Kopf hindurchschieben, nur um kurz darauf wieder den Rückzug anzutreten und ein anderes Glied, für das es in ihrer Welt keinen Namen gab, durch die seltsame Öffnung zu schieben. Dumm nur, wenn man die Maus auf der anderen Seite des Loches war.

Wie betäubt hörte er Enios Anweisungen, während er innerlich zu sehr damit beschäftigt war nicht wahnsinnig zu werden und gleichzeitig den Schatten seines Wesens im Zaum zu halten, der zuerst randalierte und dann lockte und bettelte und ihm heiser zuflüsterte er solle dort hinüber gehen und sich in der abartigkeit dieser Wesen suhlen. Er bekam kaum noch mit, wie die Flammen des zweiten Feuers fauchend erstarben und ihnen den Weg bis zur Ruine freimachten.
 
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Die Seneshall hatte ihren seltsamen Tanz beschleunigt und schien mittlerweile wie in Trance. Ihre Stimme hatte an Volumen gewonnen. Jedes der seltsam fremdartigen Worte war nun deutlich zu verstehen, ihre Stimme überschlug sich sogar an manchen Stellen derart, dass der Gesang, wie auch der Rest der gesamten Szenerie, einen verwirrend surreales Flair bekam. Viele Bewegungen der Frau schienen auf die Entfernung für den menschlichen Körper gar nicht nachvollziehbar. Ihre Stimme wurde immer schriller und zwischendurch schien es sogar so als schwebe sie für den Bruchteil einer Sekunde in der Luft.

Der Himmel hatte sich inzwischen weiter verdunkelt und die turmhohen Wolken versprachen mittlerweile mehr als nur ein kommendes Unwetter. Der seltsame Geruch nach Elektrizität hatte nicht an Kraft verloren. Man konnte fühlen wie er auf der Haut kribbelte und den Mund mit einem sauer metallischen Etwas füllte.

Die beiden Monster – Plage wie man sie hieß - die seltsam widernatürlich in der Luft hangen und um einen Zutritt in die Wirklichkeit kämpften, kamen indes scheinbar keinen einzigen Zentimeter voran. Irgendetwas schien sie an der Vollendung ihres Vorhabens zu hindern. Vielleicht war der schimmernde Zugang einfach noch zu klein um ein Ungeheuer dieses Volumens durchzulassen, vielleicht aber wurden sie auch noch durch irgendetwas gehalten. Möglich auch, das sie sich selbst einfach im Weg waren, wer mochte das genau zu beurteilen? Dass die nicht ewig so bleiben würde, muss sicher nicht extra erwähnt werden. Denn langfristig kann ein Körper auf diese Weise einfach nicht festgehalten werden, zuviel an diesem Geschehen verstößt gegen jedes bekannte Naturgesetz. Ein Gesetz, das sich in den meisten Fällen von selbst korrigiert. Rein oder raus also, eine andere Alternative gab es nicht. Und die beiden Plagen machten kämpfend und krächzend klar, für welche der beiden Wege sie sich entschieden hatten. Ihre Blicke hatte bereits Unmengen an feistem Futter ausgemacht und ihre Gier paarte sich wollüstig mit ihrer Lust nach heißem Blut.

Nur um Haaresbreite verfehlte ein glühendheißes Projektil die Wange Meyyes. Die Kugel war so nahe an der Farbigen vorbeigeschossen, dass nicht nur einen deutlichen Lufthauch zuspüren war, sondern darüber hinaus auch ein durch unangenehme Hitze angefachtes Brennen hinterließ, das noch Minuten später anklagend pulsierte.

Weder von dem Luden, noch von irgendeinem Garou war allerdings noch etwas zu sehen. Der Feind hatte sich also augenscheinlich zurückgezogen. Wozu auch kämpfen, wenn bereits die Kavallerie anrückt…?
 
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Caitlin sah zu Kiera hoch und zog ihre Jacke über die Wunde. Sie lächelte gequält und meinte: „Vielleicht sollte ich mich in den nächsten Tagen nicht in der öffentlich sehen lassen, aber sonst gehts. Muss es ja. Aber sei vorsichtig, Ziege schießt aus dem Hinterhalt und was war das Donnern grade? Was ist jetzt passiert? Und geht es allen gut?“ Sie stand währenddessen auf und sah sich um.

Dann plötzlich entdeckte sie diese riesigen insekteroiden Plagen, die sich ihren Weg aus einem Riss zwischen dieser Welt und dem Umbra bahnten. Sie fühlte sich an gestern erinnert, als diese riesige Viech am See auf sie zugekommen war und sie mit knapper Not entkommen ist. Noch bleicher als gewöhnlich starrte sie die Viecher an, als ihr glasklarer Verstand auch schon meldete: Renn Caitlin!!!!!!! Renn!!!!

„Ok, vergiss meine Fragen, schnell, wir müssen hier weg. Zur Ruine?“ stieß sie aus.
 
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Kiera packte ihre Schwester an der Hand und dann lief sie auch schon los. Viel Rücksicht auf die Verletzungen konnte man in dem Moment nicht nehmen, sie mußten einfach hier weg und wenn sie diesen blöden Ziege erwischen würde, dann würde sie dafür sorgen, daß er keine Freude mehr haben würde. Warum hatte sie es denn noch nicht getan? Blut als Sympathikum hatte sie doch gehabt - achja, die Zeit hatt bisher gefehlt, selbst bei ihr.
 
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Das neue Kommando machte Sinn, erstmal sammeln und neue Befehle erhalten. So zumindest sah es der große Brujah. Nickend nahm er die Waffe entgegen die Enio ihm gab, dafür steckte er auch den Schlagring wieder um.

Da könnte man doch..

Ging es ihm durch den Kopf. Er hatte ja noch die Silberbrösel im Mund. Er biss sich auf die Zunge und liess das Blut sich in seinem Mund verteilen , als es sich ein wenig breiiger anfühlte zog er die Klinge über die Lippe und versuchte die Mischung aus Vampirblut und Silberstaub so gut es ging darauf zu verteilen.

Bis zum bitteren Ende

Dann war es an der Zeit aufzubrechen, Enio machte den Umweg, also musste der Rest direkter sein.

"Los los los!"

Der Tremerezauber war ein gewaltiger Seegen, so musste sich der Brujah keine Gedanken darum machen sein eigenes Tier unter Kontrolle halten zu müssen, stattdessen versuchte er anzutreiben was noch motiviert werden musste. Zumindest im Moment musste er sich keine Gedanken um das Tier machen, aber wer würde schon wissen wie lange er dieses Glück noch hatte. So rannte der Brujah los und versuchte dabei die Spitze zu bilden um möglichen Gefahren die letzten Waffen entgegenbringen zu können. Wäre sein Geist gerade anfälliger für Ablenkungen gewesen, er hätte gedacht er wäre gerade auf Drogen. Es konnte einfach nicht wirklich sein was gerade geschah. Sein Kopf war klar, aber ein Teil von ihm war sich sicher das es ihn erstmal gewaltig im Kreise drehen würde sobald er die Chance hatte auf die für ihn normale Weise daran zu denken was er hier um sich hatte.
 
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